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13.10.2025 16:41:33 |
Zitat von DMS20  Wie tief liegt denn der Kollektor? Und um wieviel mm hebt sich ungefähr die Oberfläche im Bereich des Kollektors? Wie ist die niedrigste Temperatur des Sole-Rücklaufs im Winter minimal? Und wie warm wird die Sole im Sommer wieder, bzw. wie schnell regeneriert sich der Kollektor? Das ist schwer zu sagen, mindestens aber 1,5m, stellenweise auch 1,8m. Die Grundstücke rundum sind allesamt höher gelegen, ab der Grundstücksgrenze oder ca. 1m vom Kollektor weg sind es gleich 1-1,5m mehr Höhe, das kommt dem Kollektor zu Gute. Um wie viel „mm“ sich die Oberfläche hebt? Die Rede ist von Zentimeter, und zwar stellenweise auch mal ca. 6-7cm. Früher hat man auch Risse an der Oberfläche gesehen, wo der Rasen noch jung und nicht so dicht war, jetzt sieht man nur noch großen Buckel im Rasen. Minimaler Rücklauf liegt bei ca. -3,5, Vorlauf geht kaum unter 0 Grad zum Winterende. Der Kollektor erholt sich gegen Sommerende auf etwa 16-17 Grad.
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13.10.2025 16:48:16 |
Zitat von nicijan  Zitat von DMS20  [...] Meine Empfehlung ist 2,5 - 3m Abstand zu Kellerwänden, wenn diese nicht isoliert sind. Die Sachen die Wasser betreffen, am Einfachsten ist, die Finger davon lassen. Weder Regeneration noch Effizienzsteigerung sind gegeben. Bspw. im November ist der Regen mit 3 - 5°C[...] Und genau deswegen würde ich heute nicht mehr auf die Erdwärme setzen, sollte ich nochmal bauen wollen. Die Grundstücke sind idR. klein, der Grund ist sehr teuer und dann versaue ich mir noch die Grundstücksnutzung mit einem Kollektor auf meinem eh schon nur 600qm großen Grundstück. Dort darf man das nicht hin bauen, hier muss man 2-3m Abstand einhalten, dort soll das Wasser nicht versickern, das wäre mir aus heutiger Sicht zu blöd. Woher soll man bei Hausplanung wissen, was und wo man in 5 oder 10 Jahren auf seinem Grundstück alles haben will?
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13.10.2025 16:53:39 |
Zitat von bricolaje  Zitat von Fritzli  [...] Fernwärme, Holz, Pellets, Kohle, Direktelektrisch, einfach keine Heizung..., da gibt es noch mehr Möglichkeiten. Das sind aber kaum gangbare Alternativen für die grosse Masse. Entweder müssen/wollen wir davon weg wie von fossil und direktelektrisch, oder es ist nicht mehrheitsfähig wie Holz und Pellets ( Emissionen, Platzbedarf, Arbeitsaufwand etc.) und Biomasse sollten wir stofflich nutzen und verstromen aber nicht verbrennen. Fernwärme ist nur eine Alternative wenn verfügbar und zudem mehrheitlich erneuerbar.
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13.10.2025 17:15:43 |
Zitat von futurum  Und genau deswegen würde ich heute nicht mehr auf die Erdwärme setzen, sollte ich nochmal bauen wollen. Die Grundstücke sind idR. klein, der Grund ist sehr teuer und dann versaue ich mir noch die Grundstücksnutzung mit einem Kollektor auf meinem eh schon nur 600qm großen Grundstück Je nach Kollektor Bauform ist das nicht so tragisch. Ich kenne erheblich kleinere Grundstücke, auf denen das untergebracht werden konnte. Alternative?, bei Luft hättest du irgendwo etwas herumstehen, das Geräusche macht und du dich dann auch an etwas störst. Was ist denn mit der Terrasse, läuft das Wasser von der Fläche ins Gras oder nicht?
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13.10.2025 17:27:08 |
Zitat von Fritzli  Ich lese hier eher Anti-SWWP-Kampagne.
Nö, aber wir sollten schon bei der Realität bleiben. Und die sieht bei Sole-WP bei Weitem nicht so rosig und easy aus wie es hier immer dargestellt wird - siehe aktuelles Beispiel mit der Bodenhebung oder eben auch die mitunter gravierend schlechten JAZen aus der WP-Verbrauchsdatenbank. Da gibt es -wie bei Luft-WP auch- eben auch die low und high performer. Und beim aktuellen Beispiel war da auch irgendein ein externer "Planer" dran, am Ende hat der Kunde den Schaden obwohl der Verursacher sich als "Profi" ausgibt...
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13.10.2025 18:05:33 |
Zitat von Technikbegeisteter  Zitat von Fritzli  [...] Nö, aber wir sollten schon bei der Realität bleiben. Und die sieht bei Sole-WP bei Weitem nicht so rosig und easy aus wie es hier immer dargestellt wird - siehe aktuelles Beispiel mit der Bodenhebung oder eben auch die mitunter gravierend schlechten JAZen aus der[...] Das ist eine verengte Sichtweise. Es gibt auch andere Lösungen als oberflächennahe Kollektoren. Dass WP-Gegner jedes Argument nutzen, SWWP schlecht zu reden - geschenkt. Dass aber diejenigen, die verstanden haben, dass wir den Grossteil der Heizungen in den nächsten Jahren defossiliseren müssen, die SWWP bekämpfen, kann ich hingegen nicht nachvollziehen. Aber jeder ist nur das Resultat seiner Erfahrungen und je beschränkter diese sind desto kleiner der Horizont.
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13.10.2025 18:07:33 |
Zitat von futurum  Und genau deswegen würde ich heute nicht mehr auf die Erdwärme setzen, sollte ich nochmal bauen wollen. Die Grundstücke sind idR. klein, der Grund ist sehr teuer und dann versaue ich mir noch die Grundstücksnutzung mit einem Kollektor auf meinem eh schon nur 600qm großen Grundstück. Dort darf man das nicht hin bauen, hier muss man 2-3m Abstand einhalten, dort soll das Wasser nicht versickern, das wäre mir aus heutiger Sicht zu blöd. Woher soll man bei Hausplanung wissen, was und wo man in 5 oder 10 Jahren auf seinem Grundstück alles haben will? [...] Neuere Bauten stehen tendentiell auf immer kleineren Grundstücken. Je kleiner das Gründstück desto problematischer wird die Schallthematik. (Dafür ist beim Neubau die Heizlast kleiner was es wiederum entschärft). Wenn du eine LWWP aufestellst, ist die dann in 5 oder 10 Jahren vielleicht genau so im Weg.
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13.10.2025 18:14:17 |
"Das ist eine verengte Sichtweise."
Nein mein lieber Fritzli,
das nennt sich der Blick in die Praxis, also das was einigen hier völlig abhanden gekommen ist. Ein Hochglanzprospekt ist leider keine Praxis, das lernt man normalerweise recht schnell im Leben.
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13.10.2025 18:16:44 |
Du hast eine WP verbaut, ich habe mehrere im Einsatz und noch einige Heizungen zu defossilieren und weiss, dass das mit SWWP geht. nijcan hat täglich mit dem Thema zu tun. "Fehlender Praxisbezug" taugt deshalb nicht als Argument.
Prospekte habe ich übrigens keine.
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13.10.2025 18:32:22 |
Kein Problem, mache das.
Die breite Masse macht hat was anderes, das hat Gründe. Gerade im Bestand.
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13.10.2025 19:52:55 |
Zitat von nicijan  Zitat von futurum  [...] Je nach Kollektor Bauform ist das nicht so tragisch. Ich kenne erheblich kleinere Grundstücke, auf denen das untergebracht werden konnte. Alternative?, bei Luft hättest du irgendwo etwas herumstehen, das Geräusche macht und du dich dann auch an etwas[...] Ja, das Wasser fließt ins Gras ab. Dort gibt es keinen Kanalanschluss. Das Erdreich hat sich aber auch ohne Überdachung gehoben (die kam erst vor einem Jahr hin), es sind Terrassenplatten auf Split verlegt, also nichts wirklich Versiegelndes. Früher hat man gesagt, das Wasser sollte über dem Kollektor versickert werden, das steigert seine Leistung und er kann besser regenerieren. Mich würde die LWP kaum stören, ich hätte ein schönes Plätzchen bei der Garage für sie, weit weg von Wohnräumen und auch von Nachbarn.
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13.10.2025 20:03:31 |
Zitat von Fritzli  Du hast eine WP verbaut, ich habe mehrere im Einsatz und noch einige Heizungen zu defossilieren und weiss, dass das mit SWWP geht. nijcan hat täglich mit dem Thema zu tun. "Fehlender Praxisbezug" taugt deshalb nicht als Argument.. Mit dem Satz hast du völlig recht. Was von TB kommt ist nachweislich ohne jeglichen Erfahrungshintergrund und immer "unparteiisch". Vor wenigen Wochen war die Ölheizung der absolute Favorit, jetzt sind es wohl Luft WP. Bei Luft WP muss man das Wissen unters Volk bringen, das SCOP lediglich eine Vergleichszahl zwischen LuftWP's ist und Erdwärme auf demselben ominösen Weg gerechnet, einen SCOP von 8 ergäbe. Dazu noch die Empfehlung der externen Stromzähler und die Realität wird zeitnah ihre Wirkung zeigen. Erdwärme bewegt sich ohne Spektakel am Markt und das ist gut so.
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13.10.2025 21:06:31 |
Wissen wir doch alle, bei Dir hat eine Fossilheizung pauschal 40% Abgasverlust und eine LWP pauschal 40% Verlust gegenüber Sole...das ist halt das übliche und wiederkehrende Verkäufergeschwätz für einfach gestrickte Kunden. Kunden mit etwas mehr Tiefgang hinterfragen Invest und die zu erzielende Ersparnis bei den Betriebskosten. Da kommt für die breite Masse im Bestand eben noch lange keine Sole-WP heraus, denn die haben am Ende ein reales Angebot auf dem Tisch und können sich durchaus selbst ausrechnen, was bei der zu erwartenden JAZ beider Systeme am Ende rauskommt. Das wird auch gemacht und nur ein geringer Bruchteil entscheidet sich für Sole, das ist in den Absatzzahlen sehr gut und völlig neutral ersichtlich. Tendenz übrigens fallend, bei LWP hingegen deutlich steigend. Hattest ja selbst das Beispiel mit 200€/a Unterschied, dafür bohrt keiner 200m in den Boden oder legt einen Garten neu an. Ich kenne die offiziellen Zahlen (noch) nicht, wieviel der mickrigen Sole-Absatzzahlen nur dem Einsatz in Neubauten geschuldet sind, da wird für den Bestand wenig an realen Installationen über bleiben. Aber ich suche mal, damit man da einen Eindruck hat. Aktuelle LWP sind nicht nur sehr effizient, sondern auch leiser geworden und die Preise fallen...davon abgesehen kann hier noch so viel pro und contra geschrieben werden, am Ende entscheidet der Kunde und die Nachfrage, wohin die Reise geht.
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13.10.2025 22:46:47 |
Vielleicht hat Trump mit „Drill baby Drill“ Erdwärmepumpen gemeint und alle tun ihm unrecht. Quasi „Beautiful geothermal heat pumps“. Ist mir gerade so in den Sinn gekommen.
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13.10.2025 23:56:39 |
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14.10.2025 07:08:26 |
Zitat von DMS20  Zitat von nicijan  [...] Das hört sich schon ganz anders an, denn Du schriebst vorher"... auf die gefrorene Fläche tritt ..." Fläche! Von versickern war da keine Rede. Selbstredend sind die Hebungen bei @futurum eine Kombination des Auffrierens des ohnehin um den Kollktor befindlichen Wassers und ggf. hinzukommenden[...] Zitat von nicijan  [...] In der Tat. Davon war ich nicht ausgegangen. Direkt über die Fläche verteilt wird das Wasser nicht. Die Terrasse wurde ja großzügig gegründet, unter den Betonplatten befinden sich locker 50-60cm Kies und Split. Also habe ich ein ca.15x15cm Loch ins Erdreich direkt beim Abflussrohr gemacht, bis zum Kies da unten und leite das Wasser dort ein, also in diesen Kieskoffer (Gründung) von der Terrasse. Das Wasser verschwindet auch sehr schnell und nur wenn es wirklich stark regnet, kann das Loch so viel Wasser nicht ableiten und dann fließt ein bisschen davon aus dem Loch auf das Gras. Was allerdings faszinierend ist, und das hätte ich (und vermutlich auch die Planer des RGK) so niemals erwartet, der Boden hebt sich auch bei lfm 25-30 des Kollektors, das ist ja nicht mehr weit von der Mitte des Kollektors entfernt und hier wird ganz sicher kein zusätzliches Wasser eingeleitet. Ich kann es ja verstehen, wenn sich die ersten 10-12 oder von mir aus 15 Meter heben, aber dass es auch bei lfm 25-30 immer noch der Fall ist, ist ja verrückt! Jegliche Planung wird hiermit erschwert, weil ich mir verdammt sicher bin, dass niemand damit rechnet, dass etwa in der Mitte des ca. 65m langen Kollektors immer noch mit Hebungen zu rechnen ist, auch wenn diese mit dem wachsenden Abstand zum Kaltende logischerweise immer geringer werden. Wie soll man da sein Grundstück so weit voraus planen können, wo was später gebaut werden soll? Oft muss man sich ja auch an die späteren Nachbarn und ihre Grundstücke/Bauten anpassen. Bei uns war es ja auch so, dass die Terrasse im Osten nicht ursprünglich geplant war. Der RGK Planer hat also nichts davon gewusst und deswegen kann man ihm, zumindest was das angeht, keinen Vorwurf machen. Die Terrasse wollten wir aber später so haben und jetzt ist es unsere Hauptterrasse und die im Süden nutzen wir kaum bis gar nicht. Was ich damit sagen möchte. Der RGK wird immer oder idR. als Erstes gemacht. Danach baut man sein Haus, idR. später plant man seine Außenanlagen (evtl. um), Terrassen, Garten, Schuppen, Grillplatz etc. Man muss später definitiv aufpassen, denn so eine RGK Anlage kann für die Zukunft, so wie bei mir und paar anderen aus dem Forum, entweder für Probleme sorgen oder die Nutzung des eigenen Grundstücks deutlich einschränken. Also kann man später das Grundstück, das man für viel Geld gekauft hat, nicht einmal ordentlich nutzen, so wie man es gerne will? Und was hat man auf der Gegenseite? Eine 100, oder von mir aus, 150 Euro Einsparung bei Heizkosten pro Jahr ggü. einer LWP? Ist es das wirklich wert?Ich war damals zu sehr geblendet von dieser Idee mit dem RGK. Dazu hat das Forum auch viel beigetragen, das Ding wurde hier ja bis in den Himmel gehyped. Und ja, das Ding ist wirklich nicht schlecht, wenn man 2000m² Grund hat und es irgendwo ganz weit weg vom Haus und Nutzgarten liegt, aber nicht bei 500 oder 600 Quadratmeter, wo schon Haus, Garage und Terrasse samt Gehwege knapp 300m² für sich beanspruchen. Aus heutiger Sicht und nach meiner eigenen Erfahrung, nach vielen Überlegungen und Vergleichen, würde ich heute keinen RGK und desgleichen mehr installieren. Das ist das einfach nicht wert, siehe meine Gegenüberstellung weiter oben. Eine größere PV Anlage samt Stromspeicher senkt den Heizkostenunterschied auf etwa 50€ pro Jahr. Es soll sich wirklich jeder vorher sehr genau überlegen, ob es ihm wert ist! Die Zukunft gehört der LWP, davon bin ich überzeugt. SWP wird sich nie groß durchsetzen, auch nicht wegen RGK, weil sich der Aufwand einfach nicht lohnt und auch Nachteile mit sich bringen kann. @nicijan Mir ist auch eine Anlage von dir bekannt, diese hast du vor etwa 5-6 Jahren gebaut. Der Besitzer ist nach wie vor zufrieden und die Heizkosten sind bei ihm, genau so wie bei mir, kaum der Rede wert. Aber auch er spricht man von stetigen Erdreichbewegungen, das Erdreich senkt sich immer wieder ab. Man muss aber fairerweise sagen, dass es den Besitzer nicht großartig stört, es muss halt hin und wieder mit Erde aufgefüllt werden. Ist ja egal, ich will nur alle Interessenten sensibilisieren, dass so eine Erdwärme keine einfache Sache ist, die nebenbei und unbemerkt läuft. Das wird im Forum oft verschwiegen. Es muss also ganz genau überlegt werden. Wir zahlen alle ganze Vermögen für unsere Immobilien, zahlen jahrzehntelang unsere Häuser ab und wollen später ganz sicher keine Probleme oder Nutzungseinschränkungen wegen so einem Erdkollektor haben, aufgrund von 100€ Einsparung bei den Heizkosten. PS: Ich hoffe, du kannst aus meinem Fall auch etwas Positives für dich entnehmen. PPS: übrigens hat der Arne aus dem RGK Shop damals gesagt, dass mein Kollektor sehr viel Energie liefert. Er monitorte mehrere 100 Anlagen und meinte, dass mein RGK auf jeden Fall zu den Top 10 gehört, was Leistung angeht. Das wird wohl an dem hohen Wasseranteil in Verbindung mit schwerem Boden liegen, was leider auch zu Hebungen führt.
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14.10.2025 07:29:42 |
Was mich wundert ist, dass man meint ne Luft WP mit x Komponenten im freien, mit x Komponenten die sich "bewegen" bei x ATs, halten ewig.... Meine Luft WP von einem deutschen Hersteller war nach 11 Jahren ein wirtschaftlicher Totalschaden. Standardbauteil defekt / undicht. Reparatur grenzwertig teuer für eine 11 Jahre alte schlecht laufende Luft WP. Alternativ Angebot vom HB 18.000€ für das Nachfolgemodell vom selben Hersteller . Meine Kalkulation sieht also so aus, dass ich mit dieser Realität damals die Bohrung zahlen können. Die Haltbarkeit - da werden mich die Luft WP Fans Natürlich steinigen- einer Sole WP sollte mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich besser sein, als bei ner Luft WP Mag sein, dass ich dann ne WP im DIY günstig eingebaut habe. Dafür sind aber mind. 2,5 Wochen Urlaub draufgegangen mit allem drum und dran.
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14.10.2025 09:26:04 |
Das kann dir mit jeder Wärmepumpe passieren. Also auch mit Sole-WP.
Nach 11 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dir die Anlage niemand mehr (kostengünstig) reparieren wird. Zumindest kein Hersteller. In so einem Fall muss man sich Zeit nehmen und nach einem richtigen Kältetechniker suchen, der noch reparieren und nicht nur so wie heute üblich alt gegen neu austauschen kann.
Grüße
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14.10.2025 11:19:33 |
Zitat von Mastermind1  Was mich wundert ist, dass man meint ne Luft WP mit x Komponenten im freien, mit x Komponenten die sich "bewegen" bei x ATs, halten ewig.... Meine Luft WP von einem deutschen Hersteller war nach 11 Jahren ein wirtschaftlicher Totalschaden. Standardbauteil defekt /[...] Ich glaube das stellt keiner in Abrede, dass eine SWWP prinzipiell länger halten sollte. Praktisch wird es bei beiden Varianten Ausreißer nach oben und unten geben. Bestimmt auch abhängig vom Aufstellungsort usw.
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14.10.2025 11:38:00 |
Zitat von Technikbegeisteter  Wissen wir doch alle, bei Dir hat eine Fossilheizung pauschal 40% Abgasverlust und eine LWP pauschal 40% Verlust gegenüber Sole...das ist halt das übliche und wiederkehrende Verkäufergeschwätz für einfach gestrickte Kunden. Kunden mit etwas mehr Tiefgang hinterfragen Invest und die zu[...] Ein einfach gestrickter Kunde ist für mich einer, der Gas einbaut, weil er anhand einer Abschätzung(!) das Gefühl hat, WP wäre über 20 Jahre total 2000 € teurer....
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14.10.2025 11:40:08 |
Zitat von Mastermind1  Was mich wundert ist, dass man meint ne Luft WP mit x Komponenten im freien, mit x Komponenten die sich "bewegen" bei x ATs, halten ewig.... Meine Luft WP von einem deutschen Hersteller war nach 11 Jahren ein wirtschaftlicher Totalschaden. Standardbauteil defekt /[...] Mein HB verbaut seit 25 Jahren SWWP und hatte erst eine mit wirtschaftlichem Totalschaden.... Aber hey, LWWP ist halt günstiger in der Anschaffung und das was man sich hat leisten können, darum muss das besser sein.
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14.10.2025 11:44:26 |
So, jetzt mal wieder etwas Horizonterweiterung und Praxisbezug für die Fraktion "SWWP rechnet sich nicht“, „kein geldwerter Vorteil“ etc. Ich habe mein Bsp. vor einigen Wochen in dieser Diskussion erwähnt: - Jugendstilreihenhaus, 6 Wohnungen, ca. 700 m2 EBF - Kernsanierung 2013/2014 inkl. Ausbau Dach, Einbau Lift etc. - alle Fenster 2fach verglast neu (leider auf den Bauphysiker gehört) - FBH ohne ERR, gesamte Technik neu - Fassadendämmung wurde nicht gemacht da schwierig - Der Hoval UltraGas50 ist von 2013 und läuft einwandfrei (aber Gebläse und Kesselduplexfühler bereits ersetzt) - Boiler mit 5.2m2 Register 2024 neu, Wärmetauscher war durchgerostet. Da ist der Tausch der Opferanode vergessen gegangen - Jahresverbrauch der letzten Jahre 4550m3 bis 5850 m3, Heizlast nach CH-Formel ca. 21-27 kW Ich war die letzte Zeit einige Male vor Ort und habe mir die Sache im Hinblick auf eine LWWP angeschaut: Vor dem Haus: - Schallschutzthematik: LWWP geht vor dem Haus wegen der Schallschutzthematik nicht, da ich im MFH den Schallschutz auch gegenüber Fenster in Wohn- und Schlafzimmern im eigenen Gebäude einhalten muss. Nach dem Aufstellort kommt ein Gehsteig, dann Quartierstrasse, Gehsteig/Vorplatz und das Nachbarhaus. Total 14.5 Meter. Aufstellung ist dann ja nicht ganz an der Wand, sodass sich das weiter reduziert. Wenn, dann überhaupt nur mit den leisesten Maschinen möglich. - Thematik Abstände: Da sind auf 12 Meter Gehäusebreite der Reihe nach: Wand, Haustüre, 2 Meter Mauer, dann drei schmale Fenster nebeneinander, etwas Mauer, noch ein Fenster und dann wieder Wand. Wie soll ich da eine LWWP aufstellen, die ca. einen Meter breit ist und beidseitig 1 m Abstand zu den Fenstern haben muss? Die alten Kältemittel mit ggf. geringeren Abständen sind ab 2027 nicht mehr erlaubt. In dieser Leistungsgrösse gibt es nur wenig Auswahl. - Das Kellerfenster ist ca. 30 cm hoch und ca. 80 cm breit, etwas daneben wäre ein zweites, aber für eine innenaufgestellte Anlage zu nahe beieinander und viel zu klein. Hinter dem Haus: - Hinter dem Haus ist LWWP auch sehr schwierig, da es auf 12 Meter Gebäudebreite einmal 3 Meter Platz zwischen zwei Fenstern und einmal 2.5 Meter Platz zwischen Türe und dem ersten Fenster hat. Jedenfalls müsste ich dafür einen oder zwei Parkplätze aufheben, diese Mieter könnten nicht mehr hinaus fahren, wenn die anderen Parkplätze belegt sind und die WP im Weg ist. Parkplatzmiete 100 CHF pro Monat auf 15 oder 20 Jahre macht bei Vermietung in 3/4 der Zeit rund 15'000 pro Parkplatz. Nicht sehr interessant, vor allem wenn man nur 4 PP auf 6 Wohnungen hat. - Schallschutzthematik wäre dafür deutlich einfacher beherrschbar, da 20 Meter Abstand zum nächsten Gebäude und dies eine Gewerbebaute ist. Gemäss kommunaler Wärmeplanung: 1. Fernwärme wird bis ca. 2030 erschlossen 2. Wenn FW möglich ist, gibt es keine Förderbeiträge mehr für Erdsonden, wobei die Förderung aktuell mit ca. CHF 7000 sowieso überschaubar ist 3. Gas mittel- bis langfristig an diesem Standort nicht mehr verfügbar (ist bislang eine Insel ohne FW, aber zentral gelegen, hier wird FW stark forciert und Gas deshalb zurückgefahren. Gut möglich dass ab ca. 2035 kein Gas mehr zur Verfügung steht) 4. Gebiet eignet sich für Einsatz von Erdsonden, aber eine geologische Abklärung ist nötig - FW kostet keine Erschliessung, wenn bei der Neuverlegung von FW innerhalb von 2 Jahren angeschlossen wird - Falls der eigene Wärmeerzeuger bei Verfügbarkeit von FW noch nicht abgeschrieben ist, gibt es u. U. eine Entschädigung in Form von Fördermitteln Nationale Vorschriften: - In den Mustervorschriften Version 2025 (die jetzt erarbeitet werden und in ca. 5 Jahren in Kraft sein werden), ist davon die Rede, auch beim Ersatz nur noch erneuerbar zuzulassen. Aktuell werden 20 % Biogas akzeptiert, ob das bleibt ist noch offen - Verbleibende fossile Wärmeerzeuger müssen ab 2050 mit 100 % erneuerbar betrieben werden. (Ist zwar noch lange, aber bereits heute absehbar, dass das viel zu teuer sein wird.) Alternativen: Bleiben FW, SWWP, Biomasse sowie Spezialfälle wie BHKW und hybride Anlagen. - Für Biomasse müsste ich den Keller umbauen, den Mietern Keller resp. Waschküche nehmen und die Zufahrt mit LKW für Pellets ist nicht ideal. Zudem zu viel Unterhalt/Aufwand. Scheidet damit aus. Wäre innerstädtisch bei einem wärmepumpentauglichen Haus grundsätzlich nicht sinnvoll. - BHKW kann ich mir auch kaum vorstellen mit dem Unterhalt, Komplexität u. ä. und ist auch keine Alternative wenn Gas langfristig nicht mehr zur Verfügung steht. - Hybridanlage mit LWWP mit Spitzenlastkessel hat wiederum die Aufstellproblematik und ist wegen Gas keine langfristige Lösung. - SWWP ginge mit 2, 3 Bohrungen im Innenhof, würde aber spätestens ab 2030 (Verfügbarkeit FW) nicht mehr gefördert. - Fernwärme wäre die einfachste Lösung, bringt aber Abhängigkeiten und Vorschriften die ich gerne vermeiden möchte.
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14.10.2025 11:52:11 |
Zitat von Fritzli  Zitat von Mastermind1  [...] Mein HB verbaut seit 25 Jahren SWWP und hatte erst eine mit wirtschaftlichem Totalschaden.... Aber hey, LWWP ist halt günstiger in der Anschaffung und das was man sich hat leisten können, darum muss das besser sein. Wenn er in 25 Jahren nur 25 verbaut hat, ist selbst ein Totalschaden schon zu viel. Der Anteil an SWP ist verhältnismäßig sehr gering. Außerdem boomt die LWP erst seit wenigen Jahren so richtig. Es wird auch vielfach mehr davon verbaut. Sie dürfen also ruhig öfter kaputt gehen. Aber klar, auch ein Äpfel-Birnen-Vergleich ist ein Vergleich. Geh doch mal durch dein Dorf oder deine Stadt und mache ein Statistik, wie viele SWP und LWP verbaut werden. Die LWP müssen einfach öfter kaputt gehen, weil es vielfach mehr davon gibt. Grüße
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| | Zeit:
14.10.2025 12:05:02 |
@Fritzli: Du schreibst oben zwar viel Text zum Thema "Horizonterweiterung", am Ende kommt dann aber raus dass irgendwie alles Banane ist, Sole ab 2030 nicht mehr gefördert wird da FW kommt...was willst Du uns damit jetzt mitteilen? Mache es doch so wie immer: schnell die teuerste aller Lösungen verbauen und die Kosten auf die Mieter umlegen...€€€...als Vermieter doch fein raus? Lass doch den gut funktionierenden Gaskessel die paar Jahre drin bis FW liegt. Genau das ist doch das Ziel, wenn FW kommt soll diese auch genutzt werden. Ansonsten geht das Gejammer wie bei Gas los, wenn keiner mitmacht oder welche aussteigen, wird es für die anderen teu(r)er... 27kW Heizlast und MFH-Mietobjekt, da bin ich auf die JAZ der Sole-WP gespannt, wobei die einer LWP in dem Fall ebenso unterirdisch sein würde wenn man den Mietern ihr Recht auf ERR und 24/7 heisses, nicht lauwarmes Wasser gewährt...
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14.10.2025 12:09:40 |
Zitat von Fertig  Wenn er in 25 Jahren nur 25 verbaut hat, ist selbst ein Totalschaden schon zu viel. Er lastet 1 Bohrteam des regionalen Bohrunternehmens das ganze Jahr aus und hat 2 Teams die ausschliesslich WP installieren. Das macht ca. 2 SWWP für EFH pro Woche oder eine für ein MFH. Du kannst dir ausrechnen, wie viele das aufs Jahr sind. Über 70 % der neu verbauten Heizungen sind WP, da bleibt nicht viel neben WP. Zitat von Fertig  Der Anteil an SWP ist verhältnismäßig sehr gering. Außerdem boomt die LWP erst seit wenigen Jahren so richtig. Es wird auch vielfach mehr davon verbaut. Sie dürfen also ruhig öfter kaputt gehen. Bei uns sind 40 % der WP SWWP. (2024: 52 % LWWP, 21 % SWWP, 12 % Gas, 6 % Öl, 5 % Holz, 4 % FW) Zitat von Fertig  Aber klar, auch ein Äpfel-Birnen-Vergleich ist ein Vergleich.
Eher "Hauptsache mal in die Tasten gehauen!" Zitat von Fertig  Geh doch mal durch dein Dorf oder deine Stadt und mache ein Statistik, wie viele SWP und LWP verbaut werden. Die LWP müssen einfach öfter kaputt gehen, weil es vielfach mehr davon gibt. [...]
Dafür muss ich nicht durch die Stadt, das sehe ich auf den entsprechenden Plänen und den bewilligten Baugesuche.
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