Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Tiefenbohrung vs. Ringgrabenkollektor
Verfasser:
LohmBast
Zeit: 09.04.2020 15:23:10
0
2945161
Hallo zusammen,

nachdem ich mich in einem anderen Thread schon ausgiebig mit dem Thema Ringgrabenkollektor beschäftigt habe und mich dahingehend definitiv gegen eine Luftwärmepumpe entschieden habe, ist mir jetzt ein Angebot für eine Tiefenbohrung gemacht worden, welche mich wiederum zum Überdenken meines geplanten Projektes bringt:

Abzüglich der aktuellen Förderung der BAFA und progres.nrw käme ich somit aktuell auf einen Preis von ca. 6000 € für die Bohrung. ( 2x 90m )

Das ist natürlich immer noch mehr Geld als einen Ringgrabenkollektor in Eigenleistung zu erstellen, jedoch rechne ich auch da mit min. 3000 € Kosten (Bagger, Material etc.).

Durch die Mehrkosten würde ich mir zum einen 1-2 Wochen Arbeit sparen, die ich auch gut woanders im Haus investieren kann und zudem würde ich mir nicht die Möglichkeit nehmen in diesem Bereich ggf. einen Teich bzw. Pool anzulegen (wer weiß schon auf was für Ideen man kommt wenn man mal fertig mit dem bauen ist).

Zudem ist eine Tiefenbohrung ja auch immer ein wenig effizienter als ein Ringrabenkollektor.

Auch wenn hier im Forum viele auf den Ringgrabenkollektor schwören, würde mich doch interessieren was Ihr davon haltet?

Viele Grüße und Frohe Ostern!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.04.2020 15:31:02
3
2945164
Hi,

hört sich an, als hättest Du Dich schon entschieden. :-)

Wenn das Grundstück noch leer ist, übeschätzt Du die Arbeit für den
RGK stark:
https://www.youtube.com/watch?v=ogpmkoooNnw
(Ringgrabenkollektor RGK made in Austria #2 (Feb2017)

Baggern, Verlegen, und Verfüllen hier in 5 Std. (!)

Material- und Baggerkosten werden u.U. auch gefördert.

Grüsse

winni

Verfasser:
MO66
Zeit: 09.04.2020 15:53:39
0
2945174
Gibt es einen kommerziellen Anbieter, der RGK in deiner Region anbietet? Ich würde bei der Entscheidung immer Gleiches mit Gleichem vergleichen wollen.
Nicht einmal mit potentieller Förderung oder ohne, mit Eigenleistung oder ohne, mit Bewertung der Nach- oder Vorteile oder ohne...

Vom Spaß, sich damit zu beschäftigen mal ganz ab :-)

PS.: Wenn jemand 30km östlich von Hamburg RGK Kollektor kommerzielle anbietet: ich freue mich über eine persönliche Nachricht.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 09.04.2020 21:27:37
0
2945287
Hab eine Bohrung und würde mit dem Wissen von heute einen RGK nehmen.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 09.04.2020 21:44:43
0
2945296
Zitat von LohmBast Beitrag anzeigen

Durch die Mehrkosten würde ich mir zum einen 1-2 Wochen Arbeit sparen, die ich auch gut woanders im Haus investieren kann und zudem würde ich mir nicht


Ich habe 5 Wochenende gebraucht.... alleine...

Davon war bestimmt 3 Tage "Grabenbruch rausschaufeln" im Sandboden, weil der Bagger nicht mehr rankam.


Heute würde ich mir mehr Manpower organisieren :-)

Verfasser:
bengun
Zeit: 09.04.2020 21:50:12
0
2945298
Hallo
Frage: darf man einen RGK auch auf einem Grundstück , angrenzenden Acker verlegen?
natürlich mit Einverständniss des Landwirts.

Gruß Bengun

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 09.04.2020 22:23:22
0
2945307
Klar....

Nur sollte man sich sowas nicht nur "erlauben" lassen, sondern auch vertraglich regeln

Verfasser:
LohmBast
Zeit: 10.04.2020 06:55:07
0
2945354
Entschieden noch nicht, aber ich habe eine starke Tendenz :-)

Das Video ist beeindruckend. Allerdings ist dort ein komplett leeres, ebenes Grundstück. Ich habe den Rohbau ja schon stehen und müsste auch an einem Baum vorbei, und im Hang baggern und verlgen. Aber wie ich sehe ist es echt sinnvoll auch einen großen Bagger zu nehmen...Ich habe die Zeit mit meinem kleinen 3,8to Bagger kalkuliert :-)

@Nicole4711: Wieso würdest du nicht nochmal bohren? Unzufrieden? Ist was schief gegangen, oder wegen den höheren kosten?

Verfasser:
crink
Zeit: 10.04.2020 07:50:55
1
2945372
Zitat von MO66 Beitrag anzeigen
Wenn jemand 30km östlich von Hamburg RGK Kollektor kommerzielle anbietet: ich freue mich über eine persönliche Nachricht.

Moin Nachbar,

falls Corona und mein Terminkalender das zulassen helfe ich gerne bei Planung und Verlegung, allerdings nicht kommerziell.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.04.2020 07:59:50
0
2945374
Zitat von LohmBast Beitrag anzeigen

@Nicole4711: Wieso würdest du nicht nochmal bohren? Unzufrieden? Ist was schief gegangen, oder wegen den höheren kosten?


MIt der Bohrung bin ich zufrieden. Auch wegen der dadurch möglichen passiven Kühlung. Der RGK kann das alles aber auch, nur viel viel billiger.

Bei einer WP-PV-Kombination, die finanziell natürlich Sinn macht würde ich mir außerdem überlegen, den RGK / Bohrung überzudimensionierung. Denn du heizt dann ja nicht 24 durchgehend, sondern vielleicht nur 8 Std. dafür dann aber richtig, um die PV-Ausbeute zu erhöhen.
@crink

Was meinst du dazu?

Verfasser:
crink
Zeit: 10.04.2020 08:32:12
1
2945384
Hi Nicole,

in einer korrekten RGK-Planung sind genügend Reserven drin. Deshalb sehe ich kein Problem in der Nutzung des Kollektors nur tagsüber, auch wenn dadurch die Belastung des Bodens etwas ungleichmäßiger ausfällt. Erst wenn die Soletemperatur zu tief wird kann dann ja bei Bedarf ungefähr Anfang März auf kontinuierlicheres Heizen umgestellt werden.

Wobei in unserer Gegend im trüben Nord-D Dez und Jan sowieso nicht viel hergeben für PV-Heizung: Mit typischer 10 kWp PV gibt es viele Tage mit weniger als 1000 W Maximalleistung. Bei 3 kW Heizlast braucht die WP selbst bei kontinuierlichem Heizen aber schon 600 W. Die wenigen sonnigen Tage lohnen sich in meinen Augen nicht für eine extreme PV-Optimierung des WP-Betriebs. Eine leichte Taganhebung ab 10 Uhr und WW-Bereitung ab 14 Uhr bringt für Dez/Jan wahrscheinlich schon genug.

Da hier auf dem Dach immer noch keine PV liegt (Ost-West, 45 Grad, tlw. verschattet) ist das obige nur graue Theorie.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
LohmBast
Zeit: 10.04.2020 08:39:51
0
2945388
PV ist zumindest vorbereitet. Habe ein Süd-Nord Satteldach, daher hat es sich angeboten. Da die Amortisation jedoch sehr langwierig ist, habe ich es auf der Prioritäten-Liste nach ganz unten geschoben.

Mein größtes Problem bei dem Ringgrabenkollektor wäre es jedoch einen Heizungsbauer zu finden, der mir dann auch die Wärmepumpe daran anschließt. Habe bis jetzt nur Absagen bekommen wg. Gewährleistung bzw. Aussagen wie "Noch nie gehört, das machen wir nicht".

Es gibt hier nicht zufällig jemanden der mir einen Tip geben kann wo ich im Rheinland einen fachkundigen Heizungsbauer finden kann?

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.04.2020 09:05:39
1
2945403
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Hi Nicole,

in einer korrekten RGK-Planung sind genügend Reserven drin. Deshalb sehe ich kein Problem in der Nutzung des Kollektors nur tagsüber, auch wenn dadurch die Belastung des Bodens etwas ungleichmäßiger ausfällt. Erst wenn die Soletemperatur zu tief wird kann dann ja bei Bedarf[...]


Die Überlegung war halt, dass bei einem RGK eine Überdimensionierung sehr kostengünstig zu realisieren ist. Mit dem Trüben Jan/Dez hast du natürlich recht. Aber wenn eh nicht genug da ist, wird das eben auf jeden Fall genutzt. Ich habe bei den Tageswerte da zwei Konstellation die 90% der Fälle abdecken. Entweder fast vollständige Nutzung, d.h. EV-Anteil >90 oder eine sehr sehr geringe Ausnutzung.
Trübes Wetter oder halt winterklar mit entsprechenden Überschüssen, insofern glaube ich das gut auszunutzen.

@LohmBast:

Achtung - du solltest die PVA lieber ganz nach oben auf der PrioListe setzen.

Gründe:

- Ein Installation während der Bauphase ist häufig günstiger (Gerüst steht eh da)

- kein WP-Zähler notwendig (Vorbereiten würde ich das trotzdem, vielleicht gibt es da ja zukünftig stärkere Rabatte)

- kein extra WP-Tarif notwendig, der häufig eine Grundgebühr mit sich bringt

- WP-PVA ergänzt sich finanziell sinnvoll, denn:

- PV-Strom ist mit Opportunitätskosten oder Stromgestehungskosten anzusetzen - es gibt keine billigere Variante zu heizen! Wobei die PV-Abdeckung im Winter nicht zu pralle ist.

- Die PVA verdient durch Einspeisung und Eigenverbrauch - die Rendite ist bei Eigenverbrauch jedoch höher. D.h. bei einer WP amortisiert sich eine PVA schneller.

Ich denke ~ 50% meines Energieverbrauches durch die PVA (Satteldach 9,9kwp Süd), Einspeisevergütung liegt ungefähr auf Höhe der Strombezugskosten.

Verfasser:
bachelofeng
Zeit: 10.04.2020 12:08:31
0
2945511
Günstiges Angebot für die Bohrung. Meine Bohrung soll inklusive Steuer 17000€ kosten, zzgl. Anbindeleitungen. Hast du einen regional oder überregional tätigen Bohrunternehmer?

Verfasser:
LohmBast
Zeit: 12.04.2020 07:45:09
0
2946243
Ich habe auch noch 3 andere Angebote zwischen 15-17.000 Euro vorliegen, daher kam die Geschichte für mich zunächst nicht in Frage.
Die Bohrfirma bohrt NRW-weit.

Das mit der PV-Anlage überdenke ich dann nochmal. Die Leitungen liegen ja wie gesagt schon. Akut wird es, wenn das Gerüst fürs Verputzen gestellt wird... Das könnte man dann ja nutzen.

Verfasser:
passra
Zeit: 12.04.2020 14:10:17
0
2946429
Zitat von LohmBast Beitrag anzeigen

Das mit der PV-Anlage überdenke ich dann nochmal. Die Leitungen liegen ja wie gesagt schon. Akut wird es, wenn das[...]

Tu das, es macht nämlich keinen Sinn, die einzige Anlage am Haus, die SICH SELBST BEZAHLT und auch noch Geld spart, nach hinten zu schieben...wo hast du das beim Hausbetrieb schon sonst noch?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.04.2020 14:18:29
0
2946432
Ausserdem droht noch der 52 GW-Deckel:
https://www.iwr.de/news.php?id=36605

Grüsse

winni

Aktuelle Forenbeiträge
Onklunk schrieb: Hallo, danke. Die roten Ringe kenne ich. In den Anschlüssen waren sie nicht und im Rest der Packung leider auch nicht. Das muss den Leuten bei der Qualitätskontrolle im Werk entgangen sein. Viele...
tunix schrieb: Hallo, meine Schwab 182.0400z tropft ebenso ganz wenig nach Tausch der Glocke (Füllventil ist noch abgeklemmt ). .....Neue Glocke, neue Dichtung - und es bleibt der Gedanke...besser Geberit gewählt...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Website-Statistik