Hier Chatgpt zur FB-Rohr-Lebensdauer:
Fazit zur konkreten Bewertung:
- Das Datenblatt bestätigt, dass Ihr POLYTHERM-VPE-Heizrohr (strahlenvernetzt) auch nach vielen Jahren bei den in einer Fußbodenheizung üblichen
Temperaturen und Drücken sehr robust ist.
- Die Abkühlung um etwa 5–6 K beim Abtauvorgang beschleunigt die Alterung des Rohrs nicht signifikant, da diese Temperaturdifferenz im Vergleich zu den zulässigen 60–70 °C (teils 95 °C Spitze) sehr moderat ist.
- Eventuelle Spaltbildung ist eher auf
Estrich- und Einbaufaktoren zurückzuführen, nicht auf das Rohrmaterial selbst.
Insgesamt zeigt das Zeitstandskurvendiagramm und die Eigenschaftstabelle, dass das Rohrmaterial selbst für Ihre jetzigen Betriebsbedingungen und die Abtauzyklen hinreichend widerstandsfähig ausgelegt ist.
Die Herausforderung bezieht sich vor allem auf die mechanischen und thermischen Beanspruchungen, die durch einen Spalt zwischen Rohr und Estrich verstärkt werden können. Dabei geht es weniger darum, dass das VPE-Material selbst chemisch oder thermisch „kaputtgeht“, sondern vielmehr um folgende Punkte:
1. Mikrobewegungen und Scheuerstellen
- Wenn das Rohr bei jedem Heizzyklus (Ausdehnen und Zusammenziehen) minimal in diesem Spalt „arbeitet“, kann es an einzelnen Kontaktpunkten zum Estrich oder zu anderen Bauteilen reiben.
- Langfristig führt dies zu Abrieb oder mechanischer Ermüdung (Scheuerstellen), was die Lebensdauer des Rohrs verkürzen kann.
2. Punktuelle Stützung statt flächigem Halt
- Ein gut eingebettetes Rohr wird flächig vom Estrich gestützt, so dass Belastungen (z. B. Druck oder Bewegungen) gleichmäßig verteilt sind.
- Gibt es einen Spalt, ruht das Rohr teils nur auf wenigen Punkten, was zu lokal erhöhtem Druck und Spannungen führen kann.
3. Höhere Temperaturdifferenzen durch eingeschränkten Wärmeübergang
- Ein Spalt verschlechtert den Wärmeübergang zwischen Estrich und Rohr.
- Das kann dazu führen, dass das Heizwasser insgesamt heißer (bzw. kälter) bleibt als geplant, weil der Estrich weniger Wärme aufnimmt (oder abgibt).
- Die Anlage könnte dann mit höheren
Vorlauftemperaturen oder häufigeren Takten reagieren, was wiederum die thermischen Zyklen im Rohr intensiviert.
4. Langzeitfolgen
- Über viele Jahre summieren sich diese zusätzlichen, kleinen Bewegungen und Spannungen. Auch wenn VPE-Rohrmaterial grundsätzlich sehr robust ist, steigt mit jedem zusätzlichen Zyklus und jeder punktuellen Belastung die Wahrscheinlichkeit für Mikrorisse oder Abnutzungen.
Kurz gesagt:
Das Rohrmaterial selbst (VPE) ist für die üblichen Temperaturen und Drücke sehr langlebig. Problematisch wird es, wenn durch einen Spalt häufige, punktuelle Bewegungen entstehen. Diese können an Kontaktstellen zu Reibung und Scheuerbelastungen führen, die das Rohr im Laufe der Zeit stärker beanspruchen, als wenn es vollflächig im Estrich eingebettet wäre. Das ist der Kern der „Herausforderung“ hinsichtlich der Lebensdauer.
Das diffusionsoffene Rohr ist mit Tv/Tr 40/28°C bei AT-12°C berechnet. Die erste Ölheizung war 20 Jahre lang ohne
Systemtrennung und mit rostenden
Stahlteilen, die zweite seit 24 Jahren mit Systemtrennung durch einen PWT, aber immer noch mit rostenden Teilen, wie Ausdehnungsgefäß und Grauguß-UP. Vor 13 Jahren wurden die
Rohre professionell mit druckgetriebenen Schaumstoffzylinder versch. Dichte gereinigt und einige Liter Schlamm entfernt. Die zu der Zeit längst angestiegene Tv/Tr auf 47/35 bei AT -12°C hat sich durch die Reinigung auf 45/35°C verringert. Der Estrich wurde vor 43 Jahren manuell im
Betonmischer angemischt und schubkarrenweise eingebracht. Ein Estrichzusatzmittel für FB wurde verwendet. Vermutlich waren die Rohre mit
Wasser unter gewissem Druck. Wie wahrscheinlich ist nach alledem eine Spaltenbildung, teilweise oder durchgängig - zusätzlich zu sicherlich bestehenden Rohr-innen-anhaftungen?
Auf Basis der von Ihnen geschilderten Installations- und Betriebsgeschichte ergeben sich mehrere Indikatoren, die für eine zumindest partielle Spaltbildung zwischen dem VPE-Rohr und dem Estrich sprechen:
1. Einbauverfahren und Estrichverlegung:
- Der Estrich wurde vor 43 Jahren manuell im Betonmischer angemischt und schubkarrenweise eingebracht.
- Solche manuellen Prozesse liefern oft eine weniger homogene Verdichtung als moderne maschinelle Verlegung.
- Selbst mit einem Estrichzusatzmittel für FB kann es vorkommen, dass der Estrich nicht überall fest an der Rohraußenseite anliegt.
2. Befüllung unter Druck:
- Es wird vermutet, dass die Rohre mit Wasser unter gewissem Druck befüllt waren.
- Hatten die Rohre nicht den optimalen, gleichmäßigen Kontakt zum Estrich, kann es bereits beim Einbau zu kleinen Hohlräumen gekommen sein.
3. Thermische und mechanische Zyklen:
- Über Jahrzehnte wirken wiederholte Temperaturwechsel und thermische Ausdehnung/Kontraktion.
- Auch wenn das VPE-Rohr selbst robust ist, können solche Zyklen – insbesondere bei anfänglich ungenügendem Estrichkontakt – zu einer weiteren Trennung führen.
4. Historische Anlagenproblematik und Reinigung:
- Die erste Ölheizung ohne Systemtrennung sowie rostende Stahlteile deuten auf anfänglich nicht optimale Betriebsbedingungen hin.
- Die Reinigung vor 13 Jahren hat zwar einige innere Ablagerungen (Schlamm,
Rostschlamm) entfernt und die Vorlauftemperatur (Tv) von 47 °C auf 45 °C gesenkt, was auf einen gewissen Verschlechterungszustand hindeutet.
- Diese Reinigung zeigt, dass das System über die Zeit durch Ablagerungen belastet war – was auch indirekt auf den Einbau (und damit auf den Estrich-Rohr-Kontakt) schließen lässt.
Bewertung und Wahrscheinlichkeit:
- Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich zumindest an Teilabschnitten eine kleine Spaltbildung zwischen Rohr und Estrich entwickelt hat.
- Eine durchgängige, uniforme Trennung über die gesamte Rohrlänge ist weniger wahrscheinlich – hier sind typischerweise lokale Ungleichheiten zu erwarten.
- Zusätzlich zu den bekannten Rohr-innen-Anhaftungen können diese Spalte den Wärmeübergang vom Estrich zum Rohr vermindern und langfristig den thermischen Wirkungsgrad der Fußbodenheizung beeinflussen.
Fazit:
Aufgrund der manuellen Estrichverlegung, der Befüllung unter Druck vor 43 Jahren und der thermischen Zyklen über Jahrzehnte ist es wahrscheinlich, dass es zumindest stellenweise zu einer Spaltbildung zwischen dem VPE-Rohr und dem Estrich gekommen ist – zusätzlich zu den inneren Ablagerungen. Dies kann den Wärmeübergang beeinträchtigen, was sich beispielsweise in veränderten Vor- und Rücklauftemperaturen zeigt.
Bewerte nach alledem, ob ich das sich durch Scheuerstellen erhöhende Risiko durch Abtauenergieentnahme aus Effizienzgründen und sehr einfacher Hydraulik eingehen sollte, wobei die Langlebigkeit des VPE-Rohres für weitere 50 Jahre oberste Priorität hat
Basierend auf der gesamten Systemhistorie und den aktuellen Betriebsbedingungen sollten Sie die Risiken sorgfältig abwägen. Dabei gilt Folgendes:
- Direktanschluss – Vorteile:
- Sehr einfache Hydraulik und direkte Nutzung des vorhandenen Wärmespeichers (137 l FB).
- Potenziell höhere Effizienz, weil keine zusätzlichen Komponenten wie separate
Pufferspeicher oder PWT benötigt werden.
- Direktanschluss – Risiken:
- Häufige Abtauzyklen führen zu signifikanten, schnellen Temperaturwechseln (z. B. ein Abkühlen um ca. 5–6 K in wenigen Minuten).
- Diese intensiven thermischen Zyklen können – besonders wenn bereits im Laufe der Jahrzehnte durch Estrichschrumpfung und unsachgemäße Einbettung erste Spalte entstanden sind – zu zusätzlichen Mikrobewegungen und Scheuerstellen an den VPE-Rohren führen.
- Solche mechanischen Beanspruchungen können, auch wenn das Rohrmaterial prinzipiell robust ist, langfristig die Lebensdauer des Systems beeinträchtigen.
- Für Ihre Priorität, die Langlebigkeit des VPE-Rohres für weitere 50 Jahre zu sichern, ist die Minimierung von zusätzlichen Belastungen besonders wichtig.
Empfehlung:
Wenn die maximale Langlebigkeit des VPE-Rohres oberste Priorität hat, wäre es aus konservativer Sicht ratsam, das direkte Abtauenergiesystem zu überdenken. Eine Systemtrennung, beispielsweise durch den Einsatz eines durchströmten Pufferspeichers (im Vorlauf oder Rücklauf) oder eines separaten PWT, kann helfen, die starken, kurzzeitigen Temperaturdifferenzen und damit verbundenen mechanischen Belastungen auf das Rohr zu reduzieren.
Die zusätzliche Komplexität in der Hydraulik (z. B. ein 200-Liter-Pufferspeicher) bringt zwar einen zusätzlichen Installationsaufwand mit sich, bietet jedoch den Vorteil, dass der direkte Wärmeaustausch zwischen WP und FB entkoppelt wird. Dadurch können die extremen Abtauzyklen und die damit verbundene Belastung der Rohre – inklusive potenzieller Scheuerstellen und Spaltbildungen – gemindert werden.
Fazit:
Aus Sicht der langfristigen Systemstabilität und um das Risiko einer vorzeitigen Alterung des VPE-Rohres zu minimieren, sollten Sie das höhere Risiko eines Direktanschlusses, der häufige starke Temperaturzyklen verursacht, nicht eingehen. Eine Systemtrennung mittels eines Puffers (und idealerweise mit einem geeigneten PWT) ist zwar komplexer, bietet aber besseren Schutz für das Rohr, sodass dessen Langlebigkeit – im Sinne von weiteren 50 Betriebsjahren – eher gewährleistet werden kann.