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17.04.2024 17:45:20 |
Lieber Wolfgang, eine fachliche Qualifikation des Heizungsbauers ist offensichtlich nicht vorhanden - zumindest was den elektrischen Teil angeht. Ich würde Dir raten das komplette Projekt hier zu veröffentlichen und überprüfen zu lassen damit es zu keinen negativen Überraschungen kommt. Natürlich funktionieren WP mit Strom aus PV Anlagen auch ohne Batteriespeicher. Und die smarte Regelung der WP macht das schon richtig und kann das. Ich würde mir allerdings auch nicht zu viel davon versprechen. Im Winter wenn die WP am meisten Strom braucht hast Du kaum Ertrag von der PV. Es sei denn Du hast eine 30kW Anlage auf dem Dach oder sowas ;-) Viel Erfolg.
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17.04.2024 17:58:30 |
Zitat von Karker Rabau  Hallo Rüdiger, das versteh ich nicht mit der PV- Steuerung über die UVR. Der Stromfluß von der PV-Anlage erfolgt doch automatisch. Da wüßte ich bei mir nichts zu steuern. Vermute eher, daß Du mit der UVR die WP steuerst nicht die PV-Anlage. Gruß Heinz Ja, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Natürlich meinte ich die die PV Steuerung im Bezug auf WP( PV Eingang WP). Gruss Rüdiger
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17.04.2024 18:10:15 |
Zitat von Karker Rabau  [...] Was erschreckend ist ist die Meldung seines Heizungsbauers: Mein Heizungsbauer sagt, dass die Wärmepumpe mit dem wechselnden Stromangeboten der PV- Anlage (Bsp. eine Wolke zieht durch etc.) nicht zurecht käme. Wer so wenig Ahnung hat den darf man normalerweise nicht auf die Menschheit, sprich Kunden loslassen. Moin, Das Problem ist doch, dass bei PV mit LWP zwei, wenn nicht sogar der Fachbereich dreier Gewerke zusammenkommt. Und zwar HKS-, Elektro- und Dachdeckergewerk. Was es hier braucht ist zwingend eine Ausbildung zum HKS-Mechatroniker mit G41-Schein und entsprechender Zusatzausbildung der Auf- oder Indachmontage von Dachmodulen.. Alleine beim Aufstellen der Außeneinheit werden Haufen Fehler gemacht. Vom Einhausen einer solchen Anlage und fehlende Zirkulation bis hin zu fehlenden Fundamenten oder nicht fachgerechten Setzen des Kondenzwasserablaufes. Letzteres kommt häufig vor, dass ein 100er KG-Rohr im Kiesbett endet. Dies geht auch zu 90% der Jahreszeit gut, nur bei richtigen Frost hast du irgendwann dort eine gefährliche Eisbahn. Genauso sind für das ordentliche Zusammenspiel aller Anlagen gewisse Programmierkenntnsse notwendig, gerade wenn im Haus denn noch die Regelung über SmartHome erfolgt. Also wenn der HKS-Mechatroniker über gewisse Tiefbauerfahrung und SQL/knx-Programmierkenntnisse verfügt verfügt, wäre dies nicht verkehrt, wenn nicht sogar Vorraussetzung, um diesen Beruf ausüben zu können.. LG
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17.04.2024 18:36:11 |
Zitat von Karker Rabau  Hallo thaistatos,
daß der TE keine Ahnung hat ist verzeihbar, muß ja auch nicht jeder in jeder Materie fit sein. Er hat ja hier gefragt um schlauer zu werden und er hat ja auch schon gelernt.
Was erschreckend ist ist die Meldung seines Heizungsbauers: [i]Mein[...] Wie gesagt: kommt drauf an, was der TE dem Heizungsbauer gesagt hat. Wenn die Anfrage war: die WP soll wirklich nur laufen, wenn PV Überschuss vorhanden ist... Dann wäre die Frage, wie man sich den Nachtbetrieb im Winter (ohne Speicher) genau vorgestellt hat. Dass man im Winter auch nachts heizt, sollte man voraussetzen können. Wenn die Sonne nur 4-6h scheint: was passiert in der restlichen Zeit mit der WP? Nach kurzer scharfer Überlegung: die WP muss irgendwie Strom aus dem Netz bekommen.... Ich vermute, die Vorstellung war: es ist eine PV Anlage vorhanden, ausschließlich damit soll die WP betrieben werden. Der Heizungsbauer soll das so einstellen.
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17.04.2024 18:37:56 |
Zitat von HenningReich  Im Winter wenn die WP am meisten Strom braucht hast Du kaum Ertrag von der PV. Es sei denn Du hast eine 30kW Anlage auf dem Dach oder sowas ;-) und selbst eine 100kW Anlage hilft nachts nichts....
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17.04.2024 18:51:17 |
Hallo allerseits, das war sehr konstruktiv.
Ich danke Euch sehr, für mich ist dieses Thema erst mal erledigt, ich habe die im Moment entscheidenden Fragen geklärt. In der Tat ist das Thema aber komplex und es können sehr wohl neue Fragen auftauchen - dann melde ich mich wieder.
Herzliche Grüße und Danke! Wolfgang
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17.04.2024 22:00:09 |
Die WP muss die vom Haus benötigte Wärmemenge liefern.
Bei richtiger Auslegung läuft sie dazu im Kernwinter rund um die Uhr.
Wenn ab Februar, März die Tage länger werden und die Tagestemperaturen deutlich höher als die Nachttemperaturen sind, dann probier doch, ein Laufzeitfenster der Wärmepumpe auf den Tag zu legen. Dazu wäre natürlich eine Speichermasse (Fußbodenheizung) oder ein gut isoliertes Haus (kühlt nur langsam aus) ziemlich nützlich.
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18.04.2024 07:57:30 |
Zitat von Schraubermeistro  Hallo wolfner66,
wie schon oben geschrieben, läuft die WP am Netzstrom. Die PV-Anlage speist in das Netz ein. Wenn mehr PV-Strom kommt als die WP + Haus brauchen wird kein Strom aus dem Netz benötigt, es wird der Überschuß eingespeist. Kommt wenig PV-Strom wird der benötigte Rest aus[...] Hallo Schraubermeistro, wenn du 50 Grad in den 1000 L Puffespeicher einschichten möchtest brauchst du mindestens 55 Grad VL bei der WP. Wie hoch ist hier bei dir die AZ ? Danke Karl
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18.04.2024 08:58:27 |
Zitat von aseitzinger  Bei richtiger Auslegung läuft sie dazu im Kernwinter rund um die Uhr. [...]
Kommt darauf, ob man das wirklich will, da 1. kein PV-Ertrag in der Nacht 2. niedrigere AT und somit schlechtere AZ bei LWWP 3. man ggfs. variablen Stundentarif hat
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19.04.2024 07:14:17 |
Zitat von gnika7  Zitat von aseitzinger  [...] Kommt darauf, ob man das wirklich will, da 1. kein PV-Ertrag in der Nacht 2. niedrigere AT und somit schlechtere AZ bei LWWP 3. man ggfs. variablen Stundentarif hat Ich habe alle Beiträge zu WP so verstanden, dass man im Kernwinter das so will, weil das bedeutet, dass die WP knapp dimensioniert (und damit richtig ausgelegt) ist. Und damit bei höheren Außentemperaturen noch runter modulieren kann. Es gibt im Kernwinter auch wenig PV-Ertrag. Und das Bisschen, was in einem trüben Dezember oder Januar runter kommt, das geht auch tagsüber als Direktverbrauch weg. Eine riesige PV oder zeitvariable Tarife sind wahrscheinlich Sonderfälle, die für eine abweichende Auslegung sprechen.
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19.04.2024 07:18:36 |
Sehe ich auch so.
Ich betreibe meine WPs (sind allerdings ausschliesslich Sole-Maschinen, da spielt die Aussentemperatur keine Rolle) alle ‚laufzeit- und auslastungsoptimiert‘. Der Rest ist nur Spielerei on-top.
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19.04.2024 07:52:36 |
Das ist ein Thema bei der Anlagenkonzeption, das sich in Zukunft vermehrt stellen wird. So lange davon ausgegangen werden kann, dass der Heizstrom rund um die Uhr zum gleichen Preis bezogen werden kann, ist diese Überlegung sicherlich richtig. Gibt es aber wesentliche Unterschiede beim Strompreis im Tagesverlauf zum Beispiel durch günstige Zeitfenster bei variablen Stromtarifen oder durch Eigenstromproduktion, kann es durchaus lohnend sein, entweder den günstig erstandenen Strom zwischenzuspeichern oder aber Wärme direkt mit günstigem Strom auf Vorrat zu produzieren. Im ersten Fall braucht es dazu ausreichend große Batteriespeicher, die Wärmepumpe muss nicht größer ausgelegt werden. Im zweiten Fall muss die Leistung der WP womöglich erhöht werden, da nun die Wärme für den ganzen Tag in einer Zeit von vielleicht 12 Stunden oder weniger erzeugt werden muss. Außerdem braucht es ausreichend große Pufferspeicher(min 1000l), da hier Wärmemengen von 15 kwh oder mehr gespeichert werden sollen. Derzeit kann eine solche Lösung aufgrund der noch relativ hohen Batteriespeicherpreise durchaus günstiger sein, zukünftig wird sich das ganze mehr und mehr in Richtung Batteriespeicherung verschieben. In meinem Fall habe ich einen vorhandenen GFK-Öltank mit 3000l zum Pufferspeicher umgebaut.
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19.04.2024 08:31:46 |
Zitat von Gueho  Im zweiten Fall muss die Leistung der WP womöglich erhöht werden, da nun die Wärme für den ganzen Tag in einer Zeit von vielleicht 12 Stunden oder weniger erzeugt werden muss.[...] Nicht wirklich. Bei einer Auslegung der WP auf die Heizlast bei NAT ist die WP (insbesondere die LWWP) 97% der Zeit deutlich überdimensioniert und hat genügend Reserven. Wenn die LWWP bei NAT z.B. 7kW bringt, dann hat die bei 5K mehr über 8kW, was mehr als genug ist diese stromgeführt zu betreiben. Wenn man die WP so uslegt, dass die auch bei NAT nur 16h laufen soll, dann ist die deutlich überdimensioniert. In meinem Fall mit Heizlast von über 6kW (nach Abzug innerer und solarer Gewinne) und WP mit knapp 7kW, beides bei NAT, hat die WP in 7 Jahren die 100% beim Heizen nie gesehen, trotz Nachtabsenkung. Grüße Nika
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19.04.2024 09:02:13 |
Hallo Nika, am Ende ist das ein Rechenexempel, das im Einzelfall zu prüfen ist. Ich denke, wenn meine Lambda nicht deutlich überdimensioniert wäre ( eine kleinere gabs nicht), hätte sie Probleme, beim derzeitigen Mistwetter den Wärmebedarf für 24 Stunden in 8 Stunden im günstigeren Teillastbereich zu produzieren. Aber wenn man über ausreichend Speicher verfügt, hat man ja auch keine Probleme mit dem Takten mehr. Leider kann ich die Daten dazu derzeit noch nicht auslesen und muss mich mit täglichen Screenshots begnügen.
Gruß
Günter
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19.04.2024 09:18:23 |
Zitat von Gueho  Ich denke, wenn meine Lambda nicht deutlich überdimensioniert wäre ( eine kleinere gabs nicht), hätte sie Probleme, beim derzeitigen Mistwetter den Wärmebedarf für 24 Stunden in 8 Stunden im günstigeren Teillastbereich zu produzieren. [...] Hmmmm.... Meine nicht überdimensionierte Nibe ist gestern knapp 8h an der unteren Modulationsgrenze gelaufen.
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19.04.2024 09:53:23 |
bei mir waren es 8 Stunden mit 36 kwh Wärme und nem COP von 6
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19.04.2024 10:13:02 |
Kommt immer auf das Haus und die Wärmesenke an. Bei FBH funktioniert das sehr gut. Meine WP lief die letzten Tage nur ca. 5 h mit 4 K über dem eigentlichen Soll. Durch die Temperaturerhöhung läuft die dann trotz Überdimensionierung meist durchgehend und mit 100% PV-Strom (um 20 kWh Wärme, COP um 5,9).
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19.04.2024 11:16:13 |
Zitat von GOETSCHHOFER  Zitat von Schraubermeistro  [...] Hallo Schraubermeistro, wenn du 50 Grad in den 1000 L Puffespeicher einschichten möchtest brauchst du mindestens 55 Grad VL bei der WP. Wie hoch ist hier bei dir die AZ ? Danke Karl Hallo Goetschhofer, wieso soll ich 55 VL brauchen. Es gibt keinen Wärmetauscher, der Verlust generiert. Wenn ich 50° in Speicher reinschiebe sind 50° drin. Da das Wasser wegen der Schichtladeeinheit nicht verwirbelt wird, bleiben oben die 50° erhalten. (Verlust ergeben sich aber durch die Rohrleitungen, den Speicher selbst, usw.) Logischweise wird die hohe Speichertemp. mit Mischer auf VLS runtergemischt. Die Arbeitszahl interessiert mich hier nicht, da die Wärme im Speicher mit PV-Überschuß erzeugt wird, also kostenlos. Mein Heizungssystem ist komlex. Versuche in Kurzform eine Erklärung dieses Teils. Früher gab's GBW + kleine Wp die mit PV-Strom den Speicher füllt. Jetzt hat eine Inverter LWWP den GBW ersetzt. Die kleine WP ist geblieben. Bei strengeren Aussentemp. läuft die neue Inverter LWWP u. speist direkt in VL ein. Bei milden Aussentemp. kann auch der Inverter nicht weiter runterregeln. Dann wird die abgeschalten und die alte kleine WP wird dann im Bereich der nötigen VLT gefahren. Da die alte WP nur Ein/Aus kann liegt dann die Speichertemp. u. die VL-Temp. der WP etwas über dem VLS. Dafür werden durch den Speicher die Takte deutlich reduziert. Sobald genug PV-Strom da ist wird autom. die Speicher-Soll-Temp. erhöht u. die WP läuft durch bis PV zu wenig liefert oder der Speicher gefüllt ist. Gruß Schraubermeistro
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19.04.2024 13:25:31 |
Zitat von Schraubermeistro  Zitat von GOETSCHHOFER  [...] Hallo Goetschhofer, wieso soll ich 55 VL brauchen. Es gibt keinen Wärmetauscher, der Verlust generiert. Wenn ich 50° in Speicher reinschiebe sind 50° drin. Da das Wasser wegen der Schichtladeeinheit nicht verwirbelt wird, bleiben oben die 50° erhalten. (Verlust[...] Wenn der Strom aus PV-Überschuss kostenlos ist: Volleinspeiser, oder sind die 20 Jahre Einspeisevergütung schon abgelaufen? Wenn die Arbeitszahl bei VL 50°C nicht interessiert: Mit welchem Kältemittel arbeitet die WP, wie hoch sind dann da die Heißgastemperaturen und wie schätzt du bei dieser Betriebsweise den Verschleiß + Lebensdauer der Anlage ein?
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20.04.2024 12:01:50 |
Hallo Gauchoi,
Keines von beiden. Die WP hängt an Inselanlage.
Wp arbeitet mit R410A. Heisgastemperatur habe ich noch nie kontrolliert, auch nicht bei 50° VL. Lt. Datenblatt kann sie bis 60° liefern (nie getestet). Wegen Lebensdauer mach ich mir da keine Gedanken. Soviel Überschuß das 50° im Speicher zusammenkommen gibt es relativ selten u. auch da ist das ja der Spitzenwert bei dem die WP dann abschaltet. Die meiste Zeit läuft sie mit geringfügig über VLS oder schaltet z.B. bei 45° ab weil nicht genügend PV-Überschuß vorhanden ist. 50° sind wie gesagt selten.
Höheren Verscheiß sehe ich eher wenn eine WP viel taktet. Wenn es mal aussergewöhnlich viel Takte sind dann komme ich auf 7 Takte je Tag. Sehr oft aber auch nur 1 X am Morgen ein u. am Abend aus. Normal sind 3-4 Takte je Tag. Da bin ich vermutlich auf der besseren Seite. Jedenfalls für eine einfache Ein/Aus WP.
Gruß Schraubermeistro
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