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Foren
Wechsel auf LWWP: wie Räume nach Bedarf aussteuern?
Verfasser:
Kruste
Zeit: 02.04.2024 15:27:34
1
3694028
Moin liebes Forum,

wir wollen in unserem EFH unsere 30 Jahre alte Gasheizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzen und befinden uns derzeit noch in der Planungsphase. Wir haben ausschließlich Heizkörper im Haus. Die Eignung einer WP für unser Haus wurde aber durch einen Energieberater bestätigt. Aktuell haben wir einen Energieberater beauftragt, die Heizlast und den hydraulischen Abgleich zu berechnen.

Bei der Angabe der Wunschtemperatur pro Raum fragen wir uns gerade:

Wie heizt "man" eigentlich mit einer Wärmepumpe im Gegensatz zu einer Gasheizung? Bleiben wirklich immer alle Thermostate nach dem hydraulischen Abgleich voll aufgedreht? Oder kann man die Räume weiterhin individuell im Laufe des Tages verändern?

Beispiel:
Wenn sich nur eine Person im Haus befindet und Homeoffice macht, heizen wir tagsüber das Büro auf 21 Grad und lassen alle anderen Räume auf 18 Grad (alles nach Gefühl über alte "analoge" Heizkörper Thermostate). Geht es dann abends in das Wohnzimmer, wird das Büro auf 18 runtergedreht und das Wohnzimmer auf 20 Grad. Das Aufwärmen eines Raumes ging mit der Gasheizung bisher sehr schnell.

Vor der Energiekriese haben wir immer all Räume voll geheizt. Seit der Änderung hin zu dem beschriebenen Heiz-Verhalten sparen wir 20% Gas ein. Geht diese Individualität bei einer WP auch? Oder ist das kontraproduktiv oder gar schlecht für die Lebensdauer der WP?

Verfasser:
Kruste
Zeit: 02.04.2024 15:34:42
0
3694029
Mir fällt gerade noch eine anders Beispiel ein, welches uns bei der Auswahl der Wunschtemperatur verunsichert:

Ein- bis zweimal die Woche macht jemand Homeoffice im Wohnzimmer. Dann wird dieses auf 21-22 Grad geheizt. Ansonsten mögen wir aber lieber 20 Grad haben im Wohnzimmer.

Wie spiegelt man sowas mit einer WP wieder? Gibt man für den hydraulischen Abgleich 22 Grad an und dreht die Heizung dann bei nicht-Homeoffice auf 20 Grad runter und bei Abwesenheit auf 18 Grad? Oder muss man sich für eine Temperatur entscheiden?

Verfasser:
OliverSo
Zeit: 02.04.2024 15:44:21
6
3694032
Generell hat eine gut asugelegte Wärmepumpenanlage einige Unterschiede zu den üblich ausgelegten Gas- oder Ölheizungen:

1.) Die WP benötigt einen für Heizkörperanlagen sehr hohen Mindestdurchfluß
2a.) Eine gut ausgelegte WP hat genau die Leistung, die das Haus benötigt. Reserveleistung zum schnellen Aufheizen gibt es nicht
2b.) Eine gut ausgelegte WP-Anlage läuft genau mit der Vorlauftemperatur, die das Haus benötigt. Reserveleistung zum schnellen Aufheizen gibt es nicht

Daher ist die ideale Einstellung einer WP: AN. Immer. Alternativ AUS. Das auch immer.
Das ist in der Praxis dann nicht immer in voller Konsequenz umsetzbar, aber man sollte nah dran bleiben.

In der Heizsaison gibt es keine Nachtabsenkung, keine Räume ab- oder zuschalten, kein ESS, kein gar nix. Spielchen wie tägliches rauf- und runterheizen kurzfristig nicht benötigter Räume gehen damit nicht, ebenso dauert das "mal eben aufheizen" eines kalten Kellerraums schon mal 2 Tage.

Oliver

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 02.04.2024 15:47:25
0
3694034
Zitat von Kruste Beitrag anzeigen
[...]Bei der Angabe der Wunschtemperatur pro Raum fragen wir uns gerade:

Wie heizt "man" eigentlich mit einer Wärmepumpe im Gegensatz zu einer Gasheizung? Bleiben wirklich immer alle Thermostate nach dem hydraulischen Abgleich voll aufgedreht? Oder kann man die Räume weiterhin individuell im Laufe des Tages verändern?


Idealerweise heizt man 24/7 durch. Die Thermostate werden nach dem Abgleich auf die Wunschtemperatur eingestellt und übernehmen dann dort die Funktion, wofür sie gedacht sind: Sie regeln Fremdwärme weg, d. h. bei viel Sonnenschein, Party mit vielen Besuchern etc. wenn es zu warm wird, regulieren sie den Volumenstrom des Heizkörpers herunter. Es geht bei der Aussage "Thermostate offen/demontieren" darum, dass die Temperatur durch den Abgleich sicher gestellt wird und nicht einfach wie früher mit viel zu hoher VLT auf die Heizkörper gefahren wird und dann dort die Thermostatventile die Temperatur regulieren.

Zitat von Kruste Beitrag anzeigen

Beispiel:
Wenn sich nur eine Person im Haus befindet und Homeoffice macht, heizen wir tagsüber das Büro auf 21 Grad und lassen alle anderen Räume auf 18 Grad (alles nach Gefühl über alte "analoge" Heizkörper Thermostate). Geht es dann abends in das Wohnzimmer, wird das Büro auf 18 runtergedreht und das Wohnzimmer auf 20 Grad. Das Aufwärmen eines Raumes ging mit der Gasheizung bisher sehr schnell.


Das ist mit WP nicht unbedingt sinnvoll, resp. um schnell von 18 auf 20 Grad aufzuheizen hat sie zu wenig Leistung resp. zu tiefe VLT.

Zitat von Kruste Beitrag anzeigen
Vor der Energiekriese haben wir immer all Räume voll geheizt. Seit der Änderung hin zu dem beschriebenen Heiz-Verhalten sparen wir 20% Gas ein. Geht diese Individualität bei einer WP auch? Oder ist das kontraproduktiv oder gar schlecht für die Lebensdauer der WP?


Ja, das geht, ist aber nicht sinnvoll da kontraproduktiv und u. U. schlecht für die WP.
Besser die Heizkurve passend einstellen, um möglichst geringe Vorlauftemperaturen zu benötigen, dann seid ihr sparsam unterwegs.

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 02.04.2024 15:50:03
2
3694036
Zitat von Kruste Beitrag anzeigen
[...] Ein- bis zweimal die Woche macht jemand Homeoffice im Wohnzimmer. Dann wird dieses auf 21-22 Grad geheizt. Ansonsten mögen wir aber lieber 20 Grad haben im Wohnzimmer.

Wie spiegelt man sowas mit einer WP wieder? Gibt man für den hydraulischen Abgleich 22 Grad an und dreht die Heizung dann bei nicht-Homeoffice auf 20 Grad runter und bei Abwesenheit auf 18 Grad? Oder muss man sich für eine Temperatur entscheiden?


Genau, beim Abgleich auf 22 Grad auslegen und dann bei Bedarf drosseln. Wenn das nur 1 oder 2 Heizkörper sind, ist das kein Problem.

Problematisch wird es erst, wenn man überall drosselt, da dann unter Umständen der nötige Mindestvolumenstrom der WP unterschritten wird und diese ihre Wärme nicht mehr wegbringt.

Verfasser:
Kruste
Zeit: 02.04.2024 16:01:35
1
3694042
Vielen Dank für die schnellen Antworten! :-)

Unser Heizverhalten werden wir dann wohl wieder umkehren müssen. So ganz traurig bin ich auch ehrlicherweise nicht, wieder immer und überall Wärme zu haben. ;-)

Wichtig ist uns ein kleiner Spielraum von 1 - 1,5 Grad im Büro und Wohnzimmer. Wenn das laut Fritzlis Aussage noch ok ist...

"
[Genau, beim Abgleich auf 22 Grad auslegen und dann bei Bedarf drosseln. Wenn das
nur 1 oder 2 Heizkörper sind, ist das kein Problem.

Problematisch wird es erst, wenn man überall drosselt, da dann unter Umständen der
nötige Mindestvolumenstrom der WP unterschritten wird und diese ihre Wärme nicht
mehr wegbringt.]
"

... kann ich sehr gut damit leben. :-)

Verfasser:
cmuesei
Zeit: 02.04.2024 17:29:18
0
3694064
Wie die Vorredner schon beschreiben ist das Heizen per WP nicht mit einer fossilen HZ zu vergleichen.
Heizen und Lüften muss man komplett neu erlernen, was auch den Umgang mit der Regelung betrifft.
Die Zeiten wo ein HB einen Kessel in den Keller gestellt hat und pauschal nach seinem Ermessen das System "eingestellt" hat sind vorbei!!
Beachtet man aber alle beschriebenen Punkte und arbeitet sich in das neue System ein, kann man seine Hütte sehr komfortabel beheizen und dazu einiges an Verbrauchskosten einsparen.

Verfasser:
ManfredK
Zeit: 02.04.2024 18:10:55
0
3694076
Mit einer genau auf den Wärmebedarf eines Gebäudes dimensionierten Wärmepumpe bleibt das separate Ansteuern einzelner Räume eigentlich außen vor.

Eine moderne WP-Heizung, besonders wenn sie mit großflächigen Flächenheizkörpern betrieben wird, hat an den Heizkörpern keine einstellbaren Ventiele mehr fürs An- und Abdrehen der Wärmezufuhr. Das Heizungswasser muss immer zirkulieren

Entscheidend für eine solide WP-Anlage sind die Parameter niedrige Vorlauftemperatur, großflächige Wärmeverteilung und hoher Volumenstrom.

Gruß
Manfred

Verfasser:
PaulCH
Zeit: 02.04.2024 18:40:42
0
3694088
Darf ich noch wegen Lüftens nachfragen (also Heizen ist anders, das ist klar wieso/warum, ohne ERR, etc.) aber warum muss man mit LWP anderes lüften?

Verfasser:
cmuesei
Zeit: 02.04.2024 18:49:57
0
3694092
Weil eine WP mit möglichst niedriger VLT laufen sollte, Lüften dann nur 3-5x/d kurz stattfinden sollte um die Räume nicht zu weit auszukühlen.
Es dauert mit niedriger VLT deutlich länger die Räume wieder auf Temperatur zu bringen, als man es von fossilen HZ gewöhnt ist.

Verfasser:
totto
Zeit: 02.04.2024 18:53:59
0
3694094
Hi,

mach Dir mal keine Sorgen. Es ist genau wie Fritzli gesagt hat. Wir haben an jedem Heizkörper (HK) Thermostatventile (TV) und die sind meistens auch mehr oder weniger gedrosselt, weil viele Räume nur tageweise genutzt werden. Dafür sind andere HK immer offen (z.B. in Bädern und Flur), und sichern so den Mindestdurchsatz. Selbst falls das nicht klappt, gibt es noch das Überströmventil. Kaputt geht also dann auch nix, aber Durchfluss durchs Überströmventil sollte natürlich kein Dauerzustand sein im Sinne der Effizienz.

Auch Aufheizreserve hat man noch, weil man ja durchaus die Vorlauftemperatur (VLT) 1-2 Grad höher als minimal wählen kann. Solange man deutlich unter 50° bleibt (wir sind meist sogar unter 40°), ist es auch kein Problem für die Wärmepumpe (WP).

Aber Aufheizreserve hat man auch ohne das. Prinzipiell heizen sich abgekühlte Räume schneller auf, weil es dort eine höhere Temperaturdifferenz zwischen HK und RT gibt. Dieser Effekt ist bei den niedrigen VLT in WP-Systemen nochmal deutlich höher. Beispiel: Du hast 33° VLT (wie wir gerade). Dann ist die treibende Temperaturdifferenz zwischen HK und RT bei 21° gleich 12°. In einem kalten Raum mit RT z.B. 18° sind es schon 15°, d.h. 25% mehr. Und da die Heizwirkung überproportional mit der Temperaturdifferenz steigt hast Du 30-40% mehr Heizwirkung. Wenn man es noch genauer nimmt und berücksichtigt, dass die HK an der Rücklaufseite etwas kälter sind, wird der berechnete Unterschied noch größer. Aber Rechnung hin oder her, ich kann aus Erfahrung bestätigen, dass es Alles kein Problem ist. Und zwar bei hoher Effizienz mit Arbeitszahlen von deutlich über 4, und das trotz HK und mäßig gedämmtem Altbau.

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 02.04.2024 20:06:48
0
3694115
Zitat von cmuesei Beitrag anzeigen
Weil eine WP mit möglichst niedriger VLT laufen sollte, Lüften dann nur 3-5x/d kurz stattfinden sollte um die Räume nicht zu weit auszukühlen.
Es dauert mit niedriger VLT deutlich länger die Räume wieder auf Temperatur zu bringen, als man es von fossilen HZ gewöhnt ist.


Wobei man das immer so machen sollte, unabhängig vom Wärmeerzeuger.

Verfasser:
lukashen
Zeit: 02.04.2024 20:26:53
2
3694122
Hi,
für ein schnelles Aufheizen kann man ggf. mit Heizkörperlüftern/Boostern nachhelfen. Die kitzeln bei gleicher VL Temperatur noch etwas mehr Heizleistung aus dem Heizkörper. Solche Lüfter gibt es fertig zu kaufen oder im Eigenbau (gibt hier immer wieder Diskussionen dazu, einfach die Forensuche bemühen).

Gruß

Verfasser:
SebDob
Zeit: 02.04.2024 20:44:08
1
3694124
Zitat von Kruste Beitrag anzeigen
Vielen Dank für die schnellen Antworten! :-)

Unser Heizverhalten werden wir dann wohl wieder umkehren müssen. So ganz traurig bin ich auch ehrlicherweise nicht, wieder immer und überall Wärme zu haben. ;-)

Wichtig ist uns ein kleiner Spielraum von 1 - 1,5 Grad im Büro und[...]



Im Normalfall ist das Haus gedämmt oder nach außen thermisch gut isoliert. Daher kannst du an einem Raum viel Wärme einbringen oder in allen Räumen etwas…

Vllt überlegt ihr noch im Wohnzimmer eine Klimaanlage einzubauen? Die kann kühlen und heizen. Oder ggf auch ein ir Panel. Heizt das was angestrahlt wird.

Vorlauf Bitte zwingend unter 40 grad auslegen. Besser noch weniger. Und wenn neue Heizkörper kommen müssen…

Verfasser:
totto
Zeit: 03.04.2024 08:49:15
0
3694228
40° ist etwas über-ambitioniert für ein HK-System. Meiner Erfahrung nach spielt die Musik hauptsächlich zwischen 50 und 55°. Also max. 50° würde ich empfehlen. Sind dann eh nur ein paar wenige Tage im Jahr und meist ist man wie wir unter 40°.

Verfasser:
passra
Zeit: 03.04.2024 09:00:58
0
3694235
Na ja, wir haben auch nur Heizkörper in unserem Haus, die bei der Renovierung 1997 eingebaut wurden. Damit war als VL auch schon zu Ölers Zeiten nie mehr als 47°C bei -13°C nötig.
Beim Einbau der WP haben wir dann 4 Heizkörper in den schwächsten Räumen vergrößert, seitdem reichen 43°C VL bei -13°C.
Kommt also immer auch darauf an, wie die Anlage bisher aufgebaut ist. Mein HB war damals sehr großzügig und hat unter allen Fenstern (die alle min 1,1m breit sind) immer den größt möglichen Typ22 montiert.

Verfasser:
godek
Zeit: 03.04.2024 09:16:23
0
3694243
Zitat von totto Beitrag anzeigen
40° ist etwas über-ambitioniert für ein HK-System. .


Findest du?

Ich habe 45° angepeilt und habe jetzt 43° eingestellt und es wird ausreichend warm.

mfg
godek

Verfasser:
totto
Zeit: 03.04.2024 09:43:30
0
3694253
Ja klar, immer so wenig wie möglich. Aber ich würde nicht mit übertriebenen Forderungen abschrecken, die zwar tendenziell besser sind aber nicht nötig.

Verfasser:
Kruste
Zeit: 03.04.2024 16:14:21
0
3694423
Nochmal vielen Dank für die vielen Beiträge! :-))

Wir werden jetzt die Wunschtemperatur für alle Räume so angeben, wie sie durchgehend 24/7 sein werden und nur für WoZi und Büro 1,5 Grad höher wählen. Diese werden dann bei nicht Homeoffice ganz leicht gedrosselt. Wenn das Aufheizen zu lange dauert oder zuviel Energie zieht, müssen wir uns halt eine Dauer-Temperatur dazwischen aussuchen.

Wenn das bei Fritzli und totto problemlos klappt, sind wir guter Hoffnung, dass wir auch zumindest ein wenig mit der Temperatur spielen können.

Von einer JAZ 4 wage ich garnicht zu träumen. Unser Haus ist mäßig gedämmt (ca. Standard 1993). Unser Energieberater schätzt ein JAZ von mindestens 3,0 eher 3,5. Aber schauen wir mal. Zumindest unsere HK sind für die Gasheizung völlig überdimensioniert was uns jetzt helfen sollte. Immer mindestens 1 - 1,2m 22er. Teils sogar 1,45m breit und im WoZi sogar 33er.

Wir warten jetzt die Heizlast-Berechnung ab und suchen uns dann einen Heizungsinstallateur. Dann kommt noch das üble Thema WW. Eigentlich wäre ein DLE für uns das richtige (zwei Personen wenig WW benötigt). Aber bei 10 kWp PV macht es im Sommer wohl eher Sinn eine Puffer Lösung zu betreiben.

Bleibt die alte Frage ob Hygienespeicher oder FriWa. Aber das Thema wurde ja schon hier ja schon reichlich behandelt. Da gibt es so viele unterschiedliche Meinungen, dass man garnicht mehr weiß, was das richtige ist.

P.S.
Sorry für das Abschweifen vom Thema. Die ganze Planung ist einfach so super spannend. Da kommt man schnell von ein Thema zum anderen. ;-)

Verfasser:
totto
Zeit: 04.04.2024 10:07:21
0
3694649
Die JAZ kann man einfach selbst berechnen über https://www.waermepumpe.de/jazrechner/

Da kannst Du einige in Frage kommende Typen auswählen und Beispiel-Temperaturen eingeben. Mit ordentlich großen HK und VLT von max. 50° kommst Du da bei den meisten Richtung 4 und höher.
Diese Werte werden nach meiner Kenntnis auch recht gut erreicht, wenn der Heizi die Anlage nicht verhunzt hat. Irgend etwas zu "schätzen" spricht nicht für die Qualifikation des "Beraters".

Verfasser:
Kruste
Zeit: 04.04.2024 10:46:05
0
3694666
Den Rechner hat uns der Energieberater auch gezeigt. Wir haben dort dann gemeinsam zur Sicherheit auf unseren Wunsch mit einer sehr konservativen VLT gearbeitet (ich glaube 55°). Da kam dann je nach Pumpe eine JAZ von 3,3 - 3,5 raus. Dann haben wir nochmal konservativ etwas von den Herstellerangaben abgezogen und sind im schlechtesten Fall auf 3 gelandet. Wir wollten die JAZ als sehr konservativen Wert haben um zu wissen, was im schlechten Fall auf uns zukommt. Wenn es besser wird sind wir glücklich, wenn nicht sind wir drauf vorbereitet. :-P

Der Energieberater hat mehrmals betont, dass wir mit jedem Grad gesenkter VLT - zum Beispiel durch größere Heizfläche - die AZ deutlich verbessern können und er davon aus geht, dass mit unserer Heizfläche eine niedrigere VLT möglich ist als die eingegebene.

Insofern sind wir selbst Schuld an der niedrigen "geschätzten" JAZ, nicht der Energieberater. ;-) Uns ging es erstmal darum, ob WP überhaupt möglich/sinnvoll ist.

Verfasser:
A Min
Zeit: 04.04.2024 11:01:41
0
3694676
Zitat: Immer mindestens 1 - 1,2m 22er. Teils sogar 1,45m breit und im WoZi sogar 33er.

Was gar nix aussagt, wenn man nicht die Raumgröße und Heizlast in Relation setzt.

Idealerweise baust du vor dem kommenden Winter mal einen WMZ ein, damit du die tatsächliche Heizlast des Hauses und den möglichen Volumenstrom ohne Geräusche kennst. Außerdem kannst du den hydraulischen/thermischen Abgleich schon machen und weißt dann recht fix, wo es zuerst zu kalt wird (das muss nicht der Raum mit der schlechtestens HK-Leistung/Heizlast Relation sein, Unterschied Therorie und Praxis halt).

Beispiel bei mir Heizlast berechnet 8,8kW, tatsächlich ohne WW 5,4kW (mit WMZ gemessen). Und schon wieder Therorie (nach DIN) und Praxis.

Wie hoch war denn der bisherige Verbrauch an Gas?

Und nebenbei, ich komme auch mit Vorlauf von irgendwas um die 43° bei NAT -10 hin. Hier und da wird noch ein HK vergrößert, dann reichen vllt. nur noch 40°. Also nix überambitioniert mit 40°.

Verfasser:
Kruste
Zeit: 04.04.2024 12:26:35
0
3694708
Einen WMZ hätte ich vor dem letzten Winter gerne eingebaut, wenn ich damals gewusst hätte dass so etwas existiert und hilfreich ist. Damals habe ich mich aber noch nicht mit dem Thema Heizung beschäftigt. "Nur" für Messungen noch einen weiteren Winter auf eine neue Heizung warten möchte ich nicht. Ich traue unserer jetzigen Heizung nicht mehr. Insofern wird es irgendwie mit der Heizlastberechnung funktionieren müssen. Vielleicht sind wir mutig und ziehen noch was von der DIN Berechnung ab. Ich glaube aber eher wir sind feige und nehmen den angegebenen Wert. ;-)

Wir haben bisher bei ca. 133 qm inkl. WW ca. 18.500 kWh für alle Räume durchgängig warm halten benötigt und ca.14.500 kWh nach der Änderung, dass wir nicht benutze Räume auf 18 Grad senken.

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 04.04.2024 13:03:35
0
3694724
Zitat von Kruste Beitrag anzeigen
..Wir haben bisher bei ca. 133 qm inkl. WW ca. 18.500 kWh für alle Räume durchgängig warm halten benötigt und ca.14.500 kWh nach der Änderung, dass wir nicht benutze Räume auf 18 Grad senken. ...


Das eigene Nutzungsverhalten ist das eine, nicht aus den Augen zu verlieren die Gradtagzahlen im jeweilgen Zeitfenster.

Erst beides zusammen lässt verlässliche Schlüsse zu.

MfG
uwe

Verfasser:
passra
Zeit: 04.04.2024 13:08:28
0
3694729
Zitat von Kruste Beitrag anzeigen
Wir haben bisher bei ca. 133 qm inkl. WW ca. 18.500 kWh für alle Räume durchgängig warm halten benötigt und ca.14.500 kWh nach der Änderung, dass wir nicht benutze Räume auf 18 Grad senken.

Irgendwie kann ich diese relativ große Ersparnis nur durch das bisschen Temperaturabsenken (das die anderen Räume wieder ausgleichen müssen) gar nicht vorstellen.
Ich habe das Gefühl, dass da noch andere Effekte ein Rolle gespielt haben, z.B. eine deutliche Verlustverringerung durch gleichmäßiges Durchlaufen, besserer Brennwerteffekt oder anderes.
Ich habe diesen Test andersherum vor dem WP-Einbau mit unserer Ölheizung auch schon mal gemacht. Statt Nachtabsenkung und runterdrehen wurde durchgeheizt und dafür die Vorlauftemperatur verringert. Das brachte mehr Behaglichkeit, aber keine Verbrauchs-STEIGERUNG.

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Wechsel auf LWWP: wie Räume nach Bedarf aussteuern?
Verfasser:
passra
Zeit: 04.04.2024 13:08:28
0
3694729
Zitat:
...
Wir haben bisher bei ca. 133 qm inkl. WW ca. 18.500 kWh für alle Räume durchgängig warm halten benötigt und ca.14.500 kWh nach der Änderung, dass wir nicht benutze Räume auf 18 Grad senken.

Irgendwie kann ich diese relativ große Ersparnis nur durch das bisschen Temperaturabsenken (das die anderen Räume wieder ausgleichen müssen) gar nicht vorstellen.
Ich habe das Gefühl, dass da noch andere Effekte ein Rolle gespielt haben, z.B. eine deutliche Verlustverringerung durch gleichmäßiges Durchlaufen, besserer Brennwerteffekt oder anderes.
Ich habe diesen Test andersherum vor dem WP-Einbau mit unserer Ölheizung auch schon mal gemacht. Statt Nachtabsenkung und runterdrehen wurde durchgeheizt und dafür die Vorlauftemperatur verringert. Das brachte mehr Behaglichkeit, aber keine Verbrauchs-STEIGERUNG.

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