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14.07.2025 20:16:27 |
Hallo zusammen,
ich habe eine Frage zum Anschluss bzw. Absicherung der Aquarea LT Generation L. Diese besteht bei uns aus der Außeneinheit WH-WDG07LE5 sowie der Inneneinheit WH-ADC0509L3E5AN.
In der Anleitung steht, dass es zwei Anschlüsse für Innen und Außeneinheit gibt die wie folgt abzusichern sind:
1 3 x min 2.5 mm2 25A 30mA, 2P, type A 2 3 x min 1.5 mm2 15/16A 30mA, 2P, type AC
Aus der Anleitung werde ich leider nicht so schlau.
Die Außeneinheit hat laut Datenblatt max 11A. Hierfür würde ich einen FI/LS B16 Typ F verwenden. Die Inneneinheit würde ich mit einem FI/S B16 TYP A absichern.
Gibt es bereits Erfahrungen oder Empfehlungen zur Absicherung?
Vielen Dank im Voraus.
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14.07.2025 21:41:27 |
ich habe zwar nur eine J - diese aber auch entgegen den Vorgaben mit C16 abgesichert - läuft problemlos
Ich vermute die gehen in der Vorgabe von irgendwelchen Entwicklungsländern aus wo die Spannung auf 200V absinkt, dadurch der Strom höher wird
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14.07.2025 22:13:53 |
Ich weiß nicht wo du die 11 Ampere für die Ausseneinheit her hast, in dem Datenblatt was mir vorliegt steht für die WH-WDG07LE5 eine max. Stromaufnahme von 15,8 Ampere. https://www.rjtec-shop.eu/images/pdf/Panasonic/L/KIT- WC0509L3E5.pdf Ein 16 Ampere LS Schalter wäre damit zwar theoretisch knapp ausreichend, ich würde aber trotzdem einen 20 Ampere LS Schalter nehmen. Abgesehen davon wird ja nicht das Gerät sondern das Kabel mit dem LS-Schalter abgesichert und bei einem 3*2,5 qmm passt ein 20 Ampere LS-Schalter. Mir ist nicht bekannt ob Panasonic für die WH-WDG07LE5 zwingend einen externen RCD vorschreibt, ich habe bei meiner J7 keinen verbaut da er dort nicht vom Hersteller gefordert ist. Einen RCD würde ich daher nur dann verbauen wenn es die Netz Form (z. B. TT-Netz) , der Brandschutz oder der Hersteller ausdrücklich fordert.
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14.07.2025 23:26:17 |
25A ist zuviel für 2,5mm². Wenn das Gerät 15,8A Nennstrom hat, sehe ich keinen Grund für 20A Absicherung.
Typ AC FI ist in Deutschland nicht mehr zulässig, wenn dann Typ A nehmen.
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15.07.2025 10:37:02 |
Nebenbei empfehle ich auch für den Heizstab unbedingt 2,5mm².
Zumal beide Leitungen ja wohl parallel verlegt werden, damit liegt "Häufung" vor und die thermische Belastbarkeit beider Leitungen reduziert sich auf 80%. In angenommener Verlegeart B2 (in Kabelkanal/Rohr, aber nicht in Dämmung) wäre das für 2,5mm² 23A*0,8=18,4A, passend für 16A. Bei 1,5mm² aber nur noch 17,5A*0,8=14A, zu wenig für 16A absicherung. Theoretisch noch ausreichend sofern der angeschlossene Heizstab nur 3kW hätte (wieviel hat er?), trotzdem unschön mit 16A absicherung.
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15.07.2025 18:01:11 |
So einfach ist das nicht, da gehört auch die Leitungslänge mit in die Berechnung. Bei einem 1,5mm² mit Standard 3% Spannungsabfall ist bei einem B16 bei Nennstrom schon nach 17m Schluss, und die hat man recht schnell zusammen.
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15.07.2025 21:52:33 |
Der Spannungsfall kommt immer noch dazu, klar. Das sicherheitskritische ist aber erstmal thermische Belastbarkeit. 4% Spannungsfall macht Energieverlust aber kein Sicherheitsproblem. (Ja ab irgend ner Länge wird auch der Kurzschlussstrom zu gering, aber das ist meist deutlich später als die 3% Grenze.)
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15.07.2025 22:00:43 |
Alles gut, wollte nur darauf hinweisen...bevor da jemand einen 3,5kW Heizstab an ein 30m langes 1.5mm² mit einem B16 klemmt :-)
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15.07.2025 22:01:39 |
Naja, gibt halt einen 30m langen erweiterten Heizstab :o)
Aber wie gesagt, 3,5kW und 1,5mm² vertragen sich eh nur wenn die Leitung alleine liegt, was bei der WP-Zuleitung nicht der Fall ist.
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15.07.2025 22:30:35 |
Der Heizstab leistet 3 kW, nicht 3,5... Kann man im verlinkten Datenblatt nachlesen.
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16.07.2025 15:39:12 |
Vielen Dank für die konstruktive Diskussion.
Für Anschluss 1, Aussengerät würde ich einen RCBO B20 Typ F vorsehen Und für den Anschluss 2, Innengerät einen RCBO B16 Typ A vorsehen.
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16.07.2025 16:20:54 |
Auch ein Leitungsschutzschalter "LSS" hat Verlustleistung, weil der thermische Auslöser ständig vom Laststrom durchflossen wird. Möchte man bei Dauerlastverbrauchern wie hier einer Wärmepumpe diese Verlustleistung reduzieren, wird eine entsprechend höhere Absicherung gewählt, bei welcher der thermische Überlastschutz einen geringeren Widerstand aufweist. B/C beschreibt nur den Kurzschlussauslöser und der ist für diese Betrachtung irrelevant.
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16.07.2025 17:08:45 |
Zitat von KR0815  ich habe zwar nur eine J - diese aber auch entgegen den Vorgaben mit C16 abgesichert - läuft problemlos
Ich vermute die gehen in der Vorgabe von irgendwelchen Entwicklungsländern aus wo die Spannung auf 200V absinkt, dadurch der Strom höher wird Nur der Vollständigkeit halber trifft das auf den Heizstab nicht zu, der hätte bei niedrigerer Spannung einfach weniger Leistung genau genommen sinkt der Strom. Für den Verdichter usw. sieht das natürlich anders aus.
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