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Foren
Pufferspeicher mit strömungsberuhigten Anschlüssen gesucht
Verfasser:
Bernd_S.
Zeit: 23.11.2022 22:22:10
0
3426132
Hallo liebe 'Haustechniker',

ich bin neu hier im Forum. Vor 4 Wochen habe ich mir eine Wärmepumpe eingebaut.
Nun zeigt sich im Betrieb, dass die Wärmepumpe zwar auf sehr geringe Leistung herunter modulieren kann, dass dann aber der von mir gemessene COP merklich einbricht.

Deshalb möchte ich die WP bei geringem Wärmebedarf mit etwas höherer Leistung und besserem COP taktend fahren.

Hier im Forum wird immer wieder argumentiert, dass ein Pufferspeicher die Effizienz der Anlage negativ beeinflusst. Deshalb schreibe ich gleich mal vorsorglich:

Ich will den Puffer zur Steigerung der Effizienz nutzen. Ich habe nicht vor, ihn als hydraulische Weiche zu betreiben, um dann die Rücklauftemperatur der WP anzuheben oder die Vorlauftemperatur der Heizkreise herunterzumischen. Der Puffer wird in die Regelung der Anlage (RaspberryPi) eingebunden und geeignet über Ventile gesteuert.

Wichtig für einen effizienten Betrieb ist, dass die Wärmeschichtung im Pufferspeicher funktioniert. Ich habe mir Speicher angesehen, die haben meistens viele Anschlüsse in verschieden Höhen, aber zur Strömungsberuhigung scheinen da keine Maßnahmen vorhanden zu sein.

Der von mir benötigte Pufferspeicher (Größenordnung 1 m³) muss nur oben und unten je einen Anschluss haben. Die Anschlüsse müssen aber geeignet strömungsberuhigt sein, so dass beim Einströmen mit z.B. 1m³/h die Wärmeschichtung erhalten bleibt. Kennt jemand solche Pufferspeicher oder hat vielleicht sogar Erfahrungen damit und kann mir einen Tipp geben?

Bernd

Verfasser:
Thomas18TE
Zeit: 23.11.2022 23:03:23
1
3426157
Es gibt Puffer mit Schichtleitkanälen/blechen usw. wenn du das wirklich total minimieren willst, solltest du einen Puffer mit einer Wärmetauscherspirale nehmen. Diese sollte dann aber WP tauglich sein also >10m² Tauscherfläche haben so macht du keinerlei Schichtung kaput.

Aber hast du mal überlegt, wieviel m³ dein Estrich hat. Dein 1m³ Puffer wird da nichtmal 10% davon ausmachen.

Verfasser:
naranja
Zeit: 23.11.2022 23:19:27
0
3426170
Nachdem ich Überlegungen, für meine neue Wärmepumpenanlage einen Hygienespeicher mit eventuell sogar 2 Wärmetauscherwendeln zu verwenden, aus Gewichts- und Kostengründen verworfen habe, ist es eine simple "Tonne" mit Anschlüssen in verschiedenen Höhen geworden.
Ich verwende den Puffer allerdings erstmal nur als Speicher für Heizungswasser zum Betrieb der Frischwasserstation. Diese habe ich ganz oben im Deckel und ganz unten angeschlossen. Um eine Schichtung ohne Verwirbelung zu erreichen, habe ich in die 1 1/2-Zoll-Stutzen 40mm Mehrschichtverbundrohr eingeführt, welches ich am vorderen Ende verschlossen und seitlich mit Bohrungen versehen habe. Der Gedanke dazu war, dass sich die starke Strömung am Einlass/Auslass innerhalb des Rohres auf viele kleine Öffnungen verteilt.
Inzwischen ist die Anlage fertig und die aufgezeichneten Temperaturverläufe in den verschiedenen Höhen geben mir recht, dass es funktioniert.
Durch die 90-Grad-Anordnung der Stutzen musste ich allerdings die Rohre leicht biegen, damit sie in der Mitte des Puffers aneinander vorbeigehen. Nebeneffekt ist eine gegenseitige Stabilisierung, sodass niemals eine ungewollte Verdrehung stattfinden kann.

Verfasser:
Bernd_S.
Zeit: 23.11.2022 23:32:28
0
3426174
Zitat von Thomas18TE Beitrag anzeigen
Es gibt Puffer mit Schichtleitkanälen/blechen usw.

Habe gerade mal 'ne Websuche gemacht:
Das sind doch die Mechanismen, um Wasser mit beliebiger Temperatur automatisch in der richtigen Höhe in den Speicher einzuschichten.

Da mein Speicher nur der Wärmepumpe dienen soll, welche ja eine geringe Differenz/Spreizung zwischen Vor- und Rücklauftemperatur hat, ist das nicht nötig. Ich will einfach nur warmes Vorlauf-Wasser oben oder kaltes Rücklauf-Wasser unten einfüllen.

Und ich denke mal, dass man einen festen Einlauf oben oder unten besser strömungsarm einkoppeln kann (Prallplatten, Lochbleche o.ä.??), als wenn der Einlaufstrom noch in der Höhe transportiert werden muss.

Zitat von Thomas18TE Beitrag anzeigen
...solltest du einen Puffer mit einer Wärmetauscherspirale nehmen.

Den zusätzlichen Wärmetauscher wollte ich mir lieber sparen.

Und zum Estrich: Ich habe keine Fußbodenheizung. Deshalb brauche ich ja den Puffer. Die Heizkörper kühlen zu schnell ab.

Bernd

Verfasser:
Bernd_S.
Zeit: 23.11.2022 23:43:39
0
3426182
Zitat von naranja Beitrag anzeigen
Um eine Schichtung ohne Verwirbelung zu erreichen, habe ich in die 1 1/2-Zoll-Stutzen 40mm Mehrschichtverbundrohr eingeführt, welches ich am vorderen Ende verschlossen und seitlich mit Bohrungen versehen habe.

Das klingt interessant. Falls ich keinen fertigen Pufferspeicher finde, der meinen Vorstellungen entspricht, könnte ich das auch machen.

Weißt du ungefähr, wie hoch der Volumenstrom deiner Wasser-Entnahme bzw. -Einleitung ist?

Bernd

Verfasser:
Thomas18TE
Zeit: 24.11.2022 00:52:39
0
3426188
woher weiß man beim Einschrauben in welchen Winkel das dann fest/dicht ist. Vielleicht stehen die Löher ja dann nach oben und unten.

Verfasser:
helmutm
Zeit: 24.11.2022 06:42:43
0
3426198
Meiner Erfahrung nach wird der Puffer dann nicht durchmischt, wenn die EInströmgeschwindigkeit bei den Anschlüssen eine Geschwindigkeit von 1 m/s nicht übersteigt. Dann fließt das Wasser in den Pufer und in diesem ganz von selbst in die "richtige Höhe", ohne dass es zu einer Durchmischung kommt.
Das Heizungswasser "weiß" ganz von alleine, wie "schwer" es ist, dazu bedarf es keiner Regeltechnik.

Verfasser:
naranja
Zeit: 24.11.2022 07:09:24
0
3426206
Ich habe da eine Ochsner-Warmwasser-Wärmepumpe dran. Bei der kann ich leider im Moment noch nicht sagen, was die Pumpe reinschiebt, weil ich den Wärmemengenzähler noch nicht verkabelt habe. Die letzten Tage läuft allerdings auch noch parallel eine Jeisha mit, die heizt mit zusätzlichen 18l/min. Die Temperaturverläufe sind wie vorher, nur schneller.

Um sicherzustellen, dass die Löcher im Verbundrohr auch seitlich stehen, habe ich an der Einlaufseite einen kleinen waagrechten Schlitz reingeschnitten. Genau so, wie die Löcher seitlich stehen. Damit sehe ich bei Einsetzen auch vom Rohrende aus, ob die Löcher waagrecht sind. Zum Einstellen/Drehen habe ich ein Blech genommen.
Zusätzlich habe ich das Verbundrohr in den Stutzen mit Silikon eingeklebt. Aber ich habe ja die Stutzen im 90Grad-Winkel. Durch die Kreuzung der Rohre gehen sie mit etwas Biegung gerade so aneinander vorbei bzw. drücken aneinander und verkanten auch im Einführungsstutzen. Dadurch haben sie auch eine dauerhafte Fixierung. Während des Betriebs gibt es ja keine mechanische Belastung oder Vibrationen, die an der Einstellung etwas ändern könnten.

Falls man das Rohr während des Einsetzvorgangs nochmal rausziehen muss: Löcher am Stutzenende ins Verbundrohr bohren, dann kann man mit einem Haken von innen angreifen.

Verfasser:
Harkneuling
Zeit: 24.11.2022 07:36:28
1
3426213
Kurze Verständnisfrage. Warum bricht der COP bei niedriger Modulationsstufe ein? Was heißt das Einbrechen zahlenmäßig. Ich dachte immer, dass gerade die Vielzahl der Takte effizienzschädigend ist, weil die Wärmepumpe zu beginn des Taktes hochmodulieren muss und erst mit der Länge des Taktes an Effizienz gewinnt.
Mich überrascht, dass der TS gerade das verhindern will, was andere gerade erstreben (lange Takte).
Welche WP hast Du denn?

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 24.11.2022 07:58:33
1
3426222
Ach... es gibt immer so viele Sachen....

Man könnte einfach die Temperaturen hochnehmen und in der Nacht Abschalten....

Aber hier soll ein Puffer es ja lösen.... ich bin gespannt

Verfasser:
Harkneuling
Zeit: 24.11.2022 09:26:25
0
3426278
Mich würde ja sehr interessieren, ob das eine der neuen "Wunderwärmepumpen" wie der vitcoal 250 ist, die angeblich bis 12 kw hochgehen, aber runtermodulieren kann wie eine 5 kw Maschine, sodass sie ohne Planung in jedes Haus passen soll. Mich würde es nicht wundern, wenn derartige Maschinen gerade im unteren Leistungsbereich nicht so effizient sind. Ist aber reine Spekulation von mir

Verfasser:
sweetsweethome
Zeit: 24.11.2022 09:34:09
1
3426284
Wenn Du durch einen 1m3 Puffer 1m3 pro Stunde mit 5k Spreizung durchschickst schichtet da exakt gar nichts!
Egal ob beruhigter Zulauf, Trennplatte oder was auch immer da drin ist.
Je nach Leistung der WP kann das auch noch deutlich mehr Volumenstrom sein als die 1m3/h die Du angenommen hast.
Wärmepumpenbetrieb und Schichtung im Speicher schließen sich dadurch quasi gegenseitig aus.

Verfasser:
Bernd_S.
Zeit: 24.11.2022 18:22:21
0
3426688
Zitat von Harkneuling Beitrag anzeigen
Kurze Verständnisfrage. Warum bricht der COP bei niedriger Modulationsstufe ein? Was heißt das Einbrechen zahlenmäßig. Ich dachte immer, dass gerade die Vielzahl der Takte effizienzschädigend ist, weil die Wärmepumpe zu beginn des Taktes hochmodulieren muss und erst mit der Länge des Taktes an Effizienz gewinnt.


Die Wärmepumpe ist eine LG Therma V HM123MR.U34 Monoblock 12 kW 400V.
Ich habe einen geeichten Modbus-Stromzähler davor, so dass ich die elektrische Leistung zuverlässig messe. Die Wärmeleistung berechne ich derzeit über den Durchflussmesser der WP und externe Temperatursensoren. Daraus aus elektrischer und thermischer Leistung berechne ich dann den COP. Die Temperaturmessung der Wärmepumpe selbst ist sehr ungenau und eignet sich daher nicht für die korrekte Ermittlung der Temperaturdifferenz. Als Vergleich habe ich noch zwei uralte Wärmemengenmesser in den Heizkreisen, die aber nicht vom Regelcomputer ausgelesen werden können.

Wenn die Wärmepumpe lange (z.B. eine Nacht) nicht gelaufen ist, dann fährt sie beim Einschalten zunächst langsam auf volle Leistung und erst nach weiteren 20 min wieder herunter und moduliert normal. Der COP bei voller Leistung ist nicht schlecht, die Wärmetauscher sind wohl groß genug ausgelegt. Der COP-Einbruch am Leistungsmaximum scheint jedenfalls gering zu sein. Im Datenblatt sind die meisten COP-Angaben auch auf volle Leistung bezogen.

Wenn die Wärmepumpe nur kurz (z.B. eine Stunde) ausschaltet, dann fährt sie auf ca. zwei Drittel der Leistung hoch und schon nach ca. 10 min wieder herunter und moduliert normal.

Das Minimum der elektrischen Leistungsaufnahme liegt bei etwa 700 W. Da ist der COP nicht mehr gut. Wenn die elektrische Leistung vom Minimum auf 1200 W steigt, dann steigt der COP z.B. von 3,5 auf 4,5.

Bei dieser Wärmepumpe ist ein Taktbetrieb deutlich effizienter, als dauerhafter Betrieb am Leistungsminimum.

Ich denke, das liegt am Scroll-Kompressor, der ja berührungslos arbeitet. Wegen des berührungslosen Betriebs sind Spalte vorhanden, durch die das geförderte Gas zurückströmen kann. Deshalb ist der Vorgang bei zu geringer Drehzahl ineffektiv. Die Effizienz hängt wohl auch von der Druckdifferenz am Kompressor ab. Bei höheren Drücken ist eine höhere Drehzahl zum effektiven Betrieb nötig. Ich beobachte den COP noch nicht lange, aber mir scheint, dass der COP bei hohen Temperaturdifferenzen (Vorlauf/Außenluft), die ja wohl einen hohen Kompressionsdruck erfordern, am Leistungsminimum stärker einbricht als bei niedrigen Temperaturdifferenzen.

Da im Taktbetrieb die Vorlauftemperatur und damit auch die Temperatur der Heizkörper zu stark schwankt, möchte ich das durch den Pufferspeicher verbessern. Die längeren Taktzyklen wirken sich dann auch positiv auf die Lebensdauer der WP aus.

Bernd

Verfasser:
Bernd_S.
Zeit: 24.11.2022 18:36:40
0
3426698
Zitat von sweetsweethome Beitrag anzeigen
Wenn Du durch einen 1m3 Puffer 1m3 pro Stunde mit 5k Spreizung durchschickst schichtet da exakt gar nichts!
Egal ob beruhigter Zulauf, Trennplatte oder was auch immer da drin ist.
Je nach Leistung der WP kann das auch noch deutlich mehr Volumenstrom sein als die 1m3/h die Du angenommen hast.
Wärmepumpenbetrieb und Schichtung im Speicher schließen sich dadurch quasi gegenseitig aus.


Dass da keine Wärmeschichtung möglich ist, glaube ich nicht. Immerhin beträgt die Fließgeschwindigkeit im Puffer (in vertikaler Richtung) nur 0,7 mm/s, wenn man von 70 cm Pufferdurchmesser ausgeht. Bei geeigneter Anbindung/Strömungsberuhigung sollte da Wärmeschichtung möglich sein, oder?

Der Volumenstrom meiner WP liegt derzeit bei maximal 2 m³/h (beim Einschalten). Im praktischen Betrieb liegt er bei Teillast bei 1 m³/h. Der Volumenstrom der WP teilt sich aber auf in Heizsystem und Speicher. Somit ist meine Annahme realistisch.

Bernd

Verfasser:
Hagen M
Zeit: 24.11.2022 19:34:03
1
3426741
Moin.
Ich kennen den max. Volumenstrom der genannten WP nicht. Aber bei meinem Puffer ist bei 1500l/h (und das ist Regelvolumenstrom bei 5°AT)nach ca. 20min alles auf einer Temperatur. Und beim Abtauen macht meine WP 2530 l/h. Also über 40l/min.

Ich kann davon nur abraten hier irgendwas mit Schichtung zu bauen.
Bau einen Puffer ein um für 30 bis 60 min Energie zu speichern aber bau es bitte nicht so das du auf die Schichtung angewiesen bist.

Klingt für mich ein bisschen so als wenn du vom 3 Meterbrett springen willst, ohne das Wasser hoch spritzt.
Es gab mal irgendwo ein Video bei youtube. Da wurde mit einer Wärmebildkamera eindrucksvoll gezeigt wie ein erhöhter Volumenstrom die Schichtung im Puffer zerstört. Und das waren keine großen Volumenströme.
Ich finde das Video grad nicht. Wahrscheinlich hat irgendein Schichtpufferhersteller auf Unterlassen geklagt... :-D

Nicht falsch verstehen. Schichtung funktioniert. Aber nur begrenzt.

Gruß

Verfasser:
Harkneuling
Zeit: 24.11.2022 19:55:31
0
3426758
So wie das hier beschrieben ist, würde ich das System nicht umbauen. Das Runter modulieren lässt sich doch einfach vermeiden, indem du dir Sperrzeiten konfiguriert, in denen die Anlage Mal 1 bis 2 Stunden aus ist. Danach kann sie wieder Volldampf geben. Scheint mir einfacher und günstiger zu sein....

Verfasser:
Bernd_S.
Zeit: 24.11.2022 20:42:35
0
3426777
Zitat von Harkneuling Beitrag anzeigen
So wie das hier beschrieben ist, würde ich das System nicht umbauen. Das Runter modulieren lässt sich doch einfach vermeiden, indem du dir Sperrzeiten konfiguriert, in denen die Anlage Mal 1 bis 2 Stunden aus ist. Danach kann sie wieder Volldampf geben. Scheint mir einfacher und günstiger zu[...]


Ja, könnte man machen. Das hat aber leider den erheblichen Nachteil, dass ein bis zwei Stunden nicht geheizt wird. Die Räume könnten das zwar ohne große Temperaturschwankungen puffern, aber um die gleiche Durchschnittsraumtemperatur zu erreichen, müsste ich die Vorlauftemperatur deutlich erhöhen. Und genau das lässt natürlich den COP der Wärmepumpe wieder absinken.

Die Heizfläche ist bei mir sowieso schon knapp, da ich mit Heizkörpern heize. Habe in einigen Räumen schon Lüfter unter den Heizkörpern. Werde vielleicht auch einen Gebläsekonvektor ausprobieren.

Bernd

Verfasser:
Martin24
Zeit: 24.11.2022 21:03:04
0
3426787
Zitat von Bernd_S. Beitrag anzeigen
Die Wärmeleistung berechne ich derzeit über den Durchflussmesser der WP und externe Temperatursensoren. Daraus aus elektrischer und thermischer Leistung berechne ich dann den COP. Die Temperaturmessung der Wärmepumpe selbst ist sehr ungenau und eignet sich daher nicht für die korrekte Ermittlung der Temperaturdifferenz.

Was veranlasst Dich zu der Annahme, dass der Durchflussmesser der WP halbwegs genau ist? Ich bezweifle insbesondere dass der Fehler über die unterschiedlichen Volumenströme konstant ist.
Vielleicht benimmt sich Dein COP ganz anders als Du denkst weil Du von falschen Werten ausgehst?

Grüße
Martin

Verfasser:
Bernd_S.
Zeit: 24.11.2022 23:01:04
0
3426860
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Was veranlasst Dich zu der Annahme, dass der Durchflussmesser der WP halbwegs genau ist? [...] Vielleicht benimmt sich Dein COP ganz anders als Du denkst[...]


Bei dem von mir beschriebenen Effekt des COP bei niedrigen und mittleren Wärmeleistungen ändert sich der Volumenstrom nicht. Er wird von der Wärmepumpe konstant bei 17 l/h gehalten. Die absolute Genauigkeit und Linearität des Sensors spielt hierbei also keine Rolle.

Im Übrigen habe ich den Durchflussmesser der WP mit meinen uralten Wärmemengenmessern verglichen. Die beiden alten haben zwar untereinander eine unterschiedliche Skalierung (einer misst wohl falsch), aber einer der beiden alten passt zu den Werten der WP.

So ganz falsch liegt der Durchflussgeber der WP wohl nicht. Immerhin liegen die ermittelten COP auch in einem für die WP realistischen Bereich.

Bernd

Verfasser:
Bernd_S.
Zeit: 24.11.2022 23:49:41
0
3426878
Wenn ich Eure Beiträge nochmal lese, habe ich das Gefühl, dass die meisten Anlagen wohl so verrohrt sind, dass der gesamte Volumenstrom der WP über den Puffer läuft und dann der/die Heizkreis(e) am Puffer an separaten Anschlüssen angeschlossen sind. Stimmt das?

Um unnötige Strömung im Pufferspeicher zu vermeiden, will ich den Weg von der WP zu den Heizkreisen nicht über den Puffer führen. In den Puffer gelangt über ein Regelventil nur die überschüssige Wärme. Deshalb benötigt der Puffer auch nur zwei statt vier Anschlüsse.

Verfasser:
-lfx-
Zeit: 25.11.2022 08:30:05
0
3426937
Ich verstehe nicht , warum Dich die Verwirbelung im ( Heizungs) - Pufferspeicher so stört.
Du verwechselst das mit dem Brauchwasserspeicher.

Im Heizungspufferspeicher ist es doch gut wenn möglichst das ganze Volumen eine gleiche Temperatur besitzt. Dann hast Du keine Temperaturschwankungen in den Versorgungssträngen. Dabei maximale Energiespeicherung .

Im übrigen ist ein Pufferspeicher keine nachteilige Angelegenheit.

Verfasser:
-lfx-
Zeit: 25.11.2022 08:54:36
0
3426948
Zitat:
... Die Heizfläche ist bei mir sowieso schon knapp, da ich mit Heizkörpern heize. Habe in einigen Räumen schon Lüfter unter den Heizkörpern. Werde vielleicht auch einen Gebläsekonvektor ausprobieren....


Siehst Du, das ist genau das welches man nicht machen sollte. Die Lüfter sind Feinstaubschleudern und vertuschen nur den Mangel an sich.

Ich unterhielt mich gestern mit einem Anlagenplaner eines großen deutschen Heizungsherstellers über dieses Thema. Weil ich auch nur Heizkörper und dazu noch Einrohr habe.

Er sagte mir, daß sie in solchen Fällen lieber auf eine Hybridlösung setzen. Mit Puffer natürlich.
Das Ausquetschen von WP für ungeeignete Heizsysteme sei kontraproduktiv hinsichtlich Wärmeertrag und Kosten. Es sei eine sehr genaue Planung notwendig um Überraschungen zu vermeiden.

Es hat mich in meiner eher skeptischen Auffassung bestätigt, daß Heizkörperanlagen " nicht einfach so " an Wärmepumpen gekuppelt werden können.
Wie sie hier oft vertreten wird.

Verfasser:
hebu
Zeit: 25.11.2022 09:00:03
1
3426954
Im übrigen ist ein Pufferspeicher keine nachteilige Angelegenheit.

Kann man nicht verallgemeinern.

Verfasser:
Bernd_S.
Zeit: 25.11.2022 14:27:15
0
3427191
Zitat von -lfx- Beitrag anzeigen
Ich verstehe nicht , warum Dich die Verwirbelung im ( Heizungs) - Pufferspeicher so stört.
Du verwechselst das mit dem Brauchwasserspeicher.

Im Heizungspufferspeicher ist es doch gut wenn möglichst das ganze Volumen eine gleiche Temperatur besitzt. [...]


Nein, das ist nicht so.

Für einen effizienten Betrieb muss das von der WP erzeugte Vorlaufwasser gespeichert und anschließend, wenn die WP nicht mehr läuft, mit der selben Temperatur in die Heizkreise gespeist werden.
Das gleiche gilt für den Rücklauf: Das in der Ruhephase der WP aus dem Heizkreis kommende Rücklaufwasser muss gespeichert werden und später, wenn die WP wieder läuft, mit der selben Temperatur in den Rücklauf der WP zurückgegeben werden.
Bei einer funktionierenden Wärmeschichtung ist das (zumindest näherungsweise) so. Im Speicher befinden sich gleichzeitig Vor- und Rücklaufwasser, ohne dass sie Wärme miteinander austauschen.

Je mehr Durchmischung es im Speicher gibt, um so mehr werden Vor- und Rücklaufwasser im Speicher miteinander vermengt. Das heißt letztendlich, dass der Heizungsvorlauf bezüglich der Temperatur heruntergemischt wird und die Wärmepumpenrücklauftemperatur angehoben wird. Beide Mechanismen verringern die Effizienz der Anlage.

Verfasser:
Bernd_S.
Zeit: 25.11.2022 14:51:27
0
3427204
Zitat von -lfx- Beitrag anzeigen
Die Lüfter sind Feinstaubschleudern [...]

Ja, das mag stimmen.

Zitat von -lfx- Beitrag anzeigen
Das Ausquetschen von WP für ungeeignete Heizsysteme sei kontraproduktiv hinsichtlich Wärmeertrag und Kosten. Es sei eine sehr genaue Planung notwendig um Überraschungen zu vermeiden.

Es hat mich in meiner eher skeptischen Auffassung bestätigt, daß Heizkörperanlagen " nicht einfach so " an Wärmepumpen gekuppelt werden können.
Wie sie hier oft vertreten wird.


Das sehe ich auch so.

Im letzten Winter habe ich deshalb mit dem Gaskessel ausprobiert, welche Vorlauftemperaturen ich für das Haus benötige. Ich habe ermittelt, dass ich bei Null Grad durchschnittlicher Außentemperatur etwa 40°C Vorlauftemperatur benötige.

Momentan experimentiere ich mit noch niedrigeren Vorlauftemperaturen und probiere mal aus, was es bringt, mit Lüftern zu arbeiten. Am 19.11. bis 21.11. hatten wir 3 Tage Durchschittstemperaturen von unter 0°C. Ich habe an den Tagen tagsüber mit Vorlauftemperaturen von 32 bis 35°C gearbeitet, nachts deutlich unter 30°C.

Ich denke, dass eine WP in meinem Haus durchaus sinnvoll arbeitet.

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Pufferspeicher mit strömungsberuhigten Anschlüssen gesucht
Verfasser:
Bernd_S.
Zeit: 25.11.2022 14:51:27
0
3427204
Zitat:
...
Die Lüfter sind Feinstaubschleudern [...]
Ja, das mag stimmen.

Zitat:
...
Das Ausquetschen von WP für ungeeignete Heizsysteme sei kontraproduktiv hinsichtlich Wärmeertrag und Kosten. Es sei eine sehr genaue Planung notwendig um Überraschungen zu vermeiden.

Es hat mich in meiner eher skeptischen Auffassung bestätigt, daß Heizkörperanlagen " nicht einfach so " an Wärmepumpen gekuppelt werden können.
Wie sie hier oft vertreten wird.

Das sehe ich auch so.

Im letzten Winter habe ich deshalb mit dem Gaskessel ausprobiert, welche Vorlauftemperaturen ich für das Haus benötige. Ich habe ermittelt, dass ich bei Null Grad durchschnittlicher Außentemperatur etwa 40°C Vorlauftemperatur benötige.

Momentan experimentiere ich mit noch niedrigeren Vorlauftemperaturen und probiere mal aus, was es bringt, mit Lüftern zu arbeiten. Am 19.11. bis 21.11. hatten wir 3 Tage Durchschittstemperaturen von unter 0°C. Ich habe an den Tagen tagsüber mit Vorlauftemperaturen von 32 bis 35°C gearbeitet, nachts deutlich unter 30°C.

Ich denke, dass eine WP in meinem Haus durchaus sinnvoll arbeitet.
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