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RGK in Niedersachsen
Verfasser:
Meyer2020
Zeit: 29.03.2020 20:16:15
0
2939452
Hallo,

wir planen den Bau eines EFH (Massivbau nicht unterkellert) mit ca. 250m² Wohnfläche, zentraler Lüftungsanlage und Sole-Wasser-Wärmepumpe (modulierend). Das Grundstück (sandiger Boden) werden wir zu den Seiten mit größeren Büschen und Bäumen gegen Wind schützen. Im vorderen Bereich (also zum Rasen) sollen vorwiegend kleinere Büsche, also keine Tiefwurzler angepflanzt werden.

Die Heizlastabschätzung ergibt eine Gesamtheizlast von 7kW (ohne Angstzuschläge). (NAT: -13°C (Bremen/Hannover); H‘_T*= 0.25 // T_soll=22°C // A*=700m² // Ve*= 930 // Personen = 4-5 (*Werte aus Berechnung nach DIN 4108/4701)).

Nun hänge ich an der Auslegung des RGKs und würde gerne eure Meinungen hören, denn meine Frau hat leider kein Interesse an technischen Diskussionen ;).


Variante 1 („mein Favorit“) mit 8,7kW* ( Variante 1 )

Der RKG verläuft um den hinteren Garten und das kalte Ende quert den Rasen als „gerader Kollektor“ (= weniger Aushub). Somit ist der Garten nahezu uneingeschränkt nutzbar und der RGK hat hohe Reserven. Wenn ich am kalten Ende einen „waagerechten Kollektor“ verlege, bekomme ich sogar 1,5kW zusätzlich (trotz nur 2 zus. Slinkies?). Abschnitt „C“ hat ebenfalls nur 2 Slinkies – als gerader Kollektor ausgeführt würde ich eine Menge Aushub sparen (theoretisch).


Variante 2 („die Alternative“) mit ca. 2x 3,5kW ( Variante 2 )

Der RGK hat ein gemeinsam verlegtes, kaltes Ende in der Mitte und teilt sich dann in zwei Schleifen. Die Variante nutzt den Platz hinter dem Haus optimal aus, reduziert aber die Flexibilität im Garten und zudem muss eine Leitung das kalte Ende kreuzen. Ein Vorteil wäre die gute Zugänglichkeit für eine Regenwasserversickerung sowie der potentiell geringe Aushub. In Summe für mich aber die schlechtere, wenn auch interessantere Variante.


Nun freue ich mich auf eure Meinungen, Ideen oder Fragen.

1) Welche Variante würdet ihr bevorzugen?
2) Woher kommen die Abweichungen zwischen „waagerechter Kollektor“ und „gerader Kollektor“ in der V1?
3) Ist eine Regenwasserversickerung sinnvoll/wirkungsvoll?
4) Sind die 2x 32er Rohre jeweils ausreichend (sandiger Boden!) oder doch besser 40er – ggf. sogar 400m? (Lt. Trenchplaner bis max. 7kW)
5) Welche Mindestbreite sollte ein Graben für (32er / 40er) Slinkies haben?
6) „Detailplanung“: Ist ein Gefälle sinnvoll? Wenn ja, wie stark?
7) Hauseinführung: Eigenbau über KG-Rohre oder „fertige Lösung“?
8) „Off-Topic“: Passive Kühlung über FBH und/oder über zentrale KWL?



MFG M.Meyer

Verfasser:
winni 2
Zeit: 30.03.2020 13:34:27
1
2939787
Hi,

was für ein Grundstück...:-)

Ein 190 Meter langer Slinkygraben macht keinen rechten Sinn, weil da
nicht genug Rohrlänge zur Nutzung des Grabenverlaufs vorhanden ist.

Ich würde mal Variante 1. so verändern:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=4Up6Q4oJeTO6R6bI3ItA

Variante 2. so:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=4JQ93UPjyP5J1pFgVKZT

2. ist wahrscheinlich mit einem ordentlichen Bagger, trotz mehr Aushub,
schneller gebaggert, als 1.

Zu:
1. Abgeänderte Variante 2., wegen weniger Baggeraufwand.
2. Mehr erschlossenes Erdvolumen, aber mit der kleinen Slinkybelegung
reine Theorie.
3. Würde ich nur machen, wenn eh eine gefordert ist. Sonst entbehrlich.
4. 32er reicht bei der Heizlast.
5. Da kommt eine Warnung im Trenchplaner, wenn die Slinkys zu eng sind.
6. Auf Gefälle muss man nicht achten.
7. Nur bei drückendem Wasser würde ich eine Fertiglösung nehmen.
8. Mach da lieber ein extra Thema, würde ich sagen.

Ich bin bei der Eintragung in die Heizlastabschätzung von einer Lüftung
mit Wärmerückgewinnung ausgegangen?

Grüsse

winni

Verfasser:
Meyer2020
Zeit: 30.03.2020 19:48:39
0
2939978
Hey,


danke für die schnelle Antwort… und Ja, die KWL bekommt einen Wärmetauscher.

Die Variante 2 sieht schon deutlich einfacher aus und die 7,2kW sollten theoretisch reichen. Auch die Einschränkungen im Garten halten sich in Grenzen… Hmmm, ich habe wohl einen neuen Favoriten :). Oder kann ich über eine "Überdimensionierung" des RGKs die JAZ nennenswert steigern? Das wäre aktuell noch das einzige Argument für einen größeren RGK.

Zur Regenwasserversickerung: Irgendwo muss ich damit ja ohnehin bleiben. Dann also lieber oberhalb des RKG oder besser nicht? Zwei 50m-Rollen Drainrohr (die mit Kokosfilter) sind schnell mit verbudelt, wenn der Graben noch offen ist.

Bei der Wahl der WP würde ich tendenziell eine etwas größere wählen (>7kW), da ich Bedenken bei der (schnellen) WW-Bereitstellung habe. Sollte ich in dem Fall die Leistung des RGKs an die WP angleichen oder ist eine "kurzzeitige Überlast" unproblematisch?


MFG M.Meyer

Verfasser:
winni 2
Zeit: 31.03.2020 12:22:27
1
2940303
Überdimensionierung bringt relativ wenig.
Pro 1 Grad bessere Soletemperaturen läuft die Wärmepumpe
ca. 2,5 % effizienter.

Bei Sandboden dürfte eine Drainage tatsächlich relativ unkomplizert
zu realisieren sein, weil eine Kiespackung oder ähnliches wohl
entbehrlich wäre, denke ich?

Die Wärmepumpe würde ich mit einer Fix-Speed nicht über-
dimensionieren, weil die dann vermehrt takten würde, was auf die
Lebensdauer geht. Ausserdem muss man die Leistung auch in
den Heizflächen mit entsprechendem Durchfluss loswerden.

Mit einer modulierenden Wärmepumpe kann man schon eher
etwas überdimensionieren, aber auch die hat einen optimaleren
Betriebsbereich und eine unter Modulationsgrenze, so das sie
weniger materialschonend und effizient laufen könnte.

Man sollte da auch sehen, das die Leistungen für den Betriebspunkt
Sole 0 Grad/Heizflächen 35 Grad angegeben werden.
Nun sollte man aber die Heizflächen auf möglichst maximal 30 Grad
auslegen und die Soleist meist deutlich wärmer. Dadurch haben die
Wärmepumpen eine höhere Maximalleistung, als angegeben.

Grüsse

winni

Verfasser:
Meyer2020
Zeit: 31.03.2020 16:06:28
0
2940450
…die WP wird definitiv modulierend sein. Wahrscheinlich auch ein Kombi-Gerät mit WW-Brauchwasserspeicher.

Da der Speicher damit auf ca. 300L limitiert ist und aufgrund der geringen WP-VL-Temperatur eher bei 45°C, als bei 65°C liegen wird, sehe ich die Brauchwassererwärmung eher als den kritischen Fall. Bei 4 Personen sind die morgens schnell aufgebraucht – so meine Befürchtung. Dann muss "Nachschub" her.

Ich warte nun erstmal die Heizlastberechnung und das Angebot meines Heizungsbauers ab und melde mich… (neuer Beitrag: „Hilfe mein RGK ist zu klein 😉“)


MFG MM

Verfasser:
winni 2
Zeit: 31.03.2020 17:26:51
1
2940484
:-)

Mit einem Kombigerät hast Du meist so um die 200 Liter Warmwasser
gespeichert.

Wenn das nicht reicht, würde ich nicht überdimensionieren, sondern
eine mit seperatem Warmwasserspeicher nehmen, vorzugsweise
mit Hygienespeicher oder Frischwasserstation, was wasserhygienischer
ist, als größere Mengen Warmwasser vorzuhalten.

Grüsse

winni

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