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14.07.2022 09:55:08 |
Hallo an alle, wir müssen im EFH unsere Gasheizung Viessmann von 1996 austauschen. Unser HB ist von Solvis überzeugt, ich bin aber aufgrund der hohen Preise sehr sehr unentschlossen. Eine Wärmepumpe kann ich aus Platzgründen nicht aufstellen. Bringen die Solvisgeräte wirklich soviel Einsparung? LG, Heike
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14.07.2022 10:06:56 |
Es gibt außen aufgestellte Monoblockgeräte als Wärmepumpe, welche lediglich einen WW Speicher benötigen. Der Platz findet sich eigentlich immer wenn man will. Ab 2024 sind keine Gasheizungen mehr erlaubt, dann muss ebenfalls eine Lösung gefunden werden. Jetzt nochmal auf Gas zu gehen ist meiner Meinung nach der falsche Weg.
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14.07.2022 10:07:35 |
Gegenüber was denn ?? Gegenüber der alten Therme.... wenn die nie richtig von dir eingestellt wurde... bestimmt.. Gegenüber andere Gas Brennwertthermen... eher nicht
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14.07.2022 10:12:00 |
Die Frage ist, was man will und welchen energetischen Zustand das Haus hat.
Zu Solvis - 3x Daumen hoch, der SolvisMax ist klasse und zuverlässig. Nach fast 25 Jahren Erfahrung weis ich wie gut die Anlage ist und kaum zu Defekten neigt.
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14.07.2022 12:13:53 |
Vielen Dank für die Rückmeldungen. Der Solvis Max soll 33k kosten (ca 24 abzgl. Förderung) und ich finde, dass ist doch echt heftig. Und der Solvis Ben würde wohl nicht ausreichen, meint mein HB. Aber auch der würde ohne ST schon bei 17k liegen. Grundsätzlich werden ja wohl ab 2025 keine verbauten Gasheizungen verboten, oder? Wie sollten denn das die Installateure leisten? Das Gas wird sicher nicht preiswerter, aber mit einer neuen Viessmann oder Brötje würde ich doch auch den Verbrauch senken? In den letzten Jahren hatten wir mit 3 Personen ca. 25000kwh Verbrauch. Allerdings haben wir an Heizung auch nicht gespart - muss ich zugeben. Wir haben ein EFH (36 Mauerwerk) mit FB im EG und OG im Bad. Ansonsten im OG und Keller Heizkörper, die jedoch bis auf einen im Keller nur auf Frostschutz stehen. Aktuelle läuft die alte Viessmann noch, aber der Speicher daneben rostet an einer Stelle so vor sich hin und ich habe Bedenken, dass er den Geist aufgibt und ich dann ganz schnell was tun muss. Dann bleibt keine Zeit zum Nachdenken. LG
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14.07.2022 12:33:48 |
Der kleinste SolvisBen mit 1,9-10kW Leistung wäre völlig ausreichend. Der Einbau neuer Gasheizungen wird ab Januar 2024 verboten. So steht es im gestern veröffentlichten Sofortprogramm. Wenn du jetzt eine Gasheizung einbaust verschiebst du die Umrüstung auf Wärmepumpe lediglich. Passieren wird es irgendwann so oder so müssen.
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14.07.2022 12:58:06 |
Mein HB bietet den Ben mit 3 - 18 kw mit 230 l Speicher für 17k an. Wäre der kleinere Ben denn günstiger? Und eine PV mit Speicher ist dann auch noch nicht dabei.
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14.07.2022 13:17:10 |
Der 230l Speicher ist im SolvinBen integriert. 25.000kWh Gas mit der alten Heizung entsprechen in etwa einer Heizlast von 8kW. Der kleine mit 1,9-10kW ist daher ausreichend. Der 2,9-18kW wäre überdimensioniert.
PV bitte ohne Speicher, wenn es keine Förderung dafür gibt. Ansonsten ist der Speicher erst ab Strompreisen ü 50cent/kWh wirtschaftlich darstellbar.
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14.07.2022 13:27:49 |
Zitat von Heike De  Eine Wärmepumpe kann ich aus Platzgründen nicht aufstellen. Was soll daran eigentlich größer sein? Die braucht doch weniger Platz als ein Klopper wie der SolvisMax. Meine Split Wärmepumpe hat ein Aufstellmaß von 60cm x 61cm. Dagegen der SolvoisMax von 87cm x 138cm.
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14.07.2022 13:29:38 |
Würdet ihr generell von ST Unterstützung abraten? Dafür würde man ja Förderung bekommen, nur nicht für PV.
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14.07.2022 13:31:31 |
Eine Wärmepumpe würde ich auch meinen Nachbarn aufgrund der Lautstärke nicht antun wollen. Oder kann man auch eine im Keller aufstellen?
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14.07.2022 13:58:52 |
Bei einer WP muß man eben auf die Umgebung achten wegen Schall. Aber wirklich laut sind die nicht. Kommt aber auch auf Hersteller und Modell an. Und es stimmt, bei 25000kwh reichen 10 kw.
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14.07.2022 14:20:36 |
Ich hab grad nochmal nachgeguckt, vor 2 Jahren waren es 28000 kWh. Lt Berechnung im Internet ist man dann schon bei 13kw. Wie soll man das richtig einschätzen wenn man doch vielleicht die Heizung nicht optimal eingestellt hat? Der HB kommt zwar immer zur Wartung aber zeit zum Einstellen bleibt da eher nicht bzw. alleine bastelt man ja doch nur laienhaft an der Kurve. Wenn zu kalt, dann hoch, wenn zu warm dann runter! Nur die Zeitprogrammierung mit Nachtabsenkung ist für den Laien einigermaßen verständlich. Und natürlich jetzt: Heizung aus und nur Warmwasser morgens und abends programmiert. Aber z.B. raten ja auch viele von der Zirkulationspumpe ab. Was meint ihr denn dazu?
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14.07.2022 14:34:02 |
Zum SolvisBen kann ich nichts beitragen, aber zum SolvisMax. In der Familie laufen 2 Stück, einer mit beigestelltem Pelletkessel und einer mit integriertem Öl- Brennwerter, 16 und 10 Jahre alt. Solide Technik, Kollektoren von Solvis sind nicht perfekt, aber halten - bis auf Garantiefälle zu Beginn. Vermutlich wird der Heizungsbauer ein Set mit Kollektoren anbieten, sonst würde ich eher Kollektoren von Paradigma oder Wagner Solar nehmen. Bei der aktuellen Lage ist jedoch nicht allzuviel Spielraum - da kann es schon an Materialpreisen und Lieferzeiten unlustig werden. Zum Thema PV oder ST: Wenn es möglich und technisch sinnvoll ist: Immer sowohl als auch! Strom wird wie alles deutlich teurer, weil viele Branchen in Panik jetzt von Gas auf Alternativen umstellen. Hier in der Region ist gerade ein lokaler Stromanbieter ausgefallen, Haushalt hängt jetzt an der Grundversorgung. Jede kWh Solarwärme mit wenigen Wh Strom für Pumpe und Regelung ist eine Preisbremse für die nächsten 25-35 Jahre. Für die Energiewende ist es ausserdem wichtig, viel Strom zu erzeugen und ins Netz einzuspeisen, damit zukünftig eine (chemische) saisonale Speicherung wirtschaftlich möglich wird. Gleichzeitig sollte man sich nicht von einer Netzabhängigkeit ( Erdgas) in die Nächste (Strom) begeben. Natürlich kann man PV auch netzunabhängig machen - das sollte man sich gut überlegen und sich leisten können... ;)
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14.07.2022 14:50:08 |
@Mac
Wenn es möglich und technisch sinnvoll ist: Immer sowohl als auch.
Das glaubt nur keiner. Ausser mir vielleicht 😉
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14.07.2022 14:56:21 |
Vielen Dank. Ich würde den Ben natürlich an der Gasleitung lassen und mit ST und ggf. später mit PV unterstützen. Momentan sind doch auch gar keine Handwerker und PV Anlagen zu bekommen. Mein Plan wäre dann aber, den Strom aus der PV eher selbst zu nutzen und nicht einzuspeisen. Oder ist das falsch gedacht?
Und irgendwie scheint sich niemand an dem stolzen Preis für die Solvis zu stören und empfiehlt mal was anderes aus dem Gas-Hybridbereich? Gibt es echt keine Alternativen von Viessmann oder anderen?
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14.07.2022 14:59:09 |
Und alle schreiben immer, dass man im Sommer die Wärme aus der ST ableiten muss, damit die Kollektoren nicht kaputt gehen. Aber ich habe keinen Pool und kein E-Auto. Nur ein E-Fahrrad :-) Also, wohin mit der Wärme?
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14.07.2022 15:07:09 |
Zurück in den Nachthimmel. Überproduktion via Rückkühlung abbauen. Das gehört zum Betrieb einer ST, wenn man sie nicht verschließen will.
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14.07.2022 15:29:21 |
Ja, es ist abartig teuer. Wer handwerklich halbwegs begabt ist, der kann sich selber eine Wärmepumpe installieren, ansonsten bleibt nur abwarten oder in den sauren Apfel beißen.
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14.07.2022 15:44:00 |
Denkt ihr denn, dass weitere Förderprogramme kommen? Wer soll sich denn diese ganze WP-Geschichte leisten können?
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14.07.2022 16:13:50 |
Zitat von Heike De  Eine Wärmepumpe würde ich auch meinen Nachbarn aufgrund der Lautstärke nicht antun wollen. Oder kann man auch eine im Keller aufstellen? In diesem Punkt erwarte ich eher eine Anpassung seitens des Gesetzgebers. Sonst sind die Ziele nicht erreichbar. Was die Förderung betrifft - Ich würde nicht darauf setzen, daß die erhöht wird. Im Moment brennt der Baum, ob da am Ende noch Geld für Besitzer eines EFH übrig ist? Ich glaube nicht, und ich halte es auch für falsch.
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14.07.2022 17:03:28 |
Was meinst du denn mit einer Anpassung seitens des Gesetzgebers bei den WP? Und ich sehe das schon so, dass bei einem Verbot von Gasheizungen dem EFH-Besitzer bezahlbare Alternativen geboten werden müssen. Ein Rentner in seinem kleinen Häuschen wird sich die Klimarettung nicht leisten können.
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15.07.2022 08:52:07 |
Zitat von Heike De  Was meinst du denn mit einer Anpassung seitens des Gesetzgebers bei den WP? Und ich sehe das schon so, dass bei einem Verbot von Gasheizungen dem EFH-Besitzer bezahlbare Alternativen geboten werden müssen. Ein Rentner in seinem kleinen Häuschen wird sich die Klimarettung nicht leisten[...] Wenn der Gesetzgeber den Einbau von WP forcieren will, dann muß er dazu auch die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Denn noch kann es dir passieren, daß du eine WP vor das Haus stellst und dich anschließend mit einer Klage des Nachbarn konfrontiert siehst, weil er sich dadurch gestört fühlt.
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15.07.2022 09:36:08 |
Zitat von Heike De  Ein Rentner in seinem kleinen Häuschen wird sich die Klimarettung nicht leisten können. Muss er gar nicht. Es reicht wenn er die normale Gasrechnung nicht bezahlen kann. Dann kann er mit neuer Gastherme ohne Dämmung trotzdem das Klima retten. Toll oder ?? 1. Man muss nicht in Dämmung und teure Heiztechnik investieren 2. Gar keine Umbaumaßnahmen sind nötig 3. totaler Klimaschutz wenn die Gastherme mangels bezahlbarem Gas ausbleibt Win Win für alle --> Dämmen damit der Verbrauch bezahlbar bleibt ---> Lösungen suchen und wollen ( es gibt viel auf dem Markt, Split Klimaanlage , WW Wärmepumpe usw... ) Das Jammern übner den Armen Rentner... im kleinen EFH.... zu 80% verballern die 50% ihres Verbrauchs weil keiner die Heizung einstellt. Ist das ein gesellschaftliches Problem ??
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15.07.2022 13:11:58 |
Hallo Heike, da muss ich dir Recht geben, Solvis ist hochpreisig. Dafür stecken in der SolvisMax / SolvisBen etliche Innovationen, die es bei anderen Herstellern nicht gibt. Wenn du mit ST liebäugelst, dann kommt nur die SolvisMax 750 oder größer in Frage. In der SolvisMax ist die komplette Regelung für ST enthalten. Da der Speicher der SolvisMax zum Heizkreis gehört, und das WW erst bei Gebrauch erzeugt wird, gibt es keine Probleme mit Verkalkung und Legionellen. Die Sonnenkollektoren können den Speicher sogar bis 95°C aufheizen. Eine Stagnation kann nur bei längerem Urlaub auftreten und für diesen seltenen Fall kann man den solaren Überschuss in einen separaten Heizkörper im Keller schicken. Der Brenner sitzt mitten im Speicher und es kann dadurch keine Wärme verloren gehen. |