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Warmwasser im 4-Familienhaus
Verfasser:
US11111
Zeit: 30.06.2020 11:53:10
0
2981105
Werte Forumsgemeinde.
In einem 4-Familienhaus muss die Entscheidung getroffen werden, ob zentrale oder dezentrale Warmwasseraufbereitung gewählt wird.Pellet oder Gas noch nicht entschieden.
Wenn die Zirkulation 24h laufen muss und das Wasser ständig auf 60°C gehalten werden muss ist mit immensen Verlusten zu rechnen.
Was wäre denn, wenn man sich die Zirkulation spart und in der Nähe der Zapfstellen an die Warmwasserleitungen zusätzlich dezentral einen DL Erhitzer anbringt? Ist das zulässig?

HERZLICHEN DANK!

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 30.06.2020 13:58:42
0
2981162
Zitat von US11111 Beitrag anzeigen
Was wäre denn, wenn man sich die Zirkulation spart und in der Nähe der Zapfstellen an die Warmwasserleitungen zusätzlich dezentral einen DL Erhitzer anbringt? Ist das zulässig?


Ich bin ein Freund von dezentralem WW.

Den Sinn an eine WW Leitung einen zusätzlichen DL Erhitzer anzuschließen, erschließt sich mir nicht.

MfG
uwe

Verfasser:
schorni1
Zeit: 30.06.2020 14:22:21
0
2981177
Meiner Einschätzung spricht da nichts dagegen. Der E-DLE begrenzt allerdings ein bißchen die Schüttung. Wäre auch eine interessante Lösung und aus hygienischen Gründen zu bevorzugen. Aus eben DIESEN Gründen würde ich auch KEINEN großvolumigen (hier ca 300 Liter) TRINKwasserspeicher installieren sondern einen einfachen Pufferspiecher (der tut dem Pelletkessel ohnehin gut, dann aber mit 500 Liter) und an DEN eine Frischwasserstation machen.

Verfasser:
Nebelmeister
Zeit: 30.06.2020 14:46:47
0
2981188
Moin!

Das Zauberwort heißt

Dezentrale Trinkwarmwasserversorgung mittels Wohnungsübergabestation.

https://www.tab.de/artikel/tab_Dezentrale_Trinkwarmwasserversorgung_3297419.html

GrussGruss

Verfasser:
schorni1
Zeit: 30.06.2020 14:53:33
0
2981190
Ja, aber auch DIE "zaubert" nur aus einer Dauer-Zirkulation des mind. 60grädigen Puffer/Kessel-Wassers!

Verfasser:
US11111
Zeit: 30.06.2020 16:16:32
1
2981233
Die Idee ist am Pufferspeicher eine Frischwasserstation zu haben und den Puffer eben nicht immer auf min. 60°C halten zu müssen. Die dezentrale Erwärmung müsste dann nur arbeiten, wenn das Wasser <40°C ist.

Also darf das Wasser generell unter 60°C sein, wenn man einen DL Erhitzer nutzt. Wenn Nein: Was macht das für einen Sinn, ich darf ja auch eine Kaltwasserleitung anschließen?!?

Verfasser:
Martin24
Zeit: 30.06.2020 16:31:09
0
2981238
Zitat von US11111 Beitrag anzeigen
Also darf das Wasser generell unter 60°C sein, wenn man einen DL Erhitzer nutzt. Wenn Nein: Was macht das für einen Sinn, ich darf ja auch eine Kaltwasserleitung anschließen?!?


Ob man das darf weiß ich ncht, aber ich sehe ein hygienisches Problem:
U.U. züchtest Du halt im lauwarmen Wasser des Speichers Legionellen. Das Wasser wird im DLE anschleißend auf 60° erhitzt, direkt danach wieder auf Duschtemperatur heruntergemischt und kommt so aus der Dusche.

Das Problem ist: die Legionellen sterben nicht sofort im heißen Wasser, sondern das Wasser müsste einige Zeit (mehrere Minuten) bei über 60° gehalten werden, damit die Legionellen sicher abgetötet werden.

Bei kalten Wasser vor dem DLE hast Du gar nicht erst die Vermehrung wie in lauwarmem Wasser.

Grüße
Martin

Verfasser:
TackaTucka
Zeit: 30.06.2020 16:32:00
1
2981239
Zitat von US11111 Beitrag anzeigen
Was wäre denn, wenn man sich die Zirkulation spart und in der Nähe der Zapfstellen an die Warmwasserleitungen zusätzlich dezentral einen DL Erhitzer anbringt? Ist das zulässig?
Grundregel: Das hygenisch bedenkliche Volumen bis zur Zapfstelle darf höchstens 3 Liter betragen.

Bei Anlagen mit Zirkulation gilt alles bis zum Abgang TWZ als unbedenklich, weil es sicher >50°C gehalten wird.

Bei Anlagen mit Wohnungsstation gilt alles bis zum PWT der Wohungsstation als unbedenklich, weil es <= RT gehalten wird.

Bei diesen beiden Lösungen bleibt genügend Rohrvolumen für die Verteilung in der Wohnung - bei DN15 rund 17 Meter.


Bei Deiner Lösung müßte das Volumen vom Speicher bis zum DLE zum bedenklichen Volumen hinzugezählt werden.

Bei einer Sternverteilung ab Speicher in einem kleinen 4FH mit ökonomischer Anordnung der Zapfstellen könnte das mit DN15 gerade noch gehen - in der Regel aber nicht.

Lesestoff: SBZ Monteur 2017|10

Zitat von US11111 Beitrag anzeigen
Was macht das für einen Sinn, ich darf ja auch eine Kaltwasserleitung anschließen?!?
Der Sinn ergibt sich aus der temperaturabhängigen Vermehrungsrate von Legionellen. Bei <= Raumtemperatur machen die nix.

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 30.06.2020 17:34:37
0
2981260
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
U.U. züchtest Du halt im lauwarmen Wasser des Speichers Legionellen.

Im Speicher ist bei einer Frischwasserstation kein Problem, denn es wird dort ja kein Trinkwasser gespeichert.
Aber die Rohrleitungen ab der Frischwasserstation, die dann immer auf 40 Grad stehen und abkühlen.

Man könnte die Ideen kombinieren: Dezentrale Trinkwasserstationen aka Wohnungsstationen machen, aber nicht das Heizungswasser bis zu den Stationen ständig umwälzen, sondern einen DLE nachschalten. D.h. das Heizwasser kommt erst wenn Bedarf ist, und bis das da ist erwärmt der DLE nach.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 30.06.2020 18:47:33
0
2981288
Der DLE wärmt dann das HEIZUNGSwasser vor bis es da ist ???

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 30.06.2020 19:15:32
1
2981295
Nö, den hätte ich schon dahinter ins Trinkwasser gesetzt.

Verfasser:
Thunderbird1987
Zeit: 03.07.2020 17:42:34
0
2982563
Welchen Mehrwert hat es denn wenn ich Geld für eine Friwa und vier DLE ausgebe, zuzüglich Warmwasserverrohrung vom Keller zu den Durchlauferhitzern.

Vermutlich wird eh vermietet, dann kann man gleich 4 DLE`S montieren, außer der Eergieversorger sagt nein.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 03.07.2020 18:04:44
0
2982566
Ich würde sagen zu klären sind folgende Parameter:

1. Erlaubt der Versorger überhaupt 4 DLE?
2. Wie ist es denn genutzt (kann sich zwar schnell ändern, aber trotzdem) - 4 bekannte Familien, die ähnlich ticken und alle Eigentümer wären oder wird vermietet? Bei Eigentümer kann man sich ja evt auf etwas "einigen".
3. Eigentlich muss man den Speicher schon sehr ordentlich (über)dimensionieren, denn aus 2 Nutzern werden schnell mal 3, Gewohnheiten und Arbeitszeiten ändern sich evt und es sollte ja tunlichst vermieden werden, dass der Speicher leer ist, während das ganze Haus unter der Dusche steht. Da sind DLE deutlich einfacher zu handhaben.
4. Auch nicht ganz unerheblich: Ein DLE ist wartungsarm / wartungsfrei und einfach mit relativ geringen Kosten zu tauschen und vor allem eben auch nur für den einzelnen Eigentümer mit Aufwand / Kosten verbunden. Einen Speicher müssen dann direkt alle bezahlen und da kann dann auch schnell die Diskussion losgehen ob billig oder teuer und langfristig günstig.


Mal an die Experten:
Klar habe ich bei einer Wohnungsstation sicher auch einige Verluste (hoffentlich weniger als bei der Zirkulation, evt muss ich ja auch keine 60 Grad zirkulieren lassen), ist ja momentan das Verhältnis von Preis/kWh Gas zu Strom ca 1:4 (habe jetzt nicht aktuell nachgesehen)...also selbst wenn ich die doppelte Energie aufwenden muss, wäre ich ja noch günstiger, selbst bei dreifacher.

Verfasser:
Jojo_
Zeit: 03.07.2020 19:26:22
0
2982583
Hallo,

ich überlege auch gerade, wie man die Warmwasserbereitung für ein Dreifamilienhaus gestalten kann.

Unterm Strich sind Zentralheizungen mit eingebautem WW-Speicher schon eine elegante Sache. Die Komponenten sind aufeinander abgestimmt und man braucht keinen zusätzlichen Stellplatz für einen WW-Speicher.

Ich persönlich favorisiere aktuell eine Novelan-WP, die dann einen WW-Speicher hat. Leider sind das nur 180 L, was für ein Dreifamilienhaus etwas arg knapp ist. Oder hat jemand etwas ähnliches laufen?

Grüße

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