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28.07.2025 23:27:04 |
Hallo zusammen,wir haben vor Kurzem ein Bestandsgebäude aus dem Jahr 2002 mit ca. 204 m² Wohnfläche übernommen. Beheizt wird das Haus aktuell mit einer Ölheizung und Fußbodenheizung. Im Keller befindet sich eine Einliegerwohnung, die vollständig über FBH beheizt wird. Der Heizungsraum sowie das Treppenhaus im Keller sind unbeheizt. Die Waschküche und der Keller unterhalb der Garage verfügen jeweils über einen einzelnen Heizkörper – der Rest des Hauses ist komplett mit FBH ausgestattet. Mein Gedanke ist, diese beiden Heizkörper künftig nur noch als Frostwächter zu verwenden und sie ggf. in den Heizkreis der Hauptwohnung einzubinden. Wir (2 Erwachsene, 2 Kinder) bewohnen die Hauptwohnung. Die ELW ist derzeit von einer Person bewohnt, perspektivisch sollte man aber mit zwei Personen rechnen. Ölverbrauch & Heizlast:Leider liegen uns noch keine verlässlichen Erfahrungswerte zum Ölverbrauch vor. Die vom Energieberater berechnete Heizlast beträgt ca. 11,5 kW. Allerdings hatte er Schwierigkeiten bei der Berechnung des Wohnraums über der Doppelgarage – dort treffen zwei Satteldächer stumpf aufeinander. Allein dieser Raum soll laut seiner Berechnung eine Heizlast von 3 kW haben. Die Dachflächenfenster in diesem Bereich werden demnächst noch ausgetauscht. Zum Kühlen der Schlafräume im OG setzen wir eine Multisplit-Klimaanlage ein – die Wärmepumpe soll also nicht zum Kühlen genutzt werden. Energieberater & Wärmepumpe:Leider hat sich unser Energieberater erst im Nachhinein als eher WP-kritisch entpuppt. Deshalb rechnen wir nicht mit viel Unterstützung seinerseits in dieser Richtung. Wir stehen nun vor der Frage, welche Wärmepumpe (LWP oder SWP) mit welcher Leistung sinnvoll wäre – und ob ein Ringgrabenkollektor bei uns überhaupt realisierbar ist. Ringgrabenkollektor:Im Trenchplanner habe ich mal einen ersten Entwurf gemacht. Laut BayLfU besteht der Boden an unserem Standort überwiegend aus Lehm bis Ton und Schluff. • Grabbarkeit im 1. Meter: oft mittelschwer bis schwer • Ab dem 2. Meter: häufig sehr schwer bzw. kaum grabbar Eine Bodenprobe steht noch aus. Das Grundstück liegt in Hanglage, was die Umsetzung zusätzlich erschweren könnte (siehe Bild). Geplante Wärmepumpe – SWP bei RGK:Im Falle eines umsetzbaren RGK stehen wir aktuell noch völlig offen, was die Auswahl der Sole-Wasser-Wärmepumpe betrifft. Derzeit tendiere ich persönlich zu iDM, da mir offene Schnittstellen sowie eine gute Integrationsmöglichkeit in bestehende Hausautomationen (z. B. Home Assistant) sehr wichtig sind. Mein Eindruck ist, dass iDM hier eine der flexibelsten Lösungen am Markt bietet. Falls es hierzu Erfahrungen, Empfehlungen oder auch Alternativen mit vergleichbar offener Steuerung gibt, bin ich für Hinweise dankbar. Angebote LWP:Aktuell liegt uns ein Angebot über eine Buderus Logaplus M WLW186i-10 AR E / WLW186i-12 E vor: - 3 kW Heizstab - Logalux 370 l WW-Speicher + 200 l Puffer - Magnetit-/Schlamm- sowie Luftabscheider - Enthärtungsanlage - 46.318,02 € – aus meiner Sicht eher ein Ablehnangebot Begründung des Anbieters: Der Puffer sei notwendig, um besser mit der PV "überheizen" zu können – was ich bei einem ungemischten Heizkreis für wenig sinnvoll halte. Weitere Angebote: Homeenergy: - Logatherm WLW-7 MB AR / WLW186i-12 AR TP70 - 70 l Puffer, 400 l WW, 9 kW Heizstab - 33.000 € → 7 kW erscheint mir deutlich zu klein Leonda: - Bosch AW12 OR-T / CS6800iAW 12 MB - 70 l Puffer, 350 l WW, 9 kW Heizstab - 35.000 € (10 kW-Version: 34.700 €) Angefragt (ausstehend): - iDM Aero ALM 4–12 mit Hygienik 825/35 Speicher - 400 l WW, 400 l Puffer, Warmwasserstation mit 35 l/min Über eure Expertise, Einschätzungen und allgemeinen Input zu Wärmepumpe, RGK und den Angeboten wäre ich sehr dankbar! |
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29.07.2025 00:03:21 |
Hallo, Aus meiner Sicht: Du stolperst schon beim ersten Schritt über Schritte 2 / 3 / 4 / usw. Was Du genau brauchst, weißt Du nicht, aber läßt Dir munter Angebote unterbreiten. Hast Du mal auch überlegt, wie weit die WP runter modulieren sollte. Du hast noch keinen Schimmer ob RGK / TB / LWWP - wie soll da etwas sinnvolles raus kommen? Zu RGK gibt es folgende Seite: https://www.ringgrabenkollektor.com/ Die helfen Dir bestimmt gern, wenn Du Deinen genauen Bedarf mal kennst. Zur WP / Hydraulik / Bedarfsermittlung /sinnvolle oder notwendige Maßnahmen: Hier ist dann der Wärmepumpendoktor aus diesem Forum eventuell gern hilfreich: Frank_Pantry (Ralf-Frank Roth). Vergiß EA usw. - die rechnen irgendwas - schön am Papier - und am Ende hat man eine (total) überdimensionierte WP. Und bei den Heizungsbauern, die das dann mal "realisieren" - auch größte Vorsicht. Das nur mal so, zum Nachdenken. Gruß Musil
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29.07.2025 07:34:46 |
Servus, wenn zwei Heizkörper zu einer überwiegenden FBH Heizung vorhanden sind, wird sehr gerne ein Pufferspeicher installiert. Eine FBH sowie Heizkörper benötigen in der Regel unterschiedliche Vorlauftemperaturen für die Beheizung des jeweiligen Raumes. Daher würde ich empfehlen beide Heizkörper gegen leistungsstärkere aus zu tauschen, also Typ 33 verwenden um möglichst mit der Vorlauftemperatur runter zu kommen. Ein Puffer und alle zusätzlich benötigten Komponenten werden mehr kosten. Ein RGK ist auf der Grundstückfläche möglich, man muss bei der Erstellung dies abschnittsweise machen da ansonsten die Aushubmenge nicht gelagert werden kann. Wie hoch war der Ölverbrauch über die vergangenen Jahre? Es dürfte einen Grund geben warum hier eine SWP mit 7 und 12KW angeboten wurden. Man kann hier 12KW Entzugsleistung generieren, würde Details anders machen. Als Rohr kann man 2x40x400 oder 3x40x300 bei dieser Heizlast nehmen, bitte beachten das 400m Rohr muss geschweißt werden da es in 200m Bund geliefert wird. Falls meine Vermutung richtig ist, könnte die Heizlast geringer als 12KW sein, bei 11KW würden 2x40x300m ausreichen. Unter der Terrasse sollte man nur das Ende des Kollektors einen RGK erschließen, ansonsten kann es zu Hebungen kommen. Es gibt einige Hersteller von modulierenden SWP in der Leistungsklasse 9-12KW jene ich hier auch in Betracht ziehen würde. VorschlagVon der Wasserleitung im Norden 1m Abstand halten Wolfgang
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29.07.2025 07:57:11 |
Zitat von Starfalk  ... haben vor Kurzem ein Bestandsgebäude aus dem Jahr 2002 mit ca. 204 m² Wohnfläche übernommen. Beheizt wird das Haus aktuell mit einer Ölheizung und Fußbodenheizung. Im Keller befindet sich eine Einliegerwohnung, die vollständig über FBH beheizt wird. Der Heizungsraum sowie das Treppenhaus im Keller sind unbeheizt. Die Waschküche und der Keller unterhalb der Garage verfügen jeweils über einen einzelnen Heizkörper – der Rest des Hauses ist komplett mit FBH ausgestattet. Mein Gedanke ist, diese beiden Heizkörper künftig nur noch als Frostwächter zu verwenden und sie ggf. in den Heizkreis der Hauptwohnung einzubinden. Wir (2 Erwachsene, 2 Kinder) bewohnen die Hauptwohnung. Die ELW ist derzeit von einer Person bewohnt, perspektivisch sollte man aber mit zwei Personen rechnen ... Da keinerlei historische Brennstoffbedarfsmengen bekannt sind, eure Heizlastberechnung mit großer Wahrscheinlichkeit wie in vielen anderen Fällen das Papier nicht Wert ist auf dem die ausgedruckt wurde, wäre wohl am sinnvollsten direkt einen dazu fähigen Profi zu beauftragen um die korrekte Bedarfsermittlung erstellen zu lassen. Ihr benötigt ein Konzept. Inwieweit sind energetische Sanierungsmaßnahmen geplant? Fenster sind z.b. okay? Ist faktisch keinerlei Optimierungsbedarf an der thermischen Gebäudehülle gegeben? Sollen keine Wohnraumlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung installiert werden? Werden Gerätschaften zur Kühlung und Entfeuchtung der Raumluft angeschafft? Falls die 2. WE vermietet werden soll würde hinsichtlich der Abrechnung eine Trennung der Trinkwassererwärmung sowie u. U. auch der Beheizung zu überdenken sein.
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29.07.2025 08:04:17 |
Bei einem Haus aus dem Jahr 2002 sollte doch wohl ein Wärmeschutznachweis nach WSchVO 1995 aufgestellt worden sein.
Eine Heizlast von 11,5 kW halte ich für das Baujahr für utopisch hoch. Ansonsten schreit das nach Wärmebrücken, die umgehend behoben werden sollten. Im Zweifelsfall den nächsten Winter mit einem WMZ mittracken lassen, bevor über einen neuen Wärmeerzeuger entschieden wird.
Auf keinen Fall einen gemischten Heizkreis für die FBH aufschwatzen lassen, da die Heizkörper ja nur untergeordnet mitlaufen sollen.
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30.07.2025 00:04:28 |
Erstmal danke für eure Antworten! Zitat von Musil  Aus meiner Sicht: Du stolperst schon beim ersten Schritt über Schritte 2 / 3 / 4 / usw. Was Du genau brauchst, weißt Du nicht, aber läßt Dir munter Angebote unterbreiten. ... ...Hast Du mal auch überlegt, wie weit die WP runter modulieren sollte? Du hast noch keinen Schimmer ob RGK / TB / LWWP – wie soll da etwas sinnvolles raus kommen?... Vermutlich hast du nicht ganz unrecht … Ich habe mir die Angebote auf Basis der Einzelraum- Heizlastberechnung vom Energieberater machen lassen. Das sollte ja eigentlich funktionieren – vorausgesetzt, die Berechnung ist korrekt. Wie weit die WP modulieren soll – ehrlicherweise: nein, hatte ich nicht konkret auf dem Schirm. Ich bin davon ausgegangen, dass man nach der Heizlastberechnung prüft, ob ein RGK überhaupt machbar ist – und dann entsprechend LWP oder SWP auswählt. Zitat von Lupo1  ... Eine FBH sowie Heizkörper benötigen in der Regel unterschiedliche Vorlauftemperaturen ... Ich glaube, da gab’s ein Missverständnis: Die Räume, in denen die beiden Heizkörper sitzen, sollen nicht wirklich beheizt werden. Die Idee war, diese als Frostwächter über die FBH-Vorlauftemperatur mitlaufen zu lassen – geregelt über smarte Thermostate, z. B. ab 6 °C Raumtemperatur oder darunter. Zitat von Iowenergy  ...historische Brennstoffbedarfsmengen bekannt sind... ...Inwieweit sind energetische Sanierungsmaßnahmen geplant?... Es gibt einen bedarfsgeführten Energieausweis, allerdings ohne wirklich belastbare Verbrauchsdaten. WE2 war zuletzt von einem Erwachsenen bewohnt. Bei WE1 lässt sich nur mutmaßen – vermutlich 2 Erwachsene + 1–3 Kinder. Geplante Sanierungs-/Modernisierungsmaßnahmen: - Automatische Rollladensteuerung - Austausch der DFF - Neue Wohnungseingangstür - Multi-Split-Anlage im OG - Vorbereitung für zentrale Lüftung mit WRG (Kabel & Leerrohre kommen jetzt rein) - zukünftig auch eventuell austausch der 2-fach verglasten Fenster zu 3-fach Die Fassade ist laut EA das größte Manko ( U-Wert 0,75). Ich bin da aber skeptisch – Hochlochziegel mit 3-lagigem Putz sollten doch eher irgendwo bei 0,23–0,3 liegen (Baujahr 2002)? Zitat von ajokr  Bei einem Haus aus dem Jahr 2002 sollte doch wohl ein Wärmeschutznachweis nach WSchVO 1995 aufgestellt worden sein. Ich hätte gedacht, dass hier schon EnEV 2002 greift. Ist aber auch egal – Haus wurde von einer betreuten, schwer dementen Vorbesitzerin verkauft, es existieren so gut wie keine Unterlagen.
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30.07.2025 06:42:24 |
Zitat von Starfalk  ... gibt einen bedarfsgeführten Energieausweis, allerdings ohne wirklich belastbare Verbrauchsdaten. WE2 war zuletzt von einem Erwachsenen bewohnt. Bei WE1 lässt sich nur mutmaßen – vermutlich 2 Erwachsene + 1–3 Kinder. Geplante Sanierungs-/Modernisierungsmaßnahmen: - Automatische Rollladensteuerung - Austausch der DFF - Neue Wohnungseingangstür - Multi-Split-Anlage im OG - Vorbereitung für zentrale Lüftung mit WRG (Kabel & Leerrohre kommen jetzt rein) - zukünftig auch eventuell austausch der 2-fach verglasten Fenster zu 3-fach Die Fassade ist laut EA das größte Manko ( U-Wert 0,75). Ich bin da aber skeptisch – Hochlochziegel mit 3-lagigem Putz sollten doch eher irgendwo bei 0,23–0,3 liegen (Baujahr 2002) ... Vorm Austausch der DFF würde ich an Deiner Stelle definitiv zu der Dämmungs- und Luftdichtigkeitsqualität des Daches einen wirklichen Fachmann vor Ort prüfen lassen ob da nicht u. U. mit einem verhältnismäßigen Optimierungsaufwand nennenswerte Energiebedarfsreduzierungen möglich wären. Bei der Außenwand müsste gecheckt werden wie dick die Steine sind und was genau für ein Verputzmaterial genutzt worden ist. Zur Ermittlung des Heizleistungsbedarfes solltest Du dir einen Wärmemengenzähler installieren (lassen) und noch mindestens eine Heizperiode den aktuellen Wärmeerzeuger weiter nutzen. Unser eigenes Haus ist in 1999 gebaut und damals zwar ordentlich gedämmt aber bzgl. der Luftdichtigkeit ist an vielen Stellen nicht akkurat ausgeführt und zudem Wärmebrücken eingebaut die sehr schwierig zu eliminieren sind. Trotzdem habe ich z.b. mit zusätzlicher Mineralwolledämmung auf der obersten Geschossdecke (sind seit 2017 genau 520 mm Dämmstoffdicke in bzw. auf der rund 50 qm Kehlbalkenlagenfläche zwischen den beiden Mittelpfetten) und einer Erneuerung der Dampfsperrfolie in ersten Dachbereichen erfolg gehabt, denn mittlerweile ist pro Jahr nur noch etwa 16.000 kWh Wärmeenergieeintrag für die ~250 qm Fläche innerhalb der thermischen Gebäudehülle erforderlich. Ein Punkt dabei ist sicherlich, dass die hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen so optimal wie möglich auf geringstem mittleren Heizwassertemperaturniveau gefahrenen werden. Dadurch Ist konsequent maximal +22°C Raumlufttemperatur ausreichend um die thermische Behaglichkeit auf von uns gewünschtem Niveau halten zu können. Dazu hat ebenfalls enorme Verbesserung gebracht, dass ich die meisten Außenrolläden in den Aufsatzkästen motorisiert habe und entsprechend die Gurtdurchführungen verschließen konnte. Unsere Außenwände sind größtenteils aus 24er Hochlochziegelsteinen erstellt an denen in 2003 ein Wärmedämmverbundsystem aus 100mm dicken EPS-Platten angebracht ist. Die Fenster mit 7 cm Bautiefe sind aus Kunststoff und mit 1.1ser 2-Scheiben Iso-Glas gefüllt. DFF haben wir nicht. Auf beiden Seiten des Satteldaches sind Gauben vorhanden. Aus eigener Erfahrung sind viele kleine und nicht unbedingt kostenintensive Maßnahmen dazu führend, dass insgesamt weniger Wärmeverluste resultieren. Für die vermietete Wohnung, in der maximal 2 Personen leben werden, würde ich für die Trinkwassererwärmung an Deiner Stelle wohl einen vollelektronischen Durchlauferhitzer installieren. Solch ein Gerät ist im mit 2 Personen bewohnten Einfamilienhaus seit 2015 bei uns zur größten Zufriedenheit in Nutzung. Der Apparat mit 27 kW Anschlussleistung ist zentral im Erdgeschoss an der Wand montiert und versorgt die beiden Duschen (1× UG und 1× DG), die Spüle in der Küche (EG) und zwei Waschtische (1× UG und 1× EG) mit kürzesten Leitungswegen sehr bedarfsgerecht mit Warmwasser. Diesbezüglich wäre für eure Wohnung auf folgend verlinkter Seite beschriebenes Prinzip meine 1. Wahl. 👉 http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Warmwasserbereitung#Puffer_mit_FrischwasserstationDamit würde auch variabler Warmwasserbedarf jederzeit hygienisch einwandfrei und so bedarfsgerecht wie möglich zu realisieren.
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30.07.2025 07:39:03 |
Zitat von Starfalk  Vermutlich hast du nicht ganz unrecht … Ich habe mir die Angebote auf Basis der Einzelraum- Heizlastberechnung vom Energieberater machen lassen. Das sollte ja eigentlich funktionieren – vorausgesetzt, die Berechnung ist korrekt. Das ist ein großer Fehler von Laien, anzunehmen das eine Heizlastberechnung auch physikalisch korrekt wäre. Sie ist eine sehr grobe Schätzung, Annahmen von vorne bis hinten ( U-Werte, Wärmebrückenkoeffizienten, Lüftungsverluste, Angstzuschläge bis zum Anschlag) Mein 80er Jahre Haus mit 360 m2 Wohn- und Nutzfläche hat eine formalistisch korrekte Heizlast von 22,4 KW (alleine fast 10 KW Lüftungsverluste bei 0,5 -fachem Luftwechsel) und eine physikalisch korrekte Heizlast von 8,8 KW. Und nun ? :-) Also nicht auf Heizungsbauer oder Energieberater setzen, der eine möchte viel möglichst viel verkaufen, der andere macht für sehr viel Geld viel bunt bedrucktes Papier, das beim Projekt nicht hilfreich ist, sondern im Gegenteil zu schweren Projektierungsfehlern führt! Helfen kann da in erster Linie ein wärmepumpenaffiness TGA Ingenieurbüro mit Erfahrung. Angebote von Heizungsbauern einzuholen, ohne belastbare Basisdaten wie Heizlast und Hydraulikmatrix vorliegen zu haben, heißt die Heizungsbauer zu verbrennen!! Das schränkt nachher die Auswahl ein zum Nachteil des Kunden. Gruß Dipl.-Ing. Anlagentechnik Frank-Rolf Roth (Blaustern!) www.waermepumpendoktor.com (Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung) Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW So wird’s gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=JqPpRR6vQl4
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30.07.2025 08:56:37 |
Man hat nun zwei Möglichkeiten... Variante 1 - einen belastbaren TGA Fachplaner zu finden für eine Analyse der Hydraulik - status quo -, + Optimierungsempfehlungen + ERmittlung einer realitätsnäheren Heizlast. Variante 2: den ersten Verbrauchswinter mit einem nachgerüsteten Wärmemengenzähler die max. benötigte Heizlast bei kältester AT ermitteln. Ontop kann man den aktuellen Durchfluss ermitteln. Ontop kann man die erzeugte/verbrauchte Wärme ermitteln. Evtl. möchte der TGA Fachplaner in Variante 1 auch zusätzlich einen Wärmemengenzähler nachrüsten. Vor eins der beiden Dinge nicht erledigt wurde, muss man sich nicht bei einem Heizungsbauer melden. So kann man direkt die Daten mitgeben - und er hat das so umzusetzen. Damit wird aus ner 11/14kW WP, schnell nur noch ne 7kW die locker einige tausend Euro weniger kosten, wenn zudem ein Pufferspeicher obsolet werden sollte. Ohne das Haus zu kennen, was NAT angeht, kann man bei 2002 schon von einem einigermaßen guten Haus ausgehen. Für mich eher Richtung 9kW. WW sollte man bei einer möglichen Vermietung -wie schon empfohlen- separat betrachten und z.b. mit einem zentralen DLE für die Wohneinheit realisieren. Eine WP mit WW Speicher ist für den eigenen Bedarf gut handlebar. Mit Mietern - schwierig bis unmöglich -, da sollte das WW rund um die Uhr vorhanden sein, und am besten 3 Badewannen hintereinander :-)
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30.07.2025 09:34:48 |
Danke für eure Antworten, ich werde mich heute Abend eingehender damit beschäftigen. Ich denke ein TGA wäre hier nicht verkehrt. Habt ihr Empfehlungen für TGA- Fachplaner in Raum Nürnberg/Würzburg? Ich denke, wir liegen leider nicht ganz im Einzugsgebiet von Frank_Pantry?! :)
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30.07.2025 12:26:21 |
Puffer in Verbindung mit 200 m² Fußbodenheizung ist mal wieder Quatsch. Bringt mehr Probleme als Nutzen. Vielleicht brechen wir kurz eine Lanze für die zentrale WW-Bereitung: Im EFH mit Einliegerwohnung greift eine Ausnahmeregelung der Heizkostenverordnung. Es bedarf keiner Zähler, der Energiebedarf darf pauschal abgerechnet werden. Mit großzügig dimensioniertem WW-Speicher und einer potenten Wärmepumpe der 5-10 kW Leistungsklasse können über den gemeinsamen Speicher selbstverständlich beide Parteien versorgt werden. Das macht auch finanziell Sinn, wenn die Verrohrung bereits liegt. Die "eh-da" Kosten für Speicher, Stillstands- und Zirkulationsverluste fallen für die Hauptpartei wie für zusätzliche Parteien gleichermaßen an. Der SoleWP ist es auch egal, ob sie nur mittags um Zwölf oder ganztägig WW bereiten darf. Die Installation eines DLE samt Anpassung der Infrastruktur (Rückbau Totleitungen, Einbau Stromversorgung, Anpassung Absicherung, Leistungserhöhung Netzanschluss, Nebenarbeiten wie Putzen, Malern, Fliesen) liegen schnell im kleinen bis mittleren vierstelligen Bereich. Dafür sind danach die Verbrauchskosten der Mieter höher und der WW-Komfort eingeschränkt. Der DLE macht Sinn bei hygienisch kritischen Anlagen, zur Vermeidung von hohem Abrechnungsaufwand, wenn keine Stellfläche für Speicher vorhanden ist, als Booster (solartauglich) bei entlegenen Zapfstellen oder in kleinen Haushalten mit geringem WW-Bedarf (2-Personen ohne täglichen Duschbedarf). btt: Sofern die Ölheizung nicht defekt ist und die Umstellung der Gebäudeheizung nicht zwingend vor Bezug erfolgen muss, würde ich die Heizung frühestens im nächsten Jahr tauschen und die nächste Heizperiode mit Wärmemengenzähler fahren. Anlage einmal warten lassen, dabei auf kleinstmögliche Bedüsung wechseln, Filterwechsel und sauber einstellen.
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30.07.2025 18:04:00 |
Zitat von hanssanitaer  ... WW-Komfort eingeschränkt ... Das kann ich nicht nachvollziehen. Wieso ist der Komfort mit vollelektronischem Durchlauferhitzer eingeschränkt?
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30.07.2025 18:18:16 |
Zitat von lowenergy  Zitat von hanssanitaer  [...] Das kann ich nicht nachvollziehen. Wieso ist der Komfort mit vollelektronischem Durchlauferhitzer eingeschränkt? Begrenzte Schüttleistung und Druckverlust. Bei ca. 10-12 l/min ist mit 21 kW Schluss. Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt sparsame Menschen, die fühlen sich mit 11 kW noch wohl. Aber Regenduschen und Wannenfüllungen machen mit einem DLE keinen Spaß, wenn man weiß, wie es mit einem potenten Speicher sein könnte.
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30.07.2025 18:46:27 |
Unser hat 27 kW Anschlussleistung und beim Duschen ist der Komfort durchgehend auf hohem Niveau. Ich erkenne nicht wirklich einen Unterschied zu vorher als bis 2015 aus dem Speicher mit elektrisch auf gut +60 Grad erwärmtem Wasser geduscht worden ist.
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02.08.2025 14:23:01 |
Danke nochmal an alle für eure Rückmeldungen – ich habe vieles aufgenommen und meine Planung nochmal grundlegend überdacht. Ich überlege aktuell, ob ich die Planung (ggf. mit Unterstützung durch Frank_Pantry) zumindest weitgehend selbst durchführen kann – und dadurch vielleicht auch auf einen schwer zu findenden TGA-Planer verzichten kann. Falls dennoch jemand einen engagierten TGA-Planer im Raum 90619 / Landkreis NEA kennt, nehme ich Empfehlungen gerne an. Wandaufbau & Fassade: Außenwandstärke gemessen: 36,5 cm – vermutlich Hochlochziegel, Baujahr 2002. Der im Energieausweis angegebene U-Wert von 0,75 W/(m²·K) erscheint mir deutlich zu hoch. Ich gehe (nach Recherche) eher von ca. 0,3–0,35 aus – versuche das aber noch anhand von Plänen und Fotos genauer einzugrenzen. Fläche: - Wohnfläche: ca. 204 m² (voll beheizt) - Nutzfläche: 96 m², davon Waschküche und Keller unter Garage je mit 1 HK (nur als Frostwächter geplant), Heizungsraum und Treppenhaus unbeheizt → Die Heizlastberechnung des Energieberaters basiert auf 255 m² beheizter Fläche, was also offenbar ELW + wärmegeführte Nutzräume mit einbezieht. → Der Heizungskeller selbst ist unbeheizt, hat aber eine Deckenhöhe von 2,55 m und eine Fläche von ca. 10 m² – das könnte evtl. relevant sein für Aufstell- und Pufferkonzepte. Heizlastabschätzung (aktualisiert): Auf Basis des verlinkten Energieausweises und der Verbrauchsdaten habe ich zwei Abschätzungen gemacht: • Endenergieverbrauch lt. EA: 74,9 kWh/(m²·a) → 255 m² × 74,9 kWh = ca. 19.090 kWh/a Endenergiebedarf → davon ca. 80 % für Heizung = 15.270 kWh/a Heizbedarf → geteilt durch 1.600 Volllaststunden → ca. 9,55 kW Heizlast• Zusätzlich: Heizenergieverbrauch laut EA: 43.920 kWh – über 3 Jahre → Ø pro Jahr: 14.640 kWh → geteilt durch 1.600h → ca. 9,15 kW Heizlast (verbrauchsbezogen)→ Daraus ergibt sich eine realistische Spanne von ca. 9–9,5 kW Heizlast. Die 11,5 kW, die der Energieberater berechnet hat, erscheinen mir damit eher konservativ, aber noch nachvollziehbar – evtl. pauschale Annahmen für Wärmebrücken, Fassaden oder unbeheizte Räume mitgerechnet. Zur Einordnung des Verbrauchs: Die Immobilie wird derzeit noch umgebaut, wir wohnen noch nicht selbst im Haus. Der Mieter in der Einliegerwohnung ist zudem nur ca. 1 Monat pro Quartal anwesend – was den Verbrauch deutlich drückt. Die Zahlen sind also mit Vorsicht zu genießen. Zur Auslegung / Nutzung der ELW: Aktuell wohnt in der ELW eine Einzelperson mit sehr geringem Verbrauch. Meine Sorge ist, dass eine auf diesen Ist-Zustand zugeschnittene WP später an Effizienzgrenzen stößt, falls z. B. ein Paar oder eine Familie mit höherem Bedarf einzieht. Gedanke zur Umsetzung: Falls Frank_Pantry mich bei der Planung und Auslegung unterstützen kann, wäre das für mich eine praktikable Lösung – zumal die Suche nach einem passenden TGA-Planer in der Region bisher eher schleppend läuft.
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02.08.2025 20:01:18 |
Zitat von Starfalk  ... Außenwandstärke gemessen: 36,5 cm – vermutlich Hochlochziegel, Baujahr 2002. Der im Energieausweis angegebene U-Wert von 0,75 W/(m²·K) erscheint mir deutlich zu hoch. Ich gehe (nach Recherche) eher von ca. 0,3–0,35 aus – versuche das aber noch anhand von Plänen und Fotos genauer einzugrenzen ... Solltest Du hinbekommen den mittleren U-Wert (Transmissionswärmetransferkoeffizient) für Dein Haus wirklich so genau wie möglich ermitteln zu können, kannst Du den zusammen mit den weiteren Daten ins Heizlastabschätztool ( https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/enev-heizlast.html) eingeben.
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03.08.2025 10:14:12 |
Zitat von Starfalk  • Endenergieverbrauch lt. EA: 74,9 kWh/(m²·a) → 255 m² × 74,9 kWh = ca. 19.090 kWh/a Endenergiebedarf → davon ca. 80 % für Heizung = 15.270 kWh/a Heizbedarf → geteilt durch 1.600 Volllaststunden → ca. 9,55 kW Heizlast • Zusätzlich: Heizenergieverbrauch laut EA: 43.920 kWh – über 3 Jahre → Ø pro Jahr: 14.640 kWh → geteilt durch 1.600h → ca. 9,15 kW Heizlast (verbrauchsbezogen) → Daraus ergibt sich eine realistische Spanne von ca. 9–9,5 kW Heizlast. Die 11,5 kW, die der Energieberater berechnet hat, erscheinen mir damit eher konservativ, aber noch nachvollziehbar – evtl. pauschale Annahmen für Wärmebrücken, Fassaden oder unbeheizte Räume mitgerechnet. Zur Einordnung des Verbrauchs: Die Immobilie wird derzeit noch umgebaut, wir wohnen noch nicht selbst im Haus. Der Mieter in der Einliegerwohnung ist zudem nur ca. 1 Monat pro Quartal anwesend – was den Verbrauch deutlich drückt. Die Zahlen sind also mit Vorsicht zu genießen. Zur Auslegung / Nutzung der ELW: Aktuell wohnt in der ELW eine Einzelperson mit sehr geringem Verbrauch. Meine Sorge ist, dass eine auf diesen Ist-Zustand zugeschnittene WP später an Effizienzgrenzen stößt, falls z. B. ein Paar oder eine Familie mit höherem Bedarf einzieht. [...] Hallo, als Kollektor würde ich hier 2x40x300m verlegen, siehe meinen Vorschlag https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=IAyuAjQzqWbHe9tB55S9 Eine SWP direkt an das vorhandene FBH anschließen und nicht einen Puffer als hydraulische Weiche einbauen lassen. Kann euch nur den Hinweis mitteilen, beide Heizkörper werden ein Argument sein für die Notwendigkeit. Ist definitiv nicht so wenn man leistungsstärkere montiert und FBH Heizkreise überwiegend offen lässt, also EER offen oder gar nicht montiert in vielen Räumen. Bei der Leistung der SWP spricht vieles für ein 9KW Modell von Novelan oder Alpha Innotec, haben den Vorteil eine geringe Stromaufnahme zu haben und damit kann man in Verbindung mit einer PV einiges selbst abdecken. Außerdem ist die untere Modulationsgrenze hier sehr tief was einen direkten Anschluss erleichtert da im Herbst bei hoher Soletemperatur, auch entsprechend mehr Leistung geliefert wird, die FBH und vorhandene Estrich können dies aber aufnehmen. Die 9KW SWP wird ausreichen da diese einen besseren Normnutzungsgrad aufweist im Vergleich zu einer Ölheizung. Wenn man über den Verbrauch der vergangenen Jahre auf 15000KWh kommt, sind dies etwa 7KW benötigte Leistung. Bei einer Vermietung schadet etwas Reserve nicht. Die Fa. IDM hat ein 8KW und 13KW Anlage im Programm, die kleinere kann unter Umständen knapp werden, mit Heizstab sicher nicht, die größere ist zu leistungsstark und wird dann mit einem Puffer mit FRIWA installiert. Beides gute Anlagen aber letzteres hier zu kostenintensiv und nicht notwendig. Beim WW Speicher kann man auswählen zwischen Puffer+FRIWA oder WW Speicher für Wärmepumpen. Gibt es eine Zirkulationsleitung? Wolfgang
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10.08.2025 13:21:26 |
RGK:Leider hatte ich in meinem Entwurf vergessen, dass unterhalb der bereits bestehenden Terrasse der Hang mit L-Steinen befestigt werden soll um Platz für eine große Terrasse zu schaffen. Dies würde nach dem Verlegen des Kollektors passieren. Macht das Probleme? https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=LI8nnygous7yTsIStDkHTGA-Planer:Wir haben inzwischen 6 TGA-Planer angeschreiben und von allen Absagen erhalten, da sich keiner um ein EFH kümmern möchte. Ein Einzelner hat abgelehnt allerding seine Erfahrung geteilt die mir wohl weiterhelfen soll... Zitat:"Meine Erfahrungen möchte ich Ihnen kurz weitergeben - ich habe persönlich mindesten 300 Anlagen geplant, gebaut und viele Erfahrungen gesammelt.
Versuchen Sie möglichst viel Heizflächen in den Wohnräumen einzubauen um die Vorlauftemperaturen nicht über 28-30 Grad Celsius fahren zu müssen! FBHZ ist ja schon gut - ich würde evtl noch zusätzlich Wandheizungen einbauen lassen, wo möglich. Die Warmwasserbereitung würde ich über eine LG Therma-V WS 200/270 Liter abdecken Bei PV und SG-Nutzung empfehle ich 1500-2000 Liter Pufferspeicher, wenn der Platz dafür vorhanden ist!..."meine Nachfrage:"...Auch Ihre Empfehlung eines 1500–2000 Liter Pufferspeichers hat mich überrascht – bezieht sich diese Größe auf die Einbindung einer Photovoltaikanlage zur SG-optimierten Nutzung oder auf die reine Heizungsunterstützung? Mein Ansatz war bislang, die Wärmepumpe (sofern hydraulisch möglich) möglichst direkt an die FBH zu koppeln, ohne Heizpuffer, und lediglich für das Warmwasser einen etwa 1000 Liter Speicher mit Frischwasserstation vorzusehen...."seine Antwort:"...es ist für den Verdichter schädlich wenn dieser ständig taktet, deswegen einen großzügigen Heiungspuffer einbauen. Die WP soll diesen beladen und dann erst wieder einschalten, wenn dieser entleert ist! Die Verdichterstarts töten die Wärmepumpe im laufe der Zeit.
Wenn Sie mit einer FriWa arbeiten, dann muss die Wärmepumpe das Wasser ständig auf mindestens 50-55 Grad Celsius erwärmen - das kostet viel Strom und die Jahresarbeitszahl geht in den Keller. Eine Brauchwasserwärmepumpe ist abgekoppelt und läuft mit circa 700 Watt, sie kostet etwa 2500 Euro im Fachhandel - diese ist autark und wirtschaftlich..."Ich habe den Eindruck, dass die Aussagen des TGA-Planers mit einer Erfahrung von über 300 Anlagen komplett entgegen der Aussagen hier im Forum gehen. Energieberater:Behauptet er muss die Werte aus seiner Tabelle nehmen da wir ja nicht wissen wie dick die Hochlochziegel sind (Die Zarge in einer Außenwand ist aktuell ausgebaut und der Ziegel kann problemlos gemessen werden; Es sind 36,5cm) und laut seiner Tabelle muss er einen U-Wert von 0,75 für die Außenwand annehmen. Die oberste Geschossdecke muss neu gemacht werden, die Berechnung des Taupunkts kann er laut eigener Angabe nur schätzen, da er nicht weiß welche Unterspannbahn verbaut ist. Auch hier habe ich durch Hochschieben der Dachpfannen die Unterspannbahn ermittelt und ihm mitgeteilt. Er schafft es seit März nicht die Berechnung fertig zu bekommen da wir 2 leicht versetzte, stumpf aufeinander treffende Satteldächer haben und sein Programm die entsprechenden Wände zerhackt. Wir benötigen allerding die Berechnung bzw. den iSFP für die Förderung und die damit zusammenhängende Finanzierungskonditionen... Desweiteren ist eine FBH ohne ERR laut seiner Aussage unmöglich, da man ja dann keine Raumtemperaturen mehr einstellen kann und einen hydraulischen Abgleich so genau zu berechnen, dass man immer die gleichen Temperaturen hat ist schlicht unmöglich. Einen Heizungspuffer braucht man immer da man ja auch die ERR zwingend benötigt... Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Letztlich haben wir uns entschlossen die Ölheizung, wie vorgeschlagen, nochmal warten zu lassen und diese Heizperiode abzuwarten um halbwegs verlässliche Verbrauchsdaten zu bekommen. Bleibt das Problem des Energieberaters und des TGA-Planers...
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10.08.2025 13:40:25 |
Zitat von Lupo1  [...]Gibt es eine Zirkulationsleitung?[...] Ja, die gibt es.
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10.08.2025 17:54:14 |
Servus, bei der Erweiterung der Terrasse müsste man den kalten Kollektorteil gegen eine gerade Verlegung ändern. Falls die Terrasse im Bereich des Abschnitts I mal überdacht wird, wäre es sinnvoll hier auch eine gerade Verlegung zu erstellen. Die notwendige Leistung ist dennoch machbar. https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=tcvrOp4mfFTFoyZKaObl Beim TGA kann dir geholfen werden, die Aussagen des einzig interessierten kann man nachvollziehen da bis vor einigen Jahren überwiegend on/off Wärmepumpen in EFH zum Einsatz gekommen sind. Diese liefern einen Leistungsüberschuss und vor allem bei hoher Sole- bzw. Lufttemperatur wenn man eine LWP vorsieht, führt zum takten einer Anlage. Die "neuen" modulierenden SWP haben zum Teil eine sehr tiefe untere Modulationsgrenze. Eine AI oder Novelan mit max 9KW hat eine untere Modualtionsgrenze von ca, 2KW, 12KW Anlagen im Bereich von ca. 3kW aber es gibt auch 10KW Anlagen. Welches Modell am besten zu euch passt, würde ich vorerst hinten anstellen. Beim WW Speicher nimmt man Puffer+FRIWA oder WW Speicher jener einen leistungsstarken Wärmetauscher integriert hat. Die Bereitung erfolgt mit der vorhandenen SWP und keinen extra angeschafften BWWP. Das Wasser im Puffer muss mit einer leistungsstarken FRIWA auf 46-50° erwärmt werden. Diese Lösung läuft bei uns seit vielen Jahren und wir sind hier einer unter vielen Betreibern. Die Vorlauftemperatur hängt sehr von der Bausubstanz ab, wenn man das Bad renoviert, kann es sinnvoll sein hier eine Wandheizung zu installieren. Bei einer SWP habt ihr eine stabilere Quelltemperatur und man erreicht auch mit einer Vorlauftemperatur 35° und 30° Rücklauf sehr hohe Jahresarbeitszahlen. Die vorhandene FBH nutzen und EER sind nicht zwingend nötig um Wohnräume warm zu bekommen. Sind derzeit EER verbaut und wenn ja welcher Typ? Standard sind geschlossene EER, offene EER werden selten installiert. Der TGA kann erst aktiv werden, wenn die korrekten U-Werte vorhanden sind. Der U-Wert der Außenmauer darf angezweifelt werden, im Jahr 2002 waren die Ziegel bereits einiges hochwertiger als jene in den 70/80 Jahre. Mein Elternhaus wurde in den 70er errichtet, Außenmauer 36,5cm und hier dürfte der U-Wert auf 0,75 liegen. Das Dach berechnen sollte für einen Fachmann nicht so ein Problem sein. Seine Aussagen bezüglich Puffer und EER teile ich nicht. Euer Haus hat nach den jährlichen Verbrauch der vergangen Jahre eine Heizlast von unter 9KW. Die vorhandene Ölheizung hat vielleicht einen Wirkungsgrad von 0,85 und der jährliche Verbrauch lag bei ca. 18000KWh p.a. Wenn man die Quelle sehr gut auslegt, oberste Geschossdecke wird saniert, eine Maßnahme der Verbesserung eines Gewerks jenes den Komfort etwas erhöht. Anhand der Daten ist hier keine 10KW oder 12KW SWP notwendig. Es spricht viel für eine 9KW SWP z.B. von AI oder Novelan jene beide eine relativ geringe Stromaufnahme bei Nennleistung aufweisen. Dadurch besser geeignet im Vergleich zu leistungsstärkeren SWP, da eine geringe Stromaufnahme einen hohen Autarkiegrad ermöglicht wenn man eine PV Anlage installiert. Man kann durch eine größere PV Anlage dies ausgleichen, diese kostet aber mehr. Den Energieberater klar mitteilen das er liefern muss um eine Förderung zu erhalten und eine Frist setzen.
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