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Während Strangsanierung plötzlich weniger Wasserdruck
Verfasser:
dermitdemleck
Zeit: 13.02.2020 19:58:13
0
2913748
Hallo zusammen,

bei uns wird gerade in einem Mehrfamilienhaus aus den 70er Jahren eine Strangsanierung (verzinktes Eisen raus, Edelstahl rein) durchgeführt. Es sind vier Stränge - ich wohne ganz oben im 2. OG.

Wir sind der zweite Strang der gemacht wurde. Vor und direkt nach der Fertigstellung unseres Strangs war die Wassermenge absolut ausreichend (WW per elektrischem DE ca. 7,8 l/min am Wasserhahn mit freiem Perlator, KW knappe 10 l/min. unter selben Bedingungen). Zu diesem Zeitpunkt waren wir auch schon an die neue Hauptleitung im Keller angeschlossen. Diese hat einen Querschnitt, welcher nur noch ca. einem Drittel der alten Hauptleitung entspricht. Wohl um unnötige Stagnation zu verhindern. Jedenfalls sei alles korrekt berechnet. Ach ja, das Belüftungsventil wurde aus meinen Bad ersatzlos entfernt.

Nun wurde ca. eine Woche später ein weiterer Strang saniert. In diesem Zuge gab es eine kurzzeitige Wasserabsperrung. Seit diesem Tag kann ich überall nur noch ca. 1,5 l/min weniger Wasser als vorher zapfen. Z.B. WW am Handwaschbecken im besten Fall noch 6,5 l/min. Die Monteure vor Ort waren ratlos und meinten, dass sie nur die neue Hauptleitung noch einmal versetzt an die alte angeschlossen hätten.

Nun wurde heute die alte Hauptleitung im Keller komplett demontiert, sodass wir nun die Dauerlösung haben. Der Wasserdruck ist aber weiterhin unverändert enttäuschend.

Grundsätzlich könnte man damit leben, nur muss es doch technisch irgendeine Ursache dafür geben die man eventuell noch beheben kann. Habt ihr eine Idee? Könnte ein defektes Absperrventil welches nicht richtig öffnet dafür die Ursache sein (im Keller)?

Nur weil das Leitungsnetz verlängert wurde (also um die letzten beiden Stränge), dürfte doch nicht plötzlich ein permanent schlechterer Wasserdruck bei mir anliegen!?

Viele Grüße

Verfasser:
SG03
Zeit: 14.02.2020 06:35:40
0
2913881
Überprüfe mal bitte die Perlatoren der Armaturen. Ansonsten könnte noch irgendwo ein Anschluß an eine Stahlleitung bestehen, welcher noch ein defektes Ventil enthält.

Verfasser:
Reggae
Zeit: 14.02.2020 11:48:55
0
2914026
Zitat von SG03 Beitrag anzeigen
Überprüfe mal bitte die Perlatoren der Armaturen. Ansonsten könnte noch irgendwo ein Anschluß an eine Stahlleitung bestehen, welcher noch ein defektes Ventil enthält.

Und die Eckventile, Wohnungsabsperrungen usw.

Verfasser:
dermitdemleck
Zeit: 14.02.2020 12:29:13
0
2914057
Perlatoren sind alle sauber/neuwertig/frei. Eckventile und Wohunngsabsperrhahn kann ich ausschließen. Sowohl in Küche und Bad fließt die gleiche Menge Wasser.

Habe nochmal gemessen und wie es aussieht, ist es seit gestern nochmal schlechter. Gestern wurden die letzten beiden Stränge mit angeschlossen.

Da wurde wohl die Hauptleitung im Keller zu klein dimensioniert... Das ist doch wirklich ein Witz. :-(

Verfasser:
Gast001
Zeit: 14.02.2020 12:39:41
0
2914063
Zitat von dermitdemleck Beitrag anzeigen
Perlatoren sind alle sauber/neuwertig/frei. Eckventile und Wohunngsabsperrhahn kann ich ausschließen. Sowohl in Küche und Bad fließt die gleiche Menge Wasser.

Habe nochmal gemessen und wie es aussieht, ist es seit gestern nochmal schlechter. Gestern wurden die letzten beiden Stränge[...]


Wieso können die Sachen ausgeschlossen werden? Gibt es einen wasserzähler in der Wohnung?

Verfasser:
dermitdemleck
Zeit: 14.02.2020 13:15:41
0
2914083
Als Laie schließe ich die Eckventile aus, da in der Wohnung mehrere Eckventile verbaut sind und die daran angeschlossenen Armaturen alle den selben Durchfluss bringen.

Der Absperrhahn für die Wohnung wurde im Zuge der Strangsanierung erneuert. Wirklich ausschließen kann ich den natürlich nicht. Habe ihn mehrmals geschlossen und geöffnet ohne Änderung. Aber wie gesagt, es lief ja auch schon mehr Wasser pro Minute mit diesem Ventil durch die Leitung.

Wasserzählervorbereitung wurde direkt unter den Absprerrhahn eingebaut. Der Wasserzähler selber ist noch nicht eingebaut worden. Apropos.. sobald der eingebaut ist: Wieviel vermindert der den Durchfluss? Ist das merklich?

Klar, kann ich nicht ausschließen, dass sich in jedes Eckventil und in den Absperrhahn Dreckklumpen gesetzt haben, aber ich gehe nicht davon aus. Nach dem Aufsperren der Hauptleitung waren kaum noch Schmutzpartikel vorhanden (kein Vergleich zu früher mit der alten rostig verkalkten Leitung).

Verfasser:
elo22
Zeit: 14.02.2020 17:32:44
0
2914243
Warum wird hier nicht die ausführende Firma gefragt?

Lutz

Verfasser:
dermitdemleck
Zeit: 14.02.2020 19:25:11
0
2914312
Die ausführende Firma war vor Ort ratlos und der Bauleiter reagiert nicht. Nun soll sich das verantwortliche Architektenbüro darum kümmern. Ich wollte einfach nur auf das kommende Gespräch vorbereitet sein, damit ich argumentieren kann, warum das nicht korrekt sein kann/sollte.

Verfasser:
dermitdemleck
Zeit: 15.02.2020 21:25:11
0
2914866
Habe mal mit einem Manometer am Wasserhahn gemessen. Wenn niemand in meiner Wohnung Wasser zapft, liegt der Druck bei 3,4 Bar. Er fällt auf 2,6 Bar wenn Toilettenspülung und Wasserhahn laufen.

Verfasser:
SG03
Zeit: 16.02.2020 08:28:48
0
2914958
Ok. Dann könnte der Filter im Keller zugesetzt sein, oder zu klein, oder der Absperrhahn nicht richtig aufgedreht. Auf jeden Fall kommt nicht genug Wasser nach.

Verfasser:
dermitdemleck
Zeit: 16.02.2020 12:20:06
0
2915114
Leider komme ich in den Betriebsraum nicht rein. Kein Ahnung ob da überhaupt ein Filter verbaut wurde (bei einem 10 Parteien Haus).

Kann es denn überhaupt sein, dass wenn zwei Stränge an die neue Leitung angeschlossen werden genügend Wasser fließt, aber sobald die letzten beiden Stränge hinzukommen (also im Prinzip eine Verlängerung des Leitungsnetzes), dass dann bei mir weniger Wasser fließt?

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