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Datenschutzhinweise

Heizungsschema Sanierung Einfamilienhaus
Verfasser:
Orange
Zeit: 03.09.2025 13:26:06
0
3874006
Guten Tag,

ich habe dieses Jahr ein Einfamilienhaus mit 3 Etagen Baujahr 1994 gekauft.
Aktuell wird das Wohnzimmer im Erdgeschoss mit zwei Ringen, das Wohnzimmer im Untergeschoss mit einem Ring und die restlichen Räume mit Heizkörpern beheizt.
Als Zentralheizung ist eine Rexola-bifferal-RN mit einem HoriCell-HG verbaut.

Mein Sanierungsplan sieht vor alle Heizkörper durch Fußbodenheizung zu ersetzten.
Dabei möchte ich die vorhandene Gasheizung erstmal behalten und in weiter Zukunft durch eine Wärmepumpe ersetzen. Die überschlägige Heizlast befindet sich bei 10,5 kW.

Durch Recherche im Internet und Gesprächen mit einem Wärmepumpenbauer habe ich mir folgendes Heizungsschema erarbeitet und würde gerne eure Meinung dazu wissen.


Zudem bereitet mir die Dimensionierung der Steigleitungen Probleme. Könnt ihr mir dazu Richtwerte nennen?

Aktuelles Schema
https://ibb.co/fzK5gfFF

Neues Schema
https://ibb.co/d003rCrS

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 03.09.2025 19:48:08
2
3874102
Zitat von Orange Beitrag anzeigen
Guten Tag,

ich habe dieses Jahr ein Einfamilienhaus mit 3 Etagen Baujahr 1994 gekauft.
Aktuell wird das Wohnzimmer im Erdgeschoss mit zwei Ringen, das Wohnzimmer im Untergeschoss mit einem Ring und die restlichen Räume mit Heizkörpern beheizt.
Als Zentralheizung ist eine[...]

Habe mir Dein neues Schema angesehen. Dazu ein paar Fragen bzw. "Bewertungen":

Gut: kein FBH-Kreis ist länger als 82 m.

Hinweise
1
Leider fehlt eine Angabe zum geplanten FBH Schlauch (Aussendurchmesser/Wand-stärke). Es sollte immer dieselbe Abmessung verwendet werden. Ich empfehle 18x2mm.
2
Ziel der Auslegungs sollte sein, möglichst niedrige VLT und kleine Spreizungen fahren zu können - gerade für die WP. Das bedeutet: Verlegeabstände von 15 cm sind eher "out". Meist nimmt man 10 cm und im Bad 5 cm und dafür entsprechend mehr Kreise. Bei Normaussentemperatur sollte die VLT nicht über 30 - 32°C liegen.
3
Wie wurde die Zahl der Kreise bzw. die nötige Länge des FBH-Schläuche berechnet bzw. Auf welcher Basis wurden sie ausgelegt?
4
Warum planst Du 3 Pumpengruppen mit Mischern? Typischerweise fährt man mit dem VL aus der Therme bzw. der WP mit genau EINER Pumpe DIREKT auf die Verteiler, denn aufgrund der raumweisen Auslegung der FBH-Kreise und des geringen Druckverlusts aufgrund der Schlauchquerschnitte bei nicht zu langen Kreisen auf Basis der zuvor berechneten raumweisen Heizlasten brauchen alle dieselbe VLT. Sei sicher: im Innengerät einer heutigen WP sitzt eine sehr leistungsfähige Heizkreispumpe! Bei der Daikin Altherma 4 H mit 12 kW hat sie 12 m Förderhöhe, bei der 10 kW-Anlage 8m Förderhöhe. Nur mit einer auf niedrigen Druckverlust berechneten Hydraulik mit Spreizung von ca. 4 K gelingt es Dir, beim Einbau einer WP auf jegliche Puffer zu verzichten, die a) teuer sind und b)zu deutlich mehr Stromverbrauch führen.
5
Wie wurde die von Dir angegebene Heizlast von 10,5 kW ermittelt?
6
Planst Du in den nächsten 7 Jahren evtl. noch Dämmmassnahmen oder Fenstertausch?
7
Die Versorgungsstränge zu den Etagen und insbesondere der Zentralstrang vom Wärmeerzeuger bis zur Etagenteilung sind so auszulegen, dass sie keinen nennenswerten Druckverlust beisteuern: mehr als 30 - 40 mbar pro Strecke sollte es nicht sein.

Das läuft bei einer Heizlast von 10,5 kW bei NAT wahrscheinlich auf einen 35er Hauptstrang mit 32 mm Innendurchmesser und 28er Stränge in Kupfer zu den Etagen mit 25 mm Innendurchmesser hinaus (bei. Verbundrohr entsprechend größer, da deren Wandstärke erheblich höher und damit der Innendurchmesser bei gleichem Aussendurchmesser deutlich geringer ist! Schlechte Verbundrohrsysteme verengen den Innendurchmesser an jeder Verpressung zusätzlich, weil die Press-Enden eines Bogens etc. Das Verbundrohr auch innen umfassen und damit nochmals um mindestens 2 mm verengen!) und lässt sich im Vorfeld z.B. über die App ZV-Plan genau berechnen.

Gruß - Eddi

Verfasser:
ajokr
Zeit: 03.09.2025 20:04:28
4
3874104
Wenn die Rexola nicht beliebig niedrige VLT liefern kann, benötigst du nach dem Umbau nur eine Pumpengruppe, aber mit Temperaturbegrenzer wie bisher auch für die FBH.

Ich würde statt der zweiten und dritten Pumpengruppen lieber je Strang einen WMZ einbauen lassen.
Dann siehst du, wieviel Heizlast die Hütte wirklich braucht.
Die Heizlastabschätzung nach Verbrauch ist immer nur eine grobe Näherung, weil du nicht weißt, wieviel Wärme durch den Schornstein entschwindet.

Ich würde im Brauchwasser-Zulauf noch ein zweites MAG vorsehen.

Verfasser:
Musil
Zeit: 03.09.2025 21:40:19
3
3874129
Hallo,

1. Ja, 3 Mischer und Pumpen sind sinnlos:

Mit BWT halt einen Mischer und eine Pumpe (bei der Pumpe bin ich mir auch nicht sicher - sollte wohl in der BWT schon sitzen). - bei WP dann keinen Mischer mehr und keine extra Pumpe.

2. Da ja schon zwei FBH vorhanden sind, ist da (wo schon vorhanden) nichts mehr am Verlegeabstand zu machen. Überall 10 cm und in den Bädern 5 cm wären halt schön. Wenn es in den Bädern noch keine FBH gibt, dann dort auf 5 cm gehen. Und überlegen, ob man da noch einen Teil der Wände belegen kann. ("Zuviel" gibt es nicht - kann man ja später auch etwas eindrosseln...).

3. Das "Auslaufventil" zwischen KW und MAG verstehe ich nicht - könnte mir vorstellen, dass das zum Nachfüllen des HKR gedacht ist.... Meiner Meinung ist eine solche einfache und fixe Verbindung zwische TW und HW nicht erlaubt...."Auslaufen" kann da nichts - höchstens schmutziges HW in den TW Kreis gedrückt werden.

4. Beim KW Anschluss vermisse ich einen Druckminderer und ein Filter. Zusätzliches MAG am KW dann...??? Der WW Tank (Legionellen Brutstelle) ist da eventuell auch ungünstig (viel WW, das dort auch mal auf > 60°C aufgeheizt werden sollte --> ungünstig bei WP und viel Ausdehnung von viel WW --> Druck Anstiege) --> ich mag Hygienespeicher...;-).

5. 10,5 kW Heizlast sind wahrscheinlich zu hoch - einfach mal den Trend hier aus dem Forum "heran gezogen" --> die zukünftige WP sollte halt möglichst weit runter modulieren können.

6. 3 WMZ über den nächsten Winter sollten da wohl mehr Klarheit bringen und damit eine wichtige Entscheidungshilfe für die WP sein.

Gruß Musil

Verfasser:
roeka
Zeit: 04.09.2025 06:54:56
2
3874146
Sieh Dir mal den Youtube-Vortrag von Prof. Werner Schenk an,dann siehst Du was mit einer guten Hydraulik zu erreichen ist.

Verfasser:
ajokr
Zeit: 04.09.2025 07:06:10
2
3874148
Zitat von Musil Beitrag anzeigen

3. Das "Auslaufventil" zwischen KW und MAG verstehe ich nicht - könnte mir vorstellen, dass das zum Nachfüllen des HKR gedacht ist.... Meiner Meinung ist eine solche einfache und fixe Verbindung zwische TW und HW nicht erlaubt...."Auslaufen" kann da nichts - höchstens schmutziges HW in den TW Kreis gedrückt werden.



Ja, sowas war früher mal geduldet zum Nachfüllen des Heizkreislaufs. Aus hygienischen Gründen muß da heutzutage eine Befüllanlage mit Systemtrenner rein. Sinnvollerweise sind da auch gleich Manometer für TW und Heizung dran, sodaß das Manometer neben dem MAG überflüssig ist.
Üblicherweise wird Brauchwasser kalt in grün gezeichnet, und Brauchwasser warm in orange. Denn die beiden dürfen sich niemals begegnen, außer in der Befüllanlage und nur in einer Richtung.

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 04.09.2025 09:19:43
3
3874186
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
Hallo,

1. Ja, 3 Mischer und Pumpen sind sinnlos:

Mit BWT halt einen Mischer und eine Pumpe (bei der Pumpe bin ich mir auch nicht sicher - sollte wohl in der BWT schon sitzen). - bei WP dann keinen Mischer mehr und keine extra Pumpe.[...]


Warum 1 Mischer? Die BWT sollte doch bzgl. Der Vorlauftemperatur (VLT) die Heizlinie für die FBH direkt abbilden können und eine VLT von 25° ist für eine BWT doch überhaupt kein Problem. Der Sicherheitstemperaturbegrenzer muss ja in jedem Fall in den Heizkreis…

Gruß - Eddi ich sollte

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 04.09.2025 10:03:24
1
3874208
Zitat von Orange Beitrag anzeigen
Guten Tag,

ich habe dieses Jahr ein Einfamilienhaus mit 3 Etagen Baujahr 1994 gekauft.
Aktuell wird das Wohnzimmer im Erdgeschoss mit zwei Ringen, das Wohnzimmer im Untergeschoss mit einem Ring und die restlichen Räume mit Heizkörpern beheizt.
Als Zentralheizung ist eine[...]


Eine Frage habe ich zur Darstellung des Hauses in den 2 Plänen:

Es gibt ein OG, ein EG, darunter ein Geschoss ohne Namen mit den Wärmerzeugern und darunter ein KG (links ganz unten), in dem sich offenbar nichts befindet. Ich nehme nun an, dass da irgendwas nicht richtig dargestellt ist. Der Sanierungsplan zeigt 3 Geschosse und zwar das OG, das EG und das Geschoss ohne Namen mit den jeweiligen FBH-Verteilern direkt oberhalb des Fußbodens. Im Geschoss ohne Namen befinden sich auch die WW-Bereitung und der Wärmeerzeuger sowie die Hauptverteilerbalken und die FBH-Verteilung für 4 Zimmer und 1 Bad.

Wie ist es denn nun in Realität?


Eine weitere Verständnisfrage habe ich zu den 2 Zeichnungen in Bezug auf das Vorher/Nachher:

Vergleiche ich beide, so schließe ich, dass die 3 Bestands-FBH-Kreise links im Bestandsbild offenbar durch neue Kreise ersetzt werden sollen, denn sie sind im Sanierungsbild nicht mehr da. Stattdessen tauchen 3 neue FBH-Verteilungen mit genauen Längenangaben und Verlegeabständen für das ganze Haus auf.

Ist es korrekt, dass alle Etagen mit neuen Kreisen und FBH-Verteilungen ausgerüstet werden sollen?

Das würde dann extrem sinnvoll und auch gut investiertes Geld sein, wenn die Länge der 3 Bestandskreise nicht bekannt ist und wenn die Schlauchquerschnitte nicht zu dem von mir vorgeschlagenen Maß 18x2 mm passen.

Es ist nämlich sehr stark davon auszugehen, dass sie für höhere VLT von ca. 35° - 40° ausgelegt sind als man das heute tut.

Damit haben diese 3 Kreise automatisch zu wenig Heizleistung im Vergleich zu den 10 neuen Kreisen: sie sind schlicht zu klein. Sie verhindern eine mit den 10 Kreisen mögliche wirtschaftlich optimale Betriebsweise: der Wärmeerzeuger (BWT oder WP) muss seine VLT immer auf Höhe der Wärmeübertrager (FBH-Kreis oder HK) liefern, der die höchste VLT braucht. Im Sanierungsfall wären das lediglich 3 alte Kreise, wohingegen die 10(!!) neuen Kreise mit deutlich niedrigerer VLT auskommen. Bei einer WP "kostet" jedes Grad höhere VLT 3% mehr Strom. Meine Gas-BWT (2011-2023) verbrauchte 25% weniger Gas, nachdem ich die VLT vom 48° bei -8° AT auf 38°C im Rahmen des thermischen Abgleichs reduziert hatte.

Gruß- Eddi

Verfasser:
ajokr
Zeit: 04.09.2025 10:07:49
2
3874213
Zitat von Eddi Lang Beitrag anzeigen
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
[...]


Warum 1 Mischer? Die BWT sollte doch bzgl. Der Vorlauftemperatur (VLT) die Heizlinie für die FBH direkt abbilden können und eine VLT von 25° ist für eine BWT doch überhaupt kein Problem.


Die Kesseltemperatur schwankt aber trotzdem zwischen Brenner an und Brenner aus. Mit dem Mischer bleibt sie nahezu konstant. Vor allem dann, wenn Warmwasser mit Volldampf bereitet wird. Das wäre dann viel zu heiß für die FBH, und der Temperaturbegrenzer klemmt die FBH vorübergehend ab.

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 04.09.2025 10:17:10
1
3874222
Zitat von Eddi Lang Beitrag anzeigen
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
[...]


Warum 1 Mischer? Die BWT sollte doch bzgl. Der Vorlauftemperatur (VLT) die Heizlinie für die FBH direkt abbilden können und eine VLT von 25° ist für eine BWT doch überhaupt kein Problem. Der Sicherheitstemperaturbegrenzer muss ja in jedem Fall in den Heizkreis…

Gruß -[...]


Ergänzung: lt. Internet wird die Therme von einem Regler namens Dekamatik DE gesteuert. Wenn das beim TE auch so ist: der kann lt. Bedienanleitung Kap. 4.4 Heizlinien mit einer minimalen Steilheit von 0,2 fahren. Das wäre bei 20°C AT eine VLT von 20°C und bei -10°C AT eine VLT von unter 30°C! Mit den neuen FBH-Kreisen wird man wahrscheinlich eine Steilheit von 0,3 oder 0,4 fahren.

Ganz wichtig ist, sich WMZ pro Etage oder im Hauptstrang (Qp min. 2,5; DN 20) einzubauen! Damit kann man seine Heizlast ganz genau bestimmen.

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 04.09.2025 10:52:25
0
3874238
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Zitat von Eddi Lang Beitrag anzeigen
[...]


Die Kesseltemperatur schwankt aber trotzdem zwischen Brenner an und Brenner aus. Mit dem Mischer bleibt sie nahezu konstant. Vor allem dann, wenn Warmwasser mit Volldampf bereitet wird. Das wäre dann viel zu heiß für die FBH, und der Temperaturbegrenzer klemmt die FBH vorübergehend ab.


Das tat es bei der Theme meiner Schwägerin und bei mir ich, denn beide Thermen konnten nicht weit genug runtermodulieren für die den Heizbedarf unserer 2 Häuser. also schwankten auch die Temperaturen der Heizkörper und zwar mit deutlich direkterer Auswirkung auf die Raumtemperatur als es bei einer FBH der Fall wäre. Gemerkt haben meine Frau und ich und auch die Familie meiner Schwägerin davon: schlicht nichts.

Da die FBH-Kreise des TE ja im Estrich liegen, ist das Schwanken IMHO also in der Praxis völlig Wumpe d.h. vollkommen ohne Belang, weil es weggepuffert wird.

Auch nach dem WW-Machen ist das ohne Belang, denn im Vergleich zum gesamten Heizkreis befindet sich ja nur eine kleine Menge an heißem Heizwasser im Kreis - und zwar ziemlich genau die Menge, die in der Therme selbst ist. Selbst wenn der Begrenzer zukneift, womit Du natürlich Recht hast, ist das Wasser im Rohr davor in kurzer Zeit runter mit der Temperatur und der TE merkt gar nix davon weil er ja von der enormen Wärmespeicherung des Estrichs, in den er die FBH verlegt, profitiert.

Ich plädiere daher nach wie vor für "KEIN Mischer" und somit ich keine zusätzliche Pumpe, die in einer Heizsaison bei ~ 30 W dann gerne zusätzlich 150 kWh/a an Strom frisst. Da macht eine WP 600 kWh Wärme draus….

Gruß - Eddi

Verfasser:
ajokr
Zeit: 04.09.2025 11:04:59
0
3874246
Ich plädiere daher nach wie vor für "KEIN Mischer" und somit ich keine zusätzliche Pumpe, die in einer Heizsaison bei ~ 30 W dann gerne zusätzlich 150 kWh/a an Strom frisst. Da macht eine WP 600 kWh Wärme draus….

Eine externe Umwälzpumpe braucht es bei der Rexola aber schon. Im Gegensatz zur WP hat die ja keine eigene UWP. Und somit darf diese wie im verlinkten Schema "Heizung-Alt" im linken Teil auch hinter einem Mischer sein. Dann wird nach Bedarf Kesselwasser beigemischt.

Und natürlich für den WW-Teil noch die andere Pumpe unten.

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 04.09.2025 11:48:19
0
3874262
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Ich plädiere daher nach wie vor für "KEIN Mischer" und somit ich keine zusätzliche Pumpe, die in einer Heizsaison bei ~ 30 W dann gerne zusätzlich 150 kWh/a an Strom frisst. Da macht eine WP 600 kWh Wärme draus….

Eine externe Umwälzpumpe braucht es bei der Rexola aber[...]


Ja, die Exxal braucht noch eine separate Pumpe, da noch nicht im Gerät drin - 1990er Tednnik eben.

Kann man so machen, wie Du es beschreibst- möglicherweise mit dem vorhanden Pjmpe, wen. Die genug Leistung hat.

Hier könnte uns der TE mal informieren, was für Pumpen in den 2 Vorlaufabgängen der Therme da eingebaut sind.


Müsste aber auf das von mir vorgeschlagene Setting umgebaut werden, wenn die WP kommt: Innengerät direkt an den Hauptstrang, der zum Hauptverteilerbalken geht. Bis dahin können die Teile ja noch ihren Dienst tun, wenn eine der 2 Pumpen passt.

Bei der mangels weiterer Infos noch nicht auf Verlässlichkeit bewertbaren 10,5 kW Heizlast sollte die Pumpe bei 4 K Spreizung dann schon 2.300 L/h schaffen können. Bei 5 oder 6K Spreizung, die man ja übergangsweise fahren könnte, wären es 1.800 bzw. 1.500 L/h.

Gruß - Eddi

Verfasser:
ajokr
Zeit: 04.09.2025 12:17:50
0
3874272
Um den möglichen Volumenstrom der Pumpe beurteilen zu können, wäre die Kenntnis des Differenzdrucks der Hydraulik noch wichtig. lässt sich messen (Gruß an den Wärmepumpendoktor) oder rechnen, wenn man die Heizkreislängen und deren Reibungswiderstände kennt.

Verfasser:
Orange
Zeit: 08.09.2025 22:16:25
0
3875312
Guten Abend und vielen Dank für die zahlreiche Interaktion.

Zu Eddi Lang:
1. geplant war PE-RT Rohr 16 x 2 mm - die Empfehlung von 18 x 2 mm verstehe ich aufgrund des geringeren Widerstands und der größeren Fläche zur Wärmeabgabe und versuche dies in meine Planung einzubeziehen. Ratet ihr hier zu Aluverbund wegen der Sauerstoffdichtigkeit? Die Frage trat mir bei weiterer Recherche auf, da mein System ohne Wärmetauscher läuft.

2. OK - geringere Verlegeabstände = mehr Kreise -> kleinere Spreizung

3. Zur Berechnung der Heizkreislängen habe ich mich folgende Faustformeln bedient: Verlegeabstand von 15 cm = 5,8 m Rohr / m2
Verlegeabstand von 12,5 cm = 6,8 m Rohr / m2
Verlegeabstand von 10 cm = 8,8 m Rohr / m2

4. Ich habe mit drei Pumpengruppen geplant, da mir der Wärmepumpenbauer erklärt hat, dass die verschiedenen Etagen jeweils mit einer anderen Vorlauftemperatur gespeist werden müssen um energieeffizient zu heizen.
Also verstehe ich das richtig, dass ich mit nur einer Pumpengruppe und einer Steigleitung alle drei Etagen abdecken kann?

5. Die Heizlast habe ich mit einem Online-Rechner berechnen lassen. Eine zweite Rechnung habe ich mit Angaben vom Vorbesitzer über Anzahl der Personen im Haushalt und Gasverbrauch etc. berechnen lassen. Dabei kam eine Heizlast von 8kW heraus.

6. Ich bin gerade bei der Dachsanierung. Aus 10 cm Zwischensparrendämmung ohne Dampfsperre und Feder-Nut-Brettern, wird 18 cm + Dampfsperre und Rigips. Eine Fassadendämmung oder der Austausch der doppelverglasten Fenstern ist nicht geplant.

7. Danke für die Berechnung. Ich wollte die Steigleitung aus Kupfer machen. Welche Nachteile hätte denn die Überdimensionierung der Steigleitungen (Betriebszeiten der Pumpe)?


Zu ajokr:
Danke für die Tipps. Warum ein zweites MAG? Kannst du mir das bitte erklären.
Ich konnte leider nicht die min. Temperatur für meine Therme (Typ BRB) herausfinden. Aber in der Betriebsanleitung rexola-biferral-RN Typ RVM steht, dass man diesen Kessel ohne untere Temperaturbegrenzung betreiben kann. Ob diese Information aufgrund der unterschiedlichen Type hilfreich ist, bezweifle ich.

Zu Musli:
1. Ich bin froh, dass sich meine Bedenken zum Vorschlag des Wärmepumpenbauers hier mehrfach bestätigen. Die zwei Pumpengruppen sind überflüssig.
Mit BWT meinst du Brennwerttechnik? Soweit ich mich jetzt einlesen konnte, habe ich einen Niedertemperaturkessel. Also sind das zwei verschiedene Technologien. Ich gehe davon aus, dass deine Aussage aber trotzdem für mich gilt.

2. Der Fußbodenaufbau wird überall neu gemacht. D.h. Abstände sind überall noch wählbar. Gut, dass du den Verlegeabstand von 10 cm bzw. 5 cm bekräftigst.

3. Es ist tatsächlich nur ein "Wasserhahn" zum Nachfüllen des HKR.

4. Druckminderer ist vorhanden. Filter konnte ich tatsächlich nicht finden.
Meinst du in deinem weiteren Post zur Befüllung z.B. sowas: Caleffi FüllKombi BA Plus 580022 - Füllarmatur 1/2", DN 15, + Systemtrenner, inkl. Entsalzung, 0,75 l?

5. siehe 5. zu Eddi Lang

Zu roeka:
Das werde ich machen. Danke.


Zu Eddi Lang Darstellung des Hauses:
Es sind drei Etagen OG - EG -KG. Die Annahme einer weiteren Etage kommt wahrscheinlich daher, dass ich die Gaszuleitung so weit über die Spalte gezogen habe. Der Fußbodenaufbau wird neu gemacht. (Siehe zu Musli 2.)

Zu Eddi Lang zum Regler:
Ich habe eine Trimatik-MC/B bei der ich aber auch die Neigung-Heizkennlinie bis 0,2 drehen kann.

Den Rest muss ich leider erst morgen beantworten. Ich bin euch sehr dankbar für die Tipps und Hinweise

Verfasser:
ajokr
Zeit: 09.09.2025 09:04:01
0
3875369
Zitat von Orange Beitrag anzeigen

4. Ich habe mit drei Pumpengruppen geplant, da mir der Wärmepumpenbauer erklärt hat, dass die verschiedenen Etagen jeweils mit einer anderen Vorlauftemperatur gespeist werden müssen um energieeffizient zu heizen.


Effizient ist das nicht. Die WP muß die höchste VLT liefern, und die anderen Etagen mischen sich ihr kälteres Rücklaufwasser hinzu. Besser ist es, den Volumenstrom der anderen Etagen soweit zu drosseln, dass alle soviel Wärme abbekommen, wie sie brauchen. Ist en wenig Rechenaufwand oder Ausprobieren. Beides will der Heizungsbauer nicht machen. An den drei Mischern verdient er halt mehr.

Zur Weiterbildung dieses Video von Prof. Schenk. Leider schaut sich das kein Heizungsbauer an.

Zitat:

Zu ajokr:
Danke für die Tipps. Warum ein zweites MAG? Kannst du mir das bitte erklären.


Heizkreislauf und WW sind grundsätzlich aus hygienischen Gründen strikt getrennt. Wenn man Wasser erwärmt, dehnt es sich aus. Ohne Entnahme steigt dann der Druck im Rohr, bis es schlimmstenfalls platzt. Deshalb in jedem Hydraulikteil ein MAG, das den Druckausgleich herstellt. Im WW-Teil gäbe es noch die Alternative, das ausdehnende Wasser ins Abwasser zu entsorgen. Aber sinnvoll ist das nicht. In die KW-Leitung zurückdrücken ist auch nicht erlaubt.

Zitat:

Ich habe eine Trimatik-MC/B bei der ich aber auch die Neigung-Heizkennlinie bis 0,2 drehen kann.

Das regelt dann die Vorlauftemperatur. Eine Mindest-Kesseltemperatur muß zusätzlich ggf eingehalten werden. Ist bei einem gemischten Heizkreis aber kein grundsätzliches Problem, weil der Niedertemperaturbrenner dann halt solange aus bleibt, bis eine Wärmeanforderung über den Mischer und dessen Fühler ausgelöst wird. Bei der WP ist die Steuerungslogik dann andersrum: Nur soviel Wärme erzeugen, wie abgenommen wird.

Verfasser:
Musil
Zeit: 09.09.2025 11:09:48
0
3875403
1.:

"Mit BWT meinst du Brennwerttechnik?"

Ja - oder halt Brennwerttherme...

4.:

"Meinst du in deinem weiteren Post zur Befüllung z.B. sowas: Caleffi FüllKombi BA Plus 580022 - Füllarmatur 1/2", DN 15, + Systemtrenner, inkl. Entsalzung, 0,75 l?"

OK - bin jetzt kein Experte... Aber das ist im Prinzip (!) wahrscheinlich richtig, aber halt mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Das Ding ist dazu gedacht, das für die Heizung passende Wasser jederzeit (!) automatisch nachzufüllen, wenn der Anlagendruck sinkt (warum auch immer).

Bei Dir sollte einmal befüllt werden (eventuell länger gespült werden - um sämtliche Luft aus der Hydraulik zu bekommen). Und AUS. Dafür hat ein guter HB die entsprechenden Geräte / passendes, aufbereitetes Heizungswasser.

Dann kümmert sich in der Zukunft (über Jahre) das MAG um einen nahezu konstanten Druck (Wenn es halt nicht irgendwo ein (kleines) Leck in der Hydraulik gibt - oder mal das Sicherheitsventil "anspringt").

Wenn der Druck über Jahre mal ein wenig fällt, kann man ein wenig normales Leitungswasser mal nachfüllen. Dabei aber erst mal das MAG prüfen / Manometer kann falsch anzeigen, etc. Halt etwas Wartung sollte sein.

Alle Angaben von mir: Ohne Gewähr. Da wird sich bestimmt noch ein Experte zu äußern.

Gruß Musil

Verfasser:
Musil
Zeit: 09.09.2025 11:17:54
0
3875408
PS:

"Ratet ihr hier zu Aluverbund wegen der Sauerstoffdichtigkeit? Die Frage trat mir bei weiterer Recherche auf, da mein System ohne Wärmetauscher läuft."

Glaub ich nicht - die ("modernen") Kunststoffrohre für (!) FBH sind schon seit langem Sauerstoffdicht...

Sonst würde halt Gas (Sauerstoff) in den Anlagekreis gelangen und der Druck könnte nicht über Jahre (relativ) konstant bleiben.

Verfasser:
ajokr
Zeit: 09.09.2025 11:37:55
0
3875415
Zitat von Orange Beitrag anzeigen

Meinst du in deinem weiteren Post zur Befüllung z.B. sowas: Caleffi FüllKombi BA Plus 580022 - Füllarmatur 1/2", DN 15, + Systemtrenner, inkl. Entsalzung, 0,75 l?



Alternativ geht auch die SYR FüllCombi BA DN 15, 6628. Da ist dann keine Entsalzungspatrone dabei. Wenn das Wasser weich geng ist, reicht die auch.
Im Normalzustand ist das Teil beidseitig abgesperrt, also nicht "automatisch".

Nur einfach Wasserschlauch und Absperrventil ist nicht (mehr) erlaubt. Denn dreckiges Heizungswasser darf nicht in die saubere TW-Leitung gelangen.

Verfasser:
Musil
Zeit: 09.09.2025 12:02:53
0
3875423
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Zitat von Orange Beitrag anzeigen
[...]


Alternativ geht auch die SYR FüllCombi BA DN 15, 6628. Da ist dann keine Entsalzungspatrone dabei. Wenn das Wasser weich geng ist, reicht die auch.
Im Normalzustand ist das Teil beidseitig abgesperrt, also nicht "automatisch".

Nur einfach Wasserschlauch und[...]


Wenn man mal als Privatperson in 5 Jahren 2...3 l Wasser nachfüllen möchte, dann nimmt man einen Gartenschlauch, verbindet den mit dem TW Hahn im Keller. Das andere Ende kommt erstmal locker an den Anschluss der Heizung (Ventil an der Heizung da noch zu). Dann dreht man den TW Anschluss langsam, behutsamt auf --> an der noch losen Verschraubung an der Heizung tritt dann mal etwas Wasser aus --> der Schlauch ist dann gefüllt mit Wasser (Luft ist da fast alles raus). Dann dreht man die "lose" Verbindung an der Heizung fest zu. Dann dreht man an der Heizung auf und dann dosiert man über den TW Hahn, bis der Druck wieder passt.

Der Druck im TW sollte ja bei etwa 3,0 bis 3,5 bar liegen. Der Druck in der Heizung unter 2,0 bar.

Da kann einfach kein Wasser aus der Heizung ins Trinkwasser gedrückt werden.

Natürlich muss man da total sicher sein, das man die beiden Drücke einigermaßen genau kennt (Manometer auf Sinnhaftigkeit / nicht defekt / "überdenken").

OK - ist eventuell nicht so ganz erlaubt - aber so läuft es halt in der privaten Praxis....

Bei den meisen Sanitären halt auch, wenn mal ein wenig Druck fehlt....... (selbst erlebt bei renomiertem Werkskundendienst und seriöser Fachfirm, auch wieder.....;-).

Die Hähne dreht man dann natürlich beide wieder zu UND entfernt den Gartenschlauch. Ganz vorsichtige lagern den dann nicht im Heizungsraum, sondern in der Garage - weit weg - bis zum nächsten mal in weitern 5 Jahren.

Verfasser:
ajokr
Zeit: 09.09.2025 12:14:37
0
3875426
Wenn man mal als Privatperson in 5 Jahren 2...3 l Wasser nachfüllen möchte, dann nimmt man einen Gartenschlauch, verbindet den mit dem TW Hahn im Keller.

Sowas wird aber heute kein HB mehr neu einbauen, wenn er sich nicht haftbar machen will. Für die paar Hunnis erst recht nicht.

Verfasser:
Musil
Zeit: 09.09.2025 12:31:32
0
3875430
@ ajokr - Hallo,

ich hab nichts von fest einbauen geschrieben - da gibt es kein festes Rohr von TW zur Heizung. Und den Gartenschlauch benutzt man eventuell und privat mal einmal in 5 Jahren und lagert den dann für die nächsten 5 Jahre wieder in der Garage.

Ein Anschluss für TW im Heizraum mit Hahn und ein Anschluss für die Heizung mit Hahn sind wohl meistens vorhanden UND nicht verboten...

Dazwischen darf man halt keine ständige Verbindung haben - sonst halt nur über Systemtrenner, und bla, bla , bla.

Kein Privater, mit einer funktionierenden (!), dichten (!) Heizung braucht da einen Systemtrenner / Wasseraufbereitung / automatische Nachfüllung.

Gruß Musil

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 09.09.2025 15:18:17
0
3875471
Zitat von ajokr Beitrag anzeigen
Wenn man mal als Privatperson in 5 Jahren 2...3 l Wasser nachfüllen möchte, dann nimmt man einen Gartenschlauch, verbindet den mit dem TW Hahn im Keller.

Sowas wird aber heute kein HB mehr neu einbauen, wenn er sich nicht haftbar machen will. Für die paar Hunnis erst recht[...]



Stimme Dir 100% zu. Macht letztlich auch sehr viel Sinn, wenn man neu baut. Motto: wenn neu, dann wenigstens richtig.

Bei WP machen diese Enthärtungskartusdhen auch einigen Sinn, weil so sowohl die nass laufende Heizkreispumpe als auch der schmalkanalige Plattenwärmetauscher der WP optimal geschützt wird. Beide Butiele kosten heutzutage jeweils mehr als diese Enthärtungsunit, die auch noch Rückfluss ins hauseigene Trinkwassernetz verhindert. So mancher Altbau hat bis heutenkeinen KFE-Hahn am Hauswasseranschluss, der ungewolltes Rückfliessen ins öffentliche Netz z.B. bei Druckabfall im Netz verhindert…..das kann schonmal teuer werden….

Gruß - Eddi

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 09.09.2025 16:16:59
0
3875494
Zitat von Orange Beitrag anzeigen
[...]



Moin Orange,

Ich antworte der Einfachheit und Klarheit halber direkt in kursiv und zitiere Deine Punkte:

Zu Eddi Lang:
1. geplant war PE-RT Rohr 16 x 2 mm - die Empfehlung von 18 x 2 mm verstehe ich aufgrund des geringeren Widerstands und der größeren Fläche zur Wärmeabgabe und versuche dies in meine Planung einzubeziehen. Ratet ihr hier zu Aluverbund wegen der Sauerstoffdichtigkeit? Die Frage trat mir bei weiterer Recherche auf, da mein System ohne Wärmetauscher läuft.
sowohl das Verbundrohr als auch das als sauerstoffdiffusionsdicht ausgewiesene reine Kunststoffrohr sind ok, denn beim reinen Kunststoffrohr handelt es sich um ein Rohr aus verschiedenen Kunststoffschichten, die zusammen die erwünschte Eigenschaft sicherstellen . Die Verlegeeigenschaften dürften unterschiedlich sein. Knickgefahr Alu, störrischeres Kunststoffrohr sollten z.B. Unterschiede ausmachen.

2. OK - geringere Verlegeabstände = mehr Kreise -> kleinere Spreizung
👍


3. Zur Berechnung der Heizkreislängen habe ich mich folgende Faustformeln bedient: Verlegeabstand von 15 cm = 5,8 m Rohr / m2
Verlegeabstand von 12,5 cm = 6,8 m Rohr / m2
Verlegeabstand von 10 cm = 8,8 m Rohr / m2
passt als Faustformel…wenn die Verlegung vom Handwerker gemacht wird, schriftlich vereinbaren: kein Kreis > 100m!

4. Ich habe mit drei Pumpengruppen geplant, da mir der Wärmepumpenbauer erklärt hat, dass die verschiedenen Etagen jeweils mit einer anderen Vorlauftemperatur gespeist werden müssen um energieeffizient zu heizen.
Also verstehe ich das richtig, dass ich mit nur einer Pumpengruppe und einer Steigleitung alle drei Etagen abdecken kann?
ja, das verstehst Du goldrichtig. Dein WP-Bauer hat Dir nämlich Mist erzählt - und mit Verlaub - in seiner Ausbildung hat er es so garantiert nicht gelernt: die Auslegung der FBH-Kreise erfolgt strikt nach der raumweisen Heizlastberechnung genau aus dem Grund, damit genau EINE VLT gefahren werden kann. Und eben nicht nach dem Prinzip: FBH-Kreislängen und Zahl der Kreise nach Gefühl und dann 3 Pumpengruppen incl. deren Stromverbrauch über Jahrzehnte auf Kosten des Besitzers, um fehlerhafte Gefühle oder gar das mindestens grob fahrlässige Verstoßen gegen eine fachgerechte Auslegung anhand der Heizlasten der Räume durch den WP-Bauer auszubügeln. Für die gesamte FBH-Auslegungsrechnung gibt es heutzutage Software, wo die raumweise Heizlast, die Schlauchdimensionierung sowie Verlegeabstand und der Fußbodenaufbau eingehen. Zusätzlich muss die Spreizung (Differenz VLT/RLT, typisch: 4 - 5°C) und die VLT bei NAT (typisch: Max 28 - 32 °C) eingegeben werden, damit die Software dann Längen und Zahl der Kreise sowie Druckverluste ausspuckt. Ich würd an Deiner Stelle auf einer Fachplanung bestehen und sowohl die Softwarevorgabwn absprechen und auch in der Berechnung sehen wollen und auch dalle Ergebnisse auch vor Beginn der Arbeiten sehen wollen. Alle Unterlagen musst Du ausgehändigt bekommen! Was jetzt falsch läuft, bekommst Du niiiiiiie mehr ausgebügelt.

5. Die Heizlast habe ich mit einem Online-Rechner berechnen lassen. Eine zweite Rechnung habe ich mit Angaben vom Vorbesitzer über Anzahl der Personen im Haushalt und Gasverbrauch etc. berechnen lassen. Dabei kam eine Heizlast von 8kW heraus.
verstanden. messen wäre besser gewesen, aber wenn beide Werte gut übereinander gehen…welcher Rechner war’s denn: Heizreport?

6. Ich bin gerade bei der Dachsanierung. Aus 10 cm Zwischensparrendämmung ohne Dampfsperre und Feder-Nut-Brettern, wird 18 cm + Dampfsperre und Rigips. Eine Fassadendämmung oder der Austausch der doppelverglasten Fenstern ist nicht geplant.
ist das sanierte Dach in der Heizlastberechnung berücksichtigt? Das sollte es unbedingt!!! Sonst werden die Kreise im OG zu deutlich groß

7. Danke für die Berechnung. Ich wollte die Steigleitung aus Kupfer machen. Welche Nachteile hätte denn die Überdimensionierung der Steigleitungen (Betriebszeiten der Pumpe)?
die druckverlustarme Dimensionierung hat neben dem einzigen "Nachteil" der höheren Kosten ausschließlich Vorteile: weniger Stromverbrauch und damit weniger mechanische Belastung der Pumpe, geringer Druckabfall im Heizkreis für die notwendigen Durchflüsse von ca. 1.500 L/h und in der Folge ein möglicher Direktanschluss der WP ohne Puffer, der energetisch die mit Abstand beste Lösung ist d.h. bei identischer Wärmeerzeugung den mit Abstand geringsten Stromverbrauch hat. Unterm Strich also sehr gut investiertes Geld! Wir haben kürzlich die Hauptstränge im Haus einer Verwandten von 22er Cu-Rohr auf 35er und den 15m langen Strang zum OG von 18er auf 25er Cu-Rohr "saniert". Ergebnis: über 1.500 L/h statt vorher 1.000 L/h gingen nun durch den Heizkreis und wir konnten den Direktanschluss machen. Meist sind die Haupt- und Etagenstränge in Bestandshäusern zu klein ausgelegt - ganz häufig findet man Bestandspläne, die ok sind, von denen die Monteure vor Ort aber in Richtung kleinerer Dimensionierung abgewichen sind. Mag damals bei den fossilen Hochtemperaturheizungen eine lässliche Sünde gewesen sein, im Zeitalter von Niedertemperatur-WP ist das eine "Todsünde"

Gruß - Eddi

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