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Warmwasserspeicher für Fernwärme gesucht
Verfasser:
jantosh
Zeit: 11.05.2020 18:23:23
0
2960221
Hallo zusammen,
mein Haus wir über eine Fernwärmestation beheizt und auch das Warmwasser läuft über einen 2. Heizkreis über diese Übergabestation. Jetzt benötige ich einen neuen 160l-200l Warmwasserspeicher. Da ich in Zukunft mit einer PV Anlage und der überschüssigen Energie zuheizen möchte um meine Warmwasserkosten etwas zu senken bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Warmwasserspeicher. Kann mir da jemand ein System mit Heizstab empfehlen?

Danke Euch

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 11.05.2020 18:57:52
0
2960246
Einen Flansch oder eine Gewindeöffnung für die Installation einer E-Heizpatrone sollten ziemlich alle Speicher haben!

Nimm einem Trinkwasserspeicher dessen integrierter Rohrwärmetauscher eine möglichst große Wärmeaustauschfläche bietet, um bei Beladung des Speichers mit möglichst niedriger Rücklauftemperatur in das Fernwärmenetz fahren zu können!

Beispielsweise mit 2,1qm: https://shwt-warmwasserspeicher.de/200-Liter-Hochleistungsspeicher-Warmwasserspeicher-mit-1-sehr-grossen-Waermetauscher-inkl-Isolierung

Oder z.b. einer mit 2,0qm: https://shop.rjtec.eu/de/product-147.html

Verfasser:
jantosh
Zeit: 12.05.2020 08:36:42
0
2960513
Super, danke für die Tipps. Das hilft schonmal weiter. Hast Du auch Erfahrung mit Edelstahltanks. Oder sind die doppelt emaillierten Speicher völlig ausreichend. Unser Wasser ist sehr kalkhaltig.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 12.05.2020 11:27:40
0
2960632
Erfahrung habe ich persönlich mit Fernwärme bei uns nur für die Raumtemperierung.
Für die Trinkwassererwärmung nutzen wir einen vollelektronischen 27 kW Durchlauferhitzer.

Eventuell ist's bei euch auch sinnvoll einen Hygienespeicher mit integriertem leistungsfähigen Edelstahlwellrohrtrinkwasserwärmetauscher (min. 7qm Oberfläche) zu installieren.

Dabei hast nur relativ wenig, sowie im Idealfall nur kurz stagnierendes, warmes Trinkwasser im Haus und entsprechend hygienisch bessere Bedingungen als beim Trinkwarmwasserspeicher, weil sich kaum Kalk absetzen kann.

Die thermische Energie wird um den Wärmetauscher drumherum im Heizungswasser gespeichert, das dann je nach Größe des Speichers (min. 500 l) max. +55 Grad Celsius sein müsste, wodurch der Kalkausfall im Trinkwasserwärmetauscher reduziert wäre.

Zudem könntest dann auch die Erträge Deiner PV-Thermie auch für die Hausheizkreise bzw. Raumtemperierung nutzen! 🤔

Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
... ein grobes Schema ...



Beschreibung hier: https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2934545

Verfasser:
jantosh
Zeit: 14.05.2020 09:08:44
0
2961763
Gute Idee, leider braucht ein 500l Speicher jede Menge Platz, den ich nicht habe.
Jetzt wäre noch die Idee eine Frischwasserstation einzubauen. Was ich jetzt schon herausgefunden habe, dass die nicht direkt an den Fernwärmetausche angeschlossen werden kann da ich sonst um die 40KW Leistung benötige und mein Fernwärmevertrag mit jedem KW mehr teurer wird. Das lohnt sich also nicht, aber wäre es möglich einen kleinen Pufferspeicher dazwischen zu hängen? Oder ist das im Vergleich zum normalen Warmwasserspeicher Unsinn. Und wie groß müsste so ein Pufferspeicher für 200l Wasser aus der Frischwasserstation sein? Vielleicht kann da jemand weiterhelfen.
Danke

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 14.05.2020 13:14:26
0
2961928
Ein Pufferwasserspeicher für separate Frischwasserstation mit einem relativ leistungsfähigen Plattenwärmetauscher (große thermische Länge) sollte schon mindestens 400 Liter Inhalt haben.

Was ist denn aktuell für ein Typ Übergabestation installiert?
Ist das Dein Eigentum oder gehört die dem WVU?

Verfasser:
jantosh
Zeit: 26.05.2020 17:00:46
0
2967503
Danke für die Tipps lowenergy,

ich habe mich jetzt für eine komplett vorinstallierte Station mit Pufferspeicher und Frischwasserstation inkl. der neuen Übergabestation entschieden. Das ist dann alles sehr kompakt in einer Kiste inkl. aller Pumpen, Ventile und der Steuerung verbaut und muss nur angeschlossen werden. Hersteller ist die Firma MB-Brassen, von der auch die neue Übergabestation über den Fernwärmeanbieter installiert worden wäre. Den Pufferspeicher kann ich dann auch über einen 2. Anschluss per Solarthermie etc. heizen. Ist glaube ich die für mich beste Lösung. Aber nochmal Danke für den Tipp mit der Trinkwasserstation, da wäre ich ohne das Forum hier nicht drauf gekommen.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 26.05.2020 18:04:01
0
2967523
@low erklär mir doch bitte, wieso ich für den Fernwärmeanbieter die Rücklauftemperatur niedrig halten sollte.

Das kostet nur Geld, spart überhaupt nichts.

Der einfachste Speicher ist hier gerade eben richtig.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 26.05.2020 19:09:34
0
2967534
@hanssanitaer.
Das möglichst alle im jeweiligen Wärmeverteilnetz angeschlossenen Übergabestationen mit so niedrigen primärseitigen Rücklauftemperaturen wie möglich gefahren werden sollen ist dafür gut, dass es für den einzelnen Fernwärmekunden nicht noch teurer wird!

Auch die im Netz gegebenen Wärmeverteilverluste müssen vom Kunden gezahlt werden.

Je geringer die Rücklauftemperatur im Netz, desto weniger thermische Energieverluste!

Die Vorlauftemperatur im Wärmenetz ist nicht unbegrenzt abzusenken, da allen Kunden die Trinkwassererwärmung ermöglicht werden soll.

Michael Nast, Dipl. Physiker Deutsches Zentrum für Luft- u. Raumfahrt (DLR) / Institut für Technische Thermodynamik / Stuttgart hat dazu geschrieben:
Zitat:
... weitere Verringerung der Wärmeverluste könnte erreicht werden, wenn die Netztemperaturen auf das in Dänemark übliche Niveau (Tvor/Trück = 80°C/38°C im Winter, Stand 2005) abgesenkt werden könnten. Dazu sind allerdings auch Änderungen innerhalb der angeschlossenen Gebäude erforderlich ...
Quelle des Zitates: http://energiebuerger.sh/fileadmin/Infolinks/WWI_23_Nast_Spannbreite_der_Verluste_in_Waermenetzen_end.pdf

Verfasser:
Reggae
Zeit: 27.05.2020 12:29:41
0
2967830
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
@low erklär mir doch bitte, wieso ich für den Fernwärmeanbieter die Rücklauftemperatur niedrig halten sollte.

Das kostet nur Geld, spart überhaupt nichts.

Der einfachste Speicher ist hier gerade eben richtig.


Die Netze können dann auch größer werden.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 27.05.2020 14:11:18
0
2967868
Macht alles Sinn, aber ohne regulative oder monetäre Anreize setzt das nur der dumme Idealist um.
Der zahlt dann für seinen Speicher das doppelte, hat aber keinen erfassbaren Gegenwert.

Verfasser:
jantosh
Zeit: 28.05.2020 08:04:21
1
2968102
Wenn wir alle die Klimaziele 2030 erreichen wollen, müssen wir eben auch alle mit anpacken. Und wenn das bedeutet, einen hocheffizienten Boiler nachzurüstenden – sollte man zumindest darüber nachdenken, damit auch die folgenden Generationen auf diesem Planeten leben können.

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