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02.02.2024 23:13:40 |
Hallo zusammen Wenn man etwas recherchiert hier im Forum, findet man immer wieder mal leidgeplagte Besitzer von Alpha Innotec LWDV Wärmepumpen, wo gelegentlich beim Abtauen eine Abschaltung mit p0_Pause im Log erfolgt. Dieses Phänomen tritt bei vielen oft nur bei Temperaturen nahe der 0°C Marke auf. Die Abschaltung erfolgt infolge zu tiefem Druck auf der Niederdruckseite (Grenzwert ca. 1 bar). Dies habe ich und auch Daniel309 hier festgestellt. Wenn man den Hersteller kontaktiert, kommt erst mal der Verdacht auf, dass der Durchfluss im Heizkreis zu gering ist und so zu wenig Energie zur Verfügung steht, um das Kältemittel im Wärmetauscher verdampfen zu lassen (im Abtaubetrieb fungiert der Wärmetauscher als Verdampfer). Dies wurde bei mir aber bereits geprüft, der Durchfluss liegt beim Abtauen bei mir bei mehr als 1400 l/h. Nun scheint zumindest mein Generalimporteur am Anschlag zu sein. Eine Klärung des Problems bei AIT ist seit wenigen Wochen am laufen - bisher leider ohne Lösung. Auch wenn die WP grundsätzlich läuft, stören mich diese Abschaltungen aufgrund des zusätzlichen Verdichter-Stop und -Start sowie der Tatsache, dass die WP erst wieder bei unterschreiten der Hysterese anläuft. Bis das System wieder auf die Solltemperatur kommt, läuft die WP mit hoher Leistung, wo sie etwas weniger effizient ist, als wenn sie mit niedriger Leistung durchgelaufen wäre. Es wäre toll, wenn sich hier weitere Leidensgenossen melden und allenfalls Erfahrungen teilen, was bereits an Reparaturversuchen unternommen wurde. Bestenfalls kennt vielleicht schon jemand die Lösung?Zu möglichen Ursachen gibt es meines Wissens nur Vermutungen. Mein Verdacht liegt aktuell beim Kältekreis. Da meine WP erst wenige Monate alt ist, erachte ich einen Kältemittelmangel als unwahrscheinlich. Ich gehe eher davon aus, dass das Drosselorgan nicht korrekt funktioniert. Vermutlich wird bei der Prozessumkehr ein Kapillarrohr als Drossel verwendet. Im kritischen Temperaturbereicht dürfte der Massenstrom zwischen Hochdruck- und Niederdruckseite zu gering sein und sich das Kältemittel auf der Hochdruckseite sammeln. Wenn das so wäre, müsste entweder das Drosselorgan getauscht oder dann die Leistung des Verdichters beim Abtauen reduziert werden. Das wäre vermutlich die einfachste Lösung. Liebe AIT, wäre es möglich, die Drehzahl beim Abtauen konfigurierbar zu machen oder wenigstens in begrenztem Bereich automatisch zu regulieren? :-) Dies ist meine aktuelle Vermutung. Aber vielelicht gibt es Anwender, die es besser wissen? Danke und Gruess
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03.02.2024 10:55:41 |
Hallo @urbanlink, ich melde mich mal als Leidensgenosse mit demselben Symptom und neuer LWDV (Betrieb seit 11.2023). Deine Erklärung ist die plausibelste die ich bis jetzt kenne. Danke dafür! Ich habe bis zu 4x die p0_pause pro Tag bei Temperaturen um die 0 AT. Im dta erkennt man die p0_pause an dem fehlgeschlagenen Abtauversuch (kleiner TWQEin Peak) der dann 10min später von einem (meist) erfolgreichen Abtauversuch gefolgt wird (grosser TWQEin peak). Beispiel (rote Markierungen): https://imgbb.com/d2ZgqB5Die Reparaturversuche bis jetzt waren: 1. Abtaufaktor erhöhen. Versuche mit 125% und 140% statt 100% haben nur eine teilweise Verbesserung gebracht. Die pause tritt jetzt meist nur noch zwischen -2 und 0 Grad AT auf. 2. AIT Support schlägt vor das Kapillarrohr zu tauschen. Bis jetzt noch nicht erfolgt.
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03.02.2024 11:06:40 |
Schaut mir danach aus dass bei manchen Herstellern (nicht nur AIT) die Kunden sogenannte "Alphatester" sind!
Denn 80 bis 90% der Kunden beschäftigen sich gar nicht so intensiv mit der Kiste und der lästige Rest wird oft mit irgendwelchen Floskeln abgespeist. Ich gestehe den Herstellern schon zu dass sich manche Labor- und Versuchsmesswerte in der realen Praxis oft als doch nicht so toll herausstellen wie vorab gedacht, aber dann müssten sie doch etwas forscher darauf reagieren!
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03.02.2024 11:20:59 |
Schaut mir danach aus dass bei manchen Herstellern (nicht nur AIT) die Kunden sogenannte "Alphatester" sind!
Kann ich nur bestätigen.
Die wollen Geld einnehmen nicht ausgeben, leider.
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03.02.2024 20:16:24 |
Zu deinem Kapillarrohr, dann sollte kein Sammler verbaut sein. Was ich bemerkt habe ob ne lwd im 80m2 Haus oder im 200m2 Haus verbaut ist fahren sie alle die gleichen Werte an Durchfluss beim Heizen und abtauen. 9,1 Liter beim heizen und glaub 15 Liter beim abtauen. Hup fährt Auto betrieb bei so 50-60% Was mir bei Hand betrieb bei 80% aufgefallen ist das der nd zum abtauen danach sehr lange braucht bis dieser mal abläuft und die den nächsten abtau Prozess durchführt. Bei 80% waren es glaube 16 Liter konstant. So gewählt das die Auto Liter über allen 3 werten liegt warmwasser, heizen, abtauen.
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03.02.2024 20:18:28 |
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04.02.2024 13:14:36 |
Hallo zusammen
Danke für die bisherigen Rückmeldungen. Bei mir sind es bis zu 3x p0_pause pro Tag. Im Schnitt sind es aber nur etwa 0.5 pro Tag würde ich meinen. Es gibt also auch etliche Tage ohne zum Glück. Da wir einen 600l Parallelspeicher haben, dauert es im Unterschied zu Daniel309 entsprechend wenige Stunden, bis das System wieder anläuft (ich weiss mittlerweile, dass der Speicher bezüglich Effizienz nachteilig ist, aber immerhin konnte ich die Hydraulik so optimieren, dass der ganze Vorlauf in die FBH geht und der Speicher eher ein Schattendasein führt).
@hannes und hebu: Ja, im Grunde habt ihr wohl recht. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob wir noch Alphatester sind. Etwas googeln hat ergeben, dass die WP schon ca. 2018 auf den Markt gekommen sein könnte (ganz eindeutig waren die Resultate aber nicht). Und ja, die meisten Firmen sind aufs Geld einnehmen fokussiert. Ich muss zugeben, bei uns im Betrieb haben wir auch ein Produkt, dass teils Probleme bereitet. Da aber schon ein neues in der Pipeline ist, will man am existierenden nichts mehr ändern. Immerhin wird aber bei den problembereitenden Geräten solange Support gewährt, bis es ordentlich funktioniert.
@joerg73: Habe auch gelesen, dass bei Einsatz eines Kapillarrohrs kein Sammler verbaut werden soll. Ohne die Maschine bisher geöffnet zu haben, gehe ich aber schon davon aus, dass es einen Sammler gibt, da im Heizbetrieb ein EEV werkelt. Bin mir nicht sicher, ob das Sinn macht, aber de Sammler wäre ja bei der Prozessumkehr durch ein Rückschlagventil umgangen, und somit wäre das schon möglich, nicht? Dann noch eine Frage: Was genau soll sich ändern, wenn ich den Durchfluss manuell auf 80% erhöhe? Dann taut sie weniger oft ab? Oder was meinst du mit "das der nd zum abtauen danach sehr lange braucht bis dieser mal abläuft und die den nächsten abtau Prozess durchführt"? Wenns mir dann klar ist, würde ich das allenfalls schon ausprobieren. Jedoch möchte ich eigentlich aufgrund des höheren Stromverbrauchs die ZUP nicht konstant mit dieser hohen Leistung fahren.
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06.02.2024 20:48:57 |
Meine LWDV ist von 11/2019 und hat das Problem auch. Ich habe nicht in der DTA-Datei geschaut, aber es kommt vor, dass die Anlage ohne ersichtlichen Grund nach einem Abtauzyklus v. a. nach WW-Zyklus pausiert, was in die gleiche Richtung geht. Das das ein "riesen" Problem ist, würde ich jetzt nicht sagen. Es kostet ein wenig Effizienz auf der dritten Nachkommastelle und ist nicht optimal. Ein "Mangel" ist es sicherlich nicht. Die Anlage läuft schon ansonsten gut und effizient. Das ist Gejammer auf hohem Niveau. "Alphatester" ist man eher bei den defekten Inverter, die bei 2/3 der Anlagen von Anfang an defekt verbaut waren. DAS war ein Problem, die p0-PAuse ist dagegen ein Witz. Würde mich natürlich auch freuen, wenn das Problemchen durch Update beseitigt werden könnte.
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08.02.2024 17:53:09 |
Ich denke du beschreibst ein anderes Problem @Waermepumpe. Die p0_pause um die es hier geht zeigt sich vor einem Abtauzyklus (bzw. als Abbruch und Wiederholung davon), es hat nichts mit einem WW Takt zu tun. Bitte Vergleiche dein .dta mit dem im Beitrag oben ( https://imgbb.com/d2ZgqB5). Es geht auch nicht um einzelne p0_pausen, sondern um Häufungen von 3x oder mehr pro Tag. Wenn du dazu noch den WW Takt und EVU Sperre nimmst kommen einige Stunden an fehlender Heizung bzw. Heizleistung (RL weit unter Soll) zusammen die man mit einer erhöhten Heizkurve ausgleichen muss.
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08.02.2024 21:09:42 |
Abgesehen davon dass einige (auch rennomierte) Hersteller meinen das WP-Rad neu erfinden zu müssen, gibt es aus meiner Erfahrung immer wieder die gleichen Probleme. Erstens die Abtauerkennung da gibts noch immer Geräte welche unter einer bestimmten AT stur nach Zeit abtauen, bei denen ist noch nicht einmal die Temperaturdifferenzmethode angekommen, aber von KI (künstlicher Effiozienz) wird gesprochen, davon sind viele noch so weit entfernt wie der Mond von der Erde! Zweitens die leidige Kompressorheizung, da inzwischen (fast) alle mit elektronisch gesteuerten Einspritzvenrtilen ausgestattet sind wäre es am einfachsten dieses zu schließen und dann die Maschine über den Niederdruckschalter abzuschalten, kostet kein Watt zusätzlich und erspart das Heizband samt Strom, ausserdem sind inzwischen (fast) alle WP unter 10 kW mit Rollkolbenkompressoren ausgestattet, da ist das Kompressoröl im Hochdruckbereich und daher gibt es kein "Ölaufschäumen"! Drittens, eines der Hauptübel sind die "Herstellerspezifischen" Bedieneinheiten, von sehr mühsam bis katastrophal ist dabei alles vertreten, fast alle nur sehr mühsam von den Klimakisten auf Heizanforderung hingefrickelt, eine komfortable Menüführung wo man ganz einfach Sollwerte, Heizkurven und Schaltzeiten in allgemeinverständlicher Form einstellen und ändern kann ist bei den wenigsten vorhanden! Viertens, die sogenannte PV-Ready Funktion wird von allen heftig beworben, ist aber meist nur eine mühsame Krücke und jeder Hersteller hat völlig andere Vorstellungen was der Anwender damit machen soll / kann, bislang eher in Richtung "unbrauchbar" unterwegs! Fünftens, es gibt bei kaum einem Hersteller die Möglichkeit über ein externes 0-10 V Signal einer übergeordneten Regelung-/ Steuerung Sollwerte entsprechend zu schieben oder zu verändern, natürlich nur in einem Rahmen welcher die Maschinensicherheit nicht negativ beeinflussen kann.
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09.02.2024 09:39:12 |
Zitat von Waermepumpe  [...]Das das ein "riesen" Problem ist, würde ich jetzt nicht sagen. Es kostet ein wenig Effizienz auf der dritten Nachkommastelle und ist nicht optimal. Ein "Mangel" ist es sicherlich nicht. Die Anlage läuft schon ansonsten gut und effizient. Das ist Gejammer auf hohem Niveau[...] Mir ist durchaus bewusst, dass das lange nicht jeden stören mag. Das ist auch völlig okay! Auch ist es sicher kein so gravierendes Problem wie ein Defekt, wo nicht mehr geheizt werden kann. Aber normal ist es keinesfalls. Ich kenne Besitzer von Anlagen anderer Herstellern, wo das nicht passiert. Insofern ist vermutlich bei der Konstruktion/Berechnungen der WP etwas schief gelaufen, wenn eine Anlage mit Baujahr 2019 auch schon dieses Problem hat. Somit ist es meiner Meinung nach schon ein Mangel. Dass dieser Standpunkt nicht völlig abwegig ist, wird durch die Bereitschaft von AIT bei Daniel309 ein Teil im Kältekreis zu tauschen, bestätigt. Dass die Effizienz kaum leidet, kann ich so nicht bestätigen. Deshalb möchte ich dies für meinen Fall hier rechnerisch wiederlegen. Wie in einem vorherigen Post geschrieben, pausiert meine WP nach dem "p0_pause" event für längere Zeit. Ich habe ein *.dta File von mir angeschaut. Bei -3°C sind es ziemlich exakt 2h. Dies infolge des Trennspeichers und einer grossen Hysterese von 3K beim Heizkreis. Die Hysterese wurde bei der Inbetriebnahme so gewählt, damit die Heizung das WPSM Zertifikat erhält und finanziert wird. Über diese 2h fehlen mir dann etwa 5 kWh, die die WP in dieser Zeit geliefert hätte. Um das ganze System und den Speicher wieder auf die Solltemperatur zu bringen, läuft die Anlage dann nach dem Wiedereinschalten zuerst mit 2/3 und später der Maximalleistung für insgesamt ca. 1.5h, bevor die Leistung wieder zurückgefahren wird. Die Anlage muss in diesen 1.5h eine Energie von 8.75 kWh erbringen (die fehlenden 5kWh von der Pause + weitere 1.5h*2.5kWh=3.75kWh für den regulären Heizbetrieb). Nun ist es leider so, dass der COP bei Teillast und Maximallast sehr unterschiedlich ist. Ich habe diese COP-Werte wiederum aus dem *.dta extrahiert. Die folgenden Werte gelten für eine AT von -3°C: Teillast (untere Grenze): Innerhalb 30 Minuten wurde aus 0.242 kWh elektrischer Energie 0.805 kWh thermische Energie erzeugt. Dies ergibt einen COP von 3.33 Vollast (obere Grenze): Innerhalb 30 Minuten wurde aus 1.328 kWh elektrischer Energie 2.852 kWh thermische Energie erzeugt. Dies ergibt einen COP von 2.147 Würde die WP nicht abgeschaltet, hätten für die insgesamt 8.75 kWh thermische Energie mit COP 3.33 elektrische Energie von 2.63 kWh aufgewendet werden müssen. Mit der Abschaltung muss dieselbe Energie von 8.75 kWh mit COP 2.147 erzeugt werden, was elektrische Energie von 4.07 kWh erfordert. Ich habe also rein dadurch einen zusätzlichen Verbrauch während dieser Zeit von +55%. Auch wenn das der grösste Verlust ist, kommen noch weitere hinzu. Wenn gleich viele dieser Pausen an einem Tag auftreten, beginnt die Raumtemperatur zu sinken (im Schnitt liegt der Vorlauf dann etwa 0.5 K unter dem soll). Ich muss also am Folgetag eingreifen (mühsam) und die Temperatur um 0.5K nach oben korrigieren. Nun kostet auch dieser höhere Vorlauf Effizienz. Gemäss recherche im Internet ca. +1% (ca. 2% auf 1 Grad). Zu guter letzt ist es dann leider noch so, dass wenn die WP bei Vollast läuft, der Verdampfer je nach Wetterbedingungen aufgrund der grösseren Temperaturdifferenz zur Luft schneller vereist. Somit muss die Anlage früher wieder abtauen, was ebenfalls mehr Energie benötigt. Mir ist ein Rätsel, weshalb der Regler nach dieser Abschaltung nicht einfach nach einer notwendigen Schaltspielzeit wieder den Heizbetrieb aufnimmt. Das wäre ganz einfach umzusetzen und würde mich schon mal zu 80% zufriedener stellen. Nebenbei gilt das auch für die EVU-Sperren. Wenn vor der Sperre nicht die obere Hysterese erreicht wurde, sollte m.M. nach die Anlage nach der Sperre wieder den Heizbetrieb aufnehmen und nicht einfach zuwarten, bis die untere Schwelle wieder erreicht wird. Insgesamt gibt es also schon genügend Argumente, dass diese Eigenschaft der Anlage nicht als Bagatelle abgestempelt werden darf. Zu guter letzt ist es mir auch wichtig, dass die nötige Transparenz geschaffen wird. Hätte ich von diesem Problem vorgängig gewusst, wäre meine Wahl eventuell auf ein anderes Fabrikat gefallen. Nicht zuletzt übt diese öffentliche Publikation auch etwas Druck auf den Hersteller aus, hier etwas zu tun. Leider ist dies manchmal notwendig. Auch wenn ich sogar bereit wäre, diese zusätzlichen Kosten zu tragen, ist es im Hinblick auf das Energieproblem schon ätzend zu wissen, dass wohl hunderte oder tausende Anlagen in Europa stehen, die deswegen unnötig Energie verbraten.
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09.02.2024 10:16:20 |
@Hannes. Auch wenn die Beschriebenen Probleme nicht das hiesige Thema betreffen, erlaube ich mir, ein paar Anmerkungen zu machen. Zitat von Hannes/esbg  Erstens die Abtauerkennung da gibts noch immer Geräte welche unter einer bestimmten AT stur nach Zeit abtauen, bei denen ist noch nicht einmal die Temperaturdifferenzmethode angekommen, aber von KI (künstlicher Effiozienz) wird gesprochen, davon sind viele noch so weit entfernt wie der Mond von der Erde! Auch wenn AIT keinen idealen Algorithmus zur Abtauerkennung haben mag, sehe ich zumindest keine Abtauung nach bestimmten Zeiten. Das Verhalten ist stark von der Luftfeuchtigkeit und Temperatur abhängig, was es ja auch sein muss. Bei hoher Feuchte wird ziemlich regelmässig abgetaut, was einem schon den Eindruck geben könnte, dass da ein Timer dahinter steht. Ich selbst habe etwas Mühe damit, dass in diversen Threads immer wieder unterschiedliches Abtauverhalten verglichen und gleichzeitig die Wetterbedingungen (Temperatur/Feuchte) nicht mitberücksichtigt werden. Zitat von Hannes/esbg  Zweitens die leidige Kompressorheizung, da inzwischen (fast) alle mit elektronisch gesteuerten Einspritzvenrtilen ausgestattet sind wäre es am einfachsten dieses zu schließen und dann die Maschine über den Niederdruckschalter abzuschalten, kostet kein Watt zusätzlich und erspart das Heizband samt Strom, ausserdem sind inzwischen (fast) alle WP unter 10 kW mit Rollkolbenkompressoren ausgestattet, da ist das Kompressoröl im Hochdruckbereich und daher gibt es kein "Ölaufschäumen"! Zumindest die LWDV hat doch einen Scrollverdichter. Da ist das Öl meiner Meinung nach auf der ND-Seite. Wie auch immer, ich nehme diesen kleinen Mehrverbrauch in Kauf, wenn die Anlage dafür ein hohes Alter erreicht. Zitat von Hannes/esbg  Fünftens, es gibt bei kaum einem Hersteller die Möglichkeit über ein externes 0-10 V Signal einer übergeordneten Regelung-/Steuerung Sollwerte entsprechend zu schieben oder zu verändern, natürlich nur in einem Rahmen welcher die Maschinensicherheit nicht negativ beeinflussen kann. Ob es wirklich funktioniert weiss ich nicht. Aber zumindest gibt es im Menü die Option die Regelung über ein eingespeistes Analogsignal machen zu lassen.
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09.02.2024 10:25:54 |
Zitat von urbanlink  Hallo zusammen
Wenn man etwas recherchiert hier im Forum, findet man immer wieder mal leidgeplagte Besitzer von Alpha Innotec LWDV Wärmepumpen, wo gelegentlich beim Abtauen eine Abschaltung mit p0_Pause im Log erfolgt. Dieses Phänomen tritt bei vielen oft nur bei[...] Jupp, Moin, die Wärmepumpen möchten beim Abtauen en Kondensator nicht zufrieren. Das hat höchste Sicheheitsstufe. Es muss immer genug Abtauenergie zur Verfügung stehen. Wenn du dein Wissen aus den Foren und meinst hier nur wären nur Granaten dann sage ich die da sind viele Rohrkrepierer dabei." einer " hier er müsste unbedingt die Hk beim Abtauen abschalten weil die dann 3-4 kälter werden. Dem habe ich widersprochen dann werden die frech und wollen ihre Selbstdarstellung hier durchsetzen. Gutefrage
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09.02.2024 13:22:04 |
Die "höchste Priorität" des Wärmetauscherschutzes über die Durchflussmenge ist viel einfacher mit je einem Temperaturfühler am VL und am RL zu erfüllen! Dass ein Mindestdurchsatz stattfinden muß sei hier unbestritten!
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| | Zeit:
09.02.2024 13:41:17 |
Zitat von gutefrage  Zitat von urbanlink  [...] Jupp, Moin, die Wärmepumpen möchten beim Abtauen en Kondensator nicht zufrieren. Das hat höchste Sicheheitsstufe. Es muss immer genug Abtauenergie zur Verfügung stehen. Wenn du dein Wissen aus den Foren und meinst hier nur wären nur Granaten dann sage ich die da sind[...] Ja, das ist mir völlig klar. Wie in der Einleitung beschrieben, wurde der Durchfluss geprüft. Es sind während dem Abtauen sogar noch mehr als beschrieben, etwa. 1510 l/h. Zudem kommt dies ab dem Speicher mit RL von ~31°C und VL von ~26°C während dem Abtauen. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass da was zufriert. Oder siehst du das anderst? Und wenn ja, dann ist wohl dieser Plattenwärmetauscher mangelhaft. Mein wissen habe ich mir durch Fachliteratur angeeignet. Mir ist durchaus bewusst, dass hier teils auch viel Unfug verbreitet wird. Ich will aber nicht behaupten, dass alles von mir richtig ist. Teils habe ich auch Annahmen getroffen, dies aber hoffentlich genügend deklariert. Man darf mich gerne korrigieren, aber am liebsten mit Quellennachweisen.
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09.02.2024 13:50:34 |
so ist es, wenn beim ersten Stepp die Sicherheitsgrenze die Wp stoppt, und diese macht dann einen weiteren Versuch hat man einen Takt mehr Ich glaube schon das Ait Wp bauen kann, aber der Ersteller diese nicht versteht und macht eine vermurkste Hydraulik dran.
Gutefrage
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09.02.2024 14:38:11 |
Zitat von gutefrage  so ist es, wenn beim ersten Stepp die Sicherheitsgrenze die Wp stoppt, und diese macht dann einen weiteren Versuch hat man einen Takt mehr Ich glaube schon das Ait Wp bauen kann, aber der Ersteller diese nicht versteht und macht eine vermurkste Hydraulik dran.
Gutefrage Naja, da bin ich jetzt nicht ganz einverstanden. Das Setup mit Parallelspeicher ist sicherlich bezüglich Effizienz nicht ideal, aber dann soll mal einer sagen, wie man noch mehr Wärme als durch diesen grossen Speicher in die WP fürs Abtauen bringen kann. Dann erwarte ich auch von AIT, dass sie dies entsprechend kommunizieren an mich oder den Heizungsbauer, dass etwas anders aufgebaut werden muss. Solange dies nicht kommt, liegt für mich der Fehler bei AIT.
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| | Zeit:
09.02.2024 17:24:53 |
Teste doch mal den Silent Mode dann fährt die Anlage nicht mit Maximalleistung hoch, wenn die 3K in Deinem Setup sein müssen. Wegen irgendeiner Zertifizierung, die längst abgeschlossen ist, würde ich nicht eine (für mich) derart ineffiziente Einstellung wählen. Ich kenne mich mit Deinem Setup nicht aus, daher kann ich vermutlich nicht mitreden. Aber wenn ich mit meiner Anlage vergleiche: Eine 3K Hysterese ist etwas, das ich nie und nimmer bei meiner Anlage machen würde. Das wäre die allerletzte Einstellung für meine Heizung und mein Haus, vor allem, wenn es diese "PAuse" gibt. 3K Hystere ist zudem mehr als unkomfortabel, weil das Haus tierisch auskühlt und die Anlage dann Vollgas die Wärme wieder reinbringen muss. Da hast Du vermutlich sehr hohe TEmperaturen, damit Du nicht frierst? Vielleicht liegt es daran, dass ich ein relativ neues KFW55-Haus und Fußbodenheizung habe und Du ein Setup für Altbau etc., wo die 3K Hysterese wegen kleinen Heizkörpern etc sein muss. Ich habe in meinem Haus mit 1K Hysterese da viel geringere Probleme. Meine Anlage fährt im Silent Mode halt auch nicht brutal die Temperatur hoch. Ich sage nicht, dass das Problem nicht von AIT gelöst werden sollte, aber Du hast ggf. suboptimale Einstellungen, die das Problemchen verschärfen. Manche USer meinen, dass die Einstellung, in der die Anlage maximallange läuft, ideal ist. Diese fahren dann mit extrem hohen Temperaturen und freuen sich über hohe AZ. Bei etwas niedriger Temperatur im Haus und im Speicher, würde die AZ durch Stopps sicherlich sinken, aber dabei sinken dann auch die Stromkosten. Eine hohe JAZ ist nicht alles, sondern für mich zählt mehr Geld im Portemonaie.
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10.02.2024 02:16:19 |
Hallo zusammen
Was für einen Softwarestand habt Ihr? Ich glaube V3.8x.x macht Probleme...
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10.02.2024 09:30:13 |
Zitat von urbanlink  Zitat von gutefrage  [...] Naja, da bin ich jetzt nicht ganz einverstanden. Das Setup mit Parallelspeicher ist sicherlich bezüglich Effizienz nicht ideal, aber dann soll mal einer sagen, wie man noch mehr Wärme als durch diesen grossen Speicher in die WP fürs Abtauen bringen kann. Dann erwarte ich auch von AIT,[...] Meiinte diene Hydraulik nicht. Rede nur von denen die gesehen. Rohrquerschnitt ? 3 Wegeumschaltventil ? 2 Pumpenlösung ? Puffergrösse Parallel ? kombi oder getrennte Puffer ? Überströmer ? 3 Wegeventil L oder T oder Klappe? wie könnte ich eine Einschätzung vornehmen. ? sorry würde ich nie wagen. gutefrage
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12.02.2024 13:55:41 |
Zitat von Waermepumpe  Teste doch mal den Silent Mode dann fährt die Anlage nicht mit Maximalleistung hoch, wenn die 3K in Deinem Setup sein müssen. Wegen irgendeiner Zertifizierung, die längst abgeschlossen ist, würde ich nicht eine (für mich) derart ineffiziente Einstellung wählen. Ich kenne mich mit Deinem Setup nicht[...] Danke für deinen Input. Ich test nun mal kleinere Hysteresen, damit die Heizung nach diesen Pausen nicht so lange auf Volllast läuft. Beim Erfassen der Zahlen in vorherigem Thread von mir war ich schon etwas erstaunt, dass der COP bei Vollast so viel schlechter ist. Vielleicht sind die aufgezeichneten Werte im *.dta auch wirklich gar stark abweichend von der Realität. Weil im Datenblatt der WDVS findet man einen COP von 3.14 bei Volllastbetrieb für A-7/35, und da ist die Temperaturdifferenz grösser als bei mir. Ansonsten hatte ich mit der grossen Hysterese keine Probleme bisher. Bei Temperaturen unter 3-5 Grad spielt sie bei uns eine untergeordnete Rolle (ist ein Altbau, korrekt, aber mit FBH), da die Heizung durchläuft. Bei höheren Temperaturen schaltet sie mit grosser Hysterese morgens etwas später aus, dafür Abends auch später ein. Ich denke, dass sich dies von den Arbeitszahlen in etwa ausgleicht. Und im Haus spüren wir dies kaum, es wird dann gegen Mittag vielleicht 3 bis 5 zehntel Grad wärmer als Nachts. Wir haben meist ziemlich konstant 22°C. Da scheint das Haus träge genug zu sein. Aber wie gesagt, ich teste nun tiefere Hysteresen. Ich möchte aber vermeiden, dass die Heizung bei wenig Last zu oft taktet. Silent-Betrieb rund um die Uhr möchte ich eher vermeiden. Denn wenns dann mal richtig kalt wird, möchte ich nicht den ZWE in Betrieb haben. Bei einem Neubau ist das wohl kein Problem. Zitat von Ram der Don  Hallo zusammen
Was für einen Softwarestand habt Ihr? Ich glaube V3.8x.x macht Probleme... Ich habe aktuell V3.89.3. Meine Anlage wurde letzten Herst mit V3.88.0 ausgeliefert. Damit kams auch schon vor. Sind Versionen mit V3.7.... nicht schon Uralt-Verisionen?
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12.02.2024 18:15:33 |
Zitat von urbanlink  Da scheint das Haus träge genug zu sein. Aber wie gesagt, ich teste nun tiefere Hysteresen. Ich möchte aber vermeiden, dass die Heizung bei wenig Last zu oft taktet. Silent-Betrieb rund um die Uhr möchte ich eher vermeiden. Denn wenns dann mal richtig kalt wird, möchte ich nicht den ZWE in Betrieb haben. Bei einem Neubau ist das wohl kein Problem Ich habe da keine Probleme mit zu oft takten, allerdings habe ich guten Wärmespeicher Kalksandstein mit guter Isolierung außen. Ich hätte auch 2K Hysterese zu Beginn voreingestellt. Das führte bei meinem Setup zu höherem Verbrauch, weil das Haus zu stark auskühlte. Bei 1K braucht es nach der "Pause" bei mir Stunden bis die Anlage wieder einschaltet. Silentmode könnte bei Deinem Haus vielleicht Probleme machen, wenn die Leistung nicht reicht. Ich habe für den Heizstab die Sicherung raus genommen. Man sollte sich frei machen, dass die Anlage auch in der Übergangszeit unbedingt durchlaufen muss. Dadurch spart man nicht.
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21.02.2024 10:06:44 |
Kleines Update meinerseits. Vom Hersteller habe ich bisher leider noch nichts gehört - auch eine Nachfrage wurde bisher nicht beantwortet. Scheint also die gleiche Taktik zu sein, wie es schon andere beschrieben haben. Hysterese habe ich nun auf 1.5K gesenkt. Dadurch habe ich immer noch sehr gute Laufzeiten und Pausen von mehreren Stunden, auch bei milden Temperaturen. Somit ist das Problem etwas gelindert. Silentmode habe ich ebenfalls probiert. Wie ich vermutet habe, läuft dann aber der Lüfter mit geringerer Drehzahl, was sich nachteilig auf die Effizienz auswirkt. Somit verzichte ich lieber darauf und kann den für den Dauerbetrieb nicht empfehlen.
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23.02.2024 13:49:00 |
Zitat von urbanlink  . Silentmode habe ich ebenfalls probiert. Wie ich vermutet habe, läuft dann aber der Lüfter mit geringerer Drehzahl, was sich nachteilig auf die Effizienz auswirkt. Somit verzichte ich lieber darauf und kann den für den Dauerbetrieb nicht empfehlen. Hast Du wirklich Effizienzdaten zum Silent-Mode Betrieb VS Normalmodus? Die geringere Lüfterdrehzahl wirkt sich nicht schlechter auf die Effizienz aus, weil sie beim Anfahren der Anlage effizienter hochfährt. Das liegt daran, dass sie in der Leistung gedrosselt ist. Bei höherer Leistung hast Du höhere Anzahl an Abtauzyklen, kann sein dass es daran liegt. Ich habe allerdings gute Isolierung im Haus und brauch nur sehr niedrige VL- Temperatur/ Leistung. Vielleicht hängt dies auch mit Anzahl der Starts zusammen, dass sie bei mir effizienter läuft, den. Ich habe 3X EVU Sperre. Die Laufzeit könnte bei mir höher sein, weil sie länger braucht bis sie auf Solltemperatur ist. Du vermutest mehr Abtauzyklen wegen des Lüfters? Ich sehe diese bisher nicht. AZ ist höher im Silentmode, vielleicht ist Wärmeleistung höher und daher Stromverbrauch nicht geringer. Oder die Anlage misst im Silentmode falsche Werte. Ich muss noch etwas Daten sammeln, aber Silentmode läuft bei mir aktuell effizienter als der normale Modus. Es ist ca. 0,1 bis 0,2 in der AZ höher. Wichtiger ist mir aber der Stromverbrauch. Da habe ich noch nicht genug Daten. Im Januar war der Verbrauch im Silentmode deutlich niedriger beim Heizen bei mir im Silentmode (1*C Aussen-Temperatur). Ich hätte da sogar 65kwh Heizstab, weil ich vergessen hatte, diesen auszusichern. Bei unter -8*C schaltet die LWDV den Heizstab zu. Ich brauche diese Zusatzleistungen bei meinem Haus (KFW55) nicht. Im WW Takt ist die Effizienz im Silentmode deutlich höher, da solltest Du mal testen und mit den Verbräuchen bei gleicher monatlicher Aussen-Temperatur vergleichen
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28.02.2024 21:51:39 |
Zitat von Waermepumpe  Zitat von urbanlink  [...] Hast Du wirklich Effizienzdaten zum Silent-Mode Betrieb VS Normalmodus? Die geringere Lüfterdrehzahl wirkt sich nicht schlechter auf die Effizienz aus, weil sie beim Anfahren der Anlage effizienter hochfährt. Das liegt daran, dass sie in der Leistung gedrosselt ist. Bei höherer[...] Also der Silent-Mode macht ja folgendes, um die Lautstärke- Emissionen zu reduzieren: a) Maximale Drehzahl des Verdichters limitieren Da gebe ich dir recht, das wirkt sich positiv auf die Effizienz aus. Auch sind die Abtauzyklen tendenziell länger, da je nach Luftfeuchte weniger Wasser kondensiert. b) Die Ventilator-Drehzahl limitieren Und das ist nachteilig für die Effizienz, weil weniger Luftvolumenstrom zu einer niedrigeren Verdampfungstemperatur führt und der Verdichter mehr Arbeit leisten muss. Effizienzdaten habe ich nicht. Auch verkürzt das die Abtauzyklen tendenziell wieder, weil eben aufgrund der grösseren Luft-Kondensator- Temperaturdifferenz mehr Wasser kondensiert. Wieviel sich das wieder relativiert, weil der Volumenstrom geringer ist, ist schwierig zu sagen. Ich stimme dir zu, dass unter gewissen Umständen der Silent-Mode vielleicht dennoch Sinn macht, da je nach Situation der Gewinn von A grösser sein wird als der Verlust von B - so wie vermutlich in deinem Fall. Vielleicht hätte ich es anders formulieren sollen als «ich rate davon ab». Ich kann aber sagen, dass er für mich nicht in Frage kommt, weil ich die Leistung im Altbau benötige, auch fürs Warmwasser, wofür die Maschine alle 2 Tage 75min braucht um 600l Wasser um gut 10K zu erhitzen. Das würde dann zu lange dauern und den Heizbetrieb zu lange unterbrechen an kalten Wintertagen.
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