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06.08.2025 14:56:19 |
Guten Tag, wir sanieren gerade ein Haus. Unter Anderem wird per Fräsverfahren eine Fußbodenheizung nachgerüstet. Die aktuelle Heizungsanlage (Buderus Logamax plus gb142 Bj.2007) wird erst mal weiter betrieben. Alle Heizkörper fallen weg. Somit gibt es als Heizkreis nur die FBH. Braucht man dabei zwingend eine externe Pumpe und einen Mischer? Mein Heizungsbauer meint, dass das nicht unbedingt braucht und das nicht vorgesehen ist. Er sagte aber in dem Zusammenhang das er prüft, ob die interne Pumpe ausreicht. Ich frage mich aber nun, wie das mit der Warmwassererzeugung parallel funktionieren soll. So wie ich die Anleitung verstehe, hat die Anlage keinen integrierten Mischer und während oder nach der Warmwasserbereitung würde ja dann das heiße Wasser zur FBH fließen... Ich Frage definitiv nochmal bei dem Betrieb nach, aber ich hätte vorher gerne schon mal eine zweite Meinung. Danke und viele Grüße
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06.08.2025 16:25:52 |
Zitat von vomNiederrhein 
Ich frage mich aber nun, wie das mit der Warmwassererzeugung parallel funktionieren soll.
Eben nicht parallel. Entweder wird das Kaltwasser warm gemacht, oder der FBH-Heizkreis bedient. Je nach Anforderung dann mit der entsprechenden Vorlauftemperatur, für die FBH außentemperaturgeführt und für WW nach der Wunschtemperatur. Umgeschaltet wird mit einem Dreiwegeventil, meist im Rücklauf, manchmal auch in der Gastherme integriert. Und der HB hat recht, externe Pumpe und Mischer sind nicht nötig. Die FBH-Kreise sind hoffentlich alle annähernd gelich lang, denn der längste entschedet über die notwendige Pumpenleistung. Man kann die interne Pumpe aber auch austauschen, wenn es nicht reichen sollte. Die kommt von den gleichen Herstellern wie eine externe Pumpe, und hat die gleichen Abmessungen. Steht halt nur Buderus drauf. Wenn die VLT nach Zurückschalten von WW auf FBH zu hoch ist, geht ein Thermostat zu und die FBH-Versorgung bleibt unterbrochen, bis sich er Vorlauf abgekühlt hat. Das merkt man aber dank der Trägheit des Estrichs nicht im Raum.
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07.08.2025 10:40:42 |
Zitat von ajokr  Zitat von vomNiederrhein  [...] Eben nicht parallel. Entweder wird das Kaltwasser warm gemacht, oder der FBH-Heizkreis bedient. Je nach Anforderung dann mit der entsprechenden Vorlauftemperatur, für die FBH außentemperaturgeführt und für WW nach der Wunschtemperatur. Umgeschaltet wird mit einem Dreiwegeventil,[...] Danke für die Rückmeldung. Das klingt plausibel. Welches Thermostat ist denn hier gemeint? Sitzt das in der Heizung? Und ja, die Heizkreise sind in etwa alle ähnlich lang - außer der fürs Bad wird kürzer.
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07.08.2025 11:00:18 |
Also entweder extra Ladepumpe für WW und natürlich KEIN Parallelbetrieb oder eben Umschaltventil und natürlich ebenfalls KEIN Parallelbetrieb von WW- und Heizkreis. Oder eben Mischer UND Ladepumpe. Nur dann kann man Parallelbetrieb machen. Die vorgeschlagene Lösung, das Ganze dem STB zu überlassen funktioniert nicht.
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07.08.2025 11:06:23 |
Zitat von vomNiederrhein  Welches Thermostat ist denn hier gemeint? Sitzt das in der Heizung?
Nein, im Zulauf zum FBH- Verteiler. Z.B. sowas hier. Schaltet die Pumpe hart ab, wenns ihm zu warm wird.
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07.08.2025 11:08:58 |
klar, ein STB der die EINE Pumpe abschaltet :-) Klar, der Ladekreis funktioniert dann über Schwerkraftzirkulation :-) Wenn du meinst... Ein STB, der den Heizkreis vor zu hohen Vorlauftemperaturen schützt ist natürlich unabhängig davon immer zu setzen.
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07.08.2025 11:19:38 |
Zitat von egal1  Also entweder extra Ladepumpe für WW und natürlich KEIN Parallelbetrieb oder eben Umschaltventil und natürlich ebenfalls KEIN Parallelbetrieb von WW- und Heizkreis. Oder eben Mischer UND Ladepumpe. Nur dann kann man Parallelbetrieb machen. Die vorgeschlagene Lösung, das Ganze dem STB zu[...] OK, aber auch würde doch nach der WW-Bereitung zunächst das relativ heiße Wasser zu den HKV geleitet, oder? Mir geht es hauptsächlich darum die FBH und den Bodenbelag zu schützen. Sollte das 3-Wege mal klemmen oder defekt sein bekommt man sicherlich so ein Szenario, dass unabsichtlich ein parallelbetrieb gerscht.
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07.08.2025 11:22:45 |
OK, aber auch würde doch nach der WW-Bereitung zunächst das relativ heiße Wasser zu den HKV geleitet, oder?Dann schlägt aber sofort das Thermostat zu, bevor das zu heiße Wasser den Verteiler verlassen kann. Und ohne Pumpe herrscht Stillstand.
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07.08.2025 11:28:32 |
Ah ok, langsam verstehe ich. Aber auch im Regelfall kommt es ja nach dem Umschalten zu einer kurzfristigen Erhöhung, da das Kesselwasser ja nun mal noch heiß ist. In der Heizung ist eine Pumpe mit 3-Wegeventil verbaut. Ist das zu vernachlässigen, da das Volumen der FBH entsprechend groß ist und sich das schnell "verteilt", oder würde jedes Mal das STB die Pumpe blockieren bis es abgekühlt ist? Viele Grüße
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07.08.2025 11:36:37 |
Ja, entweder der STB, oder die WP- Steuerung merkt, dass die vorhandene VLT aus der WW-Bereitung höher ist als die Soll-VLT laut Heizkurve und schaltet deswegen ab. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob bei Überschreiten der Soll-VLT auch die Pumpe stoppt, oder nur der Kompressor draußen.
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07.08.2025 11:41:23 |
Eine WP haben wir leider noch nicht. Es geht um die o.g. Gasheizung Buderus GB142. Da die Anlage noch zu Jung für die WP-Förderung ist, bleibt die erstmal drin.
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07.08.2025 11:42:26 |
OK, mit Umschaltventil geht das natürlich. WW-Speicher meldet Anforderung ---> Umschaltventil schaltet auf Speicherladung ---> je nach dem, wo der STB ist bekommt er das ja gar nicht mit. Nach der Speicherladung schaltet das Umschaltventil wieder auf Heizbetrieb ---> STB spricht an und schaltet Pumpe ab. 10 Min später ist der STB abgekühlt und schaltet Pumpe wieder zu ---> STB schaltet wieder ab ... kommt halt auf den Kesselinhalt an, wie oft das passiert :-) und natürlich auch, wie die Einstellungen sind. Wenn eine genügend lange Nachlaufzeit der Ladepumpe eingestellt ist, kann man vielleicht damit glücklich werden.
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07.08.2025 12:04:29 |
Zitat von vomNiederrhein  Eine WP haben wir leider noch nicht. Es geht um die o.g. Gasheizung Buderus GB142. Da die Anlage noch zu Jung für die WP-Förderung ist, bleibt die erstmal drin. Das ist für diese Regelung aber prinzipell egal. Die heutigen Brennwertgeräte haben eine ziemlich ähnliche Regelung wie ihre elektrischen Nachfolger verbaut. Dann wird statt dem Kompressor der Brenner abgeschaltet.
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13.08.2025 12:54:59 |
Moin zusammen, ich habe mit meinem HB jetzt nochmal über das Thema gesprochen. So richtig ideal ist das ja nicht. Nach der Warmwasserbereitung kann es dann ja mehrere Stunden dauern bis wieder geheizt wird. Daher schlägt er nun die Verwendung eines Mischers vor. Jedoch kann die Regelung das nicht ohne Erweiterung. Verbaut ist als Regelung Buderus RC35. Gibt es noch andere Möglichkeiten? Viele Grüße
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13.08.2025 13:14:30 |
Zitat von vomNiederrhein  So richtig ideal ist das ja nicht. Nach der Warmwasserbereitung kann es dann ja mehrere Stunden dauern bis wieder geheizt wird.
Daher schlägt er nun die Verwendung eines Mischers[...]
Warum sollte das mehrere Stunden dauern?
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13.08.2025 14:16:48 |
Das habe ich nicht hinterfragt. Es kommt aber sicherlich drauf an wo der Fühler sitzt. Wenn das Rohr entsprechend isoliert ist, kann das sicherlich lange dauern. So wie ich das verstehe ist der STB ja eigentlich auch nur zur Sicherheit da, damit die FBH und der Bodenaufbau keinen Schaden nimmt. Er sollte ja eigentlich nicht Teil der Regelung sein...
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13.08.2025 14:27:28 |
Der Fühler ist nicht weit von der Brennwerttherme entfernt, wozu auch? Wäre nur unnötiger Kabelbedarf. Bei FBH macht es aber nichts, wenn die mangels Anforderung ne Stunde oder länger abgeschaltet bleibt. Der Estrich hat genug Wärme gespeichert. Bei Heizkörpern wäre das was anderes.
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13.08.2025 16:41:03 |
Zitat von vomNiederrhein  ... habe ich nicht hinterfragt ... Das solltest Du aber unbedingt generell machen! Die Fachleute sehen manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. 😉 Um dir das mit dem Umschaltventil verständlich zu machen schau dir einmal das Bild auf folgend verlinkter Seite an. Dort ist zwar ein anderer Wärmeerzeuger als bei dir zu sehen und wahrscheinlich hast Du auch anstatt Puffer mit Frischwasserstation einen Warmwasserspeicher, aber alles andere ist identisch, falls Dein Gasverbrenner mit einer außentemperaturgeführten Regelung ausgestattet ist und keine Sockeltemperatur dafür eingehalten werden muss. 👉 http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Warmwasserbereitung#Puffer_mit_Frischwasserstation |
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14.08.2025 12:32:08 |
Dein HB war wirklich auf gutem Wege... Kein Mischer etc. Und jetzt kommst du mit Fragen und er ballert dir Teile rein, die du teuer bezahlst, aber nicht brauchst... Aber mit gutem Gewissen glücklich wirst... Selbst wenn er heisses Wasser in die FBH knallt, so puffert der Estrich das schön weg. Das regelt die Heizung von allein.
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14.08.2025 23:45:10 |
Hallo, ich muss mich schon sehr wundern, was hier diskutiert wird. Ein STB ich ein SICHERHEITS- Temperaturbegrenzer. Den darf man niemals zum Regeln nehmen. Der schaltet die Pumpe ab, wenn die Regelung ausfällt! Du brauchst das MM100-Modul um die FBH gescheit zu mischen und nen Mischer und keine externe Pumpe. Da hätte dein HB sofort drauf kommen müssen. Verstehe ihn nicht und die ganzen Beiträge nicht. Viele Grüße, Achim
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15.08.2025 06:27:05 |
Für die Begrifflichkeiten. Es handelt sich hier um einen STW und nicht um einen STB. Es ist ein Wächter der nicht verriegelt. Ein STB verriegelt. Der STW wird direkt vor der Pumpe durchgeschliffen. Je nach Anlagengröße und Stromaufnahme wird ein Trennrelais fällig. Im EFH kann man fast immer den STW der ca 20 Euro kostet auch durchschleifen. Sollte jeder gescheite HB in einer Std hin kriegen. Ein STW ist nur notwendig wenn der Wärmeerzeuger Temperaturen im Regelbetrieb oberhalb des Temperaturbelaszingsgrenze des Estrichs erzeugt. Da der Kessel ja für Warmwasser bis zu 80 Grad macht ist das erfüllt. Beim versagen des Mischers und Umlenkventil könnte 80 Grädtiges Wasser deinem Estrich Schaden. Deshalb ist ein STW erforderlich. Ein Parralelbetrieb ist immer eine Krücke im EFH da im Winter unnötig lange Laufzeiten mit hoher Leistung angefordert werden. Die Beladungszeit des Speichers wird zudem länger. Im übrigen ist ein STW auch gewissermaßen durch seine Bauart Träger. Wenn dort nach der WW Bereitung 10 Liter 80 Grad Wasser vorbeisausen löst der mit Sicherheit noch nicht aus. STWs in FBHZ werden üblicherweise auf 55 bis 65 Grad gestellt. Grüße
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15.08.2025 07:09:02 |
Zitat von vomNiederrhein  Das habe ich nicht hinterfragt. Es kommt aber sicherlich drauf an wo der Fühler sitzt. Wenn das Rohr entsprechend isoliert ist, kann das sicherlich lange dauern.
So wie ich das verstehe ist der STB ja eigentlich auch nur zur Sicherheit da, damit die FBH und der Bodenaufbau[...] 5 Minuten dauerts ungefähr bei mir. Leider ist der steuernde FBH Rücklauffühler so nah am WW Rücklauf, dass er sich mit aufheizt wenn WW gemacht wird. Sobald wieder auf FBH umgeschaltet wird dauert es maximal 5 Minuten bis der Heizvorgang der FBH wieder los legt. Und ja, meine Rohre sind isoliert….
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15.08.2025 08:08:10 |
Zitat von Ruediger1931  ... Parralelbetrieb ist immer eine Krücke im EFH da im Winter unnötig lange Laufzeiten mit hoher Leistung angefordert werden. Die Beladungszeit des Speichers wird zudem länger ... Da hier Heizkörper und FBH an der GBW angebunden sind, könnte u. U. mit entsprechendem Umbau hinsichtlich dem Brennwertnutzen optimiert werden. Eine Option ist z.b. in folgend verlinktem Beitrag dokumentiert. 👉 https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/3213650 |
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15.08.2025 18:53:50 |
Zitat von Ruediger1931  Für die Begrifflichkeiten. Es handelt sich hier um einen STW und nicht um einen STB. Es ist ein Wächter der nicht verriegelt. Ein STB verriegelt. Der STW wird direkt vor der Pumpe durchgeschliffen. Je nach Anlagengröße und Stromaufnahme wird ein[...] ...Sorry- ich meinte den STW. Danke für die Berichtigung. Viele Grüße, Achim
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