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Foren
Was sind das für Teile in meinem Heizungskasten?
Verfasser:
FreddiF
Zeit: 29.10.2020 17:28:09
0
3033062
Hallo Leute,
ich habe eine große Bitte: wir haben uns vor einiger Zeit eine Wohnung gekauft - anders als z.B. bei nem Autokauf kriegt man aber erstaunlicherweise keine Anleitung dazu :-)
Ich wundere mich daher sehr, was sich in unserem Heizungsschrank alles verbirgt - obwohl alles funktioniert, würde ich echt gerne wissen was das alles ist!
Leider gibt es die Firma nicht mehr die das ganze gebaut hat, und ich habe nur euch zum fragen :-)
Kurze Eckdaten: Altbau, 2006 totalsaniert, Gaszentralheizung im Keller, unsere Wohnung im neu aufgebauten DG mit Fußbodenheizung und 3 einzelnen HK (1x Bad, 2x im oberen Geschoss). Am Dach sind noch Solarkollektoren die aber soweit ich weiss nicht mehr aktiv eingebunden sind.

Ich habe ein großes Bild gemacht mit Zahlenbeschriftung, und wäre total dankbar wenn ihr Experten mir folgende drei Punkte zu jedem der 27 Dinge verraten könntet: A) korrekte Bezeichnung, B) Funktion (bitte für Doofe) und C) Hinweise (z.B: "verkehrt herum eingebaut" oder "muss alle 10 Jahre ausgetauscht werden" oder was auch immer)

Ich fülle die Liste mal damit aus was ich GLAUBE was es ist, nicht lachen und bitte gerne korrigieren:
1) Verteilerdose Strom, versorgt alle Geräte in dem Schrank mit 230V, liegt da so lose herum
2) Inbus-Stopfen, k.a. wozu
3) Steuergerät, ist an die Thermostate in den Räumen angeschlossen und öffnet die Ventilsteller nach Bedarf, ebenfalls so halb lose
4) Halterung? für 5, mit Kabelgebimmel dran, irgendwie fest am Rohr
5) Verbrauchsmesser (mit Funk glaube ich), hat nur 1 Knopf, wenn man den drückt erscheinen diverse Zahlen (kann man da versehntlich was verstellen?), Kabel gehen zu 4 und 25
6) Messing-Kappe (warum?)
7) Ventilsteller (einer muss ersetzt werden, da wohl was abgebrochen weil hält nicht)
8) Zuleitung zu den Heizkreisen (oder etwa die Rückleitung?)
9) ein Kasten mit Temperatur-Wählrad und Kabel zu 17, mit komischem Spiraldraht befestigt (warum?)
10) Drehkappe (warum?)
11) Sieht aus wie ne CO2-Patrone vom Sodasprudler, auch mit dem Spiraldraht befestigt (hä?)
12) Entlüftungsventil (wofür?)
13) Kappe (wofür?)
14) Schwimmer-Entlüfter, die rote Kappe ist nicht festgezogen sondern etwas lose
15) Barometer, zeigt irgendwie Druck an - wieviel sollte das sein?
16) Pumpe PICO (warum ist die nötig, im Keller ist doch ne Pumpe oder?)
17) Schwarzer Kasten, mit 9 und 16 verbunden, liegt schon wieder lose rum
18) Ventil (wofür?)
19) Kappe (wofür?)
20) Entlüftungsventil (wofür?)
21) Schraub-einstell-dings mit Skala, irgendwie was mit Durchflussmenge einstellen? Kann man da was feintunen?
22) Draht-Gewirr, mit 24 verbunden
23) Rückleitung von den Heizkreisen (oder etwa die Zuleitung?)
24) Sieht aus wie Thermostat-Heizungsregler, aber mit °C-angaben ähnlich wie 9 (wofür?)
25) Kappe (Sensor?) mit Kabel zu 5
26) Ventil
27) Ventil

Danke für jeden Input!

Hier das Bild:

Verfasser:
egal1
Zeit: 29.10.2020 17:47:34
2
3033068
1. ja sicher nicht schön gemacht, Murks
2. scheint eine Drossel zu sein
3. ja, auch Murks. Ist aber kein Steuergerät sondern einfach ein Verteiler
4.Durchflussmesser, wird für den Wärmezähler gebraucht
5.Wärmezähler, ja mit dem einen Knopf kannst du dich durch die Ebenen tasten
kein Funk, kann aber optisch ausgelesen werden
6. evtl. wieder eine Drossel darunter
7. elektrothermischer Antrieb für die Einzelraumregelung
8. das sind Anfang/Ende der im Estrich verlegten Heizschleifen
9. Maximaltemperaturthermostat
10. Regler für Konstanttemperatur (sehr schlecht)
11. Kapillarrohr, hier wird die Temperatur für 24. gemessen
12. 20. Entlüfter
13. 19. Spülanschluss
14. Automatikentlüfter
15. statischer Anlagedruck
16. Pumpe ist nötig, da ein Mischer vorhanden ist (für deine Heizkreise nötig)
17. verbindet Pumpe und Maximalthermostat elektrisch
21. Durchflussmesser
24. Thermostat
25. Temp. fühler für Wärmezähler
26. 27. Absperrschieber

Handwerklich ist das ganze unter aller Kanone

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 29.10.2020 17:58:18
8
3033071
Das ist eine Einspritzschaltung. Die Radiatorengeeigneten Vorlauftemperaturen werden für die FBHz reduziert.

Vom Vorlauf -26- kommt das warme Heizungswasser (bspw 55°C), am Rücklauf -27- geht es wieder zum Wärmeerzeuger zurück.

Der Thermostat -24- mit Anlegefühler -11- am Ende von Draht -22- regelt die gemischte Vorlauftemperatur für die FBHz auf einen Festwert. Einstellbar an eben jenem Thermostat -24-. Damit wird die FBHz Systemtemperatur immer konstant gehalten, beispielsweise auf 30°C.
Wird es zu kalt, dann mengt das Thermostatventil vom deutlich heißeren GebäudeVL bei.

Die Pumpe rechts im Bild zirkuliert nur das Wasser in der FBHz, stets deutlich mehr, als über VL von der Heizzentrale eingespritzt wird. Für den Fehlerfall schaltet das Begrenzerthermostat -9- die Pumpe ab, damit bei einem Defekt des Einspritzventils keine 50°C in der FBHz zirkulieren und den Estrich sowie Bodenbeläge zerstören.

Der Wärmemengenzähler -5- erfasst deinen Verbrauch mit dem kombinierten Durchflussmengenmesser&RL-Temperatursensor -4- sowie dem Tauchfühler für den VL -25-.

Die Einzelraumregler -7- stellen den Durchfluss durch die Heizkreise abhängig vom Raumregler. Das alles wird im Klemmkasten -3- verschaltet.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 29.10.2020 18:04:26
7
3033073
egal1 kann ich mich nicht anschließen. Warum sollte das alles Murks sein?

Eine Einspritzschaltung ist eine übliche Art in Hochtemperaturheizkreise eine Fußbodenheizung zu integrieren.

Im übrigen Gebäude wird wahrscheinlich mit Heizkörpern geheizt.

Und die Pumpe rechts brauchst du unbedingt. Die kann man nicht einfach stilllegen.

Handwerklich ist das auch okay, habe schon deutlich schlechteres gesehen. Viel mehr Platz hatte man auch nicht.

Verfasser:
egal1
Zeit: 29.10.2020 18:15:09
2
3033082
Bei uns werden Verteiler einfach befestigt und hängen nicht irgendwo rum.
Auch Henselkästen werden üblicherweise befestigt.
Drosseln bekommen bei uns wieder ihre Abdeckung.
So was wird ausgesaugt und abgewischt und nicht mit dem ganzen Staub übergeben.
Wärmezähler werden bei uns so angebracht, dass sie waagrecht sind
Elektroleitungen werden mit Kabelbindern fixiert und wo möglich gebündelt
Eine Konstanttemperaturregelung finde ich nicht soooo toll

Ja, ich habe in China und Kenia auch noch unschönere Sachen gesehen, würde das aber nicht zum Standard erklären

Verfasser:
schorni1
Zeit: 29.10.2020 19:42:29
1
3033138
Sagt man nicht auch "Festwertregelung" dazu ???


@egal

Dann bist DU eine sehr löbliche Ausnahme! Das wäre auch MEIN Anspruch als ausführender Handwerker und Kunde der seine Sachen auch sinnvoll nutzen möchte. Aber leider ist das halt in den seltenen Fällen so schön gemacht. ICH finds traurig.

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 29.10.2020 22:22:02
2
3033257
Zitat von egal1 Beitrag anzeigen
10. Regler für Konstanttemperatur (sehr schlecht)

Nein, das ist einfach eine Baukappe auf dem Ventil des ungenutzten Anschlusses. Man sieht auch bei 21, dass der Verteiler einen Abgang mehr hat als man benötigt hätte. (Da würde ich mal schauen, ob da auf den Anschlüssen unten ordentliche Kappen drauf sind. Rein auf die geschlossenen Ventile würde ich nicht vertrauen, um einen Wasserschaden zu verhindern.)

15 ist übrigens ein Manometer, kein Barometer. Ein Barometer misst den Luftdruck und wird gemeinhin zur Wetterprognose verwendet :-)

Und 17 müsste noch eine Verbindung zu 1 haben, die Pumpe braucht schließlich auch Strom.

Auf was ist denn der Begrenzungsthermostat 9 und der Einspritzthermostat 24 eingestellt?

Grundsätzlich: Ja man kann mit der Durchflusseinstellung ein Feintuning dahingehend machen, dass man den Wärmebedarf der unterschiedlichen Räume untereinander angleicht und somit den Raumthermostaten die Arbeit "erleichtert".

Festwertregelung hat am Rande den Nachteil, dass es eben nicht abhängig von der Außentemperatur ist sondern konstant, und damit alle Regelung die Raumthermostaten machen müssen, was bei warmen Außentemperaturen vermutlich nicht immer zufriedenstellend ist. (Wenn du bei 12°C draußen die selbe Temperatur in die Fußbodenheizung fährst wie du bei -15°C brauchst, wird das mit Trägheit der FBH ggf. zu schwankenden Temperaturen führen, weil die Thermostate nur auf/zu machen.) Ggf. könnte man grob die Temperatur an 24 nach Außentemperatur anpassen bei Problemen dahingehend. Nicht im Detail, aber je nachdem ob's draußen 10°C, 0°C oder -10°C hat.



Zum Thema Murks: Genügend Platz, um den Verteiler und die Abzweigdose festzuschrauben, wäre schon gewesen.
Weiteren Murks sehe ich, dass zum Thermostat Flur offenbar nur eine 3adrige Leitung gelegt wurde und der grüngelbe missbraucht wurde. Aber das ist vermutlich nicht zu ändern.


Edit:
22 ist übrigens kein Draht sondern ein Kapillarrohr. D.h. ein dünnes Röhrchen mit Flüssigkeit drin.
Nicht scharf knicken, sonst ist es kaputt!

Verfasser:
FreddiF
Zeit: 30.10.2020 11:37:27
1
3033398
Danke euch allen schonmal, das erklärt vieles! Jetzt fühle ich mich schon deutlich besser im Bilde!

Besonders interessant fand ich diesen Hinweis:

"Für den Fehlerfall schaltet das Begrenzerthermostat -9- die Pumpe ab, damit bei einem Defekt des Einspritzventils keine 50°C in der FBHz zirkulieren und den Estrich sowie Bodenbeläge zerstören."

Ich habe keine Ahnung ob die Vorbesitzer eventuell mal in den letzten 10 Jahren am Regler von 9 und 24 herumgedreht haben. Ich wusste z.B. ebenfalls nicht dass eine übermäßige Temperatur den Estrich zerstören könnte. Worauf sollte ich genau achten, was bei den beiden Knöpfen eingestellt ist? Regler 9 scheint z.B: auf ~53° eingestellt zu sein, heisst das, der Regler würde alles bis 53° noch in Umlauf lassen? wenn 50° schon schlecht sind, sollte ich den Regler lieber runter drehen, auf 40 oder so?

Verfasser:
FreddiF
Zeit: 30.10.2020 11:38:28
0
3033400
Und Regler 24 scheint auf ca. 48° zu stehen

Verfasser:
FreddiF
Zeit: 30.10.2020 11:49:30
0
3033409
Und jetzt noch die blödste Frage: zwischen 26 und 27 ist ne direkte Verbindung (links neben 25), warum läuft das Wasser nicht einfach da lang? Oder ist da innen geschlossen bzw. ne Innenwand?

Verfasser:
egal1
Zeit: 30.10.2020 13:19:07
0
3033462
das ist doch die Einspritzschaltung.

Verfasser:
FreddiF
Zeit: 30.10.2020 15:35:19
0
3033511
? direkt links von 25 ist doch keine Schaltung? Ich meine die Rohrverbindung

Verfasser:
egal1
Zeit: 30.10.2020 15:51:33
0
3033515
https://www.google.com/search?q=einspritzschaltung+fbh&client=firefox-b-d&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=FUxo1RIuugTUsM%252CdBvDX-kQS8EUlM%252C_&vet=1&usg=AI4_-kS0G6s4E1gqRaGj5_umZy6H4_uFng&sa=X&ved=2ahUKEwjss7jFx9zsAhUD6qQKHXA_AdgQ9QF6BAgLEBI&biw=1280&bih=550#imgrc=9DVPvVckHkPz7M

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 30.10.2020 15:57:44
0
3033519
Das ist meines Erachtens keine Rohrverbindung. Einfach nur ein Hahnblock.

Wäre auch schön hanebüchen, wenn die Pumpe durch dieses Rohrstück Wasser zirkulieren würden, denn dann zählt der WMZ fleißig mit.

Die -9- ist kein Regler, sondern ein Anlegethermostat. Wirds zu warm, schaltet er die Pumpe ab. Das ist nur zur Sicherheit und sollte im Normalbetrieb gar nichts tun.



Theoretisch könntest du an den kältesten Tagen des Jahres (mal so eine Woche bei -10°C im Januar) probieren, den Festwertregler zu reduzieren. Auf beispielsweise 35°C. Wenn es zu kalt wird langsam anheben.
Bringt dir aber Heizkostentechnisch wenig bis gar nichts.
Wenn das alles funktioniert, lass die Finger davon.

Den defekten Stellantrieb tauschen (lassen) und glücklich weiterleben.

Verfasser:
FreddiF
Zeit: 30.10.2020 16:32:04
0
3033529
Ich hab nun erfahren dass zu hohe Temperaturen den Estrich kaputtmachen können?
Die 48 Grad an der 24 wären ja dann ein bisschen viel oder?
Also mal so auf 40 Grad stellen?

WIe kann ich eigentlich feststellen ob der besagte Kapillar-Röhrchen-Draht noch heile ist. Wenn der geknickt wäre, würde die 24 dann alles dauerhaft heiß oder kalt werden lassen?

Verfasser:
FreddiF
Zeit: 20.11.2020 16:17:46
0
3046419
Hallo nochmal, ich muss nochmal auf etwas zurückkommen. Ich hatte glaube ich schon gesagt dass mir unsere Fußbodenheizung etwas warm vorkommt.
Ich habe dann ungefähr bei Stelle 12 das Rohr mit einem Drahtthermometer gemessen und maß teilweise bis zu 71°C (!) an dieser Stelle. Fühler 9 hatte auch entsprechend längst die Pumpe abgeschaltet, da es ihm zu heiß ist.
Es stimmt aber was mit Regler 24 nicht: ich hatte ihn, als es so heiß war, mal von seiner circa 48°-Stellung auf ca. 35°-Stellung runtergedreht, und tatsächlich senkte sich die gemessene Temperatur daraufhin (es schwankte komischerweise zwischen 35-45 Grad), und auch der Fußboden war nicht mehr so heiß. Ich dachte, Thema erledigt. Am nächsten Morgen war der Fußboden aber schon wieder heiß und auch die Messung an Stelle 12 war wieder bei knapp 70 Grad. Ich habe Regler 24 dann komplett zugedreht, aber das ändert nichts. Müsste die Heizung beim Zudrehen von Regler 24 nicht irgendwann ganz kalt werden? Wenn der Regler defekt ist, warum hat er dann anfangs funktioniert?
Danke für eure Hilfe!

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 21.11.2020 07:15:10
2
3046686
Hallo

Du solltest als erstes mal Deine Heizkurve der Heizkörper anpassen.... um diese Jahreszeit braucht i.d.R. noch niemand 71°C Vorlauftemperatur auf den HK.

Gedankenspiel:
Sicherheitsthermostat schaltet Pumpe ab.....weil zu heisser Vorlauf an Stelle 12....
Vorlauf Primär drückt durch die normale Heizungspumpe weiter heisses Wasser durch den unteren Veteilerbalken, durch die Pumpe und das Sicherheitsthermostat, erst danach kommt am oberen Verteilerbalken der Anlegefühler für den Thermostatkopf des Einspritzventiles. Also nachvollziehbar dass dort die normale Heizkreis VL Temperatur anliegt.

Deine Einspritzschaltung als Festwertregelung ist halt alles andere als optimal für eine FBH. Das ist eher ein System für eine FB Temperierung.
Unter dem Strich fährst Du Vollgas und hast für jeden Heizkreis eine Bremse mit der Du den jeweiligen Raum bremst.......

Für Brennwerttechnik völlig ungeeignet, weil der warme FBH Vorlauf in den Rücklauf geleitet wird.

ciao Peter

Verfasser:
FreddiF
Zeit: 21.11.2020 16:21:25
0
3046982
Hallo,
dass die Heizung so ausgelegt ist, dafür kann ich nix, wir haben die Wohnung ja so gekauft. An der Gaszentralheizung im Keller hängen 20 Wohnungen, sprich das wäre ein ganz anderes Thema da zu überlegen was man grundsätzlich verbessern kann.

Mir ging es jetzt ganz konkret darum, weshalb Thermostatkopf 24 offenbar kaputtgegangen ist. Dadurch dass Fühler 9 wegen dauerhafter Überschreitung der gesetzen Fühlertemperatur von ca. 50° die Pumpe 16 ins Dauer-Aus geschickt hat, ist es nun im Bad noch warm (weil nah am Kasten), im Rest der Wohnung aber kalt. Thermostat 24 ist komplett zugedreht seit 2 Tagen, dennoch wie gesagt >70° im Kasten.

Ich habe heute mittag mal 24 abgeschraut und einen Thermostatkopf von nem normalen HK den ich noch hatte angeschraubt - siehe da, endlich (!) fällt die gemessene Temperatur und auch die Pumpe springt wieder an, da die 50° wieder unterschritten werden. Rest der Wohnung wird wieder warm. Natürlich brauche ich auf Dauer nen neuen Thermostatkopf mit Fernfühler.

Die große Frage wie gesagt: warum ist 24 kaputtgegangen? Als wir die Wohnung vor kurzer Zeit kauften gab es ein bekanntes Dauer-Leck an der ZH im Keller. Dieses wurde immer schlimmer, und wurde diesen Sommer endlich repariert. Meine Vermutung: über die Jahre der Leckage wurde die ZH immer heißer gedreht um die mangelnde Leistung zu kompensieren, und jetzt wo wieder alles dicht ist ist die VL zu hoch. Der aktuelle kaputte Ondatherm-Thermostatkopf hat eine Skala von 20-50°. Bei anderen Thermostatköpfen die aktuell so am Markt sind liest man in den Webshops meist, die Maximaltemperatur des Fühlers liegt ca 10 Grad über dem Skalamaximum, z.B. der von Heimeier hat auch ne Skala 20-50° und der Fühler "max. 60°". Jetzt weiss ich nicht was "max." in dem Zusammenhang heisst, aber wenn es heisst dass das ganze Ding kaputt geht wenn der Fühler mal über 60° abkriegt, dann könnte genau das in meinem Fall passiert sein, weil ja der lange Jahre leckende Heizblock im Keller repariert wurde und nun zu heiß läuft, sprich der hat da 70° reingeschickt und (wenn ich das richtig verstanden habe) die Maximaltemperatur des Fühlers überschritten = defekt.
Ist das möglich?? Gehen Thermostatköpfe bzw. Fernfühler wirklich kaputt wenn die angegeben Max-Temperatur des Fernfühlers überschritten wird?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.11.2020 16:59:18
0
3047003
Nur mal so: eine 10ü%-Einzelraumregelung ist bei solch einer Einspritzschaltung völlig kontraproduktiv, da die Zirkulation der Heizwassers, die möglichst konsequent gegeben sein sollte, dann unterbrochen werden würde, wenn zeitgleich alle Ventileinsätze durch die Stellantriebe geschlossen werden!
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Dann also ein System mit Einspritzschaltung ... da ist die Einzelraumregelung mit den thermoelektrischen Stellantrieben m. M. n. nicht wirklich optimal, denn wenn die Dinger alle schließen, ist bei Betrieb der Umwälzpumpe kein zumischen von kühlem Rücklaufwasser aus den wasserführenden Wärmeaustauschflächen möglich!

Verfasser:
FreddiF
Zeit: 21.11.2020 17:50:59
0
3047050
Ja versteh ich, aber wie soll ich das ändern? Wir haben die Wohnung halt wie gesagt so gekauft. Wenn das so häufig vorkommt kann es ja nicht grundsätzlich falsch sein?

Und Hauptfrage immernoch: warum ging 24 kaputt?

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 22.11.2020 06:48:28
1
3047260
Hallo

Antwort auf Hauptfrage: weil alles irgendwann kaputt geht.

Und nein Du kannst niemand dafür haftbar machen, da Du meiner Meinung nach keinen Causalen Zusammenhang herstellen kannst......

Kauf Dir nen neuen Anlegefühler mit Fernversteller und gut ist.

Wenn Du es besser machen willst kauf Dir eine kleine Regelung mit 3-Punkt Antrieb und Anlegefühler und Funkaussenfühler und bau es um auf witterungsgeführt. Dann hast Du vernünftige Vorlauftemperaturen mit vernünftigen Spreizungen und keine abgewürgte Hydraulik.

ciao Peter

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