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RGK Planung - Neubau in 51491
Verfasser:
fritzemann
Zeit: 13.01.2021 00:54:49
0
3086837
Hallo Zusammen,

nach Eurer Hilfe zu meinem ersten Beitrag (Angebot Kalte Nahwärme der Stadtwerke) und vielem weiterem lesen und lernen hier im Forum, möchte ich gerne einen RGK in Eigenleistung für unseren geplanten Neubau realisieren.

Zusätzlich bekräftigt mich ein kurzes Telefonat mit einem örtsansässigen Heizungsbauer (Nibe Partner) welcher direkt entgegnete das dies kein Problem sei. Es müsse nur klar sein das die Verantwortung der Quelle auf meiner Seite liegt. Das Befüllen könne er aber übernehmen.
Auch kennt er BKA und hat selbst eine bei sich in Betrieb...

Eckdaten:
- 4 Bewohner (2 Erw. + 2 Kinder)
- Bauen mit Architekt und Einzelvergabe
- Bauantrag eingereicht
- Grundstück 425 m²
- EFH mit unterkellertem Carport (Geräteraum u. Hausanschlussraum)
- Zwei Vollgeschosse (Betondecken) mit Flachdach, ohne Keller
- Wohnfläche 178 m²
- Bruttovolumen 714 m³
- KfW 55 angestrebt (Angebotsanfrage an Bauphysik/Energie-Berater läuft)
- Noch keinen Energie-Ausweis oder Heizlastberechnung
- Monolithische Bauweise (36,5 cm)
- BKA in beide Geschossdecken (Eigenleistung od. HB)
- KWL mit WRG (Eigenleistung)

Das Grundstück ist leider nicht ganz trivial und wir mussten einige Entwürfe mit dem Architekten durchsprechen.

Erläuterung aus dem Bauantrag:
Es handelt sich um ein unbebautes, neuerschlossenes Wiesengrundstück mit Gefälle in NO-SW- und SO-NW-Richtung. Zudem wurden die südöstlich und südwestlich angrenzenden, öffentlichen Verkehrsflächen bis zu ca. 2,50 m angeschüttet und entsprechend angeböscht. Das Baugrundstück weist aufgrund der vorgenannten Gründe eine atypische Topografie auf.

Aufgrund des atypischen Geländeverlaufs und der angeschütteten Verkehrsfläche wurde das Gebäude so geplant, dass das Obergeschoss annähernd ebenerdig zur Straßenoberkante gelegen ist und die untere Nutzungsebene ebenerdig an die bestehende Gartenfläche anschließt. Die o.g. Straßenböschungen sollen weitestgehend erhalten bleiben, so dass eine ausreichende Belichtung des
unteren Geschosses sichergestellt werden kann. Lediglich der Böschungsbereich am Carport, Stellplatz und Hauseingang soll angeschüttet und (soweit erforderlich) mit Winkelstützmauern abgefangen werden.


Obergeschoss (Eingang)

Gartengeschoss

Zum RGK:
In dem Neubaugebiet gab es ein Bodengutachten bei welchem direkt neben unserem Grundstück eine Bohrung durchgeführt wurde:


Da ich leider noch keine Heizlastberechnung habe und auch die Dämmwerte der Bauteile noch nicht weiss, habe ich die Hüllfläche zunächst über den Daumen gepeilt und den H'T Wert mal auf 0,32 gesetzt...
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=j5FTQwM8qV1Aksm5St8C

Fragen/Feedback:
1. Trenchplanner Ton/Schluff ok?

2. Aufgrund der Hanglage wird das Gelände begradigt und an den Rändern teilweise abgeböscht, nämlich auf 192.0 m. ü. NHN im oberen Gartenbereich (NO und SO) und 191.0 m im unteren Gartenbereich (NW). Zur Übersicht habe ich von einem aktuellen Lageplan mal die Geländehöhen eingetragen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=SJ1OwymJBZceqqWTXMDs
Bedenken habe ich in der östlichen Ecke des Grundstücks mit ca. 193,5 m. ü. NHN. Wenn wir dort den Graben vor Baubeginn in 1.7m Tiefe anlegen (also bei ca. 191,8 m) und anschliessend wieder zuschütten, dann würde der Tiefbauer das Gelände später auf 192.0 m modellieren und der Kollektor würde ja nur knapp unterhalb der Oberfläche liegen... Wie könnten wir das lösen? Das der Baggerfahrer diesen Teil des Geländes zunächst auf Zielhöhe bringt und dann erst den Graben aushebt?

3. Aufgrund der vom Architekten eingezeichneten Regen- und Schmutzwasser Leitungen habe ich den Kollektorverlauf mit so wenig Kreuzungen wie möglich und dann mit geraden Verlauf unter die Bodenplatte geführt. Hier bin ich nicht sicher ob man es wagen könnte den Verlauf auch unter den ganzen Abwasserleitungen durchzuführen. Der untere Grundstücksbereich liegt knapp unter der Zielhöhe. Somit denke ich das das passen könnte aufgrund der 1.7m Grabentiefe und die Abwasser Leitungen darüber laufen könnten. Oder ist das zu riskant da der Tiefbauer ja dann dort die Gräben für die Anbwasserleitungen nachträglich ausheben muss und eventuell zu tief und den Kollektor beschädigen könnte?

4. Der geplante Hausanschlussraum (unterhalb des Carports) liegt außerhalb der thermischen Hülle. Ist es in Ordnung die WP dort zu installieren? Oder würde es mehr Sinn machen oder gar nötig sein die WP in der thermische Hülle zu installieren? Konnte hierzu im Forum ein paar Beiträge finden, wobei außerhalb der Hülle keine Probleme genannt wurden... Zur Sicherheit würde ich Euch gerne fragen?
Einzig die KWL würde ich aus energetischer Sicht innerhalb der Hülle in den HWR einplanen, da dadurch außerdem die Rohrleitungen in beide Betondecken so kurz wie möglich gehalten werden können.

Würde mich freuen wenn Ihr mich unterstützen, meine Fragen beantworten und mir weitere Tipps und Hinweise geben würdet.

Vielen Dank im Voraus!

Schöne Grüße
Dino

Verfasser:
winni 2
Zeit: 13.01.2021 13:44:05
2
3087137
Hallo Dino,

H,t 0,32 wäre ziemlich mies.

Die im Trenchplaner eingetragene Hüllfläche ist m.M. zu klein, im Verhältnis
zum Volumen?
Hüllefläche sind alle Aussenflächen des beheizten Bereiches, einschl. Kellerwände, Bodenplatte, Dach. Volumen nur das des beheizten Bereiches.

Den Boden kann ich nicht sicher einschätzen?
Vielleicht könntest Du den Bodengutachter fragen, welche Bodenklasse des
Trenchplaners passen würde?
Ich fürchte, das ist eher lehmiger Sand?

Ich würde sagen, klär mal die Punkte und dann machen wir mit der Planung
weiter, weil das könnte recht eng werden.

Grüsse

winni

Verfasser:
fritzemann
Zeit: 13.01.2021 23:56:50
0
3087635
Hi Winni,

Vielen Dank für Dein Feedback. Lehmiger Sand wäre natürlich übel :-(

Ich werde die Punkte zunächst klären und dann machen wir weiter.

Hier ein paar Fotos die ich während der Erschließung gemacht hatte. Beim ersten Foto sieht man übrigens den Kollektor der Stadtwerke.


Hüllfläche habe ich nochmal genauer gerechnet und komme jetzt auf
Hüllfläche: 490,68 m²
BRI (aus dem Bauantrag): 713,96 m³
Aber mal sehen was vom Statiker kommt...

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=lz9M4XzejSMsWSJ3xZnW

Schönen Gruß
Dino

Verfasser:
fritzemann
Zeit: 04.02.2021 15:35:42
0
3103649
Hallo Winni, Hallo Allerseits,

ich habe mit dem Bodengutachter gesprochen und er ist der Meinung das es eher Lehm sei, sandiger Lehm sei es eher nicht...

Auch habe ich nun den EnEV-Nachweis/Berechnung vom Energieberater
H'T Wert: 0,276
Hüllfläche: 504 m²
Volumen: 714 m²

Habe beides mal hochgeladen. Irgendwelche Unstimmigkeiten oder Meinungen dazu?
EnEV-Nachweis.pdf
EPass

Angepeilt ist KfW 55.
Für KfW 40: Wo noch erheblich etwas getan werden muss ist der HT-Faktor, Qualität der Dämmung, um ein KfW 40 zu erreichen. Wir müssten uns vom monolithen Mauerwerk trennen und ein WDVS wählen, fernen müssten die Wärmebrücken einzeln nachgewiesen werden was auf unsere Seite noch kosten verursacht.

Ich habe den Trenchplanner auch schonmal um die Werte upgedated
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=SUw0bFBRagSOxesE4YLK

Könnte das was werden mit dem RGK? Wäre natürlich besser wenn er auf sandigem Lehm noch ausreichend Leistung bringen würde... zur Sicherheit

Danke und schöne Grüße
Dino

Verfasser:
winni 2
Zeit: 04.02.2021 16:21:37
1
3103669
Hallo Dino,

das hört sich alles schon gut an und der Kollektor wäre auch mit
"Sandiger Lehm" machbar:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=thq5GPJxXLCcDljWdqEY

Die geraden Enden werden dabei jeweils in der Baugrube verlegt,
bevor die zugeschüttet wird.
Der Rest sollte als erstes auf dem Grundstück realisiert werden.

Grüsse

winni

Verfasser:
fritzemann
Zeit: 05.02.2021 00:52:01
0
3103938
Hallo Winni,

Dein Entwurf sieht super aus! Vielen Dank!!
Freut mich sehr das der RGK auf dem Grundstück funktionieren wird... und zur Sicherheit sogar mit "Sandiger Lehm". Top!

Meinst Du mit den geraden Enden welche in die Baugrube sollen A und N?
Oder auch noch B, C, D, und M?
(muss zugeben das ich an der Stelle noch unwissend bin wie breit eine Baugrube ausgehoben wird für den Bau des Fundamentes/Bodenplatte)

Und verstehe ich den Plan richtig das beim Slinky Graben I, der gerade Kollektor J, am Rande des Slinky Grabens einfach 30cm tiefer eingegraben wird?
Quasi ähnlich dem "Pannonienkollektor" von dyarne aus diesem Post?
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2933584
Müsste K und L dann wieder tiefer und unter I zurückgehen? Oder verstehe ich das komplett falsch? :-)

Grüße Dino

Verfasser:
fritzemann
Zeit: 14.02.2021 19:57:05
0
3110784
Nabend,
so ich bin ein bisschen weiter und habe mit unserem Tief-/Rohbauer gesprochen. Er meinte das wir den RGK vor Ausheben der Baugrube so machen können. War zwar etwas skeptisch, aber der Bagger usw. sei ja eh dann da.

Bin also drauf und dran Rohr zu bestellen. Zuvor werde ich aber noch die Untere Wasserbehörde kontaktieren...

Ich bin noch ein bisschen schissig ob der Graben denn so reicht und genügend Puffer hat, da ich ja keine detaillierte Heizlastberechnung habe sondern nur die Daten aus dem EnEV-Nachweis. Unsere Hauptwohnbereiche/Fensterfronten gehen nach NW raus, könnte das einen Nachteil/Einfluß haben?
Ich habe Winnis Klasse Entwurf jetzt zur Sicherheit auf 22°C gewünschte Temp. und Lehmiger Sand gestellt. Scheint noch zu passen. Oder sollte ich zur Sicherheit zuvor noch eine HLB beauftragen?
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=P9KqrPbBlhPtQZFay6y4

Startet man die Verlegung eigentlich vom kalten Ende aus oder ist das egal?
In unserem Fall wüsste ich nämlich dann nicht wie ich dann das Ende verlegen soll... der gerade Verlauf J muss ja unter die Slinkys im Graben I.

VG Dino

Verfasser:
fritzemann
Zeit: 24.02.2021 13:39:47
0
3116456
Hallo Winni, Hallo Allerseits,

ich hatte eben ein Gespräch mit der Unteren Wasserbehörde auf meinen Antrag für den RGK. An für sich ist man positiv gestimmt, gibt aber Bedenken bezüglich dem "geringen" Abstand (1m) zur Grundstücksgrenze/Nachbarn und möglichen Beschädigung/Problemen durch Vereisung, falls Nachbar auf der Grenze etwas baut oder oder...

Gibt es irgendwo eine Beschreibung welche man aufführen könnte um sich dem zu verteidigen? oder etwas ähnliches?

Vielen Dank im Voraus!

VG Dino

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.02.2021 15:07:55
0
3116503
Nervig....:-)

Hier, Seite 14., wird der Grenzabstand mindestens 1 Meter genannt:
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=grenzabst%C3%A4nde+oberfl%C3%A4chennaher+Erdw%C3%A4rmekollektor#

Welche Seiten Deines Grundstücks wären denn dafür relevant?

Grüsse

winni

Verfasser:
fritzemann
Zeit: 24.02.2021 15:43:36
0
3116517
Hi Winni,

Super Danke. War grad schon eine lange Mail am verfassen, als ich grad Antwort erhielt:

——
Unser heutiges Telefonat möchte ich damit ergänzen, dass die einschlägigen Richtlinien einen Grenzabstand von 1 Meter als ausreichend erachten (Quelle: Wasserwirtschaftliche Anforderungen an die Nutzung oberflächennaher Erdwärme / LANUV-Arbeitsblatt 39 – siehe Auszug). Von Seiten des Amts für Umweltschutz wird kein größerer Grenzabstand auferlegt werden. Insofern können Sie Ihre Planung hinsichtlich des Grenzabstandes so belassen und benötigen keine Einverständniserklärungen Ihrer Nachbarn.

Auszug:
„Bei den üblichen Erdwärmekollektoranlagen zur Erdwärmenutzung im Bereich privater Kleinanlagen bis 30 kW (Ein- oder Zweifamilienhäuser), ist ein bstand von 1 m zur Grundstücksgrenze im Allgemeinen ausreichend (LAWA, 2011). Des Weiteren wird auf die allgemein anerkannten Regeln der Technik gemäß VDI 4640 verwiesen.“ […]

Da die Erdkollektoren generell nicht überbaut werden sollten, bitte ich Sie, Ihre Planung diesbezüglich und hinsichtlich der Abstände zu vorhandenen Versorgungsleitungen noch einmal zu prüfen. Planänderungen können Sie gerne per E-Mail einreichen.
——

Hat sich damit also hoffentlich zunächst erledigt.
Warte jetzt auf die Bestätigung des Antrags.

Südöstlich von unserem Grundstück wird ein Nachbar seinen Stellplatz bauen. Er wird das Gelände aber um ca. 1 m anheben und ich ja um ca. 1 m senken. Somit würde das warme Ende des Kollektors ca. 4,5 m unterhalb liegen. Also kein Thema.
Nordöstlich und nordwestlich wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Garten von zwei Nachbarn hinkommen, da diese auf deren gegenüberliegenden Grundstücksgrenze bauen werden müssen (Straßenabindung). Neubaugebiet.

VG Dino

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.02.2021 15:45:39
2
3116518
Super, da hat sich jemand schlau gemacht.
:-)

Grüsse

winni

Verfasser:
fritzemann
Zeit: 17.03.2021 23:55:13
1
3126415
Hallo Winni,

Mein Antrag bei der unteren Wasserbehörde wurde genehmigt! Freu!!!
Gebühr 200 €
Jetzt langsam wirds also ernst :-) als nächstes Bestellung bei Santherr und Tief-/Rohbauer beauftragen.

Hier nochmal die aktuelle Planung
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=2G7gBPKGONnGfHUN2W0u

Könntest Du mir nochmal bei ein paar Fragen helfen bitte?
1. Du hattest geschrieben "Die geraden Enden werden dabei jeweils in der Baugrube verlegt, bevor die zugeschüttet wird." Meinst Du damit die Abschnitte A, B, M und L?

2. Sollte ich am Besten mit dem kalten Ende anfangen zu verlegen?

3. Wenn ja, dann muss ich zunächst ca. 13m abrollen und dann die Slinkies mit D anfangen? Der abgerollte Teil (für A, B, C und 2,5m den weg hoch zur Bopla) vergrab ich dann mit Paletten um das dann später mit in die Baugrube zu legen?

4. Unser Nachbar fängt leider jetzt schon vor uns an und setzt wohl gerade 1m L-Steine auf Geländehöhe im NO und SO. Könnte es da Probleme beim "runterbaggern" geben? Wir müssen dort ja erst das Gelände auf Wunschhöhe 192.0m abtragen und dann den Graben für Abschnitt H ausbuddeln. Oder mach ich mir hier zuviel Gedanken und ein guter Baggerfahrer wird das richten ohne das alles runterbricht?

Hier mal der Lageplan von unserem Grundstück wo ich am Rand mit gelb die L-Steine des Nachbarn eingezeichnet habe... da sieht man auch schön die Böschung welche wir später zum Ziel haben werden. Aber zunächst muss da ja der Kollektor drunter. Einzige Stelle die mir bisschen Kopfweh bereitet.


Vielen Dank nochmal für Deinen Super Support den Du hier leistest!!
Ohne den würde ich mich das vermutlich nicht trauen anzugehen...


P.s.: Falls jemand mal in diesem Bezirk bei der unteren Wasserbehörde einen Antrag stellen muss, hiermit wurde er genehmigt:
Antragsvorlage.pdf plus Lageplan, Trenchplanner als Grafik, Datenblätter von Rohr/Sole/WP

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.03.2021 01:11:46
0
3126429
Hi,

Dank für Dein Vertrauen.

Die L-Steine des Nachbarn sind echt ärgerlich und ich kann das unmöglich
von hier abschätzen, ob die Bagger- und Verlegearbeiten gefahrlos
möglich wären. Sorry :-(

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.03.2021 01:47:38
0
3126431
Eigentlich zu spät, aber hat mir dann doch keine Ruhe gelassen:-)

Zu:

1. Ja, C. auch noch.

2. Ja, würde ich machen.

3. Ja.

4. Wie gesagt, das kann ich nicht beurteilen, würde aber mal die Durchschnittstemperatur im Haus auf 21 Grad setzen und diese Variante vorschlagen, wo links oben nur noch auf 1,2 Meter Tiefe gebagger wird und da könnte man dann noch schräg, entsprechend der späteren Böschung, ausführen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=YIcmeUMLnmclzMPq0DxO

Grüsse

winni

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 18.03.2021 09:07:51
0
3126478
200€ für die geschis..ne Genehmigung, krass. Bei uns waren 50€ fällig.

Wenn es dir am Grundstück zu eng wird, kannst du über einen Tiefenkollektor nachdenken, funktioniert ziemlich genau so gut.

Verfasser:
crink
Zeit: 18.03.2021 09:52:17
0
3126498
Moin,

die Kosten der Unteren Wasserbehörde unterscheiden sich stark, weil teilweise eine Anzeige ausreicht und teilweise eine Genehmigung erteilt werden muss. In meinem Fall mit Gewässerschutzgebiet hat die Genehmigung ca. 250 EUR gekostet, abgerechnet nach Stundensatz von etwas mehr als 60 EUR.

Die Untere Wasserbehörde hat dafür meine Unterlagen geprüft, noch mehr Unterlagen nachgefordert, eine Stellungnahme des Wasserversorgers, der hier das Grundwasser anzapft, eingeholt (der war dagegen) und ein Genehmigung mit Begründung und Auflagen geschrieben, warum trotzdem Erdwärme genutzt werden darf. Finde ich nicht zu teuer.

Viele Grüße
crink

Ps: Natürlich könnte die Politik auch vorgeben, dass für eine besonders klimafreundliche und nachhaltige Heizungsvariante das Genehmigungsverfahren ohne weitere Kosten durchgeführt wird. Oder eine Genehmigungspflicht mit individueller Begründung bei Öl- und Gasheizungseinbau wegen Klimaschädlichkeit vorschreiben. Bürokratie steht dem Klimaschutz an vielen Stellen im Weg. Gewässerschutz ist allerdings zwingend für unsere Lebensgrundlage.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 18.03.2021 13:11:41
0
3126580
Bei mir war's eigentlich recht einfach.
Prüfung ob Wasserschutzgebiet - nein, Sole ist unbedenklich - ja -> Genehmigung und 50€ Rechnung. Das Ganze ging auch ruckzuck, alles in allem habe ich unter 2 Wochen in Erinnerung.
Aber da macht jede Gemeinde, was sie will, crink hat Recht. Man kann es auch kompliziert machen und dafür viel Geld verlangen.

Verfasser:
fritzemann
Zeit: 18.03.2021 13:53:05
0
3126593
Hallo Allerseits,

bei uns wurde auch zusätzlich noch die Untere Naturschutzbehörde und der Artenschutz um Stellungnahme gebeten, da unser Grundstück (noch) in einem ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet liegt. Prompt habe ich von denen einen Brief erhalten, das es geprüft wird und die Prüfung - selbst bei Ablehnung - je angefangene 15 Minuten zum gültigen Stundensatz berechnet wird ;-) mal sehen ob noch was kommt... Genehmigung ist aber mit in der von der Wasserbehörde drin.

Hier übrigens die Berechnung der Gebühr


Zum Kollektor:
@Winni Vielen Dank für Deinen neuen Entwurf und die Nachtschicht :-)
Das wären ja 3-3,9m Slinkies. Hört sich für mich zunächst krass und verkomplizierend an... aber eine Lösung um in der Problem-Ecke nicht zu tief zu müssen.
21 Grad passt, ich hatte das nur auf 22 Grad geschraubt um zu sehen wieviel Reserven da sind - Angstzuschlag, um eventuellen WAF-Zorn vorzubeugen ;-)

Ich denke ich werde mir das Gelände wenn die L-Steine stehen mal zusammen mit dem Tiefbauer vor Ort anschauen. Ähnliche Problematik wird eventuell eh das unterkellerte Carport haben. Hier müsste zum Wendehammer hin - welcher ca. 2,5m über dem natürlichen Gelände liegt - ja vermutlich auch irgendwie gesichert werden?

Vielleicht noch eine ganz andere Möglichkeit?
Wir werden das Gebäude auf der NO und SO Seite halb in den Hang bauen/anschütten. Und zwar wird das Haus an den Seiten auf ca. 1,40m angeschüttet (von Unterkante BoPla).
Würde das eventuell für einen (Keller)Baugrubenkollektor ausreichen?

Falls ja, habe ich mich mal versucht das abzubilden:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=EG5IXUdB7XdaYtZ0pMOW

Sieht aber noch komplizierter aus jetzt :-( Macht das überhaupt Sinn bei den Gegebenheiten?

Hier auch mal entsprechende Ansichten und Schnitte:






Vielen Dank und VG Dino

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.03.2021 14:27:59
0
3126601
Gerne. :-)

Ohne diese Riesenslinkys wäre es sicher einfacher, das Rohr "wehrt" sich
gegen so eine Radiusausweitung, aber machbar ist das.

Kellergrubenkollektor würde ich mit ungeklärtem Boden und auf Kannte
genähtem Kollektor nicht empfehlen und mit 1,4 Meter Höhe eh nicht
machbar.

Aber man könnte oben graden Verlauf hin und zurück legen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=hsYepKdW3bXF8cphUjrM

Grüsse

winni

Verfasser:
fritzemann
Zeit: 18.03.2021 16:42:12
0
3126658
Vielen Dank Winni!

Und die Hinweismeldung, ab 3m wird die Leistungsprognose ungenau können wir ignorieren?

Ok, es kommt also drauf an wie tief wir den "Problem"-Graben bekommen. Ergo müssen wir mit dem Grabenstück anfangen auszubaggern und schauen wie tief wir kommen... Anhand dessen richtet sich der Rest aus. Bespreche das mal mit dem Tiefbauer.

War eben Vorort, so sieht das aktuell aus. Der Tiefbauer vom Nachbargrundstück meinte es könnte klappen. Ungefähre Aussage "Man gräbt bindigen Boden im Winkel mit 60 Grad ab/runter, bei felsigerem kann man noch bisschen was steiler gehen"

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.03.2021 17:23:45
0
3126683
Auf dem Foto sieht das nicht so problematisch aus...

Ich habe da die ganze Zeit den Denkfehler gehabt, das Haus
stände in einer richtigen Baugrube, was weitgehend nicht der
Fall ist, sorry.
Also nur sehr wenig gerader Verlauf in 2,5 Meter Tiefe oder mehr,
am Haus.

Geht aber trotzdem mit einem 1,3 Meter tiefen Slinkygraben rechts:
[url=https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=6nQrRBbrhEeakiQEY9oW]https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=6nQrRBbrhEeakiQEY9oW[/url]

Fall K. gefahrlos tiefer gehen sollte, machen. :-)

Für die sichere Verlegung in 2 Meter Tiefe bei den Slinkysgräben
links, muss zunächst ein größeres Stück über den Grabenrand
hinaus, z.B. die Humusschicht, um mindestens 30 cm tief
abgeräumt werden.

Die jetzt merkwürdigerweise nicht mehr vorhandene Fehlermeldung
bei über 3 Meter Breite kannst Du ignorieren, der Graben hat genug
Reserven, wenn mindestens lehmiger Sand vorhanden ist.

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.03.2021 17:46:41
0
3126697
Noch zur Verdeutlichung, bei K. müssen die Slinkys nicht waagerecht
liegen, sondern können schräg an einer Abböschung liegen.
Nur sollte nachher zum Schluss überall mindestens 1,3 Meter Erde
über dem Rohr liegen.

Grüsse

winni

Verfasser:
fritzemann
Zeit: 18.03.2021 23:41:40
0
3126870
Ahhh, jetzt schließt sich der Kreis bei mir ;-) Ich habe ziemlich gegrübelt bezüglich dem verlegen in der Baugrube... dachte der Tiefbauer wirds dann schon richten und den Schlitz in der Baugrube machen usw. So ist besser jetzt :-)

Prima, das ist ein super Plan! Dann fangen wir mit dem Aushub von K an und schauen wie weit wir da runterkommen. Je tiefer je besser. Ggf. bisschen schräg. Danke für den Tipp!!

Jetzt hab ich aber schon wieder neue Fragen ;-)

1. Sollten wir nun auch vom warmen Ende aus anfangen zu verlegen? Oder doch besser in alphabetischer Reihenfolge und vom kalten Ende? Hab mal gelesen das sich das Rohr zum Ende hin noch lieber wieder zurück in seinen Ursprungsdurchmesser ziehen möchte.

2. Wie verlegt man denn am besten die geraden Verläufe hin und zurück?
In etwa so? Von Graben F (2m Tiefe) graben wir einen Schlitzgraben in 2m Tiefe weiter, legen das 1,5m tiefe Rohr G aus (am Grabenrand und lassen bisschen Luft um es später hochzuziehen?) und legen dann Rohr H mit einer Schlaufe zurück in die vorgesehene 2m Tiefe. Dann den Schlitz auf gesamter Länge mit 50cm aufschütten und Rohr I zusammen mit dem "hochgezogenen" Rohr G dann zusammen in dem 1,5m Schlitz wieder zurück? Ich hoffe ich hab das so verständlich erklärt wie ich meine. Sozusagen im Schnitt zu sehen als ein Riesen senkrechter ovaler 50cm Slinky ;-) Nur wie hält oder bekommt man das Rohr G in dem Fall "hoch"?

3. Bei den Übergängen von Graben zu Graben (D, E, F) da überschneiden sich die Slinkys ja ein bisschen öfter und es könnte sich ein bisschen knubbeln. Passt das an den Stellen mit dem Rohrverbrauch oder muss man da besonders aufpassen?

4. Das 300m Rohr ist ja bis auf 20cm aufgebraucht... Verstehe ich die schräge Zuführung an den Soleverteilern als Reserve um von 2,5m Tiefe nach oben durch die BoPla zu kommen? Reicht das so oder muss ich irgendwo noch Meter "gut" machen?

5. Oder sollte ich O und A eh schräg von unten hochkommen lassen zur BoPla?

Vielen lieben Dank!! Mit dem neuen Plan habe ich ein richtig gutes Gefühl!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.03.2021 14:04:42
0
3127089
Freut mich, das es passt und ich bin froh, da noch auf den richtigen
Trichter gekommen zu sein. :-)

Mal abgesehen von den Verlegearbeiten, ist es gar nicht verkehrt, wenn
K. ziemlich schräg im Graben liegen würde. So kämen die Slinkys weiter
von der Grenze und dem Haus weg.

1. Ich würde am kalten Ende anfangen, da kann man sich mit dem
schweren Rohrbund besser bewegen, als im vielleicht schrägen Graben K.
und Du hast mehr Spielraum am kalten Ende, wenn vielleicht etwas zu
wenig Rohr oder zu viel übrig bleibt.

2. Die Wendepunkte würde ich ungefähr als Slinkys in den Slinkygräben machen.
Nicht als zusätzliche Slinkys, sondern die Wendepunkte ersetzen dann
Slinkys in den Wendegräben. Weil der Wendepunkt hat mindestens 1,5 Meter
Durchmesser, um eine Knicken der Rohre zu verhindern. Daher sollte der
Wendepunkt liegen und nicht stehen.

3. Du solltest etwa so verlegen, wie im Plan gezeichnet.

4. Der Trenchplaner berücksichtigt beim Rohrverbrauch keine Höhenunterschiede
Um dafür und für Anschlußstrecken im Raum Spielraum in der Rohrtabelle
zu gewinnen, kann man die Verteiler im Plan einfach verschieben:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=m5E8DcLikSyrIvOswahj

Zum Schluß rollst Du dann das Rohr so weit ab, bis Du den vorgesehenen
Endpunkt erreichst, + Höhenversatz und kannst sehen, ob es passt.
Hast zu viel Rohr, das im letzten Slinkyteil verlegen, zuwenig, einen Slinky weniger
machen. (Aber volle Slinkygrabenlänge belegen, zur Not noch mal ein paar
Slinkys am Ende verschieben)

5. Im Bogen nach oben, in KG- oder Kabuflexrohr geführt.

Grüsse

winni

Verfasser:
fritzemann
Zeit: 19.03.2021 15:12:43
0
3127131
Klasse Winni! Vielen Dank wieder mal für die sehr gut erklärten Antworten!

Alles klar, Wende als Slinky im jeweiligen Graben verlegen.
Und die geraden Verläufe (hin, zurück und wieder hin) kann ich die zusammen in ein und denselben Schlitz legen?

Darf ich noch fragen warum am Ende unter dem Carport zu den Verteilern der Schlenk gemacht wird z. B. der 90 Grad Knick bei O und N?

Danke und VG Dino

Aktuelle Forenbeiträge
crink schrieb: Moin chrio, keine Panik, alles im sattgrünen Bereich. Durch die lange grade Anbindung hast Du sehr viel Erdreich erschlossen, so dass sich der Kollektor bei besonders kaltem Winter gutmütig verhalten...
leoguiders schrieb: Hallo zusammen, ich habe gestern die passive Kühlung meiner Novelan SICV in Betrieb genommen. (wollte ich eigentlich schon früher tun aber der Taupunktwächter war falsch angeklemmt und daher hatte...
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RGK Planung - Neubau in 51491
Verfasser:
fritzemann
Zeit: 19.03.2021 15:12:43
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Klasse Winni! Vielen Dank wieder mal für die sehr gut erklärten Antworten!

Alles klar, Wende als Slinky im jeweiligen Graben verlegen.
Und die geraden Verläufe (hin, zurück und wieder hin) kann ich die zusammen in ein und denselben Schlitz legen?

Darf ich noch fragen warum am Ende unter dem Carport zu den Verteilern der Schlenk gemacht wird z. B. der 90 Grad Knick bei O und N?

Danke und VG Dino
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