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Planung Außen- und Fortluft
Verfasser:
0per8or
Zeit: 08.05.2020 10:07:07
0
2958715
Ich plane gerade die Lüftungsanlage für mein Einfamilienhaus. Folgende Rahmenbedingungen:
- Lüftungsgerät (Zehnder Q450 Enthalpie) im Keller an Außenwand
- Nennlüftung: 250 m³/h
- Außenluft durch Außenwand, kleiner EWT von 15 m durch Erdreich an Ansaugturm
- Fortluft über Installationsschacht und Dach nach außen

Ich überlege jetzt wie ich die Außen- und Fortluft am besten umsetze. Drei Varianten habe ich bisher:

Variante 1:
- KG 2000 DN200 Rohr für EWT durch Außenwand führen und innen auf
- Wickelfalzrohr DN200 (Übergang sollte laut Innen-/Außendurchmesser perfekt passen), ggf. mit 19 mm Armaflex Dämmplatten dämmen
- Kondensatablauf über KWL
- Fortluft Wickelfalz DN200 über Installationsschacht und Dach nach außen führen, ggf. wieder mit Armaflex dämmen

Ich frage mich, ob ich bei dieser Variante die Übergänge und Verjüngungen sauber gedämmt und diffusionsdicht bekomme.

Variante 2:
Im Technikraum für die Außenluft EPP Rohr DN200, z.B. ComfoPipe Compact, verwenden. Außen wieder auf KG 2000 DN200 für EWT.
Hier weiß ich nicht wie ich den Übergang zwischen KG 2000 und ComfoPipe herstellen soll. Außerdem gibt es keine ComfoPipe Reduzierstücke von DN200 auf DN160 für den Anschluss an die KWL. Hier müsste ich wieder Stahlblech nehmen und selbst dämmen. Außerdem ist das ComfoPipe Rohr teuer.

Variante 3:
Im Technikraum für Außen- und Fortluft EPP Rohr DN160 verwenden. Dann habe ich keine Übergänge und alles ist sauber gedämmt und diffusionsdicht. Nur hier stellt sich wieder die Frage nach dem Übergang zwischen KG 2000 und ComfoPipe.
Außerdem steigt die Strömungsgeschwindigkeit bei Nennlüftung auf ca. 3,5 m/s. Und bei voller Leistung (450 m³/h) sogar auf ca. 6,2 m/s.

Was ist eurer Meinung nach die beste Variante? Oder gibt's noch andere Möglichkeiten die ich noch gar nicht in Erwägung gezogen habe?

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 08.05.2020 12:10:12
1
2958775
Variante 1 b!

Wie Variante 1, aber Fortluft ebenfalls durch Kellerwand / das Erdreich etwas vom Haus entfernt auslassen.
Weil: Die Wärmeverluste durch den langen Weg vom Keller bis über Dach nicht zu unterschätzen sind - selbst wenn z. B. mit Armaflex gedämmt liegt das noch irgendwo bei 0,5 °C pro lfd. m!

Verfasser:
Thorfinn Hansen
Zeit: 08.05.2020 16:53:52
0
2958899
Durch die volle Gebäudehöhe gehen um Abluft wegzubekommen ist Aggewars und braucht teures Raumvolumen. Du musst den Fortluftkanal dämmen. Schlanker wird der Kanal dadurch nicht.
Ausserdem bekommst du noch ein Loch im Dach. Membrandurchführung durch die Dampfbremense, Unterdachdurchführung, Abluftdachhaube.. kostet alles Geld, 1 Montagefehler und es regnet im Haus.

Hier wurde mal ein Kombiturm vorgeschlagen:
http://www.htdialog.de/Forum/t/229692/grobe-Erstplanung-einer-zentralen-KWL-Keller-oder-Dachboden-?PostSort=1
ist nicht das blödeste.

Erdwärmetauscher haben wir mal von Studenten im Wettbewerb in 40 Varianten durchrechnen lassen. Je sandiger der Boden, je moderater das Klima je sinnloser. Immerhin brauchst du Strom für die Ventilatoren um die Luft da durchzudrücken.

Erdwärmetauscher wollen gepflegt werden, das Kondenswasser muss irgendwo hin und nein, bis in das Aggregat sollte man das nicht leiten, vgl
http://www.bosy-online.de/Erdwaermetauscher-Luft.htm
Welche kalkulatorischen Kosten setzt du du für die Wartungsarbeiten an?

Deshalb: Welcher Standort? Borkum oder Oberstdorf?
Wenn das in der norddeutschen Tiefebene oder nördlich der Elbe stattfinden soll, wäre ich sehr sehr vorbehalten so eine Wartungsbaustelle zu installieren von der ich nicht weiss was sie mir an Energieeffizienz bringt.
Im Hochschwarzwald oder Lausitz: keine Frage. So ein Ding muss her.

Ich habe in meinem Leben zu viele Ventilationsanlagen gesehen. So sauber wie die wo John McClane oder James Bond durchkroch war noch kein Kanal. Durch einen Wickelfalzkanal kann man einen Traktor durchschicken. Ausserdem brennen die nicht, tropfen nicht im Brandfall und haben keinen schniedelwurzverkürzenden Brandhemmer.
Das Isolieren mit Mineralwolle ist nicht anstrengend in den Dimensionen. Das kann man alleine. Lamellenmatten kannst du anlegen und tapen. oder du kaufst teurere Strümpfe. Wenn es schön sein soll kannst du noch ne Schale drauflegen.

2 Lindab YGC in passendem Abstand über Fassadeneck in 2 Fassaden sind das einfachste.

Verfasser:
leitwolf
Zeit: 08.05.2020 16:59:19
0
2958903
Was ist die Motivation für den kurzen EWT?
Für Außen- und Fortluft-Kombination durchs Erdreich gibt es den Combi-Turm, d. h. ein Turm für Ansaugung und Fortluft. Dann sparst du dir das Dämmen und die Wärmebrücken im Haus, sowie die aufwändigen Dacharbeiten.

Verfasser:
0per8or
Zeit: 14.05.2020 15:40:57
0
2961984
Ich musste mich die letzten Tage erstmal um andere Gewerke kümmern daher erst jetzt meine Antwort.

Danke schon mal für eure Tipps. Ich habe meine Planung nun so angepasst, dass ich die Fortluft ebenfalls durchs Erdreich führe und innen Wickelfalz + Armaflex Dämmung verwende. Dadurch kann der Installationsschacht auch kleiner ausfallen und ich gewinne etwas mehr Wohnfläche.

Motivation für den Erdwärmetauscher ist, dass ich den Ansaug-, und jetzt auch den Fortluftturm, nicht direkt vor dem Haus haben möchte. Denn die Außenwand des Technikraums grenzt an die Vorderseite des Hauses und liegt komplett im Erdreich.

Der Erdwärmetauscher entsteht daher mehr aus optischen Gründen als aus dem Irrglaube nach höherer Effizienz der KWL.

Ich muss daher einen Kompromiss finden aus optisch vertretbar, nicht zu nah vor dem Haus, möglichst kurzem EWT und bezahlbar. Ebenfalls möchte ich Geräusche oder Gerüche vor dem Haus oder in Terrassennähe vermeiden.

Der Kombiturm sieht jedenfalls interessant aus und würde mir immerhin einen zweiten Turm ersparen.

Ab welcher EWT Länge sollte man denn einen eigenen Kondensatablauf vorsehen?

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