| | | | Zeit:
09.07.2020 11:40:44 |
Moin, wir planen aktuell unser neues EFH (nur für 2 Personen, EG+DG ohne Keller). Bezüglich Heizung/Dämmung haben wir uns schon Gedanken gemacht, es wird eine Solewärmepumpe und ein WDVS (Kalksandsteinmauer, 16cm Mineraldämmplatten, Klinkerriemchen). Solar hatte wir bisher nicht auf dem Radar (Heizkosten sollten eh minimal sein, optisch gefallen uns Solarpannels auf dem Dach gar nicht), jetzt steht aber ev. der Kauf eines Hybridautos an und mir wurde das Thema "Solarziegel" angetragen. Diese Art der Stromgewinnung würde unseren ästhetischen Ansprüchen genügen (z.B. Braas "PV-Premium" in Verbindung mit "Tegalit Dachziegeln schwarz"). Aufgrund unsere aktuellen Planung haben wir auf der Südseite unseres Daches, aufgrund von Dachfenstern, nur eine Fläche von 3m x 6m für Solarziegel. => Gibt es prinzipiell etwas gegen Solarziegel einzuwenden (bekannt ist, dass der Wirkungsgrad halt nicht ganz optimal ist, das würde wir aber in Kauf nehmen), kann jemand vielleicht über Erfahrungen mit solchen Systemen berichten? Danke im Voraus für Feedbacks! VG, Stefan
|
| | Zeit:
09.07.2020 11:50:00 |
Naja Prinzipiell denke ich nicht, aber da muss man eben nochmal rechnen ob es sich immer noch lohnt.
Stelle mir die Installationskosten etwas höher vor, Austausch wäre auch eher schwieriger.
Wenn am Ende die Installationskosten der PV eben deutlich höher sind, geht die Rendite massiv runter (je nachdem eben auch negativ)
|
| | Zeit:
09.07.2020 12:10:25 |
Viel Aufwand für wenig nutzen.... Weniger Ertrag pro Quadratmeter und dazu noch hohe Kosten. So kann man Geld vernichten.
Schau dir mal all Black solarpanels an, vielleicht auch Dach integriert, vielleicht genügt das ja euren optischen Ansprüchen.
|
| | Zeit:
09.07.2020 12:51:35 |
Solarziegel sind eigentlich eine gute Idee, aber als ich mir das das letzte Mal genauer angesehen habe (so etwa 1 Jahr her) waren die so unverschämt teuer, dass sie die PV-Anlage niemals rentiert hätte. Schon gar nicht bei kleiner Fläche. Dazu kommt die Befürchtung, das angesichts der extremen Menge an elektrischen Verbindungen die Zuverlässigkeit nicht die beste ist.
Ich würde mir auch Indach-Systeme ansehen, wobei ich da auch mit zu hohen Kosten rechne, wenn es gut aussehen soll.
Vielleicht noch ein Aufdach-Einlegesystem (z.B. Sol50 von SEN). Das gibt es auch mit schwarzen Schienen. Habe ich neulich noch installiert und sieht zusammen mit komplett schwarzen Modulen auf einem Dach mit schwarzen Dachziegeln richtig gut aus.
Grüße Martin
|
| | Zeit:
09.07.2020 13:18:47 |
Von welcher Dachneigung sprechen wir hier denn? Recht Flach - also alles unter 30/25 Grad ist in aller Regel von der Strasse aus nicht zu sehen... Da würde ich mir die Frage stellen, ob es das optisch "Schönste" sein muss. Am Ende des Tages soll die PV eine Vergütung + Eigenverbrauch erwirtschaften. Wenn man nun ein dunkles Dach hat, dann gibts dafür doch auch schon gute ´"normale" Lösungen: - schwarze Aluunterkonstruktion - schwarze PV Module (Full Black) genannt. Dann passt das bereits super zu nem dunklen Dach. Wichtiger ist da, dann eher eine schöne symmetrische Verteilung der Module . Grundsätzlich sagt man den kleinen Solarziegeln "bauartbedingt" eine größeres Fehlerrisiko nach aufgrund der vielen Steckverbindungen. Und da es sich um kein Massenprodukt handelt ist der Preis entsprechend höher und die Erfahrung dazu recht gering... Auch die verwendeten Wechselrichter sind vermutlich -sehr speziell-. Das wäre mir das Risiko nicht wert.... Wenn es konkret wird mit der PV Planung würde ích dir empfehlen ins Photovoltaikforum zu gehen. Dort kannst du die Planung/Angebote hochladen und technisch bewerten lassen.. Also Richtschnur, was konventionell kostet in DE... Je nach Wunsch (lackierte Unterkonstruktion)... sollte man in einem Neubau - wenn das Gerüst mitgenutzt werden kann- bei 800-1200€ netto pro installiertem kWp. Auch die Größe der PV entscheidet über den Preis. Umso größer umso günstiger aufs kWp bezogen... da die Fixkosten für alle Anlagengrößen gleich sind (Gerüst bei Bedarf, Anmeldung beim VNB, Antrag beim VNB, Elektroarbeiten, Unterstützung beim Schreibkram, Anlieferung der Module,....) D.h. ne 5kWp wird immer teurer sein bezogen aufs kWp als ne 13kWp Anlage.
|
| | Zeit:
09.07.2020 14:54:52 |
Ich persönlich würde bei einem Neubau die komplette Süddachseite mit einem PV-Indach- bzw. -Ganzdachsystem belegen und für diese Fläche gänzlich auf Dachsteine verzichten. Gibt's von verschiedenen Herstellern und sieht relativ akzeptabel aus.
|
Verfasser: meStefan | Zeit:
09.07.2020 16:17:53 |
Warum nicht gleich ein komplettes Dach aus Solarpanelen?!? Haben wir so auf unserer Saline in Bad Dürkheim. |
| | Zeit:
09.07.2020 16:18:21 |
...erst einmal vielen Dank für die Feedbacks! Die "all Black Solarpanels" habe ich mir angeschaut, nicht so mein Ding. Auch ein Ganzdachsystem ist wahrscheinlich nicht ideal für unseren Anwendungsfall, da wir einige Dachfenster auf der Südseite haben. Die größte "zusammenhängende" Fläche auf dieser Dachseite ist 3x6m. Direkt am Haus befindet sich aber das Flachdach der Garage (ca. 50qm, siehe Bild). Liese sich darauf nicht sehr (oder ganz?) flache Panels montieren? Wenn die Bauhöhe, ich sage jetzt mal 0,5m wäre, sind die doch von der Seite nicht sichtbar. Wäre das eine Möglichkeit? |
| | Zeit:
09.07.2020 17:49:40 |
Auf einem Flachdach kann man prinzipiell ein ost/west system verbauen mit 10-15°, damit die Module noch durch den Regen von selbst gereinigt werden. Die höhe liegt dabei unter 50cm. für die Aufdachmontage gibt es durchaus ästethisch ansprechende Lösungen Lorenz Plus oder das schon erwähnte SOL50aber auch schon eine einfach Montage mit schwarzen Modulklemmen und schwarzem Rahmen sieht recht vornehm aus, zusätzlich hält die Aufdachanlage die Temperaturen unten im Dachgeschoss.
|
| | Zeit:
09.07.2020 19:49:02 |
Aussage auf der Messe vorletztes Jahr: Solarziegel kosten rund 300€/m², ein "normales" PV-Modul keine 100€. Viel zu teuer und uneffektiv. Ansonsten erinnert mich die ganze Diskussion an "wasch mich, aber mach mich nicht nass". Man will zwar eine PV, gerne auch teuer, aber sehen darf man sie auf GAR KEINEN FALL, auch wenns dann uneffektiv und sinnlos wird...
|
| | Zeit:
09.07.2020 20:05:08 |
Zitat von passra  Aussage auf der Messe vorletztes Jahr: Solarziegel kosten rund 300€/m², ein "normales" PV-Modul keine 100€. Meinst Du "ein normales Dach"? PV Module sind meist schon noch teurer. Und der Vergleich nach Quadratmetern mach m.E. auch keinen Sinn. Nach Leistung müsste man rechnen ... Grüße Martin
|
| | Zeit:
09.07.2020 20:29:26 |
Die wird ja noch schlechter. Die Ziegel haben einfach mehr "Todraum". Klar können ja nicht bis zum Rand mit einem Modul belegt werden und dann direkt aneinandergesetzt werden --> Splittergefahr. Auch meine Erfahrungen und gelesenen Berichten: Lohnt nicht / Finger weg ( Kontaktschwierigkeiten / Pleiten der Erbauer weil mehrmals angerückt werden muss um im String die Fehlstelle zu erkennen ) usw...
|
| | Zeit:
09.07.2020 21:09:23 |
sollte heißen 300€/m2 gegenüber 100€/m2.
|