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Foren
WP mit Pfferspeicher - mit und ohne Brauchwasser - was ist effizienter
Verfasser:
clary
Zeit: 28.08.2023 22:01:46
0
3579804
Hallo,
ich plane die Anschaffung einer Wärmepumpe 10-13 KW mit Pufferspeicher.
Platz hätte ich für einen 900 l Pufferspcher. Die Angebot die ich von verschiedenen Herstellern erhalten habe variieren jedoch beim Pufferspeicher / Brauchwasserspeicher.

Alternative 1: 900 l Pufferspeicher mit Wärmetauscher für Brauchwasser (von Frischwasserstation wurde abgeraten wegen Verkalkung)

Alternaitive2: 600 l Pufferspeicher und separatem 300 l Brauchwasserspeicher.

Ich habe eine 14 kwp PV-Anlage und es soll zusätzlich in den Pufferspeicher und in den Brauchwasserspeicher ein E-Heizstab eingebaut werden.

Welche Alternative ist effizienter?

Meine Überlegung:
Die Trennung von Pufferspeicher und Brauchwasserspeicher bedingt dass zur Brauchwassererwärmung höhere Vorlauftemperaturen (ca. 70°) benötigt werden zur Vermeidung von Legionellen. Das Brauchwasser über den Pufferspeicher braucht eine niedrigere Vorlauftemperatur, was doch eigentlich effizienter wäre. Jedoch scheint die Schichtenbildung beim Pufferspeicher mit Brauchwasser nicht so optimal zu sein.

Was ist Eure Erfahrung hier, was würdet Ihr mir empfehlen?

Vielen Dank
clary

Verfasser:
Inferno
Zeit: 28.08.2023 22:16:26
3
3579809
Wozu zusätzlich zum Brauchwasserspeicher einen Pufferspeicher?

Wer hier etwas mitliest, findet genügend Beiträge, weshalb Pufferspeicher und Wärmepumpe nicht die besten Freunde sind...

Verfasser:
PeterAlles
Zeit: 28.08.2023 22:26:13
1
3579814
Zitat von clary Beitrag anzeigen
ich plane die Anschaffung einer Wärmepumpe 10-13 KW mit Pufferspeicher.[...]

Mehrfamilienhaus ?
Oder sehr kalte Winter ?

Wenn Mehrfamilienhaus, dann würde ich eher Durchlauferhitzer in die Wohnungen bauen. Das erspart Abrechnungs-Ärger. Und erschlägt auch gleich das Thema Legionellen.

Verfasser:
Harkneuling
Zeit: 29.08.2023 18:22:25
1
3580184
Die herrschende Meinung:
Pufferspeicher entweder weglassen (Dann aber lieber knapp dimensionieren und keine Thermostate einbauen)
oder

ein kleiner Pufferspeicher in den RL einbinden (50 bis 200 Liter), um die Abtauenergie sicherzustellen und die Takte zu verlängern (auch hier möglichst ohne Thermostate arbeiten). Diese Variante ist vor allem beim Betrieb mit HK sicherer, weil die Wassermenge erhöht wird).

Deine Variante mit Riesenpuffer im VL als Speicher ist die teuerste und ineffizienteste Variante. Mit der Energie, die du damit vernichtest, kann man einige Brötchen backen. Schlimmer ist nur noch der Kombipuffer.

Problem: Variante 1 ist für den Heizungsbauer wie Tofu für den Metzger. Variante 2 machen viele Heizungsbauer zähneknirschend mit.

Für beide Varianten muss die Hydraulik den Mindestvolumenstrom der WP vertragen können.

Verfasser:
passra
Zeit: 29.08.2023 18:36:54
2
3580192
So sieht die optimale Hydraulik für eine WP aus:

Verfasser:
passra
Zeit: 29.08.2023 18:41:41
2
3580195
Zitat von clary Beitrag anzeigen
von Frischwasserstation wurde abgeraten wegen Verkalkung

Blödsinn, gerade bei sehr kalkhaltigem Wasser (und Legionellenangst) ist die FriWadurch den sehr geringen "stehenden" Wasserinhalt eindeutig im Vorteil und nur zu empfehlen.
Unser Wasser hat 21⁰dH und wird seit mittlerweile 27 Jahren ohne Probleme über eine FriWa erwärmt. Wird der Vorlauf aus dem Puffer auf 50⁰C begrenzt, verkalkt da auch nichts.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 29.08.2023 18:51:03
0
3580205
Zitat von clary Beitrag anzeigen
... plane die Anschaffung einer Wärmepumpe 10-13 KW mit Pufferspeicher ...
Bei welchem Hersteller bekommst Du denn eine Maschine mit 10-13 kW Verdichterleistung?

Hast Du berechnet oder per Wärmemengenzählern ermittelt was real an Heizleistungsbedarf gegeben ist?

Mit dem von dir in Deinem Eingangsbeitrag gelesenen gehe ich davon aus, dass Du dich noch nicht wirklich mit den für's effiziente Betreiben von Wärmepumpentechnik erforderlichen Voraussetzungen (z.b. Link 👉 http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Generelle_Tipps) auseinandergesetzt hast.

Verfasser:
clary
Zeit: 30.08.2023 21:54:39
0
3580664
Sorry, dass ich Euch heute erst antworte...

Vorab ein Paar Rahmendaten:
1-Familienhaus 160qm Wohnfläche BJ 89
Energetische Dachsanierung 2023 mit Installation einer 14 kWp PV Anlage mit 11 KW Batteriespeicher.
bisherige Heizung Gasbrennwertgerät mit einem Jahresverbrauch von 17000 kWh (max)
Das Gasbrennwertgerät fährt immer schon mit einerm mittleren VL von ca. 35°
Wohnzimmer und Bad FBH, Rest mit Heizkörper,. 3-fach verglaste Fenster.

Meine Angabe zu WP-Leistung mit 10-13 kw spiegelt die Angebote der Hersteller wieder. Eigentlich ist die Bandbreite von 7-13kw angeboten worden. Das variiert von Handwerker zu Handwerker, Fa. Wolf geht von einer 7 kw CHA aus und Hoval will eine Bellaria mit 13 kw einbauen. Mein Energieberater hat eine WP mit ca. 9kw Leistung empfohlen.

Vielleicht habe ich mich in die Irre leiten lassen, aber alle WP die ich gesehen habe hatten entweder einen 1000l Kombipuffer oder einen mind. 600l Puffer mit separatem Brauchwasserspeicher. Diese kompakten Komponenten wie von Euch angeführt habe ich noch nicht eingebaut gesehen und daher bisher nicht beachtet.

Euer Vorschlag wäre bei Hoval dann diese Kombination?
https://www.hoval.de/de_DE/Heiztechnik/W%C3%A4rmepumpen/Luft-Wasser-W%C3%A4rmepumpen/Aussenaufstellung/Belaria-pro/Belaria-pro-compact/p/B_belaria-pro-compact

Bei Eurem Vorschlag habe ich im Sommer natürlich einen enormen Energieübeschuß den ich bisher mit einem oder 2 Heizstäben und einem Fronius OhmPilot in den großen Puffer speichern wollte. Den Überschuß könnte ich dann nur noch in den Brauchwasserspeicher leiten, den Batteriespeicher füllen und wohl mehr ins Netz einspeichern.

Kann es sein, dass bei Eurem Vorschlag mehr Betriebssunden pro Jahr anfallen würden?

Vielen Dank für Eure hilfreichen Tipps
clary

Verfasser:
A Min
Zeit: 30.08.2023 23:13:20
2
3580686
Ich Tippe auf maximal 7kW Wärmepumpe beim17MWh Gas Jahresverbrauch. Alles darüber wahrscheinlich zu groß.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 31.08.2023 06:32:20
0
3580722
Zitat von clary Beitrag anzeigen
... ... Rahmendaten:
1-Familienhaus 160qm Wohnfläche BJ 89
Energetische Dachsanierung 2023 mit Installation einer 14 kWp PV Anlage mit 11 KW Batteriespeicher.
bisherige Heizung Gasbrennwertgerät mit einem Jahresverbrauch von 17000 kWh (max) ...
Lass dir bei bisher pro Jahr nur ~17.000 kWh verbranntem Gas und dazu auch noch erst in 2023 erfolgten energetischen Sanierung des Daches bloß keine unnötig überdimensionierte Maschine andrehen!
Real sollte bei euch wohl kaum 7 kW maximaler Heizleistungsbedarf gegeben sein wenn's draußen mal mehrere Tage hintereinander richtig eiskalt sein wird. Achte darauf, dass der Apparat in den vom Hersteller publizierten Diagrammen bei geringem Temperaturhubbedarf eine möglichst durchgehend geringe thermische Verdichterleistung liefern kann.

Hinsichtlich der im Haus vorhandenen wasserführenden Wärmeaustauschflächen würde ich persönlich an Deiner Stelle alles daran setzen, dass alle Einzelheizkreise parallel miteinander und auf identischer Vorlauftemperatur gefahren werden können. Daran kann dann eine vollmodulierende Luft-Wasser-Wärmepumpe direkt angebunden mit bester Effizienz betrieben werden und im Idealfall braucht kein Puffer im Hausheizkreissystem eingebunden werden. Das musst Du als Betreiber der Anlage aber faktisch auch wollen und entsprechend gegenüber dem Auftragnehmer kommunizieren, dass dir die erforderlichen Voraussetzungen bekannt sind.

Ließ dazu beispielsweise auf folgend verlinkter Seite quer.
Link 👉 http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=In_der_W%C3%A4rmepumpe_brennt_kein_Feuer!

Verfasser:
clary
Zeit: 31.08.2023 22:01:44
0
3581098
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
[Hinsichtlich der im Haus vorhandenen wasserführenden Wärmeaustauschflächen würde ich persönlich an Deiner Stelle alles daran setzen, dass alle Einzelheizkreise parallel miteinander und auf identischer Vorlauftemperatur gefahren werden können. ]


Bereits bei der Gasheizung hatte ich trotz FBH nur einen Heizkreis für alle Heizkörper, die FBH wurde über den Rücklauf der Heizkörper gespeist. Daher bei der Gasheizung auch schon die Vorlauftemperatur von ca. 35° (+/- 3°). Das müßte doch dem entsprechen was Du vorschlägst oder?
Aber bei alle Thermostate ausbauen sehe ich noch ein Thema, wir heizen z.B. die Kellerräume nie, die Heizkörper sind immer aus und auch im Dachgeschoß gibt es 2 Räume die nie geheizt werden und ein weiterer großer Raum mit 2 Heizkörpern wird immer nur mit einem Heizkörper gefahren (völlig ausreichend...) Kann ich in diesen Räumen (DG und Keller) dann trotzdem Thermostate angeschlossen lassen und weiterhin auf 0 stellen oder meint Ihr mit alle Thermostate ausbauen wirklich alle ausbauen?


Wärmepumpe
Wäre die Anlagentechnik beispielhaft dieser Wärmepumpe eine aus Eurer Sicht empfehlenswerte Technik?
https://www.hoval.de/de_DE/Heiztechnik/W%C3%A4rmepumpen/Luft-Wasser-W%C3%A4rmepumpen/Aussenaufstellung/Belaria-pro/Belaria-pro-compact/p/B_belaria-pro-compact

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 01.09.2023 06:16:26
1
3581146
Zitat von clary Beitrag anzeigen
... trotz FBH nur einen Heizkreis für alle Heizkörper, die FBH wurde über den Rücklauf der Heizkörper gespeist ...

... auch im Dachgeschoß gibt es 2 Räume die nie geheizt werden und ein weiterer großer Raum mit 2 Heizkörpern wird immer nur mit einem Heizkörper gefahren (völlig ausreichend...) Kann ich in diesen Räumen (DG und Keller) dann trotzdem Thermostate angeschlossen lassen und weiterhin auf 0 stellen oder meint Ihr mit alle Thermostate ausbauen wirklich alle ausbauen?
Bzgl. der Anbindung Deiner Fußbodenheizungskreise solltest Du schauen ob die nicht doch hydraulisch parallel zu den Heizkörpern angebunden worden sind und per RTL-Ventil darin der Volumenstrom unterbrochen wird.

Bei einer wirklich in Reihe am Rücklauf des Heizkörperkreises angebundenen Fußbodenheizung (habe ich bei uns seit 2014 am Laufen) würde wohl nur mit bestimmten Maßnahmen realisiert werden können, dass darin ein konsequenter Heizwasserdurchsatz stattfinden wird.

Du solltest dich unbedingt mit dem thermischen Abgleich (http://www.bosy-online.de/thermischer_Abgleich.htm) beschäftigen!
Dann wirst Du ziemlich schnell verstehen warum es kontraproduktiv ist innerhalb der thermischen Gebäudehülle einzelne Heizkörper nicht zu benutzen. 😉

Verfasser:
clary
Zeit: 03.09.2023 09:42:47
0
3581941
RTL Ventil
Ja, da dürfte ein RTL Ventil im VL der Fußbodenheizung verbaut sein. Aber das hat einen Grund. Wenn Brauchwasser erwärmt wird beträgt die Temperatur im Heizkessel ca 70°. Wenn Brauchwasser erhitzt wurde strömt dieses Wasser in den Heizkreis und somit auch in die FBH. Bis der Temperaturwächter das bemerkt ist dieses heisse Wasser schon in der FBH. Wie kann ich denn das Thema lösen? Das passiert übrigens trotz RTL-Ventil...

Lüften
Wenn ich keine HK-Ventile mehr habe, laufen beim Lüften (ca. 3x täglich jeder Raum) die Heizkörper weiter und ich heize nach draußen.

Keller Heizkreis
Die Kellerräume zu heizen ist unmöglich, erstmal haben die Räume bereits eine ordentliche Temperatur von 13-15° zudem werden frische Lebensmittel während des Winters hier gelagert, die bei noch höherer Temperatur verderben würden und ich muß alle Fenster während es Winters geöffnet lassen weil ich Radon in nicht unerheblicher Konzentration im Keller habe! Ist es wirklich ein Problem die HK-Ventile auf 0 zu stellen oder soll ich die Heizkörper im Keller absperren im Heizraum.

Ich weiß nicht ob es eine Rolle spielt aber alle HK-Ventile haben eine Nullstellung nicht nur eine Frostschutzstellung!

Vielen Dank für Eure Unterstützung
clary

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 03.09.2023 10:28:08
0
3581960
Zitat von clary Beitrag anzeigen
... da dürfte ein RTL Ventil im VL der Fußbodenheizung verbaut sein. Aber das hat einen Grund. Wenn Brauchwasser erwärmt wird beträgt die Temperatur im Heizkessel ca 70°. Wenn Brauchwasser erhitzt wurde strömt dieses Wasser in den Heizkreis und somit auch in die FBH. Bis der Temperaturwächter das bemerkt ist dieses heisse Wasser schon in der FBH. Wie kann ich denn das Thema lösen? Das passiert übrigens trotz RTL-Ventil...
Das sollte eigentlich per Wärmepumpenregelung korrekt gesteuertem 3-Wege-Umschaltventil kein Problem darstellen und zudem wirst hoffentlich dann zukünftig auch für die Trinkwassererwärmung keine solch hohen Vorlauftemperaturen mehr fahren!
Zitat von clary Beitrag anzeigen
Wenn ich keine HK-Ventile mehr habe, laufen beim Lüften (ca. 3x täglich jeder Raum) die Heizkörper weiter und ich heize nach draußen.
Du wirst mit der Wärmepumpe nicht mehr Heizen, sondern durch die akkurat abgeglichene Anlage eine Wohnraumtemperierung erleben. Ihr werdet mit geringeren Raumlufttemperaturen eine verbesserte thermische Behaglichkeit erleben! Das kurze regelmäßige Stoßlüften ist perfekt. Es sollte aber eben nur zum Austausch der Raumluft und nicht zum Auskühlen der innerhalb der thermischen Gebäudehülle befindlichen Masse führen. Bei bestimmten im Außenbereich herrschenden klimatischen Bedingungen (extreme Kälteperiode z.b.) bitte das Lüften zudem so bedarfsgerecht wie möglich anpassen.
Zitat von clary Beitrag anzeigen
... Kellerräume zu heizen ist unmöglich, erstmal haben die Räume bereits eine ordentliche Temperatur von 13-15° zudem werden frische Lebensmittel während des Winters hier gelagert, die bei noch höherer Temperatur verderben würden und ich muß alle Fenster während es Winters geöffnet lassen weil ich Radon in nicht unerheblicher Konzentration im Keller habe! Ist es wirklich ein Problem die HK-Ventile auf 0 zu stellen oder soll ich die Heizkörper im Keller absperren im Heizraum ...
Dann solltest Du drüber nachdenken eine ordentliche Dämmung der Kellerdecke auszuführen um die unbeheizten Räume von den beheizten Räumen thermisch zu trennen.

Verfasser:
clary
Zeit: 04.09.2023 22:09:02
0
3582597
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
[Das sollte eigentlich per Wärmepumpenregelung korrekt gesteuertem 3-Wege-Umschaltventil kein Problem darstellen und zudem wirst hoffentlich dann zukünftig auch für die Trinkwassererwärmung keine solch hohen Vorlauftemperaturen mehr fahren!]

Wenn ich Dich richtig verstehe, RTL Ventil raus und 2 Heizkreis gemischt (FBH) und ungemischt (Heizkörper) wobei in beiden Heizkreisen eigentlich eine identische Temperatur gefahren wird? Damit hängt die FBH nicht wie bisher am Rücklauf der Heizkörper.

Um Legionellen zu verhindern muß im Brauchwasserspeicher mind. 50° vorhanden sein und dafür brauche ich eine hohe Vorlauftemperatur oder? Mit welcher Temperatur lädst Du Deinen Brauchwasserspeicher?

Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
[dann solltest Du drüber nachdenken eine ordentliche Dämmung der Kellerdecke auszuführen um die unbeheizten Räume von den beheizten Räumen thermisch zu trennen.]


Die Dämmung der Kellerdecke stand ohnehin schon auf dem Plan. Aber was mach ich mit den Heizkörpern im Keller? Thermostat belassen und auf 0 stellen, oder den gesamten Keller-HK im Heizraum absperren? Absperrhähne wären vorhanden.


Um das ganze besser zu verstehen wäre für mich ein Anlagenschema mit 2 Heizkreisen (geregelt / ungeregelt) wichtig, habe Ihr da vlt. auch ein Beispiel?

Würde die Kompaktanlage im folgenden Link Euren Vorschlag entsprechen?
Es geht mir nicht um die Firma Hoval selbst, das ist für mich nur ein Bespiel, sodass ich mit meinem Heizungsbauer über das Richtige reden kann...
https://www.hoval.de/de_DE/Heiztechnik/W%C3%A4rmepumpen/Luft-Wasser-W%C3%A4rmepumpen/Aussenaufstellung/Belaria-pro/Belaria-pro-compact/p/B_belaria-pro-compact

Vielen Dank nochmal
clary

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 05.09.2023 06:31:12
0
3582643
Zitat von clary Beitrag anzeigen
Wenn ich Dich richtig verstehe, RTL Ventil raus und 2 Heizkreis gemischt (FBH) und ungemischt (Heizkörper) wobei in beiden Heizkreisen eigentlich eine identische Temperatur gefahren wird? Damit hängt die FBH nicht wie bisher am Rücklauf der Heizkörper ...
Genaugenommen ist korrekt, dass keine RTL-Ventile benötigt werden würden. Aber warum bzw. wozu sollte ein 2. Heizkreis mit Mischer usw. erforderlich sein? Falls die Heizkörper wirklich mit identisch geringer Vorlauftemperatur wie die Fußbodenheizung gefahren werden können wären alle Einzelheizkreise parallel in einem Kreis anzubinden. Die Wärmepumpe benötigt zudem keinen Mischer um die gewünschte Vorlauftemperatur zum Hausheizkreis bzw. zum Trinkwassererwärmer zu liefern!

Zum Thema Legionellen solltest Du möglichst aktuellen Studien lesen und nicht den zum Teil von den Verkäufern, Herstellern und Heizungsbauern erzählten Blödsinn glauben.

Unsere Wärmepumpe versorgt übrigens ausschließlich den Hausheizkreis, da wir unsere Trinkwassererwärmung per zentral im Gebäude platzierten vollelektronischen Durchlauferhitzer realisieren.

Ob die von dir präferierte Maschine vom Hersteller Hoval bei dir passt, müsstest Du doch abschätzen können sobald Du den bei euch gegebenen Bedarf kennst.

Verfasser:
ManfredK
Zeit: 05.09.2023 09:55:14
0
3582728
Hallo Clara,

eine optimale WP-Heizung erreichst du nur mit niedrigen Vorlauftemperaturen, einem großflächigen Wärmeverteilsystem - egal ob Flächenheizkörper oder Fußbodenheizung - , einer hohen Durchflussmenge fürs Abtauen und für die Wärmeübergabe und OHNE Pufferspeicher.

Erste Grundvoraussetzung für ein solches Heizsystem ist natürlich ein gut isoliertes Haus.

Zweite Grundvoraussetzung sollte natürlich immer eine passgenau auf den Wärmebedarf des Hauses installierte Wärmepumpe sein. Geht das nicht, ist die WP eher eine Nummer kleiner zu wählen.

Wenn zudem die Warmwasser-Bereitung separat von der Heizungs-WP mit einer Brauchwasser-WP erzeugt wird, hast du eine optimale WP-Anlage mit höchster Effizienz.

In unserem 250-qm-Altbau mit Heizkörpern und FB-Heizung aus 1980 ist seit 3 Jahren ein solches WP-System mit einer 8 KW Luft/Wasser-WP verbaut. Mit einer Vorlauftemperatur von 30 bis 35 Grad schaffte die Wärmepumpe eine durchschnittliche Jahresarbeitszahl (JAZ) von über 5,1.

Gruß
Manfred

Verfasser:
clary
Zeit: 06.09.2023 22:14:25
0
3583520
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Das sollte eigentlich per Wärmepumpenregelung korrekt gesteuertem 3-Wege-Umschaltventil kein Problem darstellen und zudem wirst hoffentlich dann zukünftig auch für die Trinkwassererwärmung keine solch hohen Vorlauftemperaturen mehr fahren![...]


Du hast Recht bei dem 3-Wege-Umschaltventil habe ich falsche Schlüsse gezogen!
Aber nochmal zum Wegfall des RTL-Ventils am Rücklauf des Heizkreises als Übergang zur FBH. So ein 3-Wege-Umschaltventil hat meine Gastherme doch heute auch schon und trotzdem passiert es, dass kurzzeitig nach Trinkwassererwärmung heißes Kesselwasser kurzzeitig in die FBH gelangen kann. Trotz RTL Ventil und Temperaturwächter der die Pumpe ausschaltet. Wenn ich das RTL Ventil wegfallen lasse würde vermutlich noch mehr heißes Heizwasser kurzfristig in die FBH einströmen.
Du schreibst "Das sollte eigentlich per Wärmepumpenregelung korrekt gesteuertem 3-Wege-Umschaltventil kein Problem darstellen". Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Wärmepumpenregelung das anderes steuern wird können, als die bisherige Gasbrennwertgerät, oder liegt ich da falsch?

Natürlich hast Du Recht, dass man die VL-Temperatur zur Brauchwassererwärmung drosseln kann, aber um einigermassen warmes Brauchwasser zu erhalten wird auch die Wärmepumpe nicht unter 55° VL benötigen.

Übrigens hatte ich mich auch schon mit einer Brauchwasserwärmepumpe auseinander gesetzt, was sicher am effizientesten ist, aber aufwendig zu realisieren wäre. Es würde auch keine Forderung dafür geben, aber grotesker Weise für den konventionellen Brauchwasserspeicher schon.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 07.09.2023 06:45:27
0
3583570
Deine GASBÜCHSE ist im Gegensatz zu Wärmepumpentechnik ein HOCHTEMPERATURVERBRENNUNGSWÄRMEERZEUGER!

Deine Gasbüchse verbrennt das Gas auch dann mit Temperaturen > 900°C während im Heizkreis z.b. nur +30°C Vorlauftemperatur benötigt werden. Bei der Wärmepumpe ist das ein bisschen was anders. Das hast Du aber sicherlich schon geblickt als Du den Link in meinem vorherigen Beitrag geklickt hast. 😉

Verfasser:
clary
Zeit: 09.09.2023 22:32:31
0
3584738
Ich hab mal meine möglichen Heizungsbauer auf die geänderten Pläne angesetzt...
- Kollektive Schnappatmung - Die verstehen die Welt nicht mehr, eine Wärmepumpe ohne Riesenpufferspeicher und dann auch noch ein kleiner im RL. Unter 200L geht das gar nicht... Wenigens einer war dabei der den Anschein erweckt hat als könne er es sich doch ansatzweise vorstellen.

Ein Punkt war auch der thermostatlose Heizkörper. da will einer Thermostate einbauen, die einen automatischen hydraulischen Abgleich permanent durchführen können. Davon habe ich noch nie gehört, gibts so was und ist das zu empfehlen in der Konstellation?

Beide haben den Einwand gebracht, dass der vom Gesetzgeber vorgeschriebene hydraulische Abgleich nicht gesetzeskonform durchgeführt werden kann, der eine meinte das wäre jetzt schon der Fall und der andere das es ab 2024 nicht mehr möglich wäre. Da haben sie mich auf dem linken Fuß erwischt, ist das so?

Ich weiß ja nicht wer hier alles mitliest, aber wenn ein Heizungsbauer darunter ist der im Raum Erding (östlich von München) gerne die Sache anpacken möchte, darf er sich gerne bei mir melden!

Verfasser:
MD2000
Zeit: 09.09.2023 22:58:01
0
3584747
Es gibt Thermostate die einen automatischen hydraulischen Abgleich machen können. Das Ganze läuft meist über ein Gateway, welches an das Haus-WLAN angeschlossen wird. So kommunizieren die Thermostate miteinander und drosseln zu warme Räume ein und verteilen das Heizungswasser zu den Heizkörpern die mehr brauchen. Natürlich gibt es dazu eine App fürs Handy oder Tablet und oft Zusatzfunktionen die man aber für eine Niedertemperaturheizung mit Wärmepumpe nicht unbedingt braucht.
Der hydraulische Abgleich wird für die Förderung gefordert. Solche Systeme werden in der Regel als Abgleich anerkannt und der Heizungsbauer erspart sich den manuellen hydraulischen Abgleich. Brauchen tut man das natürlich nicht unbedingt. Ein manueller Abgleich durch den Heizungsbauer kostet zwar auch, ist aber vermutlich billiger als ein solches System. Muss man vergleichen.

Verfasser:
clary
Zeit: 10.09.2023 08:55:55
0
3584809
Gut, dann scheidet der automatische Abgleich über entsprechende Thermostate aus.
Aber das Argement der Heizungsbauer war, dass der manuelle Abgleich in dem hier diskutierten System nicht gesetzeskonform mind. ab 2024 durchgeführt werden kann.

Verfasser:
MD2000
Zeit: 10.09.2023 11:03:09
2
3584863
Die Aussagen des Heizungsbauers kann ich auch nicht nachvollziehen. Vielleicht gibt es da auch ein Missverständnis. Die Thermostate können ja dran bleiben. Über die Ventile wird der maximal mögliche Volumenstrom im Heizkörper eingestellt.

Der hydraulische Abgleich scheint in der Branche extrem unbeliebt zu sein. Ich bin leider auch nur Laie, aber das GEG setzt detaillierte Heizkreisberechnungen voraus und danach werden an den Thermostatventilen und Durchflussmessern der FBH die benötigten Volumenströme eingestellt. Für den Betreiber einer Wärmepumpe ist es nur wichtig, dass er später mit den Thermostaten nur die wenigen Räume, welche nur gering beheizt werden sollen drosselt (z.B. das Schlafzimmer) und alle anderen komplett aufdreht. So wird der Mindestvolumenstrom für die Pumpe sichergestellt und das System arbeitet effizient, weil die Raumtemperatur durch die Vorlauftemperatur der Wärmepumpe bestimmt wird und nicht vom Thermostat.
Voraussetzung ist natürlich, dass die Hydraulik des Heizsystems das hergibt. Deshalb sind parallele Puffer beim Heizungsbauer so beliebt. Dann gibt's keine Störungen, aber die Pumpe ist halt weniger wirtschaftlich.

Verfasser:
clary
Zeit: 11.09.2023 22:01:33
0
3585609
Zitat von MD2000 Beitrag anzeigen
Die Thermostate können ja dran bleiben. Über die Ventile wird der maximal mögliche Volumenstrom im Heizkörper eingestellt.


Das hatte ich bisher auch gedacht, die Thermostate bleiben drin und über die Ventile muß ich im hydr. Abgleich die optimale Stellung herausfinden. Neu für mich ist, dass mit WP alle Heizkörper im EG und DG laufen und über die Thermostate die gewünscht Temperatur eingestellt wird. Die Heizkörper im Keller bleiben aus, dafür werde ich die Kellerdecke isolieren.

Dem entgegen steht der Beitrag von Harkneuling vom 29.8.23 der empfahl die Thermostate auszubauen.

Heizkörper für optimalen Betrieb mit oder ohne Thermostate?

Verfasser:
Hugo 123
Zeit: 11.09.2023 22:40:59
2
3585620
Hallo Clara,

Kann es sein das du das Thermostat mit dem Ventil verwechselst?

Der Hydraulische Abgleich am Heizkörper wird über die einstellbaren Ventileinsätze vorgenommen. Der Thermostatkopf wird auf das Ventil geschraubt und ist bei gutem Hydraulischen / Thermischem Abgleich verzichtbar.

Grüße

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WP mit Pfferspeicher - mit und ohne Brauchwasser - was ist effizienter
Verfasser:
Hugo 123
Zeit: 11.09.2023 22:40:59
2
3585620
Hallo Clara,

Kann es sein das du das Thermostat mit dem Ventil verwechselst?

Der Hydraulische Abgleich am Heizkörper wird über die einstellbaren Ventileinsätze vorgenommen. Der Thermostatkopf wird auf das Ventil geschraubt und ist bei gutem Hydraulischen / Thermischem Abgleich verzichtbar.

Grüße
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