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13.08.2025 19:49:08 |
Hallo,
ich habe seit 12J. eine PV Anlage mit 8kWp auf dem Dach. Der WR ist eine Sunny Tripower.
Da jetzt die Speicher recht günstig sind, möchte ich die Anlage mit einem Speicher erweitern. Nun ist der Tripower kein Hybrid, kann also keinen Speicher bedienen.
Suche nun seit einiger Zeit rum, und überlege, wie ich das am Besten mache. Mein letzter Stand war einen Kostal Plenticore 10 zu nehmen und einen HV Speicher dran zu klatschen und den Tripower mit dem Plenticore ersetzen.
Nun sagt mir heute einer, dass die Stromzähler saldierend wären. Ich könnte also vom Speicher nur auf einer Phase einspeisen und auf einer anderen Phase Strom zurück holen, ohne dass es mich Geld kostet. Das würde bedeuten, ich könnte billig einen Sunny Island schießen, da einen LV Speicher dran machen und den an eine Phase anschließen und hätte quick and dirty einen Speicher im System, der mir quasi alle 3 Phasen im Haus versorgt. Allerdings mit dem Umweg übers Netz halt.
Mein Bauch sagt allerdings, dass das nicht funktioniert wie gedacht. Mein Kopf möchte nun wissen, wie das ist?
Danke und LG
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13.08.2025 19:59:28 |
Ich weiß jetzt nicht genau, ob es um folgendes geht: du speist z.B. einphasig auf L1 1 kW ein. Gleichzeitig entnimmst du auf L2 0,4 kW und auf L3 0,6 kW. Bilanz: der Zähler steht und saldiert nichts auf. 2. Bsp: du speist wieder auf L1 1 kW ein, entnimmst auf L2 0,5 kW und L3 ist ohne Last Bilanz: der Zähler subtrahiert in einer Stunde 0,5 kWh, da das die Leistungsbilanz ist. 3. Bsp: ein Motor mit 3 kW läuft auf den 3 Phasen, gleichzeitig speist du wieder auf L1 1 kW ein. Nach 1 h hat der Zähler 2 kW aufaddiert.
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13.08.2025 20:02:06 |
Ja, so verstehe ich einen saldierenden Stromzähler. Bin mir aber nicht sicher ob das dann auch so ist und funktioniert?
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13.08.2025 20:03:45 |
ja, klar funktioniert das so
https://www.photovoltaik-web.de/photovoltaik/eigenverbrauch-pv/pv-stromzaehler-fuer-eigenverbrauch
schau dir mal den Link an. Da wird das gut erklärt
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13.08.2025 21:37:35 |
Moin, mache ich seit den Tausch das alten Zählers genau so. Einphasig aus dem Speicher einspeisen und so ggf. den saldierten Verbrauch auf 0 drücken. Rechtlich problematisch (je nach rechtsempfinden natürlich :-)) ist eine zu potentiell zu große Schieflast zwischen den Phasen (ich meine 4,6kW ist die Grenze). Ziehst Du also auf L1 2kW solltest Du auf L3 (auf der dein Batteriewechselrichter hängt) nicht mehr als 2,6kW einspeisen. Da bei mir im Haus die Verteilung der Lasten ohnehin nicht "so dolle" ist, habe ich mir für die Einspeisung die Phase ausgesucht, die ohnehin die höchste Last trägt (zum Ermitteln: Du brauchst ja im Anschluss Sensoren, die dem Wechselrichter sagt, wieviel er gerade einspeisen soll um auf 0W zu saldieren. Ein Woche beobachten sollte reichen). Außerdem schafft mein Billigteil sowieso nur alleraller maximal 3kW :-) VG Thomas
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14.08.2025 00:34:59 |
Ja richtig, genauso funktioniert es. Ich habe wegen schwierigen Dachverhältnissen mehrere Mikrowechselrichter in Betrieb. Seit Anfang Mai betreibe ich einen einphasigen AC Speicher (Marstek Venus E). Der Speicher hat eine max. Lade- Entladeleistung von 2 5kW. Also weit entfernt von der max. zulässigen einphasigen Schieflast von 4,6kW. Im Zählerschrank ist ein Shelly Pro 3EM installiert, der Speicher versucht immer auf seiner Phase soviel einzuspeisen, dass in Summe auf den 3 Phasen 0W bezogen wird, läuft echt super. Alles offiziell beim Netzbetreiber und der Versicherung angemeldet.
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14.08.2025 08:46:24 |
Zitat von Klausi1967  Das würde bedeuten, ich könnte billig einen Sunny Island schießen, da einen LV Speicher dran machen und den an eine Phase anschließen und hätte quick and dirty einen Speicher im System, der mir quasi alle 3 Phasen im Haus versorgt. Allerdings mit dem Umweg übers Netz halt. [...] So funktioniert auch mein Speicher mit einem saldierenden Zähler. Bei AC gekoppelten LV Speichern musst du aber daran denken 1. Du hast einen zusätzlichen WR, der auch noch AC gekoppelt ist. Das heißt, höherer Eigenverbrauch des Speichersystems und somit schlechtere Systemeffizienz. U.a. zieht das System deshalb auch mehr Strom aus dem Netz im Winter bei fehlender Sonne. 2. LV Speicher sind weniger effizient als HV Das heißt, du musst gucken, um wie viel günstiger dich das kommt, damit so ein System wirtschaflticher ist als ein Hybrid-WR mit HV Speicher.
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14.08.2025 14:03:01 |
Ja ist so, HV ist effizienter, weil die Spg. nicht runter und wieder hoch gesetzt werden muss. Ich habe auch die Idee mit dem Sunny Island und LV Speicher wieder verworfen. Spiele jetzt mit dem Gedanken, einen 2. 3Ph WR mit ´HV-speicher zu installieren und die Nordseite meines Dachs mit PV-modulen zukleistern, die dann in den 2. WR speisen. Damit verdopple ich geschätzt meine Erzeugungsleistung.
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14.08.2025 18:37:26 |
Zitat von Klausi1967  Spiele jetzt mit dem Gedanken, einen 2. 3Ph WR mit ´HV-speicher zu installieren und die Nordseite meines Dachs mit PV-modulen zukleistern, die dann in den 2. WR speisen. Damit verdopple ich geschätzt meine Erzeugungsleistung. [...] Von den 22kWp liegen bei mir auf der Nordseite 10kWp (DN=30°). Das hilft viel, gerade im Winter mit sowieso viel indirekter Strahlung. Deshalb Module nehmen, die gut für indirekte Strahlung sind. Achtung: Einspeisevergütung wird proportional der Leistung berechnet. Da Ertrag im Norden schlechter ist, wird der Strom aus aktueller Anlage effektiv schlechter vergütet.
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15.08.2025 00:15:54 |
Zitat von gnika7  Zitat von Klausi1967  [...] Von den 22kWp liegen bei mir auf der Nordseite 10kWp (DN=30°). Das hilft viel, gerade im Winter mit sowieso viel.... Ich bin gerade dabei, bei uns auf der Nordseite 14 Module a 440W also ca. 6kWp nachzurüsten. Auf der Südseite ist genau die gleiche Leistung schon installiert. Da alles in Eigenleistung erbracht wird, hält sich auch das Invest in Grenzen. Dachneigung liegt bei 35° . Kannst Du sagen, wie groß der prozentuale Unterschied zwischen Nord und Süd ist? Wie hoch sind Deine Erträge in den Monaten November bis Februar in absoluten Zahlen? Danke und viele Grüße Hans
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15.08.2025 10:24:07 |
Nur Nordseite habe ich bis jetzt nicht ausgewertet. Meine Komplettanlage teilt sich im Grunde folgendermaßen auf 7kWp Süd 10kWp Nord 5kWp Ost (ab 14 teilweise verschattet) Alles aber um ca. 20° im Uhrzeigersinn gedreht. Die Südanlage bringt ca. 8,2±0,1MWh/a. Die Nord+Ost-Anlage ca. 13±0,4MWH/a. Ich habe das aber vorher mit PVGIS gerechnet und dabei auch Horizont bei der Ost-Anlage berücksichtigt. Die rechnerischen Werte passen perfekt zu den gemessenen Ertragswerten.
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15.08.2025 11:38:31 |
Zitat von gnika7  Nur Nordseite habe ich bis jetzt nicht... Danke für die schnelle Antwort. Die Software PVGIS muss ich gleich mal testen.
VG Hans
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15.08.2025 12:07:24 |
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15.08.2025 12:36:11 |
Also, hab mal PV Module virtuell auf der Nordseite v. dem Dach verteilt und komme da auf 9kWp bis 11kWp, je nachdem, welche Module ich nehme. Ich schätze, dass ich an schönen Tagen ca. 5kW effektiv von der Nordseite bekommen werde.
Ich erzeuge auf der Südseite im Jahr ca. 8000kWh. Dadurch dass die Nordseite zwar ca. 37% mehr kWp hat, schätze ich, dass ich auf der Nordseite auch in etwa 8000kWh Ertrag haben werde.
Ich dachte, alle neuen Module also über 500Wp sind gut für indirekte Strahlung? Oder gibt es da noch mehr zu beachten. Weil wenn ich nach PV Modulen suche, dann sehe ich da nirgends was zu indirekter Strahlung.
Wie wäre das dann mit der Einspeisevergütung? Bliebe die für die bereits bestehende Südanlage gleich? Und nur die Nordanlage würde mit dem neuen Satz angesetzt? Oder wirkt sich die Erweiterung auch auf die bestehende Anlage aus?
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15.08.2025 12:40:33 |
Wie wäre das mit der Einspeisevergütung?
Ist Teileinspeisung wenn man einen Batteriespeicher hat? Volleinspeisung dann ohne?
Wenn ich also einen Speicher in die Anlagenerweiterung einbaue, habe ich 7,86ct. Und wäre das dann für die ganze Anlage oder nur für die Erweiterung?
Wie lange gilt die dann? 20J von 2025 weg. Oder 20J von 2013 weg, als ich die Südseite in Betrieb genommen habe.
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15.08.2025 16:08:12 |
Zitat von Klausi1967  Wie wäre das mit der Einspeisevergütung? [...] Die neue Anlage wird nicht extra gemessen, es wird einfach pro rata aufgeteilt Wenn diese doppelt so groß ist wie die alte, dann bekommst du für 1/3 des eingespeisten Stroms den alten Satz und für die restlichen 2/3 den neuen Satz. Deshalb habe ich oben auch geschrieben, dass die effektive Vergütung der alten Anlage theoretisch schlechter ist. Praktisch kommt es auf die Höhe des aktuellen EV an. Wenn dieser besonders hoch ist, wird die effektive Vergütung für "neuen" Strom höher ausfallen als der aktuelle Satz. So wird bei mir effektiv ca. 1MWh aus der neuen Anlage effektiv mit dem höheren alten Satz vergütet. Das heißt, wenn du die Anlage verdreifacht aber die Einspeisemenge weniger als dreifach ist, hast du effektiv weniger und umgekehrt.
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15.08.2025 18:08:49 |
OK, jetzt glaube ich verstehe ich. Die bestehende Anlage = Südseite hat 7,8kWp Die geplante neue Anlage hat vielleicht 11,2kWp Die Einspeisung würde durch die geplante Anlage nur ca. verdoppelt (da Nordseite). Allerdings würde ich nur 41% zum alten Satz vergütet bekommen und 59% zum neuen Satz. Stimmt das? Da die Vergütung bei Volleinspeisung doppelt so hoch ist, macht es dann vielleicht Sinn, die bestehende Anlage mit einem Hybridwechselrichter und Speicher aus zu rüsten und die neue Anlage mit dem alten Wechselrichter ohne Speicher? Oder ist da ich einen Heimanschluss habe das egal, weil ich eh privat entnehme?
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15.08.2025 18:35:57 |
Oder einfach gerechnet, du bekommst für jede eingespeiste kWh (7,8×[alter Satz]+11,2×[neuer Satz])/19
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