Wir wollen diesen, spätestens nächsten Sommer von Öl auf Wärmepumpe umsteigen, fragen uns aber: Welches System.
Sole/
Wasser mit RGK halte ich für die bessere technische Lösung, aber: RGK kostet auch in
Eigenleistung 3000€ (Material, Baggermiete, kräftige Helfer), und die WP selber ist soweit ich gesehen habe unverhältnismäßig teurer. Mindestens 10.000€ gegenüber 5.500 für die übliche Panasonic L.
Und da fragen wir uns schon, ob das Eegebnis in einer vernünftigen Relation steht, oder ob wir Geld und Arbeitszeit nicht besser in Dämmung und PV stecken sollten. Andererseits: Durch die Förderung von 70% blieben von 7.000€ bis 12.000€ Aufpreis für Sole/RGK lediglich 2.100€ bis 3.600€ übrig. Dafür gäbe es geringeren Stromverbrauch, leiseres System und bessere Haltbarkeit.
*Wenn* wir mit der Gesamtsumme unter 22.500€ bleiben. Kommen wir darüber, weil wir eine neue Elektrik, andere Heizkörper, FBH u.s.w. brauchen schrumpft die Förderung auf 35%.
Eckdaten:- Aktueller Verbrauch: 20.000kWh für Heizung und WW bei 100m² und 4 Personen auf zwei von drei Etagen, DG wird wegen der schlechten Dämmung im Winter nicht genutzt.
- Dämmung aktuell: Keine. Wände 30cm Hohlblockstein, Kellerdecke
Beton, Dachboden nackter Ziegel,
Dachschrägen im DG 4cm Sauerkrautplatte hinter Trockenbauwand (also in guter Näherung keine Dämmung), Doppelverglaste
Fenster aus den 80ern, aber neu gedichtet.
- Vorgesehene Dämmung 2025: Kellerdecke dämmen, oberste Geschossdecke (provisorisch) dämmen
- Garten groß genug f. RGK, sandarmer Lehmboden
- Förderung 70% bis 22.500
- Soviel möglich in Eigenleistung
Und ja, Dämmung zuerst wäre sinnvoll. Aber finanziell nicht zu machen weil momentan arbeitslos. Deshalb auch erst die WP, denn dadurch komme ich unter die 40.000 Haushaltseinkommen für die vollen 70% Förderung. (Und wer weiß wie lange die Förderung noch so attraktiv ist)
Für die Dämmung vorgesehen sind:- Dachvergrößerung
- Zwischensparrendämmung mit 15cm
Steinwolle- VHF mit 15-20cm Steinwolle
- Neue Fenster, muss sich aber preislich im Rahmen halten
Und weil das auch mit viel Eigenleistung zu teuer wird suche ich da noch nach preiswerteren Varianten, wo wir sparen können ohne uns größere Nachteile einzuhandeln. Ich denke, eine optimierte WP und PV bringt pro Euro mehr als die perfekte Dämmung.
Der durch die Dämmung verringerten Heizleistung stünden gegenüber:- Nutzung des DG, wodurch die geheizte Fläche von 100m² auf zwei Etagen auf 150m² auf drei Etagen steigt.
- Bau eines
Wintergartens, wodurch die geheizte Fläche um weitere, deutlich schlechter gedämmte 12m² steigt.
Darauf würde ich die WP auslegen. Was ihr vor der Dämmung fehlt soll durch Heizstab, ein Klimasplit-Gerät, und zur Not Heizlüfter ausgeglichen werden.
Fragen:1. Sole/RGK müsste nach meinem Verständnis die größere Wärmeleistungs-Spanne liefern. Beide WP muss bei -10°C AT gegenüber 5°C den doppelten Wärmestrom erzeugen. Aber LWWP muss diese aus -10°C ziehen, die SWWP hingegen in beiden Fällen aus ca. 4°C
Erdwärme wird also erst bei kälteren
Temperaturen den Heizstab benötigen, dafür aber erst bei höheren Temperaturen als die
Luft-WP takten. Was sich deutlich auf die Haltbarkeit, und etwas auf den Strombedarf auswirken dürfte. Richtig? Und wenn ja, kann man das in Euro ausdrücken?
2. Ich würde den RGK gerne sehr tief und senkrecht verlegen. Der Lehmboden sollte Ende Sommer so trocken sein, dass 3,6m Tiefe mit einem 5t-Bagger ohne jede Böschung möglich sein sollten. Die Sicherheit ist gewährleistet weil die
Rohre auf der Wiese ausgelegt und verbunden, und dann an eine lange Stange gehängt mit dem Bagger in den Graben/Schlitz herabgelassen werden. Komme ich mit einem 5t-Bagger - mehr kriege ich nicht in den Garten - irgendwie tiefer als 3,6m? Wo kann ich mich nach der Bodenbeschaffenheit erkundigen. Sollte ja vorher herauskriegen, wie tief der Lehmboden reicht. Und ab wann vielleicht der
Grundwasserspiegel Probleme macht. Hat überhaupt jemand Erfahrung, was die Tiefe bringt?
3. Welche WP? Bei Luft/Wasser wäre es einfach, zur Panasonic gibt es extrem viel Erfahrung, sie ist sehr günstig, und als Monoblock der im Garten steht muss ich mir auch wegen des R290 Kältemittels keine Sorgen machen. Aber wenn doch Sole, welche dann? Und woher? Und wie hoch schätzt Ihr das Risiko ein, R290 im Keller zu verwenden? Gaswächter? Absaugung? Oder bin ich da zu paranoid?
4. Es wäre deutlich einfacher, den Graben
auch durch ein potentiell bebaubaren Bereich des Gartens zu ziehen. Was macht da Sinn: Einfaches Rohr so tief wie möglich verlegen, oder Slinkys, aber nur zwischen 3,6m und 2,5m, damit man, falls wir dort mal bauen wollen, zwischen Fundament und Oberkante Rohr noch 1m Erde hat (Hochpaterre)?
5. Verdichten? Keine Ahnung, wie wir das bei senkrechter Verlegung machen sollen, wir würden die Rohre einschlämmen. Reichen dazu 15m³ Wasser?
6. Stabilität. Den Graben werden wir wohl durch ein Erdsieb auffüllen müssen, damit keine Steinchen die empfindlichen Rohre verletzen, oder?
7. Trenchplanner: Von welcher Höhe der Verrohrung geht der Trenchplanner denn bei senkrechter Verlegung aus? Tiefe minus 1,5m? Denn einstellbar ist da nichts.
8. Laber... nur weil ich so viel zum RGK frage heißt das nicht, dass ich mich innerlich bereits dafür entschieden habe. Nur, dass mir die Technologie sympathisch ist. *Vernünftig* scheint mir aber fast, Geld und Zeit in Dämmung und PV zu stecken. Also nur zu, Ihr werdet meine Gefühle höchstens ein bisschen verletzen.
Vielen Dank schonmal :)