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12.01.2025 12:44:03 |
Hallo, in unserer Stadt baut oxg.de das Glasfasernetz aus und mehrere direkte und indirekte Vertreter haben uns und weitere Hausbesitzer kontaktiert, um kostenlos die Gebäude an ihr Glasfasernetz anzuschließen. Weiß jemand, was genau für ein Unternehmen oxg ist und wie professionell deren Handwerker vorgehen? Zumindest deren Vertreter erscheinen mir teilweise etwas unseriös. Sind die Mieter des Hauses nach dem Einbau daran gebunden, einen bestimmten Provider für Internet etc. zu beziehen? Vor ca. 20 Jahren hatte unity media ebenfalls kostenlos bei uns Gebäude ans Kabelnetz angeschlossen und die Handwerker sind nicht sehr sorgfältig vorgegangen.
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12.01.2025 13:54:28 |
Selbst ohne das Unternehmen zu kennen kann ich dir eins sagen: die haben keine Handwerker. Das sind alles Sub-Sub-Sub-Unternehmen die diese arbeiten ausführen, für gewöhnlich mit billigstem Werkzeug und selbstverständlich billigsten Arbeitern, von denen meist keiner deine Sprache spricht. Dein Vertragspartner, der auch in der Haftung steht, ist aber oxg, und nicht der ausführende Sub, bei dem im Zweifel eh nichts zu holen wäre, weil die oft genug schon während des Ausbaus pleite gehen. Selbstverständlich kannst du keinen Mieter zwingen einen Glasfaservertrag abzuschließen. Das ist selbst bei TV-Kabel-Verträgen mittlerweile endlich illegal. Jeder Mieter kann frei wählen aus dem was zur Verfügung steht. Wenn oxg für den Ausbau Fördergelder erhält, dann sind sie auch verpflichtet die Leitung an andere Anbeiter zu vermieten, sogenanntes Open Access. Ohne Fördergelder steht ihnen das frei, wird für gewöhnlich aber trotzdem gemacht um eine entsprechende Auslastung vom Netz zu erreichen und Überbau zu verhindern. Bestehende DSL-Leitungen der Telekom sind von dem ganzen genausowenig betroffen wie der Kabelanschluss von Vodafone. Insgesamt kann man dir nur raten den Anschluss legen zu lassen, da die Zukunft in Glasfaser liegt. Und die ausführenden Unternehmen sind eh alle von der gleichen Qualität, egal ob oxg, Telekom oder sonstwer am Ende dahinter steckt. Für deine Immobilie ist der Anschluss jedenfalls von Vorteil und ggf. bei der Vermietung auch ein Kriterium, wenn nicht jetzt, dann auf jeden Fall in Zukunft.
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12.01.2025 15:22:08 |
Bei uns in der ländlichen Region ist der Glasfaserendausbau schon ziemlich abgeschlossen. Federführend waren hier Telekom und deutsche Glasfaser. Ausführend sind dann verschiedenste Sub-Unternehmen gewesen. Hinsichtlich der Ausführungsqualität sind die eigenen Ansprüche am besten herunter zu nehmen. Das Angebot für einen kostenneutral gebauten Glasfaseranschluss würde ich jedoch auf jeden Fall annehmen da wohl bis 2030 die Abschaltung der Kupfernetze abgeschlossen werden soll um dafür benötigte elektrische Energie einsparen zu können.
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12.01.2025 16:15:53 |
Zitat von conveyor13  Sind die Mieter des Hauses nach dem Einbau daran gebunden, einen bestimmten Provider für Internet etc. zu beziehen? Ja, sind sie. Deshalb würde ich solche Knebelverträge grundsätzlich nicht abschließen. Denn der Vetrag läuft ab Inbetriebnahme, und das kann noch Jahre dauern, wenn sich nicht genügend Unterschriftswillige finden. Hier bei mir sind es gerade mal 20%, und für weniger als 33% fängt man nicht an zu buddeln. Die Drohung mit der Abschaltung der Kupfernetze kannst du ignorieren. Die gehören der Telekom, und da darf niemand anderes einfach so drüber entscheiden.
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12.01.2025 17:12:38 |
Die Kupfernetze will ja gerade die Telekom abschalten, und nicht die anderen Anbieter. Für die Telekom ist Glasfaser nämlich lukrativer, vor allem weil sie dort nicht deutschlandweit Preise von der BNA vorgegeben bekommt, sondern nur dort wo sie sich hat fördern lassen. Die BNA ist aber eben auch der Grund weswegen die Telekom Kupfer nicht bereits in vielen Regionen aus dem Programm genommen hat, sie darf sowas nämlich gar nicht selbst entscheiden aufgrund ihrer Marktmacht in dem Segment. Und nochmals: ein Mieter wird zu rein gar nichts gezwungen, nur weil der Vermieter der Installation eines Glasfaserübergabepunkts zustimmt. Der Mieter kann freiwillig von sich aus einen Vertrag eingehen, er muss es aber nicht. Es können auch nur ein Teil der Mieter einen Vertrag eingehen, kein Problem. Ob für sie dann Anschlusskosten anfallen, und in welcher Höhe, oder ob für den Vermieter Anschlusskosten anfallen, steht auf einem anderen Blatt. Für den Vermieter fallen logischerweise auch maximal dann Kosten an, wenn er den Auftrag vergibt. Es sind aber längst nicht alle Anbieter wie die Deutsche Glasfaser und starten der Ausbau erst wenn genügend Verträge geschlossen sind. Die Telekom baut z.B. die Gebiete auch so aus, auch Westconnect ist es egal wieviele im Vorfeld abschließen. Ohne Vertrag, den du im Falle OpenAccess dann z.B. auch direkt bei 1&1 abschließen könntest, zahlst du halt ggf. ein paar 100 Euro für die Verlegung ins Haus incl. der Dose, sofern das nicht schon von der Förderung getragen wird.
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Verfasser: Gelöschter Nutzer | Zeit:
13.01.2025 15:50:04 |
Zitat von Gnampf  Für die Telekom ist Glasfaser nämlich lukrativer, vor allem weil sie dort nicht deutschlandweit Preise von der BNA vorgegeben bekommt Den BNA meinst du aber bestimmt nicht, sondern die BNetzA!
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17.02.2026 11:44:34 |
Hallo,
kennt hier jemand eine Website, auf der man den Status des Ausbaus und geplanten Ausbaus anbieterunabhängig prüfen kann? ich weiß schlicht nicht, wer bei uns ausbauen möchte und möchte mich auch nicht durch eine Vielzahl von Anbieterseiten durchklicken. ich suche sowas wie eine Vergleichsseite, bei der man 1x die Adresse eingibt und dann angezeugt bekommt, wer wann aktiv wird.
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17.02.2026 14:23:40 |
Wenn ich für jeden Haustürklingler und jede Werbung die mir Glasfaser angeboten haben einen Euro bekäme, bräuchte ich nicht mehr zu arbeiten. Liegen tut in unserem Dorf deshalb trotzdem noch kein Glasfaserkabel und das ist auch nicht in Sicht.
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| | Zeit:
17.02.2026 19:17:34 |
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| | Zeit:
18.02.2026 22:06:54 |
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02.03.2026 16:19:31 |
Hallo,
Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Ausbau von Deutsche Glasfaser und Tipps, worauf man bei der Kabelverlegung ins Haus besonders achten soll?
Wie auch schon geschrieben, kommt es sicher start auf den Sub Sub Subler an, aber ein paar generelle Tipps schaden sicher nicht.
Über die Kommunikation im Vorfeld mit DG will ich mich nicht äußern, da sonst nur der Blutdruck steigt.
Danke
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| | Zeit:
04.03.2026 11:19:25 |
Hallo InsightHunter,
Wie Du schon richtig bemerkt hast, ist es zum Schluß egal, wer der Generalauftragnehmer ist, es machen dann doch nur die X.ten Suppis.
Ich habe mir von dem Polier der Leerrohr-Verlege-Firma 10m Leerrohr (+ 2 Abschluß-Stücke) geholt. Die Verlegung im Haus habe ich selber gemacht. Wanddurchgang hatte ich eh. Damit kam das Leerrohr in meinem IT-Schrank an, wo ich es haben wollte. Im It Schrank habe ich es noch ca. 1-1,5m länger gelassen (@ Durchblasen) Außen habe ich dann den restlichen Ring mit dem Endstück verschlossen.
Als die Jungs dann bei mir waren haben sie mein Ring genommen und an das Zuleitungs-Leerrohr angeschlossen.
Beim Durchblasen haben sie zu erst einen kleinen Ball durchgejagt, da kam ganzschön Suppe raus.Daher die 1-1,5m extra, damit wurde der Dreck in einen Eimer "gejagt". Dann haben die Jungs das Rohr auf die gewünschte Länge gekürzt und die Faser eingeblasen.
Anschluß war auch kein Problem.
Das waren dann in Summe bei mir 3 Suppis...
Aber es rennt.
Beste Grüße Mario
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| | Zeit:
04.03.2026 15:09:19 |
Hallo InsightHunter
ich und mein Nachbar haben die letzten Wochen Glasfaser von der Telekom bzw. deren Subunternehmern bekommen. Hat mehrere Monate gedauert, ab Straßenaufbuddeln. Insgesamt von Infoveranstaltung mit "Vertrag" mehr als 26 Monate.
Der erste Trupp hat die Hauptstränge in der Straße verlegt. Der zweite dann unter der Straße mit Erdrakete durchgeschossen, im Hof Pflaster aufgerissen und das Einzelleerrohr bis in den Keller zum Hausübergabepunkt (HÜP) verlegt.
Ab da kommt es darauf an, ob EFH oder MFH.
Nachbar EFH: 3. Trupp Glasfaser bis zum HÜP eingeblasen, daneben das Glasfasermodem (ONT) gesetzt und Nachbar hat ein LAN Kabel zur alten Fritzbox gezeogen.
Bei mir Zweifamilienhaus: 3. Trupp HÜP montiert und Glasfaser an HÜP angeschlossen. Ich hatte schon inhouse-Glasfaser in meine Wohnung verlegt. Dann ist eine Einzelkämpfer gekommen und hat eine Übergabedose in meiner Wohnung montiert und mein verlegtes "Kabel" (LWL mit APC/LC auf APC/LC in den HÜP und die Übergabedose eingesteckt. Vom Übergabedose mit kurzem LWL an ONT angeschlossen.
Bei MFH wird die Übergabedose oder das ONT immer in der Wohnung montiert, damit niemand Fremdes über den im Haus zugänglichen zentralen Anschluß oder ONT's ins Netz kommt. Mit der Glasfaser ID und der ONT ID kann man sich dann im Glasfasernetz anmelden. Mit der Fritzbox ging das recht einfach, nachdem die Glasfaser-ID freigeschaltet wurde.
Bei der Telekom kann man zwischen dem Zeitpunkt der Montagefertigstellung und Freischaltung noch kündigen. Das wird einem mit Mail oder SMS mitgeteilt wenn freigeschaltet wird/ist. Ich habe gekündigt. Erstens vor Freischaltung und zweitens unter Berufung auf das aktuelle BGH-Grundsatzurteil. Mein "Altvertrag" wäre zwar ein paar Euro günstiger gewesen, aber hätte statt 300 nur 50 mbit/s und einen Tarif den es schon nicht mehr gab.
ciao Peter
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