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Foren
Tiefenbohrung knapper dimensionieren
Verfasser:
Simon1982
Zeit: 24.11.2022 15:35:18
0
3426579
Hallo zusammen,

wenngleich es aus wirtschaftlichen Gründen vermutlich nicht sinnvoll sein dürfte, überlege ich immer noch, ob wir eine Sole-Wärmepumpe mit einer Tiefenbohrung installieren lassen. Wir ziehen dies primär aus optischen und akustischen Gründen in Erwägung.

Was passiert nun eigentlich, wenn man die Bohrung äußerst knapp dimensioniert, also z.B. auf eine Heizlast von 7 kW statt auf 10 kW auslegt (also z.B. 2 Bohrungen mit je 90 Meter statt 3 Bohrungen). Verschlechtert sich dann einfach nur der Wirkungsgrad, oder kann dies weitere Probleme mit sich bringen?

Schöne Grüße

Simon

Verfasser:
TimoB
Zeit: 24.11.2022 15:46:37
2
3426582
Ich würde eher die WP knapper auslegen als die Bohrungen.

Zunächst verschlechtert sich der Wirkungsgrad. Das Erdreich kann ggfs. die Wärme nicht schnell genug nachliefern und die Sole kühlt weiter aus.
Die Wärmepumpe kann dann irgendwann ihre maximale Leistung nicht mehr bringen und wird im Extremfall den Betrieb einstellen.

Verfasser:
Der_Muck
Zeit: 24.11.2022 15:48:19
0
3426583
Mal blöd gefragt...warum willst du das tun und knapper auslegen? Wohl damit die Bohrkosten nicht aus dem Ruder laufen? Also wenn das dein Gedanke ist was ich stark vermute dann lass es lieber bleiben...Wenn du die geforderte Heizlast nicht erreichst bleib im schlimmsten Fall deine Bude etwas frischer, die Sole Temperatur geht dann runter und du hast dann weniger Entzugsleistung. Wenn dann schau dir doch auch mal den RGK nach Forumsart an....wesentlich günstiger als eine Bohrung.

Verfasser:
Bramme
Zeit: 24.11.2022 16:42:54
2
3426617
Wenn du mehr entziehst als die Bohrung hergibt, dann gefriert das Erdreich um die Bohrung. Dabei dehnt sich das Erdreich aus und nach dem Tauen gibt es keine gute Verbindung zwischen Rohr und Erdreich mehr und die Leistung der Bohrung verringert sich.
Eine WP wird aber eigentlich so eingestellt, dass sie die Leistung reduziert, wenn die Temperaturen kritisch werden. Die Bohrung sollte also normalerweise nicht kaputt gehen, weil vorher der Heizstab übernimmt.

Es ist eher sinnvoll, mehr zu bohren als nötig, ein paar Meter mehr ist nicht so viel teurer, aber man hat dauerhaft geringere Stromkosten.

Wenn ein RGK wegen Platz nicht geht, könnte man auch RGK und Bohrung kombinieren, das sollte günstiger als nur die Bohrung bei ähnlich guten Soletemperaturen sein.

Verfasser:
Okabe
Zeit: 24.11.2022 16:43:37
0
3426618
Ist kein so großes Problem, denn du kannst im Notfall immer Problemlos "nachhelfen" durch mehr Dämmung oder Kaminofen oder (besonders günstig und einfach) Klimaanlage. Die günstigsten und kleinsten Klimaanlagen bringen ca. 3kW Heizleistung.

Verfasser:
Klaus Beh
Zeit: 24.11.2022 16:59:26
1
3426635
@ Simon 1982

Es kommt auf die Entzugsleistung/ Wärmeentzugsleistung der Bohrung an.
Für meine 8 kW habe ich nur 2x80m Bohren lassen........
Aber jede Bohrung ist mit ca. 65W/m zu veranschlagen.
Desweiteren ist doch die Heizleistung Deiner Sole-WP stark von der Soleeingangstemperatur abhängig.
Schaue doch mal welche Heizleistung bei 0/35 und 10/35 bei Deiner WP angegeben ist.
Meine Soletemperatur liegt meistens um 10° im Winter.
Je länger die Laufzeit je Tag, desto mehr sinkt die Soleeingangstemperatur.
Je nach Bodenbeschaffenheit erholt Sie sich mal schneller, mal langsamer.
Meine niedrigste Soleeingangstemperatur im WP Betrieb im Winter ( 2010) war ca.6° mit einer WP Laufzeit von ca. 10-14h je Tag.

Wenn bei Dir mehr als 100m Tiefbohrung erlaubt ist, könnte auch eine mit 160m je nach Untergrund reichen.
Las Dir doch einfach vom Bohrunternehmen die Wärmeentzugsleistung der Bohrung garantieren.

Verfasser:
blues
Zeit: 24.11.2022 17:29:38
0
3426657
Und genau jene Garantie bzw. Gewährleistung des Bohrunternehmers wird der Punkt sein, weshalb deine initiale Frage eh "akademischer Natur" ist. Du wirst keine Bohrfirma finden, die "zu klein" bohrt. Die haften dafür, dass die Sonde ausreicht!

Auch die Genehmigung (sofern erforderlich) bzw. Anzeige bei der Wasserbehörde wird nur durchgehen, wenn die Sonde in der Größe zu Wärmepumpe und Bedarf passt. Sicherlich gibt es da ggf. "Spielraum" im Ansatz der Bodenbewertung (spezifische Entzugsleistung), aber eine von Beginn an zu kleine Auslegung, ist nicht möglich.

Zudem kann dir bei zu tiefen Sole-Temperaturen (theoretisch) die Betriebserlaubnis für die Sonde entzogen werden. Bei den kleinen EFH-Anlagen bekommt das nur keiner mit ...


Fazit: Mach's richtig oder lass' es bleiben! Wenn es aus den beschriebenen Gründen Erdwärme werden soll, dann muss man sich das auch leisten (wollen) oder eben auf eine andere Erd-Quelle (RGK) oder Luft wechseln.

Verfasser:
Tom220201
Zeit: 24.11.2022 18:23:15
0
3426690
Meist kennt man nur die Leistung einer Sole-WP bei 0°C Sole-Eingangstemperatur. Und wählt dann eine mit entsprechender Leistung aus.
Mit diesem Wert legt dann die Geothermie-Firma die Sonde aus - allerdings zumindest in meinem Fall so, dass die Sole-Temperatur in den nächsten 50 Jahren praktisch nie unter 5°C fallen sollte (2x120m).
Wenn man das weiß und die Leistung der WP bei 5°C Sole-Eingangstemperatur kennt, könnte man womöglich gleich mit einer kleineren WP rechnen lassen. Dann würde die Sonde entsprechend kleiner ausfallen.

Mein Beispiel: Daikin Altherma 3 Geo, gibts in "10kW" und "6kW"
Zielleistung lt. Energieberater lag bei 8,8kW
Bei 0°C Sole hat die "10kW"-Variante eine Leistung von 9,5kw, die "6kW"-Variante nur 8kW.
Bei 5°C Sole hat aber auch die "6kW" schon 9,3kW-Leistung.
(Heating Capacity Tables S.9)

Solche umfangreichen Daten zu WPs sind aber scheinbar schwer zu finden.

Es könnte also sein, dass eine kleinere WP mit einer kleineren aber trotzdem passend ausgelegten Sonde ausreicht.

Disclaimer: Ich bin nur interessierter Laie.

Verfasser:
Simon1982
Zeit: 24.11.2022 19:19:19
0
3426729
Zitat von Der_Muck Beitrag anzeigen
Mal blöd gefragt...warum willst du das tun und knapper auslegen? Wohl damit die Bohrkosten nicht aus dem Ruder laufen? Also wenn das dein Gedanke ist was ich stark vermute dann lass es lieber bleiben...Wenn du die geforderte Heizlast nicht erreichst bleib im schlimmsten Fall deine Bude etwas[...]


Ja, es geht um die Kosten. Wobei sich in meinem Fall nicht mal die Bohrfirmen einig sind: Bohrfirma A wollte für ursprünglich angesetzte 12 kW 3 Bohrungen mit je 100 Meter Tiefe vornehmen, Kostenpunkt: 36.000 €. Bohrfirma B wollte für die gleiche Leistung 750 Meter bohren, Kostenpunkt 90.000 €.

Inzwischen habe ich die Heizlastberechnung des Energieberaters kritisch geprüft und Fehler festgestellt und eine Aktualisierung erhalten, dadurch sank die Heizlast auf 10 kW (dafür entfallen allein 3 kW nur auf den Wintergarten). Wenn wir nun den Wintergarten einfach bei Bedarf mit einer Klimaanlage beheizen, dann sinkt die Heizlast auf 7 kW (wofür die Bohrfirma A eben 2 Bohrungen mit je 90 Meter ansetzt und 25.000 € veranschlagt). Ich würde halt gerne ausprobieren, ob wir ggf auch ohne die Klimaanlage auskommen würden, deswegen die Frage.

Den Ringgrabenkollektor habe ich auch ins Auge gefasst. Dummerweise ist unser Garten schwer zugänglich, da müsste man den Bagger mit einem Kran über das Haus heben. Zudem ist der Garten auch relativ klein, man könnte vielleicht 200 qm für den Kollektor nutzen.

Verfasser:
Der_Muck
Zeit: 24.11.2022 19:39:43
0
3426748
Bevor du solche Experimente mit den Bohrungen machst zu diesen Mondpreisen, dann versuch dich mal mit dem RGK Planungstool, und lass es mal von den Experten hier im Forum bewerten ob sinnvoll oder nicht. ich glaube für den Preis der Bohrungen bekommst locker einen RGK mit ausreichen Leistung auch an deinem schlecht zugänglichen Grundstück. Zudem kannst kosten durch Eigenleistung sparen.

Verfasser:
Simon1982
Zeit: 24.11.2022 19:46:08
0
3426751
Die 25.000 Euro sind allerdings vor Förderung. Ich bekomme noch 50% Forderung und zusätzlich gibt es wohl vom Land NRW einen Zuschuss zur Bohrung (10€ pro Bohrmeter). Es würde mich also ohne Eigenleistung ca 11.000€ kosten.

Verfasser:
Der_Muck
Zeit: 24.11.2022 19:53:35
0
3426755
Vergiss aber die Anschaffung und Betriebskosten des Klimageräts nicht.... wenn dann soll die Bohrfirma diese 3Kw weiter bohren... dann hast alles am Stück und kein Fleckleswerk wo nachher noch mehr Probleme bringen kann. Es wäre reichlich teures Lehrgeld...

Verfasser:
Klaus Beh
Zeit: 24.11.2022 20:02:01
0
3426760
@Simon1982

Darf ich mal nach Deiner PLZ Zahl fragen?
Die Bohrpreise sind meiner Meinung nach in dem Himmel geschossen....bzw. Fantasiepreise weil Sie mit Aufträgen zugesch......sind..
Und mit welchen Erkenntnissen bohrt die eine Firma 3x100m und die andere 3x75m?
Ich habe für 2x80m ca. 14000€ ( 2009) mit Verteiler usw. bezahlt, wobei wegen der Bodenbeschaffenheit ( Sand,Kies,Wasser) mit Verrohrung gearbeitet werden mußte.
Bei den aufgerufenen Bohrpreisen ist ein Gedanke an einer LWP wohl keine Verschwendung.......
Der Zugang zu den technischen Daten einer WP ist ja wohl eine Kleinigkeit.
Die Firma, die sich da sträubt, würde bei mir gleich gestrichen.

Verfasser:
Klaus Beh
Zeit: 24.11.2022 20:04:12
0
3426762
Ich sehe gerade NRW. Da giebt es doch eine CD, auf der Du sehen kannst wie die Bodenbeschaffenheit bei Dir ist.

Verfasser:
Simon1982
Zeit: 24.11.2022 20:10:50
0
3426766
Es ist ja noch absurder: die eine Firma wollte 300 Meter bohren, die andere 750 Meter. Die PLZ ist 53842, Troisdorf-Spich. Unser Grundstück wird mit einer mäßigen Entzugsleistung angegeben. Andererseits beheizt mein Nachbar mit seiner Wärmepumpe seit 20 Jahren erfolgreich sein Haus (ca 300 qm) und Schwimmbad. Er sagte bei ihm wurden laut seiner Erinnerung 5 x 40 Meter gebohrt.

Luft-Wärmepumpe wäre die Backup-Lösung.

Ein paar Bohrmeter mehr klingt zunächst einfach, nur ist die Förderung auf 60.000 € limitiert. Die Wärmepumpe dürfte mit Rückbau der Ölheizung bestimmt über 30.000€ kosten. Zumindest lagen die ersten Angebote über 30.000€. Dann verbleiben halt für die Bohrung keine 30.000€ mehr...

Verfasser:
Simon1982
Zeit: 24.11.2022 20:27:49
0
3426771

Verfasser:
Klaus Beh
Zeit: 24.11.2022 22:13:21
0
3426837
Ich kann den die Wärmeentzugsleistung in der Standortchekkarte nicht erkennen.

Bei soviel Geld würde ich versuchen über einen Geologen eine verbindliche Aussage zu bekommen.
Ich dachte bei deiner Angabe 750 nicht an wirklich 750m gedacht.
Wenn die wirklich 750m tief bohren, brauchst Du zum heizen vieleicht nicht mal eine Wärmepumpe.( Scherz).
Dein Projekt ist nicht einfach.
Noch eins. Ich warte noch auf den BAFA Bescheid.
In meinem Fall habe ich das Glück, weil das Haus als 2 Familienhaus eingetragen ist und somit 2x60.000€ beantragt werden können, oder auch sind.Antrag läuft über HB.

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