Ich habe meine vorgeschlagene Lösung nochmals genauer angeschaut und verworfen. Es hatte zwei Fehler drin:
1. Die Umwälzpumpe der WP ist von dieser selbst geregelt. Würde man diese in Serie mit dem Holzkessel betreiben bestünde die Gefahr von
Kavitation, wenn hintendran die Umwälzpumpe vom Kessel saugt. Würde man die UWP vom Kessel ausschalten bestünde die Gefahr des Überhitzens.
2. Die bewährte und günstige Art der Warmwasserbereitung ist ein
Boiler aus Baustahl. Will man diesen mit WP betreiben, braucht man einen möglichst grossen Wärmetauscher. Hat man aber zwei Wärmetauscher für Holz und WP, sind die Wärmetauscher automatisch eher klein. Maximale Effizienz gibt es nur mit einem einzelnen, grossen Wärmetauscher.
Es war auch ein Denkfehler, dass man das Warmwasser im Winter gleichzeitig bereiten muss. Man kann auch am Nachmittag das WW mit WP vorwärmen, wenn es draussen am wärmsten ist. Nachts heizt man es mit Holz hoch auf 60°C.
Ich habe daher mein Schema angepasst. Das Schema hat den Vorteil, dass sowohl Kessel als auch WP angeschlossen sind wie vom Hersteller vorgesehen.
Die
Steuerung des Umschaltventils würde ich der WP als vermeintlichem Chef überlassen. Aber mit meiner übergelagerten Gebäudeautomation würde ich per Modbus die Warmwasserbereitung ein- und ausschalten. Also im Winter WW abschalten bei ca 35°C, wieder einschalten vor dem Zeitfenster am Nachmittag für die WW-Bereitung per WP. Auch der Kessel hat ein Signal fürs Umschaltventil. Dieses würde ich mit einem Relais zu einer ODER-Schaltung verbinden. Kann das funktionieren?
Ich bin gespannt auf euer kritisches Feedback.