Ob die FB beim Einbringen des
Estrichs unter Druck stand, erinnere ich nicht mehr. Auf den Fotos sind die Heizkreisverteiler korrekt angeschlossen incls. Steigleitung. Ich vermute, ja, weil es in den Einbauanleitungen gestanden haben wird.
Jemand hatte in einem Forum zur EU13L (20% VDichtLeistg) geschrieben:
Statistik Abtaubetrieb (Zähler der Lambda)
- Schaltzyklen (Starts) : 608 Starts
- Betriebsstunden WP: 40 Std.
-
Energieaufnahme (Strom): 50,7 kWh
- Energieabgabe (Wärme): 519 kWh
- Wirkungsgrad: 10,23
Diese Daten hatte ich Chatgpt hochgeladen und sie hat mir die Abtauenergietabelle (unter Berücksichtigung ihres Datenbestandes) gegeben.
Chaot, ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, aber ich habe Chatgpt deinen Beitrag von 11:40:38 gegeben und ihr vorgeworfen, dass die Abtauenergie weniger AT-beeinflusst ist. Sie gab dir letztlich weitgehend recht. Das hat dann eine Diskussion ausgelöst, in deren Verlauf ich noch einige Forumsaussagen, auch aus anderen, hochgeladen habe sowie die Lamba Abtaudiagramme. Am Ende hat sie mir eine angepasste Tabelle gegeben und eine von mir erbetene Zusammenfassung des Lambda-Abtauverhaltens; die Formatierungsanpassungen sind allerdings sehr mühselig. Hier die Tabelle, anschließend die Zusammenfassung von Chatgpt, die eigentlich eine Text-KI ist, aber lt. z.B. Siemens inzwischen auch komplexe Berechnungen beherrscht - aber nicht ohne Plausibilitätskontrolle !!!
Falls ihr Fehler/Unvollständigkeiten seht, kann ich sie damit konfrontieren, der Chat ist noch nicht gelöscht. Insbes. kann sie Daten aus EU8L und EU13L vermischt haben, weil der Forumsbeitragende meistens nicht mit „seiner Lambdagröße“ beginnt. Sie kann nur das wiedergeben, womit sie gefüttert worden ist; die Forumsbeiträge sind evtl. sogar Teil dieses Futters. Selbstständig denken kann sie nicht - aber selber ganz gut Plausibilitätskontrollen machen.
EU13L: Abtauenergie pro Abtauvorgang mit VLT-Einfluss
(Angaben bei VLT35°C, in Klammern bei 50°C)
-15 = 1,19 kWh (1,36 kWh)
-10 = 1,02 1,19
-5 = 0,85 0,94
0 = 0,77 0,85
+3 = 0,51 0,60
+5 = 0,43 0,51
Wie steuert die Lambda-Wärmepumpe den Abtauprozess?
Die
Steuerung des Abtauprozesses bei der Lambda Wärmepumpe (EU13L, EU08L usw.) ist nicht einfach nur zeitgesteuert, sondern basiert auf mehreren Messgrößen, die eine adaptive
Regelung ermöglichen. Dabei spielen die Verdampfungstemperatur (VD), die Außentemperatur (AT), der Wärmetauscherzustand und der
COP-Verlust durch Vereisung eine zentrale Rolle.
1. Wann startet die Wärmepumpe eine Abtauung?
Lambda erkennt die Notwendigkeit eines Abtauvorgangs primär durch die Verdampfungstemperatur (VD).
Entscheidende Kriterien für den Abtauvorgang:
Absenkung der Verdampfungstemperatur (VD)
- Die WP misst kontinuierlich die
Temperatur des Kältemittels im
Verdampfer.
- Sinkt die VD um einen bestimmten Wert ab (z. B. 4–8 K unter den Normalwert), deutet dies auf eine schlechtere Wärmeübertragung durch Vereisung hin.
- Je tiefer die AT, desto kleiner muss die VD-Absenkung sein, um die Abtauung auszulösen (z. B. 5K Differenz bei -10°C, aber 8K bei +5°C).
Kältemitteldruck im Verdampfer:
- Starke Eisbildung erhöht den Wärmeübergangswiderstand, wodurch sich der Druck im Kältekreis senkt.
- Lambda könnte dies als zusätzliches Signal für eine erforderliche Abtauung nutzen.
Delta-T zwischen Saug- und Heißgas
- Wird das Kältemittel schlechter verdampft (durch Vereisung), steigt die Temperaturdifferenz zwischen Sauggas (niedrige Temperatur) und Heißgas (nach Verdichtung).
COP-Überwachung / Leistungsaufnahme des Verdichters
- Vereisung verschlechtert den COP, weil die Wärmepumpe für dieselbe Wärmeleistung mehr elektrische Energie benötigt.
- Lambda könnte eine COP-Verschlechterung um einen bestimmten Prozentsatz als Abtau-Schwelle nutzen.
Dynamische Anpassung der Abtauintervalle
- In der Übergangszeit (AT zwischen 0°C und 5°C) ist die **Eisbildung anders als bei tiefen Minusgraden.
- Manche Nutzer haben beobachtet, dass Lambda hier größere Abtauintervalle zulässt (bis zu 8K VD-Absenkung), während sie bei -2°C schon nach 6K Differenz abtaut.
Fazit:
Lambda steuert die Abtauung primär über die VD-Absenkung, berücksichtigt aber vermutlich auch den Druckverlauf im Kältekreis und die Effizienzverluste durch Eisbildung.
2 Wie läuft die Abtauung ab?
Sobald Lambda eine kritische Vereisung erkannt hat, startet die Wärmepumpe den Abtauvorgang, um das Eis am Verdampfer mit Systemwärme zu schmelzen.
Ablauf des Abtauprozesses:
1. Verdichter schaltet ab, Lüfter stoppt oder läuft nur minimal weiter (je nach AT und Enteisungsstrategie).
2. Die UPM3L 25-75 180 (interne PWM-gesteuerte Umwälzpumpe) geht auf maximalen Volumenstrom (ca. 1,6–2,6 m³/h, je nach hydraulischem Druckverlust im System).
3. Rücklauftemperatur wird für die Abtauung genutzt:
- Das warme
Heizungswasser (meist 35–45°C) fließt über einen separaten Kreislauf in den Verdampfer.
- Die Energie reicht aus, um die Eisschicht am Verdampfer zu schmelzen.
4. Typische Abtauzeiten:
- Je nach Rücklauftemperatur variiert die Dauer:
- Bei hohem RL (40°C) dauert der Abtauvorgang ca. 3 Minuten
- Bei niedrigem RL (20°C) kann er bis zu 9 Minuten dauern.
- Die Regelung interpoliert offenbar zwischen diesen Werten.
5. Neustart des Verdichters:
- Nach erfolgreichem Abtauen wird der normale Heizbetrieb wieder aufgenommen.
- Die VLT muss anschließend wieder auf das vorherige Niveau gebracht werden.
Fazit:
Die Abtauung läuft thermisch über den Rücklauf mit hoher Fließrate, wobei die Abtauzeit durch die RL-Temperatur bestimmt wird.
3 Wie beeinflussen
Heizleistung, Außentemperatur und
Vorlauftemperatur die Abtauvorgänge?
Heizleistung und Abtauhäufigkeit
- Eine höhere Heizleistung bedeutet mehr Verdampferbelastung (größerer
Luftmassendurchsatz), was zu häufigeren Abtauvorgängen führt.
- Beispiel: Bei 3,7 kW Heizleistung wurde weniger abgetaut als bei 5 kW – das liegt daran, dass bei geringerer Leistung der Wärmeübergang sanfter erfolgt und weniger Kondensat ausfällt.
Außentemperatur (AT) und Abtauhäufigkeit
- Bei tiefen Temperaturen (-10°C bis -15°C) wird weniger absolute Feuchtigkeit transportiert, aber die Wärmepumpe vereist trotzdem schnell, weil:
- Die Verdampfungstemperatur stark absinkt.
- Das wenig vorhandene
Wasser sehr schnell ausfriert.
- Bei Temperaturen um 0°C ist die absolute Luftfeuchte höher, was ebenfalls zu schnellerer Eisbildung führt.
- Besonders problematisch: Eisbildung an der Anströmseite des Verdampfers, die den Luftdurchsatz behindert.
- Das könnte erklären, warum bei 0°C oft besonders häufig abgetaut wird.
Vorlauftemperatur (VLT) und Abtauhäufigkeit
- Höhere VLT (z. B. 50°C) führen zu häufigeren Abtauungen, weil:
- Die WP eine höhere Temperaturdifferenz überwinden muss.
- Der Verdichter stärker belastet wird, wodurch die Verdampfungstemperatur früher sinkt.
- Niedrigere VLT (z. B. 35°C) führen zu längeren Abtauintervallen, weil:
- Die WP mit geringerer
Temperaturhub arbeitet und die Verdampfungstemperatur weniger stark abfällt.
- Vereisung langsamer eintritt.
Fazit:
- Höhere Heizleistung, hohe VLT und Temperaturen um 0°C erhöhen die Abtauhäufigkeit.
- Tiefere Temperaturen (-10 bis -15°C) führen zu häufigen Abtauungen, aber mit geringeren Eismengen.
- Niedrigere VLT helfen, Abtauintervalle zu verlängern.
4 Wie hoch ist die Abtauenergie?
- Nutzerwerte aus dem Forum zeigen:
- EU08L: 0,7 kWh thermische Energie pro Abtauung
- EU13L: 0,7 kWh bis 0,85 kWh pro Abtauung, wobei nach dem Abtauen noch Wärme benötigt wird, um den Vorlauf wieder auf Temperatur zu bringen.
- Je nach AT und VLT kann sich die Energie pro Vorgang um +/- 20% verändern.
Fazit:
Was macht Lambda anders?
- Adaptive Abtauoptimierung über die Verdampfungstemperatur (VD), statt starrer Zeitsteuerung.
-
Luftvolumenstrom und Heizleistung beeinflussen die Abtauzyklen stark.
- PWM-gesteuerte interne Umwälzpumpe passt den Fluss während der Abtauung an.
- Die Abtauhäufigkeit hängt von AT, VLT und Luftfeuchte ab, wobei 0°C oft problematischer ist als -10°C.
- Die Wärmepumpe balanciert zwischen Effizienzverlust durch Eis und dem Energiebedarf für die Abtauung.