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Foren
Gasheizung, verstehen, optimieren, Umbau auf WP
Verfasser:
Influxe
Zeit: 20.01.2021 14:46:43
0
3092830
Hallo zusammen,

ich besitze seit 3 Jahren ein Haus mit Baujahr 2000 und habe mein Heizsystem bisher noch nicht so richtig durchdrungen. Früher oder später wird die Gasheizung es aber nicht mehr weiter machen (es gibt wohl jetzt schon kein Ersatzteil mehr) und dann steht sicher ein Ersatz an.
Daher möchte ich bereits jetzt nachdenken, planen, und schauen was evtl. jetzt schon getestet und optimiert werden kann, um evtl. dann auf eine Wärmepumpe zu setzen.
Das Ganze hier ist also langfristig gedacht, sicher auf 1-2 Jahre bis zur vollständigen Umsetzung.

Folgende Eckdaten sind evtl. relevant:
Keller: ca. 125m²
EG: ca. 125m²
OG: ca. 100m²
DG/Spitzboden: unausgebaut, aber gedämmt

Keller:
etwa 105m² beheizte Fläche, vermietet und genutzt als möblierte 2er WG, mit konventionellen Heizkörpern, sowie im Bad ein Handtuchheizkörper mit Fußboden-Rücklauf
(Flur nicht beheizt, im Heizungskeller Heizung nie an ;))

EG:
alle Räume (Wohnzimmer, Küche, Flur, Gäste-WC) mit Fußbodenheizung, Heizkreisverteiler für die FBH in der Speisekammer im EG (direkt über dem Heizungskeller), Stellventile und 230V Einzelraumthermostate laufen hier zusammen, Gäste-WC hat manuellen Drehknauf und kein elektrisches Ventil, Wohnzimmer (78m²) hat 3 Heizkreise

OG:
alle Räume mit konventionellen Heizkörpern, im Bad Handtuchheizkörper mit Fußboden-Rücklauf. Flur unbeheizt, bzw. durch offenes Treppenhaus ist eigentlich das Ganze OG durch das EG mitbeheizt. Wir haben hier außer im Bad eigentlich nie Heizkörper an, nur durch Homeoffice Betrieb jetzt im Arbeitszimmer schon.
Hier im OG gibt es übrigens 4 Klimainnengeräte an 2 Außengeräten, die ich ebenso nachgerüstet habe (in Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Kind 1 und 2) Ist ja für einen evtl. Heizbetrieb auch interessant, aber Bad 1 und 2 sind damit nicht erschlagen.

Gesamtverbrauch Gas aktuell für die 350m² inkl. 4 Personen und Kleinkind sind ca. 22.000 kWh, jeder duscht täglich, ab und zu wird gebadet, vor allem mit dem Kleinen.
(Ein wenig geht sicher auch für den Gasherd in meiner Küche drauf, den ich neben einem Induktionsfeld betreibe)

Alle Heizkörper sollten meines Erachtens Typ 22 sein.
Die Heizung scheint ein Exot zu sein: Unical Kondensal B20
Externe Steuerung ist die Raumstation RS30, Außenfühler ist auch vorhanden.

So wie das System mir als Laie nun scheint, sieht es so aus, dass es keine einzelnen Heizkreise für die FBH und die Heizkörper gibt. Aber kann das wirklich so sein? Die Vorlauftemperaturen passen doch dann überhaupt nicht zusammen oder? Es gibt aber nur eine Zirkulationspumpe, die in der Therme verbaut ist, soweit ich erkennen kann.

Ich habe schon oft versucht, die Heizkurvenparameter in der RS30 anzupassen, aber bin nicht so ganz sicher ob das alles richtig ist was ich tue.
Steilheit habe ich aktuell auf 1,0, Raumsoll im EG 22,5°C, Raumfaktor auf 100% (0-200 ist möglich). Zusätzlich gibt es noch viele weitere Parameter, wie Exponenten etc.
Vorlaufbegrenzung habe ich experimentiert mit Absenkung auf 50°C und jetzt aktuell einmal 46°C eingestellt, aber wenn ich teilweise die IST-Vor- und Rücklauftemperaturen durchklicke wird mir manchmal dennoch über 50°C angezeigt.
Kann es sein dass in den Momenten dann gerade der Brauchwasserspeicher (ich glaube der hat nur 60l) nachgeladen wird? Da habe ich natürlich etwas mehr als 50°C Soll eingestellt.
Klickt man die Vorlauftemperaturen dann nur wenig später wieder durch kann es auch mal vorkommen, dass wirklich nur knapp über 40°C angezeigt werden.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, hier ein wenig mehr Durchblick zu erlangen.

Eine WP wäre perspektivisch für mich vor allem interessant, da ab Ende letzten Jahres hier 27,5kWp PV auf meinem Dach liegen. Damit habe ich also schonmal eine gute Voraussetzung für die Energieproduktion geschaffen.
Aber zunächst mal heißt es wohl System verstehen, und schauen was alles wie geplant werden müsste.

Ist die Brauchwasserproduktion per WP überhaupt effizient möglich, wenn wie hier 4 bis perspektivisch vielleicht auch 6 Personen nacheinander oder im Extremfall auch 2-3 gleichzeitig duschen? Wie groß muss dann ein Puffer werden?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 20.01.2021 19:40:34
1
3093006
Bzgl. der Fußbodenheizung:
Unter Umständen ist das ein Hochtemperatursystem, bei dem die wasserführenden Rohre im Boden in Mantelrohr installiert worden sind.
Kannst wohl mal ein paar aussagekräftige Fotos vom Heizkreisverteiler machen, die per Hoster hochladen und die Links zu den Bildern hier einstellen.

Gibt's auf dem Grundstück eventuell ausreichend Möglichkeit zur Erschließung einer preiswerten Erdwärmequelle?
Schau mal bei •6) auf folgend verlinkter Seite!
http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Generelle_Tipps

Verfasser:
Influxe
Zeit: 21.01.2021 07:26:19
0
3093209
Hallo,

vielen Dank für die Antwort.
Hier ist ein Foto meines FBH-Verteilers im EG.


Vorhin hat bei 8°C Außentemperatur die Steuerung VL/RL von 36/31 angezeigt.
Nachdem ich wieder im OG war fühlt sich der Heizkörper im Arbeitszimmer, den ich dann angestellt hatte gut warm an, schätzungsweise 42-45° oder so.
Kann es sein dass die Heizung den Vorlauf extrem moduliert, je nachdem ob gerade Wärme abgenommen wird oder nicht?

Buddeln für einen Ringgraben muss ich zunächst einmal ausschließen. Ich habe gerade im letzten Jahr hinter mir, den Garten komplett neu anzulegen und überall eine Beregnung einzubauen. Das reiße ich nicht wieder alles hoch.

Ist eine Luftwärmepumpe so viel schlechter?

Wäre ansonsten auch Grundwasser geeignet? Ich habe direkt im Heizungsraum eine Brunnenbohrung durch die Kellersohle, angeblich 12m tief laut Vorbesitzer, die meinen Garten per Pumpe versorgt.
Grundwasser steht meistens bei etwa 2-3m unter der Kellersohle laut Vakuummeter an der Pumpe.

Verfasser:
Influxe
Zeit: 21.01.2021 13:50:08
0
3093450
Hallo zusammen,

nachdem ich nun einige Themen hier gelesen habe, möchte ich weiter erstmal die jetzige Steuerung verstehen und die Parameter optimieren, um zu schauen wo man dann landet mit den Vorlauf-Temperaturen.

Im Gegensatz zum befolgen von Kochrezepten aus anderen Themen, in denen es zB um reine FBH-Systeme geht, weiß ich aber nicht ob ich das 1:1 übertragen kann.
Ich nehme an, dass wenn ich nun anfange alle Thermostate und auch die FBH-Regler aufzureißen, die FBH entsprechend viel zu warm wird?
Durchflussmesser scheine ich ja auch nicht verbaut zu haben.
Drehschalter an der Pumpe in der Therme steht aber glaube ich schon auf Maximum.

Vielleicht könnte ja jemand einmal hier in die Parametrierungsmöglichkeiten herein schauen:
http://www.mc-thermo.com/img/PDF_DEUTSCH/Fernbedienung%20RS30.pdf

So wie ich es sehe, gibt es bezüglich der Heizkennlinie nur die Steilheit als auch das Raumtemperatur-Soll um dort Einflüsse vorzunehmen.
Außerdem noch den Faktor Exponent im Sonder/OEM Bereich.

Die Frage ist, ob der "Raumfaktor" oder auch andere Sachen zwingend irgendwie sinnvoll eingestellt werden müssen, damit das Ganze Erfolg hat.

- Heizen auf Dauerbetrieb "Heizen" statt Automatikmodus wegen FBH?

- Warmwasser-Schaltzeiten sollte ich versuchen auf morgens und abends zu begrenzen, sowie Hysterese auf -10°C? Oder gilt das hier nicht, da nur 60l Speicher?

- ECO oder ABS Betrieb laut dieser Anleitung? So wie ich es verstehe bedeutet Eco dann takten zwischen eingestellter Frostgrenze und Sommerabschaltung, ist aber Werkseinstellung? Oder Frostgrenze hochsetzen bis auf die gleiche Temperatur der Sommerabschaltung?

Verfasser:
Influxe
Zeit: 21.01.2021 15:10:46
1
3093501
Ich habe übrigens gerade mal den Zähler angeschaut.
In 20 Jahren sind es nun wenn ich richtig gesehen habe etwa 811Tsd Brennerstarts und eine durchschnittliche Brennerlaufzeit von 2 min.

Das deutet ja darauf hin, dass das so nicht bleiben kann.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.01.2021 18:26:57
0
3093637
Die blaue Kunsstoffhülle um das Fußbodenheizungsrohr verschlechtert den Wärmeübergang vom Heizwasser zum Estrich um einiges und daher sollte das System möglichst durchgehend 24/7 betrieben werden können, was durch die thermoelektrischen Stellantriebe an den Heizkreisverteilern unter Umständen verhindert wird.

In unten beigefügtem Screenshot mal beispielhaft das Temperaturlogging unserer etwa 20 Jahre alten wasserführenden Wärmeverteilung vom heutigen Tag bei um +8°C Außentemperatur.

Bei unserer Fußbodenheizung vom Erdgeschoss sind zwar die Heizrohre nicht in einem Mantel installiert, aber die Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf solltest bei Deiner FBH mal versuchen ein weinig zu senken, wodurch entsprechend weniger Vorlauftemperatur nötig ist.


Verfasser:
Influxe
Zeit: 21.01.2021 21:15:03
0
3093764
Also wird der blaue Mantel nicht nur am Verteiler um das Rohr sein, sondern entlang der gesamten Länge?

Wie ich nur die FBH einzeln optimieren kann habe ich inzwischen so in etwa verstanden.
Aber wie funktioniert das Ganze zusammen mit den Heizkörpern, vor allem im Keller? Ich denke dort wird ja ein niedriger Vorlauf als erstes kritisch. Und dann evtl die FBH zu warm bei voll dauerhaft offenen Ventilen?

Geht das überhaupt sinnvoll ohne die Kreise zu trennen oder eine Art Mischer einzubauen?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 22.01.2021 06:28:17
0
3093885
Zitat von Influxe Beitrag anzeigen
Also wird der blaue Mantel nicht nur am Verteiler um das Rohr sein, sondern entlang der gesamten Länge?
So scheint das bei dir zu sein. Ist nicht optimal, kann aber trotzdem optimal mit geringem Heizwassertemperaturniveau funktionieren, wenn alle diese Einzelheizkreise konsequent 24/7 mit ausreichend hohem Volumenstrom und geringer Spreizung gefahren werden.
Dazu solltest Du am besten zuerst mal sämtliche thermoelektrischen Stellantriebe am Heizkreisverteiler der Fußbodenheizung entfernen und dann prüfen ob die Parametrierung insgesamt zu verbessern ist.
Zitat von Influxe Beitrag anzeigen
... wie funktioniert das Ganze zusammen mit den Heizkörpern, vor allem im Keller? Ich denke dort wird ja ein niedriger Vorlauf als erstes kritisch. Und dann evtl die FBH zu warm bei voll dauerhaft offenen Ventilen?

Geht das überhaupt sinnvoll ohne die Kreise zu trennen oder eine Art Mischer einzubauen?
Genau das musst Du herausbekommen. Versuch macht klug!

Im Screenshot, den ich in meinem letzten Beitrag eingefügt hatte, kannst gut erkennen mit welcher Vorlauftemperatur die Heizkörper bei uns am Tag mit bis zu +5 Kelvin erhöhter Heizkennlinie angefahren werden. Ich habe das System so umgebaut, dass es komplett ohne Mischer und ohne irgendwelche Thermostate betrieben werden kann. Glücklicherweise sind die in 1999 bei Neubau unseres Hauses verbauten Heizkörper im Verhältnis zur jeweiligen Raumheizlast so leistungsfähige, dass die an mehreren zusammenhängenden kältesten Tagen nur mit maximal +35,x°C im Vorlauf ausreichend sind, um die von uns gewünschte thermische Behaglichkeit in den einzelnen Räumen gut halten zu können.

Bei Interesse kannst Du ein bisschen auf folgend verlinkter Seite querlesen.

http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Anlage_lowEnergy#.22Hydraulische.22_Besonderheiten

Verfasser:
Influxe
Zeit: 22.01.2021 07:34:47
0
3093900
Ja, bei Dir scheint ja der Rücklauf der Heizkörper in den Vorlauf der FBH zu fließen.
Das scheint bei mir bisher nicht der Fall zu sein, bzw. ich weiß auch tatsächlich gar nicht ob es evtl. auch schon so gelöst sein könnte.

Bei den Rohrleitungen im Keller blicke ich noch nicht so ganz durch, kann man das evtl. heraus finden, wenn ich nachher da mal ein Foto poste?
Ich glaube aber mich zu erinnern, dass die VL und RL Steigleitungen jeweils einfach einen Abzweig per T Stück haben, an dem dann vermutlich der FBH Verteiler hängt.

Wenn es durchgeschleift wäre, dürfte am Vorlauf aus der Therme kein Abzweig sein, sondern der Rücklauf FBH müsste direkt wieder zur Therme, oder?

Könntet ihr evtl. nochmal in die Mögliche Parametrierung meiner Anleitung (Link weiter oben) schauen und mir Tipps für die Grundeinstellungen geben?
D.h. Raumfaktor/Einfluss ja oder nein, Eco oder Abs Betrieb, Frostgrenzeneinstellung etc.

Ansonsten verstehe ich das Kochzerept bisher so:
- Thermostate an HK im Keller voll auf (oder auch Köpfe ab???)
- FBH Antriebe ab, gibt es dann dort noch weitere Drosseln?
- Steilheit und Raumsollwert sind zunächst meine einzigen Stellgrößen, hier bin ich aktuell bei 0,8 und 22,5, passt das aus Ausgangslage? Wo sollte ich eurer Einschätzung nach landen?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 22.01.2021 07:59:39
0
3093915
Ohne aussagekräftige Fotos zur bei dir vorhandenen Installation ist aus der Ferne nicht wirklich nachvollziehbar wie das realisiert ist.

Das oben am oberen Balken des FBH-Verteilers könnten Voreinsteller für den VS sein.
Es könnte aber auch am unteren Balken unter den thermoelektrischen Stellantrieben noch voreinstellbare Ventileinsätze vorhanden sein.

Thermostate sind die Köpfe!
Die abbauen und prüfen ob voreinstellbare Ventile an den Heizkörpern verbaut sind.

Hast Du beispielsweise ein IR-Thermometer mit dem die Heizwassertemperatur per an den Rohren messen relativ genau zu ermitteln ist?

Verfasser:
Influxe
Zeit: 22.01.2021 08:37:20
0
3093933
Habe hier im OG gerade einmal ein Ventil geprüft, Bilder anbei.
Die sind irgendwie richtig bequem per Schnellverschluss abzunehmen, man muss gar nicht groß schrauben, hat mich nun positiv überrascht.

Ich vermute, dass die anderen HK im Keller genauso ausgeführt sind, prüfe das aber natürlich nochmal.

Voreinstellung gibt es demnach, wie stelle ich diese am besten ein?

Überströmung zwischen VL und RL ist nicht drosselbar im HK Anschluss, sondern fix verbunden, oder? (Alle HK haben diesen Anschlussblock unten genau so).










Bilder vom Keller kommen später heute.

Verfasser:
Influxe
Zeit: 23.01.2021 14:23:49
0
3095775
So, hier die Bilder vom Keller

Vorlauf- und Rücklaufrohre die nach oben gehen, einmal zum 1.OG, einmal zum FBH Verteiler. (Jeweils die Rohre mit diagonalem Abzweig. Warum auch immer die diagonal montiert wurden?) Die dünnen Rohre sind Brauchwasser mit Zirkulation.



So sieht es unter der Therme aus...nach unten links weg wahrscheinlich die Heizungsrohre, die dann die HK im Keller versorgen. Nach links weg geht es zum Speicher. (Ist es richtig, dass der Heizungs-VL und RL in den Brauchwasser-Speicher führt???)


hier noch die Pumpe in der Therme. Steht auf Maximum, wieviel Fördermenge das nun aber ist kann ich nirgends erkennen.



Ich habe jetzt übrigens mal weiter an der Kennlinie gestellt:
Über Nacht hatte ich die Steilheit auf 0,60, Raumsoll auf 22,5.
Raumfaktor habe ich auf 0% gestellt, habe im SHKWissen gelesen, dass man zum einstellen ausschließlich nach Außentemperatur regeln lassen soll.
Damit ist definitiv heute Nacht/Morgen bei 1°C Außentemperatur noch zu viel Wärme im Umlauf gewesen.
Vorlauf bei 40°C, Rücklauf bei ca. 35°C.
FBH im EG heizt bereits alles auf auf 23,5°C, Bad mit Fußboden-Rücklauf im OG ist auch zu warm. Keller ist angenehm, keinesfalls zu kalt.

Habe jetzt einmal auf 0,45 und 22,0 gestellt. Aktuell ist es außen wärmer geworden jetzt mittags, VL 28°C, RL 29°C. Ich beobachte weiter über Nacht.

Bitte nach wie vor um Hinweise / Tipps, auch zu den anderen Parametern laut Anleitung meiner Steuerung.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 23.01.2021 21:24:39
0
3096063
Wenn ich's im ersten Bild korrekt seh, sind die Fußbodenheizungssteigleitungen direkt an den Steigleitungen vom Heizkörperkreises, Vorlauf (rechts) und Rücklauf (links), mit T-Stücken angebunden worden und demnach, was im 2. Bild unter der Therme nachvollziehbar ist, sind auch sämtliche wasserführende Wärmeaustauschflächen im Keller parallel angebunden, sowie der Rücklauf vom im Trinkwassererwärmer integrierten Rohrwärmetauscher am Hausheizkreis angebunden.

Bedeutet also, dass alle Einzelheizkreise parallel zueinander mit identischem Vorlauftemperaturniveau gefahren werden.

Schonmal top, dass Deine Heizkörper mit voreinstellbaren Ventileinsätzen ausgerüstet sind!

Die würde ich persönlich wohl alle auf N stellen, die Heizkurve (siehe Seite 24 in der von dir verlinkten Anleitung) mindestens auf 0.3 runter drehen und auf jeden Fall schauen, dass sämtliche Absenkungen deaktiviert sind. Dann abwarten.


Verfasser:
Influxe
Zeit: 24.01.2021 13:13:16
0
3096381
Alles klar, also wie vermutet dann alles parallel.

Ist es also richtig, dass der Heizkreis auch durch den Brauchwasserspeicher läuft? Welchen Sinn hat das? Der ist doch auf weit höherem Temperaturniveau?

Aktuell über Nacht bis heute Mittag läuft das System anscheinend ziemlich stabil mit:
- Steilheit: 0,45
- Raumsoll: 22,0

Raumfaktor habe ich wie erwähnt auf 0% gestellt, und Dauerbetrieb Heizen an.
Tagsoll = Nachtsoll = 22,0°C

Aktuell habe ich sehr konstante VL-RL Temperaturen bei einer Außentemp -1°C bis +1°C:
34/28 bis 36/30.

Damit komme ich bei der FBH auf die gewünschten 22,5°C Raumtemp (einfach alle ERR auf Anschlag hochgedreht, Ventile sind noch nicht abgebaut, sonst habe ich nichts geändert)
Auch im Keller ist es gerade bei 0°AT noch angenehm. Kälter sollte es nun aber nicht mehr sein.

Wobei ich in der Anleitung nicht nachvollziehen kann, dass der Raumsollwert eine Parallelverschiebung der Heizkurve bewirkt. Kann es sein, dass ausschließlich die Steilheit bei Außentemperaturführung eine Rolle spielt?

Das Heizkennliniendiagramm spricht aber eig. dagegen. Hier soll bereits bei 0,5 nur noch knapp 30°C VL bei 0°C AT herrschen.




Ich habe noch nicht genau raus, wie ich die Voreinsteller an den Heizkörpern richtig auf N Stelle. Am Umfang habe ich eine kleine Kerbe im Messing gefühlt, muss diese einfach deckungsgleich mit N sein? Und dann einfach per Zange verdrehen und fertig?

Bei der doch meines Erachtens recht niedrigen VL-Temp aktuell scheint das Ganze ja gar nicht so ungeeignet für eine WP zu sein, oder was ist eure Meinung?

Was wären nun die nächsten Schritte, bzw. lässt sich hier schon etwas sinnvoll abschätzen oder eine notwendige Leistung dimensionieren?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 24.01.2021 14:30:56
0
3096454
Zitat von Influxe Beitrag anzeigen
... richtig, dass der Heizkreis auch durch den Brauchwasserspeicher läuft? Welchen Sinn hat das? Der ist doch auf weit höherem Temperaturniveau?
Nein, es ist nur der Rücklauf vom im Trinkwassererwärmer integrierten Rohrwärmetauscher am Hausheizkreis angebunden.
Der Vorlauf zum Rohrwärmetauscher kommt separat aus der Therme.
Da sollte ein Umschaltventil drin sein, welches immer dann von der Steuerung der Gastherme geschaltet wird, wenn die zwischen Hausheizkreis und Trinkwassererwärmung wechselt.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 24.01.2021 14:36:26
1
3096460
Zitat von Influxe Beitrag anzeigen
... Heizkennliniendiagramm spricht aber eig. dagegen. Hier soll bereits bei 0,5 nur noch knapp 30°C VL bei 0°C AT herrschen ...
Wie Du schon korrekt geschrieben hast, wird per Parallel- bzw. Sollwertveschiebung die gesamte jeweils gewählte Heizkurve entsprechend verschoben.

Auf folgendem Bild siehst das am Beispiel der 1,5er Kurve ziemlich verständlich dargestellt.

Link zur Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Heizkurve

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 24.01.2021 14:43:46
0
3096471
Zitat von Influxe Beitrag anzeigen
... habe noch nicht genau raus, wie ich die Voreinsteller an den Heizkörpern richtig auf N Stelle ...
Schau mal hier: https://youtu.be/QXxcpE7pJYM

Verfasser:
Influxe
Zeit: 25.01.2021 07:45:29
0
3096941
Vielen Dank für die Antworten.

Das Prinzip der Parallelverschiebung habe ich schon öfter hier gelesen. Mich wundert eben nur, dass die Anleitung meiner Steuerung hierzu gar nichts aussagt.

Ich kann dort ja einerseits den Raumsoll für Tag und Nacht vorgeben und andererseits einen Korrekturfaktor auf die Ist-Anzeige auf dem Display der Steuerung vorgeben (-2,5K bis +2,5K).
Dass irgendeins von beiden oder aber auch sogar beide Einstellungen einen Einfluss auf die Heizkurve haben steht da nirgendwo...

Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2021 07:59:44
0
3096947
Mag sein, aber is SO: DAS ist die Parallllelverschiebung - probiers aus.

Verfasser:
Influxe
Zeit: 25.01.2021 09:44:58
0
3097007
Meinst Du beide Faktoren verschieben parallel?

D.h. Raumsoll heben um 0,5K hat die gleiche Wirkung wie Raumoffset des Istwertes senken um 0,5K?

Dann habe ich nun halbwegs die Steuerung verstanden.


Lässt sich bereits aus meinem bisherigen Verbrauch und den aktuellen VL/RL Temps bei -1 bis +1°C AT eine notwendige Heizleistung abschätzen oder aber eine mögliche Strategie für einen Umbau auf WP in 2022 ableiten?

Oder muss ich mindestens nochmal auf -5° oder -10°C warten und schauen wie die Temperaturen da passen? NAT hier ist -11,6°C.

Viele Grüße

Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2021 10:02:48
0
3097022
Ja, so ises.

Einfach die Heizkurve bis NAT verlängern, dann siehst ja was an VL-Temp rauskommt

WENN diese passt!

Verfasser:
Influxe
Zeit: 25.01.2021 15:08:28
0
3097288
Schätze ich liege dann so in etwa bei 42°C VL bei NAT, wenn ich das Diagramm mit meiner Parallelverschiebung in etwa neu zeichnen würde.

Ich wundere mich tatsächlich immer noch, dass gar nicht unbedingt die Räume mit normalen Heizkörpern bei mir limitieren, sondern das EG mit kompletter FBH auch gar nicht zu warm wird.

Liegt das evtl. an meinen gemantelten Rohren, dass hier bei aktuell 36°C VL die Raumtemperatur nicht mehr als 22,5 wird?
Oder begrenzen die Stellantriebe doch noch, obwohl ich alle ERR auf max gestellt habe? Habe wie gesagt die Antriebe nicht ganz abgebaut.
Oder ist evtl. die verbaute Umwälzpumpe zu schwach? 6-7°C Speizung ist ja auch gar nicht so wenig?

Was würdet ihr als nächste Schritte bei mir empfehlen mit dem System, dass 22000kWh bei 4,5 Personen inkl. WW mit Zirkulation auf ~350m² benötigt, und mit 42°C VL bei NAT auskommt?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2021 15:33:22
0
3097300
Die 6-7K Spreizung JETZT, also bei um die 0°C außen?? wäre schon bißchen viel...

Die Thermometer sind kalibriert??

Verfasser:
Influxe
Zeit: 25.01.2021 15:37:48
0
3097304
Die Temperaturen zeigt mir die RS30 Steuerung der Heizung an.
[Link]

An den Rohren selbst habe ich überhaupt keine weiteren Thermometer verbaut, siehe Bilder oben.
Könnte evtl. mal Fühler meines Grillthermometers an die Rohre kleben und mit Isolierung einwickeln, das kann dann auch loggen. Wo genau wäre dann eine gute Position dafür?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2021 15:43:38
0
3097309
ah so, ok, dann würd ICH sagen das ist hinreichend genau über die Regelung.

5-7 K Spreizung sollte halt erst am Auslegungspunkt gegeben sein, also bei NAT

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Gasheizung, verstehen, optimieren, Umbau auf WP
Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2021 15:43:38
0
3097309
ah so, ok, dann würd ICH sagen das ist hinreichend genau über die Regelung.

5-7 K Spreizung sollte halt erst am Auslegungspunkt gegeben sein, also bei NAT
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