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Einfamilienwohnhaus mit WP und RGK
Verfasser:
Kruemel80
Zeit: 17.05.2020 20:55:04
0
2963422
Hallo,

ich lese hier schon eine ganze Weile mit und hätte jetzt ein paar Fragen zu meiner geplanten Heizungsanlage:

- Es wird ein Einfamilienhaus gebaut, Heizlast ca 9500W (genaue Berechung steht noch aus) + Warmwasser, Normaußentemp. -14°C, PV-Anlage aufs Dach
- Ursprünglich dachte ich an eine normale Luft-Wasserwärmepumpe, bin aber dann aufgrund des Forums eher zu einer Sole-Wärmepumpe gekommen.
- Grundstück ist ausreichend groß, um einen Kollektor zu verlegen, allerdings ist ein Teil des Grundstücks momentan (noch) landwirtschaftliche Nutzfläche, sprich es ist verpachtet und ein Landwirt baut dort Getreide an. Ist es ein Problem (rechtlich und landwirtschaftstechnisch), hier einen Ringgrabenkollektor zu verlegen?
- Bodenbeschaffenheit ist laut Baugrundgutachten in 0,3m - 2,50m Tiefe Ton, stark schluffig, schwach kiesig, steif bis halbfest, braun, sollten ja gute Vorraussetzungen sein, so wie ich das sehe...
- Ich habe es gerne sicher, deshalb würde ich zu der im Trenchplanner ermittelten Rohranzahl noch ein zusätzliches Rohr als Sicherheit mit einlegen, falls doch mal was sein sollte.
- Wäre es sinnvoll, eine modulierende Wärmepumpe einzusetzen? Der Hersteller, an den ich günstig rankommen würde, hat in dieser Größenordnung leider nur Konstantdrehzahl-Wärmepumpen.
- Es wird eine Lüftungsanlage mit Sole-Erdwärmetauscher verbaut, die Soleleitung könnte man ja grundsätzlich auch als Ringgrabenkollektor ausführen, denke ich. Welche Leistung/ Länge kann man hier annehmen? Zehnder gibt als Soleleitung ca 110m DN32 vor.
- Zum Thema Auswirkungen auf die Bepflanzung: Hierzu liest man ja die unterschiedlichsten Meinungen. Wie sind eure Erfahrungen?

Danke schonmal vorab...
Michael

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 17.05.2020 21:35:39
0
2963438
Wie groß ist die Hütte, wenn da fast 10 kW Heizlast berechnet wurden?

Nicht das da wieder ein 10 kW Brummer eingebaut wird, wo real vielleicht nur 5 kW anfallen.

Verfasser:
Kruemel80
Zeit: 17.05.2020 22:15:11
0
2963459
umbauter Raum sind 1386m³,
Wohnfläche 260m² + 57m² Nutzfläche

Verfasser:
crink
Zeit: 17.05.2020 22:46:01
1
2963472
Moin Kruemel,

im Anfänger-Thread stehen die Grundlagen drin, kanntest Du den schon?

Bitte prüfe, ob die -14 Grad Norm-Außentemperatur für Dich noch gelten, die Norm wurde gerade an die Klimaerwärmung angepasst.

Landwirtschaftliche Nutzung der Fläche über dem Kollektor ist kein Problem. Rechtlich auch nicht, so lange der Kollektor auf einen zusammenhängenden Grundstück verlegt wird. In den Pachtvertrag sollte nur aufgenommen werden, dass nie tiefer als 1 m gebuddelt werden darf (warum auch immer).


Wenn das wirklich um die 10 kW Heizlast werden (EnEV-Berechnung schon vorhanden für die Heizlastabschätzung?), dann wäre dafür 2 x 300 m 40er Rohr geeignet, denn das lässt sich am einfachsten verlegen. Alternativ würden auch 3 x 300 m 32er Rohr passen - dann wäre auch ein Reserverohr völlig überflüssig, da der Kollektor zur Not auch einen Winter mit nur 2 Rohren nutzbar wäre.

Allerdings hatten wir hier im Forum seit mehr als 10 Jahren Ringgrabenkollektor genau einen einzigen Fall, wo ein Rohr erst im Laufe der Zeit und nicht gleich am Anfang kaputt war (unter ungeklärten Umständen). Normalerweise gehen die Rohre gleich bei Verlegung kaputt - aber nur, wenn der Baggerfahrer Amok läuft. Also einfach direkt nach dem Verlegen ein Drucktest und Dein Ersatzrohr ist vollkommen überflüssig.

Modulierend ist gerade bei Deiner anscheinend ziemlich großen Heizlast dringend zu empfehlen, das schont die Soletemperaturen und spart Energie. An welchen Hersteller würdest Du denn wie günstig rankommen? Vielleicht ließe sich ja eine knapp ausgelegte Fix-Speed-WP mit sehr guter Heizungshydraulik kombinieren, das hängt dann aber vom konkreten Modell und natürlich der Heizlast ab.

Auswirkung auf die Bepflanzung: Bei mir ist im Garten der Kollektor unter dem Rasen ganz gut zu erkennen, wenn der nicht gemäht wurde. Das Gras wächst dort besser dank des lockereren Bodens. Und der Maulwurf ist genau bis zum Kollektor vorgedrungen, weiter wollte er nicht ;-)

Naja, keine Tiefwurzler drauf pflanzen, ansonsten gibt es keine Einschränkungen.

Sole-EWT: Meiner Meinung nach viel Aufwand bei wenig Nutzen. Für die seltenen Tage, wo das wirklich notwendig ist, geht auch eine direktelektrische Heizung. Prüfe die Norm-AT, ob Du wirklich noch in so einer kalten Region lebst. Lieber einen Enthalpie-Wärmetauscher nutzen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 18.05.2020 07:01:44
0
2963533
bei landwirtschaftlicher nutzfläche würde ich aber niemals mit einer verlegetiefe von weniger als 2m mit entsprechender abböschung arbeiten.

grade die aufgelockerte erde über den kollektoren kann sonst sehr leicht zu bodenverlagerungen aus dem kollektorbereich heraus und damit zu geringerer überdeckung führen.

generell wäre mir persönlich die landwirtschaftliche nutzung der fläche mit schwerem gerät aber eh zu heikel.

Verfasser:
Kruemel80
Zeit: 19.05.2020 00:38:03
0
2964000
Also die Norm-Außentemperatur ist wohl neuerdings -11,5°C, die EnEV-Heizlastermittlung wurde vermutlich noch mit -14° gerechnet. Ist schon ein gutes Jahr her.
Wenn ich die Abschätzung der Heizlast im Trenchplanner mache, komme ich mit -14° auf 8539W und mit den neuen -11,5° auf 7861W.

Beim Sole-EWT gehts mir auch um die Sommerwärme. Bin dachwohnungsgeschädigt. da kann man ohne Split-Klima im Sommer nicht schlafen...

Verfasser:
crink
Zeit: 19.05.2020 01:36:41
0
2964018
Hi,

was kostet denn der Sole-EWT all inkl.? Ich finde eine effiziente Splitklima wesentlich sinnvoller.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 19.05.2020 11:37:20
0
2964139
Zitat von Kruemel80 Beitrag anzeigen

Beim Sole-EWT gehts mir auch um die Sommerwärme. Bin dachwohnungsgeschädigt. da kann man ohne Split-Klima im Sommer nicht schlafen...
.[...]


Auch hier tätige KWL Fachpersonen empfehlen dies nicht mehr einheitlich, Kosten/Nutzen stehen in einem Misverhältnis. Wir kühlen mit passiv cooling unsere FBH+WH Heizkreise. Wenn man massiv baut, würde ich inzwischen eine BKA (Betonkernaktivierung) vorsehen. Bei Holzständer oder Kreuzlagenholzbauweise wäre WH möglich. Wer besonders viel Wert auf Komfort legt, eine Entfeuchtung in der KWL vorsehen.

Wolfgang

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 19.05.2020 11:42:00
0
2964141
Zitat:
Wer besonders viel Wert auf Komfort legt, eine Entfeuchtung in der KWL vorsehen.

wenn unsere kwl eins nicht bräuchte, wäre es entfeuchtung.. eher umgekehrt..
im sommer liegen wir zwischen 40-50% und im winter manchmal unter 40%, das ist schon zu trocken..

Verfasser:
Kruemel80
Zeit: 20.05.2020 00:17:53
0
2964442
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Hi,

was kostet denn der Sole-EWT all inkl.? Ich finde eine effiziente Splitklima wesentlich sinnvoller.

Viele Grüße
crink


Hmmm. Günstig ist der Sole-EWT natürlich nicht gerade. Denke alles in allem wirds Richtung 3000 Euro gehen.
Ehrlichgesagt habe ich in meiner Planung sogar die Rohinstallation für Split-Klima in den Schlafräumen und im Wohn-Esszimmer vorgesehen, da ich das auch selbst machen würde (Kälteschein vorhanden).
Dachte nur, mit dem Sole-EWT das Ganze ohne zusätzlichen Stromverbrauch (abgesehen von der Pumpe) größtenteils abfangen zu können. Wie groß ist der Effekt der Sole-EWT in der Praxis?
Vor allem die Luftfeuchtigkeit wäre ein stückweit weg denke ich. Wie mit der Split auch. Aber beim Kühlen (aktiv oder passiv) mit der WP bleibt die ja...

Verfasser:
crink
Zeit: 20.05.2020 08:53:53
0
2964505
Hi,

hier arbeitet eine einzige Splitklima und kühlt und entfeuchtet das ganze EG an den wenigen Hochsommertagen mit maximal 3 kWh pro Tag. Wenn eine PV auf dem Dach liegt, dann kommt der notwendige Strom natürlich von dort.

Wenn Du die Klimaanlagen sogar selbst einbauen darfst, dann zahlst Du für 2 richtig gute weniger als für den Sole-EWT.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 20.05.2020 09:15:30
1
2964516
Zitat von hbrockmann Beitrag anzeigen
Zitat:
[...]

wenn unsere kwl eins nicht bräuchte, wäre es entfeuchtung.. eher umgekehrt..
im sommer liegen wir zwischen 40-50% und im winter manchmal unter 40%, das ist schon zu trocken..



Meine Aussage bezog sich nur für den Sommer und hier klagen welche über zu feuchte Luft. Wir haben einen Luftbrunnen und dürften daher etwas andere Daten haben.
Im Winter wäre eine höhere Luftfeuchte wünschenswert, in der Übrgangszeit haben wir an die 50%, im Sommer bei passiv cooling auch über 60%.
Auch wenn es leicht zu feucht ist, wir haben auch bei wochenlanger Hitzeperiode 23,5° in den oberen Räumen. Auch der Einbau des Standard Wärmetauscher statt des Enthalpietauschers brachte wenig, werde in den kommenden Sommer erhöhte Luftmenge bei passiv cooling testen. Erwarte hier aber wenig, vielleicht ein paar %-punkte.
Daher absolut richtig, man benötigt für den Winter Befeuchtung der Luft aber für den Sommer wäre Entfeuchtung der eingebrachten Luft eine Komfortsteigerung.
Unser Luftbrunnen funktioniert sehr gut, ist ein sehr großer Filter gegen Pollen und Gerüchen, würde diesen in etwas verkleinerten Form nochmals bauen.

Wolfgang

Verfasser:
dyarne
Zeit: 20.05.2020 11:59:55
1
2964614
wir haben gerade ein paar feldanlagen im test bei denen die frostfreihaltung/vorkühlung/entfeuchtung direkt über den RGK erfolgt - ohne zusätzlichen rohraufwand.

um den werkzeugkasten noch voller zu bekommen ... ;-)

im sommer wird’s hoffentlich erste ergebnisse geben...

Verfasser:
Kruemel80
Zeit: 23.05.2020 23:19:52
1
2966119
Schon wieder ne neue Idee... Mist..
Vielleicht läufts aber wirklich auf die Splits raus. PV wird vorhanden sein, von daher machts wahrscheinlich echt mehr Sinn. Grad auch im Hinblick auf die Entfeuchtung...

Wenn ich die Heizlast habe, werde ich nochmal mit der RGK-Planung auf euch zurückkommen.
Vielen Dank aber schonmal für eure Bedenken/Anregungen

Michael

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