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Altbau (ca. 1870) Öl nach LWWP
Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 05.03.2020 22:24:16
0
2926069
Hallo zusammen,

ich beabsichtige meine alte Ölheizung in Rente zu schicken.

Das hat mehrere Gründe
- Raumgewinn (keine Tanks)
- Alter der Anlage / Effizienz
- ökologischer Gedanke
- Die Förderungen sind verlockend

Ich hatte länger mit dem Gedanken gespielt auf Pellets umzusteigen.
Wir hätten aber gerne keine Bevorratung mit Brennstoff mehr.
Mir persönlich fehlt auch jegliche Erfahrung mit Pelletheizungen.

Aktuell tendiere ich eher zu einer LWWP monovalent oder als Hybridanlage, sofern monovalent nicht sinnvoll wirtschaftlich zu betreiben ist.

Das Haus ist freistehend, von ca. 1870 (Alter nicht genau bekannt), Feldbrandwände (Giebelwände ~50cm, sonst ~40cm), Lehmdecke abgehanden mit verputzen Sauerkrautplatten, 2 Anbauten (1x30cm Feldbrand, 1xHohlblock 24cm).
Die Decken der Anbauten sind Gedämmt (20cm). Der Feldbrandanbau wurde letzten Sommer im Zuge der Erneuerung der Fassade gedämmt (U<0,23).
Fenster sind 4 Jahre alt mit Uw 1.0.
Insgesamt 112m² Wohnraum

Die aktuelle Heizung besteht aus einem Buderus Keramat 14 Ecomatic NT-Ölkessel mit 4.000l PE-Kombitanks. Kein Pufferspeicher, keine Trinkwassererwärmung.
Daneben steht ein alter Kohlekessel, der alternativ verwendet werden kann. Das Gerät wird aber höchst selten benutzt.
Es existieren 10 ältere Thermalheizkörper, welche relativ groß sind. Im Bad hängt ein 22er Kompaktheizkörper.

Verbrauch die letzten Jahre: 2600l, 2400l, 2400l. Tendenz fallend analog zu Dämmmaßnahmen. Für diesen Winter würde ich wieder etwas "weniger" erwarten.

Mittlere Vorlauftemperatur:Max. 50° bei deutlichen negativen Temperaturen.
Normal liegt sie hier bei 35° bei 7° AT und 40° bei 0° AT.
Diesen Februar lag sie im mittel bei 35°.

Raumtemperatur 20°5 C. Es ist keine nennenswerte Absenkung eingestellt.
Das wieder aufwärmen der Räume würde sonst zu lange dauern.
Teilweise wird um 1° am Thermostat für ein paar Stunden Nachts abgesenkt.

Sollte mehr Temperatur (Behaglichkeit) gewünscht sein kann mit einem Kaminofen (7kW) im Wohnzimmer dazugeheizt werden.

Warmwasser aktuell über DLE. Einbindung in die Heizung wäre nett.

Photovoltaik mit 9,9kWp vorhanden.


Was denkt ihr?

WP sinnvoll machbar? Bivalent (Gas+WP)/Hybrid eine Option? Doppel-Geisha (Oder Kombination 5+9kW Panasonic)?

Mein Bauchgefühl sagt mir LWWP geht, auch monovalent.
Der einzige Heizungsbauer im meinem Bekanntenkreis winkt prinzipiell ab, kennt aber auch nicht die hier vorliegenden Gegebenheiten im Detail. Ist eher auf Gas und Ölheizungen eingeschossen, da ausgereift und günstig.
Naja - von Öl wollen wir hier ja weg und Gas alleine ist zwar praktikabel, aber nicht das was wir uns hier vorstellen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 05.03.2020 22:34:07
0
2926074
über 2000 Liter für REINEN Heizbetrieb für 112m² is aber immernoch ganz schön viiiiel.

Und die maximale VL-Temperatur sollte schon so 40 sein bei minus.... je-nach-dem-welche-NAT Niedrigste Außen-Temperatur an Deinem Ort halt so gilt. PLZ? Dann suchen wir die mal raus.

Aber ein Kaminofen als Spitzenlastabdeckung und Reserve ist immer guuuuut, wieviel Quadratmeter können mit dem auf 20Grad gehalten werden etwa?

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 05.03.2020 22:41:06
1
2926080
PLZ 50127
NAT laut waermepumpe.de -8.6°C. Im JAZ Rechner wird -10° für die PLZ genommen.

Haus ist freistehend und hat nur ein bewohntes Geschoss, also viel Wandfläche.

Das Dach vom Hauptgebäude ist nicht gedämmt. Die Decken der Anbauten sind gedämmt.

Nicht unterkellert.

EDIT:
Der Ofen steht im Wohn-Esszimmer mit ca. 28m². Im Rest des Hauses kommt davon dann aber natürlich nicht mehr so viel an. Flur, Schlaf und Kinderzimmer grenzen daran an und werden auch wärmer. Müsste das mal am Wochenende beobachten.
Hier zeichnet jeder Raum Temperaturen auf. Dazu noch Vor- und Rücklauftemperatur

Verfasser:
schorni1
Zeit: 05.03.2020 23:16:43
0
2926091
Na prima, ICH hätt für "Köln" auch -10 NAT im Angebot.

Das Dach vom Hauptgebäude ist nicht gedämmt.

Das Hauptgebäude hat dann nur das eine Geschoß und das hat keinerlei "Dach", also keine Schrägen? Somit ist über dem EG lediglich der Dachraum? Das wird sicher ne Balkenkonstruktion sein und vielleicht so Schlacke als Füllung dazwischen? Wie viel Quadratmeter hat denn DER Teil? und die Anbauten dann? Und welcher Jahrgang sind die? Ist dann nun die gesamte Fassade über all neu gedämmt?

Ok, und mit dem Kaminofen kann man sagen wird der "Haupt-Aufenthaltsbereich" erwärmt?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 05.03.2020 23:40:02
2
2926099
Also soweit ich dass verstehe ist der Boden ungedämmt, die Wände des aupthauses sind ungedämmt und die Decke ünber dem Hauptwohnbereich ist ungedämmt. Letzteres wäre in jedem Fall anzugehen, denn da sollte man ja gut rankommen.
Wenn es optisch geht ebenso den Hauptbau in ähnicher Art wie den Anbau dämmen, dann ist die Ausgangslage bei Verbrauch wie Vorlauftemperatur schon deutlich entspanter.
Eine 5 vorne bei der Vorlauftemperatur sehe ich bei LWWP sehr ungern, das wird dann schon unschön 45 ist auch noch nicht schön, ab 40 wirds gut. Haizlast dürfte um 7-8kw sein, würde man das auf 5kW runterbekommen, wäre das Gerät billiger und die Vorlauftemperatur im Wunschbereich. Rechne mal durch ob das machbar ist. Mit 5kW wäre das Häuschen langsam im zukunftssicheren Bereich.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 05.03.2020 23:48:06
0
2926102
JA, sehe ich auch so:

- die einfachen Sachen dämmen
- auf 5kW runterbringen
- Heizkörper max 40 Grad-tauglich machen

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 06.03.2020 11:26:01
1
2926258
Das Hauptgebäude hat ein Satteldach. Dachraum ist nicht ausgebaut.
Decke dazwischen ist eine Stakendecke. Also Balken mit dazwischen eingeschlagenen Staken.
Darüber bis Balkenhöhe aufgegossen mit Lehm. Darunter mit Kalk verputzt.
Ist aber, vermutlich in den 70ern, abgehangen worden. Man sieht das leider von Unten nicht mehr.
Dieser Teil macht 63 m² aus.

Das Alter der Anbauten ist leider unbekannt.
Würde bei Anbau 1 auf 100 Jahre oder mehr schätzen.
Anbau 2 wird aus den 70ern sein.

Mit dem Kamin wird nur zur Behaglichkeit dazugeheizt. Maximal 1 RM pro Winter bisher. Eher 0,5 RM.

Böden sind größtenteils umgedämmt. Bei 2 Teilen wurde bei Erneuerung der Dielen eine Perlitschüttung eingebracht.
Mit 7cm nicht wirklich viel, ist aber an den Füßen bemerkbar.

Die Bodenbelüftung im Mauerwerk wurde verschlossen.
Die hat wohl eher bei raumluftabhäniger Ofenheizung Sinn ergeben.
Mit Heizkörpern und Zentralheizung eher nicht mehr.

Fassadendämmung auf Eingangsseite ist nicht erwünscht. Die Fassade hat dort Stukteile, die wir gerne so belassen würden.
Zum Hof und die Giebelseite zum Garten zeigend könnten aber gedämmt werden.
Die Wetterseite zum Garten ist eh so langsam fällig.

Was kurzfristig ansteht ist noch Dämmung an der Schlafzimmerwand in Richtung Heizungsraum.
Das ist eh nicht verputzt und sieht schäbig aus.

Haustür soll auch erneuert werden. Die ist einfach verglast und das Holz fängt langsam an sich aufzulösen.
Das erste Angebot erscheint uns allerdings etwas zu hoch (4400,- EUR). In den nächsten Wochen erhalte ich ein neues.
Ist ein Tür mit Oberlicht, insgesamt ca. 250cm hoch.

Die 7-8kW Heizlast erscheinen mir nach meinen Beobachtungen der Brennerlaufzeiten realistisch.
Der Brenner sollte aktuell auf 20kW eingestellt sein, sofern man der Dokumentation den Düseneinstellung trauen kann.
Es ist nicht mehr der Original Brenner verbaut. Verbaut ist ein Interzero 2011-S.

40° max. wird sportlich. Eventuell müssten da in den kritischen Räumen größere Heizkörper.
Der Wohn- Essbereich scheint da maßgeblich zu sein. Die anderen Räume erscheinen mir einfacher zu beheizen.
Allgemein erkennbar: Je mehr Dämmung an Wand und Decke, desto geschlossener die Ventile.

Habe mal in einem Plan etwas eingezeichnet um den Status zu verdeutlichen:
Bauplan

Vielen Dank für Eure bisherigen Rückmeldungen.

In ein paar Wochen kommt ein Heizungsbauer aus dem Nachbarort.
Scheint sich auch mit erneuerbaren Energien auszukennen.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 06.03.2020 11:41:39
1
2926269
Gut, dann rolle doch - wenn das für Dich passt - von sowas
https://www.ebay.de/itm/Knauf-ECOSE-150mm-Mineralwolle-Glaswolle-Klemmfilz-Dammung-140mm-160mm/254531397774?_trkparms=ispr%3D1&hash=item3b4340e88e:g:dKAAAOSwNaxeYCZ5&enc=AQAEAAACQBPxNw%2BVj6nta7CKEs3N0qU3a8mwd9J%2BE9RfYmYXv6PpAvFSR%2FipNgCPA5H7rANf1f7l%2Bwwf0JDQ3tt2889CGrAf0W0QQgEtdgegf2md4NBNQ52jFO7ykj4TP5T6Y7Wqm%2FqbrstRE1P83BO4okkCd2DlIQFcEQkNsP0VaNmgqvdDqncDh8%2FNreytlHva839BMmX3oKAvIkvg8rFcafxp7sK7r7416vyKkmhj9CydEghNYSb%2BD0%2FsZ98cvJ3muiDyhvMtujj00h3ZWWQ6mc38jLvkQ5YnTtjxm5QcYWYF5Wtj3d1fYaOln9kvX2OJevAMhNqJvmgV6b3Wi%2BYBGMrzR2Ufie7mU%2BC5DYGCA8TG%2BZNHGUqxHGNEV0Hk0RvRio9nckNlg6ByniRG9hAbpAzVVpC03M%2FEBo4duYqaxYaOz%2B7EH0qBVcaYQ0hIgGg7JvzhvTb%2FtqN%2BZFmjowuaA8g%2FxEpnjCxopPsAFSkwljcteRhI1pLRsjAn%2BESz88CUWw5dFXOuHHQJYcMQ3fOzXwlfEUuVFjCLNG8JN9W1DmQG9MZvQKO2B6WhCcBmuEOwdVhf%2BveUahzJeQ2qIOWLvI1FeZ1kssqPDf%2F3HVUBWLYFWn%2BOfluh%2F8tpMsUyQDSJLU3gLNSLJ%2FGUz57qWUPNBzKueC1G4bbKWI8RNg4HjX9deeJgTx%2FiL07C5XJb%2FLMO7PfE4wPmAcMe%2B2wNIKLJMT0iaxbWmr3aAEOIESlmgLH6obGOrQOFVDLb9nj3d1RktN8Htg%3D%3D&checksum=254531397774313b8ed13d5c4267aa7f9c43c52ce3d3
3 Lagen kreuzweise über den Rohnräuemen im Dachraum aus (Da wo begangen werden muss ergäbe sich ein anderer Aufbau) - Du wirst erstaunt sein wie das für kleines Geld wirkt. und 3 Lagen sind dann zukunftssicher -mehr wird man nicht brauchen.
Dämmung auf 3 Seiten dazu wäre Top. Die Strassenseitige Wand müsste man sich dann bei Ubakus noch mal genauer ansehen, eventuell passt da eine innenseitige Dämmung mit alukaschiertem PUR oder Resol von wenigen cm wenn da mal wieder tapeziert wird.

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 06.03.2020 12:21:34
0
2926297
Der Speicher sollte begehbar bleiben. Also müsste ich die Schrägen und die Kehlbalken Dämmen.

Bei 10cm Sparren nur durch Aufdoppeln, Anlaschen oder Untersparrendämmung auf EnEV-Wert oder besser zu bringen.

Das ist zwar vorgesehen. Aber eher so in 5 Jahren.

Die Ölheizung soll aber vorher raus :-) Ich weiß, dass das nicht die Ideale Reihenfolge ist.

Ich würde momentan lieber anderweitig versuchen mit dem Vorlauf runter zu kommen.
Also Heizflächen vergrößern wo notwendig, Haustür neu und die Nische hinterm Schlafzimmer Dämmen.

Die Frage bleibt dann aber: WP monovalent wirtschaftlich betreiberbar? Oder lieber bivalent/hybrid? Es muss ja nicht billiger werden als vorher. Das wäre natürlich top, aber nicht erklärtes Ziel.

Jetzt sind es ca. 24.000kWh in form von Öl also ca. 1500,- EUR. Gehe ich von 80% Wirkungsgrad aus sind das etwas mehr als 19.000 kWh Wärmebedarf.
Bei JAZ von 3,5 ist man Kostentechnisch schon fast da (bei normalen Haushaltsstrom zu 29ct/kWh).
Nehme ich mal 1000 kWh Strom aus der Solaranlage zu 10ct/kWh reicht JAZ 3,2.
Bei Wärmepumpenstrom sollte ein JAZ von 2,7 reichen.

Der aktuelle Wärmeerzeuger ist eh schön über seiner Laufzeit. Auf dem Gerät steht 1992. Der Schornsteinfeger sagt 1984. Spielt auch keine wirkliche Rolle. Ersatzteile gibt es dafür eh nicht mehr. Jeder Ausfall wäre also wahrscheinlich katastrophal.
Die CO2 Abgabe macht das Gerät, bzw. den Brennstoff Öl auch nicht gerade attraktiv.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 06.03.2020 12:30:19
1
2926301
Ich würde das dann anders lösen (Vorschlag)
- im Drempelbereich (unter 1m Raumhöhe läufst Du garantiert nicht die vorgeschlagene preiswerte dämmung
- im übrigen Bereich z.B. 3cm Mineralwolle, damit nix unterströmt wird, darauf 10cm PUR alukaschiert, darauf 12mm OSB. Ist begehbar mit allerdings ca. 13cm weniger Raumhöhe.Es sei denn Du rummelst dann schon gegen die Kehlbalken.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 06.03.2020 12:33:45
0
2926302
Ansonsten würde ich in der Situation die WP direkt Bivalent dazu nehmen und knappe Heizkörper vergrössern. Und das Dämmen gleich nachziehen.
Mit 45% Förderung kann man da ja durcchaus ein stück weit investieren.
Schau mal was Dämmungsmässig sofot geht. Auf dem Boden ausgebracht legt man die 85m² an einem Wochenende.

Verfasser:
Rumpelkiste
Zeit: 06.03.2020 12:54:38
0
2926313
Zitat von LutzFechner Beitrag anzeigen
Die CO2 Abgabe macht das Gerät, bzw. den Brennstoff Öl auch nicht gerade attraktiv.[...]


Naja Gas ist nur 37% besser bezüglich der CO2 Abgabe.

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 06.03.2020 13:32:49
0
2926332
Die zukunftige Drempelkonstruktion schau ich mir mal an. Den unteren Teil davon direkt zu dämmen ist ja nur ein Nachmittag und reduziert sofort die ungedämmte Fläche.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 06.03.2020 14:43:08
0
2926375
Wie sieht es denn mit Grundstück ums Haus aus?

Vielleicht gleich auf Erdwärme gehen?
Frank, fdl1408, betreibt in seinem kaum dämmässig ertüchtigten Altbau
eine Solewärmepumpe mit Ringgrabenkollektor und Heizkörpern mit
einer Jahresarbeitszahl von deutlich über 5.
Also ein Teil Strom, 5 Teile Wärme.

Grüsse

winni

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 06.03.2020 21:42:38
0
2926593
Das Grundstück hat 648m², davon knapp 250m² Garten.
Könnte man bestimmt für Erdwärme nutzen.

Der Garten ist allerdings auf der anderen Seite vom jetzigen Heizungsraum. Man müsste also irgendwie mit den Soleleitungen erstmal an der Giebelseite hoch, durchs Dach und auf der anderen Seite wieder runter. Geht so etwas?

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 16.03.2020 22:05:33
0
2931387
Aktueller Status:

- Erster Heizungsbauer kommt nächste Woche mal zur Begutachtung.
Mal schauen, was er zur WP/Hybrid im Altbau sagt.
- 2. Heizungsbauer kann erst nach Corona :-)
- Alternativ Pelletheizung angefragt

Die Angebot für die Pelletheizung scheint preislich ok, aber ich hätte gerne ein paar Änderungen.
Mich reizt die KWK-Option vom ÖkoFEN.
Mal schauen, wie sich das Angebot durch hinzufügen eines Puffers ändert.
Der wird von Ökofen anscheinen bei KWK gefordert und ermöglicht auch die Einbindung von Solarthermie, ist jetzt aber erstmal nicht im Angebot.

Eigentlich wollen wir keinen Wärmeerzeuger mit lokalem Lager mehr. Und der PV-Strom kann auch gerne teilweise in einer Wärmepumpe verschwinden.

Hat schon jemand Erfahrungen mit dem Rotex/Daikin Altherma R oder H Hybriden?
Mir gefällt die Kühloption mittels Gebläsekonvektoren. Das sollte auch die Vorlauftemperatur im Heizbetrieb insgesamt senken.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 16.03.2020 22:52:21
2
2931404
GE-bläse könnte auch immer ein bißchen GE-räusch sein.....


Mich reizt die KWK-Option vom ÖkoFEN.


DES is nix im EFH!

Verfasser:
HFrik
Zeit: 17.03.2020 14:41:17
2
2931631
Das mit Pelletheizungen ist wie mit Antibiotika - man sollte es für die Häuser aufsparen wo sie wirklich notwendig sind - und wo WP geht diese auch einbauen. Pellets reichen nur für gut 5% der Häuser.
Ansonsten - über das Dach kann man gehen, oder vielleicht sogar mit Bodenrakete und Co unten durch.

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 17.03.2020 20:54:39
0
2931775
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
GE-bläse könnte auch immer ein bißchen GE-räusch sein.....


Das schreckt mich in der Tat ein wenig ab. Vielleicht nur zusätzlich zu den Heizkörpern mit eigenem Kreislauf montieren? Dann als Deckengerät. Wobei die EER im Vergleich zu normalen Split-Geräten grausig schlecht zu sein scheint.

Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen

DES is nix im EFH!


Warum? Zu kurze Laufzeiten und daher unrentabel?
Die Teile werden doch momentan auch für Einfamilienhäuser angepriesen.


Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Das mit Pelletheizungen ist wie mit Antibiotika - man sollte es für die Häuser aufsparen wo sie wirklich notwendig sind - und wo WP geht diese auch einbauen. Pellets reichen nur für gut 5% der Häuser.


Pellets sind auch nicht mein absoluter Favorit. Öl ist ganz raus. Gas, wenn, dann so wenig wie mnöglich.
Lieber soviel erneuerbare Energie nutzen wie sinnvoll möglich.
Kleinere Dämmaßnahme an einer Außenwand läuft gerade.
Sind zwar nur ein paar m² und sonderlich Dick wird es auch nicht. Aber besser als der nackte Hohlblock wird es schon.
Kann leider nicht zu breit werden, da ich mir sonst einen Durchgang verbaue.
Der U-Wert sinkt von ca. 1,2 auf 0,5 bis 0,35. Sind ca. 9 m². Altbaukompromisse.

Verfasser:
passra
Zeit: 17.03.2020 21:08:14
2
2931783
Eine Erdwärmebohrung muss ja auch nicht zwingend im Garten sein, das Haus hat ja auch noch 3 andere Seiten...
Bei der Verbrauch/Heizlast/Vorlauftemperatur-Kombination würde ich von einer LWWP absehen und aufgrund der besseren COP unbedingt auf eine Erdwärmelösung setzen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 17.03.2020 21:35:53
0
2931801
Der aktuelle Wärmeerzeuger ist eh schön über seiner Laufzeit. Auf dem Gerät steht 1992. Der Schornsteinfeger sagt 1984.

DER Keramat IST aus 1984 !!




Warum? Zu kurze Laufzeiten und daher unrentabel?
Die Teile werden doch momentan auch für Einfamilienhäuser angepriesen.


Thema miniBHKW; Sterling, Brennstoffzelle tät ich mir NICHT an, es sei denn ich bin ein absoluter Technik-Freak und MUSS das einfach haben....


Wo liegen wir eigentlich nun grade bei der Heizlast-Schätzung-Ratung??

Reißen wir die 10kW ?!

Übern bisherigen Ölverbrauch käme das etwa so hin, würde aber mal genau nachrechnen ob man nicht leicht an die 8kW rankommt!

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 17.03.2020 23:14:30
1
2931854
Die mittels Google gefunden Heizlast Schätzeisen sagen knapp unter 10kW.
Wenn ich die Laufzeiten der Heizung betrachte, könnte das stimmen.
Habe dieses Jahr aber dank milderem Winter nicht wirklich einen Wert in der Nähe der NAT.

Ich dokumentiere mal Wandaufbauten, Flächen, Fenstermaße und verbaute Heizkörper.
Dann könnte man mal im U-Wert-Rechner "spielen".

Wird bei manchen Wänden aber nur ganz grob abzuschätzen sein.

Beispiel Außenwand Kinderzimmer:
Außenwand: Mit Bims-Hohlblöcken zugemauerter Torbogen in Brandsteinmauer. In der Mitte vom Torbogen ein Fenster. Dazwischen teilweise Kalksandstein. Innen Lattung mit Gipskarton statt Putz.
Boden: Rauspund mit angenagelter Mineralwolle (2cm) auf Stelzen. Darunter ca. 50cm Luft auf Beton (dicke unbekannt).

Der Rest des Gebäudes ist homogener gebaut. Teilweise aber ehemalige Außenwände als Innenwand und daher teilweise ca. 50cm dick.

Dacheindeckung auch in diversen Varianten vorhanden. Hauptgebäude Betondachsteine, Anbau 1: 1/3 Doppelmuldenfalz-Tonziegel, 1/3 Hohlziegel, 1/3 Eternit.

Aber ich denke mal, bei der Geschoßdecke hört man auf zu rechnen, da fort der beheizte Raum endet.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 17.03.2020 23:22:32
0
2931860
Ja, genau DAS ist die Grenze der thermischen Hülle. Wir ja echt interessant!

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 06.04.2020 14:21:33
0
2943535
Habe jetzt mal im U-Wert-Rechner alle möglichen Bauteile durch simuliert.

Kommt 11,11kW max Heizleistung raus.

Die alten Thermal-Heizkörper im Haus sollten bei 55/45/20 ca 11,0kW abgeben können.



Sieht dann in etwa so aus:

Raum Wand Außbau Fläche U Wärmeverlust Heizleistung Heizkörper
Kinderzimmer Wand zu Heizungsraum Feldbrand 7,8 0,9
Kinderzimmer Außenwand Feldbrand 7,9 1,2
Kinderzimmer Fußboden Diele + Mineralwolle 3cm + Hohlraum 12,6 0,75
Kinderzimmer Decke 10ml Panele+ Rigips + Heraklith + Styropor 2cm + Mineralwolle 10cm + Steinwolle 10cm + Holzfaser 22mm 12,6 0,17
Kinderzimmer Fenster 3 1
0,95 1,784

Schlafzimmer Wand zu Heizungsraum Feldbrand 3,4 0,9
Schlafzimmer Außenwand Niesche 24cm Hohlblock + 3cm XPS 4,7 0,5
Schlafzimmer Außenwand Niesche 24cm Hohlblock + 8cm EPS 3,1 0,325
Schlafzimmer Außenwand Hof 24cm Hohlblock 8,4 0,9
Schlafzimmer Fußboden Diele + Dämmung + Hohlraum 18,9 0,75
Schlafzimmer Decke Rigips + Heraklith + Styropor 2cm + Mineralwolle 10cm + Mineralwolle 10cm 18,9 0,15
Schlafzimmer Fenster 3 1
1,03 1,52

Wohnzimmer Außenwand Straße Feldbrand 6,7 1,2
Wohnzimmer Fußboden 9,5 1,7
Wohnzimmer Decke Heraklith + 15cm Hohlraum + Lehm Stakendecke 9,5 0,86
Wohnzimmer Fenster 2,8 1
1,06 1,648

Esszimmer Außenwand Hof Feldbrand 8,5 1,6
Esszimmer Fußboden 9,5 1,7
Esszimmer Decke Heraklith + 15cm Hohlraum + Lehm Stakendecke 9,5 0,86
Esszimmer Fenster 2,3 1
1,21 1,21

Flur Außenwand Tür Feldbrand 3 1,2
Flur Tür Einfach verglast mit Oberlicht 2,6 5
Flur Decke 10mm Paneele + 10cm Hohlraum + Lehm Stakendecke 14 1,13
Flur Boden Fliese auf Fliese auf Estrich 14 3,1
1,91 0,824

Büro Außenwand Strasse Feldbrand ~45cm 7,1 1,2
Büro Außenwand Garten Feldbrand 11,6 1,1
Büro Fußboden Diele + 7cm Perlit auf Estrich 16,6 0,62
Büro Decke Heraklith + 15cm Hohlraum + Lehm Stakendecke 16,6 0,86
Büro Fenster 1,35 + 1,44 + 1,4 4,2 1
1,54 1,648

WC Außenwand Garten Feldbrand ~50cm 4 1,1
WC Fußboden Diele + 10cm Perlit auf Estrich 2 0,44
WC Decke Heraklith + 15cm Hohlraum + Lehm Stakendecke 2 0,86
WC Fenster 1,4 1
0,48 0,824

Hauswirtschaft Fußboden Diele + 10cm Luft auf Estrich 6,5 1,7
Hauswirtschaft Decke Heraklith + 15cm Hohlraum + Lehm Stakendecke 6,5 0,86
0,74 0

Bad Außenwand Garten Feldbrand + 140 mmThermojute + 22 mm Holzfaser 7,2 0,23
Bad Außenwand Terasse Feldbrand + 100 mm Thermojute + 22 mm Holzfaser 6,3 0,29
Bad Fenster 0,8 1
Bad Boden Fliese auf Fliese auf Estrich 8,2 3,1
Bad Decke Heraklith + 20cm Zellulose 8,2 0,18
0,87 0,684

Küche Außenwand Hof Feldbrand 24cm + Putz 6,3 1,5
Küche Außenwand Terasse Feldbrand + 100 mm Thermojute + 22 mm Holzfaser 6,5 0,29
Küche Fenster 1,65 1
Küche Tür 1,8 1
Küche Boden Fliese auf Fliese auf Estrich 10,5 3,1
Küche Decke Heraklith + 20cm Zellulose 10,5 0,18
1,32 0,877

Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 10.04.2020 23:37:35
1
2945834
Habe in den alten Unterlagen der Heizung eine "Wärmebedarfsrechnung" gefunden.
Wahrscheinlich von 1984. Da steht 22.073 kcal/h. Das wären über 25kW. Wow. Das erklärt zumindest mal die Dimensionierung des Ölkessels.
Da sind auch happige Pauschalzuschläge verwendet worden. +30% für Einfachverglasung (Das war schon nicht mehr so, als wir das Haus gekauft haben). +15% für Windungeschützte Lage (Kompletter Quatsch).

Bisherige Empfehlungen außerhalb des Forums:
1xGastherme
1xGastherme (14kW)+ST
1xPellets (12kW) ohne Puffer mit 200l Speicher
1xPellets (10kW) mit 800l Puffer und ST
2xPauschalabsage von Wärmepumpen da Keine Montage in entsprechender Region (Internet-Heizungsbauer)

Ein Heizungsbauer bespricht mit Rotex noch welche Varianten möglich sind.
Angefragt hatte ich da den Rotex Hybriden. Von Solarthermie hatte er mir abgeraten.
Wenn WP, dann Dach lieber mit PV erweitern. Strom ist universeller nutzbar.

2. PV Anlage ist angefragt. Warte auf Termin für eine Vor-Ort-Besichtigung.

Aktuelle Forenbeiträge
Onklunk schrieb: Hallo, danke. Die roten Ringe kenne ich. In den Anschlüssen waren sie nicht und im Rest der Packung leider auch nicht. Das muss den Leuten bei der Qualitätskontrolle im Werk entgangen sein. Viele...
tunix schrieb: Hallo, meine Schwab 182.0400z tropft ebenso ganz wenig nach Tausch der Glocke (Füllventil ist noch abgeklemmt ). .....Neue Glocke, neue Dichtung - und es bleibt der Gedanke...besser Geberit gewählt...
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Website-Statistik

Altbau (ca. 1870) Öl nach LWWP
Verfasser:
LutzFechner
Zeit: 10.04.2020 23:37:35
1
2945834
Habe in den alten Unterlagen der Heizung eine "Wärmebedarfsrechnung" gefunden.
Wahrscheinlich von 1984. Da steht 22.073 kcal/h. Das wären über 25kW. Wow. Das erklärt zumindest mal die Dimensionierung des Ölkessels.
Da sind auch happige Pauschalzuschläge verwendet worden. +30% für Einfachverglasung (Das war schon nicht mehr so, als wir das Haus gekauft haben). +15% für Windungeschützte Lage (Kompletter Quatsch).

Bisherige Empfehlungen außerhalb des Forums:
1xGastherme
1xGastherme (14kW)+ST
1xPellets (12kW) ohne Puffer mit 200l Speicher
1xPellets (10kW) mit 800l Puffer und ST
2xPauschalabsage von Wärmepumpen da Keine Montage in entsprechender Region (Internet-Heizungsbauer)

Ein Heizungsbauer bespricht mit Rotex noch welche Varianten möglich sind.
Angefragt hatte ich da den Rotex Hybriden. Von Solarthermie hatte er mir abgeraten.
Wenn WP, dann Dach lieber mit PV erweitern. Strom ist universeller nutzbar.

2. PV Anlage ist angefragt. Warte auf Termin für eine Vor-Ort-Besichtigung.
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