Zitat von
ajokr 
Solange die alten Wärmenetze als Bürgersteigheizung dienen, ist das nicht besonders wirtschaftlich. Da muß einiges mehr gedämmt werden, was umfangreiche Tiefbauarbeiten erfordert.
Die wenigsten Netze dienen als Bügersteigheizung.
Die meisten Netze wurden zudem in den letzten 20 bis 30 Jahren Stückweise ertüchtigt.
Ein moderner Netz hat nicht mehr als 15% Wärmeverluste. Alte Netze bis zu 40%.
Insbesondere in den alten Bundesländern gibt es viele alte Netze die in Kanalbauweise erstellt wurden. Also
Betonschächte wo die Leitung ähnlich offen drinnen angehängt sind.
Die habe relativ hohe Verluste.
Alle Netzbetreiber müssen bis 2045 Klimaneutral sein.
Alle Netzbetreiber die ich kenne unternehmen momentan Größtmögliche Anstrengungen das zu erreichen.
Es werden sicher auch Netze still gelegt werden weil es unmöglich bzw dann mit Biomethan unwirtschaftlich und zu teuer werden wird.
Wer also in einem Gebiet wohnt wo man als Transformationsprojekt auf Biomethan in großen Stil setzt spart lieber schon mal auf eine Wärmepumpe und verpasst die nächste Kündigungsfrist nicht.
Es werden viele Großwärmepumpen gebaut.
Viele Netzbetreiber werden ihr Temepraturen reduzieren. Ziel der meisten ist im Winter 75 Grad Vorlauf.
Bei dieser
Vorlauftemperatur kann man gut Großwärmepumpen einsetzen. Die erreichen hier entsprechend AZ von 2,6 bis 3.
Man darf nicjt vergessen das die Kunden oft einen Mittelspannungsanschluss haben und dann natürlich keine 26 Cent wie ich und du bezahlen sondern die bezahlen dann 14 Cent und weniger. Zudem nehmen die oft noch am Regelenergiemarlt teil und können auch mal noch weniger zahlen.
Aber die Technik wird weiter gehen und sicher werden hier auch noch effizientere Maschinen zum Einsatz kommen.
Hier wird als Kältemittel Amoniak, CO2 und R290 überwiegend eingesetzt.
Die Hauptprobleme sind die Netze selber.
Denn wie bei einem EFH muss man die Spreizung reduzieren. Das bedeutet bei kleinerer
Temperatur eben auch mehr Volumenstrom. Und nicht zu vergessen neue Übergabestationen für alle Kunden. Das ist ebenfalls eine große Herausforderung.
Momentan werden solche Maßnahmen mit 40 % nach BEW gefördert.
Deshalb sind jetzt auch alle Netzbetreibe dran einen Transformationsplan zu erstellen und sich die Förderungen zu sichern.
Aber eines ist in dem ganzen auch klar geworden.
Netze mit einer Wärmeliniendichte von unter 3000kwh/a/m wird es zukünftig nicht mehr geben.
Damit fallen alle Einfamilienhausnetze raus.
Interessant sind MFH und Gewerbebetriebe mit Produktion. Sowie größere öffentliche Liegenschaften.
Auch Einzelanschlussleitungen von über 50 Meter sind unwirtschaftlich wenn dort nicht entsprechend hohe Wärmemengen benötigt werden.
Also wer in seiner EFH Siedling aif ein Wärmenetz wartet kann aufhören zu warten sofern dort keine 365/24/7 Abwärmequelle in der Nähe ist.
Und Neubau mit seinen 4500 kwh
Energiebedarf ist gänzlich Geschichte im Bereich FW.
Eins noch. Es gibt auch Netze wie Hakbirg und Bremen die einen riesen Vorteil haben und die auch richtig fettes Geld mit der FW Verdienen trotzdem Millardeninvestitionen.
Die betreiben nämlich eine Müllverbrennungsanlage und können deshalb ihre Wärme für knapp über 10 Cent verkaufen.
Da Träumen die anderen von.
Auch diese Realität muss man sehen.
Zukünftig wird der Wärmemischpreis (Grund und Arbeitspreis) eher bei 16 bis 20 Cent liegen.
Und bevor hier gleich laut geschrieben wird....
Ja es gibt keinen FW Anschlusszwang im Bestand. Jeder kann dort nach Ende der Laufzeit kündigen und eine Wärmepumpe einbauen.
Im übrigen gab es selbst in Neubaugebieten mit Anschlusszwang schon entsprechende Urteile das wenn man Nachweist das die eigene Wärmepumpe Klimaneutraler als die FE ist man dort raus kommt.
Ist natürlich schwierig wenn die FW auch mittels Wärmepumpe bereitet wird.
Dann kommt nach erst nach 10 Kahren daraus.
Festegelt ist das in der AGFW. Die überarbeitete Novelle wurde übrigens nicjt verabschiedet weshalb es weiterhin keinen Anschlusszwang gibt!
Danke an die Vernraucherschützer.
Grüße