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12.11.2021 14:37:30 |
Hallo Ihr, ich betreibe eine ST-Anlage mit einem 6 m² großen Kollektor (Süddach, DN 28 °) und einem 600 l Solarspeicher (SolvisMax Öl). Alter: Kollektor 26 Jahre, Speicher 14 Jahre. Jetzt plane ich eine PV-Anlage und überlege, den ST-Kollektor zugunsten von PV-Modul-Fläche zu opfern (2. kleinerer 9 Jahre alter ST-Kollektor mit 3,2 m² 70° Neigung vor Balkon vorhanden). Ertrag der Solaranlage ca. 1800 kWh/Jahr (gemessen mit Wärmemengenzähler an der Einspeisung des Speichers). Den Speicher möchte ich belassen. Jetzt die Frage: Mit welchem aktuellen Wirkungsgrad kann ich bei dem auf dem Dach angeordneten Kollektor noch rechnen ? maksimilian
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13.11.2021 13:01:52 |
Kocht deine Solaranlage im Sommer über? Wie viel Wasser brauchst du am Tag etwa? An sich ist es immer Schade, bestehende Dinge wegzureißen, aber vom Gefühl her würde ich sagen: Weg damit. Anderer Weg wäre, die Fläche erstmal abzudecken und zu schauen, welcher Effekt sich einstellt.
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13.11.2021 14:37:27 |
Deine Frage nach dem Wirkungsgrad verstehe ich nicht so ganz. Du hast mit deiner Anlage 1800 kWh/a. (ich nehme an, nur die 6 m2-Anlage). dies liegt vor und ist ohne Investition nutzbar. Mit PV-Modulen könntest du so grob über den Daumen 1.200 kWh/a generieren. (gerechnet: 3 Module á 380 Wp, Standort Frankfurt aM, laut PVgis 994 kWh/kWp im Jahr). Steinigt mich, sollte ich mich versehen haben. Nun ist es der Vergleich nicht ganz so einfach, da du nicht den gesamten Strom selbst verbrauchen wirst, sondern einen Teil einspeisen wirst. So das eine gute Kalkulation ein bisschen ins Detail geht. Nun wirst du keine 3 Module auf dem Dach installieren, sondern hoffentlich eher 40 bis 50. Wenn du also dein Dach voll machen willst und deine ST-Anlage ist im Weg, dann sagt mein Bauchgefühl: Austausch!
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13.11.2021 17:05:43 |
Die Kollektoren kochen nicht. Sehr selten spricht meine Sicherung an: ab 90 °C Kollektortemperatur springt die HK- Pumpe an (der obere Teil des Schichtenspeichers bildet den Heizwasserpuffer). Wasserverbrauch 9 m³/Monat, wobei ich den WW-Anteil nicht kenne ( 2 Personen, kein Wannenbad, wenig Duschen, Geschirspüler am WW-Kreis). Ich überlege eine Minimallösung mit Einspeisung elektrisch erzeugter Wärme in den Schichtenspeicher. In den Speicher kann kein Heizstab eingebaut werden. Aber bereits jetzt erfolgt die Einspeisung der ST-Wärme über einen WT (historisch bedingt). Den Primärkreis dieses WT könnte man nach Entfernung der ST mittels elektrischer Heizung versorgen. Mit dem SolvisTom gibt es am Markt ein System dafür, das allerdings recht teuer ist. Ich suche noch nach Alternativen.
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14.11.2021 07:09:46 |
Rechne das vorher gut durch. Das "Verheizen" von Überschussstrom war bislang nicht wirtschaftlich. Einspeisen ist nicht so schlecht wie sein Ruf.
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14.11.2021 10:45:13 |
Stell noch eine 0815 BWWP mit hin anstatt dem Solarspeicher. Dann hast du fast das ganze Jahr Wasser mit PV Strom erzeugt und der JNG vom Öler steigt.
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14.11.2021 12:51:37 |
statt den Solarkollektor(en) eine Geisha dran und gut 🤷 alle Flächen mit PV erschließen und gut.
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15.11.2021 19:20:07 |
Was für ein Produkt ist eine Geisha ?
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15.11.2021 21:12:10 |
Eine LWP von Panasonic, die hier im Forum recht häufig verbaut wird.
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17.11.2021 11:10:10 |
Die ST speist (bei entsprechender Wetterlage natürlich) mit hoher Temperatur (70-80 °C) in den Speicher ein, während die WP das nicht kann. Leidet darunter nicht die Effizienz des Systems ?
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17.11.2021 16:59:42 |
Ich fahre derzeit die Strategie täglich auf den zu erwartenden WW Bedarf aufzuheizen. Wir kommen mit 48°C bei 5 Personen und 2 Wohneinheiten gerade so über den Tag, so dass bei 8K WW- Hysterese (40°C) wieder aufgeheizt wird. Und für PV muss die Wetterlage nicht so gut sein, wie für ST. Ich habe meine ST 4 Module entfernen lassen und Platz für 8 PV Module erhalten.
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
17.11.2021 17:17:48 |
Mit hohen Temperaturen hat man auch hohe Veluste. Das ist bei einer STA egal, denn die kan ja nur WW machen. Mit der PV hast Du aber zusätzlich noch Strom. Dein Effizienzgewinn ist also insgesamt enorm groß.
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19.11.2021 11:21:36 |
Da ich mich, warum auch immer, als maksimilian nicht mehr einloggen kann, bin ich jetzt oldi123. Frage zum Anschluss einer BWWP an den Schichtenspeicher des SolvisMax. Bisher besteht zum ST-Kollektor eine Verbindung zu einem WT (Alpha-Laval). Dessen Sekundärkreis speist in den Speicher ein. Kann ich die BWWP nach Abbau der ST einfach an den Primärkreis des WT anschließen ? Falls die BWWP selbst einen WT enthält, wäre dann ein direkter Anschlus an die Einspeisung in den Speicher möglich ?
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Verfasser: Dietmar Lange | Zeit:
20.11.2021 16:44:27 |
Zitat von maksimilian;3219664[break Jetzt die Frage: Mit welchem aktuellen Wirkungsgrad kann ich bei dem auf dem Dach angeordneten Kollektor noch rechnen ?
Es gibt ältere Studien über Langzeiterfahrungen mit thermischen Solarablagen der ersten Generation, die über 20 Jahren im Einsatz waren. Die meisten Kollektoren waren in ihrer Leistung noch zufriedenstellend, nach meiner Erinnerung noch rund 90% der Anfangsleistung. Dietmar Lange
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
20.11.2021 19:01:13 |
Ja, man kann eine BWWP an so en Tauscher anschließen. Aber macht das Sinn? Wäre es nicht besser die gesamte Heizungsanlage auf WP umzustellen?
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20.11.2021 20:16:11 |
Ich denke zwei Punkte fehlen noch... 1. Wie viele PV Module blockiert die ST genau? Also es macht ja einen Unterschied ob um die ST 10cm Ränder oder 1m Ränder bleiben... 2. In welchem Zustand ist die ST? Die neue PV sollte 30 Jahre halten (WR mag früher sterben... Aber die Module halten hoffentlich 30 Jahre) Die 30 Jahre wird die ST wohl nicht schaffen... Aber welche Kosten kommen in dem Zeitraum auf dich zu um sie so lange an Leben zu halten?
Deine Frage ist gut, lässt sich aber sicher nicht einfach beantworten...
Halte uns auf dem laufenden. :)
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20.11.2021 21:59:26 |
Zitat von maksimilian  ... im Forum Heizung komme ich leider nicht weiter und versuche es deshalb nochmal hier.
Ich betreibe eine ST-Anlage mit einem 6 m² großen Kollektor (Süddach, DN 28 °) und einem 600 l Solarspeicher (SolvisMax Öl für Heizung und WW-FriWa). Alter: Kollektor 26 Jahre... |
Verfasser: Dietmar Lange | Zeit:
21.11.2021 00:59:41 |
Zitat von tassidar 
..Die 30 Jahre wird die ST wohl nicht schaffen... Aber welche Kosten kommen in dem Zeitraum auf dich zu um sie so lange an Leben zu halten?
ST Anlagen mit einem Alter >30 Jahren sind in D deutlichst häufiger als entsprechende PV Anlagen. Dietmar Lange
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21.11.2021 02:32:23 |
Der war gut... 1991 eine PV Anlage installieren...
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Verfasser: Dietmar Lange | Zeit:
21.11.2021 09:54:28 |
Zitat von MichaelKo  Der war gut... 1991 eine PV Anlage installieren... 1991 wurden in D durch das Stromeinspeise- Gesetz die Netze für PV Anlagen geöffnet. Es gibt Statistiken über die sehr bescheidenen Leistungen bis zur Verabschiedung des EEG. Dietmar Lange
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21.11.2021 12:12:42 |
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Die technik der Solarthermie hat sich seit 50 Jahren nicht wirklich verändert. Bei der PV wurde in den letzten 30 Jahren enorme Fortschritte erzielt. Aber Hauptsache gegen eine strombasierende Technologie gewettert und für heißes Wasser Werbung gemacht.
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21.11.2021 16:03:33 |
Zitat von MichaelKo  Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Die technik der Solarthermie hat sich seit 50 Jahren nicht wirklich verändert. Weshalb auch. Sonnenwärme nutzt der Mensch seit menschengedenken. Und Solarthermie gibts länger als Du denkst. Sieh zB: Häuser mit Sonnenkollektoren- für die Warmwasserbereitung in Protaras auf der Mittelmeerinsel ZypernDas Zeug hat sich in der Praxis seit langem bewährt, was gibts da noch groß zu verbessern. Ausser man macht es unnötig kompliziert. Zitat von MichaelKo  Bei der PV wurde in den letzten 30 Jahren enorme Fortschritte erzielt. Ist doch kein Wunder, soooo lange gibts das ja noch nicht. Zitat von MichaelKo  Aber Hauptsache gegen eine strombasierende Technologie gewettert und für heißes Wasser[...] Weshalb sollte man auch Wärme in Strom umwandeln, um danach wieder Wärme daraus zu machen. Ist irgendwie sinnfrei.
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21.11.2021 17:08:20 |
Zitat von PeWe34  Ja, man kann eine BWWP an so en Tauscher anschließen. Aber macht das Sinn? Wäre es nicht besser die gesamte Heizungsanlage auf WP umzustellen? Erstens muss ich den Etat für mein PVA-Projekt begrenzen (die WP zur Deckung von WW+Heizung dürfte nicht gerade wenig kosten) und zweitens möchte ich den Schichtenspeicher einschließlich des integrierten Brenners sowie den Öl-Außentank nicht "wegschmeißen". Den Ersatz des Öls kann ich später immer noch in Betracht ziehen. Ist halt ein Kompromiss.
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21.11.2021 17:17:15 |
Zitat von Dietmar Lange  Die meisten Kollektoren waren in ihrer Leistung noch zufriedenstellend, nach meiner Erinnerung noch rund 90% der[...]
Das macht natürlich die Entscheidung für den Verzicht auf ST nicht leichter. Meine Befürchtung aber ist, dass ich mir mit zunehmendem Alter der Anlage Probleme einhandle, um die ich mich dann mit meinem ebenfalls zunehmendem Alter (> 80) nicht mehr kümmern möchte. Außer bei den unbetreuten (!) Kollektoren auf dem Dach sorge ich für die Wartung der ST noch selbst.
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21.11.2021 17:26:37 |
Zitat von tassidar  1. Wie viele PV Module blockiert die ST genau? Die St-Kollektoren "blockieren" 6 PV-Module und damit 6x400=2,4 kWp . Zitat von tassidar  2. In welchem Zustand ist die ST?
Zustand und Wirkungsgrad der Flach-Kollektoren kann ich nicht beurteilen, der Rest ist in gutem Zustand (um den ich mich selbst kümmere).
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