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Datenschutzhinweise

Rechnung nach Aufmaß?
Verfasser:
martini33
Zeit: 09.08.2005 08:52:41
0
222872
Hallo!

Ich habe eine Frage und hoffe, dass mir hier jemand die Antwort darauf geben kann. Also:
Was bedeutet "Rechnung nach Aufmaß"? Ist wahrscheinlich ganz einfach, aber ich hab leider überhaupt keine Ahnung von der Thematik!

Danke für die Hilfe!

martini33

Verfasser:
helmutmg
Zeit: 09.08.2005 09:04:14
0
222876
Hallo martini,

Rechnung nach Aufmaßbedeutet folgendes:
Du hast ein Angebot vom Handwerker über
25m Kupferrohr 22mm incl Dämmung
1 Waschbecken
1 Duschwanne
1 Duschabtrennung
1 WC
60 Arbeitsstunden
Angebotssumme 6000 €
Rechnung nach Aufmaß

Kann auf der Rechnung so aussehen:
30m Kupferrohr 22mm incl Dämmung
2 Waschbecken
1 Duschwanne
1 Duschabtrennung
1 WC
65 Arbeitsstunden
Rechnungsbetrag 6500 €

Verfasser:
meStefan
Zeit: 09.08.2005 09:22:10
0
222881
Ja, Rechnung nach Aufmaß bedeutet, daß nach dem tatsächlichen Aufwand abgerechnet wird!

Falls ein Angebot besteht, dann würde ich mir den Angebotspreis als Obergrenze feststellen lassen, so kann es nach Aufmaß nicht mehr teurer werden!

Bei manchen Arbeiten kann man eben nicht so genau kalkulieren und deshalb rechnet man nach Aufwand ab.



Verfasser:
ralfspleet
Zeit: 09.08.2005 09:46:21
0
222894
Ist eigentlich der Normalfall. Im Supermarkt wird auch nur die Ware die im Einkaufskorb liegt bezahlt.

Ralf Spleet
Dipl.Ing.
www.hls-planung.de

Verfasser:
Expertengrummel
Zeit: 11.08.2005 20:30:11
0
224208
Planung und Ausführung sind zwei paar verschiedene Schuhe.
Der Planer hat meines Erachtens nach,keinerlei Erfahrung auf dem Bau, bzw. der Substanz mit der sich dann der Monteur herumplagen muß.

Hatte mal einen Neubau bekommen, da hatte von der Planung überhaupt nichts gestimmt. Da waren sämtliche Versorgungsschächte vergessen worden, was ein nächträgliches Schlitzen und Aufklopfen erforderte damit in Abstimmung Bauherr mittels Nachtrag zu Kosten der Planung das Ziel erreicht werden konnte.

oder Altbausanierung noch schlimmer!

kein Planer weiß wo Leitungen liegen ob Elektro, Wasser, Heizung, Sanitär, Wandstärke? (aufgeblendet mit Beton)wie soll man da als Handwerker kalkulieren?

Alles ist immer in Abstimmung des Bauherren zu treffen und der Planer erübrigt sich fast aus unserem Gewerbe.

Schönen Abend noch

Verfasser:
martind
Zeit: 13.08.2005 10:25:50
0
224877
@expertengrummel
"Planung und Ausführung sind zwei paar verschiedene Schuhe.
Der Planer hat meines Erachtens nach,keinerlei Erfahrung auf dem Bau, bzw. der Substanz mit der sich dann der Monteur herumplagen muß."

Da lehnt sich aber jemand ganz schön weit aus dem Fenster.

Hurra ich brauche keinen Planer? Die haben eh keine Ahnung oder wie?

Also ohne uns Planer würde so manches erst gar nicht gebaut werden, weil die Kosten nicht hinreichend ermittelt werden.

Und die Unterstellung wir hätten eh keine Ahnung ist das allerletzte.

Das was mir immer häufiger sauer aufstösst ist die Zunft die sich gegenseitig die kleinen Preise um die Ohren haut. Wenn es dann an´s bauen geht findet man immer häufiger unmotivierte nicht geschulte Installateure die man förmlich an die Hand nehmen muß wenn es was werden soll. Mittlerweile ist es so schlimm das man für die Objektbetreuung den Aufwand um 1/3 erhöhen muß.

Aber zum Thema Abrechnung nach Aufmaß:

Diese Form der Rechnungslegung ist föllig normal. Und es muß nicht immer teurer werden wegen dem Aufmaß.
Letztlich stellt das Angebot eine Mengenaufstellung dar die durchaus von dem tatsächlichen Aufwand abweichen kann. Im Angebot sind die Einzelpreise hinterlegt. Tatsächlich in Rechnung gesetzt wird nur das was verbaut wurde.


Verfasser:
LUIGGI
Zeit: 13.08.2005 10:31:12
0
224883
...Das was mir immer häufiger sauer aufstösst ist die Zunft die sich gegenseitig die kleinen Preise um die Ohren haut.....

Dann sollten die Planer dafür sorgen, daß der den Auftrag erhält der den auskömmlichen Preis angeboten hat.

Wie siehts wirklich aus: der billigste wird auf Weisung des Planers zum Vergabegespräch eingeladen und nochmals gedrückt.

Verfasser:
martind
Zeit: 13.08.2005 10:41:23
0
224892
@Luiggi
Nein so ist es nicht!
Der Bauherr sagt uns nehmt den billigsten. Da kann man ruhig mit Engelszungen reden: Lass die Finger von der Firma, der Ärger ist vorprogrammiert usw.
Ausserdem macht ihr ja die Bauüberwachung ist also euer Problem.

Wenn es nach uns ginge würden wir schon eine ordendliche Firma wählen.

Verfasser:
martind
Zeit: 13.08.2005 10:44:18
0
224894
Nochwas luiggi:

Wir Planer werden nach der Schlußrechnungssume der beauftragten Firma bezahlt. Sprich ein gewisser Prozentsatz der SR gibt es als Honorar. Dementsprechend müssten wir uns immer um den teuersten und nicht den besten bemühen.

Verfasser:
meStefan
Zeit: 13.08.2005 10:59:17
0
224902
Da muß ich LUIGGI recht geben!

Ich war schon des öffteren unter den "drei günstigsten Anbietern" und einmal, als ich nachweislich der günstigste war, wie mir der Archi so schön versicherte, sollte ích doch noch mal ein Preis- Angebot machen!

Ich hab ihm gesagt, das er mein "Preisangebot" in Händen hält, nicht mehr und nicht weniger!
"Ich habe das LV durchkalkuliert und mit dem spitzen Bleistift geschrieben, mehr ist nicht drin!"

Komischer weise setzte sich ein Kollege dann auch nochmal 500,--€ drunter (der vorher fast 4.000,--€ drüber lag!).

Ein anderer Kollege hat sich fast um Kopf und Kragen selbst beschissen! Mein Angebot für ein größeres Objekt in Sachen Heizung und Sanitär lag bei 120.000,--€ und damit lagen fast alle schön beieinander, nur einer war 5.000,--€ drunter!
Und dieser hat dann nach der Anfrage vom Archi nochmal einen Preis unter der 100.000,-€- Grenze abgegeben, wo ich schon lange abgewunken habe!
Der Senior- Chef dieses Betriebes, der Ihn gerade übergeben hatte, hat sogar nochmal beim Archi interveniert, aber der sagte nur: "Er hat´s unterschrieben, also bleibt´s dabei!"

Heute braucht dieser Betrieb JEDEN Auftrag!
Denn das zweite Objekt mußte er laut Vertrag zu den auch selben Konditionen machen! Bei Elektro war er auch der günstigste! Weit günstiger als andere, die bisher immer billig waren!

Zum Glück hatte ich damals den Auftrag für 120.000,--€ nicht bekommen, denn mein spitzer Bleistift hatte eine derartige Preissteigerung, wie wir sie dann erlebten, nicht mitgerechnet!
Mein, sowieso schon niedriger Gewinn, wäre nicht nur in Luft aufgegangen, sondern ich hätte noch drauflegen müssen!


Ich bin heute weg von diesen Bauträgern und Architekten, die einen Scheiß auf die Handwerker geben und nur nach dem billigsten Preis gehen!

Ich habe mich der Qualität verpflichtet und dementsprechend sind meine Preise!
Sicherlich habe ich den Ruf "teuer" zu sein, dabei bin ich mit Sicherheit für mein Preis/Leistungsverhältnis der günstigste Anbieter!

Es gibt immer mehr Kunden, die Qualität und guten Service zu schätzen wissen und diese Billig- Handwerker- Stoffel zum Teufel schicken!

Tja, und die vielen "armen" Häuslebsauer, die das billige Bauträgerhaus kaufen und dann, um nochmal zu sparen, auch noch selber Hand anlegen, die rühren mich zu Tränen!
Wie zu letzt, altes Häuschen, alles an Sanitärinstallation und Elektro aus dem Baumarkt angeschleppt und selbst verbaut, Ehepaar, beide voll berufstätig, keine teuren Kinder und vorm Haus steht das Cabriolett... Die Dampfdusche aus Amerika, schon auf DE- Strom umgebaut, steht auch schon auf der Baustelle. Die kommt in das 5m²- Bad in dem schon ein Handtuchtrockner 70 x 60cm hängt!

Jetzt fehlt noch der Brennwerter im Keller und die Gas- und Abgasleitung, Rest will er selber machen...


Verfasser:
martind
Zeit: 13.08.2005 11:22:26
0
224908
Na kaum zu glauben. Schon dran gedacht mal zu schauen um was für eine Ausschreibung es sich handelt?

Von einer Ausschreibung mit freihändiger Vergabe würde ich immer die Finger lassen.

Bei einer beschränkten oder öffentlichen Ausschreibung darf nicht nachgekartet werden. Soll es dennoch geschehen den Archi mal auf die Finger klopfen und mit dem Saatsanwalt drohen.

Die warten in letzter Zeit auf solche Fälle wie die Katze auf die Maus.


Verfasser:
meStefan
Zeit: 13.08.2005 12:15:29
0
224932
Dem Archi sein Vater und Onkel haben ein Bauunternehmen welches diesen Bau erstellt, auf dem Grunstück, welches der Familie gehört, etc...

Der Archi hat sich gleich zu Beginn der Baustelle schon den VW Tuareg gegönnt und baut heute selbst, noch dazu etwas großspurig, wie man so hört...

Ich glaube aber kaum, das ein Staatsanwalt da irgend etwas an LV, Ausschreibung und Vergabe bemängeln wird, denn der Archi schaufelt sich doch nicht sein eienes Grab.

Sein Verhalten ist nur eben nicht so nett!
Nicht die feine Art!

Aber es ist ja nicht nur der eine, da arbeiten noch ganz andere mit immer den gleichen Handwerkern zusammen und das weil die immer die günstigsten sind... wie kann das denn sein?
Immer ein paar €uro unter dem billigsten?
Und am Ende, so hört man, kamen dann doch noch alle auf ihre Kosten... Nachtragsangebote, Abänderungen, Wegfall von Materialien aus dem LV, zusätzliche Arbeiten und Materialien, die nicht im LV enthalten waren, etc...

Ich glaub, ich muß mir auch mal einen Archi kaufen!

Verfasser:
Silver-Joker
Zeit: 13.08.2005 15:45:57
0
225012
Ja Stefan das was du da grade beschreibst hat in manchen Gegenden Methode.

Ablauf ist ganz einfach. Gegend und Namen spielen jetzt mal keine Rolle.

Ein Kollega aus der Planung
Ein Kollega aus der Vergabe
und ein Kollega der den auftrag haben soll sind sich einig.

Im LV sind von den 275 Positionen 38 Positionen .. .. sagen wir mal vorsichtig .. frei erfundener Blödsin.

Nur der Kollega der den Auftrag haben soll, weiß genau vorher schon ganz genau welche 38 Positionen das sind, und setzt hier dementsprechend niedrig an, damit ist er natürlich im Endpreis erheblich günstiger als die anderen Bieter und erhält den Auftrag.

Bei der Ersten Baubesprechnung stellen die drei Kollegas gemeinsam fest dass diese 38 Positionen nciht durchführbar sind und aus dem LV gestrichen werden müssen, dafür kommen 59 neue Positionen als Zusatzauftrag hinzu.

Der zusätzliche Gewinn geteilt durch drei reicht ... da springt dann schon mal ein neues Auto bei raus .. ... na und beim nächsten gemeinsamen Jagtausflug oder Skiwochenende wird dann die Strategie fürs nächste Projekt festgelegt.

Ähm Stefanm ... .. ich gehe mir lieber nicht einen Archi kaufen, und verzichte gerne auf diese Sondergewinne, kann mir aber dafür beim rasieren in die Augen sehen.

Gruß Alfons

Verfasser:
meStefan
Zeit: 13.08.2005 16:02:45
0
225018
Ja klar Alfons, aber beim Rasieren schau ch mir nicht in die Augen, sondern auf die Backen und das Kinn, damit ich mich nicht schneide! :o)


Hat sich ja schon so mancher geschnitten! ;o)


Verfasser:
Silver-Joker
Zeit: 13.08.2005 16:19:47
0
225023
Weißt schon was ich meine gell.

Gruß Alfons

Verfasser:
Daniel Wagner
Zeit: 05.03.2024 13:04:28
0
3682448
Hallo zusammen,

ich habe vom Trockenbauer ein Angebot mit dem Hinweis auf "Abrechnung erfolgt nach Aufmaß bzw. zu angebotenen Pauschal-/Festpreisen".

In dem Angebot sind Flächenangaben grob abgeschätzt (der Handwerker hat hier grob nur die Längen erfasst).

Beispiel: Im Angebot ist die Dämmung und die Dachgeschossbekleidung 90 m^2 angegeben.

Bei der Rechnung verweist mich der Handwerker nun auf den im Angebot aufgeführten Gesamtpreis aus dem Angebot (ohne ins Detail einer richtigen Abmessung zu gehen).

Ist das korrekt ?

Wenn ich nun alle Regrips - Flächen messe, sind von den 90m^2 nur 60,84m^2 vorhanden (und damit auch verbaut worden). Müsste bei einer Abrechnung nach Aufmaß nicht genau die genaue verbaute Fläche hier 60.xx + x Prozent für Überschnitt angesetzt werden und damit den Angebotspreis reduzieren ?

Davon bin ich ausgegangen, wenn man Angebot unterschiedlicher Handwerker vergleicht, die nach Aufmaß Ihre Angebote abgeben. Oder liegt der (Denk-) Fehler bei mir ?

Danke für Eure Antworten schon mal.

Verfasser:
Wolf S
Zeit: 12.03.2024 12:56:42
1
3685662
Man, man, du Leichenschänder. Warum willst du einen 20 Jahre alten Thread wiederbeleben?

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