| | | | Zeit:
13.08.2025 18:19:59 |
Vielen Dank für die hilfreichen Informationen, Eddi! Die Handbücher habe ich zur Hand und mit dem Monteur-Modus bin ich schon etwas vertraut. Den Schwellenwert für das Warmhalten werde ich nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub Ende nächster Woche testen. Noch eine Frage: Wird deine Schwägerin einen externen Temperaturfühler nutzen? Da gibt es aktuell nämlich noch eine kleine „Kinderkrankheit“: Im Display wird nur die Temperatur des Fühlers am Außengerät angezeigt, nicht aber die des externen Fühlers. Laut meinem Heizungsbauer orientiert sich die witterungsgeführte Heizkurve jedoch am externen Fühler. Dieses Problem wurde bereits an Daikin gemeldet – ein entsprechendes Softwareupdate ist wohl in Arbeit.
|
| | Zeit:
18.08.2025 19:23:18 |
Zitat von doublel711  Noch eine Frage: Wird deine Schwägerin einen externen Temperaturfühler nutzen? Da gibt es aktuell nämlich noch eine kleine „Kinderkrankheit“: Im Display wird nur die Temperatur des Fühlers am Außengerät angezeigt, nicht aber die des externen Fühlers. Laut meinem Heizungsbauer orientiert sich die witterungsgeführte Heizkurve jedoch am externen Fühler. Dieses Problem wurde bereits an Daikin gemeldet – ein entsprechendes Softwareupdate ist wohl in Arbeit. Vielen Dank für die hilfreichen Informationen, Eddi![...] Danke …guter Tipp! …denn wir werden den ext. Außentemperaturfühler verbauen - er liegt hier schon im Kistchen, denn seit Montag wird hier "eingebaut": nach 1 Tag ist das Altgerät samt Speicher raus, alle alten Anschlüsse auf Wunschlänge gekappt, Blockstufen gesetzt, Kernbohrungen gemacht, Innengerät im Keller und die Verrohrung hat begonnen. Außengegerät steht für morgen aufstellfertig neben den Blockstufen. Ist schon ein echter "Trumm"…! Ist der Außensensor denn im Menü Sensoren nicht sehbar? Bei mir ist nämlich auch einer verbaut und bei mir (Altherma 3 R) werden beide Sensoren in diesem Menü angezeigt. Gruß - Eddi
|
| | Zeit:
20.08.2025 21:18:04 |
Ich bin arbeitstechnisch gerade sehr eingespannt, daher mal nur kurz ein paar Infos. Ich habe das shelly Pro 3EM. In der Pro Version kann ich nun detailliert auflösen und kann den exakten Verbrauch erkennen. Dabei ist mir aufgefallen, dass der von der altherma gemessene Wert den die App anzeigt absolut identisch ist mit dem Wert des shelly. Was die altherma aber nicht mit berechnet, ist der standby Bedarf. Das shelly zeichnet auch standby auf, so dass eine Abweichung entsteht. Aber prinzipiell ist die App exakt. Shelly ist aber schon eine nette Spielerei. Desweiteren wollte ich mal wissen, wann der Heizstab zur Warmwasserbereitung eingesetzt wird. Man liest, dass es einige Modelle gibt (altherma 3) die ab (?) Grad Außentemperatur den Heizstab benutzt haben Das konnte ich nicht beobachten. Temperatur war teilweise über 35 Grad vor paar Tagen. Ebenso bleibt der Heizstab aus, wenn die Speichertemperatur über 45 Grad eingestellt wird. Ab wann der Stab anspringt hab ich noch nicht herausgefunden. Bis 47 Grad bleibt er aus und 60 hab ich mal getestet, da springt er sofort an.
|
| | Zeit:
24.08.2025 11:43:22 |
Zitat von WarmerAlex  Desweiteren wollte ich mal wissen, wann der Heizstab zur Warmwasserbereitung eingesetzt wird. Man liest, dass es einige Modelle gibt (altherma 3) die ab (?) Grad Außentemperatur den Heizstab benutzt haben Das konnte ich nicht beobachten. Temperatur war teilweise über 35 Grad vor paar Tagen. [...] Da macht der Regler keineswegs das, was er will, sondern 1. das, was man unter 5.6 in 5.6.1 und 5.6.2 im Regler eingestellt hat. Am besten dazu mal den Configuration Reference Guide zu Rate ziehen. Diese Kapitelnummern des Configuration Reference Guides kann man im Regler unter Einstellungen in "Brotkrumen" (breadcrumbs) aktivieren. Dann werden sie dort vor den Menüpunktbezeichnungen mit angezeigt. Ist in den Ausliefereinstellungen leider ebenso deaktiviert wie der erweiterte Benutzer. 2. Oder wenn man das Muskelmännchen ("Verstärktes Heizen" in Kap. 6 unter 6.5.1) aktiviert hat. 3. Und wie die Betriebsgrenzen sind, die in den techn. Daten angegeben sind (ganz unten auf der Seite...). Gruß - Eddi PS: habe jetzt erste Erfahrungen mit der seit Donnerstag laufenden 4H meiner Schwägerin in 8 kW und mit ECHO-Speicher sammeln können. Ist übrigens "ohne alles" an den Heizkreis angeschlossen - also auch ohne Überströmer oder Trenn- oder Rücklaufpuffer. Im Testlauf bei Inbetriebnahme hatten wir 37 l/min Umlauf :-)...es müssen mindestens 22 l/h sein, sonst wird die Inbetriebnahme vom Techniker abgebrochen..
|
| | Zeit:
25.08.2025 15:36:26 |
Ich habe den Warmhaltenauslöser-Schwellenwert testweise auf 40 Grad eingestellt. Wenn die Temperatur des ECHO2O-Speichers unter 40 Grad fällt und das Warmhalten-Zeitprogramm nicht aktiv ist, wird der Speicher jedoch nicht aufgeheizt. Bin mir nicht sicher, was ich falsch mache...
|
| | Zeit:
25.08.2025 15:39:29 |
Zitat von Eddi Lang  Zitat von doublel711  [...] Ist der Außensensor denn im Menü Sensoren nicht sehbar?[...] Der Außensensor ist zwar im Menü sichtbar, aber anstatt die von diesem Sensor gemessene Temperatur anzuzeigen, wird nur die Temperatur des Sensors am Außengerät angezeigt.
|
| | Zeit:
25.08.2025 15:42:31 |
Zitat von Eddi Lang  Zitat von WarmerAlex  [...] PS: habe jetzt erste Erfahrungen mit der seit Donnerstag laufenden 4H meiner Schwägerin in 8 kW und mit ECHO-Speicher sammeln können. Ist übrigens "ohne alles" an den Heizkreis angeschlossen - also auch ohne Überströmer oder Trenn- oder Rücklaufpuffer. Im Testlauf bei Inbetriebnahme hatten wir 37 l/min Umlauf :-)...es müssen mindestens 22 l/h sein, sonst wird die Inbetriebnahme vom Techniker abgebrochen.[...] Das klingt gut! Hat Deine Schwägerin einen WMZ im Einsatz?
|
| | Zeit:
25.08.2025 18:22:45 |
Zitat von doublel711  Zitat von Eddi Lang  [...] Das klingt gut! Hat Deine Schwägerin einen WMZ im Einsatz? Ja :-) Gruß -Eddi
|
| | Zeit:
25.08.2025 18:26:13 |
Zitat von doublel711  Ich habe den Warmhaltenauslöser-Schwellenwert testweise auf 40 Grad eingestellt. Wenn die Temperatur des ECHO2O-Speichers unter 40 Grad fällt und das Warmhalten-Zeitprogramm nicht aktiv ist, wird der Speicher jedoch nicht aufgeheizt. Bin mir nicht sicher, was ich falsch mache... Geht angeblich nur mit aktivem Zeitprogramm, denn innerhalb des Zeitfensters soll der Speicher lt. Techniker nun nur noch 1x erhitzt werden - kein 2. Mal. Das wäre damit anders als bei der 3er Baureihe. Und genau dafür soll dieser Warmhalte-Schwellenwert sein...ausprobiert haben wir es noch nicht... Gruß - Eddi PS: der Techniker sagte, das nächste SW-Update soll ein greößeres werden: u.a. kommt der Rohrleistungsplan wieder, den es in der 3err Reihe gab un in der 4er eben nicht. Der ist sehr nützlich, weil er alle wichtigen Werte auf 1 Bild zeigt.
|
| | Zeit:
01.09.2025 13:38:03 |
Ich hoffe mir können die Besitzer der neuen Daikin folgende Punkte zum Durchfluss beantworten. 1. Gibt es eine Info darüber, welche Durchflussmenge während des Heizbetriebs benötigt wird? Die 22l/min. aus der Anleitung werden ja voraussichtlich nur beim Abtauen benötigt und nicht dauerhaft als Mindestanforderung? 2. Wie lässt sich der Durchfluss bei der Daikin regeln und ist dieser dann fest oder variabel? Hintergrund ist, dass eine Installation mit einem Puffer in Stichanbindung in Frage kommt und im Idealfall lassen sich der Durchfluss der Pumpe von der Daikin mit dem der Heizkreispumpe abgleichen. Das müsste mit einem festen Durchfluss ja möglich sein. Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe.
|
| | Zeit:
01.09.2025 15:13:44 |
Zitat von n1klas  Ich hoffe mir können die Besitzer der neuen Daikin folgende Punkte zum Durchfluss beantworten.
1. Gibt es eine Info darüber, welche Durchflussmenge während des Heizbetriebs benötigt wird? Die 22l/min. aus der Anleitung werden ja voraussichtlich nur beim Abtauen benötigt und nicht[...] Standardmäßig ist die Durchflussmenge variabel und liegt bei meiner Altherma 4 mit 500 Liter ECH2O-Speicher auf der niedrigsten Modulationsstufe bei rund 6 l/min. Nach meinem Kenntnisstand lässt sich auch eine konstante Durchflussmenge einstellen – getestet habe ich diese Option bisher jedoch nicht.
|
| | Zeit:
02.09.2025 09:44:58 |
Zitat von n1klas  Ich hoffe mir können die Besitzer der neuen Daikin folgende Punkte zum Durchfluss beantworten.
1. Gibt es eine Info darüber, welche Durchflussmenge während des Heizbetriebs benötigt wird? Die 22l/min. aus der Anleitung werden ja voraussichtlich nur beim Abtauen benötigt und nicht[...] Warum kommt ein Stichpuffer denn überhaupt infrage? Behauptet Dein HB, dass ein Puffer nötig sei und woraus schließt er das? Und warum wählt er nicht das hier schon beschriebene Daikin-Konzept aus Rücklaufpuffer und Überströmer? Grundsätzlich lässt Daikin ja Direktanschluss zu, wenn die Haushydraulik passt. Die sollte man also schon auch kennen - idealerweise im Winter bei der alten Therme mal deren Pumpe auf Maximalleistung gestellt und dort den Durchfluss abgelesen haben oder noch besser sich einen Wärmemengenzähler installiert haben (macht der HB). Dann kennt man im Frühjahr die AUSLEGUNGSHEIZLAST UND den möglichen Maximaldurchfluss. Puffer installieren HB immer dann gerne, wenn sie die Haushydraulik nicht kennen, denn sie haben keine Zeit dafür sich mit dem näher zu beschäftigen. Das muss man als zukünftiger Besitzer der WP schon selbst machen….indem man wie viele hier sich schon vorher hier im Forum informiert. Nun zu Deiner Frage…. Zum Heizen braucht sie den Durchfluss, der sich aus der Vorgabe im Regler für die Spreizung notwendig ergibt - heißt "Delta T" bei Daikin. Das Reglerkonzept von Daikin ist "Konstante Spreizung", wobei man die Pumpe auf eine Maximalleistung begrenzen kann, was aber nur bei Direktanschluss an den Heizkreis zur Vermeidung von Rauschen in den Leitungen gedacht ist.Wenn die VLT-Linie genau passend zum Haus eingestellt ist, dann ist bei konstantem Betrieb unabhängig von der Temperatur immer derselbe Durchfluss nötig, der sich wie folgt ergibt: Heizleistung (kW) = 1,1625 x Durchfluss (m3/h) x DeltaT Gleichung nur noch nach Durchfluss auflösen…. Über das DeltaT kannst Du also den Durchfluss beeinflussen und beide Pumpen abgleichen, wenn Du an der 2. Pumpe den Durchfluss ablesen kannst. Das geht heutzutage bei einigen, aber nicht allen Pumpen haben diese Funktion. Genau die ist aber bei einem Stichpuffer wichtig und es ist wichtig, dass die Pumpe mit konstanter Förderleistung betrieben wird. Wie Du schon schreibst: bei einem Stichpuffer geht am wenigsten Energie verloren, wenn die Durchflüsse beider Pumpe exakt gleich sind. Ich würde mir im Fall der Installation eines Stichpuffers einen Durchflussmesser =Wärmenengenzähler hinter die 2. Pumpe einbauen lassen - aber bitte mit min. DN20. Im Innengerät ist ein hochwertiger Durchflussmesser nach Ultraschallprinzip verbaut - kein primitiver Anlegefühler. Gruß - Eddi
|
| | Zeit:
02.09.2025 13:21:44 |
…Ergänzung: die optimale Heizlinie ermittelst Du, indem Du Bei Fußbodenheizung alle Raumthermostate auf Max. Stellst und Bei Heizkörpern die Thermostate ebenfalls auf Max. Stellst. Ist es dann zu warm in den Räumen, muss die Heizlinie nach unten abgesenkt werden, was Dir übrigens Strom spart. Nach jeder Einstellung muss man min 1 Tag warten, denn das Haus reagiert träge wegen der immensen Menge an Wärme, die den Betonböden und Aussenwänden gespeichert ist. Das Ganze musst Du bei verschiedenen Aussentemperaturen testen und optimieren. Das Ganze nennt sich thermischer Abgleich und danach brauchst Du auf den meisten HK keine Thermostatköpfe mehr und auch bei FBH die Stellmotoren nicht mehr… Zuvor muss Dein HB einen hydraulischen Abgleich machen, womit er die Durchflussmenge pro FBH-Kreis und pro HK an den berechneten Raumbedarf anpasst. Dazu musst Du ihm aktiv eine Vorgabe machen, denn er wird Dich nicht fragen (die meisten nehmen 10°C bei HK und 7°C bei FBH, was den Durchfluss extrem reduziert und zudem die VLT in die Höhe treibt, womit Du erheblich mehr Strom benötigst). Ich selbst habe nur HK und fahre mit Spreizung 4°C. Heizlinie: bei 14°C AT: 27°C, bei -8°C AT: 38°C. WP: Altherma 3R mit 4 kW Außengerät. Gruß - Eddi Bei HK: Spreizung ca. 5 °C, bei FBH ca. 4°C. Welche Heizlast hat Dein HB ermittelt oder hast Du das selbst gemacht? Gruss-Eddi
|
| | Zeit:
02.09.2025 13:48:04 |
Bei HK: Spreizung ca. 5 °C, bei FBH ca. 4°C: das sind die Vorgaben für den Hydraulischen Abgleich. Stichwort Raumthermostate der HK und der FBH-Kreise: das sind die größten Feinde einer WP. Warum? Die WP möchte durchlaufen und regelt deswegen den Durchfluss selbst. Und nun kommen diese Thermostate dazu und wollen den Durchfluss auch regeln indem sie ihn notfalls abkneifen. Das ist in etwa so, als ob es im Auto 2 Lenkräder gäbe: das kann nur schiefgehen. Und genau das ist der hauptsächliche Grund für diese elenden Puffer , die die HB bei WPs immer einbauen wollen und die Dir den Stromverbrauch in die Höhe treiben. Dabei ist der Stichpuffer weniger schlimm als der Trennpuffer; die beste "Notbremse" ist immer noch der Überströmer, weil er mit einer Feder auf einen bestimmten Öffnungsdruck vorgespannt wird und erst dann Vorlauf (VL) in den RL lässt. Bei einfachen Behältern wie Stich- oder Trennpuffer ist das nicht so, weil dort das Wasser einfach den falschen Ausgang nehmen kann und keine Druckbarriere wie das federbelastete Überströmventil da ist, die überwunden werden muss. Gruß Eddi
|
| | Zeit:
02.09.2025 17:28:52 |
Danke, Eddi! Deine Erklärung hilft mir bei der Vorbereitung auf den thermischen Abgleich. Da ich ausschließlich Heizkörper nutze, stellt sich für mich die Frage: Wie lässt sich die optimale Spreizung ermitteln, und woran erkenne ich, dass die eingestellte Spreizung zu gering ist?
|
| | Zeit:
02.09.2025 18:43:59 |
Zitat von doublel711  Danke, Eddi! Deine Erklärung hilft mir bei der Vorbereitung auf den thermischen Abgleich. Da ich ausschließlich Heizkörper nutze, stellt sich für mich die Frage: Wie lässt sich die optimale Spreizung ermitteln, und woran erkenne ich, dass die eingestellte Spreizung zu gering ist? Wenn es in den Leitungen rauscht, nur dann ist die Spreizung zu gering. Rauschen wird insbesondere erzeugt, wenn die besagten Thermostate mit dem Drosseln beginnen. Ansonsten sollte die Spreizung bei Niedertemperatur-Wärmeerzeugern wie WP, aber auch bei fossilen Wärmeerzeugern wie Gas- und Ölheizungen im Sinn einer möglichst wirtschaftlichen Fahrweise so gering wie möglich sein. Nur mit geringer Spreizung läßt sich die VLT bestmöglich absenken, weil für die Wärmeabgabe von HK und FBH immer die Differenz aus VLT und RLT maßgeblich ist. Hat man bei den Fossilen in den 60er und 70er leider nie beachtet, weil damals Kupferrohre teuer und Gas und Öl billig waren und so wurden eben "kleiner-Finger-dicke" Kupferleitungen eingebaut, die keine hohen Durchflüsse "können" und hohe Spreizungen von 10° - 20° brauchen. Beispiel: Meine Heizlinie war seit 2011 auf ca. 30° bei 14° AT und 50° bei -10° AT eingestellt. Spreizung fast 10°. Manchem ich eine thermischen Abgleich kannte, habe ich sie auf 27° bei 14° AT und 39° bei - 8°C AT runterziehen können. Die Vaillant-Heizkreispumpe in der Brennwerttherme hat dann 900L/h gefördert, Spreizung 4°. Gasverbrauch vorher: 10.000 kWh/a, nachher 6.800 kWh/a. An der Daikin läßt sich in der Konfiguration „Fußbodenheizung", auf der auch meine 3R steht, ein minimaler Wert von 3° einstellen. Weniger ist nicht sinnvoll, weil es sonst schonmal zu sogenannten Kurzschlüssen kommen kann d.h. das Heizwasser strömt so rasch, dass das Wasser mit VLT zurückgeht. Passiert schonmal bei nicht sauber abgeglichenen kleinen Gästetoiletten-HK. Gruß - Eddi
|
| | Zeit:
03.09.2025 06:13:10 |
Höchst interessant deine Ausführungen. Bei der Daikin kann man als Delta T minimal 10 Grad einstellen, wenn man in der Konfiguration angibt, das HK verbaut sind. Will ich kleinere Spreizung muss ich entweder in der Konfiguration FBH oder Konvektionsheizung auswählen. Ist das egal, wie ich die Daikin betrüge? Oder ist eins der beiden nicht sinnvoll? Ich habe 2x FBH, Rest ist HK
|
| | Zeit:
03.09.2025 09:42:44 |
Das hat mit „Betrug“ nichts zu tun, sondern ist der Versuch, eine halbwegs sinnvolle Voreinstellung zu schaffen für unterschiedliche Hydrauliken. Dass das nicht immer passt, ist auch klar.
Ich habe meine Altherma 3R auf Konvektor mit 3K Delta-t stehen - ausschließlich HK. Meine Hydraulik reicht für die 1.200l/h bei NAT gerade so quasi geräuschfrei. Beim Abtauen mit 1.500l/min rauschen einige wenige Ventile. Das muss jeder für sich rausfinden.
|
| | Zeit:
03.09.2025 10:11:41 |
Zitat von WarmerAlex  Höchst interessant deine Ausführungen. Bei der Daikin kann man als Delta T minimal 10 Grad einstellen, wenn man in der Konfiguration angibt, das HK verbaut sind. Will ich kleinere Spreizung muss ich entweder in der Konfiguration FBH oder Konvektionsheizung auswählen. Ist das egal, wie ich die[...] …Genau. Du musst die Regelung schon ein wenig betrügen….die Techniker von Daikin haben bei HK m.E. die Spreizung deswegen auf 10 K limitiert, weil sie wissen, dass in manchen Altbauten diese fingerdicken Leitungen verbaut wurden und viele Menschen unter uns nach wie vor zur Temperaturregelung die Einzelthermostate nutzen anstatt dass sie z.B. für die Nachtabsenkung ein Zeitprogramm nutzen, wo dann auch über die Vorgabe der reduzierten Raumsolltemperatur über die Heizlinie auch die VLT abgesenkt wird. Unterschied: die Einzelthermostate („ERR“ =Einzelraumregler) begrenzen den Zufluss an Wärme, indem sie den Durchfluss abwürgen. Die WP geht ins Zwangsaus und muss ständig prüfen, ob vielleicht doch wieder Wärme erzeugt werden soll. Die Nachtabsenkung liefert weniger Wärme über eine reduzierte Vorlauftemperatur und die WP weiß nun, dass weniger Wärme gefragt ist und regelt es übers Zeitprogramm, das man ja über die Onecta-App ganz easy per Handy verändern und auch aktivieren oder deaktivieren kann. Rein regelungstechnisch läuft die WP in der FBH-Einstellung nach meinem Empfinden etwas ruhiger, denn anders als bei der Einstellung " Konvektoren" kann sie die Drehzahl der in den Konvektoren erwarteten Lüfter, die bei Konvektoren mit einem Steuerkabel auch mit dem Regler verbunden sind nicht anpassen. Der Regler gibt dazu Steuerbefehle raus, prüft aber nicht, ob da auch tatsächlich ein Konvektor dranhängt. Die Befehle verpuffen also, was die Regelung aber nicht bemerkt. Dieses Vorgaukeln "falscher" Tatsachen macht dem Regler einen gar nichts, weil in dem Fall nur ein Rechenalgorithmus anhand der Ist-VLT buchstäblich rechnet und darüber die Vorgaben macht. Wie funktioniert das genau? Ohne einen zentralen Raumraumthermostaten im "Führungsraum" mit Temperaturfühler und Busverbindung zum Regler, der bei Daikin "Madoka" heißt, kennt die Regelung als Information, ob das Haus mehr oder weniger Wärme braucht, ja nur die VLT und die Menge an Energie, die sie dafür aufwenden muss, um das Heizwasser von RLT auf VLT anzuheben. Ist die WP ausgegangen, weil sie ihre minimal erzeugbare Wärme nicht mehr ans Haus los wird, hat sie das nur an der trotz Minimalwärmezufuhr weiter ansteigenden VLT erkannt. Und ebenso kann sie auch nur an der VLT erkennen, ob sie wieder heizen soll, indem sie den Heizkreis weiter umwälzt und das Absinken der VLT buchstäblich "erfühlt". Mit der Madoka dagegen kennt sie die tatsächliche Raumtemperatur d.h. sie kann sozusagen sehen und muss nicht mehr "fühlen und rechnen". Das ist bei HK viel vorteilhafter, weil das Heizwasser ja über die HK schneller von seinen vielleicht 28° auf die Raumtemperatur abkühlt als der Raum selbst kälter wird, dessen Temperatur wegen der Steinmasse und der darin gespeicherten Wärme sehr träge reagiert (ein prinzipbedingter Vorteil der FBH, die ja selbst im Estrich liegt: dort kühlt das Wasser weniger rasch ab). "Führungsraum" meint den Raumbereich, in dem man sich typischerweise die meiste Zeit aufhält, wenn man nicht schläft. Bei uns ist das der Wohnbereich, der aus offener Küche, Essbereich und Wohnbereich besteht. Die Tür zur Diele steht bei uns meist offen und so haben wir die Tür dann mal bei einer Renovierung gleich ganz entfernt. So oder so gehört die Diele auch über eine offene Tür ebenfalls noch dazu. Ich habe die Madoka nach 8 Wochen nachrüsten lassen und musste feststellen, dass sie bei "Nachtabsenkung" - bei uns 1 bis 2 K niedriger - dann nicht mehr nach 5 min die Heizkreispumpe anwirft, um zu "fühlen" ob die VLT unter einen internen Schwellenwert unterhalb des Sollwerts gesunken ist und damit offenbar Heizbedarf besteht. Vielmehr bleibt sie nun solange aus, bis die abgesenkte Soltlemperatur im Raum unterschritten wird und spart Dir damit Strom. Über die Madoka und die bei Vorhandensein der Madoka dann einstellbare Hysterese darf der Regler die sich aus der Heizlinie ergebende Soll-VLT sogar in diesem Hysterekorridor anpassen - also anheben oder absenken. Vorteile: 1 Kleine Ungenauigkeiten in der über den Thermischen Ableich ermittelten Heizlinie werden "ausgebügelt" 2 Sinnvoll z.B. im Februar /März / April bei sonnigen Tagen, wo viel Strahlungswärme durch die Fenster kommt und die WP weniger heizen muss. Bei der 4H kann man zudem in 0,1 K-Schritten vorgeben, um welche Differenz zum Raumtemperatursollwert der Istwert absinken darf. Meine 3R hat da einen Festwert von 1 K. So fahren wir bei solchen Tagen ein Tagabsenkungsprogramm, weil diese Strahlungswärme an solchen Tagen für den Wohnbereich völlig ausreicht. Folge: Heizung ist ab 13 Uhr aus und geht erst gegen 20 Uhr wieder an, wenn unsere "Wohlfühltemperatur" im Raum unterschritten wird und die Tagabsenkung lt. Zeitprogramm endet. Mit dm verbesserten Regelungskonzept der 4H müßte das theoretisch sogar schon allein über die Parametrierung der Madoka gehen und ganz ohne Tagabsenkungsprogramm. Müssen wir im Herbst. Bei meine Schwägerin mal ausprobieren. In beiden Fällen gibt es einen sehr erfreulichen und wichtigen Nebeneffekt: Takten in kurzen Intervallen wird vermieden. So - lange Antwort. Aber mir ist wichtig, dass die physikalischen Zusammenhänge klar werden, damit Vor- und Nachteile von Konzepten deutlich werden können. Ein letztes Beispiel dazu: Ja, auch ein Puffer sorgt dafür, dass gerade bei HK die Menge an Heizwasser durch die 200 - 500 L im Puffer buchstäblich mehr wird und damit auch die Abkühlzeit und folglich auch die Taktzeit verlängert wird: bei einer VLT von 33°C und einer Spreizung von 5 K sind in den 200 L ganze 1,2 kWh an nutzbarer Wärme enthalten (0,2 m3 x 1,1625 x 5 K =1,16 kWh). Beim Abkühlen von Wänden und Fußböden üblicher Dicke wird dagegen das 10 - 20 -fache dieser Wärmemenge an den Raum abgegeben. Das Verfahren über einen zentralen Raumthermostaten mit entsprechend parametrierbarer Regelung ist also viel effizienter als der Puffer in Bezug auf möglichst lange Taktintervalle ("Taktzeiten"). Nachteil: der Raum muss dazu um 0,5 - 1 K parametrierbar unter das Soll abkühlen und beim Heizen entsprechend über das Soll hinaus erwärmt werden dürfen. Und das wiederum funktioniert mit thermischem Abgleich, der - Vorteil: etwas ungenauer sein darf - und möglichst wenigen ERR. Gruß - Eddi
|
| | Zeit:
03.09.2025 10:23:46 |
Ich habe bei meiner 3R auch 3K DT eingestellt (Einstellung: Konvektorbetrieb) bei FBHZ, HK und 2 Konvektoren. Der Durchfluß stellt sich dann zwischen 11 und 15 L/Min ein. Da rauscht noch nichts. Das hilft auch die Verluste in meiner unsäglichen Weiche zu minimieren.
|
| | Zeit:
03.09.2025 12:38:31 |
Zitat von Eddi Lang  Warum kommt ein Stichpuffer denn überhaupt infrage? Behauptet Dein HB, dass ein Puffer nötig sei und woraus schließt er das?
Und warum wählt er nicht das hier schon beschriebene Daikin-Konzept aus Rücklaufpuffer und Überströmer?
Wow, das sind hier richtig ausführliche Antworten und Hilfen, vielen Dank! Ehrlich gesagt, wurde etwas ausgewichen mit dem Hinweis, dass man mit der Hydraulischen Anbindung die besten Erfahrungen gemacht hat. Ein anderer HB wollte lieber einen Trennspeicher verbauen, weil der Überströmer effizienzschädigend sei. Aus einem anderen Thread habe ich mal entnommen, dass es auch Meinungen gibt, dass nach der Direktanbindung die Stichanbindung dem Überströmer vorzuziehen. Aus diesem Grund war ich schon froh, wenn ich einen HB finde, der entweder die Stichanbindung oder den Überströmer anbietet. Es hat für mich auch keinen Zweck da als Verbraucher gegen anzureden. Wenn es nicht vom HB gewollt ist, dann kann ich mir als Verbraucher einen anderen suchen. Nach den vielen Anfragen, die ich schon an verschiedene HB gestellt habe, habe ich da mittlerweile sehr wenig Hoffnung. Zitat von Eddi Lang  Grundsätzlich lässt Daikin ja Direktanschluss zu, wenn die Haushydraulik passt. Die sollte man also schon auch kennen - idealerweise im Winter bei der alten Therme mal deren Pumpe auf Maximalleistung gestellt und dort den Durchfluss abgelesen haben oder noch besser sich einen Wärmemengenzähler installiert haben (macht der HB). Dann kennt man im Frühjahr die AUSLEGUNGSHEIZLAST UND den möglichen Maximaldurchfluss. Dies habe ich leider bis jetzt nicht gemacht und ich habe auch keine Informationen, da meine aktuelle Pumpe 20 Jahre alt ist und keine Angaben zum Durchfluss macht. Das ist sicherlich ein Versäumnis, wenn ich mir die Forenbeiträge anschaue. Grundsätzlich wollte ich aber trotzdem im Herbst noch eine Wärmepumpe installieren lassen, weil ein Bausparvertrag zur Auszahlung kommt und ich bzgl. der Förderung auch nicht sicher bin, ob diese nicht doch einmal eingestellt wird, auch wenn es aktuell keine konkreten Anzeichen dazu gibt. Die E-Auto-Förderung wurde ja auch mehr oder weniger sofort eingestellt. Zitat von Eddi Lang  Wenn die VLT-Linie genau passend zum Haus eingestellt ist, dann ist bei konstantem Betrieb unabhängig von der Temperatur immer derselbe Durchfluss nötig, der sich wie folgt ergibt: Heizleistung (kW) = 1,1625 x Durchfluss (m3/h) x DeltaT Gleichung nur noch nach Durchfluss auflösen…. Das verstehe ich nicht ganz. Wenn ich das DeltaT bei der Daikin einstellen kann. Also dieses dann in der Gleichung fix ist, dann muss ja bei höheren Temperaturen der Durchfluss abnehmen, da ich nur noch eine geringere Heizleistung benötige. Das wiederum würde nicht zu deiner Aussage passen, dass immer der selbe Durchfluss nötig ist oder kann ich das Delta T je nach VLT Temperatur variieren lassen? Ich glaube ich habe hier noch einen Knoten im Kopf. Die zweite Pumpe wird auf jeden Fall eine Druchflussanzeige haben zum Abgleich. Zitat von Eddi Lang  Welche Heizlast hat Dein HB ermittelt oder hast Du das selbst gemacht?
Da haben bis jetzt alle HB nach meinem Gasverbauch i.H.v. ca. 21.000 kWh entschieden eine 7 oder 8 kw Pumpe anzubieten. Danke auch für die anderen Anwendungshinweise bzgl. thermischen Abgleich etc. Das habe ich in den letzten Jahren schon einiges mit der bestehenden Anlage ausprobiert und werde auch weiterhin versuchen zu optimieren.
|
| | Zeit:
03.09.2025 14:56:54 |
Hallo zusammen, ich klinke mich hier auch nochmal ein. Am kommenden Dienstag kommt der HB vorbei, um ein Update für die Regelung aufzuspielen (geht anscheinend nicht „over the air“). Bei der Gelegenheit möchte ich die Einstellung des ÜSV prüfen lassen. Mir kommt die aktuelle Einstellung nämlich sehr knapp vor: Verbaut ist ein Heimeier Hydrolux, derzeit auf 150 mbar eingestellt – warum gerade dieser niedrige Wert gewählt wurde und ob der HB sich dabei etwas gedacht hat, weiß ich nicht. Natürlich möchte ich unbedingt vermeiden, dass das ÜSV permanent "durchströmt" wird. Zur Vorbereitung habe ich mich hier im Forum schon eingelesen und bin dabei u.a. auf dieses Video gestoßen: https://www.youtube.com/watch?v=vUdTj2BGAmc Wenn ich das richtig verstanden habe, läuft das Vorgehen so: 1. Vorlauf zudrehen 2. Pumpe auf maximale Leistung stellen 3. ÜSV so einstellen, bis der Soll-Volumenstrom (25 l/min) erreicht ist 4. Pumpe wieder runterregeln 5. Vorlauf öffnen Der Kompressor bleibt dabei aus – korrekt? Habe ich das so richtig verstanden? Und wie geht man speziell bei Daikin bzw. der Altherma 4 am besten vor?
|
| | Zeit:
03.09.2025 15:28:40 |
Ergänzung: In unserem Haus aus den 1950er-Jahren war ursprünglich eine Schwerkraftheizung installiert, weshalb die Rohrleitungen vergleichsweise groß dimensioniert sind. Könnte daraus ein niedriger Differenzdruck resultieren und deshalb das ÜSV entsprechend niedrig eingestellt sein?
|
| | Zeit:
04.09.2025 05:59:04 |
Vielen Dank an eddi für deine genialen und verständlichen Ausführungen. Das Madoka möchte ich eigentlich vermeiden. Passt bei uns nicht so ideal. Stube sind HK. Aber ein Kamin. Wenn der an ist, und dort das Madoka, dann blöd für den Rest des Hauses. Küche und Bad sind als einziges FBH. Auch blöd. Bliebe nur der Flur für Madoka. Aber ob das Sinn macht. Ich muss es erst ohne probieren und hoffe, dass es weder viel taktet noch zwischen 18 und 25 Grad schwingt... Achso. Kinderzimmer sind auch schlecht, da dort ERR installiert bleiben muss, weil nachts Fenster offen ist.
|
| | Zeit:
09.09.2025 16:42:08 |
Zitat von n1klas  Das verstehe ich nicht ganz. Wenn ich das DeltaT bei der Daikin einstellen kann. Also dieses dann in der Gleichung fix ist, dann muss ja bei höheren Temperaturen der Durchfluss abnehmen, da ich nur noch eine geringere Heizleistung benötige. Das wiederum würde nicht zu deiner Aussage passen, dass immer der selbe Durchfluss nötig ist oder kann ich das Delta T je nach VLT Temperatur variieren lassen? Ich glaube ich habe hier noch einen Knoten im Kopf. Die zweite Pumpe wird auf jeden Fall eine Druchflussanzeige haben zum Abgleich.[...] Lass uns mal versuchen, Deinen Knoten aufzulösen: Du hast eine Heizlinie, die Du im Regler vorgibst. Diese Heizlinie bildet genau die nötige Erhöhung der VLT ab, die das Haus für weiterhin konstante Innentemperaturen braucht, wenn draußen die AT fällt. Ermittelt wird diese Heizlinie durch praktisches Ausprobieren im Rahmen des thermischen Abgleichs und im Ergebnis macht das die Thermostate an den meisten Wärmeübertragern (FBH, HK) überflüssig (und eigentlich auch den Stichpuffer). Wenn das bei kälteren AT nötige Mehr an Wärme also genau durch die Erhöhung der VLT abgebildet wird, bleiben als logische Folge der Durchfluss und Spreizung gleich. Ganz wichtig für Stichpuffer! Heizkreis: besser wäre ein WMZ, der für 200 € Materialkosten in 30 min eingebaut ist - bitte min in DN20 und Qp= 2,5. Dessen Messfehler liegt bei ca. 2%. Die Pumpe misst den Durchfluss nicht, sie berechnet ihn nach ihrer Stromaufnahme, die sie in einfacher Messqualität misst. Fehler von 20% sind nicht selten. 20% Abweichung sind für einen optimalen Stichpufferbetrieb immens und daher m.E. absolut nicht akzeptabel. Als derjenige, der unterm Strich "die Musik bezahlt", kannst Du hier eine klare Vorgabe machen. Eddi
|