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Welches Material bei Neuinstallation
Verfasser:
Karsten
Zeit: 07.07.2003 14:36:28
0
20668
Hallo,

wir sind am Punkt der Installation der Wasserleitungen angekommen. Nun ist dies Sache eines Fachbetriebs. Als Bauherr möchte ich mir jedoch einen Überblick verschaffen. Es geht mir nicht um den Hersteller sondern um das Material.

Bisher war mir nur Kupferrohr bekannt. Mittlerweile habe ich gemerkt, dass Cu-Rohr nicht unumstritten ist. Was soll ich einbauen lassen? Kann man pauschal sagen um wiviel Prozent Plasitk teurer ist wie z. B. Kupfer? Was hat Palstik für Vorteile.

Danke schon mal im Voraus.

Karsten

Verfasser:
KUB-SOLAR Haustechnik
Zeit: 07.07.2003 21:51:45
0
20669
Moin,MOin

Erst einmal beim Wasserbeschaffungs-Verband sich nach dem geltenen TOX-Wert fragen .Sehr Wichtig!! Dann ergibt sich welche Materialien verwendet werden dürfen.Ich empfehle immer den neusten Stand der Technik.
Alu-Verbundrohr, Sauber, hygenisch, und sehr schnell zuverarbeiten.

Kai-Uwe Bendixen

Verfasser:
Dax
Zeit: 08.07.2003 01:01:42
0
20670
Les dir mal die Threads "Geruchsprobleme mit Verbundrohr" durch und du willst ganz schnell kein Verbundrohr mehr ;)

Kupfer würd ich auch nicht unbedingt für Trinkwasser nehmen. Ich kann nur zu EDELSTAHL raten, hab ich sehr gute Erfahrungen mit gemacht und ist für alle Trinkwässer zugelassen, da brauchst auch nicht nachfragen usw. Edelstahl kann, falls mal gewünscht, auch für Regenwasser z.b. bei Toilettenspülung eingesetzt werden, was bei Kupfer zum Problem werden kann.

Ich will ja nicht für Viega werben, aber schau mal bei denen rein, www.viega.de, das System wäre Sanpress (edelstahlrohre und Rotgussfittings)

Weiterer Vorteil von Edelstahl du kannst mit anderen Werkstoffen bedenkenlos kombinieren, bei Kupfer z.b. geht das nicht so einfach (Flussrichtung beachten, sonst Korrosionsgefahr)

Verfasser:
me. Ahrendt
Zeit: 08.07.2003 07:18:55
0
20671
Der "TOX-Wert" (Schreibfehler Taste daneben :-) heisst TOC-Wert und gibt Auskunft über die organisch gebundenen Kohlenstoffe ... dieser Parameter muss allerdings nur von Wasserversorgern mit mehr als 10000m³ täglicher Abgabe bestimmt werden ... die Kleineren tun sich schwer da diese Untersuchungen natürlich viel Geld kosten ...

Kupfer ist bis pH-Wert 7,4 bedenkenlos einzusetzen (nach DIN). Zwischen 7,4 und 7,0 nur, wenn der TOC-Wert >1,5 ist ...

Kunststoffrohr ist generell einsetzbar ... ich installiere schon seit 15 Jahren diese Rohre und habe noch niemals etwas von Geruch oder Sonstigem gehört ...

Edelstahl habe ich persönlich auch im Einsatz ... ebenfalls VIEGA ... damit ist dann wohl Ruhe ... ABER trotzdem die relevanten Parameter vom Wasserversorger abrufen und mit den Grenzwerten von VIEGA abgleichen ... Edelstahl ist kein Allheilemittel ...

Verzinktes Stahlrohr ist kein Thema mehr ... OUT


Verfasser:
Günter
Zeit: 08.07.2003 10:20:51
0
20672
Was ist gegen verzinktes Stahlrohr zu sagen?
Gilt da nicht bekannt, gut und bewährt? ;-)

Verfasser:
Gerhard
Zeit: 08.07.2003 15:17:19
0
20673
Wer heute noch verzinkte Stahlrohre einbaut,ist als Fachmann offent-sichtlich überfordert.Wir in unserem Großraum Nürnberg-Erlangen haben
mit diesen Rohren nur Probleme.
Bei Edelstahl würde ich auch aufpassen.Für Trinkwasser ist V4A üblich,
also ein Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl nach DIN 17455 Werkstoffnummer 1.4401.
Chrom=17%,Nickel=12%,Molybdän=2,3%,der Rest ist normaler Stahl.
Beim Absägen darf man nur Edelstahlsägeblätter und beim Abschneiden nur Edelstahlrädchen verwenden. Wird das nicht beachtet,gibt es schnell Korrosionsprobleme.Wenn man einen naßen Stahlnagel in eine Edelstahlspüle legt,wird man sehr schnell eine Reaktion von EDELSTAHL
erleben.(Rostflecken)
Ich würde Kunststoffrohre empfehlen wie zum Beispiel das"friatherm"-
System.Diese Rohre sind übrigens sehr leicht zu verlegen.Die Verbindung
wird verklebt(kaltverschweißt) und das System ist auch billiger als Edelstahl.
friatherm-Rohr 16 mmm = 3,12, Winkel 16mm = 1,20 (Brutto + 16%Mwst)
sanpress-Edelstahlrohr 15x1,0 mm = 4,94, Bogen = 5,98 ''

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard

Verfasser:
Der Fuchs
Zeit: 08.07.2003 22:20:06
0
20674
Hallo,
habe genau das gleiche Probelm. Einige Anbieter haben Kupfer angeboten. Derjenige, dem ich allerdings gerne den Auftrag geben möchte, schwört auf PE - Rohr in Rohr. Ich bin auch ratlos, was nun besser ist. Habe auch gehört, dass Kupfer nicht mehr überall zulässig ist.
Was sagt die Fachwelt ?

Verfasser:
Jürgen
Zeit: 08.07.2003 22:38:20
0
20675

Hallo,



Mein Favorit für die Trinkwasserinstallation ist immer noch Edelstahl! Nachdem ich hier im Forum sehr viel über Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigung von kunststoffrohren gelesen habe wäre ich vorsichtig.

Kupferinstallationen können in manchen Gegenden über 100 Jahre alt werden. Das kommt ganz auf das Wasser an. In manchen Gegenden ist Kupfer für die Trinkwasserinstallation nicht unbedingt empfehlenswert. Den schlechten Ruf hat Kupfer übrigens hauptsächlich durch nicht nach deutschen Normen hergestelltes Kupferrohr, das aus dem Ostem importiert wurde. Dieses Rohr hat bei Trinkwasserinstallationen öfter mal Probleme gemacht, ist heute aber kaum mehr zu bekommen, außer in Baumärkten natürlich. ;)

Bei Heizungen bin ich absoluter Kupfer-Fan. Höhere Beständigkeit gegen Sauerstoff-Diffusion als Kunststoffrohre und Kupfer kann man auch in 50 Jahren noch flicken, was man von einigen Plastikrohren nicht behaupten kann.

Gruß
Jürgen


Verfasser:
Eva
Zeit: 11.07.2003 06:43:34
0
20676
Hallo,
aus eigener Erfahrung können wir nur von Kunststoff-Verbundrohren abraten. Wir haben nichts als Probleme damit. Seit einem 3/4 Jahr schlagen wir uns mit Hersteller und Installateur herum, keiner fühlt sich zuständig und unser Wasser ist fast nicht zu benutzen. Wir sind allerdings nicht der einzige Fall, es sind uns noch andere bekannt. Aus heutiger Sicht mit heutigem Wissen, würden wir wieder Kupferrohre einbauen (sofern möglich). Falls dies nicht möglich ist, würden wir auf Edelstahl ausweichen, auch wenn es etwas teurer ist.

Verfasser:
Der Dahm
Zeit: 11.07.2003 10:55:28
0
20677
Hallo ihr "Fachleute",

vieleicht wißt Ihr es noch nicht, aber wir haben seit dem 01.01.2003 eine neue Trinkwasserverordnung in der Bundesrepublik Deutschland.

In diese Verordnung wurden alle Schwermetallwerte nach unten korrigiert und da Kupfer nun mal ein Schwermwtall ist ist es fast unmöglich noch irgenwo Kupferrohr einzubauen, zu mal man ja als "Fachmann" eine dauerhaft Betriebssicherheit der Anlage Gewährleisten muss, da man ja nicht weiß wie sich die wasserqualität entwickwelt,also bis zur Demontage der Anlage, in ca. 30 - 50 Jahre.

Somit last die Finger von Kupferrohren in der Trinkwasserinstallation.

mfg
Der Dahm

PS.: ich empfele Alu-Verbundrohr.


Verfasser:
Tino Winkler
Zeit: 11.07.2003 11:22:48
0
20678
@Der Dahm,
warum schreiben Sie so einen Unsinn ?

Verfasser:
Tino Winkler
Zeit: 11.07.2003 11:52:20
0
20679
@Der Dahm,
informieren Sie sich über die in Ihrem Versorgungsgebiet gelieferte
Trinkwasserqualität unter www.lwgnet.de Wasserwerk Bagenz hat
pH 7,93 und TOC 1,44 g/m³, da gibt es für Kupfer keine Einsatzbeschränkung.

Verfasser:
Edelstahlrohr
Zeit: 12.07.2003 13:49:06
0
20680
Hallo, zum Beitrag des Kollegen der den Nagel auf seine Edelstahlspühle legen will gib es zu sagen das Spülen aus V2A Stahl gefertigt werden. d.h. es ist ein Cr-Ni Stahl und unterliegt somit Korrosionsangriffen (Fremdstoff indizierte Korrosion).

In der Trinkwasserinstallation werden Cr-Ni-MO Stähle 1.4401 bzw. 1.4571
(V4A) eingesetzt die in Verbindung mit z.b. Stahl nicht korrodieren.

Zu der Verbindung mit den Rotgussfittings bin ich der Meinung, dass man bei einem Edelstahlrohr auch einen Edelstahlfitting einsetzen sollte.
Warum einen Materialmix aus Rotgussfittings und Edelstahlrohr?
Neben Viega gibt es auch die Fa. Mapress
( früher Mannesmann)(www.mapress.de). Die blicken hier auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurück.


Zur Verarbeitung mit Rohrabschneider wäre zu sagen das hier ein Edelstahlschneidrädchen eingesetzt werden muss weil das Rohr härter ist und ein Schneidrädchen für z.B. Kupfer hier nicht lange hält.
Das mit dem Absägen geht mit handelsüblichen HSS Sägeblättern das es hier zu Korrosion kommt betrifft wiederum nur den Cr-Ni Stahl.

Beim Cr-Ni-Mo Stahl (1.4401) gibt es keine Fremdstoff indizierte Korrosion.
D.h. das selbst Stahlspäne in der Edelstahlleitung zu keinem Korrosionsangriff führen.

Außerdem ist das Rohrsystem für alle Trinkwässer geeignet und wird als sorgenfreier Werkstoff bezeichnet. ( Trinkwasserverordnung bzw.
DIN 50930). d.h. man kann es einsetzen ohne vorher die Wasserparameter beim Versorger zu erfragen.

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verdammt schrieb: Hallo cirion, Hallo Rastelli, ich bin echt so froh das ihr euch Zeit nehmt und mich unterstützt mit meiner Anlage. Hier unter diesem Link habe ich alles abgelegt und wenn weiter was benötigt wird...
mtx0815 schrieb: Moin ! Die im Gerät verbaute Pumpe ist ungeregelt. Der Kabelbaum ist allerdings universal und hat daher den Anschluss für die Drehzahlregelung einer UPER20-60 alternativ einer UPM20-70. ABER die Software...
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