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Foren
Öler durch WP ersetzen
Verfasser:
traehe00
Zeit: 08.04.2020 12:18:38
0
2944560
Hallo Leute

Wohne seit ca. 5 Jahren in einem EFH Bj 2000 (178m²+Keller, 36,5er bzw. 30er Ytong, 200mm 040er Dämmung im Satteldach, Fenster 1,4) mit Buderus Öler. Leider macht der Zicken, geht ständig auf Störung und bereits zwei HB sind an ihm gescheitert. Außerdem gibt es bis zu 45 % Förderung, daher soll das Ding raus und gegen eine Luft-WP (oder vielleicht pellet, ist noch nicht ganz klar) ersetzt werden.
Außerdem heizen wir unseren 7kW-Ofen kräftig, er nimmt 8-10 RM Holz pro Jahr.

FBH haben wir in einem Bad und im Schlafzimmer, ansonsten Radiatoren.
Immer wieder hört man, dass eine Luft-WP wie die Eltron 25 ACS nicht ausreicht wenn es kalt ist, dass nur niedrigenergiehäuser sinnvoll mit WP beheizt werden können und so weiter. Auch will irgendwie niemand den Ofen so richtig in Betracht ziehen, dabei heizen wir schon seit 25 Jahren hautpsächlich mit Holz und wollen das auch bis ins hohe Alter nicht ändern. Diese 7 (oder auch mal mehr) kW Heizleistung kann man ja nicht vernachlässigen und würde im Winter bei sehr niedrigen Temperaturen der WP ja das Gröbste abnehmen. Wie seht Ihr das?

Verfasser:
traehe00
Zeit: 08.04.2020 12:24:08
0
2944563
Ach ja, weiß vielleicht jemand, wie man bei G115 mit Ecomatic 2000 die VLT regeln kann? Dann könnte ich ja selbst mal ausprobieren mit welchen Temperaturen es noch ausreichend warm wird.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 08.04.2020 12:31:56
0
2944571

Außerdem heizen wir unseren 7kW-Ofen kräftig, er nimmt 8-10 RM Holz pro Jahr.


aber DANN macht der Öli ja NUR NOCH Warmwasser...?!?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 08.04.2020 12:32:43
0
2944572
Ha, die Heizkurve absenken!

Verfasser:
schorni1
Zeit: 08.04.2020 12:48:20
0
2944583
Tages-Soll-Wunsch-Temperaturwert auf 10 oder 12 stellen

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 08.04.2020 14:55:50
0
2944678
Zitat von traehe00 Beitrag anzeigen
... Wohne seit ca. 5 Jahren in einem EFH Bj 2000 (178m²+Keller, 36,5er bzw. 30er Ytong, 200mm 040er Dämmung im Satteldach, Fenster 1,4) mit Buderus Öler ... bis zu 45 % Förderung, daher soll das Ding raus und gegen eine Luft-WP ...
Gibt's auf eurem Grundstück unter Umständen die Möglichkeit zur Erschließung einer Erdwärmequelle in der Art wie z.b. auf folgend verlinkten Seiten beschrieben ist?

https://www.nibe.eu/de-de/produkte/ringgrabenkollektor

http://www.erdwaerme-forum.de/index2.php?ziel=5

Verfasser:
traehe00
Zeit: 10.04.2020 08:03:39
0
2945377
Ja, der Öler macht WW, allerdings kommt die Wärme vom Ofen in zwei beheizten Räumen (Kind 1 und 2) kaum an. Das sind tatsächlich die beiden einzigen Räume, die wirklich vom Öler beheizt werden.

Heizkurve absenken - klar. Aber wie geht das? Ich habe dazu keine Informationen. Kann diese Steuerung das überhaupt?

Das mit dem Ringgrabenkollektor kannte ich so noch nicht. Sieht interessant aus, kommt aber bei uns aufgrund der doch umfangreichen Erdarbeiten im fertigen Garten eher nicht in Frage. Auch erscheinen mir die Kosten dafür doch immens zu sein. Allein die Erdarbeiten liegen da sicher bei 10-15k.

Eben WEIL der Ofen einen Großteil der Heizlast trägt, nervt es mich, dass die HBs davon eigentlich nichts wissen wollen. Die sagen immer, sie müssen die Heizung so auslegen, als sei der Ofen nicht da. Aber damit macht man ja einen großen Fehler, denn die Heizung wird dann ja automatisch überdimensioniert sein.

Meint Ihr in einem Haus mit der beschriebenen Dämmung und Radiatoren macht eine Luft-WP Sinn?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 10.04.2020 08:09:27
0
2945379
Grundsätzlich müsstest erstmal wissen, mit welcher maximalen Vorlauftemperatur Deine wasserführenden Wärmeaustauschflächen real gefahren werden müssen, um die gewünschte thermische Behaglichkeit im Haus an mehreren zusammenhängenden kältesten Tagen halten zu können!

Dann ist zu eruieren, ob in Deiner Hausheizkreishydraulik überhaupt die für's effiziente und materialschonende Wärmepumpen erforderlichen Volumenströme funktionieren.

Letztenendes die Frage, da kaum nutzbare Informationen zum Wärmebedarf vorliegen, ob Du dir z.b. die Installation und Inbetriebnahme eines absichtlich unterdimensionierten vollmodulierenden Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblocks in Eigenleistung zutraust?

Verfasser:
traehe00
Zeit: 10.04.2020 08:26:42
0
2945382
Aber wie soll ich das rausfinden? Geht doch eigentlich nur durch Versuch. Das scheitert aber schon daran, dass ich die VLT nicht einstellen kann.
Aber vielleicht gibt es hier mal die ein oder andere Faustformel?
Ich würde dazu auch einen Energieberater hinzuziehen, habe aber ernste Zweifel, dass dabei was Brauchbares rauskommt.

Wie krieg ich das mit der Hydraulik raus? Inwiefern sind die Anforderungen hier anders als beim Öler? Muss mehr Volumen strömen weil die VLT niedriger ist?

Nein, von Eigenmontage kann keine Rede sein. Und "absichtlich unterdimensioniert" ist ja das falsche Wort. Ich möchte, dass er richtig dimensioniert ist unter Einbezug der Tatsache, dass ich ca. 20.000 kWh Energie über den Ofen ins Haus Pumpe.

Ich mein, es kann doch nicht gut sein, wenn der Ofen ballert und ich eigentlich nur zwei Kinderzimmer heizen muss, dass da eine 25kW-WP steht und bis zum geht nicht mehr runtermodulieren muss. Oder lieg ich da falsch?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 10.04.2020 08:33:22
0
2945385
Heizkurve absenken - klar. Aber wie geht das? Ich habe dazu keine Informationen. Kann diese Steuerung das überhaupt?

Ja saagemale, woran fehlts denn noch, was stellst Dich so dusslig an? Du wirst doch wohl wie beschrieben handeln können. Es sind doch auch Unterlagen zur Regelung da oder sonstwoher zu beschaffen! Dreh diese verdammte Tagessolltemperatur runter wie beschrieben! Heut ist der 10. April, es gibt über 20 Grad, glaubste da geht noch was groß bezüglich Heizkurventest wenn Du die Zeit verpennst?


Eben WEIL der Ofen einen Großteil der Heizlast trägt, nervt es mich, dass die HBs davon eigentlich nichts wissen wollen. Die sagen immer, sie müssen die Heizung so auslegen, als sei der Ofen nicht da. Aber damit macht man ja einen großen Fehler, denn die Heizung wird dann ja automatisch überdimensioniert sein.

Ja, da haste recht. Dann mach DAS zur Grundlage der Anlagenplanung fix und unterschreibt das gegenseitig juck aus FERTIG ! Was soll denn das Theater da?!

WARUM gibts noch keine Zahlen zum Ölverbrauch??


Außerdem heizen wir unseren 7kW-Ofen kräftig, er nimmt 8-10 RM Holz pro Jahr.


WIE kann denn DAS sein?! Dieser Quasi-Neubaut hat grad mal nen Wärmebedarf von kaum 10kW und es werden quasi 2000 (in Worten ZWEI TAU SEND) Liter Heizöl als Wärme-Äquivalent durchn Kamin gejagt mit nem Ofen der nichtmal viel beheizen kann?? Das ganze Haus "darf" niemals SO viel verbrauchen !!

Entweder ist das Haus ohne Fenster oder Ihr heizt auf 30 Grad oder der Ofen ist Mist oder "irgendwo stimmts da nicht so ganz"....

Verfasser:
schorni1
Zeit: 10.04.2020 08:42:33
0
2945392
Da hast Du absolut RECHT: eine WP-Überdimesnionierung muss absolut verhindert werden!

Ich würde dazu auch einen Energieberater hinzuziehen, habe aber ernste Zweifel, dass dabei was Brauchbares rauskommt.

ICH auch. Un dann? Heilung durch Hand-Auflegen??


Das Einzige was man ermitteln kann ist folgendes:


- Von jedem Raum die tatsächliche Heizlast (Wärmebedarf) ermitteln - RECHNEN

- alle Heizkörper-Maße erfassen

- die gegebenen Heizkörper umrechnen ob die mit WP-günstiger Vorlauftemperatur 40/35 VL/RL die jeweilige Raum-Heizlast decken (DAS werden sie sicher NICHT)

- ermitteln wie weit die gegebenen Heizkörper vergrößert (dicker) werden müssen ODER notfalls höher oder länger damit die gegebene RAUM-Heizlast mit WP-geeigneten VL/RL gedeckt werden.

Thats all......


Durchführung ?? .......tja, WER solls denn sonst machen? Wenns GUT werden soll...

Grüße Schorni1 nach Diktat schlafen gegangen

Verfasser:
traehe00
Zeit: 10.04.2020 08:51:53
0
2945395
Du meinst also ich soll einfach die Solltemperatur runterstellen, da man die Heizkurve (also Relation Außentemp zu Wunschtemp) nicht einstellen kann? Verstehe ich das richtig? Und die VLT messe ich dann am VL?

Ölverbrauch liegt, wenn ich das richtig im Kopf habe, bei 1500 l pro Jahr.

Naja, wir lieben es in der Tat sehr warm. Gegen Abend landen wir meist bei 26 Grad, kann auch mal mehr sein. Da alles sehr offen gebaut ist (Woh-, Esszimmer und Küche sind ein Raum, keine Türen, dafür zwei Durchbrüche deckenhoch, großes Treppenhaus mit Galerie) kommt dann auch schön viel von der Wärme oben an, sodass in 1.OG tatsächlich nur das Zimmer von Junior beheizt wird, der natürlich sein Tür stets verschlossen hält.
Kind Nr. 1 bewohnt einen 36m²-Raum im Keller, der von der Ofenwärme auch nichts sieht.

Und Quasi-Neubau stimmt ja nicht. War ja kurz vor der ENEV. Wand-U-Wert dürfte so bei 0,5 liegen. Heute sind wir bei 0,2 im Standard.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 10.04.2020 08:53:12
0
2945396

Wie krieg ich das mit der Hydraulik raus


Na da wird ein Mischer hinterm Kessel sein der für die Fußbodenheizung den Vorlauf heruntermischt


Am besten Bilder einstellen https://www.bilder-upload.eu/

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 10.04.2020 08:53:49
0
2945397
Zitat von traehe00 Beitrag anzeigen
... vielleicht gibt es hier mal die ein oder andere Faustformel?
Sollten die von dir genannten 20.000 kWh als thermischer Energiebedarf für die jährliche Raumtemperierung real sein, wäre theoretisch eine NAT-Heizlast von ~9 kW anzunehmen.

Der reale maximale Heizleistungsbedarf, praktisch das was der Wärmeerzeuger faktisch an thermischer Energie in das Hausheizkreiswasser übertragen muss, hängt aber unter anderem davon ab, welche Einflüsse auf die Wärmesenke wirken, wenn's mal ein paar richtig eiskalte Tage sind.

Da macht es z.b. einiges aus, welche Raumlüftungsgewohnheiten gegeben sind, ob die hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen durchgehend bedarfsgerecht mit thermischer Energie versorgt werden, oder mit Absenkzeiten virtuell Energie gespart werden soll!
Ließ dazu bitte auf folgend verlinkter Seite mehr: http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Heizen_VS._Temperierung

Nun mal zum vorhandenen Kessel.
Was ist denn da genau installiert?
Notfalls mach mal ein paar Bilder von Deiner Anlage und stell die hier im Forum ein.
Eine Bedienungsanleitung zum Wärmeerzeuger ist doch sicherlich für dich zugänglich!

Verfasser:
schorni1
Zeit: 10.04.2020 09:00:16
0
2945399
Du meinst also ich soll einfach die Solltemperatur runterstellen, da man die Heizkurve (also Relation Außentemp zu Wunschtemp) nicht einstellen kann? Verstehe ich das richtig? Und die VLT messe ich dann am VL?

Ja Mann DAS IST die Heizkurvenverstellung!!
Die heißt halt nur nicht so. In der Regelung kann man sich die VL gemessen anzeigen lassen.


Ölverbrauch liegt, wenn ich das richtig im Kopf habe, bei 1500 l pro Jahr


WAAAAHNSINNNN ! Dann simmer bei 3500 Liter Öl für SO ein Haus !!
Kann doch nicht sein! Wenns ne alte Bude aus den 60ern wäre JA KLAR. Aber NIEMALS bei einem - ich bleib dabei - "Quasi-Neubau"! neee

Die Wände rechne ich später mal nach, aber die MÜSSEN besser als 0,5 sein!!

Verfasser:
schorni1
Zeit: 10.04.2020 09:03:28
0
2945401
Auch hängt die reale Nutzung einer Luft-WP entscheidend von der NAT ab, der "niedrigsten Außen-Temperatur" mit der zu rechnen ist. Das ist orstgebunden, daher benötigen wir dazu die PLZ. Auch wäre wichtig die Lage des Gebäudes, liegt das zufällig ohnehin in einem Kaltluftsee, dann macht DAS auch was aus!

Verfasser:
passra
Zeit: 10.04.2020 09:10:54
4
2945406
Bei dem Verbrauch sollte man erst mal nicht über eine WP nachdenken, sondern das HEIZVERHALTEN kritisch hinterfragen und ändern!!! Habt ihr die Fenster komplett auf, wenn der Ofen läuft? Wie kann man soviel Energie durch ein 2000er Haus dieser Größe jagen???
20000kWh für vielleicht 100m² (der Rest wird ja durch den Öler geheizt), wie ist den da die durchschnittliche Raumtemperatur? 35°?
Kann ich nicht nachvollziehen oder verstehen.

Verfasser:
traehe00
Zeit: 10.04.2020 09:29:30
0
2945420
(DAS werden sie sicher NICHT)
Nun ja, mehr muss ich ja gar nicht wissen. Ich werde sicher nicht noch alle Radiatoren tauschen. Dann wirds wohl doch eher eine Pelletsheizung.

Ja Mann DAS IST die Heizkurvenverstellung!! Die heißt halt nur nicht so. In der Regelung kann man sich die VL gemessen anzeigen lassen.
Iss ja gut. Ich kenne das nur so, dass man die reale Wunschtemperatur einstellt und dann unabhängig davon die Kurve verstellen kann. Sowohl Y-Achsenverschiebung als auch Steigung. Das kann die Heizung aber wohl nicht.

WAAAAHNSINNNN ! Dann simmer bei 3500 Liter Öl für SO ein Haus !! Kann doch nicht sein! Wenns ne alte Bude aus den 60ern wäre JA KLAR. Aber NIEMALS bei einem - ich bleib dabei - "Quasi-Neubau"! neee
Wenn ein Ofen im Spiel ist, werden die Werte immer extrem. Das ist bei allen, die ich kenne, die mit Holz heizen so. Da frisst der Ofen im Winter einen Korb Holz pro Tag. Egal obs drausen 10 oder 5 Grad sind. Daher mögen wohl die HBs den Ofen auch nicht, da er nicht gut kalkulierbar ist. Wenn wir abends bei 26-28 Grad angelangt sind, dann verliert das Haus natürlich extrem viel Energie über die Transmissionsflächen, das ist mir schon klar. Daher darf man das nicht so ernst nehmen. Das ist nicht der tatsächliche Energiebedarf des Hauses, wie man ihn in einer Berechnung für das Haus erhalten würde.

Was ist denn da genau installiert?
Buderus G115 mit Ecomatik 2000. Alles ist mit Radiatoren, nur im Bad und Schlafzimmer ist zusätzlich Fußbodenheizung über so ein Doppelthermostat angeschlossen.Ist wohl mehr ein Fußwärmer. Einstellmöglichkeiten bietet die Steuerung kaum. Daten rückt sie auch keine raus.

Eine Bedienungsanleitung zum Wärmeerzeuger ist doch sicherlich für dich zugänglich!Im Netz gefunden, ja.

Du sagst eine NAT-Heizlast von 9kW. Also käme ich mit einer Eltron ACS 15 oder wie die heißt locker hin? Mir wollte schon einer eine 25er aufschwatzen.

Verfasser:
traehe00
Zeit: 10.04.2020 09:42:21
0
2945428
Bei dem Verbrauch sollte man erst mal nicht über eine WP nachdenken, sondern das HEIZVERHALTEN kritisch hinterfragen und ändern!!! Habt ihr die Fenster komplett auf, wenn der Ofen läuft? Wie kann man soviel Energie durch ein 2000er Haus dieser Größe jagen???
20000kWh für vielleicht 100m² (der Rest wird ja durch den Öler geheizt), wie ist den da die durchschnittliche Raumtemperatur? 35°?
Kann ich nicht nachvollziehen oder verstehen.


Da gibts nichts zu hinterfragen. Wir wissen selbst, dass unser Heizverhalten "nicht der Norm entspricht", um es mal vorsichtig zu sagen. Ist es vernünftig bei 26 Grad neben dem Ofen zu sitzen? Wohl nicht. Wir finden es aber sehr behaglich.

Die Fage bleibt aber: Kann eine WP unter Einbezug dieses Ofens den Rest sinnvoll erledigen? Vor allem das TWW. Und halt die zwei Kinderzimmer. Alles andere macht der Ofen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 10.04.2020 09:53:30
0
2945439
Ich kenne das nur so, dass man die reale Wunschtemperatur einstellt und dann unabhängig davon die Kurve verstellen kann. Sowohl Y-Achsenverschiebung als auch Steigung. Das kann die Heizung aber wohl nicht.

Das ist widersinnig. Wenn Du am Auto 100km/h fahren willst kannst Du auch nicht unabhängig vom Zielwert Gas geben. Entweder WILL ich 100 / die 20Grad RT oder eben NICHT. Wenn JA dann MUSS man entsprechend die Heizkurve / das Gas einstellen.

Ach jetzt hör doch auuuuf!! Wie soll denn auch DIESE Regelung SONST funktionieren?? Na wie JEDE andere auch, das Diagramm/Kurve ist doch überall dasselbe. Es gibt KEINE reale Wunschtemperatur, diese ist IMMER nur fiktiv. Setze ich diese herunter, verschiebe ich die Heizkurve parallel nach unten. Die "Steilheit" wird bei Buderus in der Regel(ung) als "Auslegung VL" bei "Außentemperatur x" eingegeben, da es ja eine geplante Heizungs-Auslegung gab die da lautete : Bei x außen = y VL .


Du sagst eine NAT-Heizlast von 9kW. Also käme ich mit einer Eltron ACS 15 oder wie die heißt locker hin? Mir wollte schon einer eine 25er aufschwatzen


Heizlast ist immer "maximal bei NAT". Diese ist halt hier unbekannt, also BEIDES. Real gerechnet wird die zwischen 7 und 10kW liegen.

Der mit der 25er (kW?) hat wohl nen Schuß oder?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 10.04.2020 10:00:42
0
2945443
Zitat von traehe00 Beitrag anzeigen
... eine NAT-Heizlast von 9kW. Also käme ich mit einer Eltron ACS 15 oder wie die heißt locker hin?
Bitte nicht einfach irgeneine Maschine nehmen ... Du musst unbedingt darauf achten, bei welchem Betriebspunkt (Außentemperatur / Heizwasservorlauftemperatur / heizwasserseitige Spreizung im Verflüssiger) die Wärmeleistung angegeben ist!

Besondesrs bei Luft-Wasser-Wärmepumpentechnik ist die thermische Verdichterleistung sehr vom Temperaturhubbedarf abhängig!

Eventuell verstehst anhand folgend abgebildeter Collage was ich meine.

Link zur Bildquelle: http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=WH-MDC05h3e5

Diese vollmodulierende Panasonic WH-MDC05H3E5 kann übrigens sehr gut als Kaskade installiert und betrieben werden!
Mit zwei solcher Maschinen wären etwa 10 kW thermische Verdichterleistung bis -15 Grad Celsius Außentemperatur möglich ... 😉

Verfasser:
schorni1
Zeit: 10.04.2020 10:26:23
0
2945454
Momentle mal, die "Buderus Ecomatic 2000" ist doch das dasselbe Glump wie die 2017? Rechts der dicke blaue Drehknopf? DA wäre im Untermenü das von mir benannte Zeugs zur Heizkurveneinstellung drin.

An DEM Haus stimmt was nicht, das KANN nicht stimmen. Auch wenn man wie be*****t heizt auf 28 Grad kann da nicht so viel Energie verloren gehen. Entweder ziehts zu den Fenstern rein, oder die Bodentreppe ist undicht oder es sind massive Baumängel da.

1500, maximal 2000 Liter darf das brauchen

Aber es soll ja auch Leute geben die aus nem 3L Lupo 5 rausholen.....

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 10.04.2020 10:55:51
0
2945470
@Schorni1.
Unser Einfamilienhaus mit rund 250qm beheizter Fläche ist 1999/2000 im NAT-Bereich -14°C freistehend gebaut.
Ausschließlich für die Raumtemperierung braucht es pro Jahr faktisch etwa18.000 kWh th. (per Wärmemengenzähler ermittelt) im Hausheizkreiswasser, um die von uns gewünschte thermische Behaglichkeit ganzjährig in allen Räumen halten zu können.

Wenn nun beispielsweise beim TS eine Holzverbrennung stattfindet, bei der ein Großteil der eigentlich nutzbaren thermischen Energie das Haus durch den Schornstein verlässt und garnicht im Wohnraum zur Verfügung steht, ist der reale Wärmebedarf geringer als vermutet.

Der vorhandene Öler scheint zudem nicht wirklich optimal betrieben und damit wäre eine weitere Fehleinschätzung möglich. Unter Umständen sind aus 3.000 Litern verbranntem HEL nicht mal annähernd 80% thermische Energie in das Hausheizkreiswasser übertragen worden.

Bestimmt gibt's auch eine Warmwasserzirkulation und andere Energievergeudende Einrichtungen! 🤔

Verfasser:
schorni1
Zeit: 10.04.2020 11:32:54
0
2945494
Wahrscheinlich wirds SO sein. Es soll auch Leute geben die mal eben 20 Minuten lang duschen. Also 20 Minuten das WARME WASSER ständig laufen lassen....

Aber auch der Kaminofen kann ja gar nicht SO arg alt sein, BJ 2000. Dann hat der halt seine 70-80% Wirkungsgrad. Und dann hat der auch seine 7 kW als Wärmeabgabe. Das muss ja irgendwo hin. Es gibt halt auch Leute die legen ständig nach, NUR weil se das Feuer sehen wollen - anstatt se mal aufs Thermometer schauen und mit dem Scheiß Geheize aufhören.

Das kann einfach gar nicht sein. In der Regel hats ja eh nur 50-70% Wärmebedarf, also oberhalb 0 Grad, da müsste es mit dem 7kW Ofen ja NOCH wärmer werden! Irgendwo ist da ein "Loch"! Klo- oder Speisekammerfenster ständig offen, Dachbodenfenster geöffnet, Kellerfenster undicht/geöffnet.


So wies halt auch Leute gibt die beim Autofahren weder Geschwindigkeitsbegrenzungen, Tachometer oder Drehzahlmesser beachten.

Verfasser:
Kristine
Zeit: 10.04.2020 12:24:02
1
2945518
Schorni verabschiede Dich von der über den Holzverbrauch ermittelten Heizlast. Der TE macht in seinem Kamin immer dasselbe gleich große (zu große) Feuerchen.

Das ist doch auch klar, er will ja nicht an so einem kleinen Glimmhäufchen sitzen und vielleicht braucht der Kamin das ja auch.

Wenn er durch offene Türen 26+Grad Raumtemperatur fasst ins ganze Haus bringt, dann ist der Wert doch nicht so unrealistisch.

Warum es jetzt ein Drama ist für 500€ zwei Heizkörper zu tauschen, damit die Wärmepumpe läuft verstehe ich allerdings nicht?

Wahrscheinlich hat die Ölheizung permanent gegen zugedrehte Heizkörperventile geackert?!

Das dürfte dann aber später nicht mehr sein, sonst wird’s nix mit dem Volumenstrom.

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Verfasser:
Kristine
Zeit: 10.04.2020 12:24:02
1
2945518
Schorni verabschiede Dich von der über den Holzverbrauch ermittelten Heizlast. Der TE macht in seinem Kamin immer dasselbe gleich große (zu große) Feuerchen.

Das ist doch auch klar, er will ja nicht an so einem kleinen Glimmhäufchen sitzen und vielleicht braucht der Kamin das ja auch.

Wenn er durch offene Türen 26+Grad Raumtemperatur fasst ins ganze Haus bringt, dann ist der Wert doch nicht so unrealistisch.

Warum es jetzt ein Drama ist für 500€ zwei Heizkörper zu tauschen, damit die Wärmepumpe läuft verstehe ich allerdings nicht?

Wahrscheinlich hat die Ölheizung permanent gegen zugedrehte Heizkörperventile geackert?!

Das dürfte dann aber später nicht mehr sein, sonst wird’s nix mit dem Volumenstrom.
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