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03.08.2025 10:31:40 |
Liebe alle, haben gerade vom Elektriker unsere Photovoltaik-Anlage installiert bekommen: 36 x Trina-TSM 445W (also insgesamt 16kWp) (genaue Modellnummer steht am Angebot leider nicht oben) Huawei SUN2000-12K-MB Inverter Huawei Luna2000 14kW Batteriespeicher (der 7/14/21 Serie) Standort Südösterreich Da der Elektriker sechs Module mehr installiert hat, als ursprünglich vorgesehen (vorgesehen waren 30, also 13,3kWp), stellen wir uns jetzt die Frage, ob der 12kW Inverter für die nun installierten 16kWp nicht zu klein dimensioniert ist und wir das urgieren sollten? Am 1. August hat die Anlage zur Mittagszeit bei blauem Himmel und keinen Wolken 11,01kW produziert. Da hatten wir uns mit der höheren Anzahl der Module deutlich mehr erwartet, deshalb die Frage hier. Vielen Dank für Eure Hilfe/Antworten :)
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03.08.2025 10:35:00 |
Ost/West/Nord/Süd, Schatten?
Oliver
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03.08.2025 11:02:49 |
ich wusste doch, dass ich Info vergessen hatte! Sorry! 10 Module Süd, Flachdach mit 12 Grad Neigung installiert. 26 Module Westen, Schrägdach (Pultdach) mit 15 Grad Neigung. Keine Verschattung. Danke :)
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03.08.2025 11:08:52 |
Das wird gar kein Problem sein. Bei den gegebenen unterschiedlichen Ausrichtungen hast du niemals die maximale Spannung des 12kw Wechselrichters anliegen. Die max. DC-Anschlussleistung vom 12k-mb0 liegt auch bei 18kwp. Dein Monteur wollte halt die ganze Palette (immer 36 Stk.) verbauen, die er bestellt hatte, statt davon noch sechs auf Lager liegen zu haben. Inwiefern der Wechselrichter jetzt optimal für deine Verhältnisse vor Ort ist, kann man nur durch exakte Berechnungen in z.B. pvgis erfahren. Probleme sollte es aber wie gesagt nicht geben.
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03.08.2025 16:31:45 |
Selbst wenn an ein paar Tagen im Frühsommer mal die AC Leistung gekappt wird, weil die Batterie schon voll ist und das Haus gerade nichts abnimmt, ist das kein wirklicher finanzieller Verlust. Zudem kannst du an solchen Tagen das Laden der Batterie auf Mittag/Nachmittag legen (Peak shaving), die DC Leistung des WR ist idR (deutlich) höher als die AC Leistung. Andererseits bist du im Herbst/Winter mehr als froh um die zusätzlichen Panels.
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03.08.2025 16:42:28 |
die 445Wp ist die STC-Angabe - Standard Test Condition, also Laborbedingung Dann gibt es noch NOCT - Normal Operating Cell Temperature - dieser ist wesentlich näher an der Realität undmeist ca. 25% schlechter als STC Hier ein Datenblatt wo die Werte für STC und NOCT getrennt aufgeführt sind: Trina-DatenblattDeine Anlage wird nie die max 16kWp erreichen, unabhängig vom Wechselrichter |
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03.08.2025 17:58:51 |
Hab fast die gleiche Anlage in Südausrichtung. Meine Modulen leisten ca. 14,5kW mit einem Huawei 12kW Inverter. Der Wechselrichter produziert meistens im Herbst und Frühling seine vollen 13,2kW. Im Sommer sind es eher zwischen 10-12kW
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03.08.2025 22:24:26 |
Danke für die Infos an alle; und Danke für den Link mit dem Datenblatt, das war sehr hilfreich und informativ!
Und danke für die schnellen Antworten, die haben uns beruhigt! Wir sind eigentlich auch sehr positiv beeindruckt über die Produktion bei schlechterem Wetter / stärkere Bewölkung.
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04.08.2025 07:57:08 |
Ein Problem ist es nicht. Du würdest nur einige 100kWh im Jahr dadurch verlieren. Süd und West wird bei dieser Neigung im Sommer nahezu auf Peak laufen, nur bei Hitze nicht. Im Frühling/Herbst und an nicht zu heißen Sommertagen wird es relativ oft der Fall sein. Man kann sowas mit einer Software simulieren. PV Sol könnte das. Grüße
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12.08.2025 09:53:37 |
kurzes update: mit Simulationstools spiele ich gerade, Aber andere Frage: uns ist aufgefallen, wenn die PV Anlage produziert und der Batteriespeicher 100% voll ist, aber der interne Hausverbrauch auf über 12kW steigt, alles was über 12kW verbraucht wird, ebenfalls vom Netz bezogen wird. Konkretes Beispiel: Trockner, Backroher, Geschirrspüler, Waschmaschine, Induktionsherd, und die Wärmepumpe läuft grad an zur WW Produktion. Da die WP gerade so eingestellt ist, den internen Heizstab zur Unterstützung dazuzuschalten (ich weiss, ich weiss, aber wir haben einen Heißduscher im Haushalt), kommt es in diesem Szenario schon mal zu Spitzen über 12kW (bis zu 15kW). Ich nehme an, dass ist weil es halt ein 12kW Wechselrichter ist? Wie schaut das im Winter aus, wenn die WP dann durchgehend läuft und dann doch auch gleichzeitig mehrere Verbraucher Strom brauchen? Hat da jemand Erfahrung damit? Obwohl im Winter aufgrund der geringeren Produktion das eh kein Problem sein wird, aber rein aus Interesse. Ansonsten sind wir mit der Anlage voll zufrieden, und an schönen Tagen haben wir insgesamt immer um die 80kWh PV Produktion, an einem total verregneten Tag hatten wir immerhin noch 18kWh.
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12.08.2025 11:51:12 |
Die Batterie hat eine maximale Entladeleistung. Der WR hat eine maximale Leistung an AC (Wechselstrom) und eine an DC (Gleichstrom). Schau in die Datenblätter. Beispiel(e): Wenn die PV gerade 7kW liefert, das Haus jedoch 13kW braucht, und die Batterie mit max 7kW (Beispiel) spezifiziert ist, sind die 12kW AC-Leistung des WR dein limitierender Faktor. Der Rest kommt aus dem Netz. Wenn die PV gerade nur 2kW liefert, das Haus jedoch 11kW braucht, und die Batterie mit max 7kW (Beispiel) spezifiziert ist, ist die Summe aus 7+2=9kW DC-Leistung dein limitierender Faktor. Der Rest kommt aus dem Netz. usw. Mit etwas Gewöhnung und geeigneten Hinweisen lernen die Haushaltsmitglieder schon, dass der parallele Betrieb von so vielen Haushaltsgeräten (rein aus der PV-/Batteriesicht) keine gute Idee ist. Aber wie oft kommt das vor? Und im Winter (definiere ich mal als den Zeitraum, an dem die WP angeschaltet wird, bis Ende März) kommt nichts vom Himmel, ist die Batterie immer leer und braucht (auch) die Weihnachtsbeleuchtung ne Menge Energie. Ich beziehe meine 2,2MWh Strom fast ausschließlich von Nov-März, bei einem Jahresbedarf von 6,5MWh insgesamt. Autarkiegrad im Dez etwa 23%.
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12.08.2025 13:53:46 |
Ich hätte an deiner Stelle einen größeren Wechselrichter genommen. Das Bisschen Aufpreis hätte sich gelohnt. Spätestens wenn du ein Elektroauto hast, wirst du um jede kW mehr froh sein. 12kW sind dabei echt nicht viel. Vor allem wenn deine PV bis zu 16kW liefern kann. Im Hochsommer wird es meist kein Problem sein, aber im Frühling und Herbst wird der Wechselrichter öfter begrenzen müssen. Grüße
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12.08.2025 14:47:56 |
okay Danke für die Hinweise, der Elektriker kommt Ende der Woche für Endbesprechung/Abnahme. Eure Hinweise helfen uns, das ganze etwas informierter mit ihm zu besprechen!
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12.08.2025 17:57:21 |
Zitat von rasta2213 
Aber andere Frage: uns ist aufgefallen, wenn die PV Anlage produziert und der Batteriespeicher 100% voll ist, aber der interne Hausverbrauch auf über 12kW steigt, alles was über 12kW verbraucht wird, ebenfalls vom Netz bezogen[...]
das ist halt das Problem der kombinierten Inverter / Speicher wobei es kein Problem ist, wann braucht man schon mal wirklich 12kW gleichzeitig?
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12.08.2025 22:37:47 |
Wenn das Auto alleine 11kW zieht, sind 12kW nichts.
Grüße
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13.08.2025 13:38:30 |
Ich sehe einen leichten Vorteil beim "kleinen" Wechselrichter wenn PV-Module und Batterie an einem Wechselrichter angeschlossen ist. Schaut euch mal den Wirkungsgrad von Batterie->Haus beim Entladen an. Üblicherweise braucht man z.b Nachts ja nur so 150-300 Watt. Je größer der WR desto mieser der Batterie Wirkungsgrad bei diesen geringen Lasten. Ich habe meinen WR unter anderem deshalb etwas kleiner gewählt damit ich bei üblicher Hauslast noch einen brauchbaren (Teillast-) Wirkungsgrad habe. Mein Peak im Sommer zur Mittagszeit ist dann zwar abgeregelt aber da habe ich eh soviel Strom....
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13.08.2025 15:49:43 |
Zitat von Fertig  Wenn das Auto alleine 11kW zieht, sind 12kW nichts.
Grüße Man kann ein E-Auto notfalls auch mit 2,3 kW (1-phasig 10A) laden. Manche gehen auch mit 6A 1-Phasig Das wichtigste ist immer: Hauptsache im Sommer keinen Netzbezug und im Winter möglichst nichts einspeisen. Seit Februar 2025 gilt auch die 60% Wirkleistungsbegrenzung, solange kein IMSys verbaut ist, so daß zumindest was die Einspeisevergütung betrifft der 12kW WR keinen Nachteil mehr hat.
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13.08.2025 18:01:21 |
Die meisten laden ihr Auto nicht mit 11 kw wenn sie PV haben und nicht wirklich schnell voll werden wollen. Oder nicht zufällig 30kwp auf dem Dach haben. Es hat sich auch bei mir gezeigt das eine reduzierte Wallboxleistung nur Vorteile bringt. Die Ladezeit ist über den Tag länger. Wenn eine Wolke kommt ist das nicht so schlimm. Wenn der Herd angeht oder die Waschmaschine nachheizt, ist das nicht schlimm. Ich lade seit Anbeginn nur mit 5,2 kw mein Auto und müsste wahrscheinlich nachlesen wie ich es wieder hoch stelle. :-) Es hat sich gezeigt das dieses ganze E Autoladen viel zu heiß gekocht wird. Wenn ich morgens mal 100% haben möchte dann kriege ich das auch hin. Nur so als Erfahrung aus meinem Haushalt. Trotzdem. Ich würde auch den größeren Wechselrichter nehmen. Die Nachteile sind nicht mehr so groß wie früher als ein Kleinerer deutlich weniger Verluste hatten. Grüße
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13.08.2025 21:56:54 |
Ich nutze regelmäßig 11kW Ladeleistung aus. Im Sommer möchte ich schnell laden können, wenn ich zum Beispiel von der Arbeit heim komme. Es kommt stark auf das Nutzungsprofil drauf an. Meine PV Anlage ist aber auch 50% größer als die des TO. Somit liefert sie auch sehr oft Ströme, die selbst mit 11kW Ladeleistung noch genug Reserve für andere Sachen im Haushalt haben. Es ist aber noch eine ältere Anlage und die wird nicht geregelt/gedrosselt. Es gibt lediglich die 70% weich Begrenzung und der Stromverbrauch wird von einem Energiemanager geregelt. Grüße
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13.08.2025 22:25:32 |
Zitat von Fertig  Ich hätte an deiner Stelle einen größeren Wechselrichter genommen. Das Bisschen Aufpreis hätte sich gelohnt. Spätestens wenn du ein Elektroauto hast, wirst du um jede kW mehr froh sein. 12kW sind dabei echt nicht viel. Vor allem wenn deine PV bis zu 16kW liefern kann. Im[...] Genau das macht man so nicht. Normalerweise gibt es eine Auslegung anhand der örtlichen Gegebenheiten (Einstrahlung, Modulausrichtung, Verschattung, Aufstellwinkel). Insbesondere bei 2 unterschiedlichen Ausrichtungen wird die Peakleistung nicht erreicht. Hier genügen dann kleinere WR, die überbelegt werden. Das erhöht den Wirkungsgrad. Das einzige, was sich durch einen überdimensionierten WR ändert, sind die Verluste. Die steigen und reduzieren die Effizienz der Anlage. Wenn der WR nur an ein paar Tagen an seine Maximalleistung kommt, dann ist das die optimale Auslegung.
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13.08.2025 22:34:59 |
>> Das einzige, was sich durch einen überdimensionierten WR ändert, sind die Verluste. Die steigen und reduzieren die Effizienz der Anlage.
kannst Du das konkret belegen? Oder ist das nur urban legend?
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14.08.2025 07:21:27 |
Bei ihm ist es ein relativ flaches Dach und die Ausrichtung Süd und West, keine Verschattung. Die Anlage wird definitiv öfter mehr als 12kW liefern. Mir ist es gleich. Aber er verschenkt definitiv einige 100kWh jährlich mit einem 12kW Wechselrichter. Die etwas schlechtere Effizienz eines größeren Wechselrichters wird es niemals aufwiegen können. Außerdem hat er jetzt das Problem, sobald er über 12kW gesamt zieht, dass der Wechselrichter der begrenzende Faktor ist. Allerdings muss man sowas echt können. Über 12kW in einem normalen Haus ohne Elektroauto zusammen zu bekommen, Respekt dafür. Grüße
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14.08.2025 11:33:34 |
Hallo, Zitat von KR0815  >> Das einzige, was sich durch einen überdimensionierten WR ändert, sind die Verluste. Die steigen und reduzieren die Effizienz der Anlage.
kannst Du das konkret belegen? Oder ist das nur urban legend? da brauchst du nur das Wirkungsgrasdiagramm des Wechselrichter anschauen. Sonnige Grüße Reiner
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15.08.2025 18:45:15 |
Zitat von Reiner.E  Hallo, Zitat von KR0815  [...] da brauchst du nur das Wirkungsgrasdiagramm des Wechselrichter anschauen. Sonnige Grüße Reiner auf die Schnelle nur das hier gefunden, aber die Zahlen klingen für mich realistisch: link |
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16.08.2025 13:19:07 |
Hallo, als Beispiel das hier: Sonnige Grüße Reiner
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