Ihre Cookie-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Zustimmen" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Ihre Cookie-Einstellungen

Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.

Alle
Foren
Lohnt sich eine LWP?
Verfasser:
rhm1
Zeit: 19.10.2020 21:43:23
0
3027205
Bei einem bestehenden Gasanschluss lohnt sich eine Luft Wasser WP bei deutschen Strompreisen eigentlich nie.
Das liegt schlicht daran, dass bei uns der Strompreis praktisch der teureste von allen vergleichbaren Industriestaaten ist. (5 mal so hoch wie bespielsweise in Norwegen)
Klar es wird zu Co2 Abgaben kommen, aber ich bezweifle dass das in absehbarer Zeit die Verhältnisse entscheidend verändert geschweige denn umkehrt.

Das einzige Argument ist Umwelt.

Es gibt auch Gas Wärmepumpen.

Ein französischer Hersteller Boostheat etabliert sich derzeit auf dem deutschen Markt und behauptet seine Technology benuzt Gas als Wärmepumpe und das halbiere den Verbrauch gegenüber einer reinen Gastherme.

Diese Investition wird auch gefördert

Das könnte ein interessanter Kompromis zwischen Kosten und Umwelt sein.

Einfach mal googeln.

Verfasser:
nemomec
Zeit: 20.10.2020 08:39:08
0
3027353
Hallo,

wir hatten auch im letzten halben Jahr hierzu Überlegungen angestellt. Doppelhaus Bj. Mitte der 80 und 90ér, Heizbedarf 24000KWh allerdings über ÖL. Die alte Ölheizung musste auf jeden Fall erneuert oder ersetzt werden. Schlussendlich ist es eine Weishaupt Biblock LWP geworden unter folgenden Aspekten:

1. Öl auf Dauer teuerer als Strom zudem mit unklarer Zukunft, Tendenz n.m.M.hier steigend mit höreren Abgaben.
2. Öltankplatzverbrauch und immer wieder dieses nerviges Tanken mit Ölgeruch etc.
3. Gas im ersten Blick am günstigen und n.m.M. mit stabiler Preistendenz zumindest in den nächsten 10 Jahren aber für uns ohne Gasanschluß wieder mit extra Tank verbunden und ganz wichtig kaum als Energieträger beeinflussbar!
4. Holzpellets, hier ist der Raumaufwand wieder relativ hoch zudem gehe ich davon aus das der Holzpreis zukünftig steigen wird wenn mal in der Mehrheit angekommen ist das Holz zwar eine erneuerbare Energieform ist aber es auch 50-60 jahre dauert bis so ein Baum nachwächst.
5. WP braucht Strom und diesen Verbrauch kann man durch erneuerbare Energien beeinflußen d.h. wir haben auch gleich im ersten Schritt eine PV Anlage die sich erweitern lässt installiert.
6. BAFA Förderung der LWP was sie wirtschaftlich attraktiver macht

Die LWP läuft nun schon seit einigen Wochen sehr sehr leise und ohne Probleme, kein Vergleich mit unserer alten Ölheizung. Ich denke aber bei Gas ist man aktuell günstiger und bekommt auch eher einen Heizungsbauer der sich damit auskennt, was bei WP wohl eher noch die Ausnahme darstellt. Aber ich finde man ist auch auf Dauer unflexibler um auf die Veränderungen der Energiewende und deren Regularien die wohl in den nächsten Jahren kommen werden zu reagieren. Wenn man schnell eine günstige/unkomplizierte Lösung benötigt würde ich zu Gas tendieren aber ein interessanter Ansatz wäre wie bereits genannt auch GAS + WP, flexibler zudem BAFA förderfähig.

Verfasser:
Mauk
Zeit: 20.10.2020 09:41:19
0
3027386
Die BAFA-Förderung und der grünere Ansatz im Vergleich zu Gas haben mich eigentlich erst auf die Idee mit der WP kommen lassen. Jedoch scheint es problematisch zu sein, jemanden zu finden der diese einbaut.

Ich habe heute mit einem HB gesprochen. Er sagte, wenn er die WP anschließt, sei er in der Gewährleistung. Ist das wirklich so? Wir haben in Deutschland ein freies Vertragsrecht. Wenn man die Gewährleistung auf die WP vertraglich ausschliesst, müsste es doch eigentlich machbar sein. Das Aufstellen der WP würde ich selber machen.

In jedem Fall werde ich mich alternativ noch mit Brennwert plus Solar beschäftigen.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 20.10.2020 11:01:55
4
3027438
Zitat von Mauk Beitrag anzeigen
Die BAFA-Förderung und der grünere Ansatz im Vergleich zu Gas haben mich eigentlich erst auf die Idee mit der WP kommen lassen. Jedoch scheint es problematisch zu sein, jemanden zu finden der diese einbaut.

Ich habe heute mit einem HB gesprochen. Er sagte, wenn er die WP anschließt,[...]

Nein er kommt nicht in die Gewährleisung für die Wärmepumpe, das ist ein Ammenmächen dem viele Heizungsbauer nachhängen. Er hat die gewährleistung einzig und allei auf die durchgeführte Arbeit, und das ist die Dienstleistung des Anschliessens. Das einzige was er dabei machen muss um keine Gewährleistungsprobleme zu bekommen ist zu Begin der Arbeit das Gehirn einschalten. Wenn ihm an der HEizung etwas offenkundiges begegnet das die Inberiebnahme unmöglich oder Gefährlich oder offensichtlich erfolglos macht (Vorlauf endet im Nichts, Rüclauf hat ein grosses Loch, aus der Stromzuleitung schaune blanke Adern raus...) muss er die Bedenken anmelden und ggf. die Inbetriebnahme verweigern. Wenn die WP einen Schaden hat, ist deswegen nicht tut ist und bleibt das das Problem des Bauherren. Wenn deine Autowerksatt an einer 10 JAhre alten Karre rumschraubt übernicmmt sie ja auch nicht 2 Jahre Garantie für den gesamten Wagen. Sondern muss nur dafür gerade stehen ihre Reparatur richtig auszuführen. Wenn dir dann nach der Reparatur des Heckscheibenwischers ein Kolben durch die HAube fliegt wenn Du vom Hof fährst ist das dein Pech. Wenn der Heckscheibenwischer statdessen abfällt ist die Werkstatt dran.

Verfasser:
Mauk
Zeit: 20.10.2020 11:29:39
0
3027459
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von Mauk Beitrag anzeigen
[...]

Nein er kommt nicht in die Gewährleisung für die Wärmepumpe, das ist ein Ammenmächen dem viele Heizungsbauer nachhängen. Er hat die gewährleistung einzig und allei auf die durchgeführte Arbeit, und das ist die Dienstleistung des Anschliessens. Das einzige was er dabei machen muss um keine[...]


Dann hat es wohl eher kaufmännische Gründe, dass die HBs sich sträuben.

Gibt es Erfahrungen zu den Standzeiten der WPs? 10 Jahre, wie hier einmal geschrieben, erscheint mir recht kurz.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 20.10.2020 11:38:10
6
3027471
Oder auch unkenntnis. Das Gerücht der Gewährleistungsübernahme wird von Heizungsbauer zu Heizungsbauer weitergegeben, auch hier im Forum halten das manche für wahr, auch wenn man ihnen BGH-Urteile voregt die das gegenteil besagen. Die Handwerkskammern unterstützen das Gerücht.

Was die standzeiten angeht - nun es sind durchaus noch relevante Stückzahlen der in den Anfangshagen um 1980 verbauten Wärmepumpen am laufen. Die wirklich defekten Wärmepumpen hier im Forum an die ich mich erinnere hatten eigentlich durchaus ein gesegnetes Alter. Aber recherchiere am besten selbst. Eine Quelle für 10 Jahre kenne ich nicht, ausser Hopfengold der das aus der Luft greift.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 20.10.2020 11:50:26
0
3027478
Zitat von Mauk Beitrag anzeigen
Gibt es Erfahrungen zu den Standzeiten der WPs? 10 Jahre, wie hier einmal geschrieben, erscheint mir recht kurz.


Die Wärmepumpe hat eine sehr lange Lebensdauer, die Frage der Wirtschaftlichkeit bei einer größeren Reparatur kann man nur ab einem Gewissen Alter stellen.
Im Gegensatz zu den Gasbüchsen werden die WPs aktuell von Jahr zu Jahr effizienter. Wenn du nach 10 Jahren einen Verdichterschaden hast stehst du dann vor der Wahl für 1,5-2,5k€ einen neuen Verdichter einzubauen oder man holt sich eine neue WP für 3k€ und hat noch eine kleinere Stromrechnung.
Wobei so ein Verdichterschaden bei Materialschonender Betriebsweise auch eher lange dauern kann. Aktuell geht man von ca. 100.000 Verdichterstarts aus. Meine LWWP hat jetzt nach 6 Jahren Betrieb ca. 12000 Starts hinter sich. Also ich gehe davon aus, dass der Verdichter ein paar mehr Jahre als 10 hält.
Interessanter ist da eher das Lüfterlager, was jetzt aktuell Geräusche macht, dass werde ich mir dann im Frühjahr mal in Ruhe anschauen und austauschen. Der Hersteller verkauft den Lüfter leider nur als ganze Einheit für 600€ :(

Verfasser:
crink
Zeit: 20.10.2020 12:17:35
6
3027504
Moin,

hier im Haus hab ich die WP nach 16 Jahren ausgetauscht. Nicht wegen eines Defekts, sondern weil die neue Erdwärmepumpe einfach viel weniger Strom verbraucht und die Steuerung wesentlich weiter entwickelt ist als die alte unterdimensionierte Luftwärmepumpe.

Die Probleme, die während der 16 Jahre Laufzeit aufgetreten sind:
- MAG defekt (Heizkreis)
- Dichtung des Heizstabs defekt (Heizkreis)
- Motor des 3-Wege-Umschaltventils defekt (Heizkreis)

Der Kältekreis hat von Anfang bis Ende klaglos seinen Dienst erfüllt. Hersteller-konforme Wartung wurde ein einziges Mal durchgeführt, sonst war der Heizi nur zu den oben genannten Problemen zu Besuch. Ich hab manchmal den Luftfilter gesäubert/gewechselt und den Ventilator zwei Mal gesäubert.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 20.10.2020 17:33:33
1
3027679
ich sag doch, das ist hier alles sehr WP Fanboy lastig ;-)

ich habe auch nie von 10a Lebensdauer von einer WP gesprochen, sondern dass ich eine GBWT ca. 10a länger einstufen würde.

Warum quasi kein HB Hand an eine WP legt die nicht von Ihm kommt ist ne alte Leier und auch egal ob keine Lust, zu wenig verdient oder Angst vor Gewährleistungsthema (was ist denn, wenn die vom BH gekaufte und vom HB falsch angeschlossene WP Schaden nimmt? Wer trägt dann den Schaden?)
Is halt so...

Und zum Thema alles problemlos...

bin gespannt, wie es hier weitergeht...der letzte war irgendwie bei 8000kWh Verbrauch, wobei selbst ich mir die 10.000kWh STROM verbrauch nicht vorstellen kann in einem Haus aus 2008 mit 150m²

https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/234701/Heizkosten-optimieren-Waermepumpe-benoetigt-10-000kWh-Jahr

was so die Kosten anbelangt, hier auch ein ganz aktuelles Bsp.

https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/234722/Kosten-Austausch-Waermepumpe-Angebot-zu-teuer-

Verfasser:
Flachkollektoren
Zeit: 20.10.2020 19:20:39
8
3027735
Lieber Hopfengold,

Das ist schön, wieder von Dir zu lesen. Ich gestehe, ich bin ein „WP Fanboy lastig“er Beitrager in diesem Forum. Deshalb ist mir Gas oder Öl für eine Heizung völlig wurscht. Das heißt aber nicht, dass ich deswegen jemand mit einer Gasheizung oder Ölheizung kritisiere. Ich gestehe jedem Menschen zu, seine eigene Meinung zu haben.

Was mich wundert, ist Deine künstliche Echauffiertheit, dass hier an WP interessierte Menschen sich austauschen. Soweit mir bekannt ist, befinden wir uns in einem Wärmepumpen-Forum. Offensichtlich hast Du das nicht bedacht. Na gut, Du kannst nicht an alles denken.

Peinlich finde ich Deine hilflosen Versuche, die WP und die an der Wärmepumpen-Technik Interessierten als auf einem heizungstechnischen Irrweg wandelnde Menschen darzustellen. Soll sein – es ist Dein Problem. In dem Sinn – versuche vielleicht etwas vom Gaspedal zu gehen, damit Du nicht auf einer Ölspur ausrutscht.
Lg Horst

Verfasser:
Mauk
Zeit: 20.10.2020 19:30:53
1
3027744
Als Themenstarter freue ich mich über einen sachlichen Diskurs. Die Nebengeräusche sollte man vielleicht an anderer Stelle diskutieren. Persönliche Befindlichkeiten helfen niemandem weiter. Trotzdem vielen Dank für die bisher zur Verfügung gestellte Ansichten und Fakten.

Die beiden von Hopfengold verlinkte Fäden habe ich gelesen und bin sowohl über die Betriebs- als auch die Investitionskosten erstaunt.

Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 20.10.2020 20:25:36
2
3027794
Zitat von Mauk Beitrag anzeigen
Als Themenstarter freue ich mich über einen sachlichen Diskurs.


finde ich gut und ein bisschen Gegengewicht wird die WP Gemeinde schon vertragen.

Wenn jemand in einem Ernährungsforum in der Rubrik "Gemüse" frägt, ob nur Kartoffel gesund ist oder ob man auch Fisch essen könnte, dann hilft es nix, wenn nur Veganer auf die Frage antworten.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 21.10.2020 07:34:31
3
3027943
Zitat von Hopfengold Beitrag anzeigen
ich sag doch, das ist hier alles sehr WP Fanboy lastig ;-)

ich habe auch nie von 10a Lebensdauer von einer WP gesprochen, sondern dass ich eine GBWT ca. 10a länger einstufen würde.

Warum quasi kein HB Hand an eine WP legt die nicht von Ihm kommt ist ne alte Leier und auch[...]



JEDE Heizung kann bei "nachteiligem" Einbau durch einen sog. Fachbetrieb, und bei völlig falschen Parametern eine hohe Energiekostenrechnung verursachen.
Egal ob Öl / GAS / Pellets / oder eben eine Wärmepumpe.
Einzug die Wärmepumpen sind da deutlich "sensibler" als ne an/aus Gas / Ölheizung.
Heißt soviel, die "Verbrenner" sind FEhlertoleranter.

Am Ende des Tages, gibt es Leute die sich einlesen und sich die Heizungsparameter anschauen und anpassen, und andere wollen lediglich ne smarte App für die Heizung.

Von daher kann man nicht pauschal sagen, Wärmepumpen benötigen viel Strom und eine Gasheizung wäre viel viel effizienter...


Bei manchen Forenbeiträgen hier (x tausend kWh Stromverbrauch meiner WP - Hilfe) - kann man nur schmunzeln...
auf die Frage hin, welche WP / Hersteller .... kommt die Antwort "keine Ahnung".

Da muss ich an manche in unserem Neubaugebiet denken... Auf die Frage hin, was für eine Heizung reinkommt.... "Wärmepumpe"... Auf die Nachfrage was für eine.... "ähm Wärmepumpe":..

Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 21.10.2020 08:56:40
0
3027982
@ Mastermind:

nichts anderes sage ich im Wesentlichen..

Stell Dir eine GBWT nach Standardschema in den Keller in den Werkseinstellungen, hast Du trotzdem nicht mehr viel Potential zu optimieren. Im RL abhängigen Brennwertbereich läuft die in halbwegs modernen Gebäuden immer, selbst 10° mehr oder weniger VL Temp bringen da nur marginale Vorteile. Die Effizienz der Verbrennung alleine an sich ist fix und hoch, egal ob da 26° oder z.B. 45° VL benötigt werden.
Es gibt im Standard keinen Puffer nur die Kiste und einen WW Speicher. Keinen Heizstab der möglichst umgangen werden muss.

Bei WP muss man um jedes Grad VL Temp für Heizung und WW kämpfen weil das sofort spürbar an der AZ nagt und man muss für ausreichend Volumenstrom sorgen.
Auch Takten ist bei WP nachteiliger als bei GBWT, vor allem für die Lebensdauer. WW Konzept ist immer eine Abwägungssache, zwischen Effizienz, Hygiene (hohe Temp) und Komfort (Menge & Temp).
Man muss sich in der Planung, der Umsetzung und im Betrieb / Nutzerverhalten viel mehr damit auseinandersetzen und einen sehr guten HB finden der das unterstützt, dass am Ende ein vernünftig laufendes System dabei herauskommt.
Das geht, ohne Frage, wird aber bei bereits gegebenen Randbedingungen (z.B. Heizflächen nicht oder nur mit großem Aufwand veränderbar) immer schwerer.

GBWT ist viel universeller und toleranter gegen nicht auf das Haus und den Nutzer optimierte Auslegung, Umsetzung und Betrieb.
Sieht man allein an den Thermen. Es ist ziemlich egal welcher Hersteller. Ob die Therme jetzt bis 1,5kW oder 2,5kW runter moduliert ist für die Effizienz quasi egal. Die größere wird etwas mehr takten, auch egal. Zünd/Ionisationselektrode kostet ein paar €, ist die etwas früher hinüber, egal. Wird idR bei einer Wartung alle paar Jahre eh präventiv gewechselt.
Nach oben haben alle ausreichend Leistung mit ~15-20 kW für Heizung und WW im EFH Bereich und preislich nehmen die sich nicht viel.

Zeigen alle Feldstudien. Moderne Thermen mit 0815 Installation haben eine sehr geringe Schwankungsbreite in der Effizienz, ob jetzt 88 oder 94% bezogen auf den Brennwert des Gases ist nahezu egal.
Bei WP ist die Range viel größer. Die ganz schlechten laufen unterirdisch, die mittlere JAZ liegt deutlich unter dem errechneten, selbst in sehr gut gedämmten Häusern wie hier z.B. die Fraunhoferuntersuchung mal wieder bestätigte.

Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 21.10.2020 09:40:01
0
3027997
und noch ein aktuelles Beispiel dazu weils ganz gut zu den Anforderungen des TE passt.

Vorher 1800-2000l Öl, jetzt mit LWWP eine AZ zwischen 1,5 und 2,7 bei aktuellen Temperaturen.

Verfasser:
crink
Zeit: 21.10.2020 09:50:14
1
3028004
Moin hopfengold,

tja, Du bist hier der WP-Pessimist und auf der anderen Seite gibt es hier im Forum ziemlich viele WP-Optimisten. Die meisten davon haben vorher eine fossile Verbrennungsheizung genutzt, haben also durchaus Erfahrung mit beiden Welten. Du auch?

Du führst "alle Feldstudien" an, die zeigen das GBWT ach so effizient sind - und um zu zeigen, dass Wärmepumpen weniger empfehlenswert sein sollen, führst Du genau eine einzige Feldstudie an, die inzwischen schon wieder als veraltet gelten darf, da sich Wärmepumpen seitdem weiter entwickelt haben.

Siehe beispielsweise diese Fraunhofer-Studie - für diese Studie wurden explizit nach landläufiger Meinung für WP ungeeignete Häuser gesucht, auch hier im Forum:
Zitat von WPMonitoring Beitrag anzeigen
Aus dem Forschungsfokus ergeben sich folgende Hauptkriterien für die Anlagenauswahl:
• das Einfamilienhaus wurde vor 1995 gebaut (kann teilsaniert sein)
• Die Wärmepumpe stellt im Auslegungspunkt mittlere Temperaturen (aus VL und RL) von mind. 45 °C zu Raumheizzwecken bereit
• Die Anlage befindet sich in Deutschland
• es handelt sich um eine serienmäßig erhältliche Luft/Wasser- und Sole/Wasser-Wärmepumpe in einem handelsüblichen Heizsystem
• die Wärmepumpe wird zur Raumheizung und Trinkwarmwassererwärmung eingesetzt
Keine einzige der Bewerbungen hier aus dem Forum wurde angenommen, da alle zu niedrige Heizwassertemperaturen hatten. Ist ja auch selbstverständlich vor Einbau einer WP erst einmal die Heizflächen zu optimieren. Auch der Thread-Ersteller hätte keine Chance auf Teilnahme gehabt. Und trotzdem zeigen die Ergebnisse der Studie, dass mit einigermaßen aktuellen WP auch bei eher schlechten Ausgangsbedingungen gute Arbeitszahlen erreicht werden.


Die Thread-Überschrift lautet "Lohnt sich eine LWP?". Um diese Frage zu beantworten muss die Fragestellung präzisiert werden. Wie lautet die Frage eigentlich?
1. Lohnt sich eine LWP für mich finanziell?
2. Lohnt sich eine LWP aus Klimaschutzgründen?
3. Lohnt sich eine LWP für die Volkswirtschaft?

Die Fragen 2 und 3 lassen sich eindeutig mit ja beantworten. Deshalb gibt es für die Politik, egal welcher Couleur, gar keine andere Möglichkeit, als dafür zu sorgen, dass für die große Mehrheit der Heizungswechsler auch Frage 1 zukünftig mit ja beantwortet wird.

Jeder, der anderer Meinung ist, möge darlegen, wie sonst innerhalb der nächsten 10 Jahre 40% CO2 im Heizungssektor eingespart werden können. Und diese 40% sind noch die alten Zahlen vor dem EU Green Deal, es wird also noch mehr CO2 eingespart werden müssen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 21.10.2020 09:51:56
0
3028006
Zitat von Hopfengold Beitrag anzeigen
und noch ein aktuelles Beispiel dazu weils ganz gut zu den Anforderungen des TE passt.

Vorher 1800-2000l Öl, jetzt mit LWWP eine AZ zwischen 1,5 und 2,7 bei aktuellen[...]


Und wenn man keine Ahnung hat einfach mal raushalten. Es ist kein geeichter Wärmemengenzähler verbaut. Der verbaue ist ein Exemplar, welcher unter 9l/min keine Wärme misst, daher ist die AZ niedriger gemessen als sie real ist.

Verfasser:
Mauk
Zeit: 21.10.2020 10:17:00
0
3028020
Meine Fragestellung war schon bewusst etwas unpräzise gehalten. Nach rein ökonomischen Gesichtspunkten, mit Einbeziehung etwaiger Fehler bei Auslegung/Einstellung, kann ich nach heutigem Stand nur Gas gegen Gas tauschen.

Ich hatte aber diesen Morgen eine Diskussion mit meiner Frau zur Technik. Die Gasheizung nimmt Fehler bei den Einstellungen nicht mit großen Schwankungen auf. Wenn ich mir hier aber einige Threads durchlese, ist das bei WPs etwas anders. Ich gehe davon aus, dass sich hier mehrheitlich die Männer um den Betrieb der Heizung kümmern. Was ist, wenn der Mann aus welchen Gründen auch immer nicht mehr zur Verfügung steht? Das ist ein weiches Argument, aber sicher sollte man das nicht vernachlässigen. Ganz einfach gesprochen: "Gas kann fast jeder".

Danke für die hier verlinkten Studien.

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 21.10.2020 10:18:30
0
3028021
Zitat von Turbotobi76 Beitrag anzeigen


Viel mehr als 15tkwh im Jahr schafft die 5KW Geisha nicht. Wäre wohl bei euch etwas zu klein, die gößeren mit 9 und 7kw fallen mit ihrer Leistung bei starkem Frost ab, gerade dann wenn man es eigentlich braucht.


[...]


Moin,

Die 7kw Jeisha ist auch bei -10C noch solide unterwegs, die 9kW ist nur auf dem Papier 9kw... die geht bei Frost mächtig in die Knie.. sind alle drei übrigens baugleich...

Grüße

Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 21.10.2020 10:23:07
0
3028024
@ Michael: na wenn Du meinst dass das die Ursache für diese AZ ist...9l/min oder 540l/h...was ist der Mindestvolumenstrom der WP gleich nochmal?

@ crink: und was kam in Deiner so viel neueren verlinkten Studie im Vergleich zu 2017 für die LWWP raus?

Für den Zeitraum Juli18 - Juni19, 29 LWWP, ohne Ausreißer JAZ 2,5 - 3,8, Mittel 3.1.
Beeindruckend...ich gehe ja gerne von 3,5 aus und werde dafür immer gescholten, weil ja JAZ 4 mindestens drin sein sollten, 4,5 normal wäre, aber auch über 5 nicht unrealistisch wäre.

Und dass bei höheren Wärmebedarfen wie in Deiner verlinkten Studie, die JAZ besser wird als bei sehr niedrigen, sollte auch klar sein. Bessere JAZ bedeutet eben nicht unbedingt weniger Verbrauch. Von daher sagen beide Studien ziemlich genau das Gleiche bzgl. AZ.

"Gas kann fast jeder".
schön auf den Punkt gebracht. Und bei WP kannst Du als Nutzer können was Du willst, wenn die Auslegung / Planung /Umsetzung schon nicht optimal war, kannst Du nachher nur noch sehr begrenzt gegensteuern und den Schaden begrenzen.

Bei Gas kannst Du nicht falsch auslegen: nimm die kleinste Therme eines beliebigen Herstellers, stelle einen WW Speicher dazu und fertig.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 21.10.2020 10:28:09
0
3028028
Zitat von Mauk Beitrag anzeigen
Das werde ich mir mal in Ruhe ansehen/-hören.

Die Lebensdauer ist natürlich auch ein Thema. Unsere NT-Anlage von Wolf ist aus 1993 und arbeitet bisher ohne schwerwiegende Probleme. Die WW.Erwärmung erfolgt getrennt über einen Kessel von Wikora. Der macht mir eigentlich am meisten[...]


Ein Schornsteinfön ???

Dann kannst du noch ordentlich was vom Gasverbrauch abziehen

Verfasser:
crink
Zeit: 21.10.2020 10:54:36
0
3028044
Zitat von Mauk Beitrag anzeigen
Ich gehe davon aus, dass sich hier mehrheitlich die Männer um den Betrieb der Heizung kümmern. Was ist, wenn der Mann aus welchen Gründen auch immer nicht mehr zur Verfügung steht?

Du kannst ja mal mit Nicole4711 oder kathrin hier aus dem Forum über dieses Thema diskutieren...

Eine Heizung ist nur dann eine gute Heizung, wenn sie im Automatik-Modus einfach nur das tut, was sie soll: Genügend Wärme zum passenden Zeitpunkt möglichst energiesparend und klimaschonend zur Verfügung stellen. Dass vorher Anpassungen der Heizungseinstellungen an das zu heizende Haus erfolgen müssen, dürfte klar sein. Diese Anpassungen können von Personen jeglichen Geschlechts vorgenommen werden.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
HFrik
Zeit: 21.10.2020 11:02:37
0
3028048
Zitat von Mauk Beitrag anzeigen
Meine Fragestellung war schon bewusst etwas unpräzise gehalten. Nach rein ökonomischen Gesichtspunkten, mit Einbeziehung etwaiger Fehler bei Auslegung/Einstellung, kann ich nach heutigem Stand nur Gas gegen Gas tauschen.

Ich hatte aber diesen Morgen eine Diskussion mit meiner Frau zur[...]

Naja, das ist eigentlich so wie immer. Die Gesellschaft muss die Regeln wie man das System betreibt lernen. Ich habe als Kind/Jugendlicher noch gelernt wie man mit Kohlen-Etagenheizung die Wohnung warm hält, wie man das Feuer in Gang hält, über die NAcht bringt, und auch nicht zu Heiss werden lässt sondern die benötigte Leistung bekommt etc. Das wusste damals jede Oma und weis heute keiner mehr. Dann hat man gelernt mit Öl und Gas umzugehen, auf Gasgeruch zu achten, keine Löcher in die Leitungen zu bohren, bei gasgeruch leine Schalter mehr zu betätigen, Gaszähler oder Tankstand ablesen etc. das kann heute jede Oma. Und ist mit Wärmepumpen obsoletes Wissen. Bei der Wärmepumpe ist zu lernen dass man auf Vorlauftemperaturen und Volumenströme achtet. Dafür ist Gasgeruch nicht relevant, Ölstand auch nicht, Öl bestellen muss man auch nicht mit der Kenntnis der günstigen Zeiten und der Kenntnis von Sammelbestellungen etc. und den Umgang mit Strom kennt sowiso jeder.
Das wird werden, aber bis dahin muss man halt vielen das erst einmal erklären. Vor 50 JAhren blieb es auch öfters mal kalt weil jemand nicht verstanden hat dass man den Öltank pfüfen muss, oder den komischen Hebel im Keller an der Gasleitung nicht drehen sollte. Passiert heute weniger.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 21.10.2020 11:08:30
0
3028054
Zitat von Hopfengold Beitrag anzeigen
@ Michael: na wenn Du meinst dass das die Ursache für diese AZ ist...9l/min oder 540l/h...was ist der Mindestvolumenstrom der WP gleich nochmal?

@ crink: und was kam in Deiner so viel neueren verlinkten Studie im Vergleich zu 2017 für die LWWP raus?

Für den Zeitraum Juli18[...]


Wir haben aktuell auch mehrere Gasthemen... Einer mit berechneten 240l/h ... Dann taktet die Gastherme wie wild.... Wie kann das sein Gas kann jeder...



@
mauk

Einmal eingestellt läuft eine WP mit ihrem Programm.

Dokumentation war seit jeher Betreiberpflicht...

Beim alten Ölkessel hat es halt keinen gejuckt wenn er statt 2000 3000l Öl gebraucht hat... Wieso.... Weil es billige war

Verfasser:
Mauk
Zeit: 21.10.2020 11:29:27
0
3028065
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Zitat von Hopfengold Beitrag anzeigen
[...]


Wir haben aktuell auch mehrere Gasthemen... Einer mit berechneten 240l/h ... Dann taktet die Gastherme wie wild.... Wie kann das sein Gas kann jeder...

[...]


Wenn Du einen HB Deines Vertrauens zu Rate ziehst, wird sich da sicher eine Lösung finden. Ich sehe mich aber derzeitig schon damit konfrontiert, obwohl in Großstadt wohnend, jemanden zu finden, der mir die Installation einer WP erledigt. Wenn ich mich jetzt für eine Pana entscheide, sieht es ganz düster aus, weil der Konzern keinen Partner hier hat (außer Vertrieb). Ich hatte dieses Problem schon in einem anderen Haus mit einer LLWP von Pana. Das hat letztlich ein Klimabetrieb gemacht. Da war aber kein Wasser mit im Spiel für das ein HB erforderlich ist.

Noch bin ich auf der Suche und gebe auch nicht so schnell auf.

Aktuelle Forenbeiträge
Didi-MCR52 schrieb: Der Kessel ist soweit ich das sehe noch kein Brennwertkessel, kann also nicht beliebig weit runter. Zudem hat die Anlage keinen Mischer. Wenn man nur eine geringe Temperatur im Haus fahren will, sehe...
Alien45 schrieb: Genau, das gilt dann auch für den Tagbetrieb. Merke: Wärmebedarf immer über die Anlage regeln. Ausnahmen sind Räume, die man wenig nutzt und die nicht so warm werden sollen, da kann man dann mit den...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Hersteller von Tanks und Behältern aus
Kunststoff und Stahl
Website-Statistik

Lohnt sich eine LWP?
Verfasser:
Mauk
Zeit: 21.10.2020 11:29:27
0
3028065
Zitat:
...
Zitat:
...
[...]

Wir haben aktuell auch mehrere Gasthemen... Einer mit berechneten 240l/h ... Dann taktet die Gastherme wie wild.... Wie kann das sein Gas kann jeder...

[...]

Wenn Du einen HB Deines Vertrauens zu Rate ziehst, wird sich da sicher eine Lösung finden. Ich sehe mich aber derzeitig schon damit konfrontiert, obwohl in Großstadt wohnend, jemanden zu finden, der mir die Installation einer WP erledigt. Wenn ich mich jetzt für eine Pana entscheide, sieht es ganz düster aus, weil der Konzern keinen Partner hier hat (außer Vertrieb). Ich hatte dieses Problem schon in einem anderen Haus mit einer LLWP von Pana. Das hat letztlich ein Klimabetrieb gemacht. Da war aber kein Wasser mit im Spiel für das ein HB erforderlich ist.

Noch bin ich auf der Suche und gebe auch nicht so schnell auf.
Weiter zur
Seite 3