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Verbrauchsstatistik alte Heizung - Hilfe für neue?
Verfasser:
Hinnerk
Zeit: 30.06.2003 10:21:24
0
19785
da ich von einstufigem 30-34kW atmosphärischen Flüssiggaskessel auf Gas-Brennwert umstellen will, habe ich mir am Wochenende mal die Wärmemengenzähler angeschaut.
Die hatte ich vor 16 Jahren bei jedem Heizungskreislauf installieren lassen.

Kreislauf 1 - Warmwasserspeicher (150L) zeigt 100 MW
Kreislauf 2 - Erdgeschoss (100m2)zeigt 200MW
Kreislauf 3 - 1.Stock/u Oberg. (200m2) zeigt 200 MW

es wurden also 500 Megawatt verbraucht oder 31,25 MW pro Jahr

Dazu kommt noch Zusatzheizung mit Kachelofen ca. 112

Den größten Teil des Jahres wird die jetzige Anlage mit 60/40 Grad (Vorlauf/Rücklauf) gefahren.

Kann man daraus Schlüsse ziehen, was die erforderliche Kapazität des neuen Brennwertkessels angeht?

Verfasser:
steinbock
Zeit: 30.06.2003 10:40:07
0
19786
Zunächst mal: Sie haben MWh verbraucht!

Meine Flächen/Personen: 400 qm, 10-14 Personen
In 91/01 im Durchschnitt 6000 HEL/Jahr
02/03: 2200 HEL + 12 MWh Strom für Wärmepumpen

Öl-Brenner hat jetzt 0,6 GpH oder etwa 23 kW. Bei -10" im Winter lief er fast 100%.

Nach Umstellung von Luft/Wasser auf Waser/Wasser hoffe ich unter 10 MWh Strom und unter 1000 Liter HEL zu kommen.

Verfasser:
martin havenith
Zeit: 30.06.2003 12:11:32
0
19787
Hallo erstmal,

ihre Verbrauchsdaten über die Wärmemengenzähler irritiern mich doch erheblich.
Sie benötigen im Erdgeschoß bei 100 m² ca 200 MWh
Im 1. & 2. OG benötigen sie bei 200 m² ebenfalls 200 MWh

Irgendetwas scheint da nicht zu stimmen. Gewöhnlich ist es doch so, das der Wärmebdarf steigt, je höher der Raum über der Erde ist (wg Windeinflüssen)
Bei älteren Gebäuden ist zusätzlich der Wärmebedarf des Dachgeschosses am höchsten im ganzen Haus, da die Dämmung schlechter ist als in den darunterliegenden Geschossen (und die Temp.Differenz nach aussen Höher ist).

Meine Langjährige Erfahrung mit Wärmemengenzählern hat ergeben, das es hier eine große Menge an Fehlerquellen gibt:
1.) sind die Zähler entsprechend der Vorschriften eingebaut? (Ein-Auslaufstrecke des Wasserzählers / Montageorte der Fühler)
2.) wurden die Zähler regelmäßig kalibriert.
3.) die Fühler haben Toleranzen, genau wie der Wasserzähler

Fazit: Die Zähler taugen nur dann was, wenn man die gemessenen Zahlen in reglmäßigen Abständen auf Plausibilität überprüft.
Ein Gas- oder Ölzähler kann zwar auch Abweichungen haben, jedoch haben die weniger Fehlerquellen.

Ebenfalls sollte man bedenken, das das Klima in den letzten 15 Jahren (jedenfalls in Aachen) durchschnittlich immer wärmer geworden ist.
Siehe auch bei Herrn Beitzke unter WWW.Heizungsbetrieb.de
Nicht, das Ihr neuer Kessel wieder zu groß, und damit unwirtschaftlich ist.

Weiterhin kann sich der Gebäudezustand in den letzten Jahren derart gravierend verändert haben, das der Durchschnitt nicht Aussagekräftig sein muß.
Beispielsweise: haben sie in den letzten 16 Jahren keinerlei Maßnahmen am Gebäude durchgeführt, könnte der Wärmebedarf durch Alterung von Dichtungen deutlich angestiegen sein.
Haben sie in den letzten Jahren mal die eine oder andere Fensterscheibe austauschen müssen, oder haben andere Maßnahmen durchgeführt, könnte der Wärmebedarf genausogut gesunken sein.

Meines Erachtens ist eine Messung die beste Lösung. Allerdings müssten Sie dann wieder warten, bis die Heizperiode wieder begonnen hat.
Verfahren: Messung der Aussentemperatur zur Feststellung des Bedarfes
Messung der Brennerlaufzeiten zur Feststellung der tatsächlichen Wärmeabnahme.
Beides ins Verhältnis setzen, schon wissen sie genaueres.

Ich habe dieses Verfahren auf meiner Seite www.Heizungsoptimierung.de.vu etwas genauer beschrieben.

Verfasser:
Sukram
Zeit: 30.06.2003 12:29:40
0
19788
Jahresverbrauch in KWh/3000 = Leistung in KW bis 800 m Meereshöhe.

Da kämen bei Ihnen rd. 11 KW raus zzgl. Kachelofenleistung im Worstcasefall. Aus Komfortgründen (Nachladezeit WW-Speicher) würde ich eher 15 KW wählen -dann wäre der in einer guten halben Stunde von 10 auf 55° nachgeladen.

Verfasser:
Hinnerk
Zeit: 30.06.2003 12:35:37
0
19789
@Martin Havenith

im Erdgeschoss befindet sich eine Praxis, die voll geheizt werden muß,
daher ist der Verbrauch höher.

Danke für die Antworten

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 30.06.2003 12:45:37
0
19790
OOPS,

Arztpraxis muss voll geheizt werden?
Der ist aber fleissig!
Am Wochenende und auch Nachts?


Verfasser:
Sukram
Zeit: 30.06.2003 13:10:19
0
19791
Ach, Du bist das, Hinnerk.

sag dass doch dazu, dann muss man nicht immer alles zweimal schreiben ;-)

Verfasser:
Harry
Zeit: 30.06.2003 13:19:31
0
19792
Hallo Hinnerk,
es bleibt wohl dabei:
Wähle eine Brennwerttherme mit ca 16-18 kw maximaler Leistung und möglichst großen Modulationsbereich nach unten, denn der untere Leistungsbereich wird die meiste Zeit gefordert sein. Lass Dir doch mal Angebote dazu machen.

Den zweiten (kühleren) Heizkreis solltest Du mit Mischer betreiben, im Kamin ein LAS installieren und als WWasserspeicher würde ich eher 200 L wählen, die kannst Du dann langsam (=effizient) während der Nachtabsenkung aufheizen.

Grüße
Harry

Verfasser:
Hinnerk
Zeit: 30.06.2003 13:38:38
0
19793
Danke für alle Antworten.

Sukram hatte schon mal ca 15KW Kessel empohlen.

wollte nur wissen, ob anhand der Verbrauchsdaten neue Erkenntnisse auftauchen.

KG Praxis im Erdgeschoss muß tatsächlich ständig höhere Temperatur von
möglichst 23 Grad aufweisen, da sich Leute ständig um- und ausziehen.
außerdem weiß ich nicht, wie dick die Wärmedämmung im Fußboden ist.
was war vor 16 Jahren Standard?
ich weiß nur, daß unter dem Estrich Styropor-Platten liegen. darunter
dicke Bitumen-Folie

In den Obergeschossen haben wir nur 19-20Grad, da die Heizleisten die Wände erwärmen, ist das subjektive Wärmegefühl anders als bei "normalen" Heizkörpern. eher wie beim Kachel-Grundofen.


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