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11.12.2024 12:05:55 |
Hallo, ich bin seit einigen Monaten im Besitz einer Lambda Wärmepumpe EU08L. Außerdem habe ich eine PV-Anlage mit einem Wechselrichter von sungrow, deren Überschuss ich gerne von der Wärmepumpe abnehmen möchte. Dies sollte über Modbus funktionieren. Damit habe ich allerdings keinerlei Erfahrung. Der Heizungsbauer und der telefonische Support des WP-Herstellers sagen mir, dass die Anlage entsprechend eingestellt ist und es funktionieren müsste. Der Elektriker sagt mir das gleiche. Ich fürchte hier treffen zwei Welten aufeinander und keiner weiß wie es geht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich der erste auf diesem Planeten bin, der diese WP-WR-Kombination hat. Vielleicht kann mir hier jemand helfen wie ich hier ans Ziel gelange. Schon mal besten Dank im Voraus.
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11.12.2024 13:43:41 |
Hast du den Hutschienen-Zähler von Lambda einbauen lassen? Hier die Anleitung: https://lambda-wp.at/wp-content/uploads/2024/01/Modbus-Stromzaehler-1.1.6.pdf Der Wechselrichterhersteller spielt bei dieser Lösung keine Rolle.
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11.12.2024 13:47:49 |
Nein, habe ich nicht einbauen lassen, da gesagt wurde, dass das einfach über das existierende Netzwerk funktioniert.
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11.12.2024 16:34:47 |
Was willst du den erreichen und welche Voraussetzungen sind gegeben? z.B. Heizsystem mit FBH, oder 5000l Puffervolumen etc. Man braucht doch nicht zwingend eine Verbindung zw. WR und WP um PV-Strom zu nutzen. Alle WP verfügen über geeignete Programmiermöglichkeiten.
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11.12.2024 17:18:30 |
Ich habe ein Einfamilienhaus mit Fußbodenheizung und 2000 Liter Puffervolumen. Der Regler der Wärmepumpe kann angeblich über Modbus mitgeteilt bekommen, wenn die PV-Anlage überschüssigen Strom hat und kann dann die Puffer entsprechend "überhitzen". Das mit dem Überhitzen macht natürlich nur Sinn, wenn der Strom quasi äußerst preiswert ist. Bei einer Einspeisevergütung von ca. 8 Cent/kWh macht es für mich erst mal Sinn so viel wie möglich selbst zu puffern. Wie soll ich den überschüssigen Strom sonst sinnvoll nutzen. Die Info ob Stromüberschuss verfügbar ist oder nicht, muss die WP von der PV-Anlage bekommen. Woher sonst.
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11.12.2024 18:33:29 |
Ich habe auch eine EU08, und die Überschusssteuerung eingerichtet. Zunächst: Versprich dir nicht zu viel davon, außer, du hast wolkigen Dezembertagen wie heute noch ordentliche Überschüsse. Ungefähr 60% des Effekts einer präzisen Steuerung erreichst du auch, indem du einfach mit den Zeitprogrammen dafür sorgst, dass zwischen 11 und 14 Uhr ordentlich Anforderung (WW/Tagerhöhung HK) anliegt. Falls du die "Spielerei" einer Modbus-Anbindung dennoch willst: Du musst zunächst ein Programm als "Vermittler" nutzen. Dieses Programm fragt die Werte eines Zählers ab, der im Netzverknüpfungspunkt (zumeist im Zählerschrank) sitzt. Bei dir dürften diese Werte über den PV- Wechselrichter verfügbar sein, wenn ein solcher Zähler installiert wurde. Dieser Wert muss sodann an die WP per Modbus-TCP weitergegeben werden. Dafür muss die Steuerung laienhaft gesprochen mit einem LAN-Kabel angeschlossen sein und vom Programm angesteuert werden können. Das Programm muss auf einem Rechner laufen, der dauerhaft an und mit deinem Hausnetzwerk verbunden ist. Jede Unterbrechung des Rechners führt zu einer Unterbrechung der Steuerung. Hier könnte sich die Einrichtung eines Raspberry o.ä. empfehlen. Als derartige Programme empfehlen sich etwa iobroker oder homeassistant, ich habe nur mit ersterem Erfahrung. Die erstmalige Einrichtung ist nicht wenig Aufwand, aber man kann dann bspw. auch weitere Werte aus der Steuerung abfragen.
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11.12.2024 19:47:30 |
Ich habe eine EU8 und einen 3000l Puffer, den ich in der Übergangszeit tagsüber mit 5 Grad überheize und davon dann den Rest des Tags zehre. Eine separate Steuerung dazu braucht es nicht, die WP läuft , so lange die PV produzieren könnte.
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12.12.2024 10:42:08 |
Bedeutet das, dass es nicht ausreicht wenn sowohl PV-Anlange wie auch WP- Regler in einem Netzwerk angeschlossen sind? Es braucht also noch einen, wie Du es so schön nennst, "Vermittler"? Davon war sowohl von Seiten des Heizungsbauers, wie auch Lieferant der Wärmepumpe und dem Elektriker nie die Rede. Mir wurde immer gesagt, "die kommunizieren über Modbus". Das war dann wohl ein Witz. Ich habe genügend Rechner, die immer laufen. Davon könnte ich durchaus einen als "Vermittler" einrichten. Wenn das dann funktioniert, dann soll mir das auch recht sein. Da ich auf dem Gebiet allerdings auch etwas Laie bin, wäre ich für ein paar Tipps sehr dankbar. Ob sich die Spielerei lohnt, sehe ich ja dann, wenn ich das mal ein Jahr am Laufen habe.
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13.12.2024 00:33:25 |
Wenn du eine PV-Anlage inkl. einem Zähler im Netzverknüpfungspunkt hast, der vom Wechselrichter gemanaged wird, ist mir nicht klar, wie das direkt funktionieren sollte. Die Lambda kann mit bestimmten Zählern via RS485 direkt kommunizieren, aber nicht mit "der PV-Anlage". Da redet nix, die schweigen sich nur an - so jedenfalls mein Kenntnisstand. Lambda hat auf der eigenen Seite ebenfalls unter den FAQ ein Segment, das dies beschreibt ("Wie Funktioniert die Kombination von Wärmepumpe und PV-Anlage?"). Entweder 1. potentialfreier Kontakt oder 3. präzise Vorgabe via Modbus TCP, für beides braucht man eine externe Instanz. Potentialfreier Kontakt geht mit manchen PV-Wechselrichtern auch direkt, ist aber unpräzise (Überschuss ja/nein). Modbus TCP ist präzise (bspw. Überschuss = 1300 W), setzt aber einen "Vermittler" voraus - Lambda nennt es professioneller " Energiemanagementsystem", und schreibt zutreffend: "[D]as Energiemanagementsystem muss die Werte aktiv senden". Die von Lambda genannte 2. Möglichkeit ist, einen separaten Zähler nur für die WP zu installieren. Ist halt unnötig, wenn man bereits einen solchen hat, und wenn man selber keine Elektroarbeiten mag ist auch eine bezahlte Elektrofachkraft einzubinden. Ich bin ebenfalls nur ein bestenfalls mit gefährlichem Halbwissen ausgestatteter Bastler. Mein erster Schritt war, iobroker einzurichten. Dort dann ein Modbus-Modul für die WP anlegen, alle Register einpflegen (sehr nervig) und zum laufen kriegen. Dann ein weiteres Modbus-Modul für die PV-Anlage anlegen, dort erneut die relevanten Register einpflegen. Als nächstes den Leistungswert am Netzverknüpfungspunkt identifizieren und via scriptfunktion bzw. blockly eine Funktion einrichten, die diesen Wert aktiv an das passende Register der Lambda sendet. In der Steuerung der WP muss allerdings auch die Einstellung für PV-Überschuss richtig gesetzt sein (Quelle: Modbus TCP, Art: Abhängig von WR-Wert, i.d.R. negativ). Das geht m.W. nicht mit Anwenderrechten, ggf. muss das Lambda selbst oder der Heizungsbauer für dich machen.
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13.12.2024 05:36:11 |
Wie groß ist deine PV?
Von meiner 18,3kWp PV waren im Nov‘24 gerade 20kWh über, die eingespeist wurden. Im Dez‘24 bislang nix. WP und BEV machen es möglich. Jan wird genau so werden, ab Mitte Februar ist dann wieder mit einzelnen Tagen zu rechnen, an denen substantiell Überschuss da ist. Das sind jedoch immer per se sonnige Tage, an denen die solaren Gewinne das Haus eh bereits deutlicher wärmer machen als die WP alleine.
Wo also willst du einen PV Überschuss an diesen Tagen speichern, wenn die Hausbatterie bereits voll, das BEV geladen und die Sonne das Haus schon auf 25grad hat?
Lass die WP per Zeitprogramm WW über Mittag machen. Und senke ebenfalls per Zeitprogramm die VLT nachts um 1K ab. Damit erzielst du bereits >80% Eine Kopplung von WP und PV-WR kann man als Hobby betreiben; wenn du externe Unterstützung brauchst (Elektriker, IT): vergiss es. Rechnet sich nie.
Gruß
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14.12.2024 09:08:31 |
Servus, genauso wie Joe es sagt ist es und deckt sich exact mit meinen Erfahrungen. Der ganze Schnickschnack mit der Kopplung für Überschuss wird stark überbewertet. Falls Du es noch nicht ggetan hast, leg Dir einen Akku zu, so 10kwh dann hast Du 98 Prozent der Nutzungsoptimierung erschlagen. Und die restlichen 2 Prozent sind den Aufwand nicht wert. Gruss vom Hut
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14.12.2024 10:08:30 |
Genau wie meine Vorredner es sagen, ist es. PV-Ready wird deutlich überbewertet und lohnt oft den Aufwand nicht. Eine WP hat je nach Größe einen Volumenstrom von 1000-2500L/h, wie lange meinst du reichen deine 2000L Puffervolumen dann wohl ?? Mal ganz abgesehen vom zusätzlichen Installationsaufwand in Mischer, Regelung etc. Eine sinnvolle Programmierung, gerade bei Häusern mit FBH macht deutlich mehr Sinn und der FB speichert ein vielfaches der Energie, welche du meinst im Speicher vorhalten zu können.
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14.12.2024 11:41:58 |
Vielen Dank für Eure Meinungen und Erfahrungen. Ich werde mir das nochmal überlegen ob ich mir das als "Hobby" zulege, oder einfach bleiben lasse. Auf jeden Fall haben mich Eure Aussagen deutlich weiter gebracht, als das was ich bisher von allen "Fachleuten" gehört habe. Das ist schon peinlich, wenn die, die den Kram verkaufen und installieren, keine Ahnung haben. Vielen Dank nochmal.
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14.12.2024 15:45:03 |
Zitat von IBMR_Maddin  Das ist schon peinlich, wenn die, die den Kram verkaufen und installieren, keine Ahnung haben.
Betonung liegt auf Verkaufen - oder? Gruß
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14.12.2024 18:45:23 |
Ich habe auch die PV mit der Lambda über meine Hausautomation über ModTCP verknüpft, aber nur weil die Komponenten eh schon da war und aus Hobby. Wenn der Akku voll ist und ins Netz eingespeist wird, wird die VL Temp und das WW um 2 Grad erhöht. Das ist in der Heizperiode erst 1 (oder 2?) mal für ne Stunde vorgekommen, ist also witzlos. Im Sommer war die Schaltung da schon (etwas) sinnvoller, da dann am Nachmittag durch die 2 Grad höhere WW Temperatur die Einschalttemperatur zum Nachheizen des WW Speichers genauso erhöht wird, und häufiger am Nachmittag noch mal mit Überschussstrom der Speicher „voll +2Grad“ gemacht wurde. Das habe ich vor der Kopplung der Geräte häufiger per Hand angestoßen. Ist aber unter dem Strich wirklich eher eine Spielerei. Grüße Paulie
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14.12.2024 19:09:37 |
Wie bereits von vielen geschrieben, lohnt sich das im Winter nicht. Ich habe das über den Modbus Weg allerdings nur fürs Brauchwasser aktiviert. Aber nur im Oktober hatte ich bisher PV Ertrag übrig, da zuerst der Hausakku geladen wird. Wie das per Modbus geht, steht ja weiter oben. Du benötigst ein Stück Software, das per modbus den PV Überschuss vom Wechselrichter liest und dann an die Lambda überträgt. Das mit HomeAssistant oder ähnlichen Tools (ich nehme IP-Symcon) aufzusetzen ist nicht mal nebenbei mit 5 clicks erledigt. Eine alternative und wirklich sehr einfach aufzusetzende Lösung wäre, wenn dies schon eine deiner vorhandenen Komponenten könnte. Bei mir könnte es zB meine OpenWB Wallbox - sie bekommt die PV Leistung eh per Modbus und kann dies an die Lambda weiterleiten. Ich denke, dass Energiemanagementsysteme fürs Eigenheim immer von mehr Anbietern kommen werden.
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22.12.2024 10:57:14 |
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21.01.2025 15:42:15 |
Ich arbeite mit OpenHAB und kann nur bestätigen, was schon geschrieben wurde: 1. Lambda muss aus der Ferne einmalig einrichten, dass man den PV-Überschuss zum Steuern der Wärmepumpe nutzen kann. Beim mir haben sie eingestellt: E-Meter Kommunikationsart: ModBus Client E-Meter Messpunkt: E-Eintrag Mit dieser Einstellung sende ich einen PV-Überschuss als positiven Wert an die Lambda. 2. Man benötigt einen "Vermittler", bei mir ist das Openhab. 3. Die Steuerung wird überbewertet, durch eine entsprechende Einstellung in den Zeitprogrammen erreicht man wohl fast genau den ähnlichen Effekt.
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30.05.2025 10:19:43 |
Ich habe seit 26.5.25 auch eine Lambda WP und eine 23kw SMA PV Anlage mit SHM 2.0 und Batterie. Ich würde auch gerne die WP durch den SHM mit überschüssiger Energie laden lassen. Ist das mit meinen vorhandenen Komponenten machbar oder brauche ich dazu noch andere Geräte wie Moxa E1214 oder EM 340? Danke im Voraus für Ratschläge.
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30.05.2025 12:42:01 |
Wo willst du denn mit der überschüssigen Energie hin ? Hast du einen Pufferspeicher oder eine Fußbodenheizung ?
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30.05.2025 12:55:27 |
Brauchst du alles nicht, nur einen alten PC oder a raspberry mit Home Assistant.
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30.05.2025 13:09:53 |
Wenn aber keine nennenswerte Speichermasse für die zusätzlich erzeugte Wärme da ist, lohnt sich der ganze Aufwand nicht und macht die Steuerung nur komplizierter und fehleranfälliger.
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01.06.2025 12:08:15 |
@ Gueho: Ich habe einen 1000L Speicher und würde die Raumtemperatur über die Warmluft-Fussbodenheizung um 1-2 Grad erhöhen. Ich bin "Bastler" und habe einen 16x2- Regler von TA und die Regelung selbst "programmiert". Am liebsten würde ich alles darüber steuern aber in die Lambda- Steuerung möchte ich aus Garantiegründen erstmal nicht eingreifen. @ Thecem: Ich habe einen Raspi 4 und IOBroker in Betrieb und kann auch schon auf Werte von einem SMA WR zugreifen, bin aber nicht so firm darin. Danke für euer Nachfragen.
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01.06.2025 15:08:17 |
In den Speicher bekommst du mit 5 grad Erhöhung 5 kWh Wärme oder 1 kWh elektrisch rein Als Bastelaufgabe ok, lohnen tut es sic nicht
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01.06.2025 15:57:02 |
Ja, viel Energie ist das nicht, aber mit ein paar screenshots würde es mir leichter fallen. Ich habe folgende Werte als Verbindungsparameter in Instances/modbus1/allgemein: RTU over TCP Lambda ip Port 1954 Geräte id 3 1954 steht in den Netzwerk-Einstellungen der Lambda
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