Ja, der jetzige Aufbau ist auch schon eine Art von VHF, wobei im Idealfall die Lattung unter der Außenhaut senkrecht installiert wird, damit die bewegte
Luft vollflächig von unten nach oben zwischen Dämmung und Außenhaut zirkulieren kann.
Das ist bei deinen senkrecht angebrachten Brettern natürlich möglich, so dass die überlappenden Bretter immer einer gewissen Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Da eine solche Konstruktion aber in Bayern und Österreich bereits seit Jahrhunderten erfolgreich eingesetzt wird, sollte das auch bei dir einige Jahrzehnte halten. Allerdings hatten die vorgenannten auch keine Dämmung am Mauerwerk, die eine regelmäßige Hinterlüftung erschwert.
Die Unterkonstruktion sollte also folgendermaßen aufgebaut sein:
- waagerechte Latten oder Balken direkt auf das Mauerwerk schrauben
- zwischen diesen Latten die Dämmung in gleicher Stärke
- dann senkrechte Lattung anbringen
- auch diese mit entsprechender Dämmung auffüllen
- über die gesamte Fläche eine Fassadenbahn anbringen
- dann waagerechte Lattung
- zuletzt deine Außenhaut (senkrechte Bretter)
Dabei muss noch beachtet werden, dass deine Außenhaut oben und unten einige Zentimeter "zu kurz" sind, damit die Hinterlüftung funktioniert.
Das Problem bei PUR ist halt, dass die Unterkonstruktion extrem gerade sein muss, damit zu der Dämmung keine Lücken (Kältebrücken) entstehen. Diese müsste man mit PU-Schaum wieder auffüllen.
Steinwolle lässt sich hier zumindest einige Millimeter verdrücken (
Glaswolle auch schon mal 1-2 cm).