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CWL 180 im Souterrain Schimmelproblem im Sommer
Verfasser:
Strokenace
Zeit: 13.01.2021 23:35:18
0
3087630
Hallo liebes Forum,

nach dem ich sämtliche Beiträge zum Thema "KWL im Keller" studiert habe, kommt mir der Gedanke, betrogen worden zu sein.

Hintergrund:
Ich habe eine 60qm große Wohnung im Souterrain meines Hauses. Diese Wohnung weißt im Sommer stets Schimmel hinter Schränken, rund um die Couch etc. auf (Wir wohnen an der Ostsee = viel feucht-warme Luft).
Die Wohnung ist dicht, kein Grundwassereintrag. Die Wohnung ist gegen das Erdreich aber nicht wärmeisoliert, nur schwarz-Anstrich.

Problem:
Damals hatte ich nicht ausreichend Ahnung und habe eine Versorgungstechnik Firma vertraut, die mir eine CWL 180 von Wolf empfohlen hat. "....Damit sind Sie alle Probleme los...". Ich habe die Anlage im Mai2020 für 6.000€ einbauen lassen.
Im Sommer 2020 war die Schimmel-Problematik schlimmer denn je.
Die Anlage läuft zwischen 70 - 90 kubik m/h. Es wird im Schlafzimmer und im Wohnzimmer eingeblasen (DN75) und im Bad und Küche abgesaugt (DN 75).

Aktueller Status:
Mittlerweile bin ich ausreichend belesen, um zu verstehen, dass die Anlage, die im Sommer fortwährend feucht-warme Luft in eine angenehm kühle Souterrain Wohnung einbläst, absolut kontraproduktiv ist.

Nach längeren Gesprächen mit den Wolf Technikern in Hamburg, wurde mir empfohlen ein Feuchtigkeitssensor einzubauen, der die Anlage bei Überschreitung auf intensiv-Lüftung schaltet. Das wäre natürlich noch dümmer!!!

Lösungsansatz:
a) Keller ausgraben und 10-20cm gegen Erde dämmen.
b) Gips-Putz gegen Kalk-Putz tauschen
c) Meine Versorgungsfirma verklagen ?

Fragen an das Forum:
1)Gibt es eine Möglichkeit meine unintelligente CWL180 so zu frisieren, dass man bspw. die Zuluft vorher trocknet, bevor diese in die Wohnung eingeblasen wird?

2)Macht es Sinn eine zusätzliche Taupunkt Steuerung (bei Amazon) zu installieren, die die KWL bei ungünstigen Bedingungen stromlos macht?

3) Macht es überhaupt Sinn diese KWL zu betreiben, sollte man nicht besser versuchen, sich mit der Versorgungsfirma auf einen Rückbau zu einigen, und das Geld besser in die Dämmung investieren?

Vielen Dank für Eure Hilfe,
Bastian

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 13.01.2021 23:48:34
1
3087634
a) machen ! ! !, dann ist b) unnötig und an c) verdienen nur RAs und Gerichte.

Zu 1) kann ein Enthalpietauscher (weiß nicht ob es den für die Anlage gibt) die Umstände mildern, da im Sommer Feuchterückgewinnung auf der Außenluft- / Fortluftseite stattfindet. D. h. die Zuluft ist im Sommer trockener als ohne Enthalpietauscher. (Ist wirklich so, trotzdem wirst Du hier im Forum viele Behauptungen lesen, dass das nicht stimmt.)

Zu 2) nein, denn je nach Jahreszeit wäre die Anlage oft lange aus, Fensterlüftung stattdessen würde keine Besserung bringen, sondern Komforteinbuße. Und bei Fensterlüftung würde in der Zeit, in der die Fenster geschlossen bleiben, die Konzentration der Schimmelsporen in der Luft höher sein.

Zu 3) die KWL ist nicht böse. Die fehlende Außendämmung bringt die Taupunktunterschreitung, daher a) machen.

PS: Wahrscheinlich ist die Dämmung gegen Erdreich auch förderfähig ...

Verfasser:
TackaTucka
Zeit: 14.01.2021 00:24:11
1
3087642
Zitat von Strokenace Beitrag anzeigen
1)Gibt es eine Möglichkeit meine unintelligente CWL180 so zu frisieren, dass man bspw. die Zuluft vorher trocknet, bevor diese in die Wohnung eingeblasen wird?
Ein Erdkollektor könnte die Außenluft trocknen.

Verfasser:
VMCDFA
Zeit: 14.01.2021 15:54:15
1
3088053
Zitat von Strokenace Beitrag anzeigen
Hintergrund:
Ich habe eine 60qm große Wohnung im Souterrain meines Hauses. Diese Wohnung weißt im Sommer stets Schimmel hinter Schränken, rund um die Couch etc. auf (Wir wohnen an der Ostsee = viel feucht-warme Luft).
Die Wohnung ist dicht, kein Grundwassereintrag. Die Wohnung ist gegen das Erdreich aber nicht wärmeisoliert, nur schwarz-Anstrich.

Morgen, Leute,

Meiner Meinung nach ist es hauptsächlich ein Problem der Isolierung. Im Keller liegt der Taupunkt hinter den Möbeln ... natürlich dort, wo die Lüftung nicht hinkommt.

Grüße, Pierre

Verfasser:
Strokenace
Zeit: 19.01.2021 14:54:50
0
3092040
Hallo KleinTheta, TackTucka & VMCDFA,

vielen Dank für Eure Tipps und Ideen. Das hilft sehr, die nächste Entscheidung auch richtig zu fällen.

Ich werde die Wohnung von außen dämmen. Bevor ich wieder einer falschen Beratung aufsitze, könnt Ihr mir vielleicht eine Hausnummer nennen wir dick die Dämmung sein sollte ? eher 10 oder eher 20cm?

Besten Dank,
Bastian

Verfasser:
Strokenace
Zeit: 19.01.2021 15:08:56
0
3092048
Zitat von TackaTucka Beitrag anzeigen
Zitat von Strokenace Beitrag anzeigen
[...]
Ein Erdkollektor könnte die Außenluft trocknen.


Hallo TackaTucka,

ein Erdkollektor klingt sinnvoll und nachhaltig. Gleichzeitig aber auch aufwendig und teuer? Man müsste ein Loch von 5m bohren und man bräuchte einen "Schaltkasten" mit Pumpe der auf diesem Loch steht.

Sehe ich das grob richtig?

Danke

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 19.01.2021 15:23:28
0
3092067
Das sieht ungefähr so aus:

Ab ca 12 cm werden die Anforderungen GEG erfüllt. Weniger darf nicht gedämmt werden!
Ich denke aber, wenn schon gebuddelt wird, dann richtig machen.
Daher: hole Dir einen Energieberater.
Mit 20 cm kannst Du die KfW-Förderung bekommen und damit wird quasi die Differenz von 12 auf 20 cm bezahlt.

Verfasser:
Rumpelkiste
Zeit: 19.01.2021 15:56:50
0
3092098
Wird die Wohnung dauerhaft bewohnt ? Alternative könnte auch eine kleine Split-Klima + Feuchtesensor sein.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 19.01.2021 16:14:01
0
3092116
Alternativ die altmodische Variante:

Abstände von Möbeln zu Außenwänden einhalten (ja ist nicht immer einfach, aber hat früher irgendwie auch geklappt. Hatte ein ähnliches Problem in meiner alten Wohnung)

Es sollte alles soweit hinter/ unterlüftet sein. Also Schränke sollten entweder Standfüße haben oder aufgebockt werden und nicht unten komplett geschlossen sein.

Da nach deiner Beschreibung dein Problem primär im Sommer zu bestehen scheint (und meiner Meinung nach ist eben im Sommer meistens draußen doch absolut feuchter als drinnen), geht es ja leider nicht Heizen oder Lüften.

Also wirklich eine Split-Klima die dann primär entfeuchtet? Kernbohrung nach draußen hast du ja schon...

Verfasser:
leitwolf
Zeit: 19.01.2021 17:58:21
0
3092216
wenn die Wohnung im Sommer ohnehin kühl ist, aufgrund der erdberührten, nicht gedämmten Wände und Böden:

1.) entweder Entfeuchtungsgerät mit Hygrometer betreiben
oder
2.) Außendämmung anbringen und Split-Klimagerät zur Entfeuchtung installieren.

zusätzlich Lüftungsgerät nach Luftqualität regeln (CO2-Sensor) und/oder Enthalpietauscher nachrüsten, um unnötigen Feuchteeintrag bei Abwesenheit zu vermeiden.

Verfasser:
Strokenace
Zeit: 19.01.2021 22:48:55
1
3092491
Hallo Rumpelkiste, Thomas Shmitt und leitwolf,

auch euch vielen Dank für die -für mich- wichtigen Hinweise. Vielleicht lässt sich bei der federführenden Einbaufirma noch eine (für meine Anforderungen) richtige Enthalpie Anlage "heraushandeln" da die Falschberatung immer offensichtlicher wird. Auch eine Split-Klima habe ich intial in die Diskussion gebracht/ diese wurde aber von der Firma nicht in Erwägung gezogen.

ABER: Eine Split-Klima und eine KWL parallel zu betreiben wäre aus ökologisch, ökonomischer Sicht Wahnsinn. Obendrein würden die Lüftungsgeräusche IN SUMME irgendwann Überhand gewinnen.

Entfeuchtungsgeräte, die irgendwo in der Ecke stehen, sehen zum einen nicht vertrauenerweckend aus und zum anderen muss man sich darum kümmern...

Standfüße habe ich bei allen Möbeln. Hinter die Couch habe ich gar Backsteine, um den Abstand zu gewähren gelegt...


Ein vielversprechendes Ergebnis aus dieser Diskussion scheint tatsächlich eine 20cm Isolierung zu sein inkl. KfW Förderung.


Herzlichen Dank an alle, die sich Zeit nehmen, hier zu antworten.

cheers,
Bastian

Verfasser:
leitwolf
Zeit: 20.01.2021 09:25:41
0
3092620
Zitat von Strokenace Beitrag anzeigen
Hallo Rumpelkiste, Thomas Shmitt und leitwolf,

auch euch vielen Dank für die -für mich- wichtigen Hinweise. Vielleicht lässt sich bei der federführenden Einbaufirma noch eine (für meine Anforderungen) richtige Enthalpie Anlage "heraushandeln" da die Falschberatung immer[...]


Warum ökologischer und ökonomischer Wahnsinn bei so einer kleinen Wohnung und so kleiner Luftmenge? Eine Waschmaschine+Geschirrspüler benötigen deutlich mehr Energie.
Aber ich stimme zu, die Ursache zu bekämpfen, sollte immer das primäre Ziel sein.

Verfasser:
Rumpelkiste
Zeit: 20.01.2021 09:50:02
0
3092633
Ich bin ja auch immer dafür die Ursache abzustellen und nicht die Symptome zu behandeln. Aber so schnell dämmen hat auch seine Tücken. Die nachträgliche Dämmung eines Altbaus in der Erde ist halt nicht mal so schnell gemacht. Da müssen aufwändige Arbeiten durchgeführt werden. Es ist nicht damit getan mal schnell aufzubuddeln und da 20cm Styropor an die Wände zu kleben. Wenn bezüglich der Abdichtung oder bezüglich den Wärmebrücken nicht absolut sauber gearbeitet wird dann hat man das Problem in 1 Jahr wieder. Hast du schon Angebote eingeholt ? Bei der derzeitigen Bautätigkeit kann ich dir versprechen das wird dir die Schuhe ausziehen. Kfw Förderung gut und schön, dafür brauchts dann aber wieder einen "Energieberater" und der kostet auch wieder eine Kleinigkeit.

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