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Foren
Hydraulischer Abgleich - Verständnisfrage
Verfasser:
Masterb2k
Zeit: 18.07.2022 09:37:17
0
3352618
Moin zusammen,

ich habe grad eine Viessmann Vitocaldens222-F bekommen. Im Zuge des Einbaus wurde ein Hydraulischer Abgleich gemacht.
Es ist ein Oventrop Hycocon DTZ (50-300mBar) verbaut und Heimeier V-Exact II Thermostateventile.

Soweit funktioniert alles, es werden alle Heizkörper gleichmäßig warm.
Einzig ein Heizkörper schießt quer. Ein kleiner Typ 11 Heizkörper mit 500x600mm im Gästebad. Bei dem ist ein Zischen am Ventil zu hören, von dem ich mir einbilde, dass es sich durch den Strang überträgt und auf mehreren Heizkörpern hörbar ist. Dreht man das Thermostat auf 0, ist überall Ruhe.
So, nun dacht ich kann ja nicht so wild sein, Differenzdruck etwas weiter Runter, dann wird das Ventil schon leiser. Der Gedanke war richtig, dann wurde jedoch ein anderer Heizkörper nicht warm, also Voreinstellung am Ventil geändert, wurde besser, aber nicht gut, trotz offen. Entzieht sich meinem Verständnis, da das Haus aus den 90ern ist und die Leitungen ausreichend dimensioniert. Also wieder alles auf Pfeifen zurück gedreht. Dann mit der einstellbaren Rücklaufverschraubung am pfeifenden HK probiert das pfeifen zu beseitigen, ohne zufriedenstellen Erfolg.

Ich überlege jetzt, ob ich nen Denkfehler habe was die Einstellungen angeht.
Sollten meine Ideen richtig sein, überlege ich meinen Heizungsbauer wieder zu bestellen, um einen zweiten dynamischen Diffrenzdruckregler für den Strang mit dem pfeifenden Heizkörper einzubauen - mit dem niedrigen Differenzdruck werden alle Heizkörper in dem Strang warm.
Also es ist kein Funktionales Problem, das läuft alles so wie es soll, sondern mir geht es rein um die Akustik, die nervt irgendwie.

Verfasser:
Do Mestos
Zeit: 18.07.2022 12:37:38
1
3352717
Moin zusammen,
Moin...
ich habe grad eine Viessmann Vitocaldens222-F bekommen. Im Zuge des Einbaus wurde ein Hydraulischer Abgleich gemacht.
Es ist ein Oventrop Hycocon DTZ (50-300mBar) verbaut und Heimeier V-Exact II Thermostateventile.

Also ein Überströmventil und voreinstellbare Thermostatventile...hmm...

Soweit funktioniert alles, es werden alle Heizkörper gleichmäßig warm.schön... allerdings soll nicht der Heizkörper warm werden sondern der dazugehörige Raum...
Einzig ein Heizkörper schießt quer. Ein kleiner Typ 11 Heizkörper mit 500x600mm im Gästebad. Bei dem ist ein Zischen am Ventil zu hören, von dem ich mir einbilde, dass es sich durch den Strang überträgt und auf mehreren Heizkörpern hörbar ist. Dreht man das Thermostat auf 0, ist überall Ruhe. wie ist denn die Voreinstellung an diesem kleinen Heizkörper?
So, nun dacht ich kann ja nicht so wild sein,jaja, is ja alles Peanuts, wozu auch die lange Lehrzeit und etliche Lehrgänge und Weiterbildungen, gibt doch youtube... Differenzdruck etwas weiter Runter, dann wird das Ventil schon leiser. Wie und vor allem wo hast Du den Differenzdruck verändert? Am Überströmer??? Der Gedanke war richtig...ich bin mir da nicht so sicher..., dann wurde jedoch ein anderer Heizkörper nicht warm...aha..., also Voreinstellung am Ventil geändert, wurde besser, aber nicht gut, trotz offen. Trotz offen was? Entzieht sich meinem Verständnis...siehste..., da das Haus aus den 90ern ist und die Leitungen ausreichend dimensioniert. Mir ist irgendwie nicht ganz klar, wie Du aus dem Baujahr des Hauses ableiten kannst. Was heisst "ausreichend? Ausreichend für was? Also wieder alles auf Pfeifen zurück gedreht. Dann mit der einstellbaren Rücklaufverschraubung am pfeifenden HK probiert das pfeifen zu beseitigen, ohne zufriedenstellen Erfolg. Ob Du oben oder unten drehst ist egal, der Effekt ist der gleiche...

Ich überlege jetzt, ob ich nen Denkfehler habe was die Einstellungen angeht.Offensichtlich!
Sollten meine Ideen richtig sein, überlege ich meinen Heizungsbauer wieder zu bestellen, um einen zweiten dynamischen Diffrenzdruckregler für den Strang mit dem pfeifenden Heizkörper einzubauen ein kleines Einfamilienhaus sollte in seiner Wärmeverteilung grösstenteils statisch sein. Da brauchts keine Dynamik. - mit dem niedrigen Differenzdruck werden alle Heizkörper in dem Strang warm.
Also es ist kein Funktionales Problem, das läuft alles so wie es soll, sondern mir geht es rein um die Akustik, die nervt irgendwie.Joh, das kann man sicherlich abstellen... ohne zusätzlichen Schnick schnack...

Generell erstmal hydraulisches einmaleins...deine Analge hat eine Leistung, eine Spreizung und einen Durchfluss... aus diesen drei Grössen generiert sich der Wärmetransport in dein Gebäude. Idealerweise ist die Anlage so abgestimmt, dass alles ohne grosse Geräusche von Statten geht.

Möglicherweise ist dein Abgleich einfach falsch berechnet und eingestellt worden.

Generell sollten der Grossteil der Thermostate immer offen sein, dass heisst es ist ein Raumwert am Thermostat eingestellt, der Aufgrund der zirkulierenden Mediumtemperatur niemals erreicht werden kann.

Grundsatz: gröstmöglicher Durchfluss, kleinstmögliche Vorlauftemperatur.

Der Differenzdruck deiner Anlage wird idealerweise über die Gerätepumpe eingestellt, der Überströmer ist nur ein FailSave falls alle Thermostate gleichzeitig geschlossen sind.

Hast Du die Berechnung des Abgleichs da und kannst den eventuell mal hochladen und hier verlinken? Dann kann man mal schauen.

Gruss
Dom

Verfasser:
Do Mestos
Zeit: 18.07.2022 12:38:39
4
3352719
Ach übrigens... es ist Juli... warum rauscht der Heizkörper überhaupt? Ist die Anlage noch in Betrieb? Vielleicht wäre abschalten mal ne Idee?

Verfasser:
Masterb2k
Zeit: 18.07.2022 13:29:40
0
3352748
Hi, der DTZ ist ein Dynamischer Differenzdruckregler, kein Überstömer. DtZ im Rücklauf, ATZ vom Vorlauf.
Danke, dass wir das schonmal klären konnten.
siehe hier
Ich möchte hier keine Diskussion über Lehrjahre oder sonstiges lostreten, sondern versuchen eine sinnvolle Lösung zu finden.
Der kleine Heizkörper steht auf 1,5.
Drehen: nicht oben oder unten, sondern oben und unten, in der Hoffnung, dass das Regulux etwas Differenzdruck abbaut und es oben nicht zischt.

Der das Ventil "offen" meinte Voreinstellung raus, maximal möglichen Durchfluss eingestellt - und ja, so ungenau ausgedrückt es sein mag, Heizkörper nicht warm implizierte Raum wird nicht warm. Um das zu testen auch an diesem Strang andere Heizkörper geschlossen, um ausreichenden Massenstrom zum betroffenen HK sicherzustellen.
Heizkurve und Dimensionierung der Heizkörper passt ziemlich gut zusammen finde ich. Noch ein Teil an dem ich nichts zu meckern habe.

Die Heizung ist aus, die Heizkreispumpe auch, ich habe das Thema schon länger aus den Augen verloren, es fiel mir aber wieder ein. DIe Intention war eine Idee zum Abstellen dieses Pfeifens zu haben, bevor die nächste Heizperiode losgeht.
Ausreichend bei den Rohren im Sinne von: keine zu hohen Fliessgeschwindigkeiten, für ausreichenden Massenstrom, keine Geräusche in den Leitungen. Es sind im Keller 35er CU Rohre, ins EG gehen 1x 28er VL&RL (hier besagter nerviger HK dran und einmal 22er VL&RL, ins OG das ganze als 28er - und da ist der Heizkörper der dann nicht warm wird, der hängt am Ende zwar nur an einer 15er Leitung, aber wie die dahin kommt, weiß ich nicht.

Es ist ja nicht so, dass ich diese Frage nicht auch meinem Installateur schon gestellt habe, aber ich glaube der möchte es nicht hören. Und ich bin mir nichtmal sicher ob es das Rauschen selber ist, oder meine Frage.

Daher würd ich ihm gern sagen: das Rauschen nervt, mach bitte dies und das.
Es sei denn, ich übersehe noch etwas - auch wenn die Einstellungen dann den kompletten Abgleich zu nichte machen - und die dafür nochmal wieder kommen dürfen.

Was mich stört, ist halt dass es zwei Stränge sind, die hinter einem Regler hängen und der eine Strang pfeift. Pfeift der eine Strang nicht mehr, heiz der andere nicht mehr wie gewünscht.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 18.07.2022 13:43:43
2
3352757
Das liest sich so, als habe Dein Installateur das so gemacht, wie das Installateure -leider- in ca. 9,9 von 10 Fällen immer tun, wenn sie einen HA berechnen und ausführen sollen:

Man setzt sich vor eine Software, die den HA berechnet und zwar so, dass eine möglichst niedrige Rücklauftemperatur dabei herauskommt.

Dann werden die Voreinstellwerte an den TVs eingestellt, wenn es dann rauscht und pfeift, löst man das Problem mit dem Einbau eines Strangregulierventils.

Dann bescheinigt man den HA auf dem BAFA-Formular und gut isses.

Einstellen der Heizkurve (obwohl nach GEG geschuldet): Fehlanzeige

Einstellen der Heizungspumpe: Bleibt auf AutoAdapt.

Aber das ist kein HA, das ist Murks!

...denn so gerät Dein Gas-Brennwerter in einen hochfrequenten Taktbetrieb, der seine Lebensdauer signifikant reduziert.

Verfasser:
Masterb2k
Zeit: 18.07.2022 14:32:02
0
3352795
Es ist alles in einem Zug reingekommen, der Diffrenzdruckregler kam mit der neuen Heizung und nicht als erster Versuch dem ganzen Herr zu werden.
Die Heizkurve passte von Januar (Einbau der Heizung)bis April gut, es rauscht halt nur an dem einen HK.
Die Pumpe steht auf (wilo yara in dem "viessmann Heizkreis Divicon ohne Mischer") variabeler Druck mit Förderhöhe 4m (auch die auf 6m zu stellen hat den "kalten" Heizkörper nicht warm bekommen, mit reduziertem Differenzdruck am DTZ)

Die Heizung führt in einen kleinen 200L Puffer, damit die WP des Hybridgerätes geschont wird und nicht so wild taktet.

Wie gesagt, tendenziell bin ich mit der Heizung.und Installation zufrieden, mit der Ausnahme dieses Geräusches. Wenn ich dem auch noch Herr werden könnte, wäre ich happy.

Verfasser:
Do Mestos
Zeit: 18.07.2022 15:18:33
0
3352823
Naja... Unsinn ist das schon hinter eine Pumpe mit Differenzdruckregelung einen Differenzdruckregler zu klemmen.

Naja egal... ich denke das Problem wird sein, dass die Anlage zu dynamisch läuft, dass heisst Thermostatventile öffnen und schliessen bzw. werden geöffnet und geschlossen...

ist den das Geräusch leiser, wenn Du mehrere Heizkörper öffnest?

Gruss
Dom

Verfasser:
Masterb2k
Zeit: 18.07.2022 16:09:10
0
3352863
Ich hab das ganze nicht gebaut. :)

Das öffnen und schliessen anderer Heizkörper hat leider keinen Einfluss, auf das Geräusch. Egal ob die Heizkörper alle offen sind oder geschlossen sind.

Das ist ja, was mich wundert.

Ich hab das Geräusch weg/leiser bekommen mit:
- rauschenden HK komplett auf 0 drehen, dann ists aber Kalt im Raum.
- Differenzdruck am DTZ senken - Heizkörper oben wird nicht mehr warm
- Rücklaufverschraubung am zischenden Heizkörper etwas geschlossen um den Differenzdruck über Vorlauf und Rücklauf abzubauen, das bringt zwar was, aber richtig ruhig, wie alle anderen Heizkörper ist er dann noch nicht. Ob das die beste Lösung ist?

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 19.07.2022 10:18:14
0
3353201
Ich würde in der kommenden Heizsaison einen thermischen Abgleich nach einer rein empirischen Methode vornehmen und dabei das eingebaute Differenzdruckventil durch voll Aufdrehen quasi aus der Wirkungskette nehmen.

Ein Differenzdruckventil ist in einem EfH mit einem einzigen, vergleichsweise übersichtlichen Heizkreis i.d.R. eine Verlegenheitslösung, um eine suboptimale Hydraulik zu "reparieren". Wird dann noch auf möglichst niedrige RLT abgeglichen, ist die Kuhschwanzheizung perfekt.

Verfasser:
Masterb2k
Zeit: 19.07.2022 18:17:50
0
3353448
Habs grad erst gesehen, nein leider habe ich zu dem Abgleich keine Berechnung bekommen, lediglich eine Rechnung für den HA und die 31 (einunddreißig)Thermostatventile.

Kuhschwanzheizung klingt interessant, allerdings hatte ich gehofft, dass ich nicht in dieses Dilemma käme, da der Brenner von 1,9kw -19kw modulieren kann, wobei die WP da glaube ich nicht so feinfühlig ist.
Der Pufferspeicher ist nicht nur in den RL eingebunden sondern VL und RL (mir wurd gesagt, das soll verhindern, dass die WP so kurz taktet, da die nicht nur kurz anlaufen soll und daher immer nen mindestwasserumsatz haben soll - was nicht passiert wenn alle Räume warm sind und die Thermostate dicht machen. Alternative ist wohl so ein Überströmventil - aber ich hab das nun so.

Thermischer Abgleich klingt einfach, das kann ich ab Herbst mal in Angriff nehmen. Die Heizkurve habe ich in den paar Monaten Betrieb schon runter gedreht.

Danke schonmal für eure Tipps. Vorhin als ich auf das Ventil geschaut habe kam mir noch die Wahnsinnige Idee, kann das Ventilunterteil defekt sein, oder sind die unkaputtbar?

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 20.07.2022 12:00:11
1
3353836
Möglicherweise ist der Problemheizkörper auch einfach nur falsch herum angeschlossen worden.

Das alte TV war möglicherweise eins mit umgekehrter Strömungsrichtung, darum gabs vorher auch kein Problem. Beim Umbau auf voreinstellbare Ventile wurde das möglicherweise nicht beachtet und darum pfeift es jetzt. Nur so ne Idee...

Parallelpuffer ist bei einer WP ist sehr kontraproduktiv und der von Deinem HB geschilderte Fall, dass die TVs irgendwann schließen und die erzeugte Wärme dann ja irgendwo hin muss, soll ein fachlich korrekt gemachter HA ja genau ausschließen.

Das Ziel des HA ist, jeden Raum mit möglichst flacher Heizkurve und max. Durchfluss so zu beheizen, dass er gerade seine Wunschtemperatur halten kann. D.h. der HA geht stets von einer kontinuierlichen Beheizung des Gebäudes aus.

Verfasser:
Masterb2k
Zeit: 20.07.2022 19:06:52
0
3354067
Also bei der alten Heizung wurde der Reguläre Vorlauf warm und der ProblemHK von oben nach unten warm.
Hab ich mit der neuen Therme noch nicht wieder getestet, wird wohl auch so schnell nichts werden.

Ich weiß nicht ob das was die da gebaut haben das optimale ist, wenn ich mir das anhöre ist es das nicht.

Hatte ja gehofft, dass ich mit dieser Vitocaldens Hybridheizung mit nur einer Reglung für WP und Gastherme ein paar Probleme weniger habe.
Wäre es besser den Puffer nur in den Rücklauf einzubinden? Die Frage ist eher rein aus Interesse, das Ding ist eingebaut und daran ändert sich nix mehr. Es sei denn, dass ist fatal falsch - das kann ich aber nicht beurteilen. Habe das nach dem Einbau als eine "Hydraulische Weiche" angesehen - der ich dem Lesen nach keine Nachteile abgewinnen konnte.

Ich kenne das Thema HA nur von der Theorie, aber vielleicht gehe ich da einfach mal bei und rechne. Lesestoff gibt es ja mehr als genug. Mit Glück bekomme ich ja doch noch die Berechnung vom HB - dann kann ich schauen ob ich wenigstens grob in die Richtung komme.
Eventuell finde ich dann schon nen Fehler. Ist auf jeden Fall ein Versuch bei dem erstmal niemand irgendwo dran rumfummeln muss.

Verfasser:
Hildener
Zeit: 22.07.2022 09:49:29
0
3354928
Viel gelesen, etwas nachgedacht, jetzt komme ich alleine nicht mehr weiter, bzw, habe Fragen zur Hydraulik meiner geplanten Umstellung auf eine Wärmepumpe (Lambda EU8)
In Meinem Haus aus den 60ern mit gut 180 m2 beheizter Wohnfläche habe ich durch Optimierungen den Verbrauch (Brennwert inkl. Warmwasser) in den letzten Jahren von 4.000 auf ca. 2.200 m3 Erdgas/a reduziert.
Für weitere geplanten Maßnahmen an 2 Panoramafenstern und einigen Heizungsnischen habe ich noch einmal eine Reduzierung um ca. 3000 kWh/a errechnet. (6 Semester Thermodynamik waren vor Äonen einmal Teil meines Studiums).
Mehr ist mit vertretbarem Aufwand nicht drin, damit kann ich aber auch gut leben.
Die Heizkurve ist so optimiert, dass der 55 m2 große “Lebensraum“ sich mit voll geöffneten Thermostatventilen zwischen 19,5 und 21°C bewegt (mit 7 h Nachtabsenkung um 2 °C)
In der oberen Etage wird die Raumtemperatur über Thermostatventile geregelt, wobei die Heizkörper nur teilweise lauwarm werden, also deutlich überdimensioniert sind.
Um den Stromverbrauch der Heizungspumpe zu optimieren regelt diese auf 5 K Temperaturdifferenz VL/RL. Bei -8 °C liegt der VL noch bei 49°C. Die über den Erdgasverbrauch berechnete Heizleistung (tägliche Ablesung) liegt dann bei 8,7 kW (Überschlägig mit: 24/7, 100%, 10 kWh/m3)
Um die Vorlauftemperatur bei hohem Leistungsbedarf auf wärmepumpentaugliche max. 40°C zu reduzieren, möchte ich einige Radiatoren durch Gebläsekonvektoren und einen deutlich vergrößerten Röhrenradiatoren ersetzen. Einige schon jetzt sehr große Radiatoren möchte ich aber erhalten. Um die WP möglichst klein zu halten wird die Nachtabsenkung in richtig kalten Zeiten entfallen. (AT < 0°C, das sind bei uns im Rheinland aber nur ein paar Tage im Jahr)
Aus Gründen des Geräuschkomforts möchte ich die Gebläsekonvektoren bei gemäßigten Außentemperaturen ohne, oder nur auf der niedrigsten Lüfterstufe betreiben. Nur wenn es unter 0°C geht soll die zweite Stufe genutzt werden. Damit verändert sich die Leistung der Heizkörper und damit auch der erforderliche Volumenstrom aber ganz erheblich. (Faktor 2 bis 3,2 = Druckverlust Faktor 4 bis 10)
Da das Haus ursprünglich eine Schwerkraftheizung hatte, sind die Verteilerrohre im Vergleich zu heutigen Anlagen überdimensioniert (1“ bis 2 "), ein hydraulischer Abgleich müsste vermutlich nur die unterschiedlichen Druckverluste der Heizkörper ausgleichen.
Wie gleicht man ein solches System ab?
Ich möchte die Radiatoren zur Gewährleistung des Mindestvolumenstroms ungerne drosseln.
Ich habe jetzt von Thermostatventilen gelesen, bei denen man z.B. einen Durchfluss von 30 bis 300 Liter mit einem konstanten Druckverlust von min. 20 kPa gewährleisten kann.
Wenn ich die Radiatoren damit ausstatte und die Gebläsekonvektoren bei Volllast den gleichen Druckverlust haben, dann müsste es nach meiner Überlegung möglich sein über eine Differenztemperatur geregelte Pumpe einerseits den Mindestvolumenstrom der Wärmepumpe zu gewährleisten und andererseits bei hoher Last nicht zu wenig Wasser durch die Gebläsekonvektoren zu schicken.
Ist der Gedankengang prinzipiell richtig?
Hat jemand Erfahrung mit einem solchen System?
Ist eine Pumpenregelung über Temperaturdifferenz bei einer WP eigentlich vorgesehen?

Vorab schon einmal mein Dank für euren Input.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 25.07.2022 08:29:49
0
3356253
Mach bitte einen eigenen Thread auf :-)

Verfasser:
Masterb2k
Zeit: 27.07.2022 22:35:40
0
3357884
Moin zusammen,

so, nachdem ich mich nun mal versucht habe etwas weiter in den hydraulischen Abgleich einzulesen, habe ich mich mit DanBasic mal daran gemacht wenigstens mal ein paar Werte für das Haus zu bekommen. Von meinem HB habe ich nichts bekommen.
Wie verlässlich das nun ist, was ich da gemacht habe, weiß ich nicht, wahrscheinlich nicht sehr.
Die was mir bisher aufgefallen ist:
- Förderhöhe Pumpe ist mit 1,7m geschätzt, Pumpe läuft auf 5m
- Differenzdruck soll auf 75mbar voreingestellt werden, steht aktuell auf 100mbar
- Voreinstellung der Heizkörper habe ich tatsächlich noch nicht alle kontrolliert, ausser bei den beiden Heizkörpern, die mich bisher austricksen

Klar, nun muss ich nochmal schauen, ob ich aus den Durchflussdiagrammen von Heimeier und Danfoss die Einstellwerte für die verbauten Heimeierverschraubungen herausbekomme.
Mir ist jetzt beim durchsehen des PDF aufgefallen, dass ich mal neue HK gewählt habe, mal alte...
Die VL Temperatur hat DanBasic auch mit nur 55° bei -9° als ausreichend angesehen, das stimmt in etwa mit den eingestellten 57° bei -10° überein, kann also noch einmal etwas das Niveau senken, denke ich.
Bis zur nächsten Heizperiode ist ja noch etwas Zeit, mir da weiter einzufuchsen
Ich hoffe, das funktioniert nun: Berechnung mit DanBasic

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 28.07.2022 12:14:42
1
3358111
Kannst Du getrost alles vergessen.

Ohne valide Daten ist das eine Abschätzung, mehr nicht.

Verfasser:
Masterb2k
Zeit: 28.07.2022 13:15:46
0
3358154
Welche validen Daten brauche ich?
U-Werte, Fussboden,Wand, Dach sind etwas schlechter gewählt als aus Wärmenachweis zu dem Gebäude von 1990.
Fenster werden dieses Jahr -hoffentlich- noch getauscht, daher ist da auch noch der alte U Wert drin.

Heizkörperdaten sind gemessen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 28.07.2022 13:31:36
2
3358164
Der Heizer HAT gefälligst ALLES zum hyAb DIR zu übergeben!! Diese Leistung hast Du ja auch BEZAHLT! Das sieht schon wieder so aus als wurde da gemurkst und beschissen!

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 28.07.2022 16:32:29
1
3358267
...Innenwände, Estrich inkl. Bodenbeläge und dann drauf achten, dass die Software auf max. Volumenstrom optimiert. Häufig ist das nicht der Fall und es wird auf möglichst niedrige RLT optimiert.

Verfasser:
Masterb2k
Zeit: 28.07.2022 22:31:33
1
3358471
Das sind alles Daten, die der HB nie angefragt hat und hätte maximal schätzen können.
Dach: 0,296
Aussenwand: 0,360
Fussboden nicht unterkellert: 0,833
Fussboden unterkellert: 0,657
Fenster, Isolierverglas: 3,0

Innenwände, nicht tragend sind 115er Ytong
Die tragenden 240er KS Wände

Ich werd mal schauen was Danbasic da optimieren kann.

Interessant, was so ein Abgleich alles umfassen würde, wenn er denn gemacht worden wäre - nach aktuellem Stand würde ich sagen, wurd er nicht.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 28.07.2022 22:47:16
1
3358478
Fussboden nicht unterkellert: 0,833
Fussboden unterkellert: 0,657

sicher??? ist an sich eher andersrum

Fenster, Isolierverglas: 3,0

1990?? war an sich schon 1,8 rum Standard. Deine neuen werden 0,8 haben.
Dann nimmste beim Luftwechsel JETZT schon so 0,6 - danach eher 0,3

Innenwände, nicht tragend sind 115er Ytong
Die tragenden 240er KS Wände


spielen ja eh keine Rolle - außer Du hast Räume mit unterschiedlichen Temperaturen

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 29.07.2022 16:17:48
2
3358788
Nach den Regeln der Kunst funktioniert das so:

1. Raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831

2. Aufnahme der vorhandenen Rohrnetztopologie inkl. Rohrdurchmesser

3. Aufnahme der installierten Heizkörperleistung bei einer definierten Systemtemperatur

4. Berechnung der Voreinstellwerte und zwar derart, dass wenigstens 1 HK an der Voreinstellblende vollen Durchfluss hat. Ergibt sich das anders, Systemtemp. Solange absenken, bis es passt.

5. Zeigt sich dann, dass viele andere HK stark gedrosselt werden müssen, den HK, der dann vollen Durchfluss hat, gegen einen größeren tauschen und weiter mit 4.

6. Heizkurve nach der für den HA zu Grunde liegenden Systemtemp. einstellen (siehe 4.) Heizungspumpe gemäß
dem sich lt. Berechnung ergebenden Gesamtvolumenstrom einstellen.

7. Den HB einbestellen und ihm zeigen, wie man das richtig macht und ihn darauf hinweisen, dass er lt GEG dazu verpflichtet ist, die Heizkurve lt. Systemtemp. einzustellen, aber davon hat die Pappnase bestimmt noch nix gehört...

Verfasser:
wolleg
Zeit: 29.07.2022 17:12:54
0
3358809
Soviel Theater um den Hydraulischen Abgleich.
Es geht viel einfacher, wenn man „richtige“ Heizkörperthermostatventile verwendet.
Mit diesen Dingern stellt sich der Durchfluss am Heizkörper automatisch ein, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.
Eine Voraussetzung ist, dass die Heizköperleistung zum Raum einigermaßen passt und das Rohrleitungssystem ausreichend dimensioniert ist. Kleinere Abweichung gleicht das Thermostatventil problemlos aus. Fertig!

Verfasser:
schorni1
Zeit: 29.07.2022 17:41:10
5
3358823
Immernoch derselbe SEGGL !

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 29.07.2022 20:49:31
0
3358921
Zitat von wolleg Beitrag anzeigen
Soviel Theater um den Hydraulischen Abgleich.
Es geht viel einfacher, wenn man „richtige“ Heizkörperthermostatventile verwendet.
Mit diesen Dingern stellt sich der Durchfluss am Heizkörper automatisch ein, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.
Eine Voraussetzung ist, dass[...]


Haste eigentlich schon mitbekommen dass wir in DE Gas-Notfallplan Stufe 2 haben?

Was genau ist da eigentlich Dein Beitrag zum Gsssparen, wo wir alle angehalten sind, Gas zu sparen?

Und warum weiß ich, dass dazu von Dir dazu nichts Substanzielles kommen wird?

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Hydraulischer Abgleich - Verständnisfrage
Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 29.07.2022 20:49:31
0
3358921
Zitat:
...
Soviel Theater um den Hydraulischen Abgleich.
Es geht viel einfacher, wenn man „richtige“ Heizkörperthermostatventile verwendet.
Mit diesen Dingern stellt sich der Durchfluss am Heizkörper automatisch ein, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.
Eine Voraussetzung ist, dass[...]

Haste eigentlich schon mitbekommen dass wir in DE Gas-Notfallplan Stufe 2 haben?

Was genau ist da eigentlich Dein Beitrag zum Gsssparen, wo wir alle angehalten sind, Gas zu sparen?

Und warum weiß ich, dass dazu von Dir dazu nichts Substanzielles kommen wird?
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