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20.02.2024 12:10:00 |
Bei uns war es am Wasser bisher möglich einen eigenen geeichten Zähler fürs Gartenwasser einzubringen. Dafür wurden einem dann die Abwassergebühren nicht berechnet. Bei uns im Jahr sparen wir damit einen Gegenwert von +-60€ ein. Künftig wird aber nur noch ein Zähler von der Gemeinde akzeptiert. Dafür wird dann eine Grundgebühr von 5€ im Monat verlangt... Das entspricht unserer bisherigen Ersparnis. Der Zähler wurde alle 8 Jahre von mir getauscht, samt Plombe + Foto an die Gemeinde als Nachweis. (Zähler beim großen Fluss für 15-20€). Bis zum nächsten Eichablauf des Gartenzählers - hoffe ich - dass die Gemeinde Sachbearbeiterin gewechselt hat und jemand neues am Schreibtisch sitzt...... da kann man es ja nochmals "probieren" mit nem eigenen neuen Zähler :-) Und wenn es nicht akzeptiert wird, dann sollen Sie ihren Zähler behalten - da es dann einfach keinen Sinn mehr macht.
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20.02.2024 12:25:49 |
Geht noch besser :
Bei uns gilt eine Einfahrt - mit Kies oder Splitt - als vollversiegelte Fläche... Per Satzung 😜
Zahl ich genauso viel wie vorher, als die Flächen noch Waschbeton waren - da hab ich mal so richtig mit Zitronen gehandelt 🙄
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20.02.2024 12:34:26 |
Zitat von Frimo  Ein Phänomen, welches sich in allen Bereichen beobachten lässt - immer wenn der Verbrauch sinkt, steigen die Grundgebühren.
Das blöde dabei - Wer sparsam mit Ressourcen umgeht, zahlt drauf 🙄 Geht aber auch anders und kostet offenbar gar nicht so viel. Hier z.B. gehört die Versorgung mit Strom und Wasser zu den Grundbedürfnissen der Bürger und dementsprechend fällt keine Grundgebühr dafür an. Die Zähler werden monatlich abgelesen und nur der Verbrauch wird in Rechnung gestellt. Wenn man nichts oder ganz wenig verbraucht, wird keine Rechnung ausgestellt. Dann werden paar Monate zusammengefasst. Übrigens funken hier auch die meisten Wasserzahler zur Straße, so dass man nicht vom Ablesedienst belästigt werden muss. Die Stromzähler sind sowieso alle mit dem Versorger vernetzt. Auch bei der Bezahlung über private Zahlungsdienstleister dürfen keine zusätzliche Gebühren erhoben werden. Läuft! 👍
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20.02.2024 12:48:12 |
Zitat von bricolaje  Zitat von Frimo  [...] Geht aber auch anders und kostet offenbar gar nicht so viel. Hier z.B. gehört die Versorgung mit Strom und Wasser zu den Grundbedürfnissen der Bürger und dementsprechend fällt keine Grundgebühr dafür an. Die Zähler werden monatlich abgelesen und nur der Verbrauch wird in Rechnung[...] Ja, Bulgarien ist in jeglicher Hinsicht Vorbild 😜 Übrigens : Auch einen Verbrauch von NULL zu erfassen, kostet Geld. Aber ich bin insofern bei dir, dass die Grundgebühren ökologischem Handeln zuwider laufen.
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Verfasser: orroZ | Zeit:
20.02.2024 13:16:09 |
Zitat von Mastermind1  Bei uns war es am Wasser bisher möglich einen eigenen geeichten Zähler fürs Gartenwasser einzubringen. Dafür wurden einem dann die Abwassergebühren nicht berechnet. Bei uns im Jahr sparen wir damit einen Gegenwert von +-60€ ein. Künftig wird aber nur noch ein Zähler von der[...] bei uns kaufst du selber einen gartenwasserzähler (die dinger kosten ~30€ im baumarkt) und rufst dann bei gemeinde an. die kommen sehr schnell vorbei und verplomben ihn - alles kostenlos. gebühr kostet es keine und man spart die abwassergebühr - bei uns 2,50€/m³ :))) wir verbrauchen allerdings nicht so viel leitungswasser im garten weil wir eine große regenwasserzisterne haben :)))
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20.02.2024 13:22:52 |
Zitat von Frimo  Zitat von bricolaje  [...] Ja, Bulgarien ist in jeglicher Hinsicht Vorbild 😜 Übrigens : Auch einen Verbrauch von NULL zu erfassen, kostet Geld. Aber ich bin insofern bei dir, dass die Grundgebühren ökologischem Handeln zuwider laufen. In jeglicher Hinsicht nicht, aber das Leben ist in manchen Bereichen deutlich entspannter. Die Leute verbringen hier ihre Zeit lieber im Café, als auf der Suche nach günstigen Tarifen, oder nach günstigen Stromzeiten. 😊
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20.02.2024 13:35:10 |
Hätte ich nicht Freunde, die regelmäßig nach D kommen, um hier zu arbeiten... Nee, was Du beschreibst, hat nix mit der Realität in Bulgarien zu tun. Als jemand mit Kohle geht das - wie überall - aber als Einheimischer sieht das anders aus.
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Verfasser: orroZ | Zeit:
20.02.2024 13:47:50 |
kenne auch einen bulgaren der zurück gegangen ist. der war hier in d ca. 25 jahre lang. hatte eine frau. dann hat er sich von ihr getrennt dann neu geheiratet... kinder usw. war eine zeit lang selbstständig hat autos gerichtet usw.
vor nem jahr ist er wieder zurück. aber die ausgangslage ist bei ihm schon ganz anders. während er hier in d gelebt hat hat er in bulgarien drei häuser für sich und kinder gebaut und mehrere wohnungen gekauft. er kann es jetzt dort richtig krachen lassen :)))
so machen hier bei uns etliche türken und albaner auch. die arbeiten hier in d recht hart. machen mehrere jobs oder haben nebenbei eigene firmen. sie verdienen dann genug geld und investieren es gleich in immobilien in ihrem heimatland. wenn sie alt sind hauen die dann ab in den verdienten ruhestand :)))
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20.02.2024 13:50:14 |
Zitat von Frimo  Hätte ich nicht Freunde, die regelmäßig nach D kommen, um hier zu arbeiten... Nee, was Du beschreibst, hat nix mit der Realität in Bulgarien zu tun. Als jemand mit Kohle geht das - wie überall - aber als Einheimischer sieht das anders aus. Also Milch und Honig fließen hier auch nicht, sondern nur Wasser und Strom! 😉 Aber durch deine Freunde bekommst du nur die eine Seite der Medaille zu sehen. Warum kommen die eigentlich nur regelmäßig nach D um zu arbeiten und siedeln nicht dauerhaft um? Dank Freizügigkeit wäre es ein leichtes ihre ganze Familie ins gelobte Land zu holen? Frag sie mal das nächste Mal! 😉
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20.02.2024 14:01:15 |
Weil das Gefälle NOCH passt. Bei meinen polnischen Kollegen sehe ich - zumindest bei den jüngeren - ganz klar den Trend, ganz nach D zu gehen. Bei den älteren >45 ist es umgekehrt.
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20.02.2024 15:52:52 |
Zitat von orroZ  Zitat von Mastermind1  [...] bei uns kaufst du selber einen gartenwasserzähler (die dinger kosten ~30€ im baumarkt) und rufst dann bei gemeinde an. die kommen sehr schnell vorbei und verplomben ihn - alles kostenlos. gebühr kostet es keine und man spart die abwassergebühr - bei uns 2,50€/m³ :))) wir[...] Genau das ging bis letztes Jahr auch so bei uns... Dann ist den Herren im Amt da irgendwas eingefallen... Wie gesagt, hab ich das Thema erstmal 7-8 weitere Jahre vom Hals... Und bis dahin hoffe ich auf einen Wechsel der zuständigen MA... wer weiss ob da die linke von der rechten Hand noch bescheid weiss. :-) die 20€ vom großen Fluss kann man ja mal probieren auszugeben für einen eigenen Zähler......
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20.02.2024 20:14:40 |
Zitat von Frimo  Weil das Gefälle NOCH passt. Bei meinen polnischen Kollegen sehe ich - zumindest bei den jüngeren - ganz klar den Trend, ganz nach D zu gehen. Bei den älteren >45 ist es umgekehrt. Ich weiß jetzt nicht welches Gefälle du meinst, aber ist ja auch egal, hier ging es um die Strompreise und die hängen auch bei euch hauptsächlich von politischen Entscheidungen ab! Neuerdings hatte sogar jemand versucht mir die Grundlagen der marktwirtschaftlichen Prinzipien zu erklären (danke Nils!) aber es wäre nicht nötig gewesen! Ich kann mich nämlich noch gut an den Zeiten erinnern, als man den Anbieter auch in Deutschland nicht frei wählen konnte. Was hat da die kWh gekostet, 33-35 Pfennige? Dann fielen zwar erstmal die Preise, aber die Politik kam ziemlich schnell auf dem Trichter, dass die Bürger mehr bezahlen können und schöpfte den Preisvorteil gleich wieder ab - Stromsteuer, EE-Umlage und allerlei andere Abgaben, Hauptsache überzeugend verpackt, die Bürger lassen sich einfach alles andrehen... und ich weiß wovon ich rede! Ein Kollege von meiner Frau macht 5-6k€ im Monat (im Januar sogar an die 9k) als einfacher Callcenter-Mitarbeiter im Verkauf! 🤪 Wir haben einfach zwei etwas unterschiedliche Ansätze für Planwirtschaft, was anderes ist es nicht! Und Planwirtschaft geht eben auch ohne diese ganzen komplizierten Tarifmodelen, würde sogar viel Bürokratie einsparen, aber vielleicht ist genau das ja ungewollt?!🧐
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Verfasser: orroZ | Zeit:
21.02.2024 10:45:47 |
habe heute gesehen dass corporate benefits ein gutes angebot über eon bietet. es wird insgesamt 12€/monat günstiger :))) falls ihr also zugang zu sowas habt checkt es mal ;)))
in deinem fall @mastermind1 (4600kwh) wären es 97,04€/monat :))) bei uns sogar 93,53€/monat. bei 24,4 cent/kwh inkl. aller gebühren kann man nicht meckern :)))
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25.02.2024 17:30:09 |
Was mir auf der website "energy-charts.info" auffällt (aber egal, zeigen alle anderen Seiten ja sicher genauso an) ist der absolut stabile "Sockel" bei der Stromerzeugung aus Biogas. Generell wäre es sicher schlauer, das Biogas direkt ins Gasnetz einzuspeisen, tippe ich mal. Aber das setzt ggf. die Anbindung ans Gasnetz etc. voraus. Immerhin könnte man aber doch versuchen, die Bauern zu animieren die Stromerzeugung mehr ans Lastprofil anzupassen, also morgens uns abends mehr, und Nachts ggf. weniger. Es sollte doch möglich sein, leichte Druckschwankungen im Biogasbehälter zu ermöglichen, und also die Stromerzeugung etwas zu 'modulieren'. Denn neben Laufwasser ist das die einzige Form die echt total fix ist. Selbst Kohle scheint mittlerweile gut bzw. besser regelbar zu sein. Kennt sich da jemand aus, und weiß ob dem technische Gründe entgegen stehen?
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25.02.2024 18:41:45 |
Zitat von Anbau78  Generell wäre es sicher schlauer, das Biogas direkt ins Gasnetz einzuspeisen, tippe ich mal. Aber das setzt ggf. die Anbindung ans Gasnetz etc. voraus. Immerhin könnte man aber doch versuchen, die Bauern zu animieren die Stromerzeugung mehr ans Lastprofil anzupassen, also morgens uns abends mehr, und Nachts ggf. weniger.[...] AFAIK ist die Einspeisung ins Netz wegen schwankender Zusammensetzung problematisch. Auch die Anpassung an Lastprofil ist nicht straight forward, da es aufwändigere (=teuerere) Anlagen erfordern würde. Grüße Nika
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
25.02.2024 18:44:05 |
Zitat von Anbau78  Kennt sich da jemand aus, und weiß ob dem technische Gründe entgegen stehen? Es gibt einen Grund für Grundlast: Der Motor läuft durchgehend in optimaler Drehzahl. War sicher gut in der Zeit wo man jederzeit gerne jeden vorhandenen EE-Strom ins Netz nehmen konnte. Gib den Betreibern einen Grund das zu ändern (höhere Vergütung zu Spitzenlastzeiten), dann machen die das wahrscheinlich auch :) Die Speicherbarkeit ist suboptimal, das Tüttendorfer Ei bietet Platz für 60h Einspeisung ins Gasnetz geht direkt in geringer Menge, aufgearbeitet problemlos. Da muss das Ziel sein Biogasanlagen zu zentralisieren um die Technik optimal nutzen zu können.
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25.02.2024 18:58:09 |
Vielen Dank!! Bin von dem versammelten Schwarmwissen hier immer wieder begeistert! Es müsste ja vermutlich gar nicht extrem geregelt werden, aber von 2:00 - 5:00 auf 70%, und dann um 07:00 150% oder so was wäre ja schon gut. Aber klar, muss sich finanziell für den Bauern niederschlagen, das stimmt schon. Und die Gasqualität ist ja in der Tat ein Thema. Überwachung, Messtechnik etc. würde wahrscheinlich zu komplex/teuer.
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25.02.2024 19:24:49 |
Zitat von Anbau78  Es müsste ja vermutlich gar nicht extrem geregelt werden, aber von 2:00 - 5:00 auf 70%, und dann um 07:00 150% oder so was wäre ja schon gut. [...]
Gehen würde es sicherlich... Aber solange die Vergütung nicht an die Handelspreise gekoppelt ist, fährt der Betreiber am besten mit konstanter Erzeugung, da damit der Ertrag maximiert und die Kosten minimiert werden. Wie so oft bei EE, Regulatorik hat einen sehr großen Einfluss. Grüße Nika
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
25.02.2024 19:31:03 |
Zitat von Anbau78  Überwachung, Messtechnik etc. würde wahrscheinlich zu komplex/teuer. Nö denke ich nicht, da es entsprechendes Gas gibt scheint es finanziell machbar zu sein. Allerdings weiß ich nicht wie weit das subventioniert wird. Hier in der Region gibt es einige Erdgastankstellen die 100% (ja ich weiß bilanziell) Biogas vertreiben; es gibt auch einige Anbieter die Erdgasverträge mit 10% Biogasanteil anbieten. Es auf jeden Fall ein Produkt, das bei einem hohen installiertem EE-Anteil nicht-fossile Reservekraftwerke bedienen könnte. Ich denke nicht dass der Preis signifikant über aktuellem Gaspreis liegen würde, und Speicher dafür gäbe es dafür bei Netzanbindung auch für saisonale Speicherung-
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| | Zeit:
25.02.2024 19:41:09 |
Zitat carsten_m: "Da muss das Ziel sein Biogasanlagen zu zentralisieren um die Technik optimal nutzen zu können." Wie stellst du dir das vor? Eine Riesenanlage und 10km drumherum nur Maisfelder? Oder die Silage ewig weit herfahren und dafür Unmengen Diesel verbrennen? Die dezentrale Anordnung ist einer der wenigen Vorteile einer Biogasanlage. Felder bzw. Fahrsilos direkt bei der Anlage Abwärme zur Getreide-/Holztrockung bzw. Fernwärme usw. Ich sehe Biogasanlage mit ihren ganzen Nachteilen (Flächenverbrauch, Verdrängung der Nahrungsproduktion, Monokulturen, Anstieg der Pachtpreise,...) ehr kritisch. Klar braucht die Energiewende grundlastfähige Stromerzeugung, Biogasanlagen dann aber bitte hauptsächlich mit Gülle und Abfällen. Agri-Pv finde ich sinnvoller: Vielfache Stromausbeute je Fläche und unter den Modulen können z:b: Hühner, Schweine im Freiland gehalten werden. (Aldi und viele weitere LEHs wollen bis in ein paar Jahren nur noch Fleisch aus Freilandhaltung anbieten). Aber klar, PV Strom gibts halt nur wenn die Sonne scheint. Gruß Heiko
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
25.02.2024 20:10:57 |
Zitat von Heiko79  Wie stellst du dir das vor? Eine Riesenanlage und 10km drumherum nur Maisfelder? Oder die Silage ewig weit herfahren und dafür Unmengen Diesel verbrennen? Definitiv nicht! War vor ein paar Tagen schon mal Thema, mit der aktuellen Biogasszene hat das dann nicht mehr viel zu tun :) Agri-PV mit Acker drunter hat imo keine Zukunft, zu viel Aufwand, zu viel aufgewirbelter Staub, zu viel Verdunklung. Aber Freiflächen PV auf jeden Fall, über Brach- oder Weideland ja. Biogas zentral in Großanlagen bietet sich an an Kläranlagen und/oder Restmüllaufbereitungsanlagen. Als 'Futter' alles mögliche an organischen Reststoffen, inkl Gülle (deren direkte Ausbringung wohl nur ganz wenige Menschen wünschen). Aber ja: transportiert werden muss das, einen Tot musst du sterben :-/ So viel EE direkt aus WKA und PV wie möglich, aber Biogas bietet imo ein gutes Potential für saisonale Engpässe ( Dunkelflauten die nicht mit Stromspeichern überbrückt werden können) oder als Treibstoff für Fahrzeuge die wirklich schlecht elektrifiziert werden können.
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25.02.2024 20:34:03 |
Hi Das wird so ähnlich schon gemacht, allerdings nur auf der Stromseite. Nennt sich "Flexbetrieb" der Biogas-Motoren zur Stromerzeugung, einfach erklärt, der Bauer überlässt ein Teil der Leistungsteuerung des Motors dem Netzbetreiber, der Entscheidet (mit entsprechender Vergütung) wenn viel Bedarf im Strom Netz, oder Gefahr für Netzstabilität, dann wird der Generator solange auf 100% gefahren, bis Gasfüllstand an kritischer Grenze. Bei neueren Biogasanlagen ist das erkennbar, das 2x Motoreneinheiten neben einer BGA stehen, ältere und "normale" Anlagen wurden ursprünglich so gebaut, das eine BGA und ein Motor so betrieben wurden, das der mit 70-95% Leistung 24/7 die Woche gleichmäßig durchliefen, als kontinuierliche Grundlast. Solche Anlagen wurden konstruiert und gebaut für ein konkretes Betriebskonzept (also zB konstante Grundlast) über 20-30 Jahre, da wäre es nur mit großem finanziellen und organisatorischem Aufwand und teuren Umbauten möglich von diesem Konzept abzuweichen. Einfaches Beispiel Sprit E5 -> E10, Motore die nicht für E10 gebaut sind, besser weiter mit E5 tanken oder kostspielig auf E10 umrüsten, oder sie sterben :-0 Mit der Einspeisung von Biogas ins vorhandene Gasnetz ist das noch entschieden Komplizierter, es existieren einige Anlagen die das machen, doch das erfordert eine komplizierte Gasaufbereitungsanlage, die sehr teuer ist, da das eingespeiste Gas genau vorgeschriebene Gasqualität verlangt und (auch teuer, mit Sensoren ständig überwacht wird). Diese Aufarbeitung kann nur kontinuierlich und gleichmäßig erfolgen, also nix mit 7:00 mal schnell 200% Leistung @carsten-m hat ja das Tüttendorf Ei angesprochen, doch dort steht auch: obacht Rund 40000 Kubikmeter Biogas kann er aufnehmen und ist damit laut Betreiber der derzeit größte Biogasspeicher im Land. und !!! mit 4,5 Millibar Druck befüllt, das ist etwa 2000 Mal weniger, als eine handelsübliche Propangasflasche.“ Weiterhin kommen die ganzen bürokratischen Hürden und Vorschriften dazu, das sich viele Bauern sagen > wozu< Beispiel: Biogasanlagen mit über 10000 m³ möglichem Lagervermögen von Biogas fallen unter die Störfallverordnung, Laienhaft erklärt ähnliche Vorschriften und Auflagen und Kontrollen wie für Groß-Gefahranlagen wie Tankstellen bis hin zu (BASF) Raffinerien. Gegenbeispiel: In einem gängigen mittleren Propan- Flüssigtank für Heizungen, die einige Leser ev. hier haben ist das mehrfache an Gas und Explosionsenergie wie in großen Biogasanlagen, doch wie genau und akribisch werden diese Tanks überwacht und gesichert ??? Habe vor kurzem von einer jetzt aufkommenden Praxis gehört, das aus Biogasanlagen das "schmutzige, nicht aufgearbeitete" Gas entnommen wird, dann hoch komprimiert wir, in Tanker zu Aufbereitungsstationen gekarrt wird, dort aufwendig ( auf DIN Gas Nornen) gereinigt und aufgearbeitet wird und anschließend eingespeist wird. Doch auch das muss sich unterm Strich rechnen. Bin geteilter Meinung, habe einiges gelesen, das Militär+Krieg für einige Technologien das Sprungbrett (Flugzeuge, Rübenzucker usw) waren ... Rest verkneife ich mir, bin es satt in diesem Technikforum immer wieder 1000 X Gelaber über PillePalle zu lesen und nicht über technische Problemlösungen. Ankündigung: wer weitere sachliche Infos zum Thema Biogas haben will, nur zu, gebe ich gerne, wenn dummes Aluhut Aussagen und ich will der beste Besserwisser sein, dann bin ich weg !!! Gruß
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25.02.2024 22:29:27 |
Also von mir Daumen hoch für so qualifizierte Beiträge. Lese ich viel lieber als Gequatsche.
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
25.02.2024 22:48:51 |
Zitat von olli58  Habe vor kurzem von einer jetzt aufkommenden Praxis gehört, das aus Biogasanlagen das "schmutzige, nicht aufgearbeitete" Gas entnommen wird, dann hoch komprimiert wir, in Tanker zu Aufbereitungsstationen gekarrt wird, dort aufwendig ( auf DIN Gas Nornen) gereinigt und aufgearbeitet wird und anschließend eingespeist wird. Doch auch das muss sich unterm Strich rechnen. Weiß jetzt nicht wie alt die Infos sind. Was ich gelesen habe sind Kosten in Höhe von ~1,5-1,8ct/kWh an Aufbereitungskosten bei optimaler Auslastung, wobei das Projekte waren die am Erzeuger aufarbeiten. Spricht imo dafür die Biogaserzeugung (beim Ziel Einspeisung/Speicherung) zu zentralisieren wenn aufbereitetes Biogas als längerfristig speicherbarer Energieträger dienen soll. Wenn's oben nicht klar rübergekommen ist: die Speicherung von Roh-Biogas vor Ort halte ich auch für ungünstig. Mit dem 'Ei' wollte ich verdeutlichen wie viel Raum schon ein 60h-Vorrat einnimmt. Eine Zwischenspeicherung für den von dir angesprochen Flexbankaetrieb würde aber schon mal Lastspitzen im Tagesverlauf zu decken, gut wenn das bei neuen Anlagen eingeplant wird.
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Verfasser: orroZ | Zeit:
28.02.2024 08:00:44 |
strompreise sinken weiter :))) das war vor 2 wochen. das ist heute :))) berechnungsbasis wie damals 6500kwh verbrauch ;)))
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