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S1155-6PC + Friwa + 500l Puffer + PV + Novelan WIB2.1 + Heizstab
Verfasser:
Nachmacher
Zeit: 23.05.2020 17:33:33
0
2966001
Hallo,

ich habe mir eine etwas umfangreichere Anlage zusammengeplant. Hierzu wollte ich eure Meinung hören.
Ich werde hoffentlich bald von Öl auf WP umsteigen. Dazu muss der Heizkessel und WW-Speicher mit Solarthermie raus. Der WW-Speicher mit Solarthermie ist schon 25 Jahre gelaufen, der Kessel 17 Jahre. Die Förderung für den Austausch (45%) hat dann doch nochmal einen Schub gegeben.

Vorhanden ist: PV1 (7,45 kWp) mit Speicher (10,75 kWh) und PV2 (1,68 kWp) mit Speicher (7,2 kWh), Friwa Neu Oventrop, Elwa Heizstab 3kW.

Kommen soll:
S1155-6PC mit 500l Heizungspuffer für Friwa
PV3 (2,68 kWp) hauptsächlich für WW.
Novelan WIB2.1

Planung:
Die WW-Bereitung von März-Okt. soll zukünftig elektrisch erfolgen, da bei guten Sonnentagen Abregelung droht und sonst Strom verloren geht. Ein Heizstab ist halt nicht besonders effizient und deshalb habe ich den Wasser/Wasser-Booster WIB2.1
ausgegraben, der vielleicht auch Bafa gefördert wird.

Im Sommer soll die Nibe ausgeschaltet sein und die Novelan ist erster Linie die WW-Bereitung übernehmen. Dazu soll er unten aus dem Puffer das Heizmedium nehmen und in der Mitte das erwärmte Wasser einspeisen. Quasi nur Temperatur anheben.
Ist noch Strom übrig wird dieser über den ELWA im oberen 1/3 verbraten.

Im Winter wenn die Nibe läuft, dient die Novelan als zusätzlicher Verbraucher für die Nibe und bezieht von dort die Quelle. Die Nibe läuft im besten Cop, da keine WW-Bereitung, und die Novelan macht WW im besten Cop, vermutlich besser als die Nibe.
Den zusätzlichen Verbraucher kann ich für die Nibe gebrauchen, da vermutlich die 1,5kW Dauerleistung nicht im Haus aufgenommen werden können, die Nibe wird sonst mehr takten.
Weiterer Vorteil: beide WPs laufen parallel und die Heizung der Nibe wird nicht durch einen WW-Takt unterbrochen und wenn im Winter Sonne scheint kann ich dadurch mehr Wärme rausholen.

Wird das so gut funktionieren ?

Verfasser:
crink
Zeit: 23.05.2020 19:55:30
2
2966052
Keep it simple:

Nimm nur die 1155-6 als Wärmeerzeuger, Heizstab und WW-Booster sind kontraproduktiv, teuer und haben einen schlechten Wirkungsgrad. Es macht nichts, wenn die WP pro Tag ein paar Takte einlegt so lange das weniger als 10 sind. Lässt sich alles per Energieintegralregelung in den Griff bekommen - wenn die Heizungshydraulik passt (alle Kreise zwischen 60 m und 100 m lang, Auslegung auf max 30 Grad, kein Puffer außer WW, keine Einzelraumregler).

Die WP darf gerne den Sommer überwiegend im Standby verbummeln, das verbraucht viel weniger Strom als ein Heizstab. WW-Bereitung zwischen 11 und 15 Uhr bei geringer Frequenz, dann wird sonst abgeregelter PV-Strom genutzt. Wenn bei Dir wirklich so viel Sonnenstrom abgeregelt wird, dann lege noch ein paar PV-Module auf ein Nicht-Süd-Dach, dann landest Du insgesamt unter 70%. Ansonsten einfach abregeln, ist kostengünstiger als auf Krampf die letzten 2% direktelektrisch verschwenden zu wollen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Nachmacher
Zeit: 24.05.2020 10:27:14
0
2966207
Hallo crink,

ich kann alles nachvollziehen was Du schreibst. Es gibt aber ein paar Argumente, die es auch wert sind mal darüber nachzudenken.

- Der Booster hat einen guten COP, wenn die WW-Temperatur nicht über 50°C und die Quellentemperatur im Bereich von 30°C liegt - ca. 4,4. Vermutlich ist er nicht schlechter als mit der Nibe, wenn der hohe Standbyverbrauch (ca.29W) hinzugerechnet wird.
- Die Nibe läuft dann nur eine Jahreshälfte. Das schont die wesentlich teuerere WP.
- WW-Bereitung und Heizung laufen gleichzeitig, das ist an sonnigen Wintertagen in Verbindung mit PV sehr vorteilhaft, da die Sonnenscheindauer sehr verkürzt ist.
Dabei können das Haus durch die Nibe etwas überheizt und das WW parallel auch, wieviel der Strom halt her gibt, denn Einspeisen im Winter bringt Peanuts.
- wir haben im halben EG letztes Jahr eine Deckenheizung eingebaut. der Rest sind noch HKs. Bis das ganze Haus umgebaut ist, werde ich sicher mit den Zuleitungsdimensionen zu den HKs Druckverlustprobleme bekommen. Hier kann der Booster auch helfen als zusätzlicher Verbraucher.
- PV2 und PV3 sind reine Eigenverbrauchsanlagen. D.h. sämtlicher Strom muss selbst verbraucht werden. Nur PV1 speist ein. Das ist jetzt schon so optimiert, dass PV1 wenig zum Eigenstrom beiträgt, aber maximal einspeist, mehr geht nicht mehr. Der restliche Strom kann dann auf dem Dach bleiben oder genutzt werden. Bevor ich den auf dem Dach lasse, nutze ich ihn lieber für einen Heizstab.
- Ist wenig Strom im Herbst/Winter vorhanden, läuft nur die Nibe und hält WW auf Minimaltemperatur. Ist viel Strom auf dem Dach ist der Verbrauch der Nibe (max. ca. 1KW) zu wenig.
- Der Booster und der Heizstab machen die Regelung der 3 PVs viel einfacher. Vormittags grundsätzlich Speicher voll machen, egal wie das Wetter ist. Ab Mittag/Nachmittag max. Einspeisen und den Rest im Puffer bunkern. Bei sehr viel Strom vom Dach Heizstab dazu. Bei Regen oder Wolken macht das der Booster.
- Diese "Luft" den Strom verbrauchen zu können, macht vieles einfacher, z.B. wenn wir ein paar Tage nicht da sind oder im Urlaub. Dann geht halt der Puffer bis 90°C, auch kein Problem.
- Ich suche gute technische Lösungen und schaue dabei weniger aufs Geld. Ausserdem ist mein Hobby Hausautomation, die Steuerung des o.g. Vorhabens ist kein Problem.
- im Notfall kann der Booster bei Ausfall der Nibe die Heizung über den Puffer übernehmen als "Notheizung"
- Der Booster (37db) ist vermutlich im Sommer leiser als die Nibe.

Zum "einfach Abregeln" noch ein paar Worte. Ich habe mal an zwei gleichen sonnigen Tagen, alles "ungeregelt" laufen lassen. Die Batteriespeicher liefen auf "Herstellerautomatik" und waren mittags voll und nachmittags wurde abgeregelt. Der geregelte Tag brachte 63,7kWh, der nicht geregelte Tag brachte 47,9kWh. Dieser Unterschied macht übers Jahr schon was. Und PV3 ist noch nicht enthalten ! D.h. ich muss mir was einfallen lassen. Ein Hybridfahrzeug wäre eine Möglichkeit, leider fahren wir sehr wenig Auto...

Verfasser:
Nachmacher
Zeit: 25.05.2020 19:24:38
0
2967030
Ich antworte mir mal selber...
Nun habe ich gerechnet und es ist unerwartetes zu Tage gekommen.
Unser durchschnittlicher WW-Verbrauch ergibt eine max. Wärmeleistung von 5kWh pro Tag für WW. Da lohnt es sich nicht die Nibe in Standby zu lassen oder einen Booster zu kaufen, da der zu wenig Strom abnimmt. Das fordert die neue PV3 gerade mal zu einem Drittel. Deshalb ist es gut, wenn ein oder zwei Heizstäbe Leistung ziehen und auch mal den Speicher richtig schön heiss machen für Regentage.
Im Sommer ist die PV3 klar zu groß, dafür kommt aber im Winter auch was runter nur für die Nibe.
Vielleicht wird ein Booster noch interessant, um die Stromersparnis in ein Auto zu laden.

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