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3-Kammer Klärgrube
Verfasser:
Michael Z.
Zeit: 18.08.2003 20:04:54
0
24529
Hallo,

wir haben eine 3-Kammer Klärgrube vorm Haus ( 30 Jahre alt).
Nun wollen wir diese als Regenwasserspeicher nutzen.
Grube haben wir entleert und gereinigt.( war eine super arbeit :-)) )
Der nächste Schritt wär, die einzelnen Betonringe und die ehemaligen
Zugänge ( Abwasser 3 Stück ) zu verputzen und zu verschliessen.

Kann mir jemand weiterhelfen oder hat jemand so etwas schon eimal gemacht.
Bin für jeden Tip dankbar !
Brauche auch noch Info über alles was anschliesend noch benötigt wird--
z.B Filter, Pumpe ....

Verfasser:
Dax
Zeit: 18.08.2003 22:10:54
0
24530
Naja, das Ding muss wohl erstmal entkeimt werden.

Meine Wäsche würd ich allerdings mit dem Wasser was da raus gepumpt wird nicht waschen. Höchstens zur Klospülung.

Das das ganze Vorhaben den allgemein angewanten Regeln der Technik entspricht bezweifel ich allerdings.

Verfasser:
Dax
Zeit: 18.08.2003 22:12:48
0
24531
Vergessen:

Pumpe kann ich die Grundfos MQ Serie empfehlen, extrem leise, hab ich in Betrieb und bin extrem zufrieden. Als Feinfilter hab ich nach der Pumpe ganz gnadenlos einen DRUFI FR Rückspülfilter eingebaut. Funktioniert auch ganz prima.

Verfasser:
Hinnerk
Zeit: 19.08.2003 09:17:30
0
24532
ich habe das ganze vor ein paar Jahren schon gemacht.
das Reinigen ist wirklich ein Erlebnis der besonderen Art.

aber warum willst Du die alten Zuläufe zubetonieren?

ich haben das alte Zulaufrohr aufgegraben und an der Grube vorbei in den Kanal geführt.
die Regenwasserablaufrohre habe ich dann in die alte Öffnung an der Grube geführt, und kurz davor einen Reinigungsschacht.
kaufe aber auf jeden Fall ein feinmaschiges Plastikfilter,
laß Dich im Baumarkt beraten. (mit dem Regenwasser kommt jede Menge Dreck vom Dach (Moos, Zweige, tote Vögel usw)
Das Bodenniveau des Reinigungsschachtes muß höher sitzen als das Niveau der Zulauföffnung in die Grube.
noch Fragen?

Verfasser:
Thorsten Laborenz
Zeit: 19.08.2003 18:46:26
0
24533
Folgende Ausstattung sollte die Zisterne haben (Nutzung des Regenwassers im Haus und für den Garten):

1: Vorfilter vor dem Tank (weitgehend selbstreinigend/Wirbel-Fein-Filter o.ä.)
2: Beruhigter Zulauf
3: Überlaufsiphon
4: Schimmende Entnahme

Es werden mindestens 3 Anschlüsse DN 100 in der Zisterne benötigt(Zulauf/Überlauf/Technikleitungen)

Bei der Auswahl der Pumpe bzw. Nachspeisung Leitungslängen, Gefälle, Nachspeisemenge etc. berücksichtigen.

Thorsten Laborenz
Büenfeld Tank- und Behälterbau GmbH
www.bueenfeld.com

Verfasser:
Steffen
Zeit: 10.10.2003 03:01:23
0
24534
Hallo Michael,
alles prima, auch die Verfasser vor mir, aber bedenke,was willst Du mit dem Wasser aus der Grube machen. 30 Jahre haben Biologie und Chemie aus dem Abwasser auf den Beton eingewirkt. Für eine Nutzung im Haus empfehle ich dringend, daß die Grube chemisch stabilisiert wird, d.h. Du mußt von einem Systemanbieter für Abdichtungstechnik (Schomburg, PCI,...) eine Laborprobe machen lassen und dann mit dem empfohlenen Dichtungssystem die Grube herrichten. Ich warne davor, einfach mit einem Putz oder Anstrich ohne Neutralisierung die Grube zu nutzen. Du machst alles noch mal nach kurzer Zeit. Die Chemie und Biologie im Beton wird unter der Schutzschicht austrocknen und teilweise kristalisieren, d.h. die Beschichtung wird aufgesprengt und zerstört.
Wenn Du aber das Wasser aus der Grube nur für Rasenbewässerung und für Blumen nutzen möchtest kannst Du ohne Probleme nach zweimaligem gründlichem Spülen der Grube mit einer einfachen Schmutzwasserpumpe (Kunststoff, Edelstahl, Rotguß mit 25 mm Korngröße und mindestens 7m Druckhöhe) arbeiten, günstigste Variante.
Grubensanierung und Einbau von "Fachtechnik" in die künftige Zisterne kann schnell Kosten bis 10.000 € verursachen - Sanierung der Grube sehr teuer.
Überlege, wenn der ganze Aufwand zu hoch wird, ob es nicht besser ist, die alte Grube zu entkernen, nur den Außenring und die Bodenplatte belassen, und dann ein Fertigsystem in den Freiraum einsetzen - Kunststoffbehälter - und den Zwischenraum mit Sand auffüllen. Aber nicht vergessen, Sickeröffnung in Bodennähe der Altgrube einbringen!
Bei Neusystemen gibt es Dutzende Möglichkeiten und Anbieter, auch Baumarkt ist denkbar. Außerdem ist ein Neusystem, so blöd es sein mag, um ein vielfaches günstiger, als eine alte Grube zu sanieren und auszurüsten (auch Preispolitik der Hersteller).
Steffen

Verfasser:
Tino Winkler
Zeit: 10.10.2003 08:20:35
0
24535
Hallo Hinnerk,
so wie ich Dich verstanden habe, leitest Du Regenwasser in die Kanalisation (Fäkalienablauf), damit machst Du Dich strafbar.
Kanalisation besteht aus zwei! Systemen, Regenentwässerung und Kanal für Fäkalien.

Verfasser:
Klaus.S.
Zeit: 10.10.2003 09:59:37
0
24536
@Tino Winkler

könnte es Dir in den Sinn kommen das es auch Wohngebiete gibt mit nur einen System?

Gruß Klaus



Verfasser:
friedel
Zeit: 10.10.2003 10:19:46
0
24537
Ich bin begeistert, wenn hier manche posten ohne ne Ahnung von nix zu haben...:-(
Lieber Tino Winkler, es mag in deiner Kommune 2 Kanalnetze geben, diesen Luxus leistet sich nicht jede Gemeinde. Auch wir leiten unser Regen- und Drainagewasser in die Kanalisation. Und unsere Gemeinde würde uns mit Sicherheit Geld für "Straftaten" abnehmen wenn sie könnte...;-)

@Steffen,
Warum soll ein Mensch eine Grube entkeimen, wenn später keimbehaftetes Regenwasser hinein soll?
Deine Billigvariante hat auch einen Schönheitsfehler: Auch Gartenbewässerung mit Zapfstelle benötigt einen Filter, wenn man nicht ständig die Ventildichtung wechseln will und die Pumpe länger leben soll.

@Michael Z
Ich baute und betreue seit über einem Jahr eine Zisterne, die davor als Zweikammerkläranlage genutzt wurde.
Bei Umbaumaßnahmen wurde der Kanalanschluss erneuert und um die 2-KKAnlage herumgeführt, an die nun freien Anschlüsse kamen die Dachabläufe, der Überlauf wurde per T-Stück in den Kanalablauf eingebunden. Innen wurde der Rückhaltebogen vor dem Überlauf entfernt und die Trennwand gelöchert und die Öffnung unten verkleinert, damit nicht zuviel Schlamm in die Ansaugkammer kommt.

In der Zisterne war innen eine Bitumenbeschichtung aufgebracht worden, so dass der Beton recht gut geschützt ist. Durch die rund 35 Jahre Klärbetrieb ist darüber noch ein recht ordentlicher Biofilm.
Um die Keimbelastung *etwas* zu verringern und ein biologisches Gleichgewicht herzustellen, wurde nach Anschluss der Dachflächen die Zisterne 2x gereinigt und ein Jahr mit Regen nur befüllt und über Kanal entwässert.
Im Keller sitzt eine einfache Alko-Pumpe mit Druckschalter. Die Leistung reicht um sogar einen Druckspüler im EG zu verwenden...
Für die Filtration wurde der Zulauf in die Kammer mit dem Überlauf gelegt, um Schwimmstoffe über den Überlauf zu entsorgen. Das Saugrohr in der 2. Kammer geht bis zum Boden und saugt das Wasser durch eine kleine Packung groben Schotter. Alles, was dennoch angesaugt wird, landet im Filter (von Gardena) vor der Pumpe.
Das Wasser wird nur für WC-Spülung und Gartenbewässerung verwendet. Die Anlage funktioniert ohne Probleme. Auch im Sommer konnte man bis zum Boden der Zisterne sehen. Evtl. könnte man noch einen Syphon in den Überlauf einbauen gegen Geruch in der Zisterne. Vom Nutzer kamen jedoch noch keine Beanstandungen.

Gruß,
friedel

Verfasser:
wühr bernhard
Zeit: 04.11.2003 20:03:20
0
24538
guten tag zusammen, es ist sehr interessant eure beiträge zu lesen. es ist klar zu erkennen, daß der eine oder andere schon erfahrung mit regenwassernutzung hat. ich selbst nutze regenwasser seit januar 1997 aus einer sanierten jauchegrube und habe das regenwasser auf trinkwasserqualität gebracht(nachgewiesene Messung). die jauchegrube wurde mehrmals mit einem hochdruckreiniger gereinigt und am boden wurde eine bitumenschicht verlegt. die wände wurden mit einer trinkwasserdichtschlemme bestrichen. außerdem wurde die jauchegrube in drei kammern aufgeteilt wobei die erste Kammer mit blähton gefüllt wurde. in der ersten kammer befindet sich auch der überlauf. das regenwasser muß in der ersten kammer nach unten und wird dann über ein KG-steigrohr in die zweite kammer geführt die mit juraperle gefüllt ist und dadurch das regenwasser entsäuert. das regenwasser muß auch in der zweiten kammer nach unten und wird wieder über ein KG-Steigrohr in die dritte kammer geführt in dem sich das saugrohr befindet. in den fallrohren wurden mittels edelstahllochblech kleine vorfilter eingebaut, die drei bis viermal im jahr gereinigt werden müssen. die filterung in der zisterne erfolgt auch durch mikroorganissmen die sich in der ersten filterkammer befinden ( entstehen durch den schmutz vom dach ). diese haben den nachteil daß sie geruchsbehaftet sind. durch eine umwälzung des wasser in der dritten kammer über eine zeitschaltuhr die ein magnetventil öffnet, bilden sich in der dritten kammer mikroorganissmen (aerobe und anaerobe)die sich von denen in der ersten kammer ernähren und hier eine geruchsneutralisation erzielen. die organissmen in der dritten kammer sind natürlich in der überzahl, weil die dritte kammer ein deutlich größeres volumen haben sollte und auch das eigentliche volumen der zisterne darstellt. als hauswasserwerk benutze ich eine grundfos jq4 die es leider nicht mehr gibt und als feinfilter habe ich noch einen rückspülfilter vorgeschaltet. bisher hatte ich noch keine störung an der anlage und habe mitlerweile mehr als 1000 m³ wasser genutzt. im haus (wc,waschmaschine)haben wir mittlerweile einen durchschnittlichen verbrauch von 13,6m³ im monat. eigentlich wollte ich nur mitteilen, daß es sich lohnt regenwasser zu nutzen, wenn man es richtig macht und vor allen dingen das regenwasser auch im haus nutzt, weil hier der verbrauch deutlich höher ist als im garten.für nähere informationen stehe ich gerne zur verfügung und empfehle eine kontaktaufnahme über www.heizung-wuehr.de

gruß wühr bernhard

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