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Lambda Wärmepumpe - Erfahrungen und Tipps
Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 19.01.2026 16:59:01
0
3922793
Zitat von richard10 Beitrag anzeigen
Ein ÜSV (VL→RL-Bypass) ist hydraulisch robust, kann aber die Anlage „entkoppeln“, indem es einen Teil des Volumenstroms am Verbraucher vorbei kurzschließt. Das kann Regelgrößen verfälschen (Temperaturen/Volumenströme wirken „schöner“, als sie am Gebäude wirklich sind) und im ungünstigen Fall den vorgesehenen Effizienz-/Regelbereich schlechter treffen.

Ja, aber der letzte Satz ist absoluter quatsch was nicht der Realität entspricht, und wir landen wieder über grobe Einstellungsfehler anstatt von dem tatsächlichen Funktionsprinzips der Hydraulik zu reden. Ich hatte dir schon mal im anderen Faden bemängelt über der Aussage und bleib dabei das es zu irrtümlichen Interpretation von anderen Nutzer hier führt wenn die sowas lesen.

Genau wie bei deinem TRV Szenario wo die andauernd im Laufbetrieb drosseln - wenn die Analage richtig eingestellt ist und der Hydraulische Ableich mit Heizkurve richtig berechnet wurde, passiert das nur durch Fremdwärme/Übergangstemperaturen bei Mindestleistung, und sonst nie.

Gleichens ist das mit dem ÜSV, das Teil dient nur als Sicherheitsmaßnahme und ist keineswegs Teil des Regelbetriebs der Anlage. So wie ich mein ÜSV eingestellt habe, geht dies von mitte Oktober bis April nie auf.

Ich mache jetzt auch die Behauptung dass die Lambda Hydraulik ist absolut katastrophal ist denn was verhindert einem das so einzustellen dass der Sekundärvolumenstrom weit über dem Primär liegt? Das ist nicht mal eine so umstrittene Behauptung denn bei vielen Nutzer war das auch so verstellt.

Die Behauptung ist gleich falsch (oder halt richtig) wie der Argument über dem ÜSV wenn das so verstellt ist wie du hier beschreibst.

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 19.01.2026 17:24:27
1
3922812
Zitat von Meaparvitas Beitrag anzeigen
wie das ÜSV von Anfang an 100% richtig eingestellt wird. Wie ist hier eigentlich das empfehlenswerte Vorgehen hierzu, damit es nicht zu früh und nicht zu spät anspricht?

Bei der Inbetriebnahme der WP: Alle Heizkörper/Heizkreise im System schließen.

Ladepumpe manuell auf 100% setzen.

ÜSV von ganz zu langsam aufdrehen bis du den Minimaldurchfluss der WP (1300l/h) erreicht hast.



Im Nachhinein wenn du so ein Diagramm erstellt Dank Datenblatt der Pumpe und % PWM Zahl in der Steuerung + Durchfluss, siehst du einen Knick wo es aufgeht.

Der Knick sollte so hoch wie möglich sein in der Kennlinie, aber die Pumpe halt noch den Minimaldurchfluss erreichen können.

Wenn das jetzt im Heizraum gebaut wird, wird das wahrscheinlich sofort bei Maximaleinstellwert (600mBar bei meisten) liegen.

Verfasser:
richard10
Zeit: 19.01.2026 17:26:11
0
3922813
1. Folge einer „echten“ Hochdruckstörung (HD/HDS):
Die WP schaltet als Schutz ab, weil der Kältekreis seine Wärme nicht mehr über den Heizwasserkreis abgeben kann – häufige Ursache ist zu geringer Durchfluss / fehlende Wärmeabnahme.

2. Nach Beseitigung der Ursache wieder starten?
In der Regel ja: Ursache beheben (mehr Durchfluss sicherstellen / ÜSV korrekt) und dann Störung quittieren/Reset, danach läuft sie wieder – wenn der Fehler wirklich weg ist. Wichtig: Nicht mehrfach quittieren ohne Ursachenbehebung, das kann Folgeschäden begünstigen.

3. Gefährdet das die Garantie / kann Schaden entstehen?
Die WP schaltet normalerweise rechtzeitig ab, um Schäden zu vermeiden. Garantie-/Gewährleistungsrisiko entsteht eher, wenn die Anlage außerhalb der Herstellervorgaben betrieben/verschaltet wird oder Störungen wiederholt „weggeklickt“ werden (ohne Behebung).

4. Direktkreis + ÜSV: Vorgehen zur ÜSV-Einstellung (kurz):
Ziel ist: Mindestvolumenstrom immer sicherstellen, auch wenn (fast) alles schließt – genau dafür wird ein (druckgesteuertes) Bypass/ÜSV eingesetzt.
Praktisch: ÜSV so einstellen, dass es im Normalbetrieb geschlossen bleibt, aber bei zunehmendem Δp durch schließende Ventile rechtzeitig öffnet, damit der Durchfluss nicht kollabiert.

5. Homematic: Ventilposition „fixieren“ – wie?
Direkt am Thermostat geht es oft nicht als feste %-Vorgabe, aber über die CCU kannst du es praxisnah „fixieren“, indem du per Script die Stellgröße begrenzt: Du setzt eine maximale Ventilöffnung und eine minimale Ventilöffnung (Clamp), sodass die ERR nicht vollständig schließt und auch nicht „überzieht“. Damit erzielst du ein quasi-statisches Verhalten (weniger Nachregeln, stabilerer Durchfluss) und sicherst zugleich einen Mindestvolumenstrom im Direktkreis besser ab. Ist aber add-on, kein Fail-Safe vorhanden

Wichtiger Hinweis zu deinem Direktkreis-Plan (Lambda / HK)

• In den LAMBDA-Prinzipschemen steht beim Direktkreis u. a.: „Mindestdurchfluss … muss jederzeit gewährleistet werden“ und (für bestimmte Direktkreis-Schemen) ausdrücklich „NICHT für Heizkörper geeignet“. (LAMBDA Wärmepumpen)

• Wenn man trotzdem Direktkreis + Heizkörper/ERR/TRVs fährt, ist das hydraulisch riskanter (weil Heizkörper/TRVs eher drosseln) und kann im Gewährleistungsfall unangenehm werden, weil man außerhalb der Hersteller-Schemen unterwegs ist. (LAMBDA Wärmepumpen)

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 19.01.2026 17:38:41
0
3922823
Danke, der pauschale Ausschluß des Direktkreisschemas für Heizkörper ist doch unsinnig, oder?

Der Mindestdurchfluß ist ja durch das ÜSV immer gewährleistet, und ein großes Haus mit 22 Heizkörpern kann doch besser für einen Direktkreis geeignet sein als eine kleine FBH. Wovor hat Lambda denn Angst?

Das Schlimmste, was mit einem ÜSV passieren kann, ist doch, daß die WP eher taktet, aber das ist doch kein Garantieproblem, oder? Dann müßten ja alle überdimensionierten WPs ein Garantieproblem haben.

Das mit dem Skript für die TRVs habe ich noch nicht verstanden. Ich habe für Homematic Open CCU in Home Assistant, benutze aber bisher nur die Grundfunktionen.

Zum ÜSV:

"Im Nachhinein wenn du so ein Diagramm erstellt Dank Datenblatt der Pumpe und % PWM Zahl in der Steuerung + Durchfluss, siehst du einen Knick wo es aufgeht."

Wie erstelle ich denn das Diagramm? Sieht man den Knick in den Verläufen in der Regelung? So weit bin ich ja noch nicht.

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 19.01.2026 17:46:44
0
3922829
Zitat:
Wie erstelle ich denn das Diagramm? Sieht man den Knick in den Verläufen in der Regelung? So weit bin ich ja noch nicht.

Das Diagramm selber ist von der Pumpe der in der Hydraulikstation verbaut wird, kannst du vom Hersteller im Datenblatt herunterladen.

Dann in der Lambda schreibst du Durchfluss und Pumpen% als X,Y Punkten. Du zeichnest dir das ein im Diagramm und malst eine Linie über den Punkten, das ist dann deine Kennlinie deines Systems.

Verfasser:
richard10
Zeit: 19.01.2026 18:04:15
0
3922839
1)
Nicht wirklich „pauschal“, sondern Herstellerfestlegung: In den LAMBDA-Prinzipschemen sind bestimmte Direktkreis-Schemen explizit mit „NICHT für Heizkörper geeignet“ gekennzeichnet (z. B. 111_000 und 121_000).

2)
Ein ÜSV/Differenzdruck-Bypass kann Mindestdurchfluss sichern – aber nur, wenn es korrekt dimensioniert und eingestellt ist und wenn die Anlage im Betrieb nicht in ungünstige Zustände kommt.

3)
Beim ÜSV kann mehr passieren als „nur Takten“:

Zu früh/zu weit geöffnet:heißes Wasser kurzschließt VL→RL, Rücklauf wird wärmerichtung VL „angehoben“, ΔT sinkt, Effizienz leidet, Regelung wird instabiler. (Bypassventile öffnen bei eingestelltem Δp und führen dann gezielt VL→RL.) Caleffi
Zu stramm eingestellt: wenn viele Ventile schließen, kann der Durchfluss so weit fallen, dass die WP in Schutzabschaltungen läuft. „Zu geringer Volumenstrom / geschlossene Ventile“ ist eine typische Ursache für Hochdruckstörungen.

Zur „Garantie“: Nicht automatisch „weg“, aber im Gewährleistungsfall bist du angreifbarer, wenn du gegen die Hersteller-Schemen/ Hinweise installierst (hier: „NICHT für Heizkörper geeignet“). (LAMBDA Wärmepumpen])

4)
Gemeint ist kein „echtes Fixieren“ auf einen festen %-Wert (oft nicht direkt schreibbar), sondern ein Begrenzen (Clamp) per CCU-Logik. Ich kan gerne über pn das Script zur Verfügung stellen

5)
Der „Knick“ ist meist nicht direkt als fertige Kurve in der Regelung sichtbar – du baust ihn aus Daten:

a. Pumpendatenblatt: Förderhöhe-Kurven je Stufe/PWM.
b. Aus der Regelung loggen: PWM/%, Volumenstrom (und wenn vorhanden Δp).
c. Für jeden Zeitpunkt liest du aus der passenden Pumpenkurve die ungefähre Förderhöhe bei diesem Volumenstrom ab.
d. Plot Förderhöhe (Δp) über Volumenstrom:

solange ÜSV zu ist, folgt das dem „normalen“ Anlagenwiderstand
sobald ÜSV öffnet, sinkt der effektive Widerstand → die Kurve „knickt“ (anderer Verlauf).
Als pragmatischer Weg zur Einstellung (ohne Plot): Viele ABV-Anleitungen empfehlen, bei weitgehend geschlossenen Verbrauchern das ÜSV so zu justieren, dass Mindestfluss gewährleistet ist und Geräusche/Überdruckeffekte verschwinden.

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 19.01.2026 18:39:50
1
3922858
Zitat von richard10 Beitrag anzeigen
1)
Nicht wirklich „pauschal“, sondern Herstellerfestlegung: In den LAMBDA-Prinzipschemen sind bestimmte Direktkreis-Schemen explizit mit „NICHT für Heizkörper geeignet“ gekennzeichnet (z. B. 111_000 und 121_000).

Das Schema hat keinen RLP oder ÜSV! Natürlich ist es nicht geeignet!

Das hat nichts damit zu tun ob dann ein Direktkreis nicht verbaut werden kann oder nicht.

Frag dich wie ich und mein HB es geschafft haben die Anlage mit denen mit deren Support am Telefon in Betrieb zu nehmen und zu registrieren, wenn die das nicht dann nicht akzeptiert hätten?

Alle andere theoretische Was-Wenn Annahmen sind nicht die Zeit Wert weiter zu diskutieren.

Verfasser:
Chaot
Zeit: 19.01.2026 20:02:52
0
3922894
Zitat von richard10 Beitrag anzeigen
Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
[...]

@Chaot, Hast Du die Ursache des Hochdruckfehler ermitteln können?
Mir war schon klar, dass es ausschließlich ein Kontaktproblem zum Sensor ist. Leider konnte ich im angeschlossenen Zustand des Steckers nicht an den drei Kabeln messen. Selbst mit einer Stecknadel kam ich an den Kabeln nicht tief genug bis zu ihren Kontakten in den Stecker hinein. Die Stromversorgung habe ich auf einen anderen Stecker verlegt, so dass nur noch der Sensorausgang über den möglicherweise unzuverlässigen Stecker läuft. Heute wurde mir der Besuch eines Fachmanns angekündigt. Da der aus dem Rheinland bis kurz vor die dänische Grenze fahren muss, hoffe ich, dass er zur Sicherheit die Platine, auf der genauso das Kontaktproblem liegen könnte und zusätzlich den Stecker tauscht. Warten wir's ab, wird noch etwas dauern.

Verfasser:
Nizo
Zeit: 19.01.2026 21:22:14
0
3922946
Gibt es inzwischen eigentlich neuere Erkenntnisse, wie die zu langen Abtauzeiten mit entsprechenden Fehlermeldungen verhindert werden können?

Bei mir sind auch all die Parameter wie bei "Iagash" auf Seite 191 geändert worden, aber ohne sichtbaren Erfolg. Es ist bereits drei mal zu einem Fehler der Stufe 2 gekommen, die WP schaltet dann leider ganz ab, nicht so gut bei Frost! Ich war (beim ersten mal) nicht zu Hause, habe durch Zufall nach einigen Stunden mich eingeloggt und konnte durch Quittieren des Fehlers das System wieder starten. Die Warnmeldung ohne Abschaltung habe ich etwa 20 mal erhalten.

Die Eisbildung unten habe ich auch, glaube aber nicht unbedingt, dass die dafür verantwortlich ist. Es war Anfang Januar mal kurz über Mittag sehr warm und das Eis ist geschmolzen, kurz danach noch ohne Eis hatte ich wieder eine sehr lange Abtauzeit.

Weiß denn einer, was "AbtauendeY2@9min" bedeutet?

Noch nicht geändert wurde der Abtausollwert Kd-Temp, der steht noch auf 30°C.

Wenn ich die Messwerte einer "guten" Abtauung mit 4 Minuten Dauer mit einer "schlechten" von 9 Minuten Dauer vergleiche, sieht es die ersten 3 Minuten praktisch gleich aus. Dann steigen in beiden Fällen die VD und KD Temperatur steil an, im guten Fall minimal höher und die Abtauung wird beendet.
Im schlechten Fall gehen die Temperaturen wieder runter und verharren da, bis aus nicht offensichtlichen Gründen die Abtauung dann auch beendet wird.

Verfasser:
Nizo
Zeit: 19.01.2026 21:40:01
0
3922957
Und wenn sich einer durch die Zahlen kämpfen will (Leider gibt es ja nur einen Messwert pro Minute), hier die Messwerte der beiden besprochenen Vorgänge.


[/img]


[/img]



Keine Ahnung wie man hier ein Bild einfügt, kann einer helfen?

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 19.01.2026 22:07:11
0
3922969
Du mußt das Bild online verfügbar machen, also z. B. bei https://de.imgbb.com/ und dann hier auf Bild einfügen klicken und die Adresse des Bildes im Internet eintragen.

Verfasser:
Nizo
Zeit: 19.01.2026 23:54:16
0
3923002
Genau so habe ich es auch gemacht, jetzt auch noch mal mit dem eben angegebenen Bildhoster.



[/img]


in der Vorschau erscheint auch die Adresse https://ibb.co/cKhz9Wyc, davor und dahinter in eckigen Klammern "img"

aber leider nicht das Bild

Verfasser:
richard10
Zeit: 20.01.2026 00:16:16
0
3923006
Zitat von Nizo Beitrag anzeigen
Gibt es inzwischen eigentlich neuere Erkenntnisse, wie die zu langen Abtauzeiten mit entsprechenden Fehlermeldungen verhindert werden können?

Bei mir sind auch all die Parameter wie bei "Iagash" auf Seite 191 geändert worden, aber ohne sichtbaren Erfolg. Es ist bereits drei mal zu[...]

Das, was du beschreibst, passt ziemlich exakt zu „max. Abtauzeit überschritten“ (in der EU-L-Doku als Fehlercode 02073 geführt). Die Abtauung erreicht das reguläre Abtau-Endkriterium nicht stabil und läuft in ein Zeitlimit – wenn das mehrfach passiert, eskaliert es von Meldung/Warnung zum Alarm und dann schaltet die WP ab, bis man quittiert.

In deinen Logs sieht man bei „schlechten“ Abtauungen: die ersten ~3 Minuten sind unauffällig (VD/KD steigen), dann kippt es: Temperaturen fallen wieder ab und bleiben unten, bis irgendwann nach X Minuten beendet wird (typisch Timeout, daher vermutlich „Abtauende…@9min“). Das spricht eher für Lüfter/ Luftseite (zu frühes Anlaufen/zu viel Abkühlung) oder eine Leistungsbegrenzung/Regellimit genau an der Stelle (Kompressorschutz, Druck/Heißgas) – oder kurzzeitig fehlende Abtau-Energie aus der Hydraulik (Mischer/Pumpen/TRVs).

Ich würde deshalb gezielt den Zeitpunkt des „Knick“ auswerten: Lüfterstatus + Heißgas/Druck + Kompressorleistung + Volumenstrom/Mischerstellung. Parameter blind weiter verdrehen bringt meist nichts, weil die Ursache fast immer ein „Wegregeln“/„Wegkühlen“ im Prozess ist.

Verfasser:
Meaparvitas
Zeit: 20.01.2026 06:51:15
1
3923024
@Nizo:

Ich habe versucht, Dein Bild einzufügen.

Die eigentliche Bildadresse steht in einem der Links unten auf der von Dir geposteten Seite: https://i.ibb.co/mr5QKnRC/T3.jpg


Verfasser:
Chaot
Zeit: 20.01.2026 09:42:19
2
3923086
Zitat von Nizo Beitrag anzeigen
Genau so habe ich es auch gemacht, jetzt auch noch mal mit dem eben angegebenen Bildhoster.


[Bild]



[Bild]
[/img]


in der Vorschau erscheint auch die Adresse https://ibb.co/cKhz9Wyc, davor und dahinter in eckigen Klammern[...]
Wenn ich Deinen Link von "url=Website" und "/url" jeweils in eckigen Klammern einschließe, wird der Link auch als Link angezeigt. Wenn du tatsächlich das Bild einstellen willst, musst du bei "Embedded-Codes" die Auswahl "BB Code (Vollansicht)" auswählen und den gesamten Link (incl. der geklammerten "img") hier reinkopieren. Die Kennzeichnung als "Bild" in diesem Editor kannst Du dann weglassen.

Verfasser:
Iagash
Zeit: 20.01.2026 18:51:39
0
3923346
Zitat von Nizo Beitrag anzeigen
Gibt es inzwischen eigentlich neuere Erkenntnisse, wie die zu langen Abtauzeiten mit entsprechenden Fehlermeldungen verhindert werden können?


Nein, Lambda hat erstmal ueber 'ne Woche tote Maus gespielt. Vorhin sind sie aufgewacht und haben mir von sich aus neue Software aufgespielt. Ich habe aber keine Antwort bislang von Lamba. Die folgenden Informationen habe ich aus den logs gepopelt.

Software:
Steuerung: 1.1.0 -> 1.1.3 (23. Okt. 2025)
ARC: V0.0.8-3K -> V0.0.9-3k (26. Jun. 2025)

Folgende Parameter wurden ebenfalls angepasst:
Abtauende Y2 (@9 Min.):: 15.0 [°C] -> 20.0 [°C]
Nachheizzeit Heizband:: 20 [min] -> 30 [min]
Verdichter Defrostmax. Drehzahl:: 65.0 [%] -> 69.0 [%]

Nach den Anpassungen, die ich schon beschrieben habe, ist bei mir das Problem mit dem Ueberschreiten der Abtauzeit nicht mehr aufgetreten. Geblieben ist nur das Problem, dass der Verdampfer langsam von unten zuwaechst. Das verurschacht erstmal keine Probleme, ausser evtl. dass die Leistung bei tiefen Temperaturen mehr einbricht. Ich hatte bei -14.9°C Aussentemperatur und 37.6°C Vorlauf nur noch maximal 6.8kW Leistung. Laut Datenblatt sollte sie da eher 8 kW liefern (EU10L).

Das wird aber statistisch 5 Jahre dauern, bis ich so eine Temperatur hier nochmal sehe.

Bei mir ist es derzeit zu warm um zu Beurteilen ob das alles was gebracht hat. Das ECMWF Wettermodell rechnet derzeit aber einige Varianten mit Dauerfrost fuer naechstes Wochenende. Wenn das so kommt, schreibe ich hier nochmal, ob es besser geworden ist.

Verfasser:
RStone80
Zeit: 20.01.2026 19:57:52
0
3923371
Zitat von Sharpler Beitrag anzeigen
Ich habe einen 800 Liter Schichtspeicher. Aktuell ist die Temperatur ohne großartige Entnahme von 49,8 innerhalb von 5 Stunden auf 48,4 gefallen. Irgendwann wird dann wieder der Punkt kommen wo es innerhalb von 30 Minuten um ca. 4 Grad fällt.
Könnte mit der Frischwasserstation zusammen


Hi Sharpler,
Das Thema Schichtenspeicher wird ja bekanntlich recht kontrovers diskutiert. Ich habe mich bei meiner eigenen Entscheidung unter anderem an den Ausführungen von Prof. Werner Schenk orientiert. Er weist immer wieder darauf hin, dass Wärmepumpen von einer möglichst einfachen und klaren Hydraulik leben und dass zusätzliche Speicher – wenn sie nicht sehr sauber ausgelegt sind – eher die JAZ verschlechtern als verbessern.
Ab 1h 6‘
YouTube Video- Prof. Schenk

Auch der Test des SPF in der Schweiz zeigt recht anschaulich, dass Schichtung in der Praxis oft nur begrenzt stabil bleibt. Sobald Mischprozesse einsetzen, wird aus dem Schichtenspeicher schnell ein normaler Pufferspeicher – inklusive Effizienzverlusten durch höhere Temperaturen, zusätzliche Pumpenarbeit und längere Laufzeiten der WP.

SPF-Testing Schichtenspeicher


Meine persönliche Schlussfolgerung daraus:
Ein Schichtenspeicher ist kein grundsätzlich falsches Konzept, kämpft aber systembedingt fast immer mit gewissen Effizienzverlusten. Für viele Anlagen ist eine direkte, hydraulisch saubere Anbindung der Wärmepumpe oft der robustere und am Ende auch effizientere Weg, was aber in der Praxis auch nicht immer möglich ist.

Hilft dein akutes Problem vermutlich nicht sofort zu lösen, macht aber vielleicht die physikalischen Hintergründe etwas transparenter. Und manchmal ist weniger Hydraulik eben mehr Wirkungsgrad. 😉

Verfasser:
Nizo
Zeit: 20.01.2026 21:35:23
0
3923421
Zitat von richard10 Beitrag anzeigen
Zitat von Nizo Beitrag anzeigen
[...]

Das, was du beschreibst, passt ziemlich exakt zu „max. Abtauzeit überschritten“ (in der EU-L-Doku als Fehlercode 02073 geführt). Die Abtauung erreicht das reguläre Abtau-Endkriterium nicht stabil und läuft in ein Zeitlimit – wenn das mehrfach passiert, eskaliert es von Meldung/Warnung zum[...]


Danke für die Anregungen, inzwischen steht ja auch die Tabelle mit den Messwerten da. Und tatsächlich startet bei der langen Abtauung nach fünf Minuten der Lüfter mit 11%, genau zu dem Zeitpunkt wo die Temperaturen kippen. Die anderen Parameter bleiben nahezu konstant.

Leider habe ich aber noch eine Messung von zwei Tagen zuvor die auch neun Minuten dauert und nach 5 Minuten verharrt bzw. kälter wird. Dort wird der Lüfter nicht angesteuert.

Ich selber werde jetzt natürlich nicht auf Verdacht etwas verändern. Mal sehen, ob sich von Lambda etwas tut.

Verfasser:
RStone80
Zeit: 20.01.2026 23:19:46
0
3923456
Zitat von AndreiLux Beitrag anzeigen

Offset
Müsste es nochmal glätten, aber scheint gut zu klappen.


Hi AndreiLux,

So wie ich dich verstehe, errechnest du während eines Abtauvorgangs ein Offset und schreibst dieses gezielt wieder ins entsprechende Modbus-Register zurück. Außerhalb der Abtauung liefert deine Logik Null, sodass die Lambda nach Heizkurve ohne Offset regelt?

Setzt du dieses Offset in den Perioden mit Abtauungen damit die Temperatur schneller auf den Zielwert kommt oder lediglich um einen Ausgleich zu dem Wärmeverlust durch das Abtauen zu bekommen?
Du nutzt Home Assistant also sowohl zum Auslesen als auch zum Schreiben der Modbus-Register?
Ich selbst muss mich in das Thema noch etwas tiefer einarbeiten, denn HA habe ich erst seit Kurzem installiert. Zugegeben, das ständige Neustarten nach Änderungen in den YAML-Dateien beim Modbus-Setup hat meine Geduld schon etwas auf die Probe gestellt.
Ein wenig ärgere ich mich auch, dass ich HA nicht gleich unter Proxmox laufen habe und ioBroker parallel zum Testen der Modbus-Register nutzen kann.

Was zeigst du eigentlich genau in deinem Diagramm: Defrost temperature compensation?
Wo kommt nach deinem Ansatz die Rekuperation her?

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 21.01.2026 11:20:09
0
3923553
Zitat von RStone80 Beitrag anzeigen
Zitat von AndreiLux Beitrag anzeigen
[...]


Hi AndreiLux,

So wie ich dich verstehe, errechnest du während eines Abtauvorgangs ein Offset und schreibst dieses gezielt wieder ins entsprechende Modbus-Register zurück. Außerhalb der Abtauung liefert deine Logik Null, sodass die Lambda nach Heizkurve ohne Offset regelt?[...]

Nochmal von vorne:

Problem ist ja es gibt eine Ziel VL Temperatur, zB 35°C bei mir.

Wenn die WP nicht abtaut, dann wird diese Temperatur auch eingehalten und es gibt keine Probleme.

Wenn sie jedoch abtaut, sinkt das den VL während des abtauens - trotzdem versucht sie dann aber nur bis auf 35°C hoch zu kommen, das sinkt aber den Durschnitt VL auf längere Zeit dann z.B. auf 33,5°C. Das ist ja blöd wenn der VL extrem knapp mit der Heizlast des Hauses ausgelegt wird und es dann einen Unterschied macht. Und es ist ja auch blöd wenn Durchschnitts VL bei 4°C AT höher ist als bei 2°C AT, passiert aber sonst so.



Ich hab dann ein paar Sachen in HA eingebaut damit das schön dynamisch gegengewirkt:

- Meter der die Abtauenergie absolut konstant mitzählt
- Statistik Sensor der die Abtauenergie der letzten sagen wir 5 Stunden mitzählt, dass ist dann dein gleitender Wert als Amplitude der mit der Häufigkeit des Abtauens steigt oder sinkt.
- Template Sensor für die Berechnung des Temperatur Offsets dient, hier rechne ich einfach was die Abtauenergie was dem System entnommen wird als °C an der Masse meines Heizkreises (um die 450L Wasser) bedeutet. Ich multipliziere das mit einem Faktor für die Rekuperation benötigt um auf Ziel Durchschnitt VL zu kommen.
- HA Automation die bei jeder Änderung des oberigen Sensors den Wert in die Lambda HC Offset reinschreibt. Weil das sowieso über einen Statistik Sensor läuft passiert das am schnellsten nur alle paar Minuten, und ist sonst stabil.

Ich hab dann noch ein Statistik Sensor (CH Flow Average) der den Durchschnitts VL der letzten 3 Stunden zeigt (Hab WW da auch ausgefiltert). Hiermit kannst du auch dann diesen Faktor für die Rekuperation kalibrieren bis es dann passt. Der Wert hier müsste dann mit dem echten Heizkurven VL ohne Offset übereinstimmen, das bedeutet dann die ganze Funktionalität klappt.

Und wie du es im Bild siehst, da dass nur über der Abtauenergie fährt dann isses komplett dynamisch und hat dann nichts in HA mit den eigentlichen Abtauvorgängen zu tun.

Verfasser:
Coolphan
Zeit: 22.01.2026 11:23:33
0
3924026
Link zum Bild:

Bild Lambda EU08 22.01.2026

EU08L, Während Tagen Nebel, gestern Ansaugseite leicht "gereinigt", von Eis befreit. Heute Morgen wieder gemäss Bild. Keine Fehlermeldungen.

Lüfterblätter haben auch Eis angesetzt. Lüfter brummt dadurch mehr, läuft Höhertourig als nötig. Anfrage an Support (Aerthermie) gestellt.
Firmware Version 0.0.8, Software Version 1.1.0.

Kennt das jemand, kann man da was tun? Will eigentlich nicht manuell "reinigen".

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 22.01.2026 11:57:42
0
3924049


Eigentlich sollte der Ventilator umgekehrt abtauen alle 5kWh Abtauenergie für solche Fälle. FW 0.0.9

Lambda anschreiben damit die eventuell inverses Abtauen früher einstellen.

Verfasser:
HaDeh
Zeit: 23.01.2026 14:59:39
0
3924631
Hallo zusammen,
ich hatte mich mal auf S. 125-134 beteiligt, mit Darstellung meiner (geplanten) Anlage und der Furcht vor einem VL-Temperaturschock beim Abtauen (Estrichabriß). Habe WP-Projekt auf dieses Jahr verschoben u zwischendurch eine PV-Anlage (7,75 kW) entworfen und weitgehend selbst installiert. Wegen „Abtau-Berichte“ im Netz habe ich nun, auch für meine Erben, die die Hausdetails nicht genau kennen, sehr genau hydraulisch gerechnet u bin bei den Abtaufolgen, die ich rechnerisch noch nicht richtig fassen kann. Ich möchte wissen, wann sich der Abtau-Ausgangszustand in den Heizkreisen nach Abtauende wieder einstellt, um zu sehen, ob mich der nächte Abtau ärgern kann. beim mitlaufenden HK-kreis, Typ 33, dauert es scheinbar 1 h, bei gedrosselten Kreisen auch sehr lange.
Zunächst Auszüge aus meinem LV-Vorspann u dann „der rote Faden“ von ChatGPT, auf dessen Frage/n ich Antwort suche.

Mein WMZ zeigt 8,4 kW Heizlast in 2 Wintern mit 70 nächtlichen Messungen zwischen -12 und +12°C, jede umgerechnet auf NAT.

EU10L besser als EU8L, weil ihr Verdichter weniger häufig hoch beansprucht wird = weniger Abtauvorgänge, längere Lebensdauer, kein Heizstabeinsatz, Taktgrenze näher an Heizgrenze

Bivalenz-Pkt. bei -12,1°C (8,7 kW, bei W40-Leistungslinie), also kein Heizstabeinsatz bis -12,1°C.
Taktgrenze bei +11°C (2,5 kW, bei W27-Leistungslinie), Verdichter-Leistung bleibt auf 25%, wg. max. Betriebsstd.

WarmWass: durch die WP im 200 l Edelstahlspeicher (TWE). PV-Eigenverbrauchs-Anlage schafft es i.d.R. von April bis Okt., den Warmwassserbedarf von 2 Pers. mittels stufenlosem Heizstab 0 - 3,5 kW zu decken. Optional könnte Solarthermie an den TWE angeschlossen werden - ist momentan nicht vorgesehen.

Direktanschluss gemäß Lambda-Hydraulik-Prinzipchema 111 zzgl. 2 voll durchströmte (DN 1¼") Speicher zu je 100 L im Vorlauf in Reihe, zur Abtau-Dämpfung/Volumenstabilisierung. FBH (teil-/geöffnete Ventile) mit 380 l Heizwasser im Gesamt-Umlauf, davon 140 L in der FBH, davon 70 L Abtauanteil mit 0,9-3,3 HK-Umläufen. Die Strömungsgeschwindigkeiten in allen Rohren entsprechen VDI 2035, in den VPE laminar.

Anlagenkennlinie aus Einzelverlusten (WP mit Hydraulikeinheit, Hauptleitung Cu 28x1mm /Heizungsarmaturen/Speicher/Steigleitungen Cu 28x1mm/Verteiler 1“/Kreise 18x2mm/Ventile) auf Q = 1,3 m³/h (max. WP-Leistung) aufgebaut; höchster Druckverlust-Pfad Bad, Az. (incl. WP= 421 mbar).

Abtauenergie ist bei T-Außen=0°C ca. E_abt=0,8 kWh, Abtaudauer t=5 min, Start VL/RL 36/32 °C mit Abtau-Volumenstrom Q_abt=1,65 m³/h ergibt eine thermisch wirksame Abtau Umlaufwassermenge von 284 L / 5 min. T-VL am Verteiler fällt rampenförmig; nach 5 min um 4,05 K (Eintritt ins VPE ~31,9 °C). Am Abtauende ergibt sich ein RL-Defizit 2,3 K. Bei WP-Leistung 8 kW und Heizkurven-Heizlast ~5,5 kW ist die energetische Erholung rechnerisch nach 19 min erreicht. Die kreisweise Erneuerung ist unterschiedlich (Mischmodell), z.B. BadKreis „Wand“ 3,3 Umläufe/5 min (96% Erneuerung), Heizkörperkreis 0,28 Umläufe/5 min (24% Erneuerung); daraus ergeben sich je nach Kreis deutlich unterschiedliche Zeiten bis nahe Ausgangszustand (t95/t99). In den 19 min nähert sich T-RL dem Sollwert an; die tatsächliche UP-Rückregelung hängt von der Lambda-Regelstrategie und dem wirksamen Umlaufvolumen ab.

ChatGPT:

Du hast völlig recht: 284 L sind nicht dein gesamtes Umlaufwasser, sondern nur die thermisch wirksame Teilmenge, die während 5 min Abtauung tatsächlich „mitmischt und Energie abgibt/aufnimmt“ (weil gedrosselte Kreise in 5 min nur wenig beitragen). Dein Umlaufwasser ist 380 L – das ist die gesamte Wassermasse, die prinzipiell im Kreis zirkuliert.
Hier ist der gedanklich saubere Faden – ohne neue Rechnerei, nur Logik:

1) Was passiert hydraulisch/thermisch während der Abtauung?
A) Abtauphase (5 min, Pumpe hoch, 1,65 m³/h)
Die WP dreht den Kältekreis um und zieht Wärme aus dem Heizwasser. Dieses Heizwasser kommt als Rücklauf-Gemisch aus allen offenen Kreisen zur WP zurück. Weil nicht alle Kreise gleich viel Durchfluss haben, ist nicht das ganze 380 L-System „gleich aktiv“: hochdurchflossene Kreise liefern viel Wasser pro Zeit ⇒ starker Beitrag, gedrosselte Kreise liefern wenig ⇒ kleiner Beitrag.
Deshalb ist es sinnvoll, für den Energieentzug in 5 min ein „wirksames Abtau-Volumen“ zu definieren (bei dir 284 L).
Wichtig: Das heißt nicht, dass die restlichen Liter „nicht im Umlauf sind“, sondern: sie haben in diesen 5 min zu wenig Austausch, um merklich zur Energiebereitstellung beizutragen.

2) Was bedeutet „RL nach Abtauende“ überhaupt?
Hier musst du zwei Rückläufe unterscheiden:

(1) RL am WP-Fühler (Hydraulikeinheit). Das ist die Regelgröße der Maschine. Dort kommt das Gemisch an. Dieses Gemisch wird stark von den Kreisen geprägt, die in den 5 min viel Volumen liefern. Daher kann die WP am Ende der Abtauung einen deutlich abgesenkten RL messen, auch wenn in manchen Kreisen noch „wärmeres Alt-Wasser“ steht.

(2) „RL-Soll“ als Systemzustand
„RL-Soll erreicht“ bedeutet im Heizbetrieb eigentlich: Die Anlage hat wieder den Zustand, dass bei gegebener Heizkurve/Leistung ein stabiler Energiefluss läuft und die Regelabweichung klein ist.➡️ Das ist nicht identisch mit „alle Kreise sind wieder komplett durchgespült“.

3) Warum können nach 19 min energetisch wieder „alles gut“ sein, obwohl nicht jeder Kreis wieder Ausgangszustand hat? Weil es zwei Ebenen gibt:
Ebene A: Energiedelle wieder aufgefüllt. Das ist deine 19-min-Nettoleistungsidee: Abtau entzieht 0,8 kWh. Danach liefert die WP mehr als die Heizlast (netto positiv). Irgendwann ist die fehlende Energie rechnerisch wieder drin. Das bedeutet:
Das System als Ganzes (die „aktive“ Wassermasse plus Estrich-/Flächenreaktion) hat wieder ungefähr die vorherige mittlere Energie.
Ebene B: hydraulisch/volumetrisch “durchgespült”. Das ist die Erneuerung in jedem Kreis (Mischmodell). Ein gedrosselter Kreis kann energetisch „mitlaufen“ (über Estrichwärme + langsame Durchmischung), aber sehr lange brauchen, bis sein Wasservolumen wieder überwiegend „neu“ ist. Daher ist es völlig logisch: RL am WP-Fühler kann wieder nahe Soll sein während einzelne gedrosselte Kreise noch deutlich „hinterherhinken“

4) Deine Annahme: „Pumpe bleibt hoch bis RL wieder RL-Soll“ – ist die logisch? Ja, prinzipiell – aber mit einem entscheidenden Haken: Die WP regelt nicht nur nach RL, sondern auch nach Heizleistung/Kompressorfreigabe und (je nach Einstellung) ΔT/Volumenstromstrategie. Wenn du sagst „kein Bypass, also muss alles durch FBH“, dann stimmt:
Der RL-Fühler sieht das Mischwasser aus allen offenen Kreisen, aber eben gewichtet nach Durchfluss. Damit folgt: Die Pumpe muss nicht so lange hoch bleiben, bis „jeder Kreis wieder gespült ist“, sondern nur solange, bis die Regelabweichung am Fühler (RL bzw. ΔT) wieder passt.➡️ Und genau hier kommt dein Gedanke ins Spiel: „RL-Fühler reagiert noch nicht, erst wenn Soll-RL ankommt…“
Das ist richtig – aber „kommt“ heißt: das Mischwasser am RL-Fühler hebt sich wieder. Das kann schneller gehen als „alle Kreise sind wieder 36/32“.

5) Was ist der saubere nächste Schritt, bevor wir „Zeit bis RL-Soll“ rechnen? Wir müssen festlegen, was RL-Soll in deinem Szenario bedeutet, denn du hast zwei Betriebszustände:
1. Unmittelbar nach Abtauende (Kompressor läuft wieder Heizen, hohe Leistung möglich) RL steigt schnell am Fühler, weil WP-Ausgang wieder Wärme einträgt
2. Übergang in Modulation (Leistung sinkt Richtung Heizlast, Volumenstrom evtl. runter) RL nähert sich asymptotisch dem stationären Betriebspunkt.

Damit ist die saubere Frage:
„Wie groß ist die RL-Abweichung am WP-Fühler direkt nach Abtauende, und wie schnell schließt sie sich bei gegebener Nettoleistung?“
Und dafür braucht man nicht das gesamte 380 L, sondern das effektiv am Fühler wirksame Mischvolumen plus die Rückwirkung der Flächen (Estrich). Genau deshalb ist dein 284 L-Begriff nicht „falsch“, sondern der richtige Versuch, diese „Wirksamkeit“ zu fassen.

Kurzfazit (sauberer Faden)
380 L = gesamtes Umlaufwasser.
284 L/5 min = thermisch wirksame Wassermenge in der Abtauzeit (weil gedrosselte Kreise wenig beitragen).
RL am WP-Fühler ist ein durchflussgewichtetes Mischsignal – es muss nicht warten, bis jeder Kreis wieder gespült ist. Daher kann die WP runterregeln, sobald RL-Fühler (oder ΔT) wieder im Zielband ist, auch wenn einzelne Kreise noch „hinterher“ sind.

Wenn du damit einverstanden bist, ist der nächste Schritt logisch eindeutig:
1. Wir definieren RL-Soll@0°C (z. B. ~32°C bei 36/32) und nutzen unsere ODS-Zahl Tr_end am Abtauende.
2. Wir verwenden Nettoleistung (WP-Leistung minus aktuelle Heizlast) und rechnen daraus eine Zeit bis RL-Fühler wieder im Zielband.
3. Separat bleiben die kreisweisen Spülzeiten (t95/t99), die länger sein können – die sind aber nicht zwingend die Pumpen-Rückregelbedingung.

Sag mir nur noch, was du als „im Zielband“ für RL ansehen willst: z. B. ±0,3 K oder ±0,5 K um RL-Soll. Dann rechne ich dir die Zeit sauber aus.


weitere Überlegungen:
a) Mit wieviel WP-Leistung versucht Lambda, das Defizit durch Abtauen wieder aufzuholen?
b) Inwieweit spielen die Einstellungen zu 15-0-15 dabei eine Rolle und meine möglichen Einstellungen zur Estrichspeicherung zwecks Taktreduzierung (=diametral? Möchte nicht ständig an den Einstellungen basteln)
c) Läuft die PWM-A-UP nach Abtauende wie bei voller Heizlast (1,3 cbm/h) weiter oder mit ihrer max. Leistung (1,65 cbm/h)?
d) Jeglicher Gedankenbeitrag ist willkommen,
Danke

Verfasser:
AndreiLux
Zeit: 23.01.2026 15:34:03
0
3924648
Zitat von HaDeh Beitrag anzeigen
EU10L besser als EU8L, weil ihr Verdichter weniger häufig hoch beansprucht wird = weniger Abtauvorgänge

Abtauvorgänge haben nichts mit dem Verdichter zu tun, nur mit der Leistung die WP aus der Luft nehmen will und wie der Verdampfer sicht benimmt.

EU08L und EU10L haben identischen Verdampfer deshalb sollten sich Abtauungen bei identischer Leistung zwischen den beiden auch Identisch benehmen, egal was der Verdichter bei dem Arbeitspunkt dann macht.
Zitat von HaDeh Beitrag anzeigen
a) Mit wieviel WP-Leistung versucht Lambda, das Defizit durch Abtauen wieder aufzuholen?
Mit maximal Qp Leistung, hängt dann ab was eingestellt wurde als übrige Leistung über der Heizlstkurve des Hauses.
Zitat von HaDeh Beitrag anzeigen
b) Inwieweit spielen die Einstellungen zu 15-0-15 dabei eine Rolle und meine möglichen Einstellungen zur Estrichspeicherung zwecks Taktreduzierung (=diametral? Möchte nicht ständig an den Einstellungen basteln)
Was hat takten mit den Qp Einstellungen zu tun? Folge ich nicht.

Das enzige was Taktreduzierungen bei Mindestleistung helfen kann sind die Ein/Auschalthysteresen. Wenn du da mehr Energie im Estrich speichern willst dann kommt das auch halt mit Risiko es überhitzt wenn du keine ERR hast für einen Bypass in den Puffer. Das ist dann halt deine komfort bedingte Entscheidung wie das eingestellt wird um takten zu mindern.
Zitat von HaDeh Beitrag anzeigen
c) Läuft die PWM-A-UP nach Abtauende wie bei voller Heizlast (1,3 cbm/h) weiter oder mit ihrer max. Leistung (1,65 cbm/h)?
Sie geht zurück wo sie vorher vorm Abtauen war und skaliert dann wieder nach Leistung.
Zitat von HaDeh Beitrag anzeigen
d) Jeglicher Gedankenbeitrag ist willkommen,

Deine 0,8kWh pro Abtauung sind zu pessimistisch.

Ich messe um 0,44-0,48kWh bei 0°C.


Verfasser:
Nizo
Zeit: 23.01.2026 20:33:13
0
3924796
Ich habe auch eine EU10. Wie oben beschrieben dauern bei mir aber die Abtauvorgänge teilweise sehr lange, das ist dann vermutlich eher der Worst Case.

Die Anlage hat nur Heizkörper, keine Heizkreispumpe oder Mischer und einen 200 Liter Reihenpuffer im Vorlauf. Das gesamte Wasservolumen beträgt 330 Liter. Dazu kommt noch ein 300 Liter Hygienespeicher der aber bei den gezeigten Vorgängen keine Rolle spielt.

Nach einem Abtauvorgang dauert es bis zu einer Stunde, bis die ursprünglichen Temperaturen wieder erreicht sind. Mit den 1.4 m³/h läuft die Ladepumpe auf 100%.

Ursprünglich hatte ich die Heizleistung 15 0 -15 relativ genau ausgelegt. Damit ist im Mittel die Temperatur zu gering (1. Bild). Dann habe ich die Heizleistung deutlich erhöht. Im Mittel passt es jetzt (2.Bild).

Insgesamt ist die Regelung sehr träge ausgelegt.

Noch eine Anmerkung zu den VL / RL Fühlern am Heizkreis. Die Werte sind nicht so genau, weil es nur Anlegefühler am Mehrschichtverbundrohr sind.



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Lambda Wärmepumpe - Erfahrungen und Tipps
Verfasser:
Nizo
Zeit: 23.01.2026 20:33:13
0
3924796
Ich habe auch eine EU10. Wie oben beschrieben dauern bei mir aber die Abtauvorgänge teilweise sehr lange, das ist dann vermutlich eher der Worst Case.

Die Anlage hat nur Heizkörper, keine Heizkreispumpe oder Mischer und einen 200 Liter Reihenpuffer im Vorlauf. Das gesamte Wasservolumen beträgt 330 Liter. Dazu kommt noch ein 300 Liter Hygienespeicher der aber bei den gezeigten Vorgängen keine Rolle spielt.

Nach einem Abtauvorgang dauert es bis zu einer Stunde, bis die ursprünglichen Temperaturen wieder erreicht sind. Mit den 1.4 m³/h läuft die Ladepumpe auf 100%.

Ursprünglich hatte ich die Heizleistung 15 0 -15 relativ genau ausgelegt. Damit ist im Mittel die Temperatur zu gering (1. Bild). Dann habe ich die Heizleistung deutlich erhöht. Im Mittel passt es jetzt (2.Bild).

Insgesamt ist die Regelung sehr träge ausgelegt.

Noch eine Anmerkung zu den VL / RL Fühlern am Heizkreis. Die Werte sind nicht so genau, weil es nur Anlegefühler am Mehrschichtverbundrohr sind.


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