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Ölbrenner, jetz mach ich es selbst
Verfasser:
Egi Meyer
Zeit: 14.02.2020 20:37:50
10
2914349
Hallo zusammen,
habe 2015 ein Haus aus den 70igern mit einer 20 Jahren alten Brötje Logobloc gekauft.

Durch dieses Forum und das Internet habe ich mich mehr und mehr mit dem Öler beschäftigt und ihn lieb gewonnen. Heute startet er 4 bis 9 mal am Tag mit je 20 - 50min Laufzeit.

Vor 2 Jahren habe ich durch den HB eine 0,4 Düse einbauen lassen, vorher 0,5. Doch anstatt auch die Luft einzustellen hat er nur den Öldruck erhöht, trotz meines Einwandes. Nachdem ich letztens einen Ölzähler durch den HB einbauen lassen habe, kann ich den Verbrauch pro Stunde sehr gut ermitteln. Der Öler verbraucht mit der 0,4 Düse genau 2 Liter pro Stunde wie vorher mit der 0,5.
Der Kollege, der den Zähler eingebaut hat wollte aber ebenfalls nicht an die Lufteinstellung des Brenners ran, der Öldruck wurde ebenfalls nicht gemessen.

Nach dem ich jedes Mal 150Euro für den Einsatz bezahle habe ich mir jetzt kurzer Hand ein gebrauchtes Messgerät gekauft. Jetzt verbrennt der Brenner 1,6 Liter pro Stunde bei 12,3% CO2, 4,3% CO und 4,8%qA. Der Schonsteinfeger hat gestern die gleichen Ergebnisse mit seinem Messgerät gehabt und war zufrieden.

Also vielen Dank in die Runde und mit bestem Gruß

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 15.02.2020 00:09:31
2
2914436
Zitat von Egi Meyer Beitrag anzeigen
Jetzt verbrennt der Brenner 1,6 Liter pro Stunde bei 12,3% CO2, 4,3% CO und 4,8%qA.

Die 4,3% sind wohl eher O2. Kohlenmonoxid sollte in ppm und damit einige Größenordnungen darunter sein ;-)

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 15.02.2020 06:19:36
2
2914468
Hallo

d.h. Du hast in etwa 120°C Abgastemperatur. Hast Du Kondensat im Kamin?
Die langen Laufzeiten sind gut für die Rücktrocknung falls irgendwo Kondensat entsteht.

ciao Peter

Verfasser:
JoergK
Zeit: 15.02.2020 07:17:55
2
2914479
Leider steht im Text nicht ob Blau- oder Gelbbrenner.
Kenne Brötje zu wenig ob die Kessel früher auch mit Gelbbrenner gebaut wurden.
Im Kundenkreis haben wir nur einen Logobloc und der hat einen Blaubrenner.
Da wären die 12,3% CO² zu wenig 13% dürften es schon sein.
Für einen Gelbbrenner in Ordnung.

Verfasser:
Egi Meyer
Zeit: 15.02.2020 19:07:14
1
2914780
Moin zusammen,
herzlichen Dank für eure Rückmeldung.
Es ist ein Brötje Blaubrenner O-42.2 U, die Luftklappe war vorher auf 5,5 eingestellt, jetzt ist die Luft bei 3,6.
- Stimmt die Abgastemperatur beträgt 120°C. Respekt, bisher habe ich keine Probleme im Schornstein oder im Brennraum
- Jupp, die 4,8% sind natürlich O2
- CO2, stimmt in der Anleitung schreibt Brötje auch 13 bis 14% für CO2.
Auf den ganzen Service-Aufklebern auf der Heizung von 2004 bis 2016 waren es immer Werte zwischen 11,10 bis 12,50% für CO2. Deshalb dachte ich das 12,25% i.O. sind. Weiß jemand den Grund, dass die Blaubrenner bei 13% liegen?
Wenn es wichtig ist, würde ich versuchen vielleicht die Luft noch etwas runter zu regeln.

Brötje bietet für den Brenner mit kleineren Düsen eine Drosselblende an, mit dieser ging der Brenner leider immer nach 2-3min aus. Auch der HB hatte es seinerzeit vergeblich versucht.
Mit bestem Gruß
Egi

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.02.2020 19:28:05
2
2914789
- Stimmt die Abgastemperatur beträgt 120°C. Respekt, bisher habe ich keine Probleme im Schornstein oder im Brennraum

Der Kessel ist recht genial gut konstruiert, der vermeidet Kondenswasser sehr zuverlässig, prima Teil.

ALARM!! Die geringe Abgastemperatur/Abgasverlust erfordert mindestens einen Schamottrohr-Schornstein UND einen Zugbegrenzer/Nebenluftvorrichtung sowieso, sonst geht das garantiert in die Hose. Die lange Laufzeit allerdings kann hier einiges ausgleichen. Kommst Du zur Kontrolle an die obere Schornsteinreinigungsöffnung?


- Jupp, die 4,8% sind natürlich O2


Zu viel, das sollte zwische 2 und 3% liegen

- CO2, stimmt in der Anleitung schreibt Brötje auch 13 bis 14% für CO2.


Eben, siehe oben, das ist der Umkehrwert, bis 14,5% CO2 dürften machbar sein, Grenze ist der CO-Gehalt, der sollte unter 50ppm liegen.

Auf den ganzen Service-Aufklebern auf der Heizung von 2004 bis 2016 waren es immer Werte zwischen 11,10 bis 12,50% für CO2. Deshalb dachte ich das 12,25% i.O. sind.

Das sind KEINE Blaub-Brenner-werte!


Weiß jemand den Grund, dass die Blaubrenner bei 13% liegen?


Ein hoher CO2-Gehalt, respektive ein geringer O2-Gehalt, bezeichnen beides den Luftüberschuss. Blaubrenner benötigen keinen solch großen Luftüberschuss, weil sie technisch besser verbrennen


Wenn es wichtig ist, würde ich versuchen vielleicht die Luft noch etwas runter zu regeln.

Es IST wichtig. Allerdings, wie oben beschrieben, benötigt man bei einem Blaubrenner unabdingbar ein CO-Messgerät. Die Rußpumpe kannst zur Seite legen.

Verfasser:
Egi Meyer
Zeit: 15.02.2020 19:51:22
1
2914806
- Stimmt der Kessel ist gut, die Heizungspumpe wird auch erst nach Erreichen der Stütztemperatur eingeschaltet, die Pumpe für WW läuft leider sofort los

- Der Schornstein hat schon ein VA Rohr

- Habe ein testo 327-2 damit wird auch der CO Wert gemessen aktuell 2ppm

- Gut dann werde ich den Brenner nächste Woche noch etwas nachstellen,
also CO2 13 bis 14% und O2 2 bis 3%

Prima, vielen Dank für die Unterstützung

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.02.2020 20:22:53
0
2914826
Laufen lassen, Messgerät UND Ölrenner, Luft verringern bis der CO beginnt zu steigen, dann Luft wieder etwas aufmachen dass der CO Gehalt so unter 50ppm liegt - fertig is. Der CO2/O2-Gehalt ist dann nachrangig und ergibt sich dann.

Verfasser:
Egi Meyer
Zeit: 16.02.2020 10:12:06
1
2914999
Habe heute die Luft des Brenners noch etwas nachgestellt:
Temp = 110°C; CO2 = 13,43%; O2 = 2,7%; Lamda = 1,15; qA = 4%
Abgastemperatur scheint etwas wenig zu sein, werde jetzt regelmäßig in den Schornstein und Kessel schauen.
Erst einmal herzlichen Dank und schönen Sonntag

Verfasser:
Egi Meyer
Zeit: 16.02.2020 10:13:19
1
2915000
CO = 9ppm

Verfasser:
schorni1
Zeit: 16.02.2020 10:50:21
1
2915022
un DA geeeht noch was, nur keine Angst. Die Grenze ertasten - un dann wieder etwas zurück.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 16.02.2020 10:52:28
3
2915026
Man sieht an diesem Beispiel sehr genau, wenn man nicht das Glück hat einen guten und auch engagierten Techniker zu kriegen, dann hat man leider oft die Arschkarte gezogen.

Jeder der technisch einigermaßen begabt ist kann sich in ein Thema und dessen Problematik einlesen (etwas dazulernen) und wenn Er dann auch noch bereit ist für entsprechendes Equipment etwas Geld in die Hand zu nehmen, dann klappt vieles besser.

Ich gratuliere Egi zu seinen Schritten, denn damit ist wieder ein "Stinker" oder Umweltverschmutzer weniger unterwegs.

Die oft angesprochene Empfehlung, auf den höchstmöglichen CO2 Wert zu gehen sehe ich im Sinne der Betriebssicherheit (besonders das Startverhalten) von Brennern mit sehr kleiner Leistung etwas differenzierter.
Besser um 1 Prozent weniger CO2 und dafür einen guten störungsfreien Betrieb, denn wenn sich die Verbrennungslufttemperatur um 2 oder3° ändert fällt oft meist der Brenner um (fängt dann zu Rußen an) was auch nicht im Sinne des Erfinders ist.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 16.02.2020 11:04:25
1
2915039
Blaubrenner rußen NICHT - sie erzeugen höchstens CO. DESHALB die Grenzertastung !!

Verfasser:
jaybuy
Zeit: 16.02.2020 11:39:31
3
2915072
Moin moin!

Ich mache seit 2012 die Wartung an meinem Buderus GB125 selbst, nachdem ich in den ersten zwei Jahren dem KD-Monteur bei der Wartung über die Schulter geschaut und mir aus dem Forum und aus Fachliteratur viele Infos geholt habe, dazu ein Brigon 530 zur Abgasmessung.

Seit dem läuft der Brenner super, bisher störungsfrei, sauber und sparsam.

Wenn man das selbst macht, hat man nicht nur viel Zeit zum gründlichen Putzen, sondern auch bei der Brennereinstellung.
Laut Wartungsanleitung soll man ja den Brenner erst nach 20 Minuten Laufzeit messen und einstellen und diese Zeit nimmt sich der KD-Techniker natürlich nicht!
Da wird nach max. 5 Minuten geschaut und wen die Werte einigermaßen passen, bleibt das so...

Gruß Jörg

Verfasser:
epicuro
Zeit: 17.02.2020 13:00:34
5
2915746
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Die oft angesprochene Empfehlung, auf den höchstmöglichen CO2 Wert zu gehen sehe ich im Sinne der Betriebssicherheit (besonders das Startverhalten) von Brennern mit sehr kleiner Leistung etwas differenzierter.


Warum willst Du unbedingt beim Start einen zu Hohen Sauerstoffgehalt haben?
Wenn ich den Co² Gehalt auf 13,5% z.B. einstelle hab ich den wesentlich geringeren Sauerstoffüberschuss und der Brenner springt besser an.
Erhöhe ich den Sauerstoffüberschuss erhöhe ich auch die Luftgeschwindigkeit um die Düse und der Brenner springt schlechter, im schlimmsten Fall überhaupt nicht an.

Viele Brenner haben aus diesem Grund entweder einen Stellmotor, der eine Bohrung im Gehäuse beim Start öffnet(Elco EK 02.50/71L-NH/Baugleich Wolf) oder z.B. bei Viessmann einen Hubmagneten, der in der Startphase eine Bohrung öffnet oder auch Viessmann ein Relaise, was im Start den Brennermotor für einen Sekundenbruchteil abschaltet. Dadurch wird die Luftdruckspitze/Luftgeschwindigkeit kurzfristig beim Start reduziert.
Peter

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gnika7 schrieb: Gasheizung braucht Schornstein, Gasanschluss und aktuell noch zwingend ST. Damit sollte die WP im Normalfall bei Installationskosten bereits günstiger sein. Dann kommt noch die BAFA-Förderung. PV verdient...
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