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Kesselmindesttemperatur Taupunkt große Hysterese
Verfasser:
Tetz
Zeit: 15.05.2020 10:29:53
0
2962302
Hallo zusammen,

wir haben in unserer Villa (580qm Wohnfläche) folgenden Kessel stehen

Viessmann Paromat Triplex 130 KW Baujahr 1994 267 Liter Wasserinhalt -> läuft fast nur in der ersten Stufe 78 KW da sonst zu groß. Nur bei Schnellaufheizung und Kessel weit unter Soll schaltet er in Stufe zwei.

Heizlast durch Auslastungsmessung bestimmt ca. 38-40 KW.

Kessel ist so groß da vorher noch nebenstehende Remise mit Fernwärmeleitung beheizt wurde.

Aktueller Energieträger Flüssiggas mit Taupunkt ca. 52 Grad. Geplant wieder Umstieg auf Erdgas - Taupunkt ca. 57 Grad.

Heizkurve sehr flach 0,9 Vorlauftemperaturen ca. 32 bei 11 Grad, 40 Grad bei ca. 0 Grad. Thermostatventile alle ungedrosselt auf Stellung N Heizkörper sind alle bis ins DG gleichmässig warm.

Idee Kessel lange laufen lassen und den großen Wasserinhalt als Puffer nehmen. Verluste bei 70 Grad 0,25%. Wenige Brennerstarts dafür längere Laufzeiten und größere Pausen.

Die Sockeltemperatur beträgt laut Datenblatt bei Öl 40 Grad, bei Erdgas 50 Grad.

Aktuell habe ich die Sockeltemperatur auf 30 Grad gelegt. Brenner springt bei -1 K unter Vorlauf an und heizt dann mit 20 K Hysterese über den Taupunkt hoch.

Beispiel:

Vorlauf 33 Grad --> Brenner startet bei 32 Grad und schaltet bei 52 Grad ab. Überschingt bis ca. 60 Grad. Dann fällt er nach ca. 1,5 Stunden wieder auf Vorlauf ab und startet erneut. Dadurch Brennerlaufzeit ca. 5,15 Minuten.

Vorlauf 40 Grad -> Brenner schaltet bei 60 Grad ab schwingt auf ca. 68 über.

Muss ich mir bei den Einstellungen sorgen bzgl. Kondensation im Kessel machen? Vorgänger hatten die Kesselmindesttemp. auf 40 Grad belassen haben aber nur 6 K Hysterese gefahren. Ergo Brenner schaltet bei 40 ein, bei 46 aus, da bekommt er ja nie Temperatur und ist immer unter Taupunkt.

Kann ich die Mindestkesseltemperatur im ausgeschalteten Zustand unterschreiten und dann mit großer Hysterese (bei mir 20k) durchfahren und bekomme damit trotzdem keine Probleme? Nach Brenner aus gibt es immer ein kurzes leichtes knistern vom verdampfenden Kondensat). Dies war aber vorher mit kleiner Hysterese viel länger und mehr.

Irgendwelche Bedenken?

Wie ist die Qualität eines Paromat Triplex Kessels einzustufen? Ich würde ihn gern noch weiter nutzen da der Umstieg auf Erdgas nur ca. 1500 EUR kostet und eine Einsparung zu Flüssiggas bei ca. 800-1000 EUR im Jahr liegt.

Rost ist wohl aus der Vergangenheit schon etwas im Kessel zu sehen. Die Frage ist wie dick ist der Stahl und würde mein Betriebsverhalten weiteren Schaden vermeiden und trotzdem lange Laufzeiten, lange Pausen und niedrige VL-Temperaturen und niedrigeren Verbrauch ermöglichen?

VG Sören

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.05.2020 10:43:06
2
2962311
Mit dem Triplex (tri = drei, -schalige Nachschalt-heizflächen) hast Du wirklich den BESTEN NT-Mittelkessel den es gab!

OHNE Brennerbetrieb kannst Du ihn herunterfahren bis er Eiszapfen bildet. MIT Brennerbetrieb sollte er über die Taupunkt-Temperatur kommen, das wäre sicherer. Hat der nicht auch diese TAS-Anfahrschaltung bei der im unteren Temperaturbereich die Verbraucher ggf abgedrosselt werden?

An sich ist Dein betrieb mit 20K Schaltdifferenzgan gut und sinnvoll. Bist Du sicher, dass die Geräusche von verdampfendem Kondensat kommen? Das könnten vielleicht auch anderweitige Ausdehnungsgeräuasche sein. Im Zweifelsfall mal den Kessel noch Brennerstop öffnen.

Gibts Abgaswerte von BEIDEN Stufen? Meiner Erinnerung nach durften 130°C Abgastemperatur nicht unterschritten werden. Steht glaub auch auf ner Plakette vorn dran.

Verfasser:
Tetz
Zeit: 15.05.2020 11:29:49
1
2962334
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Mit dem Triplex (tri = drei, -schalige Nachschalt-heizflächen) hast Du wirklich den BESTEN NT-Mittelkessel den es gab!

OHNE Brennerbetrieb kannst Du ihn herunterfahren bis er Eiszapfen bildet. MIT Brennerbetrieb sollte er über die Taupunkt-Temperatur kommen, das wäre sicherer. Hat der[...]


Danke für deine Rückmeldung und die Bestätigung des der NT Kessel noch sehr gut ist und noch länger seinen Dienst tun kann. Eine Alternative war den gegen eine Pelletheizung zu tauschen was gegenüber Erdgas Brennstoffkosten spart. Verbrauch ca. 70.000 kwh/Jahr. Aber das rentiert sich aktuell nicht und mit ERdgas könnte man auch das Thema Brennstoffzelle später wenn die günstiger werden weiterverfolgen.

Ok, also sollte ich den Kessel bei Brennerbetrieb über den Taupunkt fahren (was ich momentan mache. Später bei Erdgas müsste ich halt die Ausschaltzeit so legen das er dann über 57 Grad kommt. Wahrscheinlich machen aber 1-2 Grad drunter auch nix, da ja durch die lange Laufzeit trotzdem viel Wärme erzeugt wird die das Kondensat ja verdampfen kann in den 5-6 Minuten. Er hat die Anfahrschaltung aber die zündet ja nur wenn der Kessel unter der unteren Hysterese fällt. Z.B. früh Kessel Schnellaufheizung bei VL Soll 50 Grad = untere Hysterese. Kessel ist aber nur 40 Grad warm. Dann ist die Pumpe aus und er heizt schnell hoch. Im Regelbetrieb fällt der Kessel z.B. auf 33 Grad Vorlauf Pumpen laufen wieter, Mischer ist voll auf und von dort wird mit Stufe 1 78KW auf 53 Grad hochgeheizt und abgeschaltet. Laufzeit 5:15 Minuten Kessel ist in der Spitze dann nach Überschwining bei ca. 60 Grad und fällt innerhalb ca. 1:20 Stunden auf 33 Vorlauf zurück.

Naja es klingt wie paar Tropfen die auf einer heißen Stelle verdampfen, wie bei einem Wasserkocher oder wie auf einer Herdplatte. Aber nur kurz nicht viel. Zusätzlich ggf. noch paar Ausdehnungsgeräusche. Ich denke das rührt daher das unter 52 Grad bei Brennerbetrieb Kondensat anfällt aber die wird in den 5 Minuten vollständig verdampft außer paar Tropfen die verdampfen bei Brennerstopp auf den heißen Flächen, der Kessel wird ja auch noch wärmer bis 60 Grad. Denke also nicht bedneklich. Kesseltür geht nicht so einfach zu öffnen, hängt ja der Weißhaupt Gebläsebrenner dran und die Gasleitung ist ja auch "fest" davor oder?

Abgas ist laut Datenblatt bei Nennleistung 160Grad, Bei Teillast Stufe 1 (wie mneist betrieben) 100 Grad. Kamin ist ein Edelstahlkamin. TEmperatur am Rauchrohr vor der Vitoair liegt in der Spitze bei ca. 80 Grad, wobei das ja die Oberflächentemperatur ist. Abgas dürfte dann wohl bei 100 Grad liegen. Kesselwirkungsgrad wurde bei den letzten Messung bei 95,2% gemessen. Ergo sehr gut eingestellt. Vielleicht verbessert sich das noch einen Tick bei Umstellung auf Erdgas...?

Verfasser:
Tetz
Zeit: 15.05.2020 11:42:14
1
2962342
@Schorni: Macht es Sinn die Hysterese noch weiter zu erhöhen auf max 30K? Problem wäre nur bei der Schnellaufheizung am morgen die ich mit 7 Grad Raumtemperaturüberhöhungsvorgabe fahre dann bei z.B. 50 Grad vorlauf der Kessel auf 80 Grad heizt, was dann trotz Wärmedämmung (die ich auch noch etwas verbessert habe) wohl recht viel ist oder? Klar wäre nur für 2 Stunden. Bei der Wrmwassererwärmung wären die 30 Grad Hysterese auch zu viel.

Ist es überhaupt sinnvoll einen hydraulischen Abgleich durchzuführen (viel Aufwand, da viele Heizkörper) obwohl alle Ventile voll auf sind der Volumenstrom durch die niedrige VL eh hoch ist und die Pumpe differenzdruckgesteuert auf der Förderhöhe läuft die auch berechnet wurde. 2,1

Ich denke mehr kann ich nicht optimieren oder?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.05.2020 21:03:22
1
2962565
Kesselwirkungsgrad wurde bei den letzten Messung bei 95,2% gemessen. Ohne Bezugnahme auf die Brennerleistung leider schlecht zu verifizieren. Bei ordentlich eingestelltem Brenner (O2-Gehalt 3%) läge die Abgastemperatur bei ca 140Grad.

Klar, ich vergaß: natürlich kann man NICHT "mal eben geschwind" den Brenner wegschwenken bei starrer Gasleitung! Mich wundert halt eben, dass man dieses Zischen hört TROTZ dicker gedämmter Kesselfronttüre. Denn an sich hat es da drinnen KEINE heißeren Stellen als die 55-60 Grad Kesselwandung. Der hat ja keine Edelstahlbrennkammer drin die glühend heiß wird. Und die Innenrippen der Züge sind zwar heiß aber sicher nicht soo dass von der einen Kondensat abtropft (also NICHT verdampft) und auf der anderen aber zischend alles verdampft, das wäre nicht logisch. Vielelicht mal in den Abgassammelkasten hinten vorsorglich reinschauen. Vielleicht sammelt sich da im unteren Bereich Kondensat aus der Anfahr-Phase, auch aus dem Abgasrohr.

DIE (kleine) Vito-Air, an SO nem großen (200er) Abgasrohr, DIE möcht ich gern mal sehen. Bitte Bild https://www.bilder-upload.eu/

Ein hydraulischer Abgleich bring mM IMMER was. Ist aber natürlich bei DER Anzahl von HK mal RICHTIG Arbeit. Da das ja aber eh kein Brennwertkessel ist, der die absolut tiefste RL-Temperatur möchte, bringt das ja unterm Strich fast keine Einsparung. Und solange die Anlage hydraulisch gut läuft und bzgl Über/Unter-Versorgung keine Probleme auftreten, lohnt sich das dann echt nicht.

Verfasser:
Tetz
Zeit: 15.05.2020 23:13:20
1
2962635
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Kesselwirkungsgrad wurde bei den letzten Messung bei 95,2% gemessen. Ohne Bezugnahme auf die Brennerleistung leider schlecht zu verifizieren. Bei ordentlich eingestelltem Brenner (O2-Gehalt 3%) läge die Abgastemperatur bei ca 140Grad.

Klar, ich vergaß: natürlich kann man NICHT[...]


Also die 95% würden bei ca. 130 Grad Abgas Temperatur gemessen. Ja am Schild steht mindestens 120 bei Teillast, 170 bei Vollast. Im Datenblatt steht allerdings 100bei Teillast und 160 bei Volllast. Der Schornsteinfeger war immer sehr zufrieden und von Kondensat hat er auch nix erzählt. Vielleicht sind es auch nur die Ausdehungsgeräusche vom Material. Beim Kamin knackt es ja auch wenn der heiß wird. Ich Versuch es mal aufzunehmen.

Bezüglich hydraulischen Abgleich habe ich mir das auch gedacht, dass dies hier nicht wirklich lohnt. Vorlauf bei um die 0 Grad liegt bei 40 Grad Rücklauf ca. 33 Grad. Bei 50 Grad Vorlauf ca. 40 Grad Rücklauf. Bei 33 Grad, 28-29 Grad RL. Ergo wenig Spreizung aber viel Volumenstrom.

Ich werde mich dann mal weiter an diesem schönen seit 26 Jahren gut laufenden Kessel erfreuen.

Noch einen Tipp um an der Effizienz noch was zu schrauben? Hysterese noch weiter hoch? Pumpe statt variabel auf konstant einstellen? Eingestellte Förderhöhe von 2,1 passt gut. Fließgeräusche sind nicht zu hören.

Könnte der Verbrauch bei Umstellung auf Erdgas leicht sinken, da Erdgas ja sauberer verbrennt als Flüssiggas?

Anbei übrigens die Bilder zum Kessel, Brenner und der vitoair.

https://photos.app.goo.gl/nQEVwE5H6Tjn7Dn56

Wobei die nicht aktiv ist da nicht am Kessel angeschlossen. Ist praktisch immer offen und belüftet den Schornstein, daher kann ich dort auch nicht an Kondensat wirklich glauben.

VG Sören

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.05.2020 23:43:15
1
2962649
Aaach der gute alte Triplex, das ist einfach ein schöööner sehr guter Kessel!

Ist der Abgassammler schon stellenweise durchgerostet, weil da überall Aluklebeband drauf ist? DA würd ich dämmen!

Das ist KEINE "Vitoair", das ist das (bessre) Vorgängermodell KNL. Richtig eingestellt wenn die innere Klappe in Geschlossenstellung auch quasi die Öffnung dicht verschließt (also die Scharnierzapfen NICHT verbogen sind) und dann die Gewindestange mit dem Einstellgewicht WAAGERECHT ist (z.Zt. ist sie fälschlicherweise parallel zum Abgasrohr). Die Position der beiden Einstellgewichte ist RICHTIG.

Der Volumen-Verbrauch in m³ ändert sich bei der Umstellung auf Erdgas, da das unterschiedliche Heizwerte/m³ sind. Der Energie-Verbrauch in kWh bleibt bei gleicher Brennerleistung gleich.

Hör doch mal über den geöffneten Abgassammler von hinten rein bzgl des Zischens. Vielleicht ist das auch nur ein Geräusch der Verdrängungsrohre die in den Rundzügen liegen. DIE werden ja quasi abgastemperaur-heiß, also am heißesten von allem im Kessel.

ICH würde bei der Umstellung den Brenner echt so nah wie möglich an die kleinste sicher fahrbare Leistung herunternehmen, der ginge ja theoretisch bis 60kW. DANN muss er aber absolut sicher kesseltemperaturmäßig aus der Kondensation herausfahren.

Verfasser:
Tetz
Zeit: 16.05.2020 07:44:57
1
2962693
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Aaach der gute alte Triplex, das ist einfach ein schöööner sehr guter Kessel!

Ist der Abgassammler schon stellenweise durchgerostet, weil da überall Aluklebeband drauf ist? DA würd ich dämmen!

Das ist KEINE "Vitoair", das ist das (bessre) Vorgängermodell KNL. Richtig[...]


Nein das aus Alu ist schon Dämmung :-) Dort wo du das siehst ist kein Rost zu sehen. Ich habe den hinteren Bereich und das dicke Rohr (ist wohl der Abgassammler) gedämmt da dadurch die Verluste noch noch etwas minimiert werden. Wobei der Kessel ansich ja schon gut gedämmt ist. Ja das der Heizwert unterschiedlich ist weiß ich. Dachte vielleicht verbrennt Erdgas noch etwas besser. Der Wirkungsgrad bei Öl ist ja auch schlechter, da Öl nicht so sauber verbrennen kann wie Gas.

Bringt mir die KNL denn irgendwas? Ich hatte meinen Heizi mal drauf angesprochen, der meinte brauch man nicht unbedingt wieder anschließen. Ja aktuell ist die Klappe auf daueroffen. In der Stellung müsste sie ja bei Brenner aus sein und der Zug wird über das Gegengewicht gleich gehalten (haben immer Unterdruck Höhe Schornstein 18m) Wenn der Brenner aus ist sollte die Klappe ja schließen. Verhindert das dann noch etwas die Auskühlverluste die aktuell bei ca. 1 Grad pro Stunde liegen oder wofür ist das Ding gut? Es ist ja da also wäre es eigentlich blöd es nicht zu nutzen😅.

Bei der Umstellung frag ich mal ob die Brennerleistung bis auf 60kw runtergenommen werden kann. Muss dann Stufe zwei auch angepasst werden, bzw. passt die sich im Verhältnis automatisch an? Würde ja dann noch niedrigere Abgastemperaturen bedeuten, also kWh sparen. Nur Kondensat im Schornstein fällt mehr an, aber das sollte bei der längeren Brenndauer und durch Belüftung und durch den Unterdruck ja weggetrocknet werden. Von Kondensat und Problemen hat der Schornsteinfeger jedenfalls nix gesagt.

Werde mal mit meiner kleinen Kamera in die Messeöffnung gehen und ins Rohr nach unten schauen ob da Rost und oder Wasser ist. Aber ich denke nach deinen Ausführungen ist alles ok. Die Geräusche kommen auch nicht direkt von der Hinterseite sondern eher aus dem Kesselinneren. Aber dann sind das wohl eher Ausdehnungsgeräusche nach Brennerabschaltung.

Macht es aus Haltbarkeitsgründen und aus Effizienz Sicht Sinn die Hysterese noch weiter hochziehen? Aktuell Brenner an bei 32 k, aus bei 53k. Dauer ca. 6 Minuten.

Wenn der Kessel so gut gebaut ist und wie immer regelmäßig gewartet wird vielleicht kann ich ihn dann mit dem Haus vererben 😅😂. Schön zu hören das er trotz Heizwert Technik auch heute noch gut da steht, nach 26 Jahren 👍

Verfasser:
Tetz
Zeit: 16.05.2020 07:57:33
0
2962697
Übrigens steht an der Luftklappe Vitoair vielleicht gibt es ja da eine große und kleine? Bezüglich meiner anderen Frage. Sollte ich die Pumpe auf variabel lassen oder auf konstant stellen? Bei konstant so weit runderdrehen bis der am weitesten entfernte Heizkörper im DG noch warm wird oder? Aktuell läuft die Pumpe auf PV.

Verfasser:
Tetz
Zeit: 16.05.2020 18:21:58
0
2962963
Hallo Schorni,

anbei das Geräuschverhalten nach Brennerstopp.

https://photos.app.goo.gl/7mYxrX776uLMwj5Y7

Wahrscheinlich sind es nur Ausdehnungsgeräusche aber es klingt halt so "Tropfen" 😂

Verfasser:
schorni1
Zeit: 16.05.2020 18:52:51
1
2962977
Dauer-offen ist die vitoair/KNL, weil der Unterdruck über dem Mindesteinstellwert 10 Pa liegt (bei 18m Schornstein auch kein Wunder). Wichtig ist nur, dass sie dicht schließen KANN, wenn der Brenner anfährt.
Der verringerte Schornsteinzug verringert natürlich die Kesselauskühlung. Deshalb wäre es besser, man schließt auch den (ohnehin vorhandenen) Stellmotor am Brenner an. DANN wird nmlich durch die ganz weit hineingedrückte Regelscheibe der Zug noch mehr minimiert UND das Abgasrohr teilweise geschlossen, der Abzug gedrosselt.

Die beiden Brennerstufen lassen sich meiner Einschätzung nach getrennt einstellen. Bei dann sehr kurzer Flamme ergibt sich allerdings ein gewisser Heizgas-Kurzschluß, da ja die Hitze nicht mehr so weit in die Brennkammer hineingetragen wird. Die Abgastemperatur wird also NICHT indem selben Verhältnis sich verringern wie die Brennerleistung sinkt.

Die "Verbrennungs-Qualität" Öl/Gas/Flüssiggas lässt sich SO nicht pauschal deklarieren. Die bei Öl übrigbleibenden Rückstände sind mittlerweile auch minimalst, fast an der Nachweisgrenze und praktisch ohne Auswirkung.
Ziel muss bei allen Brennstoffen sein, nicht nur vollSTÄNDIG (also Rückstands- und nahezu CO-frei) sondern auch möglichst nahezu vollKOMMEN (mit geringstmöglichem Luftüberschuß) zu verbrennen.

Das Geräusch muss ich mir anhören wenns hier mal ruhiger ist.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 16.05.2020 19:16:05
0
2962990
ICH kann leider NICHTS hören, ist aber vielleicht auch noch zu laut hier.

WAS für ein Schornstein ist denn da dran? Hat der schon ein Schamotte- oer Edelstahlrohr drin? Welcher Inenquerschnitt?

Verfasser:
Tetz
Zeit: 16.05.2020 19:27:00
1
2962995
OK, ergo die Klappe ist jetzt immer offen im Sinne von der Schornstein wird nicht "geschlossen", pendelt beim Brenner an immer etwas und bleibt nach Brenner aus auch in der senkrechten Stellung. Wenn der Motor an wäre würde sie bei Brennerstart aus der waagerechten Position in der das Abgasrohr verschlossen ist in die jetzige senkrechte Position fahren. Die Klappe pendelt frei und der Zugbegrenzer arbeitet. Nach Brenner aus fährt der Motor die Klappe wieder in die Waagerechte und schließt das Abgasrohr. Damit wird eine Kesselauskühlung die wohl jetzt durch daueroffen noch da ist minimiert richtig? Komisch warum das mein Heizi nicht auch so sieht.

Bei der Brennereinstellung werd ich mal schauen ob es lohnt auf 60kw zu gehen. Bei Schnellaufheizung an der 0 Grad Grenze können es früh auch mal 60kw sein die gefordert werden. Unter Null fahre ich ohne Schnellaufheizung die Nacht durch. Wenn die Abgastemperatur gar nicht mehr viel fällt zwischen 60 und 78kw dann könnte ich auch wie bisher in der ersten Stufe den Brenner laufen lassen.

Hast du noch eine Rückmeldung bezüglich Pumpe PV oder Pkonst, und ob es Sinn macht die Hysterese noch höher zu nehmen?

Ja schau dir die Videos mal in Ruhe an.

VG Sören

Verfasser:
schorni1
Zeit: 16.05.2020 19:51:57
1
2963011
Der Heizi kennt sich da halt nicht so gut aus, das ist halt NACH dem Kessel und somit schon "höchstdiffizile magische bislang unerforschte Weltraum-Technik" und so....

pendelt beim Brenner an immer etwas und bleibt nach Brenner aus auch in der senkrechten Stellung

Eine senkrechte Stellung kann diese Regelscheibe/Klappe NIE erreichen

Verfasser:
Tetz
Zeit: 16.05.2020 22:35:46
1
2963053
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
ICH kann leider NICHTS hören, ist aber vielleicht auch noch zu laut hier.

WAS für ein Schornstein ist denn da dran? Hat der schon ein Schamotte- oer Edelstahlrohr drin? Welcher Inenquerschnitt?


Video Mal auf volle Lautstärke. Beim zweiten Video hört man eindeutig die Geräusche. Ist seit 1994 ein Edelstahlrohr 200mm

Verfasser:
schorni1
Zeit: 17.05.2020 01:04:31
1
2963076
aaaah jeeetzt, hab ichs zweimal abgehört, jedsmal das Ohr gewechselt.

Herrschaftszeiten, das hört ich echt an wie verdampfende Tropfen - könnte aber auch ein Knistern sein. KANNS eigentlich nur SEIN! Denn der Kessel hat 68 Grad (zumindest am Kesselfühler-Messpunkt. Bei DER Temperatur IST alles verdampft! Im Brennraum kann an sich nichts sein, da hier die Flamme eine sehr starke Strahlung hat, da hält sich kein Kondensat, würd ICH sagen. In den Rohrzügen wird die Innenberippung fast so heiß wie die Abgastemperatur, also AUCH überm Taupunkt. Dazu kommt, dass ja aufgrund der genial-logischen Kesselkonstruktion "mit weiten Wasserwänden und innerer Eigenzirkulation" hier oben die höchste Kesselwassertemperatur anliegt, AUCH überm Taupunkt. UND die Rohrzüge sind ja DREI-(tri-plex)-schalig: die Innenberippung bildet quasi ein Rohr für sich und DA drumrum sind die üblichen Du-plex-(zweischaligen)-Rohre "mit sich nach hinten vergrößernden Einpressungen", da KANN einfach nach menschlich-technisch-physikalischem Ermessen NICHTS sein.

Ok, Edelstahlrohr im Schornstein is guuuut, dann muss man auf DEN keine Rücksicht nehmen.

Verfasser:
Tetz
Zeit: 17.05.2020 06:31:25
0
2963091
Ja könnte auch ein knistern sein, ich war mir halt unsicher. Aber dann ist ja alles gut. Könnte mir auch nicht vorstellen daß es Kondensat ist zumal der Kessel ja schon 26 Jahre läuft und sonst bei den Vorgängern durchgerostet sein müsste.

Danke auch für die Erklärung der Konstruktion und das dies wirklich ein toller Kessel ist den man unbedingt behalten sollte. Ein Tausch lohnt hier wirklich nicht. Dann freu ich mich mal auf die Umstellung auf Erdgas und Spar damit im Jahr meine 800-1000 Eur. Ein neuer Pelletkessel würde sich viel langsamer amortisieren.

VG Sören

Verfasser:
schorni1
Zeit: 17.05.2020 23:30:51
0
2963494
Doch GUT wenn ma NIX Gutes wegwirft!

Hab noch was gefunden zum Thema "Triplex - simply the best" :

Aufbau triplexiges Heizgasrohr

Heizgas-Temperatur-Verlauf im Paromat-Triplex

"Weißte-Beschaaaid..."

Verfasser:
Tetz
Zeit: 19.05.2020 09:14:05
0
2964086
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Doch GUT wenn ma NIX Gutes wegwirft!

Hab noch was gefunden zum Thema "Triplex - simply the best" :

[url=https://www.bilder-upload.eu/bild-83717c-1589750800.jpg.html]Aufbau triplexiges[...]


Ah vielen Dank. Ja was Gutes wirft man nicht weg. Wenn ich bedenke das der Altkessel unseres Hauses Baujahr 1907 erst 1993 demontiert wurde könnte mich der Kessel vielleicht auch überleben, wenn er so gut gebaut ist 👍.

Frage: Die Auszüge sind interessant. Gibt es dazu ein Buch/Heft was ich mir besorgen kann? Einfach um den Kessel technisch im Detail zu verstehen?

VG Sören

Verfasser:
schorni1
Zeit: 19.05.2020 14:22:03
0
2964197
Das ist aus der "Fachreihe Nr 8 Niedertemperaturkessel größerer Leistung" von Viessmann, mit 16 Seiten speziell über diese Kesselgröße . Randcodierung auf der letzten Seite ist "9446 120-2 D 12/95", dann ises von 1995. Obs DAS allerdings noch SO gibt.....

Verfasser:
Tetz
Zeit: 19.05.2020 22:57:23
0
2964412
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Das ist aus der "Fachreihe Nr 8 Niedertemperaturkessel größerer Leistung" von Viessmann, mit 16 Seiten speziell über diese Kesselgröße . Randcodierung auf der letzten Seite ist "9446 120-2 D 12/95", dann ises von 1995. Obs DAS[...]


Klingt sehr interessant. Ich werde bei Viessmann Mal nachfragen, müsste ja zumindest als PDF archiviert sein. Hast du denn alternativ einen Scanner und könntest es einscannen und mir per Email senden?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 19.05.2020 23:07:03
0
2964419
DA muss ich mal vorerst passen. Ob ich einen benutzbaren Scanner habe bzw wie das läuft kann ich (noch) nicht sagen, bin nicht so PC-fit. Aber das kann ich noch klären. Notfalls schreib ichs in "schräger Normschrift nach DIN 16" einfach ab....

Verfasser:
Tetz
Zeit: 20.05.2020 10:22:01
0
2964551
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
DA muss ich mal vorerst passen. Ob ich einen benutzbaren Scanner habe bzw wie das läuft kann ich (noch) nicht sagen, bin nicht so PC-fit. Aber das kann ich noch klären. Notfalls schreib ichs in "schräger Normschrift nach DIN 16" einfach ab....


Alternativ die Seiten als Bilder einstellen :-) Geht vielleicht schneller. Vielen lieben Dank schon mal dafür :-)

Verfasser:
Tetz
Zeit: 23.05.2020 12:59:32
0
2965858
Zitat von Tetz Beitrag anzeigen
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
[...]


Alternativ die Seiten als Bilder einstellen :-) Geht vielleicht schneller. Vielen lieben Dank schon mal dafür :-)


@Schorni: Meinst du du kannst die Seiten mal abfortografieren und einstellen?

Kurze Frage noch: Wenn der Kessel in der 1. Stufe läuft, Abgas ca. 100-110 Grad dann hab ich in 5:15 Minuten Laufzeit einen vErbrauch am Gaszähler von 0,473 x 3,8 (Zustandzahl Umtechnung Flüssiggas auf 290m). x 6,57 (Umrechnung in kwh = 11,8089 kw/h / 5,25 Minuten x 60 = 134,95 kwh pro Stunde. Aber dann müsste der Kessel doch unter Vollast laufen? Weilw enn er in der Stufe eine Stunde brennt dürfte dieser Verbrauch rauskommen. Bin da etwas ratlos, oder habe ich einen Denkfehler?

Und um es nochmal final abzuschließen. Im regelmäßigen betrieb darf der Brenner z.B. bei 33 Grad starten und heizt auf 55-60 Grad hoch. Die Sockeltemperatur ist dann zwar deutlich unterschritten, aber durch die Brennerlaufzeit und das durchfahren des Taupunktes bevor wieder abgeaschalten wird kann physikalisch kein Kondensat auftreten, bzw. welches ganz am Anfang auftritt macht keinen Schaden sondern wird nach 2-3 Minuten "weggeheizt"?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 23.05.2020 13:07:02
0
2965862
Wenn Dir die Foto-Qualität genügt, dann mach ich DAS.

Zur Leistungs-Umrechnung kann ich Dir (NOCH) nichts sagen, Flüssiggas ist mir fremd.

Zum letzten Absatz: ICH würde sagen JA

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Kesselmindesttemperatur Taupunkt große Hysterese
Verfasser:
schorni1
Zeit: 23.05.2020 13:07:02
0
2965862
Wenn Dir die Foto-Qualität genügt, dann mach ich DAS.

Zur Leistungs-Umrechnung kann ich Dir (NOCH) nichts sagen, Flüssiggas ist mir fremd.

Zum letzten Absatz: ICH würde sagen JA
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