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Foren
Daikin Altherma 3 R ECH2O / Pufferspeicher erforderlich
Verfasser:
Mustermann2000
Zeit: 29.12.2020 14:46:42
0
3076080
Hallo zusammen.

Für unseren Neubau wollen wir nach langem hin und her die Daikin Altherma 3 R ECH2O mit 6 KW nehmen. 6 KW, da die Heizlastberechnung einen Bedarf von 5,7 KW ergeben hat.

Nun stellen sich jedoch 2 Fragen:

1.) Sollte der Warmwasserspeicher bei einem 4-Personen-Haushalt 300 Liter oder 500 Liter haben?
Installateure und Daikin (telefonisch) selbst empfehlen 500 Liter, dass www sowie die Verkäufer von Mitsubishi-Wärmepumpen empfehlen bei 4 Personen hingegen 200 Liter bis 300 Liter. Daher die Frage wieso bei Daikin 500 Liter?

2.) Ist bei Daikin für die Fußbodenheizung ein extra Pufferspeicher erforderlich? Die Info finde ich weder auf der Website von Daikin noch sonst irgendwo im www. Telefonisch teilte der Daikin-Berater zwar mit, dass kein Pufferspeicher erforderlich sei UND auch der Warmwasserspeicher NICHT größer dimensioniert werden solle, da die Fußbodenheizung auch nicht über den Warmwasserspeicher läuft. Sicher hat er sich jedoch nicht angehört. Auf Nachfrage, wo denn die Fußbodenheizung angeschlossen wird, konnte er keine wirkliche Auskunft geben.

Daher die Frage an euch, in der Hoffnung, dass sich jemand mit der o.g. Heizung auskennt.

Gruß

Max Mustermann

Verfasser:
Reggae
Zeit: 29.12.2020 15:31:53
1
3076108
Den 500er

und

Der Puffer ist 500.

Warmwasser wird dem Durchlaufprizip gemacht.

Arne

Verfasser:
wysel
Zeit: 29.12.2020 15:44:24
5
3076114
Hallo Mustermann!

Anscheinend hast du dich noch nicht mit dem Funktionsprinzip der Daikin Altherma 3R ECH2O auseinander gesetzt.
Diese Heizung ist identisch zur "Rotex HPSU compact Ultra" und zu beiden Heizungen findest du sehr viele Threads in diesem Forum zur Funktionsweise und allen Vor- und Nachteilen.

Rotex HPSU ultra Erfahrunsthread

Altherma 3 Erfahrungsthread

Kurz zusammengefasst:

Die Daikin Altherma 3 R ECH2O ist eine sehr Effiziente und durchdache Wärmepumpenheizung, allerdings müssen einige Punkte in der Planung berücksichtigt werde.
Mind. 700l/h Durchfluss im Heizkreis und Vorlauftemperaturen >25°C sind Mindestvoraussetzung und können schon durch die Auslegung der Heizkreise berücksichtigt werden.

Die Wärmepumpe ist ein Split-Gerät und das Außengerät schickt das heiße Kältemittel in den Plattenwärmetauscher im Innengerät. Dieser wird vom Heizungswasser durchflossen, dass dann DIREKT in die FBH geht.
Die VL Temperaturregelung erfolgt Witterungsgeführt.

Im Innengerät integriert ist ein 500L Pufferspeicher mit "totem Wasser". Die 500L Wasser werden duch die Wärmepumpe auf die gewünschte Warmwassertemperatur gebracht (ideal <=48°C). Dazu wird das Heizprogramm gestoppt. Das heiße Heizungswasser aus dem Plattenwärmetauscher wird durch eine automatische Umschaltung interner 3-Wege-Ventile in einen Spiralwärmetauscher im 500L Puffer geleitet bis das Pufferwasser die gewünschte Temperatur hat. Danach schaltet die Heizung wieder in den Heizbetrieb.
In diesem 500L Pufferspeicher ist auch ein Edelstahl-Spiralrohr-Wärmetauscher und dient als eine Art "Frischwasserstation". Dieser WT wird von deinem Kaltwasser durchflossen, dieses wird durch die Wäremenergie im Pufferwasser erwärmt und rinnt dann bei dir als Brauchwasser/Warmwasser aus dem Wasserhahn.
Das Pufferwasser kommt weder mit dem Warmwasser, noch mit dem Heizungswasser in Berührung, des dient als reiner Energiespeicher.

Ich würde dir auch zur 500L Version raten, weil du dadurch weniger Warmwasserladungen hast und im Winter hast du Vorteile beim Abtauen der Außeneinheit, weil auch die Wärme fürs Abtauen des Außengerätes aus dem 500L Puffer genommen wird.

Das sind nur ein paar Infos zum Gerät, du solltest dich vor dem Kauf wirklich in die Materie einlesen, da diese Heizsysteme zwar sehr effizient und wartungsarm sind, Planungsfehler aber nur sehr schwer im Nachhinein wieder gut gemacht werden können.

Zu deinen Fragen:

1) Bei 4 Personen unbedingt 500L
2) Nein, es ist definitiv kein Puffer notwendig!

Wenn du dein Projekt hier genauer beschreibst und/oder Infos brauchst können wir dir gerne weiterhelfen! Je besser die Fragestellungen, desto einfacher ist es punktgenaue Antworten zu geben!

lg Michl

Verfasser:
Reggae
Zeit: 29.12.2020 15:57:45
0
3076124
Zitat von wysel Beitrag anzeigen
Die 500 sind der Puffer[...]


Gruß Arne

Verfasser:
Mustermann2000
Zeit: 29.12.2020 18:25:39
0
3076253
Erstmal vielen Dank für die Ausführliche Antwort.

Was mich etwas abschreckt ist der Threat der "Abtaugeschädigten"...
Mit den 6Kw die wir brauchen fallen wir genau unter die Pumpen (6-8Kw) die offenbar Probleme haben.

Evtl schaue ich mich dann auch mal nach einer Mitsubishi um, wobei hier die Lieferzeit aktuell unterirdisch sind.

Was für Infos sind denn für euch von Relevanz, damit ich das Projekt hier näher beschreiben kann?

Gruß

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 29.12.2020 18:46:46
2
3076282
Das Abtauthema betraf nur eine ältere HPSU-Serie (ca. 2014-2016). Die aktuellen Modelle („Ultra“ mit R32) haben kein Problem mehr!
Mit der Mitsubishi tust Du Dir keinen gefallen, wenn ich die Threads dazu richtig verfolgt habe.

Gruß Karl

Verfasser:
Mustermann2000
Zeit: 29.12.2020 19:21:57
0
3076304
Ah, sehr gut!
Danke für die Info!

Verfasser:
wysel
Zeit: 29.12.2020 21:58:46
0
3076395
Zitat von Mustermann2000 Beitrag anzeigen
Evtl schaue ich mich dann auch mal nach einer Mitsubishi um, wobei hier die Lieferzeit aktuell unterirdisch sind.[...]


Ich hatte bis zum Schluss die Mitsubishi Zubadan und die Daikin im Rennen, mein persönlicher Favorit war immer die Mitsubishi, schlussendlich hat mich dann aber das Gesamtpaket der ECH2O überzeugt.

+ Modulierende Wärmepumpe,
+ quasi "Frischwasserstation"
+ Einfache Solarthermie Anbindung
+ Modulierende UWP
+ Integrierter Heizstab inkl "intelligenter" Ansteuerung
... alles in einem System von einem Hersteller

Das hätte ich mir bei Mitsubishi alles mit verschiednenen Komponeten zusammenbauen/-konfigurieren müssen und das zu einem wesentlich höheren Preis und der "Schuldfrage" für den Fall, dass es dann doch nicht funktioniert.

lg Michl

Verfasser:
wysel
Zeit: 29.12.2020 22:05:04
1
3076400
Zitat von wysel Beitrag anzeigen
2) Nein, es ist definitiv kein Puffer notwendig![...]


Korrekt sollte es heißen:
"Nein, es ist kein eigener externer Pufferspeicher für den Heizkreis der FBH notwendig."

Die 300/500L Pufferwasser für die Warmwasserbereitung, die Solaranbindung und die Heizungsunterstützung (durch Heizstab oder Solarwärme) hast du bei diesem System sowieso integriert.

Verfasser:
Mauk
Zeit: 29.12.2020 22:23:44
0
3076413
Benötigt die Daikin WP eine regelmäßige Dichtheitsprüfung?

Verfasser:
McMagellan58
Zeit: 29.12.2020 22:57:59
0
3076424
Hallo Mustermann2000

Wir haben dieses Jahr ein Haus gebaut mit einem GU der die Daikin- Anlage, damals im Angebot noch Rotex, geliefert hat. Zum 500L Speicher als aufmusterung haben wir uns im letzten möglichen Moment entschieden und ich halte es heute noch für richtig.

Wir mussten aber feststellen, das es nicht so einfach ist einen Fachbetrieb für Wärmepumpen zu finden. Bei einer normalen Heizung ruft man einen Heizungsbauer an und gut is. Nicht so bei einer Wärmepumpe, da zwischen Heizungsteil und Kälteteil unterschieden wird. Mein Tip daher: Such dir einen seriösen Fachbetrieb aus der Wärmepumpen aus einer Hand machen kann und richte dich nach dem was er im Programm hat. Das kann durchaus die Daikin sein.

Grüsse McMagellan58

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 30.12.2020 07:39:01
0
3076492
Zitat von Mauk Beitrag anzeigen
Benötigt die Daikin WP eine regelmäßige Dichtheitsprüfung?
Nein! Mit nur 1,5kg R32 liegt sie weit unter dem dafür relevanten GWP-Grenzwert.

Gruß Karl

Verfasser:
Mustermann2000
Zeit: 30.12.2020 08:19:18
0
3076498
Sooo... Vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen.

Ich denke wir bleiben dann tatsächlich bei der Daikin Altherma 3 R ECH2O, insbesondere da das Abtauproblem ja scheinbar nur die älteren Modelle betrifft. Dies war eigentlich der einzige Aspekt für mich, der gegen die Daikin gesprochen hat. Da die neuen Modelle ja nicht betroffen sind, spricht daher nichts gegen die Daikin.

Geplant ist eigentlich das Modell mit 6 Kw und 500 Liter zu nehmen, da die Heizlastberechnung eines Ingenieurbüros eine Standardheizlast von 5750 W egeben hat. Bezogen auf die unterstellte Nettogrundfläche (194,3 qm) ergibt dies 29,60 W/m².

Was mir jedoch aufgefallen ist: In den 194,4 qm Nettogrundfläche (beheizte Fläche) sind auch der Hauswirtschaftsraum, die Abstellkammer, das Ankleidezimmer im OG sowie der direkte Küchenarbeitsbereich (offene Küche) eingerechnet. Eigentlich wollte ich diese Bereiche nicht mit einer Fußbodenheizung auslegen.

Den Hauswirtschaftsraum nicht, da dies der Anschlussraum im EG ist, der dürfte ausreichend warm sein, da hier die Fußbodenheizung zusammenläuft.
Die Kammer nicht, da hier u.a. auch Lebensmittel gelagert werden sollen.
Den direkten Küchenarbeitsbereich [Bereich unter Küchenschränken und zwischen Arbeitsschränken (U-Form)] nicht, da hier ggf. auch Lebensmittel in den Unterschränken gelagert werden.
Das Umkleidezimmer im OG nicht, da von hier aus die Anschlüsse der Fußbodenheizung in die einzelnen Zimmer gehen. Hier dürfte also auch automatisch ausreichend Wärme vorhanden sein.

Das bedeutet dann doch, dass die 194,4 qm Nettogrundfläche um diese Quadratmeter (insgesamt: 29,09 qm) zu reduzieren ist?
Dies würde bedeuten, dass die Nettogrundfläche (beheizbare Fläche) nur 165,31 qm und nicht 194,4 qm beträgt.
Multipliziert mit 29,60 W/m² ergibt dies eine Heizlast von 4.893 W. Entsprechend bräuchten wir eine Luftwärmepumpe mit 5 Kw und nicht wie bisher angenommen 6 Kw. Ist diese Annahme soweit richtig?

Spricht aus eurer Sicht etwas dagegen die o.g. Räume nicht mit einer Fußbodenheizung auszulegen oder sollten die Räume doch beheizt werden?

Sollte meinde Denkweise zum Nicht-Beheizen richtig sein, dürfte auch die Reduzierung der Heizfläche von 194,4 qm auf 165,31 qm die logische Folge sein, wodurch die Luftwärmepumoe kleiner als angenommen zu dimensioneiren ist, richtig oder habe ich einen Denkfehler?

Verfasser:
Mustermann2000
Zeit: 30.12.2020 08:23:33
0
3076499
P.S.: Da es die Daikin nicht mit 5 Kw gibt (sondern nur 4, 6 und 8) stellt sich die Frage, ob die Überdimensionierung um 1 KW (6 statt 5) sich so negativ auswirkt, dass ggf. auf eine andere Luftwärmepumpe mit passenden 5 KW ausgewichen werden sollte (z.B. Mitsubishi Heizungs-Set 421 Power Inverter 5 Kw).

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 30.12.2020 08:40:34
0
3076507
Zitat von Mustermann2000 Beitrag anzeigen
Sooo... Vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen.

Ich denke wir bleiben dann tatsächlich bei der Daikin Altherma 3 R ECH2O, insbesondere da das Abtauproblem ja scheinbar nur die älteren Modelle betrifft. Dies war eigentlich der einzige Aspekt für mich, der gegen die Daikin gesprochen[...]

Da im Neubau die Wärmeisolation der Außenhülle sehr viel besser als die Isolation der Innenräume untereinander ist, lassen sich keine größeren Temperaturdifferenzen zwischen den Räumen erzielen. Das ist Physik und führt dazu, dass ungeheizte Räume von den umliegenden Räumen mitgeheizt werden (was wiederum höhere Vorlauftemperaturen erfordert). Die Heizlast wird durch unbeheizte Räume also nicht entsprechend deren Grundflächenanteil verringert. Das Weglassen der FBH in einzelnen Räumen ist also nur bedingt sinnvoll.

Wichtiger als die Nennleistung ist bei einer modulierenden WP die untere Modulationsgrenze, die bei der Daikin unabhängig von der Nennleistung (4, 6 oder 8kW) immer bei 1,8kW liegt. Die 4kW-Variante würde (nur als Beispiel) also keinen Effizienzvorteil bringen, aber eine viel längere Aufheizzeit des Speichers bedeuten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die 5kW Mitsubishi nicht unter die 1,8kW der Daikin kommt. Bringt also nichts!

Bevor ich‘s vergesse: Die Daikin gibt es jetzt in einer 7kW-Variante, die mit einer AZ>4,5 auch im Neubau förderfähig ist (2000 Euro vom Staat).

Gruß Karl

Verfasser:
Mustermann2000
Zeit: 30.12.2020 09:40:58
0
3076535
Hallo Karl,

danke für deine Ausführungen, welche durchaus Sinn ergeben. Bedeutet dies denn dann auch, dass in den o.g. Räumen die Fußbodenheizung verlegt werden sollte?

Aufgrund der berechneten Standardheizlast (5750 W) werden wir dann die Daikin mit 6 Kw (und 500 Liter) wählen. Es sei denn es spricht etwas dagegen?

Gibt es sonst noch etwas, was zwingend beachtet werden muss? Ich denke die Wahl der richtigen Luftwärmepumpe ist erstmal die erste Priorität.

Eine weitere Sache noch:
Wir wollten jeden Raum mit separaten Thermostaten ausstatten, sodass die Fußbodenheizung in jedem Zimmer separat gesteuert werden kann (ist, wenn ich mich nicht täusche, von der EnEV so vorgeschrieben).
Aufgrund deiner Ausführungen, dass die wärmeren Räume die anderen Räume mitheizen, würde dies dann ja aber wenig Sinn ergeben? Dh. sollte diese Einzelraumregelung dann weggelassen werden?

Verfasser:
wysel
Zeit: 30.12.2020 09:57:17
0
3076546
Zitat von Kala Nag Beitrag anzeigen
Zitat von Mauk Beitrag anzeigen
[...]
Nein! Mit nur 1,5kg R32 liegt sie weit unter dem dafür relevanten GWP-Grenzwert.

Gruß Karl


Nur so nebenbei:

Ist Österreich greift hier die Kälteanlagenverodnung und die schreibt eine jährliche Sicherheitsprüfung bei Anlagen >= 1,5kg Kälemittelmenge vor.

Ich habe 22m Kältemittelleitung und dadurch 1,7kg Füllmenge.

Laut Kältetechniker wird diese Verordnung hauptsächlich auf Gewerbeanlagen angewendet, es steht jedoch nirgendwo, dass Privathaushalte von der Prüfpflich ausgenommen sind. Im Schadensfall also vielleicht ein Streitthema!

In Ö empfehlen die meisten Hersteller eine Überprüfung alle 24 Monate, dem liegt aber keinerlei gesetzliche Vorgabe zugrunde und man muss sich als Privater, außerhalb der Garantiezeit, auch nicht zwingend an das Interval halten.
Mit knapp über 400Euro ist die Inspektion/Wartung auch nicht ganz billig. Auf 15 Jahre Laufzeit gerechnet und 7 Wartungen (alle 2 Jahre) sind das fast 3000Euro Wartungskosten die da zusammenkommen.

Für Kälteanlagen ab 3kg Kältemittelmenge gilt eine verpflichtende Dichtheitskontrolle alle 12 Monate! Das sollte für Privathaushalte aber eher uninteressant sein.

Alle Angaben ohne Gewähr! Da haben wir sicher Experten hier im Forum die sich da viel besser auskennen!

lg Michael

Verfasser:
wysel
Zeit: 30.12.2020 10:13:17
0
3076556
Zitat von Mustermann2000 Beitrag anzeigen
Hallo Karl,

danke für deine Ausführungen, welche durchaus Sinn ergeben. Bedeutet dies denn dann auch, dass in den o.g. Räumen die Fußbodenheizung verlegt werden sollte?

Aufgrund der berechneten Standardheizlast (5750 W) werden wir dann die Daikin mit 6 Kw (und 500 Liter)[...]


Die Daikin ist eine modulierende Wärmepumpe, d.h. sie kann ihre Heizleistung fast stufenlos an die benötigte Heizleistung anpassen.
Die Heizleistung ist stark von der Außentemperatur und von der benötigten Vorlauftemperatur abhängig.
Ein 6kW Außengerät, kann bei +12°C Außentemperatur und 30°C VL Temperatur bis zu 7,75kW liefern. Bei -20°C schafft sie auch noch 5,2kW bei 30°C VL Temperatur.

Eng wird es erst, wenn du hohe Vorlauftemperaturen >40°C brauchst, das sollte bei dir durch die FBH aber nicht notwendig sein.
Die Warmwassererzeugung erfolgt mit ca 50°C Vorlauftemperatur, da bricht die Heizleistung bei Minusgraden dann schon ordentlich ein, bei mir geht aber zB auch bei -7°C Außentemperatur noch kein Heizsstab mit rein.

Im Teillastbereich ist der COP der Anlage nochmal höher als unter Vollast, das kann ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen. Meine 8kW Anlage liefert im Winter im Schnitt 4,8kW bei ca 30°C VL Temperatur, bei einem COP von 4,8 inkl. Warmwasser.

Hier die Leistungsdaten zu den Außengeräten, den COP musst du dir daraus selber berechnen:


Du bist mit einem 6kW Gerät also sicher gut bedient!

Die Dakin WP ist sehr Empfindlich auf Durchflussschwankungen, die Idee mit den Einzelraumregelungen solltest du dir seeehr gut überlegen. Es gibt hier im Forum viele Fälle, in dem sich die ERR im Nachhinein als Hauptstörquelle herausgestellt haben und viele haben die Stellantriebe wieder abmontiert! Ein thermischer/hydraulischer Abgleich nach der Inbetriebnahme ist viel wichtiger und Effizienter als diese ERR.
(Mit den BAFA Vorschriften in D kenn ich mich nicht aus, da ist sicher Karl der bessere Ansprechpartner.)

Ich habe 18 Heizkreise und nur 2 davon werden mit ERR geregelt. Das ist der Heizung ziemlich egal, weils ich der Druchfluss nicht wesentlich ändert. Wenn du aber mehr Thermostate hast und diese alle zugleich zumachen, wirst du keine Freude mit deiner Heizung haben, weil diese dann die verrücktesten Symptome zeigt ;-)

lg Michl

Verfasser:
Mustermann2000
Zeit: 30.12.2020 10:27:39
0
3076565
Zitat von wysel Beitrag anzeigen
Zitat von Mustermann2000 Beitrag anzeigen
[...]


Die Dakin WP ist sehr Empfindlich auf Durchflussschwankungen, die Idee mit den Einzelraumregelungen solltest du dir seeehr gut überlegen. Es gibt hier im Forum viele Fälle, in dem sich die ERR im Nachhinein als Hauptstörquelle herausgestellt haben und viele haben die Stellantriebe wieder abmontiert! Ein thermischer/hydraulischer Abgleich nach der Inbetriebnahme ist viel wichtiger und Effizienter als diese ERR.
(Mit den BAFA Vorschriften in D kenn ich mich nicht aus, da ist sicher Karl der bessere Ansprechpartner.)


Ist dass denn ein Daikin-Problem oder haben andere Luftwärmepumpen auch das gleiche Problem?

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 30.12.2020 10:33:37
0
3076569
Zitat von Mustermann2000 Beitrag anzeigen
Ist dass denn ein Daikin-Problem oder haben andere Luftwärmepumpen auch das gleiche Problem?[...]
Die Daikin ist mit einem minimalen Volumenstrom von 720l/min unempfindlicher als die meisten ihrer Wettbewerber! Die anderen mir bekannten WP brauchen über 1000l/min. Ich bezeichne die Daikin als besonders tolerant, was den Durchfluss betrifft. Aber klar, keine WP verträgt es, wenn die Mehrzahl der On/Off-Thermostatventile im Haus zu macht.

Gruß Karl

Verfasser:
Mustermann2000
Zeit: 30.12.2020 11:34:53
0
3076621
Ok, danke.

Sonst noch Sachen, die ich unbedingt beachten muss? :-)
Bezweifle aktuell, dass sich unser Installateur sonderlich gut mit Luftwärmepumpen auskennt, daher informiere ich mich selbst noch lieber parallel...

Überlege aktuell mir einen Verlegeplan für die Fußbodenheizung von dem Ingenieur erstellen zu lassen, der auch die Heizlastberechnung gemacht hat. Zumindest scheint er kompetent zu sein...

Gruß

Mustermann

Verfasser:
Mustermann2000
Zeit: 30.12.2020 11:35:49
0
3076623
Eine Sache noch:
Die Daikin mit 8 Kw zu nehmen wäre in unserem Fall nicht besser, richtig?

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 30.12.2020 12:18:50
0
3076664
Bei der FBH ist es wichtig, den Verlegeabstand im Bad deutlich zu reduzieren. Das Bad erfordert seitens der Nutzer meist eine höhere Raumtemperatur, ist aber als kleiner Raum besonders ungünstig bei FBH, und die Grundfläche von Dusche und Badewanne stehen für die Heizschlangen nicht zur Verfügung. Wenn man im Bad die Heizschlangen nicht auf ca. halben Abstand legt, wird es dort bei niedriger Vorlauftemperatur nie richtig warm.

Die 8kW-Version ist quasi das „Chiptuning“ der 6kW-Variante bei identischer Hardware. Dafür wird ein satter Aufpreis verlangt. Vorteil ist lediglich die schnellere Aufheizung des Speichers. Bzgl. Effizienz hast Du mit der größeren Maschine praktisch keine Nachteile. Ich würde die 6 kW nehmen (habe selbst „ungefragt“ die 8kW).

Gruß Karl

Verfasser:
Mustermann2000
Zeit: 30.12.2020 12:43:14
0
3076695
Hätte man dann statt nur "keine Nachteile" denn auch Vorteile, sodass sich die Mehrkosten von ca. 1.000 EUR lohnen?

Verfasser:
SebDob
Zeit: 30.12.2020 13:02:13
0
3076704
Zitat von Mustermann2000 Beitrag anzeigen
Ok, danke.

Sonst noch Sachen, die ich unbedingt beachten muss? :-)
Bezweifle aktuell, dass sich unser Installateur sonderlich gut mit Luftwärmepumpen auskennt, daher informiere ich mich selbst noch lieber parallel...

Überlege aktuell mir einen Verlegeplan für die[...]



Möglichst gleich lange Kreise. 30m max Unterschied längster zu kürzester.
Bad keinen Handtuchwärmer, bzw nur elektrisch mit heizstab. Bei 30 Grad Vorlauf kommt A keine Wärme, B ein hydraulischer Kurzschluss. Bekommt der HB bzw Planer keine Wärme ins Bad, Wandheizung (Fussbodenheizung in der Wand) berechnen lassen. VL Berechnung auf max 30 Grad.
ERR installieren lassen. Kommen eh alle ab. Musst du selbst über Wochen abgleichen.

Kaltes Schlafzimmer ist nur bedingt möglich, max 2 Grad weniger.
Unbedingt lüftungsanlage einplanen.
Was du jetzt an Kosten für Dämmung etc einsparst, zahlst du ab Einzug drauf. Alles rein was geht.

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Daikin Altherma 3 R ECH2O / Pufferspeicher erforderlich
Verfasser:
SebDob
Zeit: 30.12.2020 13:02:13
0
3076704
Zitat:
...
Ok, danke.

Sonst noch Sachen, die ich unbedingt beachten muss? :-)
Bezweifle aktuell, dass sich unser Installateur sonderlich gut mit Luftwärmepumpen auskennt, daher informiere ich mich selbst noch lieber parallel...

Überlege aktuell mir einen Verlegeplan für die[...]


Möglichst gleich lange Kreise. 30m max Unterschied längster zu kürzester.
Bad keinen Handtuchwärmer, bzw nur elektrisch mit heizstab. Bei 30 Grad Vorlauf kommt A keine Wärme, B ein hydraulischer Kurzschluss. Bekommt der HB bzw Planer keine Wärme ins Bad, Wandheizung (Fussbodenheizung in der Wand) berechnen lassen. VL Berechnung auf max 30 Grad.
ERR installieren lassen. Kommen eh alle ab. Musst du selbst über Wochen abgleichen.

Kaltes Schlafzimmer ist nur bedingt möglich, max 2 Grad weniger.
Unbedingt lüftungsanlage einplanen.
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